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Central-Verein-Zeitung · 1937-11-11 · 45 (11.11.1937) · page 19

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
45 (11.11.1937)
Date
1937-11-11
Page
– (sequence 19)
Language
German
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\ Nr. 45 * Beiblatt 31. November 193Z * Seite K Die Landesverbände berichten . . Wie stehen die Meisterschaftschancen im Handball, Fussball und Hockey?*) Westdeutschland: Grosskämpfe in Masse Wohl noch nie ist eine Spielzeit mit so viel Spannung und Interesse in Westdeutschland erwartet worden wie die von 1937/38. Durch die spieltechnische Neueinteilung des Verbandsgebietes — Bochum wurde dem Bezirk Mittelrhein zugeschlagen, die anderen Industrie- Vereine dem Bezirk Westfalen — wird zweifellos eine ausgeglichenere Note in die Punktespiele kommen. Im Fussbai! startet Westfalen mit den fünf Mannschaften aus Gelsenkirchen, Dortmund, Bielefeld, Minden und Münster i. W. Dortmund stellt zwei Männermannschaften und eine Jugendelf, die Vereine aus Gelsenkirchen, Münster und Minden ebenfalls Jugendmanoschaften. Für den Meistertitel kommen wohl nur Dortmund und Bielefeld in Frage. Gerade Bieleliilüililllliüll!!!!! Die Rasensportler des M&kkabikreises werden sich dagegen mit einem kleinen Spielbetrieb begnügen müssen. So wird Handball nur noch in Köln und Düsseldorf gespielt. Die überhaupt einzige Hockey mannschaft im ganzen Westen besitzt Hakoah Köln, doch wird diese wenig spielen können, da der nächste Gegner schon 450 Kilometer entfernt sitzt. F u s s b a 11 mannschaften bestehen in Köln, Düsseldorf, Essen und M. - GI a d b a c h. Die Platznot ist gerade beim Makkabi besonders gross, doch sollte es gelingen, die Runden rechtzeitig durchzuführen. Die Hauptarbeit des Winters scheint beim Makkabi weniger in einem ordentlichen Rundenspielbetrieb, als vielmehr im Boxen und Turnen zu liegen. Josef Gordon. (Weitere Berichte folgen) Dr. Hans Götz! Einer der befähigsten jüdischen Sportleiter, gleich verdient und hervorragend als Organisator jüdischen Sportlebens wie auch als aktiver Schiedsrichter leichtaihletischer und fussballsportlicher Wettkämpfe, ist im Alter von nur 44 Jahren gestorben. Wer jemals an einer grosseren südwestdeutschen Sportveranstaltung teilnehmen durfte, kannte diesen stets freundlichen und allem Gerechten aufgeschlossenen Mann, und wer ihn kannte, schätzte ihn als eine Persönlichkeit,, die auf Grund jahrzehntelanger Sportpraxis und besonderer charakterlicher Vor- %5ig* geradezu prädestiniert schien, jüdischer Jugend und jüdischem Sport unserer Zeit ein leuchtendes Beispiel zu sein. Dr. Hans G ö t z 1 ist unter grosser Teilnahme in Mannheim beigesetzt worden. Die Arbeitsgemeinschaft südwestdeutscher jüdischer Turn- und Sportvereine hat zu Ehren des Verstorbenen angeordnet, dass sämtliche Sportveranstaltungen ihres Bezirks, die zwischen dem 7. und 14. November stattfinden, für eine Minute stillen Gedenkens unterbrochen werden. felds Elf," die sich durch Wiedenbrücker Spieler erheblich verstärkt hat, wird sehr 2u beachten sein.— Am Mittelrhein ist mit Bochum der Favorit gegeben, aber die wieder im Aufschwung begriffene Elf des letzten Mittelrheinmeisters, des J T V 0 2 Köln, wird ebenso ein Wort mitsprechen, wie die starken Mannschaften aus Bonn, M.- Gladbach und Aa.chen /Düren nicht ohne Aussichten sind. Der Handball spielbetrieb erleidet eine Einschränkung dadurch, dass Bonn keine Männermannschaft mehr stellen kann. Sonst ist aber alles wieder dabei, und der Meister M.- Gladbach wird Mühe haben, seinen Titel gegen Köln und Aachen/ Düren erfolgreich zu Verteidigen. Zu ihnen gesellt sich noch Düsseldorf. Die Frauen starten mit fünf Einheiten. Verbandsmeister Krefeld und Bonn müssten wieder die Hauptrolle spielen, umsomehr, als die Mannschaften aus M.-Gladbach, Köln und Aachen/Düren infolge der zahlreichen Äbgängo erst wieder neu aufgebaut werden mussten. *) Vgl. Nr. 42 vom 21. Oktober. Spartbetrieb überall Berlin Hockeybesuch aus Hamburg Mit zwei Herrenmannschaften weilte der Schild Hamburg bei der ISG 33 zu Gast und vermochte im Spiel der Ersten mit 1:0 zu gewinnen, während bei den beiderseitigen „Zweiten" die ISG 33 knapp mit 2:1 die Oberhand behielt. Schild Hamburg I hinterliess einen vorzüglichen Eindruck, namentlich nach der Pause war er der sich tapfer und verzweifelt wehrenden ISG-Elf um mindestens eine Klasse überlegen. Das einzige Tor des Spieles fiel eigentümlicherweise noch vor der Pause zu einer Zeit, in der sich die Mannschaften ziemlich gleichwertig waren. — Bei den zweiten Mannschaften sah man viel veranlagte Jugend, die bei den Berlinern um etwas stärker war. Tennisclub Bar Kochba I — Bar Koehba Hakoah II 2 : 0. EL F. Handball — ohne Ueberraschungen Während sich das Verbandsspielprogramm der ersten Klasse am 7. November auf die Begegnung zwischen IBC Berlin I und Kanuclub I, das der IBC nach schwacher Leistung mit nur 9:1 Toren gewann, beschränkte, gab es einige interessante Gesellschaftsspiele, die Mannschäften der ISG 33 gegen Stettin nnd Magdeburg bestritten. ISG 33 II zeigte gegen Bar Kochba Stettin setönes Können und gewann erst zum Schluss mit 6 :4, nachdem es zeitweilig nach einem Sieg der unerwartet starken Makkabispieler ausgesehen hatte. Die Jugend der ISG 33 verlor gegen die schnelle und eifrige Elf des Schild Magdeburg mit 2 :4 Toren. Beim Schild konnte der Sturm gefallen, der diesmal in seinem Linksaussen Hirsch den erfolgreichsten Mann hatte. Bei der ISG 33 gefiel die Hintermannschaft besser als der etwas zusammenhanglose Angriff. Weitere Ergebnisse: ISG 33 Mädchen—Schild Magdeburg Frauen 4 :2, ISG 33 4. Jugend—Bar Kochba Stettin Jugend 2 : 15, Schild Magdeburg 1. Jugend—ISG 33 1. Knaben 7:2. tlndine I—Taubstummen I" 19:0, IBC Berlin II—ISK II 1:3. ISG 33 III—ISG 33 IV 9 : 1, IBC Berlin 1. Jugend—IBC Berlin 2. Jugend 6 : 5, M. F. Verbandsspiele im Fussball Em einziges Spiel der ersten Klasse, die Begegnung zwischen Hakoah II und Hagibor L kam am 7. November zum Austrag. Nach gleichwertigem Verlauf der ersten Spielhälfte (2 :1 für Hagibor) gelaug es den Hagiboranern. schliesslich noch einen klaren 4: 2-Sieg zu landen. In den Kämpfen der Jugend gab es vorzügliche Leistungen. Hakoah schlug nach prächtigem ¥&$ Sied Mtd Iii Sonnabend, 13. November Berlin Kegeln: Beginn der Rciehsmeistcrsehaften des Sportbundes „Schild", Alexandrinenstr. 107, IS Uhr. Südwestdeutschland Boxen: Jugendkämpfe des Philanthropin Frankfurt furt a. M., Frankfurt a. M., Turnhalle des Philanthropin, Hebelstr. 15, 20 Uhr. Nordwestdcutschland Tischtennis: Klubwettkampf Bar Koehba Hamburg- Schild, Hamburg, Talmud-Tora-Turhnalie, 19 Uhr. Sonntag, 14. November Berlin Kegeln: Schlusskämpfe der Reichsmeisterschaften des Sportbundes „Schild", Alexandrinenstr. 107, ab 8^ Uhr. Hocker: ISG 33 Berlin Barnen—Schild Frankfurt a. Main Damen, 10 Uhr, ISO 33 Berlin Herren- Schild Frankfurt a. M. Herren, IIA Uhr, beide Spiele: Sportplatz Grunewald (Hauptplatz). Fussball: Verbandsspiele u. a ISK I—ISG 38 I, 13 Uhr, Sportplatz Grunewald: Hakoah I—Hagibor II, 14K Uhr, Hakoah 1. Jugend —ISK 1. Jugend, WA Uhr, ISG 33 1. Schüler—ISK 1. Schüler, IhÄ Uhr, die letzten drei Spiele: Sportplatz am. Schäfersee. Handball: Verbandsspiele u. a. ISK I—ISG 33 I, WA Uhr, Kanuclub I-ISG 33 II, 13% Uhr, ISK 1. Frauen—ISG 33 1. Frauen, 11 A Uhr, sämtliche Spiele: Sportplatz Grunewald. Südwestdeutschland Fussball: JJB Hanau Jugend—Bar Kochba Offenbach Jugend 11 Uhr, JJB Hanau I—Bar Kochbä Offenbach I, 13& Uhr, Hanau, Sportplatz am Nebenbahnhof. „ Handball: Schild Frankfurt a. M. I—Bar Kochba Frankfurt a. M. I. 15 Uhr, Schild Frankfurt a. M. Frauen—Hakoah Frankfurt a. M. Frauen, 14 Uhr, Frankfurt a. M., Sportplatz am Bachrainweiher. JJB Hanau Frauen—Bar Kochba Offenbach Frauen, 14 Uhr, Hanau, Sportplatz am Nebenbahnhof. Bayern Fussball: tSC Fürth Jugend —Itus Bamberg Jugend. Fürth:, WA Uhr, Karollnenstr. 148. Fossball; Schild Heilbronn 1—1TÜS München I, München,. Sportplatz Marbachstrasse, lbY3 Uhr. Können Hagibor mit 3 :0 und die 1. Jugend der ISG 33 die des ISK mit 5:0. Weitere Ergebnisse: ISG 83 A. H.—Hakoah A. H. 1:2, ISG 33V—Hagibor A. H. 5 :2. ISG 33 1. Schüler—ISK 2. Schüler 7 : 0, ISG 33 3. Schüler—ISK 4. Schüler 2 : 1, Hakoah 2. Schüler—Hagibor 1. Schüler 2 : 1. _ M. F. Süd Westdeutschland Blitzturnier in Stuttgart Bei schönstein Wetter und regem Besuch wickelte Hakoah Stuttgart am 7, November ein F u s s b a 11 blitzturnier ab. Gespielt wurde je 2 X 15 Minuten. Die Treffen verliefen in schönster Harmonie und zeigten viele schöne Spielmomente. Man darf derartige Blitzturniere nie als regelrechte Spiele werten. Sie sind nur deshalb sportlich zu beachten, weil sie die Möglichkeit bieteri, Spielgelegcnheiten zu schaffen, woran es meistens den kleineren Vereinen mangelt. Man darf deshalb Hakoah Stuttgart für diese Veranstaltung dankbar sein. Sieger blieb Hakoah Stuttgart I vor Schild Pforzheim. Schild Heilbronn und Hakoah' Stuttgart IL Ergebnisse: Hakoah I—Hakoah II 3:0; Pforz- .heim I—Hakoah II 0:0: Pforzheim I—Hakoah 10:0; Heühronn 1—Hakoah II 0:0: Heilbronn I—Pforzheim I 0:1; Heilbronn 1—Hakoah 10:1. E. H.¬ Bar Kochba Frankfurt a. M. sehlägt Hakoah Stuttgart In einem flotten und fairen Handball-Freundschaftsspiel konnte Bar Kochba Frankfurt a. M. seine hohe Spielkultnr erneut unter Beweis stellen. Während Hakoah Stuttgart in der 1. Halbzeit das Tempo halten konnte, war die Mannschaft dem schnellen Stürmerspiel der Frankfurter später nicht mehr gewachsen. Ergebnis: 10 :2 (2 : 0). Das Spiel der Frauen beider Vereine enttäuschte naefi der angenehmen Seite. Es wurde eifrig und gut. kombiniert. Die Frankfurterinnen waren in der Abwehr und im Aufbau jedoch etwas besser und siegten schliesslich 3:2 (2:0). E. H. Fussball in Frankfurt a. M. In Frankfurt a. M. trat Schild Worms gegen den dortigen Schild an, der nur eine kombinierte Mannschaft stellte, trotzdem turmhoch überlegen war und schliesslich mit 11 :0 (5 :0) siegle. Bar Koehba Frankfurt a. M. hatte sich Hakoah Karlsruhe zu Gast geladen und gewann 3:1. Der Kampf war stets fair und im allgemeinen recht aasgeglichen. Erst in der 2. Halbzeit wurde Frankfurt etwas überlegen. Weitere Ergebnisse: Schild Frankfurt a. M. A. H.—JSV Offenbach A. H. 0:1; Schild Frankfurt a. M. Schüler/Jugend—JSV Of'cnbach Schüler/Jugend 0:1. L. B. Wiesbadens Handball-Niederlage Schild Wiesbaden mueste sich, in Frankfurt a. M. .dem dortigen Schild trotz ausgeglichenen Spiels, das in der 1. Halbzeit noch 1 :1 stand, mit 3 :4 beugen. Der Sturm, bei Frankfurt ausgezeichnet, fand sich bei jden Gästen gar nicht. Beide Torwächter waren gut, allerdings hätte Speyer (Wiesbaden) den letzten Ball halten müssen. Auf der Gegenseite gefielen besonders Bendorf und Wieseneck. Weitere Ergebnisse: Philanthropin Mädchen- Schild Wiesbaden Mädchen 2:0 (1:0); Philanthropin Jugend—Schild Wiesbaden 2. Jugend 4 : S; Schild Frankfurt a. M. .Tusenß—Schild Wiesbaden 1. Juscnd 4 : 3 (1 : 2); Schild Frankfurt, a. M. Frauen kotnh.—JSV Offen« ba-r.h Frauen 4:1 (1:0). L. B. Tischtennis: Schild Wiesbaden—Philanthropin Frankfurt a. M. 20 :13. B. Nordwestdeutschland Fussball: Schild Hamburg I—Blau Weiss Hamburg I, Hamburg, Lokstedt, 15 Uhr. Schlesien Fussball: Freundschaftsspiele Bär Kochba Breslau I—Bar Kochba Hakoah Berlin I, 10 Uhr, Jugendmannschaften, HA Uhr, B r e e 1 a u , Sportplatz Krietern. Handball: Bar Kochba Hakoah Berlin I—Bar Kochba Breslau I, Breslau, 13% Uhr, Sportplatz Krietern. Mitteldeutschland Fussball: Bar Kochba Leipzig I—Bar Koctaba Dresden I, UA Uhr, Bar Kochba Leipzig Jugend- Bar Kochba Dresden Jugend, 12 Uhr, Leipzig, Sportplatz Dübener Landstrasse. Handball: Bar Kochba Leipzig I—Bar Kochba Dresden I, 13% Uhr, Leipzig, Sportplatz Dübener Landsirasse. Mittwoch, 17. November Berlin Leichtathletik: Gemeinsame Waldlaufveranstaltung des Bar Kochba Hakoah und der ISG 33, Einzel- und Mannschaftswertung. Start (10% Uhr) und Ziel: Sportplatz Grunewald. Fussball: Verbandsspiele u. a. Hakoah I—Hagibor II, 14%. Uhr, Sportplatz am Schäfersee. Handball: Verbandsspiele u. a. Bar Kochba I— Hagibor I, 13 Uhr, Bar Kochba 1. Jugend—ISG S3 1. Jugend, 11% Uhr, Sportplatz Grunewald. ISK I— ISG 33 II, 13 Uhr, Sportplatz am Schäfersee. Hockey: Pflichtspiele u. a. Bar Kochba Hakoah Da-men-Tennisclub Bar Kochba Damen. 9 Uhr, Bar Kochba Hakoah I-ISG 33 I, 10K Uhr, Tenniscluh Bar Kochba I—ISG 33 Jugend. 12% Uhr. sämtliche Spiele: Sportplate Mariendorf, Kaiserstr. 17. 3 Stettin Handball: Bar Kochba Stettin I—IBC „Berlin11 I, Bar Kochba-Platz, 14 Uhr. Am 16. November gelangt der von Hans Bendix gedrehte Werbefilm des Westdeutschen Lahdesverbandes im ,.Schildli im «rossen Saal des Kölner Gemeindehaus-cs zum ers:<m Mal zur Aufführung. Einleitend spricht Professor Dr. L C - p e h n e über das Thema „Aerztliches zum Sport", Rheinland-V/estfalen Fussball-Ueberraschung im Westen Die Punktespiele der Fussballer im Bezirk Mittelrhein des Sportbundes „Schild" gaben am 7. November zwei Ueberraschungen: Bonn verlor auf eigenem Gelände gegen Aachen/Düren und Köln, ebenfalls zu Hause, gegen Krefeld. Die Führung haben nunmehr Bochum und Aach.en- Düren inne. Bonn—Aachen/Düren 1:3 In einem ritterlichen Kampf dominierten die Bonner in der 1. Halbzeit, kamen aber infolge ungenauer Sturmspiele über ein 1:1 nicht hinaus. Später fanden sich die Vereinigten glänzend zusammen und schössen nach einem Musterangriff und durch Strafstoss zwei schöne Treffer. JTV 02 Köln-Krefeld 0:1 Die Kölner hatten „im voraus gewonnen" und waren dann im Spiel um so erstaunter über die guten Abwehrleistungen der Krefelder. Der Kölner Angriff versagte kläglich. Ein Elfmeter in den loteten Minuten des fairen Geschehens brachte die Entscheidung. Meyer (Düren) war guter Leiter. M.-Gladbach—Neuwied 1 : 2 Das Spiel endete, mit einem Misston. Die in guter Form kämpfenden Neuwiedes, die bei der Pause 2 :0 führten, brachten sich selbst um die Früchte eines eventuellen Sieges. Sie brachen einfach das Spiel ab, als der Ersatz-Schiedsrichter einen ihrer Meinung nach unberechtigten Treffer des Gegners anerkannte. Düsseldorf—Bochum 0:7 Der Düsseldorfer Plate wies grossen Besuch auf, als der westdeutsche Meister antrat. Die Gastgeber zogen mit grossen Hoffnungen in den Kampf, ihr Torwart versagte jedoch vollkommen, und im übrigen fand die Elf nie Zusammenhang. Lediglich Verteidigung und Mittelläufer waren gut. Dio Bochumer spielten wie aus einem Guss und hatten bereits beim Seitenwechsel 4:0 gewonnen. Simons (M.-Gladbach) stand dem ritterlichen Karapfspiel bestens vor. Weitere ErgebDisso: Schild Bonn Schüler— ■Anchen/DiJren Schüler 1 :0; Schild Bonn II—Aachen.; Düren H 2 : 5.; JTV 02 Köln 2. Schüler—Schild Krefeld Schiller 2:3. J. G. Zwei Frauenspiele am Rhein Beinahe hätte es im westdeutschen „Schild"- Lager eine Sensation gegeben, denn die westdeutsche Meisterelf, Sportgruppe Krefeld, konnte ihre spielerische Ueberlegenneit in Köln nicht zur Geltung bringen. Dio JTV-M;idels waren fast gleichwertig und nnr mit Glück konnten die Krefelderinnen einen 3 : 2-(2 :1) - Sieg unter Dach und Fach bringen. In Bonn traten die Frauen ans Aachen/Düren Kegeln ist Sport Wenn am 13. und 14. November in Berlin die Kegler des Sportbundes „Schild" zum zweiten Male um Titel und Meisterschaftschren streiten, so lässt sich mit Genugtuung feststellen, dass diesem Sportzweig seit dem letzten Jahr erneut eine grosse Anzahl von begeisterten Interessenten gewonnen wurden und heute etwa 1500 Kegler in zahlreichen Vereinen innerhalb des Sportbundes organisiert sind. Ueberall haben in den letzten Wochen und Monaten Ausscheidungen stattgefunden, und woblvorbereitet werden fast 200 Kegler, unter ihnen 150 Auswärtige,Nan diesen Tagen die Kämpfe um die Reichsmeisterschaften auf Bohle, Asphalt, Schere und in der Klasse der Senioren (über 55 Jahre) aufnehmen. Viel zu wenig weiss man in den Kreisen des jüdischen Sports vom sporilich betriebenen Kegeln. Allzu leichtfertig tut man es als „Biertisch-Vergnügen" ab, ohne jemals eine derartige Veranstaltung gesehen zu haben. Kegler, die nebeneinander ihre Achten und Neunen „schieben", ringen dabei in gleichem Masse um den Sieg wie die Leichtalhlelen auf der Aschenbaiin und der Fussballspieler auf dem grünen Rasen. Auch sie unterliegen den sportlichen Gesetzen, müssen eisern trainieren, ihre Nerven zusammenhalten und Kampfgeist zeigen, wenn es gilt, in den entscheidenden Augenblicken den Vorsprang des Gegners aufzuholen bzw. eine führende Position zu verteidigen. Und die Zuschauer — mögen sie ,.vom Fach41 oder blutige Laien sein — sind bald irn Banne der Zahlen, die den Wert der Würfe anzeigen und dem Zeiger -einer Stoppuhr gleichen, mit der man beispielsweise einen 400-Meter-Lauf verfolgt. Was sagt der Sportarzt? Oft hört man: Kegeln sei kein Sport ßß gei ungesund,, lediglich ein vergnügsames Sp'.^i — beim Kegeln würde doch nur getrunken werden. Grundfalsch ist diese Ansicht; denn der ernsthafte Sportkeglcr trinkt heute, wenn er im Wettkampf steht, genau so wenig ein Glas Bier wie jeder andere Sportler, und nach dem Kampf nicht mehr, als etwa ein Fussballspieler nach Beendigung seiner 90 Minuten Spielzeit trinken würde. Der Sportarzt ist der Meinung, dass der Kegelsport, dessen Ursprung im übrigen bis auf das Mittelalter zurückgehen soll und heute zu so hoher Blüte gelangt ist, dem Körper die gleichen Werte vermittelt wie die übrigen Leibesübungen. Er empfiehlt das Kegeln nach vorheriger sportärztlicher Untersuchungden Jungen, besonders ' aber auch denen, die der ersten Jugend bereits entwachsen sind und sich trotzdem durch sportliche Betätigung Leistungsfähigkeit und Jugendfrische erhalten wollen. Regeln und Gesetze im Kegelsport Natürlich unterliegt auch der Kegeisport genau zu beachtenden Gesetzmässigkeiten und Regeln, die von den verschiedenen nationalen Organisationen und der „International Bowling Association" als dem Internationalen Dachverband der Kegler beaufsichtigt werden. Mari kennt insgesamt vier Bahnarten: Die Bohlen-bahn, die eine schmale Lauffläche (Mittelbohle) von 35 Zentimeter Breite und 23.5 Meter Länge, gemessen vom Beginn der Auflage bis zum ersten Kegel, hat und in der Milte um 4,5 Millimeter, also mit dem blossen Auge kaum wahrnehmbar, tiefer ist als an den Rändern; die 18.5 Mete*r lange Scherenbahn, bei der die ersten 9,5 Meter Bohlenbahn sind, die dann keilförmig flach ausläuft und in der Mitte der Kegelaufstellung eine Breite von 125 Zentimeter erreicht; die Asphalt bahn, deren ungewülbte asphaltierte Fläche in der Länge 19,5 Meter und in der Breite 1,5 Meter misst und schliesslich die im jüdischen Sport weniger benutzte Internationale- (I.-) Bahn, die in der Konstruktion der Asphaltbahn ähnelt. Die Kegel, neun an der Zahl, werden bei Kohle, Schere und Asphalt in Form eines Quadrats aufgestellt, während die zehn Kegel der I.-Bahn' ein Dreieck darstellen. Es würde zu weit führen, über die verschiedensten individuellen Feinheilen und Techniken beim „Schub" oder über die allgemeinen Bestimmungen des Kegelsports überhaupt zu sprechen. Diese kleine Einführung müsste ge- 'nügen, um den sportlichen Charakter des Sportkegeins bewiesen und die falsche Ansicht derer, die bisher nichts vom Kegeln als Sport wussten, grundlegend revidiert zu haben. In diesem Sinne gilt unser Gruss den Reichsmeisterschaften. M. F. unvollständig an. Da? Gesellschaftsspiel endete 1:1 unentschieden. J, G. Volksschule gegen Schild Ein derartiges, mit grosser Spannung erwartetes Fussball spiel gab es in M. - G 1 a d b a c h zum zweiten Male. Diesmal revanchierten sich die körperlich kräftigeren ..Schild"-Schüler für die erste Niederlage mit einem klaren 3 : O-Sieg. G. Tischtennis: Sportgruppe Witten—Makkabi Iserlohn 5:9. Turnen fijr die Jüdische Winterhilfe Der JSV Wuppertal hatte mit seiner Winterhilfs-Veranstaltung einen ungeahnten Erfolg: über 400 Zuschauer drängten sieb zusammen, um Zeugen einer äusserst gelungenen Leistungsschau „ihres" Vereins zu werden. An allen Geraten wurde geturnt, Freiübungen gezeigt und auch die Boxer kamen zu ihrem Recht. E. B.

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