Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 44 (4.11.1937)
- Date
- 1937-11-04
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Seife 2 C-V.-Zelfung Nr. 44 * 4. November 1937 Unser Anteil an der jüdischen Arbeit Ein Vortrag von Dr. Kurt Alexander-Krefeld dass nichts .geschehen solle, was in irgendeiner Weise die Interessen der nicht]indischen Gemeinschaften in Palästina beeinträchtigen könnte." Und an anderer Stelle äussert er sich über die Zusammenhänge zwischen jüdischem Nationalismus und politischem Status in der Diaspora (1928): „Wenn Nationalismus die politische Verwandtschaft Palästinas mit den Juden ausserhalb bedeutet, wenn Palästina bedeuten sollte, dass die Juden ausserhalb Palästinas ihres Status, für den sie gekämpft haben.- beraubt werden sollten, dann bin ich kein Nationalist. Wir wollen uns weder direkt noch indirekt in politi- Juwelier Liiiiwlg Siefiisisefz % Nürnberger Str. 56 {neben Woolworrh) schem Sinne in das Leben der Juden ausserhalb Palästinas einmischen." Ein Jahr zuvor hat er einen Begriff analysiert, der gerade in den Reihen der Nichtzionisten Deutschlands Interesse erwecken wird, den der Staatsbürgerschaft. Er sagte dazu damals: „Es gibt keine Frage der Staatsbürgerschaft' oder, wie man es gewöhnlich in einem ziemlich trivialen Sinne nennt, der .guten Staatsbürgerschaft'. Nach meiner Auffassung bedeutet Staatsbürger* einen guten Staatsbürger." Und wenn über die Frage der Auslese der Einwanderer hier und da Kontroversen entstehen, so sei erinnert, was Weizmann in der Gründungssitzung der erweiterten Jewish Agency sagte: „Wir wollten niemals Palästina für die Zionisten, wir wollten Palästina für die Juden. Das lebendig werdende palästinensische Judentum ist keine Parteisache." In diesen Aeusserungen ist der reale Sinn erkennbar, der Weizmann auszeichnet, und der — Mann und Stil sind ja eins — in den zahlreichen berühmten, fast aphoristischen Bemerkungen allgemeinpolitischer Art deutlich wird, die durch die Jahre und Seiten verstreut aufzufinden sind. In merkwürdiger und fruchtbarer Mischung hat dieser Jude aus dem östlichen Ghetto die Grundsätze englischer Staatsmannskunst in sich aufgenommen und entwickelt. Wir zitierten schon, dass er von englischen Staatsmännern als von seinen politischen Lehrern spricht. Er nennt einmal die Engländer „diese gemässigten Leute, die zu warten wissen — und vielleicht ist gerade dies das Geheimnis ihres Erfolges", und er warnt von diesem Standpunkt aus seine Anhänger vor Kurzsichtigkeit: „Drängen Sie nicht auf Minutenerfolge, die ein Bumerang sind, der sich nachher gegen Ihre eigene Arbeit wendet." Bei einer Bankettrede in Czernowitz zähmt er die Ungeduld der jüdischen-Massen des Ostens, die rascher den Weg in die Freiheit nehmen möchten. Er weist sie auf das Schicksal gewisser arabischer Bestrebungen nach 1920 hin, die zuviel verlangt hätten, „und — ihr König ist heute ein Exilierter auf Cypern. Und da ist einem litauischen Chederjüngel eingefallen, wenn man allzuviel erfasst, dann erfasst man nichts, und danach habe ich gehandelt." Und ein andermal: „Als verantwortlicher Politiker muss ich wissen, wohin ein Kampf in letzter Linie führen .wird." Diese Nüchternheit in der Beurteilung 'der politischen Möglichkeiten und zugleich eine auch ausgesprochene Scheu vor der Entwicklung ideologischer Endziele charakterisieren den Mann. „Wir sind ein Volk mit einem langen Gedächtnis", sagt er vor der Peel-Kommission, „wir vergessen niemals." Bei einem solchen Gedächtnis glaubt er mit Recht, dass man nicht ununterbrochen an die Tatsachen zu erinnern braucht. In einem anderen Sinne als jetzt bewegte die Diskussion um den Judenstaat früher die zionistischen Kreise, und im Zusammenhang damit wird auch von Weizmann das Araberproblem wiederholt berührt. Wenn er sich über diese Fragen äussert, geschieht es in Freimut, in Grosszügigkeit und mit Verständigungswillen. Seine Formulierungen sind, wie oft, wenn er gegen Radikalismus und Utopismus ankämpft, sarkastisch. 1921 sagte er in Jerusalem: „Es ist leicht zu fordern, aber schwer, eine zustimmende Antwort zu erhalten."; 1922 in Karlsbad: „Ich könnte leicht die glänzendste Konstitution für einen Judenstaat niederschreiben, der nicht existiert"; 1930 in Berlin: „Manche Herren Der Jüdische Central - Verein Frankfurt am Main veranstaltete am Montag, den 25. Oktober, einen Vortragsabend, bei welchem Rechtsanwalt Dr. Kurt Alexander, Krefeld, Stellvertretender Vorsitzender des Jüdischen Centrai-Vereins, über das Thema „Unser Anteil an der jüdischen Arbeit in Deutschland" sprach. Neben Vertretern der jüdischen Organisationen waren Mitglieder des Gemeindevorstands und der Gemeindevertretung erschienen. Alexander gab einen Ueberblick über die organisatorische Planung des jüdischen Lebens in Deutschland. Er zeichnete die früheren Versuche auf, zu einer Gesamtorganisation der Juden in Deutschland zu gelangen, und skizzierte den Anteil des C.-V. an der Gründung der Reichsvertretung der Juden in Deutschland. Mit Nachdruck verlangte er die Anerkennung der Autorität der Reichsvertretung bei allen jüdischen Kreisen und gab einen Ueberblick über die vielfältigen Arbeitsgebiete dieser Organisation. Als weiteren Träger des jüdischen Lebens in Deutschland bezeichnete Dr. Alexander die Jüdische Gemeinde. Ihre Aufgabe und ihr Inhalt, die Erziehung und Betreuung der Einzelmenschen, stehen neben den Aufgaben der repräsentativen Dachorganisation. Schliesslich behandelte Dr. Alexander die Aufgaben der jüdischen Organisationen und gab hierbei eine nähere Darstellung der geistigen Grundlagen und der praktischen Arbeiten des C.-V. An Beispielen zeigte er die aktive Anteilnahme des C.-V. an allen akuten Fragen des jüdischen Lebens in Deutschland, und an den Auswanderungsproblemen verstand er nachzuweisen, dass der Jüdische Centrai-Verein einen entscheidenden und unersetzbaren Platz im jüdischen Leben in Deutschland einnehme. Der C.-V. mische sich nicht in die Arbeiten und Aufgaben anderer jüdischer Organisationen und verlange seinerseits Achtung des ihm zugewiesenen Arbeitsgebietes. Gerade weil der C.-V. sich in seiner geistigen Grundhaltung und in seiner praktischen Arbeit innerlich fest fühle, müsse er auch von seinen Mitgliedern verlangen, dass sie die Selbständigkeit und Eigenständigkeit unserer Organisation unterstützen helfen. Weil der C.-V. die innere Festigkeit hat, ist er auch jederzeit bereit, die Autorität der Reichsvertretung als der jüdischen Zentralinstanz anzuerkennen. Nur eine Aufgabe schwebt dem C.-V. vor Augen: jüdischen Menschen zu hellen und an Stelle von lebensmüden, zerbrochenen, lebensbewusste und lebensbejahende Menschen zu erziehen. * Der Landesverband Gross-Berlin des Jüdischen Centrai-Vereins gab in einer Delegierten- Versammlung seinen ehrenamtlichen Mitarbeitern die Möglichkeit, den Vorsitzenden des C.-V., Dr. Herzield, über seine Eindrücke auf einer Palästina-Reise sprechen zu hören. Dr. Herzfeld hat diese Reise von Ende August bis Ende September gemacht, also in einer Zeit, in der die öffentliche Meinung Palästinas und die Gedanken jedes einzelnen von dem Inhalt des soeben veröffentlichten Peel-Berichts beherrscht waren. Obwohl keine Unruhen stattfanden, beeinfiusste die politische Lage die Reise insofern, als manches interessante Gebiet dadurch nicht besichtigt werden konnte. Aber die Fülle der Dinge, die Dr. Herzfeld trotzdem sehen, die vielen Gespräche, die er führen konnte, boten dem Hörer das aktuellste Bild Palästinas, wie es sich heute zwischen Plan und Teilung darstellt. Dr. Herzfeld betrachtete meinen, wenn man eine geschickte Formel findet, dann existieren die Araber nicht in Wirklichkeit" —Worte, die man in jüdischen Kreisen, zionistischen wie nichtzionistischen, in der Richtung des Zweckes, für den sie gesprochen wurden, ebenso wie in ihrer gemeinpolitischen Weisheit würdigen sollte. — Es wäre gut gewesen, wenn auch die englische Regierung an Weizmanns Erklärung geglaubt hätte, der nach den Unruhen 1929 in der Albert Hall zur englischen Oeffentlichkeit sprach und dabei sagte: „In jedem Lande, ganz besonders aber im Orient, gibt es für eine wahre Staatskunst auf Gewalttaten und Anarchie nur eine Antwort: klar und offen für die Wahrung der Autorität einzutreten und in WTort und Tat deutlich zu erkennen zu geben, dass Gewalttaten bestraft werden und die Politik nicht beeinflussen können." 1936 hatte man diese Maxime vergessen. Viel Kummer und Not wäre dem Lande, Juden und Arabern, erspart geblieben, wenn man sie befolgt hätte. Erst in den letzten Wochen scheint man sich, wie die Ereignisse zeigen, in den Kreisen der das Land, seine Wirtschaft, die Siedlungen, die Städte, die Fabriken, das Erziehungswesen vom Standpunkt des Wirtschaftlers, der nicht nur die Ergebnisse, sondern auch die materiellen Hintergründe zu prüfen versteht. So erschloss sich den Hörern, die Palästina meist nur vom Politischen und Kulturellen her zu beurteilen gewohnt waren, Palästinas Wirtschaft in seltener und vielleicht erschreckender Klarheit. Dem lehrreichen Vortrag Dr. Herzfelds, der durch manche Anekdote lebendig gestaltet wurde, folgte ein Vortrag von Dr. Werner Rosenberg, Vorstandsmitglied des Hilfsvereins der Juden in Deutschland, über die Möglichkeiten der Einwanderung in die verschiedenen überseeischen Länder. In etwa 80 Minuten machte Dr. Rosenberg mit seinen Hörern eine Reise um die Welt, die in manchen Teilen aufnahmefreudig für die Einwanderer aus Deutschland, in vielen aber leider für sie verschlossen ist. Auch diesem Vortrag folgten die Hörer mit dankbarer Aufnahmebereitschaft. M. E. Kundgebung der Jewish Agency in Essen Die Veranstaltung, mit der das Ortskomitee Essen der „Jewish Agency for Palestine" seine Winterarbeit eröffnete, kann als sehr erfolgreich bezeichnet werden. Ueber das Thema „Palästina heute — ein Reisebericht" sprach Dr. Herzte 1 d (Essen). Sein Vortrag unterschied sich wesentlich von den so oft gehörten Reiseschild erungen. Er verstand e9 in vorzüglicher Weise, in die Darstellung seiner persönlichen Erlebniese im Land den Ertrag mannigfacher Studien über die verschiedenen Gebiete der palästinensischen Wirtschaft, der kulturellen und sozialen Verhältnisse einzubeziehen. Trotz mancher kritischer Bemerkungen, die der Redner in seine Ausführungen einfliessen Hess, sprach aus seiner sachlichen Behandlung des Themas eine grosse Achtung vor dem dort Geleisteten, die warme Anerkennung des ungebrochenen Pionierwillens der eingewanderten Jugend und die Hoffnung, dass trotz der gegenwärtigen Störungsversuche das - Palästina-Auf bauwerk zum Besten der Gesamtjudenheit gelingen möge. Dr. Hans Pom e ranz (Frankfurt a. M.) beleuchtete in seinem Referat: „Erez Israel — Werdender Staat" die politischen Probleme, die sich für den Jischuw im Anschluss an den Peel-Bericht ergeben. Der Abend hat, wie Rabbiner Dr. Hahn als Versammlungsleiter aueführte, den Beweis erbracht, dass die Zusammenarbeit zwischen Zionisten und Nichtzionisten innerhalb der Jewish Agency immer positivere Formen annimmt. So verschiedenartig die Gesichtspunkte auch gewesen sein mögen, von denen beide Redner ausgingen, beide Referate waren von einem grossen Verantwortungsbewußtsein gegenüber der gestellten Aufgabe und von einer echten Hingabe an das zu leistende Werk erfüllt. Die etwa 500 Zuhörer, die den Saal bis zum letzten Platz füllten, folgten den Ausführungen der Redner mit gespanntester Aufmerksamkeit. Der Prozess um die „Weisen von Zion" Das Berner Obergericht hat in dem Berufungsprozess um die „Protokolle der Weisen von Zion" am Montag nachmittag das Urteil verkündet. Die von der ersten Instanz über die Angeklagten Silvio Schnell und Theodor Fischer verhängte Geldstrafe wurde vom Berufungsgericht aufgehoben. Ein Anspruch auf Entschädigung oder Erstattung der Kosten durch die Kläger — den Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund und die Israelitische Kultusgemeinde Bern — wurde ihnen jedoch nicht zuerkannt, mit der Begründung, dass ihre Schuld, die „Protokolle" vertrieben zu haben, festgestellt englischen Regierung auf diese politische Notwendigkeit zu besinnen. Sicherlich ist dabei weniger der Ausspruch Weizmanns ursächlich, als die eigene englische Erfahrung, die der in englischer Luft lebende Jude in sieh geformt hatte. IV. Uns mit solchen Gedanken zu beschäftigen, schien eine uns angemessene Geburtstagsfeier, weil sie vorwärts weist. Je klarer man in nichtzionistischen Kreisen weiss, weiches die praktisch-politischen Vorstellungen des Zionismus sind, um so reibungsloser wird sich auf den praktischen Gebieten die Zusammenarbeit vollziehen können, und umgekehrt. Die Beziehungen werden dann von der wechselseitigen Achtung vor den gegenseitigen Anschauungen und von einem tiefen Respekt vor den verschiedenartigen Lebensnotwendigkeiten getragen sein. Was beide Teile eint, hat 1933 Weizmann in dem kurzen Satz zusammengefasst: „Wir Juden haben uns darauf versteift, am Leben zu bleiben/' sei. Diese Schrift sei als Fälschung und Schundliteratur anzusehen. Eine Verletzung des Artikels 14 des Kantonalgesetzes liege jedoch nicht vor, weil dieses Gesetz nur dazu bestimmt sei, die Jugend vor den schädlichen Einflüssen pornographischer Literatur zu schützen, dagegen auf Schriften, die politisch verhetzenden Charakter haben, nicht angewandt werden könne. Die Kosten des Verfahrens wurden zum Teil dem Angeklagten Fischer auferlegt, den grössten Teil trägt der Staat. In der Urteilsbegründung wird erklärt, dass nicht die Gerichte, sondern andere staatliche Stellen berufen seien, den Staat vor politischer Verhetzung solcher Art zu schützen. In der Verhandlung wurde die Aktivlegitimation des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes und der Jüdischen Gemeinde zu Bern ais Privatkläger durch Gerichtsbeschluss ausdrücklich bejaht Ausknds-Nachrichten Frankreich Der Präsident "der französischen Republik, Albert L e b r u n , besichtigte am 26. Oktober den Palästina-Pavillon auf der französischen Weltausstellung. Der Kabinettschef des Innenministeriums empfing eine Abordnung des Verbandes der jüdischen Gesellschaften in Frankreich unter der Führung von Marc Jarblun. Die Besprechung galt der Lage der nach Frankreich eingewanderten jüdischen Handwerker. Unter dem Vorsitz des französischen Konsuls in Jaffa, Perieux, fand im Hotel San Remo in Tel-Aviv die Gründungsversammlung der „Union Francaise" statt, die die in Palästina lebenden französischen Staatsbürger erfassen will. Die Zahl der ständig in Palästina lebenden Franzosen beträgt etwa 5500. Die Vereinigung will die kulturellen Beziehungen zwischen Pa- Briefmarken - Fritz Lewin BerEin W 35, Lützowstrasse 91 A. lastina und Frankreich stärken und die Mitglieder über die kulturelle Entwicklung in Frankreich auf dem laufenden halten. Iran Nach einer aus Hamagan eingetroffenen Meldung hat der Schah die "dortige Alliance-Schule besucht.. Die Unterrichts- und Erziehungsergebnisse machten auf den Herrscher den besten Eindruck. Die Schule steht unter der Leitung von Direktor Albert Cuenca, der selbst einst die Schule der Alliance Israelite in Saloniki besucht hat. Ihm und seiner Gattin wurden vom Schah hohe Auszeichnungen verliehen. Rumänien .. Der rumänische Industriellen-Verband" hat am 1. November ein Büro zur Vermittlung von Stellen an Angestellte rumänischer Volkszugehörigkeit eröffnet, das dahin wirken will, dass alle durch Rücktritt, Pensionierung, Tod usw. frei werdenden Stellen mit Angestellten rumänischer Volkszugehörigkeit besetzt werden. Diese Massnahme des Industriellenverbandes wird es Juden sehr erschweren, als Angestellte in den Betrieben unterzukommen. Auf dem Kongress für Seuchenverhütung hielt der Minister für Volksgesundheit, Ion Konstantinescu, eine Rede, in der er die Opferbereitschaft der jüdischen Aerzte lobend hervorhob. Rumänische Aerzte verlangten, so sagte er, die Beseitigung der jüdischen Aerzte, aber diejenigen, die diese Forderung erheben, seien nicht bereit, auf dem Lande, wo grosser Mangel an Aerzten herrsche, Dienst zu tun, während jüdische Aerzte bereit seien, die entlegensten und der Seuchengefahr am stärksten ausgesetzten Gegenden aufzusuchen. Es ist nicht meine Schuld, erklärte der Minister, wenn ich jüdische Aerzte anstelle, die bereit sind, Hilfe zu leisten. Anlässlich des 16. Geburtstages des Thronfolgers Michael und seiner Ernennung zum Leutnant der rumänischen Armee wurden in allen Synagogen Rumäniens Festgottesdienste abgehalten. Die Union rumänischer Juden hat an den Thronfolger ein Glückwunschtelegramm gerichtet. In Bukarest wurde eine ausserhalb der jüdischen Gemeinde stehende orthodoxe Sondergemeinde unter Leitung des ehemaligen Senators Eli Fink eist ein gegründet. Der Gründungsfeier wohnte ein Vertreter des Kultusministeriums bei. _ Jüdische Gemeinde Schanghai in Not Die jüdische Bevölkerung von Schanghai ist durch die kriegerischen Ereignisse in schwere Not geraten. Die Leiter der Jüdischen Gemeinde haben einen Hilferuf an die Judenheit der Welt erlassen. Die Mittel der Gemeinde sind, wie es in dem Aufruf heisst, erschöpft. Es besteht die Gefahr, dass unter den Juden eine Hungersnot ausbricht. FortMIdungskursus für jüdische Rechtsanwälte der Landesverbände Rheiniand/Linksrliein (Köln) und Rheinland-Westfalen (Essen). Der zweite Teil des Kursus über das Recht der Auswanderung findet am Mittwoch, 24. d. Mts. (nicht am 10. er.) in Düsseldorf statt. Nähere Anfragen an die Landesverbände erbeten. Chefredakteur Dr. Alfred Hirschberg, stellvertretender Chefredakteur: Dr. Margarete Edel* heim. Verantwortlich für den Sport: Dr. Ernst G. Löwenthal; verantwortlich für die Aufnahme von Bildern: Dr. Margarete Edelheim: sämtlich in Berlin. Für Rücksendung unverlangter Einsendungen ist Freiumschlag beizufügen Leiter der Anzeigen-Abteilung und verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Friedrich Nathan. Berlin. DA. III v.i- 37179. PI. 5. Verlag: Jüdischer Centrai-Verein e V. Berlin W 15, Emser Str. 42. Druck der Buch- und Tiefdruck Gesellschaft mbH. Berlin SW 19. MKiiBmfaet*— WVi&SChe iTamenVäs^hefabrflf RoT/l<faubeV7 München M^ifE€Mi$&M*** l^iksd&G