Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 40 (7.10.1937)
- Date
- 1937-10-07
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Seife 16 C.-V.-Zeifung Nr. 40.» 7. Oktober 1937 Noch einmal: Jüdischer G.-V.-Kalender Der Taschenkalender, den der Landesverband Gross-Berlin sowie eine Reihe anderer Landesverbände des Jüdischen Centrai-Vereins an die Vereinsmitglieder zum Jahreswechsel sandten, hat einen starken Widerhall gefunden. Besonders aufmerksamen Lesern sind einige kleine Unstimmigkeiten in der Zusammenstellung der Feiertage nicht entgangen, die daher richtiggestellt noch einmal zur Einfügung in den Kalender hier abgedruckt werden. Jüdische Feiertage 1937/38 Neujahr: Fa$ten Gcdaiiah: Vsrsöbnungstag: Laubhüttenfest: Schlüssle«: Gesetzest reudc: Chanrtukah; Ptirim: Pessach: Vochenfest: Neujahr: Fasten Gedaljah: Ve-söhnunpstag: Laubhüttenfest: Schlussfest: Gesetresfrende: Channakah: 6. und 7. September 8. September 15. September 23. bis 26. September 27. Septeraber 25. September 2?. November bh 6. Dtzbz. 17. März 16. bis 23. April 5. und 6. Juri 26. und 27. September 28. September 5. Oktober 10. bis 16. Oktober 17. Oktober 13. Oktober 18. bis 25. Dezember Allgemeine Feiertage 1937/38 Busstag: Neujahr: Karfreitag: 17. November : 21. November 25. und 26. Dezem 1. Januar 15. April 17. und IS. April Tag der nationalen Arbsit: 1. Mai Himmelfahrt: 26. Mai Pfingsten: 5- und 6. Juai Busstag: 16. November Totensonntag: 20. November Weihnachten: 25. und 26. De2em Lehrhaus Berlin Gemeinsames Programm von Lehrhans und Btalik- Lehrstätte. Seit einiger Zeit werden zwischen den Leitungen des Jüdischen Lehrhauses and der Lehrstätte Ch. N. Bialik der Berliner Zionistischen Vereinigung Besprechungen darüber geführt, in welcher Weise die Arbeit dieser beiden wichtigen Bildungsanstalten des Berliner Judentums vereinheitlicht und dadurch wirksamer gestaltet werden kann. In diesen Besprechungen hat sich eine weitgehende Annäherung der Auffassungen hinsichtlich Inhalt, Methoden und Zielsetzung der jüdischen Erwachsenenbildungsarbeit ergeben. Deshalb wird im kommenden Wintersernester da-s Jüdische Lehrhaus Berlin (Freie Jüdische Volkshochschule E.V.) gemeinsam mit der Lehrstätte Ch. N. Bialik der Berliner Zionistischen Vereinigung ein einheitliches Programm ankündigen und durchführen. Von diesem Schritt, der sicher in allen interessierten Kreisen lebhafte^ Zustimmung finden wird, darf eine erhebliche Erweiterung der jüdischen Erwachsenenbüdungsarbeit. in Berlin und damit deren fruchtbare Förderung erwartet werden. Eröffnung des Wintersemesters 1987/88, Donnerstag. 21. Oktober, 20 ühr SO Min., Brüdervereirshaus, Kurfürstenstrasse 115/116, mit dem ersten Vortrag der Donnerstag - Reihe „Der Judenstaat". Robert Weltisch spricht über: „Der Judenstaat und die Juden der Welt'1. Bonnerstag-Reihe I: „Der Judens taat". 21. Oktober: Robert W e 11 s c h : „Der Judenstaat und die Juden der Welt." 38. Oktober: Max W i e - n^e r : „Eignung und Reife der Juden zur Staatsbildung." 4. November: Maximilian Landau: „Der alte jüdische Staat." 11. November: Elieser Ascher: „Palästinawirtschaft und Judenstaat." 18. November: Franz Meyer: „Der innere Aufbau des Judenstaaies.li 25. November: Leo B a e c k : „Die Idee des Judentums und der jüdische Staat.'1 Donnerstag-Reihe II: „Wirken in der jüdischen O e f f e n t■ 1 j c h k e i ifindet in der Ausstellung der Kaliski-Schule Eine erfreuliche Schau Die private Waldschule Kaliski hatte die Eltern ihrer Schüler und ein interessiertes Publikum eingeladen zur Besichtigung von Schülerarbeiten, Bildern aus dem Schulleben und methodischem Material. Am Sonntag vormittag drängten sich die Besucher, und die Kinder hatten eine ganze Menge damit zu tun, ihren Eitern zu zeigen, wo sie sonst in diesen Klassenräumen sitzen, wie sie dies und jenes verfertigten. Und man musste den Eindruck gewinnen, dass dieser freudige Eifer nicht auf solch aussergewöhnliche Gelegenheiten beschränkt ist, sondern die gesamte Schularbeit begleitet. Der Unterricht, von der ersten Klasse der Grundschule bis zur letzten Klasse der Schule, ist auf praktische Anschaulichkeit und tätiges Mitwirken jedes einzelnen Schülers eingestellt, ein System, in dem spielerische Leichtigkeit und wissenschaftlicher Ernst gebührend abwechseln. Der Raum eines kurzen Berichtes reicht keineswegs aus, um die Buntheit und grosse Fülle des gezeigien Materials würdigen zu können. So seien"~nur einige Beispiele gegeben. Die bekannte Geschichte von den 10 kleinen Negerlein füllt in der untersten Grundschulklasse eine Woche lang den Gesamtunterricht: Das Lied wird gesungen, man lernt das Wort „Negerlein'* schreiben, man lernt an diesem Lied rechnen, die Negerlein werden gemalt und geknetet, bis schliesslich das plastische Ergebnis in der gezeigten entzückenden Form vorliegt, und dann wird den Kindern erzählt von Negern und heissen fernen Ländern. Oder es ist da, in Ziehharmonikaform, ein bebildertes ABC. das dio nächst höheren Klassen für. die Kleinsten verfertigt haben, wie überhaupt fast alles Unterrichtsmaterial von den Schülern selbst hergestellt wird. In Gemeinschaftsarbeit entstanden neben bunten Sukkot ein grosses Dominospiel, Modelle der Schule, einer Siedlung in Palästina oder ein Zoo mit vielerlei Tieren, von dem weithin ein starker Plastilinduft ausgeht. Tafeln mit einer Art von programmatischen Sprüchen sind überall in den Schulräumen angebracht. In jedem Unterrichtsfach wird das jüdische Element so stark wie möglich betont und auch die wahrscheinliche Zukunft dieser jüdischen Kinder mit dem Blick in die Weite der Welt bedacht. Sehr instruktiv wirkt eine plastische Statistik ..Auswanderer einer Klasse", die zeigt, dass in den drei Jahren des Bestehens dieser jüdischen Schule schon 85 Schüler in alle Welt gewandert sind und die zugleich die Schwierigkeit zu bedenken gibt, die der pädagogischen Arbeit aus dieser unvermeidlichen ständigen Fluktuation erwächst. — Sehr originell und zweckmässig ist die bildliche Anschaulichkeit besonders Im Sprachenunierricht, der erstaunliche Ergebnisse zeitigt, wie man feststellt. Zweckmässig erscheint die ,,Stüleben'"-Ausstellung im Internatsraum, die davon spricht, dass es Zeugnisse gibt für sehr nützliche Arbeiten wie etwa Kartoffelschälen, Schuheputzen, Knöpfe annähen, Fensterputzen und Pakete verschnüren. Alltag und Festtag, Spiel und ernstes Lernen lösen sich harmonisch ab, und die Annahme dürfte richtig sein, dass alle die nett aussehenden Kinder (unier denen sich übrigens bemerkenswerte Talente feststellen lassen), spater einmal gescheit und tüchtig im Leben sein werden und gern sich einer so klugen Erziehung erinnern. H. M. Die ersten Abiturienten der Jüdischen Privatsehule Dr. Leonore Goldschmidt haben am 29. September die Deutsche Reifeprüfung vor einer staatlichen Kommission mit Erfolg abgelegt. Beide Kandidaten gehören gleichzeitig einer Scb"r-ergnippe an, die von der Universität Cambridge zur Englischen Reifeprüfung (School Certificate Examination) im Dezember dieses Jahres zugelassen ist. zweiten Semesterhälfte ab Januar 193S statt; Referenten: Hans Bach, Franz-Eugen Fuchs, Alfred Hirschberg, Kurt Loewenstein, Ighaz M.aybaum, Erwin Saenger, Martin Sobotker, Moritz Spitzer, Heinrieh Stern, Manfred Swa rsoasky. Montag-Reihe I: ..Einführungsvorlesungen." Fritz Bamberger: „Einführung in die Geschichtswissenschaft.1' Paul Eppstein: „Einführung in die Soziologie." Je sechs Stunden. Beginn: 25. Oktober. Vorlesungen und Arbeitsgemeinschaften aus den Gebieten: Lehre. Palästina, Geschichte, Gesellschaft, Philosophie, Psychologie, Bildende Eunst. Literatur, Musik, Natur, Technik. Die organisatorische und verwaltungsmässige Führung der Geschäfte erfolgt durch das Sekretariat des Jüdischen Lehrhauses. Marburger Strasse 5, III. bei dem das Programm angefordert werden kann. Sprechstunden: Montasr bis Donnerstag, 10—13 Uhr, und 16—18 Uhr. Telephon: 24 55 87. Intensiv-Karsng (Englisch): Beginn eines neuen Kursus: Freitag, 15. Oktober. Täglicher Unterricht: Montag bis Freitag einschliesslich von 9—13 Uhr (Marburger Strasse 5, III) in Grammatik, Syntax, Phonetik, Konversation, Vorträge in englischer Sprache. Kursusdauer: Tier Monate. Monatliche Teilnehmergebühr: 30 RM., Schul- bzw. Grundkenntnisse werden vorausgesetzt. Umgehende Meldungen an das Sekretariat. Sprachkurse: Englisch. Anfänger-Kurse: Marburger Strasse 5, III. Montag und Mittwoch, 20—21^ ühr, Beginn: IS. Oktober und Dienstag, 20—21% Uhr, Beginn: Dienstag. 19. Oktober. Rykestrasse 53, Montag und Mittwoch, 20—21% Uhr, Beginn: Montag, IS. Oktober. Kaufmännisches Englisch: Marburger Str. 5, III. Dien.-.'iag, 2d—21% ühr, Beginn: 19. Oktober. Englische Konversation: Marburger Str. 5, III. Mittwoch. 18—1934 ühr, und 20—21^ ühr. Beginn: 20. Oktober. Spanisch: Anfänger-Kurse: Marburger Str. 5, III. Montag und Mittwoch, 18—19^ Ühr, und Montag und Donnerstag, 20—21% Uhr, Beginn: Montag, 18. Oktober. Rykestrasse 53, Dienstag und Donnerstag, 20—2VA ühr, Beginn: 19. Oktober. Portugiesisch: Anfänger-Kursus: Fasanenstr. 80, Montag und Donnerstag," 20—21>< Uhr. In die bestehenden Sprachkurse können Teilnehmer noch aufgenommen werden. Ein englischer Kursus für Teilnehmer mit „geringen Vorkenntnissen" ist für Mittwochs, 10— IVA Uhr, geplant. Interessenten werden um sofortige Meldung gebeten. Teilnehmergebühren: Einmal wöchentlich stattfindende Kurse, monatlich 2,75 RM. (für Erwerbslose gegen Ausweis 0,75 RM.; zweimal wöchentlich stattfindende Kurse, monatlich 4,25 RM. (für Erwerbslose 1.25 RM.). Der Kursus für Kaufmännisches Englisch monatlich 4 RM. (für Erwerbslose 1,50 RM.). Meldungen, Auskünfte usw. während der Sprechstunden des Sekretariats, Montag bis Donnerstag, 10—13, 15—18 ühr. Im Jüdischen Lchrhaus, Frankfurt a. M.. beginnen im Oktober folgende Lehrgänge: 9.: Buber, Einleitungsvortrag. 11.: Werner: Englisch und Französisch: Leibowitz: Psalmen; Fink: Gesundheitslciire; Jolcwicz: Literarische Arbeitsgemeinschaft; Flörsheim: Grundlehrgang; Salomen: Stil der slawischen Musik; Neuhaus: Mischna Megillah. 12.: Plaut: Ernährung, Gesundheit, Krankheit; Philipp: Einführung zu Hamlet: Kantorowicz und Pomeranz: Lektüre des Peel-Berichtes; Messerer: Tschernichowski; Gundersheimer und Schönberger: Jüdische Kunstdenkmäler; Krämer: Erziehungsfragen: Krämer: Werkarbeit für Kinder (Anleitung); Lantos: Anleitung zu Bewegungsspielen; Laquer: Arbeitsgemeinschaft zur Fortbildung und Kindergärtnerinnen und Jugendleiterinnen; Auerbach: Sprechen als Kunst. 13.: Gur.- dersheimer: Geschichte der bildenden Kunst: Weil: Einführung in die Psychologie; Hc"-owitz: Mairnonides; Neumann: Literaturwirtschaft und Soziologie. 14.: Straus-s: Bibellektüre; Strauss: Dante: Werner: Englisch; Dienemann: Jüdische Geschichte. 18.: Matzdorff: Recht des Handwerkers und Gewerbetreibenden. 20.: Riess: Vergleichende Betrachtung der Künste; Salzberger: Leiden und Erlösung in den Weltreligionen. 23.: Eppstein: Der Lebensraum der Juden. 25.: Heschel: Mose in der Krisis. 19.: Kantorowiez: Einführung in die Jüdische Wohlfahrtspflege, Die neuen Kataloge (Fortsetzung) 1938 //. Froede „Froedes Briefmarken-Preisbuch." bringt im Deutschland-Katalog gegenüber der 3. Auflage des 1937er nur wenig Aenderungen in Bearbeitung und Preisen. Bei Deutsches Reich sind innerhalb der Serien die Preise ausgeglichen worden, einige Satzpreise (auch Saargebiet) wurden geändert; die sog. Pol-Marken wurden fortgelassen und neu sind Dienstmarken der NSDAP. Neubearbeitet ist, von kleineren Berichtigungen abgesehen, nur Württemberg (auch Preise). Massige Preissteigerungen finden wir bei Ait-Bayem, Danzig, Libau Nr. 15A/B, Eupen und Malmedy, Dienstmarken von Oberscalesien und Schleswig. Preussen, Sachsen, Schleswig-Holstein 1. Ausgabe. Die Preise für Deutsche Kolonien sind unverändert und beim Tausch unbrauchbar, auch bei Altdeutschland empfiehlt sich Vorsicht. Der Europa-Katalog bringt eine Menge Preisänderungen und vielfach neue Ueberschriften der einzelnen Ausgaben mit Zähnungs- und Druckartangabe; die Kenntlichmachung der Aufdruckziffern durch Fettdruck wurde fortgesetzt. Innerhalb einzelner Länder (auch U-ebersee) sind deutlichere Einschnitte vorgenommen bei Aenderung der Staatsform oder des Wasserzeichens (grosse Schrägschrift), die Seiten beginnen nach Möglichkeit mit einer neuen Reihe oder einem neuen Land. Die vom Deutschland-Katalog schon bekannten „Sortentaiein" finden wir auch bei Dänemark (wo die einfarbigen Kronenwerte von 1913 fehlen!) nebst Portomarken, Finnland, Fiume, Frankreich, Italien (fehlen Rohrpostmarken), Portugal Schnitterin, Schweden und Schweiz; bei anderen Ländern wurden die Marken gleichen Musters besser zusammengefasst oder völlig neu aufgestellt, z. B. Spanien ab 1922/27 und neu „Vorläufige Regierung unter Generai Franco", „Freiwillige Beisteuermarken im Nationalen Spanien" und „Oertliche Sonderausgaben". Die Klischees wurden vermehrt, besonders Finnland 1901/07 und Grossbritannien 1912 (Platten) und Türkei: Ankara-Regierung. Bei allen diesen Ländern wurden auch die Vorbemerkungen neubearbeitet, besonders auch hinsichtlich der Wasserzeichenangaben (Bosnien u. a.). Während der Europateil wirklich schon als Katalog angesprochen werden kann, ist der^U e b e rs e e - teil immer noch zu mangelhaft bearbeitet (für ein Preisbuch enthält er zuviel Abarten); die Satzfehler der 1. Auflage 1936 — der 1937er war, von Chile und Neuheiten abgesehen, ein unveränderter Abdruck — sind immer noch nicht beseitigt. Vorbemerkungen wurden neubearbeitet bei Malayischer Bund und den Einzelländern.; Kenia und Uganda, Tanganjika; Brasilien, Chile, Chilenische Post in Peru, Kostarika, St. Kitts-Nevis und Venezuela. Bei Asien fehlen immer noch die Provinz-Ueberdrueke von China, während die Französischindochinesische Post in Südchina und die Nipponischen Postanstalten im Auslande neu aufgenommen wurden. Bijawar und Irak (früher Mesopotamien) sind richtig eingereiht worden und Mandschukuo, Niederländisch-Indien 1870/76 und Sarawak 1899/1912 (Nr. 49 ist nicht als Wasserzeichen - Fehldruck gekennzeichnet!) neubearbeitet. Sehr nachlässig wurden die Aenderungen bei Afrika vorgenommen: Aegypten 1867, wo bei Nr. 13 Färb- und Preis von Nr. 12 wiederholt wurden: Französische Kolonien: die 1933er Ergänzungswerte wurden ausser bei Französisch-Sudan eingereiht (1,25 und 1,75 Fr.), wo die Ausgaben 1925 und 1926/27 getrennt wurden, nicht aber bei Madagaskar! Bei Französisch-Mittelafrika wurde der gleiche Fehler gemacht wie im Senf. Oefter ist beim Einschalten von Ergänzungswerten die Jahreszahl der Ueberschrift nicht geändert worden (Libyen Paketmarken 1928/31 und Sudan 1927/28 durch Werte von 1936!). Südafrika wurde ab 1934 neuaufgestellt; die Unterscheidungsmerkmale der Ausgaben 1926 und 1930/33 sind immer noch nicht angegeben (ebenso China Dschunkenusw. Muster und Guatemala Kesalzeichnung 1886 ff., während bei Zvpern die Plattenunterschiede 1882/84 durch Klischees verdeutlicht wurden). Gelegentlich finden wir kleine Anmerkungen (z. B. Tunesien zu Nr. 066). Bei Amerika sind neu bearbeitet Brasilien Ausg. 1931 und Varig, Mexiko 1923 (Dienstmarken von 1921 aber noch nicht!), Vereinigte Staaten von Nordamerika ab 1934. Bei Chile wurden Preise für fiskalische Entwertung (Nr. 4 bis 20) eingefügt, bei Salvador 1909 und 1911 die Klischees ausgewechselt, ebenso bei Australien (Känguruh und König) mit Neuaufstellung ab 1931/32. — Starke Preisänderungen finden wir nur bei den Belgischen, Dänischen und Niederländischen Kolonien, allen Silberjubiläumsmarken der Britischen Kolonien und einigen Wohltätigkeits- und Spekulationsserien (Marokko, Neukaledonien) und den Blocks; sonst sind Preise geändert worden nur bei China ab i897, den Französischen Kolonien in Asien und (Afrika) den in Französisch - Mittelafrika zusammengeschlossenen Gebieten und Senegambien und Niger, Aegypten, Brasilien mit Varig und E. T. A., Peru 1880/86 und Vereinigte Staaten (nur Zeppelin- und Gedenkmarken ab 1929). Hoffentlich bringt uns das nächste Jahr einen besser bearbeiteten Ueberseekatalog mit allgemein überprüften Preisen! ///. Zwnstein Die 21,. Auflage des in der Schweiz massgebenden „Europa- Briefmarken-Katalog Zumstein 1938 (Bern)" bringt ebenfalls viele Preisänderungen. Die Bearbeitung ist bekanntlich besonders au! den Allgemeinsammler abgestimmt (z. B. Griechenland grosse Hermesköpfe), der Spezialsammler wird vielfach auf das Kohl-Kandbuch u. a. Literatur hingewiesen. Die Uebersichtlichkeit ist hervorragend, da jede Marke abgebildet und mit einem Kennbuchstaben versehen ist, der unter der Abbildung und vor dem Preise für ungebraucht steht (bei Aufdrucken in der Ueberschrift). Alle Abarten sind kleingedruckt (wie auch alle Ausgaben, die irgendwie spekulativen Charakter haben), und die jeweils billigste Type ist duich die gewöhnliche Schriftgrösse (mindestens der Preisangabe) sofort ersichtlich. Die Erläuterungen sind frura und treffend, die Anmerkungen auf das Notwendigste beschränkt. Die Schweiz ist verständlicherweise ausführlich behandelt, jedoch nicht so ausführlich wie der grosse „Spezialkatalog und Handbuch über die Briefmarken der Schweiz" der gleichen Firma (III. Auflage, Katalogteil VIII. Auflage). Die Preise für Europamarken sind gut ausgeglichen, die der deutschen Marken, besonders von Altdeutschland und Deutsche Kolonien natürlich für Deutschland nicht richtunggebend. IV. Wrona Der neue „Wrona Deutschland- Katalog 1938" ist ein Vorläufer des für Ende Oktober angekündigten grossen Spezial-Kataloges, der auch ein besseres Inhaltsverzeichnis „Nur Deutsches Reich" enthalten dürfte. Die Preiserhöhungen bei den deutschen Adlerausgaben, den sog. „kleinen Marken" und denen mit Steg, Reichspost — vor allem auch ungebraucht — und den Deutschen Kolonien wurden erwartet und gehen ganz selten über 100 Prozent: dabei ist besonders das Verhältnis der Preise für gebraucht und ungebraucht verbessert worden. Neu sind einige Klischees bei Altdeutschland und neu aufgenommen wurden die Markenheftchen der Deutschen Kolonien und ein Anhang: Katalog für Gedenkblocks der ganzen Weit, mit richtiger Bewertung. (Fortsetzung folgt.) Die nächste Mri@isM€&rk@M «Eeke erscheint in ca. 4 Wochen. auf VIKTOR WEISS BERUM W. 9, Potsdamer Strasse 26 Nähe Potsdamer Platz Telef. 21 290] Verkao $."rV."J BRIE! Grosso Ans wähl in Neuheiten: AU-Europa und Deutsches Reich FRIEDRICH W @ f. F Länderauswaftien Erledigung vonFehüisten Kataloge — Alben — Nachtrage Fritz Lewin, Berlin W35, Lütaowstr. 91 A. Kataiose. Alben, Nachträge 1933 .letzt bestellen, sc ^ie Bäccks BrieJmarken-Fa!udf.Berlin,Hektorstr.2,pt. Gegründet 1893. Telephon 97 10 84. AüiCEfl AMa. vsßscaü? Liste |1! KOSACK & CO. j gratis H BERLIN. BURGSTRJ3 Ankauf — Verkauf 10—14 Dlir nnd ab 6 ühr LUDWIG METER Berlin W50, fichenbachgtrasse 6 / 2452»