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Central-Verein-Zeitung · 1937-10-28 · 43 (28.10.1937) · page 9

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Rr.43 * 2. Beiblatt CMftlfef 28.Oktober 1937 * Seite? Shakespeares «Komödie der Irrungen" im Theater der Jüdischen Schulen in Berlin Das Theater der Jüdischen Schulen, das aus der ehemaligen Jugendbühne hervorgegangen ist, hat sich soeben im Berliner Brüdervereinssaal mit einer Aufführung von Shakespeares „Komödie der Irrungen" vorgestellt. Man zeigte dem jungen Geschlecht also den jungen Shake- . speare, der hier in einem possenhaften Lustspiel auf tragisch umschattetem Hintergrund einen seiner frühesten dramatischen Versuche unternahm, bevor er mit seiner unerschöpflichen Phantasie dann, alle Regionen der ernsten und der heiteren Menschenwelt durchstreift hat. Und man gab gleichzeitig ein Beispiel, wie der dichterische Genius, noch im Aufstieg begriffen, sich hier eines uralten Stoffes bemächtigt hat, um ihn über den eng umgrenzten Bereich einer spass- "haften Verwechsluogsposse hinaus, wie sie der alte römische Dichter Plautus" in seinen ,.Me~ nik'hmen" geschaffen hat, in eine weitere, reinere und gemütvollere Sphäre zu erheben. Gewiss: die Fabel von den beiden Zwillingsbrüdern, die, einander unbekannt, sich im fremden Lande wiederfinden, ist in ihrer Voraussetzung und Entwicklung ganz auf eine Komik der Situationen gestellt, deren Unwahrscheinlichkeit nirgend einen Grad der Wirklichkeit erreicht, und sie steigert sich noch dadurch, dass die Diener der Zwillingsbrüder ebenfalls Zwillinge sind. Aber, aus diesem völlig unglaubhaften, verblüffenden Qui pro Quo ergeben sich doch auch tiefere Wirkungen rein menschlicher Art, und der alte Vater, der die verschollenen Zwillingssöhne fern von der Heimat sucht und dabei sein Leben aufs Spiel setzt, die ehrwürdige Mutter, die als Aebtissin eines Klosters schliesslich alles zum Guten wendet — das sind Gestalten, die, auch wenn sie nur episodisch und ohne das» sie im einzelnen zergliedert werden, die Hauptfiguren umrahmen, von innen her leuchten und über das erheiternde Possenspiel etwas wie Herzenswärme breiten. Die Aufführung, von Ernst Rosenbaum umsichtig geleitet, hielt sich freilich in erster Linie an die burlesken Elemente des Stückes, die sie vor allem in den beiden Dienerfiguren der Drcraios geschickt herausarbeitete. Für die primitive äussere Umrahmung, wie sie schon durch die Raumverhältnisse der kleinen Bühne bedingt war, konnte sich der Regisseur immerhin auf. den Dichter selbst berufen, der, wie man weiss, die Dekoration im Sinne der modernen Bühne nicht kannte: so Hess er denn das ganze Stück ohne jegliche Veränderung des Schauplatzes auf einem einfachen Podest spielen, mit einem bescheidenen, schmucklosen Prospekt als Hintergrund. Wenn Shakespeare freilich seine Stücke — wie einer der massgeblichsten Kenner des englischen Dramatikers bemerkt hat — als etwas Bewegliches und Lebendiges ansah, das von den Brettern herab an den Augen und Ohren rasch vorüberfliessen müsse, so hätte man der Darstellung im ganzen noch mehr Schwung und eine lebhaftere, klarer herausgestellte Differenzierung der einzelnen Charakterzüge gewünscht. Von den Zwillingsbrüdern Antipholus hielt sich Max K q n i n s k i mehr als es nötig war zurück, er ist der weitaus heftigere der beiden, und die etwas kühle Noblesse seines Spiels hätte besonders in der Szene, in der er für wahnsinnig gehalten und gefesselt wird, sich viel elementarer lösen müssen. Etwas blass. geraten war auch der andere Antipholus von Berthold Segall, wenngleich er in der dichterisch reizvollsten Szene des Stückes, der Liebeserklärung an Luciana, einen überraschenden Ton zarten, lyrischen Empfindens fand. Auch Steffi Rosenbaum als Adriana, die Gattin des ephesischen Antipholus, dämpfte das keifende Spiel der Eifersucht auf die Entrüstung einer vornehmen Dame herab, während die sanfiere Schwester Luciana von Franziska Okmianski in den Grenzen einer reservierten Keuschheit gehalten wurde. Von dem Diener-Zwillingspaar war Werner Hinzelmann der amüsantere., witzigere; er verfügte mit einer Art souveräner Laune über den munteren Scherz, der ihm nachgerühmt wird. Werner Bukofzer, der tölpelhafte Dümmling des Stückes, hätte allerdings als der andere Dromio von der Farbe, die er sich äusserlich angeschminkt hatte, seinem Spiel noch etwas abgeben können. Würdig repräsentierte Simon Sainsky den Herzog; schlicht und ohne Verdüsterung der tragischen Züge wurde Aegeon, der unglückliche Vater der beiden Antipholusse, von Berthold Guttent a g dargestellt, der dann einer zweiten Rolle, dem Arzt und Teufelsbeschwörer Doktor Zwick (dem traditionellen Dottore aus der „Commedia del' arte"), die scharfen Umrisslinien einer Chargenfigur gab. Angemessen auf ihrem Platz standen noch^Frieda Flatau als Aegeons schicksalsvolle Gattin Amelia, Ernst Rosenba um als Antonio, Emil Gothmann als Goldschmied Angelo und Rosa Cohn als Miranda. Die zahlreichen jugendlichen Zuschauer una Zuschauerinnen reagierten uaturgemäss besonders siark auf die belustigenden Dienerszenen; aber auch sonst gab es unermüdlichen Beifall. Dr. Hugo Lachmanski- Künstlerische Veranstaltungen Foto Herbert Sonnenfeld Von links nach Techts: Simon Sainsky, Steffi Rosenbatim, Franziska. Okmianski Echten Ensemblestil, strengste gegenseitige Abstimmung im Klanglichen, zeigte das Mayer -Mahf-Trio (Mayer-Mahr, Wladislav Waghalter. Leo Rostal) in einem Konzert in Berlin in Mendelssohns d-moll- und Dvoraks- Dumky-Trio. Des Pianisten abgeklärte Art bestimmt die Gesamtauffassung mit teilweise sehr zurückhaltenden Zeitmassen. Die melodische Hauptlinie erscheint im Klavier scharf gezeichnet, andere Partien taucht meisterliche Anscblasskiunst in zarteste Farben. Durch besondere Beseeltheit und Wärme fesselt der Ton des hochbegabten Cellisten. Zwischendurch sang Hermann Schey: wir glauben seine Stimme nie schöner gehört zu haben als an diesem Abend. Kraft und Fülle verbinden sich, namentlich in der Höhe, mit einer bezaubernden Weichheit des Timbres. Von solchem Organ, das ausdrucksmässis mit grösster Noblesse eingesetzt wird, in das Reich Schumanns und Wolfs geführt zu werden — nicht zu vergessen auch der gehaltvollen Liederl Othmar Schoecks —, das bedeutete eine künstlerische Feierstunde seltenen Ranges, zu der auch die duftig gehaltenen Begleitungen von Erna Klein das ihre beitrugen. H.Fr. Unter den innerhalb unseres Kreises wirkenden Komponisten ist Karl Wiener eine der bemerkenswertesten Erscheinungen. Gegenüber den bisher verstreut aufgeführten Beispielen seines Schaffens vermittelte ein Abend bei Weil einmal einen grösseren Ueberblick über eine Entwicklung, die in wenigen Jahren von spätromantischen" Ursprüngen bis in die vorgeschobensten Gebiete der Moderne führt. Etwa in der Mitte dieses Weges, der von einer stilistisch noch tastenden Cellosonate bis zu den extremen Stücken für Flöte, Englisch Horn und Klarinette hin verdeutlicht wurde, stehen einige Lieder, in denen das lautere Ethos, die Einsamkeit und Empfindungsstärke eines kompromisslosen Künstlertums am unmittelbarsten zu uns spricht. Ueber die verschiedenen Wandlungen hinweg verbleibt der Harmonik ein archaischsakraler Einschlag von eigentümlich bannender Kraft. Je unabhängiger die Linien geführt werden, um so mehr "verdichten sich die formalen Strukturen. Paula S a 1 o m o n - L i n d - b e r g, Gustav S a b e 1 (am Klavier), der Cellist G. Zeel and er sowie Max Bremer (Englisch Horn), Manfred Lechner (Klarinette) und Alfred Lichtenstein (Flöte) setzten sich mit Hingabe für die anspruchsvollen Werke ein. . H. Fr. Im Hamburger Kulturbund gab Hermann Schey einen Liederabend. Wieder bewunderte man den herrlichen, edlen Klang seiner Stimme und die bezwingende Kraft seiner Gestaltung. Menschliche Wärme und Echtheit des Gefühls offenbaren sich in jedem Liedvortrag. Am Flügel begleitete vorzüglich Erna Klein, die an dem Beifall der begeisterten Hörer teilnehmen konnte. A. Den Auftakt des Theaterwinters im Jüdischen Kulturbund Breslau bildeten zwei Gastspiele des Hamburger Kulturbundes mit Bus-Feketes „Jean" unterTder ausgezeichneten Regie von Dr. Hans Buxbaum. "An beiden Abenden folgte das atisverkaufte Haus dem Spiel mit freudiger Anteilnahme und spendete stürmischen Beifall, der sowohl der Spielleitung wie der abgerundeten Aufführung durch Ruth Mannheimer, Erna Cohn,' Elisabeth Springer, Julius Kobler, Hans Heinz Fried eberg. Kurt Schindler. Max Wächter und dem Bühnenbildner (Egon Markus) galt. Am ersten Abend warb der Vorsitzende des Breslauer Kulturbundes, Oberlandesgerichtsrat i. R. Günthe* Frankel, am zweiten Abend, der als Werbeveranstaltung allen Mitgliedern der Synagogengemeinde zugänglich war, Gemeinderabbiner Dr. Hermann Vogel stein mit warmen Worten für den Kulturbund. Schw. Die „Jüdischen Tonkünstler Frankfurts" eröffneten mit dem 37. Mittwochs-Konzert ihre vierte Saison. Hans Assen heim versprach — im Namen der Veranstalter — auch weiterhin Darbietungen von Niveau. „Musik um 1835" wurde am ersten Abend dieses Winters geboten: merkwürdigerweise fehlte dabei der Name Mendelssohn. Alice Rosenbaum spielte mit Bravour Stücke von Liszt und Chopin, und Gerda Oppenheim erfreute durch ihren grossen, zumal in dramatischen Aufgaben ausdrucksfähigen Sopran. Sie hatte an Lern Morgenstern-Lorsch eine feinsinnige, sichere Begleiterin. — Eine kleine Auswahl aus dem „Lied der Völker" vermittelte das zweite Konzert der „Tonkünstler". Mit klangvollen, besonders in der Mittellage ansprechenden, Mezzosopran sang Annelise Bender, von Toni Oberdorfer geschmackvoll begleitet, französische, spanische, italienische und russische Volkslieder. Rudolf Ganz ergänzte das Programm mit Rezitationen; mit Empfindung, Humor und in leichter Charakterisierung sprach er „Volkslieder" aus sechs verschiedenen Kultursphären. — tt . Otto Bernstein erfreute seine Zuhörer in Plauen i. V. wieder durch gut ausgewählte Rezitationen, die er meisterhaft vortrug. — Auch im Leipziger Kulturbund sprach Otto Bernstein, und verstand es, die einzelnen Charaktere der vorgetragenen Szenen ausserordentlich lebendig zu gestalten. Im Jüdischen Kulturbund Baden-Baden war ein Abend mit Hermann Schey und .der; " Pianistin Suse Loeb ein glückverheisseader Auftakt der Winterveranstaltungen. Seit Jahren zum ersten Male bekam man im Kasseler Kulturbund gutes Theater zu sehen. „Jean" von Bus-Fekete, vom Hamburger Ensemble flott gespielt, unterhielt die Zuhörer ausgezeichnet. Der Saal war überfüllt,, der Beifall besonders gross. F. Die Habima in Paris Sonderbericht für die C.-V.-Zeitung PARIS, 24. Oktober. Zwei Wochen lang steht das künstlerisch interessierte Paris im Banne der Aufführungen der Habima, des hebräischen Theaters von Tel- Aviv, das vor zwanzig Jahren in Russland von Naum Zemach gegründet worden ist, und das seitdem als Verkörperung eines einzigartigen Expressionismus seinen von> allen Kennern gepriesenen Siegeslauf durch die Hauptländer der Welt angetreten hat. Von den vierundzwanzig Stücken, die das immer wiederholte Repertoire dieser Truppe bilden, und von denen einige, zum Teil in derselben Besetzung, seit zwanzig Jahren . dargestellt werden, führt man den Parisern vier vor. In der ersten Woche waren es der „Dybbuk" von An-Ski, jenes magische Stück aus der Glaubens- und Wunderwelt der Chassidim, und ■•Der ewige Jude" von David Pinski, der der tausendjährigen, zum Symbol gewordenen Sage eine spezifisch jüdische Fassung gegeben hat. In der zweiten Woche werden der „Traum des Golem" und' ein Stück der deutschen Literatur, Karl Gutzkows „Uriel Acosta" folgen. Schon jetzt kann man sagen, dass in der grosssrügen Folge ausländischer Theateraufführungen, die in den Rahmen der internationalen künstlerischen Darbietungen während der Pariser SVeltäusstellung gespannt sind, das hebräische Theater einen Sonderrang einnimmt. Man möchte dem abgegriffenen Wort „vollendet" seinen ursprünglichen Sinn und Glanz wiedergeben, um es auf diese Leistung anzuwenden, die als etwas Rundes, Fleckenloses, Einheitliches und. Vollständiges immer wieder überrascht. Diese Aufführung in einer Sprache, die fast allen Zuhörern vom ersten bis zum letzten Wort unverständlich ist, fesselt durch den Zusammenklang von Regiekunst und darstellerischer Kraft vom Anfang bis zum Ende, und man merkt oft an dem Schweigen, dem angehaltenen Atem des Publikums, dann an der Bewegung, die durch die Salle Pleyel, einen der grössten Konzerträume der französischen Hauptstadt, wieder und wieder geht, wie die Zuschauer den Vorgängen auf der Bühne folgen. Man denkt nicht daran (das kommt auch in den Urteilen der Pariser Presse zum Ausdruck), eine oder die andere „Hauptrolle", einen oder den anderen „grossen Schauspieler" auszuzeichnen. Ist doch jede, auch die dem Umfang nach kleinste Rolle, mit einem Darsteller besetzt, der aus der Rolle einen Menschen macht, einen Menschen, den man nicht vergisst, und der uns als leibhaftiges Wesen im Gedächtnis bleibt. Das gilt ebenso sehr von der grossen Leistung Friedlands, des jungen Studenten im „Dybbuk", der tot zusammenbricht, weil die ihm von seinem Blut und von der Kabbala verheissene Lea versagt bleibt, und von der berühmten Rovina, die diese Lea verkörpert, aus deren Körper ausser dem Mädchen auch die in sie geflüchtete ruhe- > lose Seele des Kabbalisten spricht — wie für jeden einzelnen der grotesken, aus den Gemälden Goyas entsprungenen Bettler, deren Tanz am Beginn des zweiten Dybbuk-Aktes zum phantastischen Reigen einer jenseitigen Welt gestaltet ist. - Gewiss wird auch diesmal der „Dybbuk", der die Reihe der Darbietungen eröffnet hat, wieder der Höhepunkt bleiben. Wie hier in shakespearescher Art das Komische mit dem Tragischen, die Freude mit der Verzweiflung verkoppelt ist, mitten in das spiritualistische Bedürfnis und Erlebnis sich das Verlangen nach einem Becher Wein drängt, wie jeder einzelne sich in das Gruppen- und Gemeinschaftsleben selbstverständlich einfügt, selbst der noch, der sich dagegen auflehnt, wie mit einfachsten Mitteln die Atmosphäre des Tempels oder des Zimmers des" Wunderrabbi geschaffen ist, wird als Ergebnis einer rastlosen und immer fortgesetzten Arbeit, einer jedem Effekt absagenden, sachlichen und noch im Phantastischen zurückhaltenden Kunst eindrucksvoll bleiben. Lea sagt dem Studenten der Kabbala: „Guten Abend, Hanau, du bist zurück", und Hanan antwortet in tiefer Bewegung: „Ja." Das ist die ganze Begegnung der Liebenden, dazu das stumme Spiel des Mädchens und die Gebärde Hanans, wie er nach ihrem Fortgang den Pfosten berührt, an den die Geliebte sich gelehnt hatte — eine Liebesszene, die an das Wort Heines erinnert: „Das ausgesprochene Wort ist ohne Scham, das Schweigen ist der Liebe keusche Blüte." Pinskis „Ewiger Jude" führt den Propheten (wieder Friedland) in das Städtchen Birat-Arba. wo am Tage der Zerstörung des Tempels der Messias geboren sein soll, und als ein Sturmwind das Kind fortgeführt hat, tritt er die Wanderung an, die so lange dauern wird, bis er den Messias gefunden hat. Wie der Prophet diese Wanderschaft antritt, die Bühne sich verdunkelt und die Lichter nur noch über diesen einen gebeugten und doch gereckten Menschen huschen, über dieses Gesicht, in dem sich die unendlichen Leiden und Entsagungen malen, zugleich aber auch die Zuversicht, dass das Ziel erreicht, der Erlöser kommen wird, das wird zu einem Schlussbild von ergreifender Aktualität. Stärker vielleicht noch ist der Moment, in welchem die Zerstörung des Tempels bekannt wird und die ganze Stadt sich in Trauer wandelt, die Klage zum Gebet, das Gebet wieder zur Klage wird, jeder in seiner Eigenart und doch jeder als Teil des Ganzen seinen Jammer faerausstöhnt, bis der Prophet die Niedergeschmetterten aufrichtet . . . In der Tat, etwas Aufrichtendes, Richtungweisendes ist in dieser vollendeten Kunst, durch die der Atem des Unvergänglichen geht. Man darf gespannt sein, welche Umwandlung Gutzkows Schöpfung im Feuer dieses Expressionismus erfahren wird. Dr. Ernst Feder Synagoge Johannisstr. 16, 20 Uhr: Kammermusik-Konzert: 31. Oktober (Abt. 2. 12, 3, 13). . . . Jüdischer Brüderverein, Kurfürstenstr. 115/16, 20V4 Uhr: 1. und 2. November: Sonderveranstaltung Dela L i p i n s k a j a. 3. November: Vortrag Dr. Max Osborn : „Die Meister der Kunstgeschichte". * Jüdische Chorvereißigung und Jüdische Orchestervereinigung, Berlin. Die Proben zu ,,Josua" von Händel sind im Gange. Stimrabegabte Damen und Herren sowie gute Streicher, Bläser usw. melden sich beim Dirigenten Leo Kopf, Berlin-Wilmersdorf, Landhausstrasse 41, Gartenhaus, III, oder eine halbe Stunde vor Probenbeginn. Die Proben finden statt: für das Orchester Montags 201A—22% Uhr, für die Männerstimmen Mittwochs 20—22 Uhr, für die Damenstimmen Donnerstags 20—22 Uhr, sämtlich in der Synagoge Prinzregentenstrasse 69/70. Jeden letzten Montag im Monat finden Spielabende für zuhörende Mitglieder statt. ' ■ Jüdischer Musikverein Breslau E. V. Intendant Dr. Kurt Singer hat die Leitung eines der nächsten Orchesterkonzerte übernommen. Jüdischer Kulturbund Berlin Wochenplan Theater in der Kommandantenstr. 57, 20 Uhr: ..Der Golem": 30. Oktober (Abt. 43, 53). 31. Oktober (Abi 4, 14), 1. November (Abt. 7,17). 2. November (Abt. 29, 39), 3. November (Abt. 41, 51), 4. November (Abt. 5, 15). fudfstke $estoUm Aitd Msüe nannte die C.-V.-Zeitung eine Serie von 21 Einzeldarstellungen, die von Moses bis Moses Mendelssohn den Weg der jüdischen Gemeinschaft und das Wesen des jüdischen Geistes behande.ten. Verfasser sind: Bertha Badt-Strauss, Fritz Bamberger. Max Dienemann. Ismar Elbogen. Max Eschelbacher. Ludwig Feuchtwanger, Fritz Friedlaender. AlexanderGuttmann, Isaak Heinemann, Jakob Meittls, Kurt P/nthus, Hanns Re'ssner, Max Vogelstein und Max Wiener. fluch als Bach Wtisfer*' PHILO Jüdischer Buchverlag und Buchvertneb Berlin W. 15, Pariser Str. 44 . Amsterdam Fernsprecher: 92 13 75 - Postscheck: Berlin 83512

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