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Central-Verein-Zeitung · 1937-11-11 · 45 (11.11.1937) · page 2

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
45 (11.11.1937)
Date
1937-11-11
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite2 C-V.-Zelfung Mr. 45 * 11. November 1937 nur die durchschnittliche Leistung, aber nie das Genie werden. Doch das Mögliche und Notwendige sollte versucht werden, um Leistungen, die nur aus gemeinsamer Anstrengung erwachsen könnten, auch gemeinsam in Angriff zu nehmen. Wenn man mit Wissenschaftlern und mit verlegerisch geschulten Menschen über diese Fragen spricht, so findet man, dass am Ende des Gesprächs eine Art Not gern ei n ■ schaft für das wissenschaftliche jüdische Schrifttum den Partnern vor seh webt. Den zuständigen jüdischen Stellen sei ein solcher Plan zur Brief markest - Friti Lewis* Berlin W 35, Lüfzowstrasse 91 A. gründlichen Erwägung empfohlen. Lesergemeinschaften, die ihren Willen gegenüber dem Buchproduzenten zum Ausdruck zu bringen nicht in der Lage sind, haben, wie das Schicksal der Buchgemeinschaft zeigt, auf die Richtung des literarischen Schaffens kaum Einfluss. Aber Verlegergemeinschaften in Verbindung mit Männern, die das wissenschaftliche Schaffen überblicken, könnten selbst bei den bescheidenen Mitteln, die zur Verfügung stehen, Wesentliches leisten. Nirgends sind die an sich schwer durchschaubaren Zusammenhänge von Propaganda und Leistung so unvorhersehbar wie auf dem Gebiete des Geistes. Wodurch eine Strömung geschaffen wird, ob aus einem Bedürfnis der Menschen nach einer bestimmten Art der Darstellung oder des Stoffes, ob durch die Kraft einer Persönlichkeit, die die Menschen zwingt, sich mit ihren Gedanken auseinanderzusetzen, weiss man erst rückblickend, aber niemals inmitten der Ereignisse. Sichtbar Aeusseres und dumpf und dunkel Empfundenes gehen ineinander über. Aus Ablehnung wird manchmal Zustimmung, aus übertriebener Hoffnung Ablehnung. Man soll seinen Willen als wichtigste Kraft in die Entwicklung einbringen und ihn mit Hoffnung und Geduld stützen. Wir denken dabei an den Satz, den Hugo van Hofmannsthal an einen Freund schrieb: „Es gibt viel Trauriges in der Welt und viel Schönes. Manchmal scheint das Traurige mehr Gewalt zu haben, als man ertragen kann. Dann stärkt sich indessen leise das Schöne und berührt wieder unsere Seele." Englands jüdische Frontkämpfer Alljährlich finden in England am 7. November, Zern Tag des Waffenstillstandes. Gedenkfeiern iür die Gefallenen des Weltkrieges statt Die jüdischen Frontkämpfer waren auf dem Horse Guards Paradefeld zum Feldgottesdienst angetreten. Abteilungen der allgemeinen englischen Kriegsteilnehmerverbände und Vertreter der Armee wohnten der Feier ebenfalls bei. Der Oberrahbiner des britischen Reiches. Dr. J. H. Hertz, und der Militäroberrabbiner D. M. G ollop hielten Gedenkreden. Die Inspektion der angetretenen jüdischen Frontkämpfer nahm der ehemalige Generalgouverneur von Südafrika, Earl of Athlon (früher Prinz Alexander von Teck), vor. Foto, Rolleifiex, Contcx, Gelegenheitskäufe Wolff u. Leonhardt (gegr. 1906} Berlin-Wl I mersdorf, Berliner Str. 129, Telef. 86 29 44 Im Anschluss an den Gottesdienst fand der traditionelle Marsch zum Grabmal de? unbekannten Soldaten statt An der Spitze der 7000 jüdischen Frontkämpfer schritt der derzeitige Kriegsminister Höre Belisha. Die Musikkapelle wurde von der schottischen Garde gestellt. Am Cenotaph legten zwei jüdische Inhaber des Viktoria-Kreuzes. Leonard Keysor und Jack White, Kränze nieder. Den Abschluss der Feierlichkeiten bildete ein Kameradschaftstrelfen in der Alberi Hall in London. Ehrengast der Versammlung war der Earl of Athon. Den Toast brachte Lord B e a r s t e d aus. Er gedachte der 100 000 jüdischen Frontkämpfer, die an allen Fronten gefallen sind. Diese Feier, so sagte er, habe unpolitischen Charakter. Sie finde in diesem Rahmen nicht statt, um sich von den übrigen Frontkämpfern zu trennen, sondern aus dem Bedürfnis herau?, gerade in dieser Zeit die Treue zum Vaterland zu dokumentieren und zu zeigen, dass man auch in Zukunft sieh des Dienstes am Vaterland bewusst sei. Er verlas sodann den Wortlaut eines Huldigungstelegramms, das an Georg VI. gesandt worden war. und die darauf van dem König eingetroffene Antwort, in der er seinen Dank für die Treuekundgebung der jüdischen Kriegsteilnehmer ausspricht und versichert, dass er ihre Glückwünsche hoch schätze. Earl of Athlon, dem man stürmische Ovationen bereitete, echloss seine Ansprache mit den Worten: Seid dessen eingedenk, dass wir alle Söhne des gleichen Vaterlandes sind, welchem Bekenntnis wir auch angehören mögen. Dr. I. H. Hertz stellte in seiner Rede die Verbindung zum Krönungsjahr her. Er erhob die Forderung, das nationale Leben Englands auch in Zukunft auf den Grundlagen der Liebe, des fair play und der Ablehnung vou Diskrimierungen irgendwelcher Art aufzubauen. Der Schatzmeister der British Legion, Major h B. Brunei Cohen gab der Hoffnung Ausdruck, dass die jüdischen Kriegsteilnehmer sich in die Reihen der britischen Legion eingliedern würden. Diese Forderung fand am gleichen Tag für die jüdischen Kriegsteilnehmer von Cheffield ihre Verwirklichung. 17 Abteilungen der British Legion marschierten dort gemeinsam mit einer Abteilung der jüdischen Kriegsteilnehmer Amerika Die Handelskammer des Staates New-York hat in ihrer letzten Sitzung das Andenken Felix M. Warburgs, seine hervorragenden menschlichen Eigenschaften, seine Erfolge im Wirtschaftsleben und im Dienste der Oeffentlichkeit geehrt. Rechtsanwalt Stanley M. I s a a c s, Präsident der Jüdischen Erziehungsgesellschaft, ist wiederum zum Bezirksbürgermeister von Manhattan gewählt worden. Isaacs hat zwanzig Jahre lang in der Sozialarbeit von New-York und im jüdischen öffentlichen Leben eine hervorragende Rolle gespielt. — Richter Irving Lehman, ein Bruder des Staatsgouverneurs, wurde für vierzehn Jahre zum Mitglied des Appellationsgerichtshofes im Staate New-York gewählt. Er gehört diesem Gerichtshof seit 1924 an. — Richter Aron J. Levy und Richter Algernon I. Nova sind in den Obersten Gerichtshof der Stadt New-York wiedergewählt worden. Levy hat zur Errichtung eines Heims für aus Mexiko geflüchtete Priester untf Nonnen, eine grosse Summe gespendet England Oberstleutnant Huichison, der Führer einer judenf.eindlichen Gruppe, hatte in einer Broschüre behauptet, die Hilfe Englands für die weissrussischen Generäle gegen die Bolschewisten im Jahre 1917/18 sei daran gescheitert, dass der englische Oberstleutnant Frederick Herman K i s c h Jude gewesen sei. Kisch verklagte den Verfasser der Broschüre wegen Verleumdung. Sein Vertreter. Rechtsanwalt A. B. B. Stenham. führte aus, Kisch, der nach hervorragenden Kriegsleistungen im Jahre 1917/18 dem Stab des englischen Kriegsministeriums zugeteilt war, sei Gegner des Bolschewismus gewesen und sei es auch heute noch. Auf Grund der Klage hat Hutchison seine Beschuldigung bedingungslos zurückgezogen und dem Beleidigten eine unzweideutige Entschuldigung angeboten. Nachdem von den Anwälten der beiden Gegner vor einem Landgericht unter Vorsitz von Lord Hewart entsprechende Erklärungen abgegeben worden waren, wurde das Verfahren gegen Hutchison und die mitangeklagte Druckereifirma eingestellt. Griechenland Neue Massnahmen auf dem Gebiet der Sozialfürsorge wurden eingeführt, die auch zu einer wesentlichen Entlastung des Wohlfahrtsetats der jüdischen Gemeinden führen werden. Die jüdischen Arbeiter und Angestellten werden gegen Krankheit und Arbeitslosigkeit versichert und erhalten eine Altersrente nach dem 65. Lebensjahr. Bisher hat die jüdische Gemeinde die Kosten der Fürsorge für die kranken, arbeitslosen und alten jüdischen Arbeiter und Angestellten selbst zu tragen. Der Oberrabbiner von Janina. Rabbi Sabetay Cabeli, hat dem Kultusministerium ein Gesuch um die Genehmigung der Errichtung eines Rabbiner- und Religionslehrerseminars in Janina unterbreitet. Holland Eine grossangelegie Sammelaktion bereitet das holländische Judentum zugunsten des ,.Joodsche Invalide" vor. Zur restlosen Bezahlung des im Bau befindlichen Gebäudes, das Raum für zweihundert Personen bietet, ist ein Betrag von 350 000 Gulden notwendig. Es hat sich ein Ehrenkomitee unter Vorsitz des Bürgermeisters von Amsterdam, Dr. W. de V1 u g t, gebildet, das eine Sammelaktion zur Aufbringung dieser Summe durchführen will. Erhebliche Beträge, darunter einer von 50 000 Gulden, sind bereits gezeichnet, und es ist anzunehmen, dass dieses grösste philanthropische Unternehmen des holländischen Judentums sehr bald die Mittel zu dieser außergewöhnlichen Vergrößerung zur Verfügung haben wird. Bei der Wahl zum Kerkeraad der Amsterdamer Hoordsynagoge wurden u. a. Herr S a 1 om o n wieder und Jules R o o s neugewählt. Die Wahl dieser beiden ist insofern interessant, als Herrn Salomon die Verwaltung der Kontaktkommission im Gemeindevorstand obliegt und Jules Roos Vorsitzender dieser Kommission ist, deren Aufgabe die Schaffung guter Beziehungen zwischen der Gemeinde und den eingewanderten Juden aus Deutschland ist. Die Rotterdamer Jüdische Gemeinde plant den Umbau der grossen Gemeindesynagoge am Botersloot, und gerade in der letzten Gemeindeversammlung ist die Aufnahme einer entsprechenden Anleihe beschlossen worden. Indien Der Maharadscha von Cochin hat für den Bau einer Synagoge in Kadvobagam fünf Candies vor dem Kriegerdenkmal auf, vor dem Generalmajor B. C. Freyberg, Inhaber des Viktoria- Kreuzes den Vorbeimarsch abnahm. Danach fand in der Wilson-Road-Synagoge die Weihe der neuen Fahne, die die jüdische Ortsgruppe der Abteilung der British Legion erhalten hatte, statt. Sämtliche nichtjüdischen Abteilungen der Legion waren mit ihren Fahnen in der Synagoge vertreten. An der Feier nahmen der Bürgermeister von Doncaster, verschiedene Mitglieder des Unterhauses, der Polizeikommandeur, Stadtverordnete, der Vikar und zahlreiche führende Persönlichkeiten der British Legion teil. Rabbi B. I. Cohen hielt die Weiheansprache. Die Teilnehmer sangen das Lied der British Legion ..Last post". Als danach die „Reveille" ertönte, senkten sich alle Fahnen zum Gedächtnis der jüdischen Toten des Weltkrieges. (ein indisches Hoizmass) Teakbaumholz abgabenfrei zur Verfügung gestellt. Das von der Regierung von Cochin eingesetzte Wahlreform-Komitee hat die Abschaffung des bisher für die Juden reservierten Mandates vorgeschlagen, da die Zahl der Juden (1451 bei einer Gesamtbevölkerung von 1205 016) zu gering sei. Keineswegs liegt in dieser Massnahme eine Verkennung der Bedeutung der jüdischen Bevölkerung. Führende jüdische Persönlichkeiten, würden sich sicherlich erfolgreich in einem allgemeinen Wahlkreis um ein Mandat bewerben können. Gegenwärtig werden die Juden auf Grund des Kuriensystems durch einen eigenen Abgeordneten, Shabdai S. Köder, in der Gesetzgebenden Versammlung von Cochin vertreten. Italien W7ie wir mehrfach berichtet haben, hat Adv. Carlo Alberto Viterbo im Auftrage des italienischen Koionienministeriums Abessinien bereist und der italienischen Regierung über die Lage der Falachas berichtet. Jetzt veröffentlicht Adv. Viterbo in der Mailänder jüdischen Zeitung ..Convegno Ebraico" einen Aufruf an die italienische "Judenheit, für die Ausgestaltung des Schulwesens der falachas beizutragen. Die Schule in Addis Abeba soll ausgebaut, eine neue Schule in Gondar gegründet werden. In der für Gondar geplanten neuen Schule soll die Falachajugend mit den Lehren des Judentums bekannt gemacht und daneben in verschiedenen Hand' werkszweigen ausgebildet werden. Luxemburg Der Justizminister des Grossherzogtunie Luxemburg hat ein Rundschreiben an die lokalen Polizeibehörden erlassen, in dem . die Beschäftigung von Ausländern als landwirtschaftliche Arbeiter verboten wird. Die Bauern haben die Polizei zu verständigen, wenn ein Ausländer um Beschäftigung bittet In dem Rundschreiben wird ferner erklärt, dass jüdische Auswanderer nicht die Niederlassung im Gebiet des Grossherzogtums in Betracht ziehen sollten, da es keine Aussicht auf Beschäftigung jribt. Diejenigen, die keine gültigen Pässe besitzen oder zum Verlassen des Landes aufgefordert, wurden, würden deportiert werden. Ungarn Josef V e s z i ist vor einigen Tagen mit Rücksiebt auf sein Alter als Chefredakteur beim ..Pester Lloyd" ausgeschieden. Der ungarische Ministerpräsident Dr. v. Daranyi hat ihm aus diesem Anlass in einem Schreiben im eigenen Namen und im Namen der Ungarischen Regierung Dank und Anerkennung ausgesprochen. Auch der Verein ungarischer Journalisten und die ungarischen Zeitungen würdigen die menschliche und publizistische Persönlichkeit Veszis anlässlich seines Rücktritts. In der Nacht vom 6. zum 7. November hat im Budapester Judenviertel eine grosse Razzia stattgefunden. Geheimpolizisten Ii essen die Haustore öffnen, drangen in die Wohnungen der Mieter ein und verlangten, die Aufenthaitsbewüligung zu sehen. Wer sich nicht ausweisen konnte, wurde in das Schubhaus (Zwangsarbeilshaus) gebracht. Von insgesamt 503 festgenommenen Personen konnten auf Einspruch der Reichstagsabgeordneten Rupert und Fabian bei der Oberstadmauptmannschaft die meisten wieder entlassen werden. Nur 29 Personen wurden in Haft behalten und seilen des Landes verwiesen werden. Auch in Altofen und Bonyhadi haben ähnliche Razzien stattgefunden. Die Gesellschaft ORT zur Förderung des Handwerks und der Landwirtschaft unter den Juden, Abteilung Deutschland, gibt soeben die Aufsätze, die in der Zeitschrift „Der jüdische Handwerker" über die von der ORT in Berlin eingerichtete private jüdische Lehranstalt für handwerkliche und gewerbliche Ausbildung auswanderungslustiger Juden erschienen sind, als Werbebroschüre heraus. Der Vorsitzende der Abteilung Deutschland, Wilhelm Graetz, erinnerte in seinem Geleitwort an die Arbeit der ORT, die 1880 gegründet wurde und deren Schulwerk jetzt in verstärktem Masse auch den Juden aus Deutschland zugute kommt. Präsident Lebrun hat den Stand der Gesellschaft ORT im Internationalen Pavillon der Pariser Weltausstellung besucht Er wurde dort von dem Vorsitzenden der französischen ORT- Gesellschaft, Henri Bodenheimer, dem Präsidenten der Zentralverwaltung des ORT-Verbandes, Dr. Leo Bramson. dem Vizepräsidenten Dr. Singaiowsky und dem Oberrabbiner von Paris., Julien Weill. empfangen. Schanghai Gebäude der Jüdischen Gemeinde Schanghai, darunter ihre Mazzot-Bäckerei, sind durch ein japanisches Luftbombardement vollständig vernichtet worden. Die Gemeinde ist aller Mittel entblösst und ausserstande, eine neue Bäckereieinrichtung zu beschaffen. Für die durch die kriegerischen Ereignisse notleidend gewordenen Juden von Schanghai ist eine Hilfsaktion eingeleitet worden. An der Spitze des Hilfskomitees steht der Amerikaner Joseph Holzer. Eine Anzahl von Juden aus Schanghai, deren Existenz durch die Kriegsereignisse vernichtet worden ist, hat sich an die Abieilung der Hicem für den Fernen Osten mit der Bitte gewandt, ihnen bei der Auswanderung nach Südamerika behilflich zu sein. Die Mandats-Kommission tagt Die Ständige Mandatskommission des Völkerbundes ist unter dem Vorsitz ihres Vizepräsidenten, Professor William Rappard, in Genf eröffnet worden. Der Vorsitzende beschäftigte sich in seiner Einleitungsrede mit der Lage in Palästina, die Kommission beschloss jedoch, die für die Tagung vorgesehene Behandlung von Petitionen, die sich auf Palästina beziehen, bis zum Frühjahr zu verschieben. Unter den vorliegenden Petitionen befindet sich auch eine des Mufti. Eine Woche der Jewish Agency Die Jewish Agency for Palestine und das Präsidium des Keren Hajessod für Deutschland führen im Laufe dieser Woche eine Reihe von Veranstaltungen durch, die dem Gedenken an den 20. Jahrestag der Balfour- Deklaration wie der Erörterung der aktuellstenPaiästina-Probleme gewidmet sein werden. Bei einem Teeabend, der am Donnerstag, dem 11. November, die Berliner Freunde und Mit- RölSSrtWOllOsS Ispha'mea-ngen, PHaSagen glieder des Keren Hajessod vereinen wird, werden führende Persönlichkeiten aller Richtungen das Wort zu Ansprachen über das Thema „D e r Judenstaat" ergreifen. Unter dem Vorsitz von Rabbiner Dr. Leo Baeck, dem Präsidenten der Reichsvertretung der Juden in Deutschland und des Keren Hajessod, sprechen zu diesem Thema: der Geschäftsführende Vorsitzende der Zionistischen Vereinigung für Deutschland,. Benno Cohn, der Vorsitzende des Jüdischen Centraivereins Dr. Herzfeld (Essen), der Syndikus des Jüdischen Centraivereins und Chefredakteur der C.-V.-Zeitung Dr. Alfred Hirschberg, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Direktor Heinrich Stahl und der .Geschäftsführende Vizepräsident des Keren Hajessod in Deutschland, Dr. Michael Traub. Das Orchester des Jüdischen Kulturbundes Berlin unter Leitung von Kapellmeister Rudolf Schwarz wird der Veranstaltung durch umrahmende Darbietungen ein festliches Gepräge geben. Aus Anlass des 20. Jahrestages der Balfour- Deklaration hat der Vorstand der Jüdischen Gemeinde zu Berlin gemeinsam mit der Jewish Agency und dem Keren Hajessod zu einem Gemeindeabend eingeladen, der am Sonnabend, dem 13. November, in der Synagoge Prinzregeutenslrasse stattfinden wird. Im Mittelpunkt dieser Kundgebung, die ebenfalls vom Orchester des Jüdischen Kulturbundes unter Leitung des Kapellmeisters Rudolf Schwarz umrahmt wird, werden Ausführungen von Rabbiner Dr. Leo Baeck, Direktor Heinrich Stahl und Dr. Michael Traub über das Thema: ., V od der Balfour-Deklaration zum Judenstaat" stehen. Vertreter des Preussischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden sowie der Arbeitsgemeinschaft der Gemeindeverbände Bayerns, Badens und Württemberg? werden im Rahmen der Kundgebung das Wort zu Begrüssungsansprachen ergreifen. Für Sonntag, den 14. November, ist der B e;- rat der Jewish A g e n c y f ü r Deutschland zur III. Konferenz nach Berlin einberufen worden. Die Tagesordnung sieht einen Bericht über die 5. Tagung de^s Counn 1 de r Je w i sh A gency von Rabbiner Dr. L e o Baeck sowie ein Referat „Auf dem Wege zur Staatlichkeit: Peelbericht und gegenwärtige Situation in Palästina' vor, das Dr. Michael Traub übpruommen hat. Unter Vorsitz von Benno Cohn wird eine Kommission für Palästina-Politik, unter Leitung von Redakteur Kurt Loewenstein eine Kommission für Palästina-Wirtschaff beraten. Bei der Konferenz werden die führeuden Organisationen und Institutionen unserer jüdischen Gemeinschaft in Deutschland vertreten sein._ Des Busstags wegen erscheint die C. - V. - Zeitung in der nächsten Woche einen Tag später Geschäftliches (ausser Verantwortung der Redaktion). Unsere heutige Aussrabe enthält eine BHIage d"- .Schocken - Verlag (Jüdischer Buch verlas:). Berlin S\Y ü). auf die wir unsere Leser hinweisen. Chefredakteur Dr. Alfred Birschberg. stellvertretender Chefredakteur: Dr Margarete Edelh e i rn. Verantwortlich für den Sport: Dr Ernst G. Löwenthal; verantwortlich für die Aufnahme von Bildern: Dr Margarete Edelheim. sinnlich in Berlin Für Rücksendung unverlangter Einsendungen ist Freiumschlag beizufügen Leiter der Anzeigen-Abfeilung und verantwortlich für den luhalt d'-" Anzeigen: Friedrich Nathan. Berlin DA III v'i 37 179. PI 5 Verlag. Jüdischer Central Verein e v Berlin W 15, Emser?tr 42 Druck der Buch und Tief :irudi Gesellschaft mbH. Berlin SW 19. 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