Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 40 (7.10.1937)
- Date
- 1937-10-07
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 40 * Beibiott 7. Oktober 1937 * Seite 17 orfbla#<<"CM~Zeiiung Saisonwende Der jüdische Sport hilft Die Jüdische Winterhilfe, jenes überparteiliche Opferwerk der gesamten jüdischen Gemeinschaft in Deutschland, wird in diesen Tagen ihre segensreiche Tätigkeit im Kampf gegen Hunger und Kälte, gegen Not und Elend in jüdischen Häi>sera und Familien emeut aufnehmen. In die Front derer, die zur Hilfe und Mitarbeit aufgerufen sind, wird sich in eelbstverständlicher Pflichterfüllung auch die jüdische Sportbewegung einreihen. Und das nicht nur in der Form, dass eich jüdische Sportler überall dort, wo sie einzeln gebraucht werden, als ehrenamtliche Helfer und Sammler zur Verfügung stellen, vielmehr auch durch besonders lebhafte eigene Aktivität. Wir f!IKii!lii!ill!i!!lii!l!ii!ii!!i» Gretel Bergmann USA-Meisterin Uns erreicht die Meldung, dass Gretel Bergmann bei den am 25. September inNew-York ausgetragenen Leichtathletikmeisterschaften im Hochsprung und Kugelstossen Doppelmeisterin der Vereinigten Staaten wrerden konnte. Die genauen Ergebnisse stehen noch aus. Damit hat Gretel Bergmann, die frühere Stuttgarter Sportlehrerin, das Vertrauen, das wir hier in sie setzten, vollauf gerechtfertigt. Zweifache Meisterin in einem Lande zu werden, mit dessen veränderten Lebensbedingungen man kaum zurechtgekommen ist, und dazu gegen eine Konkurrenz ankämpfen zu müssen, die aus einem ungeheuren Reservoir an Menschen schöpft, bedeutet eine Leistung, die nicht nur sie, sondern auch uns. ihre Kameraden, mit berechtigtem Stolz erfüllen darf. denken dabei an freiwillige, zusätzliche Sammlungen verschiedenster Art in den Reihen der Mitglieder der Vereine, an den Pflichtaufschlag eines Winterhüfsgroschens auf Eintrittsgebühren für sämtliche sportlichen Ereignisse und vor allem an die systematische Durchführung zugkräftig zusammengestellter Veranstaltungen zugunsten der Winterhilfe, deren Gesamtertrag den Kassen der örtlich zuständigen Winterhilfsorganisationen zufüesst Mit Genugtuung konnten wir im Vorjahr eine ganze Reihe von sportlichen Begebenheiten erwähnen, die in den Dienst der Winterhilfe gestellt waren und ihren Zweck mit mehr oder minder grossem Erfolg erfüllten. Diese Aktionen wird man m den kommenden Monaten fortsetzen —• ja sogar noch in erweitertem Masse durchführen müssen; denn es ist nie genug, was erreicht wird. Das Ergebnis der Winterhilfssammlungen im Rahmen sportlicher Einrichtungen des Vorjahres hat diese Tatsache deutlich unter Beweis gestellt. Wir werden später noch einmal auf besonders erfolgversprechende Vorschläge im einzelnen zurückkommen, glauben uns heute jedoch mit der Feststellung begnügen zu können, dass es zur Zeit eine vordringliche Aufgabe der zentralen jüdischen Sportorganisationen ist, die überall vorhandene Hilfsbereitschaft durch vernünftige und klare Organisation so ertragreich wie möglich zu gestalten. Wir brauchen faire Kämpfer „Erstes Gebot — fair play": diese Forderung war schon oftmals Gegenstand ausgiebiger Erörterungen. Wir wollen sie heute zu einem Zeitpunkt wiederholen, an dem eine neue Saison beginnt und überall im Reich der Kampf um Tore und Punkte, um Abstieg und Meisterschaften in vollem Umfang einsetzt. Wir gehen nicht fehl in der Annahme, dass auch in diesem Winter wieder die Begegnungen auf den Spielfeldern nicht minder umkämpft und ausgeglichen sein werden als zuvor. Ebenbürtigkeit im Kampf, das bedeutet, mit letztem Einsatz um den kleinsten Vorteil, mit aller Macht um den schliesslichen Sieg zu streiten. Und so will es die sportliche Moral, so soll es sein, trotzdem gerade in derartigen Augenblicken die Gefahr eventueller Uebergriffe und Zusammenstösse am grössten ist. Hier zeigt es sich dann, was der \fat St&ä Mttd Sie§. Sonntag, 10. Oktober Berlin Fnssbal! w?d Handball: Handball: ISG 33 II—Schild Leipzig II, 12 Uhr: ISG 33 1. Frauen—Schild Leipzig 1. Frauen. 13K Uhr: ISG 33 I—Mitteldeutsche -Schild'1 - Auswahlmannschaft, 14K Uhr. Fussball: iSG- 33 I—Nordwestdeutsche „Schild"' - Auswahlmannschaft, 1534 Uhr. Sämtliche Spiele: Sportplatz Grunewald. Fussball: Klubkampf ISK—Bar Kochba Hakoah mit 11 Mannschaften, Sportplatz am Schäfersee. Beginn des Hauptspiels: 15% Uhr. Handball: Verbandsspiele JBC Berlin I—Bar Kochba Hakoab I, 15K Uhr: ISK I-Kanuclub I, 10K Uhr: ISK 1. Frauen-Bar Kochba Hakoab. 2. Frauen, lBVz Uhr. Sämtliche Spiele: Sportplatz Grunewald. Nord Westdeutschland Handball: Scbild Hamburg I—Schild Leipzig I, Hamburg, Schild-Sportplatz Lokstedt, vormittags. Fnssball: Schild Hamburg II—Schild Leipzig II, Hamburg, Lokstedt, 14 Uhr; Schild Hambarg I— Schild Leipzig I anschliessend. Begriff Fairness ausmacht: seinen Körper beherrschen können, in welcher Situation man sich auch befinden mag. Gewiss, ein Sportler soll ehrgeizig und temperamentvoll um den Sieg kämpfen, soll hart sein wie jeder andere auch, aber gleichzeitig durchdrungen sein von jener obersten und vornehmen Pflicht, die Gesundheit des Gegners zu achten, jede unlautere und unfaire Machenschaft, die ihm. einen unverdienten Vorteil bringen könnte, zu missaohten und würdig verlieren zu können, ohne jede Entschuldigung, ohne jeden ungerechtfertigten Groll gegen den Gegner, der sich ihm uberlegen gezeigt hat. Es bleibt ja die Revanche. Unfairness ist zumeist das Produkt falscher Erziehung, der Ausdruck eines durch und durch überspannten Ehrgeizes. Hier wird man den Hebel ansetzen müssen. Es gilt, unsere vorurteilslos zum Sport kommenden jungen Menschen von allen unnatürlichen Prestigefragen, dem hemmungslosen „Gewinnen müssen wir auf jeden Fall*', fernzuhalten. Mit natürlicher Begeisterung unter Anleitung tadelloser Erzieher sollen sie in den Sport hineinwachsen und seine ideellen Werte kennenlernen. Schiedsrichter werden gefordert Vor wenigen Wochen erst schrieben wir von der Notwendigkeit, unseren Schiedsrichterstab Bayern ISG 33—Nürnberg 1 :1 Zu einem besonderen sportlichen Ereignis wurde der Start der F u s s b a 11 mannschaft der ISG 33 Berlin, die am 3. Oktober ein Freundschaftsspiel gegen 11 u s Nürnberg austrug. Während der ersten Halbzeit waren die Platzherren, wohl etwas überlegen, konnten aber durch einseitiges Spiel zu keinem zählbaren Erfolg kommen. Die Berliner Elf hatte ihre Stärke in der Hintermannschaft, die vom zurückgezogenen Mittelläufer gut unterstützt wurde. Durch die ungewohnt kleinen Platzverhältnisse kam die Fünferreihe der Gäste nie voll zur Entfaltung. Mit 0 :0 ging es in die Pause. Gleich nach Wiederbeginn musste der durch Zusammenprall erheblich verletzte Mittelläufer Berlins ausscheiden. Aber mit nur zehn Mann wurde die Gästeelf zusehends besser und Linksaussen Becker konnte durch eine fabelhafte' Einzerleistnng seine Mannnschaft in Führung bringen. Ein gegen Berlin gegebener Elfmeter wurde später vom Nürnberger Mittelläufer sicher zum Ausgleich verwandelt. Die letzte Viertelstunde sah einen enormen Endspurt der Berliner, denen jedoch der verdiente Erfolg versagt blieb. Bei Nürnberg stach besonders der standfeste Verteidiger Mandel hervor, während von Berlin die gesamte Hintermannnschaft ein Gesamtlob verdient. Auch Hirsch, der nach Ausscheiden des Mittelläufers zurückgezogen wurde, lieferte eine famose Partie. Das Spiel der Nürnberger Mannschaft war teilweise sehr hart. ß. St. Vorangegangen war ein Jugend- Verbandsspiel Itus Nürnberg gegen ISC Fürth, das die Fürther Elf verdient mit 3 :1 (0 :0) für sich entschied und sich damit an die Spitze der bayrischen Tabelle setzte. _ R. St. Südwestdeutschland Fussball in Stuttgart Einen überzeugenden 6 :2- (4 :1-) Sieg errang Hakoab Stuttgart am 3. Oktober gegen Bar Kochba Mannheim. Während der Stuttgarter Sturm besonders schussireudig aufgelegt war, kam auf der anderen Seite der reichlich zusammenhanglos spielende Mannheimer Angriff nicht an dem ausgezeichneten Stuttgarter Verteidiger Herrsch vorbei. Handball: Hakoab Stuttgart I—Schild Heilbrorai 15:5 (3:1), Hakoab Stuttgart Frauen—Schild Heilbronn Frauen 1: 6 (1:4). Bckh. Karlsruhe siegt im Dreistädtekampf Sieben Stunden musste in zwei Sälen des Schild Frankfurt a.M. gespielt werden, um diesen ausgezeichnet organisierten Drei-Städte- Wettkampf im Tischtennis mit seinen insgesamt 96 Spielen unter Dach und Fach zu bringen. Sieger wurde Turnclub Karlsruhe 03 vor Schild Frankfurt und Schild Wiesbaden. Der Rückkampf wird im November in Karlsruhe stattfinden. Ergebnisse: Schild Frankfurt a. M.—Schild Hockey: Schild Hamburg II—Bar Kochba Hamburg II, Hamburg, Bramfeld, 934 Uhr: Schild Hamburg I —Bar Kochba Hamburg I anschliessend; Schild Hamburg 1. Damen—Bar Kochba Hamburg I anschliessend. Tischtennis: Eröffnung der Saison der Sportgruppe Schild Hamburg, Hamburg, Cafe Petersen. Schlesien Fanstball: Turnier der Sportgruppe Breslau, Breslau, Sportplatz Krietern, Uhr. Rheinland/Westfalen Fnssball: „Alte Herrentl-Pokalturnier des Schild, Bezirk Mittelrhein. Teilnehmer: Schild Bochum, Schild Bonn, Schild Düren/Aachen, Schild Düsseldorf, ITV 02 Köln, Köln, Fort Deckstein, 12% Uhr. Boxen: „X. Ständiger Kieinring 36/37:\ Witten, Röhrchenstrasse 32. 16 Uhr. Bayern Handball: JJB Hanau Frauen — Itus Nürnberg Frauen, Fürth. Waldstrasse. Fassball: JJB Hanau I—Itus Nürnberg I, JJB Hanau II—Itus Nürnberg II, Fürth , Waldstrasse; Internat Hirsch Coburg Schüler—ISC Fürth Schüler, ■Fürth, Karolineostrasae, UM Uhr« durch Fortbildungskurse in ausreichendem Masse zu vergrössern. Die Antwort hat zu unserer Freude nicht lange auf sich warten lassen. Der Reichsfussball-Öbmann des Sportbundes „S c h. i 1 d", Dr. Eichengrün, Dortmund, hat es in einer kürzlich erlassenen Anordnung sämtlichen Landessportleitern und deren Obleuten zur Pflicht gemacht, vor Beginn und auch während der SpieLsaison mindestens je einen Kursus zur Ausbildung von Schiedsrichternachwuchs abzuhalten und ihm die Durchführung zu melden. Gleichzeitig verlangt er eine Liste der geprüften und anerkannten Schiedsrichter. Mit der Einrichtung der Kurse soll unverzüglich begonnen werden. Damit ist wenigstens ein Schritt getan, der den Willen, den Mangel an geeigneten Schiedsrichtern zu steuern, erkennen Hess. Wir wünschen jedenfalls dem Kursus einen guten Erfolg. Er mag nun die Handballer bestimmen, ein Gleiches zu tun. Leichtathletik hat Ruh* Die Saison gellt zu Ende. Wir glauben daher, schon in acht bis vierzehn Tagen mit der Veröffentlichung des Fazits der Leichtathletiksaison 1937 an Hand unserer endgültigen „Besten- Liste" beginnen zu können . . . Die Bahnsaison ist tot. Waldläufer an die Front! Manfred Friedmann Wiesbaden 18 :14: Schild Frankfurt a. M.—TC 03 Karlsruhe 13 :19; TC 03 Karlsruhe—Schild Wiesbaden IS : 14. L. B. * F u s s b a 11 ergebnis: Schild Göppingen — Schild Ulm 7 : 4. _ Rheinland-Westfalen Dreimal Tennis in Düsseldorf An den letzten Sonntagen veranstaltete Schild Düsseldorf mehrere Tennisklubkämpfe. Die Jueend trat in Krefeld an und erzielte gegen den Tennisklub 192S (Schild Krefeld) ein 6 : fr- Ergebnis, und gegen Münster i. W. holte sich die B-Mannschaft der Düsseldorfer einen sicheren 16 :4-Sieg. Am 2. und 3. Oktober wurde dann nochmals gegen Tennisclub 1928 Krefeld gespielt. Hier blieben die Düsseldorfer 13 :7 im Vorteil, so dass sie insgesamt die Spielzeit recht erfolgreich abschlössen. Die Tischtennisabteilung des Schild Düsseldorf war am 2. Oktober Gastgeber des Schild Wuppertal, der sich einen knappen 11:9-Sieg erkämpfte. " J. G. Frauen-Handball in Krefeld Die Frauen des Schild Krefeld zeigten sich in ihrem ersten Treffen der Saison so spielstark, dass man annehmen kann, dass sie ihren westdeutschen Meistertitel mit Erfolg verteidigen werden. Mit 5 : 0 C3 :0) wurde die neuformierte Einheit der Spielgemeinschaft Aachen/Düren klar geschlagen, wobei das Ergebnis noch nicht einmal die tatsächliche Ueberlegenheit widerspiegelt. J. G. M.-Gladhacher Handballsiege in Köln Die Männer- und Frauenmannschaften des ITV 02 Köln und der Sportgruppe M.-Giadbach trafen am o. Oktober in Freundschaftsspielen aufeinander. Die Männer mannschaften erwiesen sich im Feldspiel als gleichwertig, aber im Sturm entwickelten die M.-Gladbacher eine grössere Durchschlagskraft, durch die sie einen verdienten 6:4- (2:2-) Sieg herausholten. Das Frauen spiel wurde durch das nicht vollzählige Antreten beider Einheiten stark gestört. Dem ausgeglicheneren Spiel der Gastmannschaft konnten die Kölnerinnen keinen wirksamen Widerstand entgegensetzen und verloren ziemlich glatt 0 : 4 (0 : 2). _ O. M. Schlesien Breslauer Sportsonntag Am 3. Oktober brachte die Sportgruppe Breslau ein internes leichtathletisches .Jugendsportfest zur Durchführung, das mässige Beteiligung aufwies. Auch die sportliche Ausbeute war diesmal nur gering. Im Vierkampf der männlichen Jugend (Jahrgang 21/22) siegte Ehrlich mit 2351,7 Punkten vor Tarnowsky, in Jahrgang 23/24, Gratz mit 1735,1 Punkten vor Grünbaum, und bei der weiblichen Jugend (Jahrgang 23/24) Freund vor Löwensohn. Am gleichen Tage brachte die Sportgruppe Breslau* ein ausserordentlich stark besetztes Wanderpreiskegeln der ihr angeschlossenen Breslauer Kegelklubs zum Austrag. Das Turnier, das 10 Klubs am Start sab, gewann schliesslich die Mannschaft der „Sportfreunde 36" mit 2842 Holz. Zu einem F u s s b a 11 freundschaftskampf hatte am 3. Oktober Bar Kochba Breslau die Elf des Schild -Oppeln zu Gast. Während die Oppelner einen sehr untrainierten Eindruck machten, zeigte Bar Kochba in neuer Aufstellung ein schönes Spiel und siegte unerwartet hoch mit 11:1 (4 : 0). Dul. Nordwestdeutschland Serienspiele in Hamburg Nun ist man auch in Hamburg dazu übergegangen. Serienspiele im Handball einzuführen. Am 3. Oktober gab es die ersten Kämpfe der beteiligten Mannschaften. Bar Kochba ka'nterte Blau-Weiss Hamburg mit 18:3 nieder, während der Schild Hamburg mit einer kombinierten Mannschaft immer noch stark genug war, um einen hohen 15 :2- (6 :1-) Sieg über die Makkabi-Leute aus Altona zu feiern. P.H. Um den Schwimmstil Die Schwimmsportler in aller Welt haben zur Zeit ihren überaus interessanten Gesprächsstoff, hervorgerufen durch einen Vorschlag Dr. Leo Donaths, des jüdischen Generalsekretärs des Internationalen und ungarischen Schwimmverbandes. Dr. Donath, früher selbst einer der weitbesten Schwimmer und Olympionike, heute anerkannter Schwimmfachmann und als solcher weit über die Grenzen seines Vaterlandes geachtet, hat dem Weltverband in einer längeren Abhandlung den Vorschlag unterbreitet, das Brustschwimmen vom olympischen Programm abzusetzen. Er begründet diesen schwerwiegenden Schritt an Hand technischer Beispiele, die in der Behauptung gipfeln, dass der aus den Vereinigten Staaten stammende, heute in der ganzen Welt verbreitete Butterfly(Schmetterlings-) stil keineswegs mehr als Lagenschwimmen Anerkennung finden kann, vielmehr eher dem Kraul (Dreistil) zu ähneln scheint. Er glaubt, dass das Brustschwimmen im Laufe der Zeit ebenso schnell vom Wettkampfprogramm verschwinden wird wie das vor dem"Kriege bevorzugte Seitenschwimmen. Man wird diese Debatte auch im jüdischen Schwimmsport aufmerksam verfolgen; denn ihre Entscheidung wird bestimmend sein für die Trainingsform und die Art der Erziehung unseres jüdischen Schwimmernachwuchses. —n. SBSS3B&S83BBBSSS33IB!8ti!3G3H9BBB9BBBB Dortmund siegte in Hannover Die F u s s b a 11 begegnung zwischen VTH 04 Hannover und Schild Dortmund am 3. Oktober endete mit einem knappen 3 :2-Sieg der Westdeutschen. Nach zwei Siegen über Dortmund mussten sich dieses Mal die Hannoveraner knapp geschlagen geben. Ausschlaggebend war die Hintermannschaft der Westfalen, die dem hannoverschen Sturm schwer zu schaffen machte. _ Berk. Ostpreussen Leichtathleten in Königsberg Den Abschluss der diesjährigen Leichtathletikzeit bildete am 3. Oktober in Königsberg ein von der Sportgruppe Schild und Bar Kochba gemeinsam auegeschriebenes Herbstsportfest. Vor einem stattlichen Zuschauerkreise wickelte eich unter Teilnahme von Bar Kochba D a n z i g und der Sportgruppe T i 1 s i t die sorgfältig vorbereitete Veranstaltung pausenlos ab. Den Zuschauern wurden besonders in den Staffelläufen spannende Kämpfe geboten, die reichen Beifall auslösten. Während sich Schild Königsberg durch den glänzenden Endspurt von Georg Guttmann den Sieg in der 4_xi00-m-Staffel der Männer holte, triumphierte Bar Kochba Danzig nach aufregendem Kampfe in der Schwedenstaffel. Bar Kochba Königsberg gewann die 4xiOO-m-Frauenstaffel überlegen, Schild Königsberg die Jugendstaffeln der Klassen B und C. In den Einzel Wettbewerben verdienen besondere Erwähnung die Siege von Guttmann (Schild Königsberg) im 100-m- und ~200-m-Lauf. Marianne Purwin befestigte den guten Ruf, den sie bereits im Reiche als aufstrebendes Talent gen-iesst, durch ihren Doppelsieg im 100-m-Lauf und Weitsprung. Die Siegerin ira Kugelstossen Ilse Arndt (Schild Königsberg) trug sich mit der Leistung von 9.50 m in die Liste der Besten ein. Die Danziger Bar Kochbaner belegten mit Hirschel im 1500-m-Lauf und Speerwerfen, mit Schwersenz im Hochsprung und Weitsprung erste Plätze, ihr jugendlicher Guter zeigte im 100-m-Lauf und' Weitsprung überragende Leistungen. Sein Konkurrent Feibusch (Schild Königsberg) gewann in tadelloser Form den Hochsprung, das Kugelstossen und den 1000-m-Lanf. In der Jugendklasse A vermochte Osciher (Scbild Königsberg) im 100-m-Lauf einen knappen Sieg über Rosenthal (Bar Kochba) zu erringen. Auch über 200 m blieb Oscher erfolgreich. 400-m-Lauf, Hochsprung und Speerwerfen der Jugendklasse A wurden eine Beute von Lewinsky , (Tilsit). Bar Kochba Königsberg erzielte in der Jugendklasse A mit Rubinstein im Weitsprang und Romenthal im Kugelstossen erste Plätze. Kaufmann (Schild Königsberg) gewann den 1500-m-Lauf. Auch die Leistungen der Jüngsten in Klasse C und der Mädchen aus Klasse B waren recht beachtenswert. H. W. Miiteld euischland Schulfest in Leipzig Fast bei Toresschluss der Leichtathletik- Saison kam in Leipzig das Sportfest der jüdischen Schulen zur Durchführung, das sich in seinem Verlauf würdig den beiden vorherigen anschloss. Nur wenige Einzelkämpfe durchsetzten das auf Mannschaftswettbewerben (Hindernisläufe. Rundenstaffeln, Boden- und Barrenturnen) aufgebaute Programm, das mit einem Fussbailspicl (Volksschule gegen Höhere Schule) eingeleitet und einem Handballtreffen zweier Mannschaften der Realschule abschloss. Von den 100-m-Läufen verdient die Zeit des Untertertianers Egon Obstler mit 12,1 besondere Erwähnung. Ein herrliches Bild der Geschlossenheit zeigte der Aufmarsch mit abschliessenden Freiübungen der 600 Kinder. K... n. Fussfeall in Dresden Nach langer Pause hatte Bar Kochba Dresden zu einem Grossspieltag geladen. Es kam jedoch nur ein Fussballspiel gegen Bar Kochba Halle zustande, das die Dresdener mit 5 :1 (2 :1) gewannen. G. J. Tennismeisterschaften des Schild . Dresden Die durchweg flott und spannend verlaufenden Kämpfe brachten in der Schlussrunde Günther Stein den Sieg über den bisherigen Spitzenspieler Neufeld. Bei den Damen siegte Frau Posen und Frl. Berschtel. Juniorenmeister wurde Biermann. In den Doppelspielen siegten Frau Posen/Stein und Neufeld/Zucker. G. Sport der Woche