Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 44 (4.11.1937)
- Date
- 1937-11-04
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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SeiteT4 G^-Zeifung Nr. 44 * X November 1937 Seidenkleid liegen, das sie gerade auftrennte, oder stellt das heisse Bügeleisen zur Seite, oder legt das Tischsilber ungeputzt wieder in die Büfettschublade, setzt sich ans Fenster und beginnt mit den „paar Strümpfen", die Gerda gebracht hat: es sind elf Paar Socken von Hans, dreizehn Paar lange Strümpfe von Paulchen, die sämtlich weder Knie noch Fusspitzen haben und nur fünf Paar von Renatchen, an denen die Laufmaschen eine Art Wettrennen veranstaltet haben. Und während sie stopft, klingelt es, und lachend und fröhlich kommt Renatchen herein, und sie hat zwei Freistunden und die will sie anständigerweise benutzen, um sich für die schwere französische Arbeit vorzubereiten, und mit wem kann man das besser als mit Omi? Keiner hat soviel Zeit, um die unregelmässigen Verben mit Renatchen zu pauken. Und das stimmt auch. Omi kann die "Verben abhören und zugleich stopfen, wrenn sie will, dagegen hat Renatchen gar nichts, und es stört sie kein bisschen. Und Judith, die Frau des Chemikers, kommt, und ganz verweinte Augen hat sie und furchtfiküm Be&gkäü Mes&U MieU bare Zahnschmerzen. Und sie muss zum Zahnarzt, und allein traut sie eich nicht, und ihr Mann „hat doch nie Zeit, wTeisst du, aber Gott sei Dank hast du ja nichts zu tun, Omi, du musst mitgehen." Und Omi geht mit. Zwei Stunden sitzt sie mit Judith im Wartezimmer, und dann steht sie zwei Minuten lang neben Judith, während der kranke Zahn besehen und das Zahnfleisch mit Jod bepinselt wird. Und schon sagt der Arzt freundlich: ..Kommen Sie übermorgen wieder." Uebermorgen wartet Omi wieder mit Judith vor dem Operationsraum, dieses Mal nur anderthalb Stunden, dafür aber zwei Tage später über drei! Und das geht so ein um den andern Tag, mehrere Wochen lang... „Du hast doch nichts Besseres zu tun, Omi; dir macht es doch Spass, wenn du mal herauskommst." „Natürlich", sagt die alte Dame, „es ist sehr lieb von dir, dass du mich abholst." „Na, siehst du." Ein sehr liebes Kind ist Paulchen, aber sein Schädel ist ein bisschen hart. Das Hebräische begreift er überhaupt nicht, und er muss doch am hebräischen Unterricht teilnehmen, der arme Kerl! Wo ihm doch Schreiben und Lesen schon so sauer werden. Da ist es wohl recht und billig, dass Omi ein bisschen Paulchen bei dem schweren Studium hilft. „Und davon verstehst du ja auch am meisten von der ganzen Familie, — was, Omi?'' Und so muss Paulchen höchst verdriesslich am Nachmittag antreten, und ohne weiteres legt Omi den Besen oder die Stricknadel fort und versucht, Paulchen mit viel Geduld und ein wenig Humor den Unterschied der Selbstlaute Kamez und Kibbuz klarzumachen, aber mit nur geringem Erfolg. Und sie bittet ihren Enkel, seine Studien auch einmal für sich zu machen, aber dazu hat Paulchen leider keine Zeit. „Ja, wenn ich nichts anderes zu tun hätte! So wie du, Omi!" Und Paulchens Mutter meint: „Du bist es, die eben für Paulchen mehr Zeit haben rnüsste, liebste Omi, —, an dem Jungen liegt es nicht, der ist doch sooo begabt. Du musst es ihm nur richtig und langsam erklären, damit er es versteht. Und du hast doch wirklich nichts anderes zu tun." Zustimmend nickt Omi. Und das kleine Elisabethchen erscheint auch, und Elisabethchen ist ein gutes Kind und möchte ihrem Papa so gern eine freudige Ueberraschung bereiten, Papa, der Chemiker, raucht doch keine Zigarren, dafür isst er aber nichts lieber als Kuchen, und nun will sie für ihren Papa einen Kuchen backen, und Mamis Kochbuch hat sie auch gleich mitgebracht. „Wollen wir nicht gleich anfangen, Omi? Du hast doch Zeit. Du brauchst mir auch nur ein ganz bisschen zu helfen/' Selbstverständlich hat Omi Zeit. Die Gardinen im Wohnzimmer können ruhig noch einen Tag länger aufs Aufhängen warten. Und sie hilft auch gern; sie mischt den Teig und rührt ihn eine Stunde lang und tut ihn in die Form und stellt ihn in den Backofen, zu welchem Zweck sie erst Feuerung heraufholen muss, denn das Gas ist zu teuer — und wirklich: schliesslich geht die kleine Elisabeth stolz m;<" ihrem selbstgebackenen Kuchen fort und vergisst in der freudigen Eile, sich noch bei Omi zu bedanken. Wozu auch? Omi hat ja nur ein bisschen geholfen, und sicher hat sie es gern getan, sie hätte ja sonst gar nichts anderes zu tun gehabt. „Ja, meine Omi, die hat immer Zeit." Und wie ihr witziger Onkel wird sie noch einmal hinzufügen: „So möchte unsereins es auch haben! Ein feines Leben!" Recht habt ihr, meine Herrschaften, sie hat ein feines Leben! Und sie sieht es auch ein, und sie ist euch dankbar für dieses feine Leben! Sie hat auch wirklich Zeit, o soviel Zeit, und nur für euch ist ihre Zeit da! So war es seit dem Tage, da ihr auf die Welt kamt, Gerda und Judith; seit dem Tage, da ihr in ihren Gesichtskreis kamt, ihr beiden Herren Doktoren, die ihr euch Gerda und Judith nahmt, als wäre es das Selbstverständlichste auf dem Erdenrund; seit dem Tage, da ihr drei süssen Dinger erschienen seid, Paulchen, Renatchen und Elisabethchen! Euch gehört ihr feines Leben, euch gehört ihre ganze Zeit von frühmorgens bis nach Mitternacht. In eurem frischen Lebensdrang seid ihr ein bisschen rücksichtslos, das ist wahr, aber, wer weiss, die alte Dame wäre vielleicht nicht ganz so glücklich, wenn ihr sie nicht völlig mit Beschlag belegtet. Wenn ihr nicht frei und bedenkenlos über ihre Zeit verfügtet und über ihr Leben. Nur zu, es ist doch eure Omi, und es ist eine richtige jüdische Omi: sie beklagt sich nicht. Ihr Leben seid .ihr, ihre Zeit gehört euch. Kein Wunder, dass sie solch feines Leben hat — und soviel Zeit. Tagung der jüdischen Sozialarbeiter 75JahreF.V.Grünfeld Eine Sonderschau in der Leipziger Strasse Man kann es dem kleinen Laden in Landeshut, zu dessen Nachbildung uns diese Sonderschau führt, noch nicht ansehen, wras „Fleiss und Kraft" aus ihm erstehen lassen, nicht seinem beschränkten Raum, nicht den schmalen Regalen, nicht seiner kläglichen Beleuchtung. Wird doch aus ihm nicht ersichtbar, dass er seine stärksten Pfeiler in der Idee seines Begründers besass, der mit dem Gedanken der Qualität und der festen Preise für das Jahr 1862 etwas völlig neues schuf. In diesen Werdegang, der aus einem kleinen Geschäft einen Grossbetrieb von Weltruf macht, dessen Landeshuter Leinen zu einem Begriff geworden ist, bekommt der Besucher einen wertvollen Einblick, nicht nur von der Geschichte dieses Hauses allein, sondern von einem Stück Kultur, das wohl für jeden Berliner mit einer Reihe rein persönlicher Erinnerungen verknüpft ist. Sind dieser Entwicklung doch Dokumente und Bilder zur Seite gestellt, die uns Grossmutterzeiten und Berichten nahebringen, so etwa eine alte Rechnung von 1S74 in Talern, Silbergroschen und Pfennigen ausgerechnet, so die Preislisten, von denen ein winziges, dünnes Büchlein das rührende Zeugnis einer ersten schüchternen Aussenwerbung ablegt, bis sie zu den an Form und Inhalt reich ausgestatteten Grünfeld - Prospekten anwächst. Davon abgesehen werden diese Preislisten zu einer Geschichte der Moden, wie man sie anschaulicher kaum in einer Bibliothek finden könnte, und mit erstaunten, ja oft erschrockenen Blicken wandern wir an fussverdeckenden oder kniefreien, stoffverschlingenden und stoffmageren Kleidern und ihren modischen Attributen vorüber, die vor nicht allzu langen Jahren die „letzte Neuheit", und eben deshalb begehrenswert waren. Zu diesem lehrreichen and anschaulichen Teil der Ausstellung gehören Bilder von dem Werdegang des Leinens und von der Werkarbeit, die über die Vielseitigkeit und Ausdehnung des Betriebes Aufschluss geben. Die Krönung dieser Jubiläumsschau bilden 75 gedeckte Tische. Tische für jede Tagesstunde, für jedes Alter, für jedes Fest, für zahlreiche Sondergerichte und für noch zahlreichere Gelegenheiten und Stimmungen. Das Material von Tisch und Tischtuch', von Gedeck und dekorativem Schmuck wird so einheitlich und zweckentsprechend miteinander verbunden, dass der Pflege häuslicher Kultur mannigfache Anregungen erwachsen. Der einfache Holztisch mit seinen farblichen Möglichkeiten, mit den reizenden Platzdeckchen, die durch ein neues Verfahren gegen Flecken und Schäden aller Art immun sind, ist genau so stimmungsvoll wie der Tisch der eleganten Welt mit Spitzen und Klöppeldecken auf schwarzer Glasplatte und kostbarem Silbergerät. Dem besonderen Charakter dieser Tische sind die Blumen angepasst, deren Duft man zu verspüren glaubt, — „Grünfeld"blumen, bei denen selbst die zarte Myrthe am Kcchzeitstisch keine „falsche" Echtheit besitzt. Ja, man bekommt Lust, an einem dieser 75 Tische Platz zu nehmen! Hat man mehr Appetit auf einen „20. Geburtstag", auf einen „Sommerabend im Garten" oder auf ein „Krebsessen"? Wirklich, es ist schwer, sich zu entscheiden! Meta Samson. Die neugegründete jüdische Haushaltungsschule Leipzig hatte unter der Leitung der Seminarleiterin i. R. B u r g h e i m zur Besichtigung ihrer Räume und Leistungen einen Kreis von Frauen, die in jüdischen Frauenorganisationen und sozialen Institutionen führend sind, eingeladen. Mit tatkräftiger Unterstützung des Leipziger Sozialamtes ist es Fräulein Burgheim gelungen, eine vorbildliche Schule zu schaffen; die Räume sind hell, freundlich und zweckmässig eingerichtet; die Schülerinnen werden unter Anleitung der äusserst tüchtigen Haushaltslehrerin. Frau Rübensohn, zu jeder Haushaltsarbeit: Kochen, Backen, Waschen, Bügeln. Parkettscheuern, Fensterputzen usw. angehalten. Zurzeit lernen 16 Schülerinnen; man hofft, sobald die Räume erweitert werden können, ein Internat angliedern zu können. Fräulein B u r g h e i m hielt die Begrüßungsansprache; die Schule, so führte sie aus, verfolge ein sozialpolitisches und ein pädagogisches Ziel. Frau R ubensohn übernahm die Führung durch die Schule, deren Möbel von der Tischler-Vorlehre des Sozialamtes hergestellt sind. Es war ein festlicher Nachmittag, der an stilvoll geschmückter Kaffeetafel harmonisch endete, wobei die Schülerinnen ihre Back- und Servierkünste zeigten und durch Darbietungen gesanglicher und deklamatorischer Art zur Unterhaltung beitrugen. H. S. Weit mehr als 100 Sozialarbeiter, Frauen und Männer, waren auf Einladung der Reichsvertretung der Juden in Deutschland vom 29. bis 31. Oktober in dem Lehnitzer Heim des Jüdischen Frauenbundes zu einer Arbeitstagung vereinigt, die von Dr. Georg Lubinski und Dr. Paul Eppstein geleitet wurde. Der Zweck, auf den die Tagung von vornherein ausgerichtet war, und dem auch ihr Verlauf entsprach, war, sich Rechenschaft zu geben von den Folgerungen, die sich aus den Veränderungen und Einengungen der jüdischen Lebensbasis in Deutschland seit der letzten Aufstellung der Arbeitsprogramme ergeben, und dabei die Wirksamkeit der eigenen Abhilfeleistungen zu überprüfen. Im Zuge dieser Zielsetzung wurde der Arbeitscharakter der Tagung streng gewahrt, es gab keine Proklamationen und Resolutionen, nur rückhaltlose Klärung der gestellten Aufgabe und der zu erfüllenden Leistung. Die besondere Schwere der sozialen Aufgabe liegt in der Permanenz und Schnelligkeit der Wandlungen, die es nicht mehr möglich machen, weitschauend zu planen und Richtlinien auszugeben, die vielmehr zu ständig neuem Aufgreifen und Handeln zwingen. Das zeigt sich auf allen Gebieten, die besprochen wurden. So in der jüdischen Gesundheitsfürsorge, über deren Lage Professor Dr. S e 1 i g m a n n einen übersichtlichen und lückenlosen Ueberblick gab. Das zeigt sich nicht weniger in den Berichten über die Anstrengungen der Wirtschaftshilfe (Dr. Ernst Weiss enberg- Breslau, Dr. Mendelssohn- Berlin und Martin B ras eh.-Berlin), im Rahmen der für Juden sich ständig verengenden Wirtschaftsmöglichkeiten, doch noch tunlichst vielen zur Selbsterhaltung zu helfen. Den geistigen Mittelpunkt der Tagung bildeten die Aussprachen über die innerlich eng verbundenen Probleme der Auswanderung sVorbereitung und des jüdischen Berufsausbildungswerks, beide durch Referate eingeleitet, die sich nicht nur inhaltlich, sondern auch in der Verschiedenartigkeit ihrer Akzente ergänzten und die Zuhörer stark fesselten. Zum ersten Thema erläuterte Dr. Eppstein unter objektiven Gesichtspunkten die neueste Entwicklung — die Erschliessung von neuen Transfermöglichkeiten und Liquida'lionskrediten für Auswanderer, Fragen ihrer Ausrüstung usw. Er ergibt sich, dass bei der Ueberseewanderung die allgemeine Auswanderungsvorbereitung in wirtschaftlicher, sprachlicher und wanderungstechnischer Hinsicht gegenüber der Berufsausbildung in den Vordergrund tritt. Die Bedeutung einer sorgfältigen Auswanderungsvorbereitung zeigt sich auch in der Kinder Wanderung nach den Vereinigten Staaten und neuerdings nach Australien, über deren gegenwärtigen Stand Käte Rosenheim ergänzend berichtete. Die Aussprache über das Berufsausbildungswerk leitete Dr. Georg Josephthal ein. Er sprach, wenn man so sagen darf, von innen nach aussen, subjektiv, aus dem starken unmittelbaren Erleben, aber sehr klarsichtig. Erschwerungen und Verschiebungen in den Einwanderungsländern, der steigende Rückgang von als Ausbildner in Betracht kommenden Juden in Deutschland, die noch selbst unmittelbar praktisch geschult und fachlich spezialisiert worden sind, u. a. m. führen dazu, dass die Berufsumschichtung nicht mehr stark betrieben werden kann. Daher wird nur ein verhältnismässig kleiner Teil der Auswandererberufspolitisch erfasst, während der grössere Teil selbst wählt. Um so wesentlicher wird die charakterliche und gesinnungsmässige Vorbereitung und Festigung, die aus der echten Gemeinschaft aus „Gruppenbindungen" am sichersten erwächst. Den Abschluss der Tagung bildete ein Vortrag von Dr. Georg Lubinski, der zum Kern des Gesamtkomplexes der jüdischen Sozialaufgabe vorstiess. Er befasste sich nämlich mit der Frage, ob mit den von der jüdischen Gemeinschaft insgesamt aufbringbaren Mitteln, die sich naturgemäss ständig" vermindern, die Gesamtaufgabe zu lösen ist, wenn sich nicht eine andersartige Zuordnung der Mittel zu den einzelnen Gebieten ermöglichen lässt. Das Bild, das er zeichnete, war ernst: wichtigste neue Aufgaben, wie z. B. Schulkinderhilfe und Berufsausbildung, stehen vor unverantwortbaren Einschränkungen, wenn nicht Auflockerungen auf der Einnahme- und Vermögensseite (z. B. bei manchen Anstalten) gelingen. Koordinierung der Sammlungen, Steuerangleichung, Etatkontrolle — in diesem Rahmen bewegte sich das von Lubinski aufgestellte Programm. So endete die Tagung mit einem starken, alle Teilnehmer zutiefst überzeugenden Appell. Niemand bezweifelte, dass eine solche Umgestaltung des jüdischen Sozialwerks der sorgfältigen Durcharbeitung und des Ausgleichs echter Interessen bedarf. Es wurde aber sehr klar, dass mit der Inangriffnahme nicht gezögert werden darf. So neu und kühn auch die Gedanken erscheinen mögen. Die Verwirklichung hängt von der Einsicht der zuständigen jüdischen Stellen ab, und von ihrer Entschlossenheit, aller gewiss nicht geringen Schwierigkeiten Herr zu werden, um des grossen Gesamtzieles willen. Gertrud Israel. Jüdisches Frauenleben in der Kunst An Hand von Lichtbildern sprach Dr. Irmgard Schüler im Jüdischen Museumsverein, Berlin, über „Jüdisches Frauenleben". Man schied aus dieser Veranstaltung weniger mit der Erkenntnis. Neues gehört als vielmehr im Bewusstsein, vertraute Gedankengänge in überaus guter Zusammenstellung unter dem Motto „Frauenleben" wieder einmal vorgeführt bekommen zu haben. Es bleibt ja ebenso dankenswert, die vier Erzmütter des Judentums, Sara, Rebekka, Rahel und Lea in Darstellungen vorgeführt zu sehen, wie man immer gern Wiedersehen feiert mit den Dokumenten, in denen die Zeremonien, die das Leben der jüdischen Frau charakterisieren, vorbeipassieren. Hoffentlich gelingt es der geduldigen Forscherin, immer noch Neues auf diesem Gebiet ausfindig zu machen, damit auch über M. D. Oppenheim'und seine anerkannten Gemälde hinaus das Thema sich bis in die noch junge jüdische Kunst erweitert. 0. B. die „Tante Lotte" der Kinder aus aller Herren Länder, die Einrichtung des Hauses, die mit Geschmack Landschaftliches und Teile aus der schönen Berliner Wohnung verbindet, und vor allem an der Luft und der Aussicht in 1800 Meter Höhe und einige Dutzend Gletscher im Halbkreis. Und Sonne über Sonne und kulturvolles Zuhause und Bildung als Lebensstoff und Fürsorge für den Körper — was wollen Eltern mehr, die ihre Kinder zu gesunden, frohen Menschen erziehen lassen wollen? bearbeitet von P. Rosenblatt Schachaufgabe Nr. 111 von Michael Levy (Krefeld) Spendet Spielzeug! Das Jüdische Seminar für Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen, Berlin-Grunewald, Wangenheimstrasse 36, Telephon 97 12 29 (nur zwischen 19 und 21 Uhr) veranstaltet wieder eine Spielzeugsammlung im Rahmen der Jüdischen Winterhilfe. Es wird herzlich um Ueberlassung allen noch gut brauchbaren Spielzeugs und inhaltlich guter Kinderbücher gebeten. Die Sachen werden im Seminar instandgesetzt, um Kindern zu Chanukka eine Freude zu bereiten. Das Spielzeug ist, wenn irgend möglich, ins Seminar zu senden, wird aber auch gern abgeholt, wenn Zusendung unmöglich sein sollte. Sammlerinnen gesucht Leider fehlt es der Abteilung Pfundspende immer noch an Sammlerinnen, um von allen jüdischen Hausfrauen Berlins die Spenden abholen zu lassen. Der Erfolg der Arbeit der Jüdischen Winterhilfe hängt davon ab, dass die jüdischen Frauen und Mädchen sich in ausreichender Zahl für diesen Ehrendienst zur Verfügung stellen. Meldungen an die Jüdische Winterhilfe Berlin, Abteilung Pfundspende, Berlin- Grunewald, Jagowstrasse 30. Ausgabe der Pfundspende-Pakete beginnt Am 11. November beginnt in den Bezirks¬ und Zweigstellen der Jüdischen Winterhilfe Berlin die Ausgabe der Pfundspenden-Pakete an die Betreuten. Es wird gebeten, Taschen oder Netze mitzubringen. Ausgabezeiten im nächsten „Jüdischen Gemeindeblatt". m ,m m mj§k.MM^ # m m. WA ,, W//A män m m m■ ■ w± m m mm §n m w§ m Matt in drei Zügen Weiss: Ka8. Dh4. Sd4, Baö, H c4 Schwarz: Ka6, Te3, Lh3, Lh2, Sei, BeT. (7) JBochalpines Kinderheim Murren. In den Waggons der Oberlandbahnen hängen nebeneinander Panoramabilder aus der Perspektive der Schynigenplatte und Mürrens, im Hotelzimmer liegt die Einladung, einen Tag in Mürren zu verbringen. Die doppelte Verlockung zieht, eines Tages wird man am Bahnhof erwartet und schüttelt sich in Mürren die Hand Dr. Hans Rosenfeld, bis zum Herbst 1935 Anwa" in Berlin, hat in Mürren mit seiner Frau, die in Buch als Kinderschwester geschult ist, ein Höhenkinderheim errichtet. Und das sehen wir uns an. Sehen und freuen uns, über den Mann und seine Frau, Lösung der Aufgabe Nr. 110: 1. Dd4—a7. (Zugzwang), 2. Da7—c~, bzw. d7, bzw. e7 matt. Eine Miniatur-Planwechsel-Aufgabe. Die in der Anfangsstellung bereit liegenden drei Mattwendungen werden in der Lösung durch neue ausgewechselt. * Richtige Lösungen gingen ein von: Tierarzt Max Koschminski (Landsberg), Kantor D. Cohn (Koblenz), Michael Levy (Krefeld), Landg.- Rat i. R. Emil Bacharach (Amberg) Dr. med. J. Meyerhoff (Rotenfels), H. Lindner (Burgkunstadt), Rabbiner Dr. Apt (Alienstein), Jenny Levy (Düsseldorf), Rechtsanwalt Leo Rothschild (Konstanz), Simon Maennlcin, Dr. Kurt Guggenheimer (München), Gottfried Gumbel (Stuttgart). Manfred Lindaucr (Gross-Brecsen), Louis Wertheim (M.-Gladbach), Theodor Mottek (Osterode). N.-Löwin (Essen), Siegmund Austerlitz (Giessen), Alfred Dzialoszynski, Adolf Schück, Fritz Ollendorf (Breslau), Gerda und Justus Koppel (Konstadt), Ella Rüben (Bünde), Rechtsanwalt Dr. Ernst Boehm (Brieg). Karl Bechhofen Dr. Hans Hammel bacher (Nürnberg), Erich Sachs (Meissen), Gustav Lewi, Rechtsanwalt Dr. Ernst Meyer, Justizrat Kurt Jacusiel, Sanitätsrat Dr. Ritterband, Georog Bick, Rudolf Karger, Wirtschaftsprüfer Dr. Herbert E. Hirschberg, Joachim Schlesinger, Dr. med. Gerhard Böhm, Julius Gottfeld, Dr. med. Herbert Picard (Berlin). Von Nr. 108 und 109: Frau Tilde Adler (Landsberg). Adolf Nussbaum, Rheydt (12 J. alt), ferner von Nr. 108 Michael Lew (Krefeld). * K. B. (Nürnberg). Besten Dank für eingesandte Partie, die aber ohne Angabe der Spieler schlecht verwendbar ist.