Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 46 (19.11.1937)
- Date
- 1937-11-19
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2277379-2277516-2277562--12392-2281995- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seife 4 C-V.-Zeitung Nr.46*19. November 1937: Manfred Sturmann liest aus eigenen Werken Die Lyrik der jungen jüdischen Dichtergeneration, oft mehr drängender Schöpferwille als gereifte Tat mehr Impuls als Vollendung und noch im Suchen nach neuen, durch die Zeit bestimmten Inhalten und Formen belangen, hat in Manfred Sturmann ihre bisher stärkste Begabung gefunden. In dieser mehrfach bestätigten^Erkenntnis wTirde man durch eine Veranstaltung des Berliner Kulturbundes bestärkt, bei der Sturmann aus seiner lyrischen Produktion eine Reibe gut. ausgewählter Beispiele gab. Er schickte ihnen eine kurze Betrachtung über die Problematik des heutigen jüdischen Dichters im deutschen Sprachraum voraus: aber seine Gedichte zeugten dann eigentlich gegen ihn selbst, da sie, in einer bemerkenswerten Geschlossenheit und Fülle, jene Einheit von Stoff und Form bekundeten, die nach seinen Ausführungen dem jüdischen Dichter der Gegenwart versagt bliebe. Selten hat ein Dichter die eigene Entwicklung in seinem Werk so klar vorgezeichnet wie Sturmann. der ursprünglich ein träumend beseelter Naturschilderer war, ganz den landschaftlichen Wundern der mütterlichen Erde hingegeben, um dann, von den Stürmen der Zeit aufgerüttelt, im überwältigenden Sckicksal des Judeseins einen seelischen Aufbruch zu erleben. Er hat diesem inneren Wandel rückhaltlos in einem lyrischen ..Bekenntnis" Ausdruck gegeben, das er an die Spitze der zum Vortrag gebrachten Gedichte stellte, einem document humain voll stolzer jüdischer Gesinnung und voll visionären Glaubens an das „Wunder der Herkunft", das ihn zum Erben einer „langen Reihe von Ahnen" macht. Und auch die" anderen Gedichte, die man an diesem Abend von ihm hörte, sind Bruchstücke einer grossen Konfession, hymnische Preisgesänge auf erneuertes, erstarktes Judentum, rhythmisch gebunden etwa im Gleichschritt der Siedierkolonnen. die dem dürren Boden Palästinas die spri essende Saat abgewinnen, psalmodierende Anrufe, in die das ..Wenn wir Dein vergessen, Jerusalem" mahnend hineinklingt. Sturmann wurzeltmit seiner Empfindungsstärke, aber auch mit seinem Formtalent so ganz im Lyrischen, dass der Prosaiker hinter den Versdichter erheblich zurücktritt. So fehlt seiner Erzählung „Die Sendung des Heils" gerade das, was der hervorstechendste Zvg des Lyrikers ist: die gedrungene, in sich geschlossene Form. Diese seltsame und etwas ver- Fot. Sonnenfeld worrene Geschichte ist viel zu weit ausgesponnen, und da ihre menschlichen Züge durch die verschiedenartigsten Stilelemente aus dem Bereich der Wirklichkeit, des Märchens, des Traumsymbols überdeckt werden, so findet man zu ihr nur schwer einen Zugang. Man wird sich daher fürs erste noch immer an den Lyriker Sturmann halten, dem denn auch der stärkste Beifall des Abends galt. H. L. Künstlerische Veranstaltungen Im Jüdischen Kulturbund Berlin begann Julius B a b vor einem zahlreichen, interessierten Zubö'rerkreis eine Vortragsreihe über das Thema ..Der Jude als Motiv in der europäischen D i c h t u n g". Er behandelte zunächst die Renaissance und das Shylock-Problem, indem er vom englischen Theater ausging, auf dem die Renaissance, die Wiedergeburt des menschlichen Natur- und Weltgefühls, in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts einen entscheidenden Triumph erlebt habe. Hier tauchte auch der Jude zuerst als dramatische Figur auf, und zwar beim Vater der Faustdichtung, bei Christoph Marlowe. Weit über den längst vergessenen. Marlowe hinaus wuchs dann etwa ein halbes Jahrzehnt später Shakespeares noch heute auf der Bühne lebendiger „Kaufmann von Venedig" mit der Gestalt des Shylock. H. L. Ihrem ersten Tanzabend liess Elsa Caro jetzt — ala Veranstaltung der jüdischen Künstlerin I f e im ßrüdervereinshaus — einen zweiten folgen. Dss reichhaltige Programm war im gleichen Sinne unterhaltsam wie jenes, das sie im Frühjahr zeigte. Es legte zugleich Zeugnis ab von eifrigem "Studium, von den 14 Tänzen waren sechs neu. Elsa Carp wiederholte ein paar der schönsten ihrer früheren Tänze, den ..Verlorenen Sohn" und den „Getangenen Vogel'*, die sich beide durch spannungsvolles" Durchführen weniger, stark sprechender Motive auszeichnen. Unter den neuen Tänzen finden sich manche („Das Spiel mit den goldenen Aepfeln". ..Zigeunertanz''}, die ähnlich wie einige frühere („Wiegenlied". ,.Revc Exotique") genügend reizvolle Momente, interessante Stilisierungen, aparte Gebärden bringen, um ein verständnisvolles und dankbares Publikum zu gewinnen. Man findet immer wieder pantomimische, dekorative, anekdotische Einzelheiten, die als programmatische Feinheiten genossen werden können. Als Zeugnis des Weiterscbreiiens darf man vielleicht den „Brauttaüz" herausheben; denn hier wird nicht bloss pjne Anzahl anmutig-zarter, liebenswürdiger, sehr hübscher Einfälle temperamentvoll vorgetragen. Wie hier etwa aus einem verlangendem Ausstrecken der Arme oder einem langsamen Sichauirichten ein leidenschaftliches Drehen sich natürlich entwickelt, solche Augenblicke fesseln als Ansätze zu der schweren Kunst, Bewegungsmotive tänzerisch sich entfalten zu lassen und so zu echtem, das heisst: unbedingt zwingendem Bewegungsaufbau zu gelangen. Auch in den „Slawischen Tänzen" spürte man gelegentlich etwas Neues: nämlich das Durchbrechen eines persönlichen Körpergeiühls, obwohl gerade diese Seite im ganzen besonders deutlich im Bereich „technischer Improvisationen" sich bewegte. Um die Begleitmusik war am Flügel Rudi Lehmann bemüht A. M. Im zweiten Abonnementskor-zert des Jüdischen Musikvereins Breslau kamen neben italienischen Meistern der Renaissance und des Frühbarock drei zeitgenössische, jüdische Musiker zu Wort. Man hörte zunächst einige Volksliederbearbeitungen Hugo Adlers für a-eapella-Cbor, sämtlich Zeugnisse einer an den besten Vorbildern geschulten, wenn auch zuweilen etwas überspitzten Satzkunst. Stärkste Wirkungen erreicht Adler in dem festlichen ..Sch*ne sessim" für Chor und Orchester mit der Durchführung der bekannten ..Moaus zur"- Melodie vom zart augedeuteten Motivteilchen bis zum strahlenden Cantus firmus. Ein Bruchstück aus Oskar Guttmanns „B'rescbith" zeigte, dass hier der Versuch einer Synthese von alter Tempelmusik und heutigem Stilempfinden unternommen wurde: geglückt ist er höchstens in der Wahl der Mittel.'nicht aber in der musikalischen . Ausdeutung des Bibelwortes. Auch Erich Werner- Breslau musste sich mit einer Teilaufführung begnügen: es wurde ein Stück aus seinem ..Psalm der Umkehr" geboten. Der besonders grosse Apparat, den der Komponist vorschreibt, musste reduziert und manche Bläserpartie durch Klavier ersetzt werden. Werners Tonsprache ist unkompliziert und daher leicht fasslich; sie erscheint in jedem Moment dem Textwort angemessen und gibt ihm, wenn man von ein paar dick aufgetragenen Instrumentierungseffeklen absieht, eine höchst charakteristische Grundierung. Die Aufnahme durch das Publikum war sehr herzlich. Verdienten Anteil an dem Erfolge hatten Chor und Orchester des Musikvereins und der Solist Alfred Rosbas c h. vor allem der Dirigent Werner Sander, der für dieses Konzert eine unschätzbare Pionierarbeit geleistet Jiat. Der Abend, den eine herrliche Sinfonia Salomone Rossis eröffnet hatte, wurde mit Carissimis Oratorium „Jepbta" beschlossen; auch hier war das künstlerische Niveau hocherfreulich. Die Solopartien bestritten Trude Neustadt (Bebr). Alfred Rosb a s c h und Leopold Alexander. Hff. Im Rahmen des Kulturbunds München gab Annie Steiger-Betzak einen Violinabend. Sie spielte die Sonate für Violine und Klavier von Ravel, das Konzert in C-dur im Stil von Vivaidi \on Kreisler, die Sonate in F-dur für Violine und Klavier (KV. 377) von Mozart und einige kurze Stücke von Sekles, Glasounow und Rimsky-Korsakoff. Die bekannte sympathische, ruhige und unmanirierte Vortragskunst der Künstlerin bewährte sich auch diesmal, wenngleich im Programm das virtuose Element ein wenig zu sehr überwog. Am Flügel begleitete sehr einfühlsam Paul.Meyer. Ca, Die Mitglieder der Kulturbünde Baden-Baden und Freiburg i. B. erlebten einen Otto -Bernstein- Abend mit innerster Ergriffenheit und tiefster Dankbarkeit. Im Verein für jüdische Geschichte und Literatur (Kulturbund) Karlsruhe gab es einen Bunten Abend, eine Schauspielaufführung» und ein Kammermusikkonzert. Die Namen Max Ehrlich, Camilla E isn er- (Spira), Wilhelm Guttmann, Fritz Tachauer und Erna Klein beweisen, dass im Bunten Abend Bestes geboten wurde. Der Erfolg litt jedoch etwas unter dem Umstand, dass das Ganze nicht gleichartig genug gestaltet wrar. — Wie überall, hatte das Scbauspielensemble des Jüdischen Kulturbundes mit „Jean" sehr starken Erfolg. Eine Kindervorstellung durch die unter der Leitung von Wächter (Hamburg) stehenden P U ppen s p i e 1 e Hamburger Künstler fand viel Beifall. — Das Quartett d'ee Kulturbundes Rhein -Main (Ernst Drucker, Heinz Edelstein, Oskar Kleinberg, Theo Ratner) mit Rosi Schweizer am Flügel gefielen in Werken von Smetana. Dvorak und Mendelssohn ausgezeichnet Der Wiesbadener Kulturbund eröffnete seine Veranstaltungsreihe mit einem Heine- Abend. Der Dramaturg der Kölner Kulturbundbühne, Gerhard Walter Rosen bäum, hatte zur Feier des 140. Geburtstages Heines aus dessen Werken einen Lebensabriss zusammengestellt. In teils volkstümlicher, teils wissenschaftlicher Art wurden die Zusammenhänge im Lebenswerk des Lyrikers beleuchtet. Der Vortrag Rosenbaums bildete den Rahmen zu von Otto Bernstein meisterhaft gesprochenen Dichtungen und zu Liedern in Vertonungen von Schubert, Mendelssohn, Hugo Wolf, Franz Rubinstein. Max Kowalski, die von Hans Assenheim, von Kurt Heine mann ausgezeichnet begleitet, mit prächtiger Stimme gesungen wurden. Max K o - Ivalski hatte drei Lieder eigens für diesen Abend komponiert. Die Veranstaltung war ein grosser Erfolg, " F. In einer Sonderveranstaltung des Leipziger Kulturbundes erschien an zwei Abenden Dela Lipinskaja mit vollständig neuem Programm. Mit ihrer Liebenswürdigkeit und ihrem Scharm unterhielt sie das Publikum aufs beste, teils sich selbst begleitend, teils von Walter L a i t a i am Flügel diskret gestützt. Erst nach vielen Zugaben wurde sie dankbar entlassen. L. St. Im Hamburger Kulturbund konzertierte zum erstenmal das Mendelssohn-Trio (Margarethe Sultan, Leo Schwarz und Paul B 1 u m e n f e 1 d). In feinstem Zusammenspiel, mit dem Einsatz ihres bedeutenden technischen Könnens boten sie das Mozart-Trio in g-dur und das Tschaikowsky-Trio in a-moll in vornehmer, kammermusikalisch gereifter Wiedergabe. Das Zusammenspiel war ein erlesener Genuss. Starker Beifall dankte den Künstlern. Gross war auch der Erfolg von Paula Salom o n (-Lindberg), die, von Margarethe Sultan begleitet, russische und jüdische Lieder sang und sich zu mehreren Zugaben entschliessen musste. A. „Was Kaspar in Afrika erlebte" zeigten bei einer Kindervorstellung in Hannover die „Künstlerischen Handpuppenspiele" einiger Mitglieder der Hamburger Kuiiurbundbühne. Die Spässe erregten die stürmische Begeisterung der vielfach mit ius vergnügliche Spiel hineingezogenen und selbstredend immer treu zum Kasperle haltenden, zahlreich erschienenen kleinen Leutchen. 0. Bstn. In der Synagogengemeinde Insterburg sang Wilhelm Guttmann, Berlin, mit bekannter Meisterschaft Opernarien und Lieder. Erna Klein, Berlin, war Guttmann eine ebenbürtige Partnerin. Das Publikum dankte auch ihr mit Beifall. Im Kulturbund Lübeck verstand es Max Konin ski durch den Vortrag ostjüdischer Stücke seine zahlreichen Zuhörer in heitere Stimmung zu versetzen. Die Touristen Kabarett jüdischer Autoren in Berlin Ein neues Kabarett jüdischer Autoren „Die Touristen" stellte sich im Brüdervereinshaus vor, um ein aus Ernst und Scherz gut gemischtes Programm aufzuführen. Ihre künstlerischen Leiter, Lucian Schnell , und' Erich. Lowinsky, wünschte« mehr als einen nur unterhaltsamen Abend zu geben: literarisches Kabarett, künstlerisch ernst zu nehmende Kleinkunst war ihr geistiges Programm, mit dem die Gestaltung des formalen jedoch nicht immer 'Schritt hielt. Ein zahlreiches Publikum, einheitlich als Kreis und Gesinnung, kam den Künstlern durch Bereitschaft und Aufmerksamkeit weit auf dem Wege zum Erfolg entgegen. Wenn es trotzdem kein stürmischer wurde, so lag es wohl daran, dass manche der Autoren vom Wege geglückter kabarettistischer Formulierung abirrten. So nett der Auftakt der „Gerichtsverhandlung" war (Graff und Lowinsky), das „Lied vom Witz" (Lowinsky) oder die „Reporterin" (Marx), so wenig entsprach wohl der „Abschied 1937" dem, was heute ein jüdisches Publikum zu seiner Erholung zu hören wünscht. Es gibt (und gab immer) Erlebnisse, deren Ernst sie für gewisse Kunstformen, wie es das Chanson ist, ungeeignet macht. Werden sie sentimentalisiert, so rücken sie in gefährliche Nähe von Bezirken, in denen das Wort Kunst keine Gültigkeit mehr hat. Vom Realismus zur Realität ist nur ein Schritt, und wer Schein in Sein verkehrt, sollte wissen, dass er den schmalen Grat, .der Kunst von Dilettantismus trennt, überschritten bat. Dies scheint den nicht ganz schwindelfreien Touristen diesmal an einigen schwierigeren Passagen geschehen zu 6ein. Bei einer neuerlichen Expedition werden sie wohl unter der sicheren Führung ihrer Leiter, der Assistenz so ausgezeichneter Interpreten wie ee Martin Rosen, Gina Friedmann, Stella Ehrlich (Hay), Steffi Rosenbaum und das übrige Ensemble sind, schon sicherer gehen. Besonders wenn sie die sehr begabten Musikerinnen Hildegard Lewin und Lieselotte Jaffe, die an zwei Klavieren Kompositionen von Frau Lewin, erstrangig in Harmonie und Rhythmus, brachten, wieder zu ihren Mitarbeitern zählen werden. In der Pause hatte man Gelegenheit, eine kleine- Ausstellung zu besichtigen. Anneliese Buschbeck-Braun, G. Bu'rscb und H. Braun zeigten Porträts und Stilleben, von denen besonders ein Stilleben mit Flasche und Waage von A. Buschbeck-Braun und ein „Blick; aus dem Fenster" von H. Braun durch Klarheit der Zeichnung und Durchsichtigkeit der Farben auffielen. H. Angel. Theater, Musik, Film „Liebesheirat", das neueste Lustspiel von Hans Jaray, wird demnächst am Deutschen Volkstheater" in Wien zur Uraufführung kommen. Die männliche Hauptrolle spielt der Autor selbst, dieweibliche Lily Darvas. Die Habima eröffnete im Londoner Savoy- Theater ein Gastspiel. 25 Stücke sind zur Aufführung vorgesehen, darunter auch der „Dybuk", „Uriel Acosta", „Der Golem'" und „Der ewige Jude", die in London schon beim letzten Gastspiel *im Jahre 1931 aufgeführt worden sind. Im Rahmen der Sinfoniekonzerte der Haari e m sehe Orkestvereeniging dirigierte Wolfgang Fraenkel die Erstaufführung seiner Komposition ..Die 82 Sure des Koran11. Das 1936 komponierte Werk ist eine Kantate für Altstimme, Streichorchester und Pauken. Die Aufführung wurde mit ausserordentlichem Beifall aufgenommen und fand allgemeine Beachtung bei Publikum und Presse. In "dem Konzert wirkte Paula L i n d b e r g mit erossem Erfolg mit. * Moriz R o s e n i h a i eröffnete seine Nordamerika-Tournee mit einem Konzert in New- York, das sich zu einem festlichen Ereignis für Publikum und Presse gestaltete. Die japanische Musikzeitschrift „Ongajiii Hyoron" („Die Musikkritik") gab kürzlich ein Sonderheft „P r i n g s h e i m in Japan" heraus, in dem u. a. seine Tätigkeit als Orchestererzieher, Wenn Gelegenheiten und neueste Modelle. Berlin-Neukölln, Berliner Str. 35/39, Tel. 62 55 22 Dirigent und Lehrer sowie die unter ihm stehenden Erstaufführungen behandelt werden. Generalmusikdirektor Joseph Rosenstock würdigt Pringsheims Gesamtpersönlicbkeit. * Im Sender Radio -Paris ist am 2i. November, 21$4> L'hr, Mendelssohns Italienische Sinfonie zu boren. * Am 24. November, 20J4 "Uhr, überträgt der Sender Sotteus aus dem Grossen Theater in Genf ein Konzert, bei dem Nathan M i 1 s t e i n als Solist mitwirkt * In den „Konzerten für Neue Musik" in B u e n o 8 A i r e s wurden einige Lieder von Karl Wiener aufgeführt. * Bei einem Ensemble-Gastspiel hervorragender Wiener Sänger in New -York erzielte Alexander K i p n i s einen sensationellen Erfolg. * Mozarts „Requiem" und Bruckners „Te Deuni" gelangten im 1. Chorkonzert der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien unter der Leitung von Bruno Walter zur Aufführung. * M i 1 h ä u d 3 „Hochzeitskantate" wird vom Amsterdamer Con'certgebouw-Orchester aufgeführt werden. Mit diesem Orchester wird Jebudi Menuhim Schumanns Violinkonzert spielen. Bruno Walter wurde vom Concertgehouvc als Gastdirigent gewonnen. « Der Bariton Ernst W o I f f wurde wiederum zu einer Konzerttournee durch die "Vereinigten Staaten' engagiert. Für November wird er zu zwei Radiokonzerten am Columbia Broadcast, New- York, verpflichtet. ss Bernard Shaw ist zur Zeit mit einer Umarbeitung seines Dramas ..Die heilige Johanna" für den Film beschäftigt, die er in euger Zusammenarbeit mit Elisabeth Bergner vornimmt. Wie im Drama, so wird die Künstlerin auch im Film die Titelrolle darstellen. Die Inszenierung liegt in den Händen von Dr. Paul C z i n n e r s. Der neue Mariene-Dietrich-Film ..Engel" („Angel") gelangt, von Ernst L u b i t s c b inszeniert, im Rahmen einer Galapremiere am Opern-Kino in W i e n zur Vorführung. Eric C b a r e 11 wird in Amerika das „Weisse Rösäl" als Film inszenieren. Jüdischer Kulturbund Berlin Wochenplau. Theater in der Kommandantenstras?© 57. 20 Ubr: 20. November „Eugen 0 n e.g i n" (Erstaufführung zugunsten der Jüdischen W \ nl e r h i 1 f e; Karten zum Preise von 3 bis 12 RM bei den Verkaufsstellen des Jüdischen Kulturbundes und bei der Jüdischen Winterhilfe. Berlin C 2, Roeenstr. 2—4, Telephon: 41 67 11, Apparat 41.) „E u g e n 0 a e g i n" 22. November (Abt. 21, 31), 24." November (Abt. 42, 52), 25. November (Abt. 43, 54); „Zweikampf derLiebe" 23. November (Abt. 29,39). Brüdervereinsliaus. Kurfiirstenstrasse 115: 20. November. Vortrag Dr. Anneliese Landau (gelbe Marken); 24. November. Vortrag Dr. Anneliese Landau (rote Marken) Aula der Joseph-Lehmann-Schule. Joachimsthaler Sirasse 13: 25 November, Vortrag Dr. Oskar Guttmann. Rabbiner Dr. Max Nussbaum hält am 21. November. 20 Uhr, in einer Sonderveranstaltung im Theater, Kommandantenstrasse 57. einen Vortrag über „Krisis der Religion". Theater der jüdischen Schulen, Berlin. Die nächsten Aufführungen finden am 22. und 23. November, nachmittags und abends, im Jüdischen Brüderverein, W 62, Kurfürstcnstr. 115/16 statt. „Der Pojaz" von Georg Hirschfeld (nach dem Roman von Karl Emil Franzos) gelangt zur Berliner Erstaufführung. Inszenierung: Georg Jacobson n; in den Hauptrollen: Rosa Cohn, Steffi Rosenbaum, Franziska Okrniansky, Frida Flatau, Werner Bukofzer. Werner Hinzelmann, Fritz Ritter, Hans Lüpschütz. Simon Sainsky, Paul Skotzkz u. a. Nonanmeldungen zum Abonnement werden noch im Büro des Theaters, SW19, Statisch reiber- -trasse 41/2 (Tel.: 17 11 bi) entgegengenommen. Aeusserste Preise für Teppiche * Gardine» •Läufer TEPPICIIIIAUS ZENTRE @erlin S 2, Sssndaue» s«rassa 23 an der Königstrasse