Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 44 (4.11.1937)
- Date
- 1937-11-04
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Sr, M * Beiblatt 4. November 1937 * Seite 17 MrZeiiimci Wiener Hakoah-Schwimmer in Front Die Aktiven des Schild hielten sich tapfer Nun gehört auch das internationale Schwimmfest des JSV Breslau der Vergangenheit an. Zweifelsohne war es eine der gröWten und bedeutendsten Veranstaltungen, die wir bis jetzt im jüdischen Sport in Deutschland erlebten; aber nicht nur eine der grössten, sondern auch eine der bestorganisiertesten. In mustergültiger Disziplin rollten die Rennen pausenlos in der überfüllten Halle ab. Der einzige Mangel, die überlange Dauer von 4Va Stunden, war allerdings darin begründet, dass diese seltene Kampigelegenhe'it von allen weidlich ausgenutzt wurde. Eine Enttäuschung muss aber doch vermerkt werden: aus dem Zweikampf Deutscher Makkabikreis—Sportbund „Schild" wurde nichts. Die zahlreich gemeldeten Makkabi-Teiinehmer fielen fast alle aus. Die Wenigen, die antraten, blieben in so deutlichem Abstand hinter den Sportbund* leuten, dass als eigentliche Gegner nur Hako a h Wien und Sportbund übrigblieben. Die Leistungen des dem Makkabi angeschlossenen JSV Breslau können diesem nicht angerechnet werden, da fast sämtliche Aktiven des Klubs als Einzelmitglieder der Sportgruppe Breslau angehören und für diese starteten. An der restlosen Ueberlegenheit der Wiener war schon vorher keinerlei Zweifel möglich. Sie alle schwammen ihre Rennen mit sicherem Abstand nach Hause und demonstrierten dabei einen gleichmässigen, wundervollen Stil, der, wie man wieder einmal sah, die erste Grundlage jedes Wottkampfschwimmens ist. Unsere Schwimmer hielten sich tapfer. Sie haben diesen Kampf in Ehren bestanden, wenn auch ihre seelische Belastung und mangelnde Kampferfahrung unverkennbar waren. Bei den Wienern gefiel ganz besonders gut E1bogen, der die auch international beachtliche Zeit von 2.57 für 200-m-Brust schwamm, leider kam der Zweite, Tichauer, JSG 33 Berlin, durch eine- Erkältung stark in der Atmung behindert, nicht an seine Bestform heran. In leichtem, eleganten Stil gewann Frau Wertheimer ihr Rennen (2i)0-m-Brust) in 3.19 vor Lolo Baer, die zu langsam anging. Sowohl im Hcrrenjugcndbrustals auch im Kraulschwimmen schob sich hinter die Wiener ein Schildschwimmer, einmal hinter Selinko Richter (Schild Frankfurt a. M.) und zum anderen hinter Kulka Trapowski (JSG 33 Berlin) mit der äusserst erfreulichen Leistung von 1.09. Ihre grösste Begabung aber hatten die Wiener in der jugendlichen Schwimmerin Strauss, die in bestechendem Stil über 50-m-Kraul in 35.9 siegte. Sowohl im Damenals auch im Herrenkraul machten die Gäste die ersten drei Plätze unter sich aus. Unsere Vertreter, Frl. Ucko (Breslau) und. Zernik (Schild Frankfurt a. M.) hielten sieh dennoch tapfer dabei. In den Staffeln stritten sieh bei Herren und Damen wechselnd ISV Breslau, und ISG Berlin um den zweiten Platz. Nur in der Kraulstaffel fiel die Niederlage der Berliner durch die Kölner auf. Eine Auswahlmannschaft des Sportbundes, die noch niemals zusammengespielt hatte, stellte sich bei ihrem ersten Wasserball versuch gleich einem derart erfahrenen Gegner' wie Hakoah Wien. Die Niederlage von 1:18 (0 :11) entspricht dem Unvermögen der Spieler, Schnelligkeit mitzuhalten, ihren Mann zu decken und sich zusammenzufinden. Erst in den letzten zehn Minuten klappte es wesentlich besser. Die 2. Mannschaft des ISV Breslau besiegte eine Makkabi-Auswahlmannschaft mit 4:2. — Die zahlreichen Schul staffeln und ein gutes Schausp ringen gefielen sehr. L.B. Die Ergebnisse 200 m Brust Männer: 1. Etbogen (Hakoah Wien) 2.57,4, 2. Tichauer (ISG Berlin) 3.11,6, 3. Meyer (Schild Breslau) 3.23.7; 100 m Kraul Männer: 1. Haber (Hakoah Wien) 1.04,9, 2. Fischer (Hakoah Wien) 1.08,4. 3. Wien (Hakoah Wien) 1.09,2, 4. Auerbach (JTV 02 Köln) 1.14,1; 100 m Rücken Männer: 1. Blutstein (Hakoah Wien) 1.21,7, 2. Klus (Hakoah Wien) 1.26,4. 3. Meisel (ISG Berlin) 1.33; 400 m Kraul Männer: 1. Kulka (Hakoah Wien) 5.32, 2. Feingold (Hakoah Wien) 5.41,5, 3. Steiner (Hakoah Wien) 5.45,8; 3X100 m Lagenstaffel Männer: 1. Hakoah Wien 3.52.6. 2. ISG Berlin 4.11,6, 3. JSV Breslau 4.26,4; 4X50 m Kraulstaffel Männer: 1. Hakoah Wien 2.01,8, 2. 1TV Köln 2.19,3, 3. ISG Berlin 2.20,2; 100 m Brust männl. Jugend: 1. Selinko (Hakoah Wien) 1.21,6, 2. Richter (Schild Frankfurt a. M.) 1.30,6, 3. Kaufmann (ITV 02 Köln) 1.31; 100 in Kraul männl. Jugend: 1. Kulka (Hakoah Wien) 1.06.2. 2. Trapowski (ISG Berlin) 1.09,3, 3. Steiner (Hakoah Wien) 1.14,3, 4. Kaufmann (ITV 02 Köln) l.!4,7; 3x50 m Lagenstaffel männl. Jugend: 1. Hakoah Wien 1.48.4, 2. JSV Breslau 2.00,8, 3. JSG Berlin 2.04; 100 m Kraul Damen: 1. Pick (Hakoah Wien) 1.20,4, 2. Back (Hakoah Wien) 1.22,6, 3. Lichtner (Hakoah Wien) 1.25,3; 200 m Brust Damen: 1. Wertheimer (Hakoah Wien) 3.19,8. 2. Lolo Baer (Schild Wiesbaden) 3.29,7, 3. Winter (Hakoah Wien) 3.4Ö, 4. Buch (JSV Breslau) 3.46.S; 100 m Rücken Damen (Einlagewettbewerb): 1. Kreindler (Hakoah Wien); 3X50 m Kraul Damen: 1. Hakoah Wien 1.50,7, 2. JSV Breslau 2.07, 3. JSG Berlin; Lagenstaffel Damen: 1. Hakoah Wien 3.37,1, 2. JSV Breslau 4.10,6; 3X100 m Brust Damen: 1. Hakoah Wien 4.58.9, 2. JSG Berlin 5.20,8, 3. JSV Breslau; 100 m Brust weibl. Juzcnd: 1. Lustig (Hakoah Wien) 1.35.6, 2. Pressburg (Hakoah Wien) 1.40,2, 3. Robinsohn (JSG Berlin) 1.47; 50 m Kraul weibl. Jucrend: l. Strauss (Hakoah Wien) 0.35,9, 2. Cohn (JSG Berlin) 0.44, 3. Meisl (JSG Berlin) 0.45; 4X50 m Bruststaffel Mädchen (5 Mannschaften des JSV Breslau): 1. JSV 1. Mannschaft 3.24,2, 2. JSV 2. Mannsch. 3.29; Schulstaffel für Mädchen 4X50 m Brust: a) unter 14 Jahren: 1. Schule am Ansrer I 3.31.7, 2. Volksschule 3.48,8, b) über 14 Jahre: 1. Reform-Realgymnasium 3.2S,6, 2. Privatschule am Anger 3.37; Schulstaffel 4X50 m Brust für Knaben: a) unter 14 Jahren: 1. Reform-Realgymnasium 3.34, 2. Privatschule am Anger 3.44,2, 3. Jüd. Schüler des Zwingergymnasiums 3.44,3, b) über 14 Jahre: 1. Reformrealgymnasium I 2.59,7, 2. Privatschule am Anger 3.10, 3. Reformrealgymnasium II 3.22.6; Wasserball: Hakoah Wien—komb. Sportbund-Mannschaft'18 : 1 (11 : 0) (!). JSV Breslau—komb. Makkabi-Mannschaft 4:2 (3:1), Dul. Sportbetrieb liberal Berlin IBC Berlin gewinnt im Handball 6:5 Vor knapp 500 Zuschauern standen sich am 31. Oktober die 1. Mannschaften der ISG 33 und des IBC „Berlin" gegenüber. Das Treffen, das "der Boxklub erst in der letzten Minute gewann, war eines der schönsten und spannendsten dieser Saison. Verbissen kämpften beide Mannschaften — Haurwitz fehlte bei der ISG, der „IBC" musste noch auf Henoch verzichten — um jeden Vorteil und begeisterten ihre Anhänger durch restlosen Einsatz und eine Kampl'esireudigkeit sondergleichen. Dabei blieb das Spiel trotz aller oft die Grenzen des Erlaubten streifenden Härte fair und werbend. Durch ein Tor Dorfmanns siegte der „IBC" in der letzten Minute. Vielleicht wäre dem Spielverlauf ein Unentschieden gerechter gewesen, wenn auch der Boxclub, gegenüber dem bisherigen Können stark verbessert, die schusssieherere Sturmreihe und eine Hintermannschaft zur Stelle hatte, die die des Gegners an Elan und Einsatzbereitschaft noch übertraf. Die 1. Spielhälfte endete 3:3 unentschieden, nachdem der „IBC" den 3 :1-Vorsprung der schnelleren schwarz-roten Stürmer aufgeholt hatte. Nach der Pause ging die ISG- 33 wiederum in Führung. 5 :3 hiesa es noch 10 Minuten vor Schluss. Dann aber begannen die IBCer mit aller Macht zu kämpfen und durch Tore von Hirschland und Wein: stoek zunächst das 5:5 herzustellen. Noch zwei Minuten waren zu spielen, da holte sich der sonst gut gedeckte Dorfmann mit seltener Energieleistung den Ball aus dem Gedränge, umging seine G-egner und schoss freistehend und für den vorzüglichen Batavia im ISG-Tor unhaltbar zum siegbringenden Tor ein. * In den übrigen Spielen der ersten Klasse des Berliner Spielausschusses siegten der IS K gegen Hagibor I mit 13 :1 (10 :1) und BarKochba Hakoah I gegen ISG II mit 6:0 (2 :0) zwar mi*. klarer Ueberlegenheit, vermochten jedoch in ihren Leistungen nicht zu überzeugen. Der Kanuclub verlor gegen Bar Kochba II mit 1:4 (0:3) und bei den "Frauen landete die gute „Zweite" der ISG 33 g'egen die gleiche Einheit des Bar Kochba einen 4 : 0-(l : 0)-Sieg. Weitere Ergebnisse : Undine I—TSG 33 VI 10 : 2 (8:1); ISG 33 A. H—Taubstummen 13:1 (2:0); Triton I—Bar Kochba A. H. I 6:6 (3:2); Bar Kochba 1. Jugend—Bar Kochba III 8:4 (5:3); Bar Kochba 2. Jugend—ISG 33 3. Jueend 9:2 (4:3); Bar Kochba A. H. II—Bar Kochba VI 2:0 (1:0); Hagibor II— $t&& u&d Siif Sonntag, 7. November Berlin* Fussball: Verbandsspiele u. a. Hagibor I — Hakoah II, 1434 Uhr, Hagibor 1. Jugend—Hakoah 1. Juacnd, 12X> Uhr, ISG 33 A. H.—Hakoah A. H., 10.40 "Uhr, 1SK 1. Jugend — ISG 33 1. Jugend, 10)4 Uhr, sämtliche Spiele: Sportplatz am Schäfersee. Handball: Gesellschaftsspiele ISG 33 1. Jugend— Schild'Magdeburg I, 13% Uhr, ISG 33 II—Bar Kochba Stettin I, 15 Uhr. Verbandsspiele u. a. IBC Berlin I—Kanuclub I, tt% Uhr, Triton I—Maccabi I, 10 Uhr, Sämtliche Spiele; Sportplatz Grunewald. Hockey: ISG 33 Damen—Schild Hamburg Damen, 0 Uhr, ISG 33 I—Schild Hamburg I, 1ÖK Uhr, ISG 33 II—Bar Kochba I, IVA Uhr, Tennisclub Rar Kochba I—Bar Kochba II, 12% Uhr, sämtliche Spiele: Sportplatz Mariendorf, Kaiserstrasse 17. Rheinland-Westfalen Turnen: Schauturnen des ISV Wuppertal unter Beteiligung der Westdeutschen Schildturnabteilungen, Wuppertal, Neuenteich 80, Handball: Frauenpunktespiele: Schild Bonn — Schild Aachen/Düren, Bonn, Schildplatz; ITV 02 Köln—TÜSPA Krefeld, Köln, Fort Deckstein. Fussball: Punktespiele: Sehild Bonn —Schild Aachen/Düren, 1., 2. und 3. Schüler, Bonn, Schildplatz; Schild Bielefeld—Hellmannia Minden, Bielefeld, Schildplatz; Schild Düsseldorf—Schild Bochum, Düsseldorf, Schildplatz; Schild Gelsenkirchen — JSG Dortmund, 1. und Schüler, Gelsenkirchen, Platz Hohenfriedberger Strasse; ITV 02 Köln-TUSPA Krefeld, 1. und Schü^ )er, Köln, Platz am Fort Deckstein; Schild M.¬ Gladbach—Schild Neuwied 1., 2. und Schüler, M.- Gladbach, Platz am Alten Wasserturm. Nordwestcleutschland Fussball: Schild Hamburg 1. Schüler—ISK Ber* Hn I, 14 Uhr; Schild 1. Knaben—ISK Berlin 1. Knaben, 14 Uhr; Schild 1. Jugend—ISK Berlin 1. Jugend, 15 Uhr, sämtliche Spiele: Hamburg, Lockstedt. Mitteldeutschland Handball: Bar Kochba Leipzig I—ISK Berlin I, 15 Uhr; Bar Kochba Leipzig Frauen I—Bar Kochba —Hakoah Berlin Frauen I, 11 Uhr. Fussball: Bar Kochba Leipzig I—ISK Berlin I, 13K' Uhr: Bar Kochba Leipzig A. H.—Bar Kochba— Hakoah Berlin A. H., 12 Uhr. Alle Spiele, Leipzig, Sportplatz Dübener Landstrasse. Südwestdeutschland Fussball: Bar Kochba Frankfurt a. M. I—Hakoah Karlsruhe I, Frankfurt a. M„ Sportplatz Sondershausener Strasse, 1434 Uhr: ISV Offenbach A. H.— Schild Frankfurt a. M. A. H., 11 Uhr; ISV Offenbach Schüler—Schild Frankfurt a. M. Schüler, Offenbach a. M.. Sportplatz am Nebenbahnhof, 10 Uhr; Schild Frankfurt a. M. I/II—Schild Worms I, Frankfurt a, M-, Sportplatz Buchrainweiher, 1034 Uhr. Handball: Schild Frankfurt a. M. I—Schild Wiesbaden I, 15 Uhr, Schild Frankfurt a. M. Jugend— Sehild Wiesbaden Jugend, 14 Uhr, Schild Frank' furt a. M. Frauen—ISV Offenbach Frauen, 16 Uhr, Frankfurt a. M., Sportplatz am Buchrainweiher: Philanthropin Jugend—Schild Wiesbaden Jugend II, 1034 Uhr, Philanthropin Frauen-Jugend—Schild Wiesbaden Frauen-Jugend, 934 Uhr, Frankfurt a. M„ Sportplatz Bornhcimerhang. Tischtennis: Klubkampf Sehulsportverein Philanthropin Frankfurt a. M.—Schild Wiesbaden, Frankfurt a. M., Turnhalle Philanthropin, 15 Uhr. Bayern Fussball: Schild Stuttgart—Itus München A. IT., 10 Uhr, München, Marbachstrasse; Schild Stuttgart I—Itus München I, München, 15 Uhr; ISO Fürth Knaben—Internat Hirsch Coburg Knaben, Fürth, Karolinenstr. 148, 14 Uhr. Handball: Schild Stuttgart—Itus München, München, 1334 Uhr; ISG Fürth I—Itus Nürnberg I, Fürth, Karolinenstr. 148, 15 Uhr. Stuttgart Fussball: Blitzturnier: Hakoah-Stuttgart, Schild Heilbronn, Schild-Göppingen, Schild-Pforzheim, Feuerbachtal. Handball: Hakoah Stuttgart I—Bar Kochba. Frankfurt a. M, I, Hakoah Stuttgart Frauen—Bar Kochba Frankfurt a. M. Frauen, Fcuerbachtal. F^ustball: Hakoah Stuttgart—Bar Kochba a. M., Feuerbacbtal. * Die Rcichsmcisterschaften des Sportbundes „Schild" im Kegeln werden am 13. und 14. November zum scweitenmal in Berlin durchgeführt. Durch Ausscheidungskämpfe sind die Besten aus allen Teilen des Reichs ermittelt warden. Triton II 7:1 (4:0); Bar Kochba V—ISG 33- VII 7:2 (3; 2); ISG 33 3. Frauen—Bar Kochba 5. Frauen 1:0 (1:0); ISG 33 1. Mädchen—Bar Kochba. 4. Mädchen 11 : 4 (6 : 3). M. F. Nur wenig Fussbali In den Fussballverbandsspielen tat sich am letzten Sonntag w;enig. In einem leistungsarmen Treffen holte sich Hagibor I durch einen verdienten 3:1 (1 :1-) Sieg über IS K I die beiden Punkte und Hakoah II schlug Hagibor II sogar 7:0 (3:0). Weitere Ergebnisse: ISG 33 IV Hakoah IV 0:1; Hakoah AH—ISK II 4:3; Hakoah 1. Jugend—ISK Ju#ond 6:1; ISG 33 1. Schüler Ha-gibor 2. Schüler 13:0; Hakoah 1. Schüler—TSK 1. Schüler 8:1; ISG 33 2. Schüler gegen Hakonh 2. Schüler 2 : Ü; ISK 3. Schüler—Hakoah 3. Schüler 1:0. F. Verbandsspiele im Hockey Einen ziemlich ausgeglichenen Kampf lieferten sich Bar Kochba Hakoah I und Tenniselub Bar Kochba I. Nur dem hervorragend störenden Brück verdankten es die Tennisleute, dass es zum Schluss trotzdem nur 1 :2 für Bar Kochba Hakoah hiess. Steinitz schoss für die Blau-Weissen beide Tore. In den übrigen Spielen schaltete ISG 33 I mit 6 : 0 (2 :0) Bar Kochba II aus, die Damen der beiden Vereine trennten sich torlos 0:0, und ISG 33 II schlug ISG 33 Jugend mit 1:0. „IBC"-Nachwuchs boxte wieder Ueberraschend zahlreiche Zuschauer, etwa 300 an der Zahl, leisteten dem Jüdischen Box-Club „Berlin", der am 24. Oktober nach langer Pause mit der Veranstaltung seiner nun schon traditionellen Nachwuchskämpfe fortfuhr, treue Gefolgschaft. Und mit Genugtuung konnten sie feststellen, dass sich an der sportlichen Erziehung der Jungen dort nichts geändert hat, ausser, dass einige, die zum erstenmal im Ring standen, sich eifrig bemühten, es ihren klubälteren Kameraden gleichzutun. _ Die 14 Kämpfe wurden durchweg flott abgewickelt. Von den Kleinsten bis zu den Jungen, die nun bald in der Seniorenklasse ihr Debüt geben werden, boxten alle mit der gleichen Begeisterung, und bei allen imponierte auch an diesem Nachmittag wieder der Mut, mit dem sie auch an die schwersten Aufgaben gingen. Am besten gefiel einmal mehr Schnell, dessen'Gegner allerdings schon in der 1. Runde wegen einer Ohrverletzung aufgeben musste. Auch Link, der sich mächtig entwickelt hat, zeigte gute Form. Die Ergebnisse: Leven schlägt Kurt Leyser, Schnell schlägt S. Löwinski, Link schlägt Reichwald, Fred Reiwald schlägt Hirschberg, Herzog schlägt Seelig, G. Löwinski schlägt Löwenthal, Rosenthal schlägt Feinberg, Blumenthal schlägt Alexander. Unentschieden kämpften Ziegelmann und Kokoski, Krawitz und Lenz, Ostrowski und Prager, W. Leyser und Goldbarth, Jacobowitz und Arnheim, Eisner und Brandt, P. Reiwald und Heydermann. _ M. F. Rheinland - Westfalen Gelsenkirchen siegte 5 : 3 Zum ersten Punktekampf hatte man der neu ins Leben gerufenen Fussbalimannschaft von Gelsenkirchen wenig Aussichten gegeben, aber Minden war in der Hintermannschaft erheblich schwächer. Beim Seitenwechsel stand der faire und von Lewin (Paderborn) gut geleitete Kampf bereits 3 :1 für Gelsenkirchen. " J. G. Aachen/Dürens erste Punkte Im Fussball- Meisterschaftsspiel gegen M.- G 1 a d b a c h/R h e y d t blieb die Spielgemeinschaft Aachen/Düren auf dem neuen Aachener Platz mit 3:2 siegreich. Es war ein sehr glücklicher Sieg der Vereinigten, die ebenso wie der Gegner nicht ihre beste Form erreichten. Zur Pause führten die M.-Gladbacher 1:0, dann ging der Dürener Torwart in den Sturm und erzwang den Umschwung. Kurz vor Schluss schoss der Linksausscn der Gastgeber den entscheidenden Treffer. Falkenstein (Köln) leitete den harten aber fairen Kampf ausgezeichnet. Die 2. Mannschaft von Aachen/Düren siegte über die gleiche von M.-Gladbach/Rheydt mit 2:1, dagegen kamen die» 1. Schüler aus M.-Gladbach] Rheydt zu einem 7:0- Erfolg. J. G. * Im westdeutschen Tischtennis kam Schild Meschede gegen Schild Hagen zu einem 9:5- Erfolg, und Schild Witten schlug ISG Dortmund II mit 10 : 4, R. B. Bayern Fürth siegte gegen Augsburg Zu einem eindrucksvollen 5 :0-Sieg kam die Fürther F u s s b a 11 elf im Verbandsspiel gegen älfe RTG Augsburg. Fürth, diesmal ohne Klabers Quer durch das Regelwerk Das Regelwerk fast aller sportlichen Disziplinen ist in stetiger WTandlung begriffen. Die Entwicklung des Sports überhaupt bringt es begreiflicherweise mit sich, dass sich jede Tagung einer Regelkommission, sei es für den Bereich der Leichtathletik, des Schwimmens oder einer anderen Sportart, mit einer Anzahl mehr oder minder wichtiger Anträge zu befassen hat, die auf Aenderung der Wettkampfbestimmungen bzw. deren Anpassung an eventuell veränderte Verhältnisse hinzielen. Das interessiert natürlich auch den jüdischen Sport, der die Wünsche nach erfolgter Annahme für sich sinngemäss übernehmen müsste. Um die Zehntelsekunde and den Staffelwechsel Der nächste Kongress der Internationalen Leichtathletik -Federation, der in London stattfindet, wird sich mit Aenderungsvorschlägen zu beschäftigen haben, die für den Wettkampfbetrieb interessante Neuerungen darstellen würden. So wünscht man u. a., dass in Zukunft Rekorde nur noch dann Anerkennung finden sollen, wenn die Verbesserung gegenüber der bisherigen Bestleistung ein noch festzusetzendes Mindestmass von Zehntelsekunden oder Zentimetern übersteigt. Diese Forderung erscheint nur allzu gerechtfertigt, zumal Ungenauigkeiten und Unstimmigkeiten bei menschlicher Messung nie vollständig auszuschalten sein wrerden. Ein anderer Antragsteller will künftig bei Staffelabgaben die Einschränkung auf den 20 Meter langen Wechselraum zum Fortfall gebracht wissen und stattdessen vorschlagen, die Wechselmarken durch einfache weisse Linien zu ersetzen, hinter denen die Ablösung zu erfolgen hat USA wünscht neue Gewichtsgrenzen Die amerikanische Box sportbehörde erörterte kürzlich cten Plan, die bisherigen, gerade erst vor wenigen Wochen abgerundeten Gewichtsklassen von neuem zu ändern. Man hat einen Entwurf ausgearbeitet, der nicht nur die leichten Gewichtsgrenzen um mehrere Kilogramm wesentlich nach oben verschiebt, sondern auch dureh die Einführung einer neuen Gewichtsklasse zwischen dem Halbschwer- und dem Schwergewicht einer durch das Auftreten der sog. Ueberschwergewichte hervorgerufenen Notwendigkeit Rechnung tragen zu müssen glaubt. Der Plan, der man der „Fiba" vorlegen wird, soll folgendermassen aussehen (bei den in Klammem angegebenen Ziffern handelt es sieh um die zurzeit allgemeingültigen Gewichte): Fliegengewicht Bantamgewicht . Federgewicht « . Leichtgewicht * -. Weltergewicht . Mittelgewicht . . Halbschwergewicht Schwergewicht A Schwergewicht B bis 52,143 kg (51 kg) „ 56,677 kg (54 kg) „ 61,211 kg (57 kg) „ 65,745 kg (62 kg) „ 70,27 kg (67 kg) „ 74,813 kg (73 kg) „ 70.378 kg (80 kg) „ 83,882 kg über S3,882 kg Fusshallspieler mit Nummern Während das „Zwei-Schiedsrichter-System" aus den verschiedensten stichhaltigen Gründen endgültig der Ablehnung verfallen zu sein scheint, und erfreulicherweise desgleichen jene sportliche Entgleisung, die den ausgesprochen männlichen Kampfsport F"u s 3 ball auch für Frauen einzuführen beabsichtigte, hat der Englische Fussball-Verband beschlossen, probeweise eine Numerierung der Spieler durchzuführen, d. h., die einzelnen Spieler durch grosse, auf dem Rücken angebrachte Nummern dem Publikum besser kenntlich zu machen. Dieser Versuch ist erstmalig beim Länderspiel England gegen Irland angewandt worden und soll grossen Anklang gefunden haben. Eine solche Numerierung dürfte sich allerdings nur für Länderspiele und die Kämpfe zwischen Berufsspielermannschaften empfehlen. hatte eine auf allen Posten gut besetzte Mannschaft zur Stelle, bei der besonders der linke Flügel gefiel. Die Mannschaft pflegt eine rasche und faire Spiehveise. In Technik und Zusammenspiel war sie den Augsburgern weit überlegen. Der Sieg war in dieser Höhe vollauf verdient. ISO Fürth Knaben—PTG Augsburg Schüler 1:0. Das Handball spiel der Frauen mannschaften zwischen ITUS Nürnberg und ISC Fürth musste Fürth ohne seine bewährte Mittelläuferin bestreiten. Nürnberg ist wesentlich besser geworden und verfügt über einen durchschlagkräftigen Sturm. Ergebnis: 5 :3 für Nürnberg. R. St. Unentschieden in München Die wesentlich verbesserte Münchener 1. F u s s b a 1 Imannschaft gefiel im Spiel gegen Hakoah Karlsruhe (4:4) vor allem durch die guten Leistungen des Angriffs. Auch die Läuferreihe zeigte besonders in der 2, Halbzeit ein wohldurchdachtes Spiel, während das Schlussdreieck nicht allen Ansprüchen genügen konnte. 0 Im Spiel derAltenHerren war München mit 5 :0 überlegen, während sich die Schüler gegen die körperlich überlegenen Bamberger nur mit Mühe wehren konnten. (Ergebnis: 3 : S.) Ca. Südwestdeutschland Reger Spielhetrieb im Fusshall Bar Kochba Frankfurt a. M. hatte sich Bar Kochba M.-Gladbach zu Gast geladen,