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Central-Verein-Zeitung · 1937-09-23 · 38 (23.9.1937) · page 3

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
38 (23.9.1937)
Date
1937-09-23
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 38 * 1. Beiblatt €MürifaiBig 23.Septbr.1937 * Seite 3 pprendam * braSileiro» Von Professor Dr. H. Reichmann, Säo Paulo Die Schriftleitung korrigiert die Uebungsaufgaben und beantwortet zusätzliche Fragen Iva Rahmen des Möglichen. — Die Einsendungen mit der Anschrift: An die C.-V.-Zeitung, Abtlg. Sprachkurs, Berlin W15, Emser Strasse 42, müssen bis spätestens Dienstag i r ü h nach dem Erscheinen der betreffenden Aufgabe, eingegangen und deutlich, einseitig mit breitem Rand, geschrieben sein; ein adressierter Freiumschlag ist beizufügen. Auch hier sind die 1. Person Sg. und 3. Person PL weder in der Schreibung noch in der Aussprache zu unterscheiden; vielfach wird daher ein Akzent _auf den Stammvokal gesetzt, wie ich beispielsweise in der ersten Form gezeigt habe. Genau wie im Imperfeito, muss auch hier der Wortton dort liegen bleiben, wo er in der 1. Person Sg. war, also comera, comeramos, comeram. Dieses Maisqueperfeito wird in der gesprochenen Sprache meist durch Perfeito ersetzt; in der guten Schriftsprache kommt es aber häufig vor. Futuround Condicional "Während wir bisher gesehen haben, dass alle Futuro aus Inf: Verbalformen aus Stamm (den wir uns aus dem Infinitiv herausschälen konnten) + (Tempuscharakter) + Endung gebildet wurden, gehen Futuro und auch Condicional gemeinsam einen anderen Weg. Futuro und Condicional werden gebildet aus vollem Infinitiv (also mit der Infinitiv-Endung -r) und dem (ausser Gebrauch gekommenen) Hilfsverb haver '= haben, und zwar aus Presente von haver Condicional aus Infinitiv — Imperfeito - Endungen von haver, das also am Ende stets -ia aufweisen muss, da haver nach der II. Konjugation (s dort) geht . . Sg.l. hei 3. ha PL 1. havemos 3. hao Inf. Sg. 1. tomarei ich werde nehmen 3 tomarä er wird nehmen PL 1. tomaremos — wir werden nehmen 3. tomarao sie werden nehmen Inf. Sg. 1. tomaria ich würde nehmen 3. tomaria — er würde nehmen PL 1. tomariamos wir würden nehmen 3. tomariam sie würden nehmen Sg. 1. havia 3. havia PL 1. haviamos 3. haviam Inf. partirei ich werde abreisen partira er wird abreisen Futuro . InL comerei ich werde essen comera er wird essen comeremos wir werden essen partiremos — wir werden abreisen comerao sie werden essen partirao sie werden abreisen Das ohnehin schon stumme h des hei, ha etc. ist auch hier in der Schreibung fortgelassen. In der gesprochenen Sprache oft ersetzt durch vov. tomar etc. Con dicional .Inf- .. . ¥• comeria ich würde essen partiria — ich würde abreisen comeria er würde essen partiria — er würde abreisen comeriamos wir würden essen partiriamos — wir würden abreisen comeriam sie würden essen partiriam sie würden abreisen pessoa f. — Person tia f Tante indigena m. Eingeborener (in Brasilien nur für Bezeichnung der Indianer gebraucht) povo m. Volk maioria f. Mehrheit, die meisten (aber mit Sg. zu gebrauchen) despachante m. Spediteur automovel m. — Automobil conhecimento m. Frachtbrief (zu Lande) und Konossement (zu Wasser) ao bordo an Bord jardo m. Ballen (Ware) Palavras caixa f. Kiste, Kasten pagamento m. Zahlung. Bezahlung preco m. Preis (Geld) mostruario m. Musterkollektion fumo m. Tabak - cachimho m. Pfeife (zum Rauchen) charuto m. — Zigarre cigarro m. Zigarette meia f. Strumpf Base f. Basis, Grundlage ordenado m. — Gehalt (Geld) salario m Gehalt (Geld) metade f. Hälfte occasiäo f. Gelegenheit costume m. — Sitte, Gewohnheit restaurante m. Restaurant visita f. Besuch principio m. Anfang, Prinzip seculom. Jahrhundert (das u ist stumm) quando? wann? quando als (zeitlich), wenn primeiro der erste, zuerst desconhecido, a — unbekannt immediatamente adv. — sofort, unmittelbar relativamente adv. verhältnismässig devido a infolge von comer — essen (allgemein) almocar — frühstücken (mittags, entspricht also beinahe dem deutschen Mittagessen) jantar die Hauptmahlzeit essen (abends, entspricht nicht dem deutschen Abendessen, da das jantar stets warm ist, mit Suppe usw. inklusive Nachtisch und Kaffee) jumar rauchen servir-se de sich bedienen chegar a ankommen voltar — zurückkehren, zurückkommen passear — Spazierengehen necessitar de benötigen Der Rahmen des jüdisch-politischen Lebens VI. Der Balkan Das Leben auf dem Balkan ist ein Dasein zwischen Ost und West, zwischen dem sozialen Formstreben des Westens und dem verfliessenden Sozialleben des Ostens. Die Verlagerung und Umschichtung der politischen und sozialen Probleme hat nun aber auch auf dem Balkan das soziale Formproblem stärker hervortreten lassen. Der Balkan ist in Bewegung gekommen. Auf das jüdische Leben mit seinem etwas erstarrten, schablonenhaften Charakter hat dies seine Wirkungen gehabt. Probleme sind auch hier von der sozialen Seite her aufgeworfen worden, deren Dringlichkeit nicht mehr übersehen werden kann. Das jüdisch-politische Leben, das in einigen Ländern des Balkans immer nur stockend verläuft, das sich in einem etwas patriarchalischen Charakter bewegt, hat nur zögernd an diese soziale Problemstellung Anschluss gefunden. Bisher konnte oft ein ganzes Jahr vergehen, ohne dass in Bulgarien, Jugoslawien oder Griechenland innerjüdisch etwas Belangvolles geschah, das über den Rahmen der üblichen Parteikämpfe hinausging. Es fragt sich, ob man sich dieses Laissez-faire weiter gestatten kann, ob nicht auch hier Zusammenfassung und Konzentration der Kräfte, das Streben nach einer autoritären Mitte, zu einer Notwendigkeit geworden ist. Jugoslawien 70 000 Juden bilden in Jugoslawien eine Gemeinschaft, die eine wechselvolle Geschichte hinter sich hat. AschkSnasim und Sephardim sind auch hier, genau wie in Holland, in getrennten Gemeinden organisiert. Besonders der Süden des Landes ist von Sephardim bewohnt, die aber nur 30 Prozent der jugoslawischen Judenheit ausmachen. Durch Staatsgesetz von 1929 erfolgte der Zusammenschluss der jüdischen Gemeinden zu einem Gemeindebund, der gemeinsam mit der Rabbinersynode die Gesamtinteressen der jugoslawischen Judenheit vertritt, üeber ihn gehen insbesondere alle finanziellen Beihilfen des Staates. Vorsitzender des Gemeindebundes ist der Präsident der aschkenasischen Gemeinde in Belgrad, Rechtsanwalt Dr. Friedrich Pops. Oberrabbiner von Jugoslawien und gleichzeitig Vorsitzender der orthodoxen und neologen (liberalen) "Rabbinersynode ist Oberrabbiner Dr. Alkalay, der auch dem jugoslawischen Senat angehört. Die Gemeinden der Sephardim und der ungarischen Orthodoxie sind in besonderen Gemeindebünden zusammengeschlossen. Die Zugehörigkeit zu den Gemeinden ist zwangsmässig. Also auch hier sind die Gemeinden Rückgrat des jüdischen Lebens, das vom Staate auf religiöser Basis sanktioniert wird, im übrigen aber unbeeinflusst bleibt. Auf das gesamte jüdisch-politische Leben wirkt das zurück. Die Gegensätze verlagern sich auf verschiedene Ebenen. Es bestehen Spannungen nicht nur zwischen Zionisten, die in einer Zionistischen Vereinigung organisiert sind, und Nichtzionisten, sondern auch zwischen Aschkenasim und Sephardim, zwischen Orthodoxen und Neologen und zwischen den Juden verschiedener Landesbezirke, wobei die aligemeine Problematik des jugoslawischen Staates, der Gegensatz zwischen Kroaten und Slowenen, sich bemerkbar macht. Wiederholt sind Mahnungen ergaogen, die Kampfmethoden zu mildern. Sie waren nötig, weil die Gegensätze nicht immer in schönen Formen ausgetragen worden sind. Bulgarien In Bulgarien ist die jüdische Gemeinschaft als Minderheit vom Staate anerkannt. Sie bildet eine nationale und religiöse Minderheit im Sinne der Friedensverträge von 1919. Auf einem Kongress im Jahre 1930 haben sich die Juden Bulgariens als Minderheit erklärt, die unabhängig von Sprache und Staatsangehörigkeit ihr Eigenleben führt. Dieser Kongress der jüdischen Gemeinden Die Dampfertreppe Montevideo, August 1937. Kennt ihr sie nicht? — Die Dampfertreppe, den schön gezimmerten Bretterweg, der am Kai immer bereit steht, um den ankommenden Menschen den kleinen Weg vom Dampfer herab zum Festland zu erleichtern. Wir alle kennen ihn, wir alle sind diesen Weg gegangen, der so schön und bequem ist — aber'wir alle wissen es auch, dass dieser kurze Weg der schwerste unseres Lebens war. Wie fing es doch an. — Lange dauerte es beim Konsul und lange Zeit, bis alle Papiere zusammen waren. Froh schlug das Herz, wir konnten den Weg beginnen. Wundervoll war die Fahrt — Italien, Afrika, Brasilien und das Meer mit seinen unendlichen Reizen. Auf dem Dampfer, Passagiere erster Klasse, gehegt und gepflegt. Feste an Bord, Freunde — Schlaraffenland! Da kam das mit der Dampfertreppe, das Unvergessliche! Wie fing es doch an? — Lange dauerte es beim Anblick der unendlichen Uferstrasse, der Wolkenkratzer stärkte unseren Mut. Papiere, ärztliche Kontrolle, alles ging dank eines unglaublich hilfreichen Beamten des Komitees wie am Schnürchen. Wir durften landen. Fast achtlos gingen wir die Dampfertreppe herab. Da begann das grosse Neue. Die Rechnung mit Pesos begann. Wir sahen das Wenige, was wir mitbrachten, schrumpfen" und suchten im Hafenviertel eine billige Pension. Ein Peso pro Tag! Unser Zimmer hatte kein Fenster und ging nach dem Lichthof. Man musste bei allem sparen. So wurde schnell aus erster Klasse Schiff vierte Klasse Land. Das war der Abstieg über die Dampfertreppe. Und nun kam der Weg mit der Arbeitssuche. Man ist jung und frisch und kann arbeiten! Seinen Beruf hat man gelernt, also mutig auf die Suche. Das Komitee wies eine Stelle beim polnischen Meister nach, 80 Cent pro Tag, da fehlen noch 20 Cent, wenn man einen Peso braucht. Wir schlugen uns durch! Aber wir dachten oft an die Dampfertreppe. Der Meister gab Zulage, 1 Peso, dann 1,20 Peso pro Tag, dann plötzlich hatte er keine Arbeit mehr. Zur Autowerkstatt ging's, wo die amerikanischen Wagen zusammengestellt werden. Da gab's mehr Geld und mehr Arbeit. Und dann kam der grosse Schritt, es fand sich ein Kamerad aus Deutschland. Wir erhielten ein Patent und mieteten zusammen eine Garage und eröffneten ein Installationsgeschäft. Wir konnten auch Möbel bauen und Tapezierarbeit ausführen. Da hatten wir viel Arbeit, denn stets kommen neue Familien an. So bauen wir auf, schon haben wir zwei Gehilfen — aber nichts hätten wir erreichen können, wennn wir nicht den schweren Weg gegangen wären — über die Dampfertreppe, über den polnischen Meister, wo wir die ungewohnten Arbeitsmethoden und die Sprache lernten, an der Autowerkstatt vorbei, wo wir vieles sahen. Der Weg war notwendig zum Aufstieg! — * Nur wer entschlossen ist diesen Abstieg vorzunehmen, wer die Fähigkeiten zum Beruf und zum Handwerk hat, der kann Erfolg haben. Lernen wir aus folgenden Beispielen: Der Arzt: Er war Kinderarzt in einer norddeutschen Stadt. Er kam vor drei Jahren. Keine Möglichkeit, seinen Beruf auszuüben, überall stand das Gesetz im Wege: nicht Kurpfuscher, Heilgehilfe, Masseur, alles versperrt. In seiner Verzweiflung wurde er Vertreter. Sein Einkommen reichte nicht zum Leben. Dann entsann er sich seiner Kenntnisse als Dirigent eines Aerztechors. Er bildete ein Orchester und gab mit Erfolg in der deutschen Kolonie Konzerte. Dann kam der Chakokrieg, er wurde Kriegsberichterstatter, ging als Offizier an die Front von Paraguay, berichtete den Zeitungen hier, machte Rundfunkreportagen. Er hatte als Musiker gut die Sprache gelernt. Jetzt gibt er den Neuankommenden Sprachunterricht. Hat von morgens bis abends ununterbrochen zu tun. Er ist Kapellmeister und Lehrer. Sein Name klingt schon über unsere Kolonie hinaus. Ein Held der Umstellung. Der Kaufmann: Er hatte in Berlin eine Wäschefabrik, kam mit vielen elektrischen Nähmaschinen hier an. Er wollte Wäsche nähen, aber das Geschäft wrar zu klein, die Mittel fehlten. Die Maschinen wurden verpfändet. Es fehlte zum Essen. Da zog er die Reklameuniform an und ging Eis verkaufen. Kamen die reichen Leute im Auto, dann bemühte er sich, gut Spanisch zu sprechen. Man staunte — nach drei Monaten schon gut Spanisch — man kaufte. Kam er in eine Wohnstrasse, dann setzte er einem Jungen die Mütze auf. Erst liefen die Kinder zusammen, dann die Mütter — und alle kauften Eis. Er bekam eine Prämie für guten Verkauf. Dann kam der Herbst, das Eis ging nicht mehr. Er wurde Vertreter und schiäst sich durch. Fast nie gelingt es dem Kaufmann, auf den ersten Anhieb sich durchzusetzen, er muss viel probieren und studieren, bis er das Richtige findet. Dazu gehört Arbeitskraft und Ausdauer. Der Schädling: Er hatte drüben eine grosse Brauerei. Behauptet Tischlerei. Schneiderei gut zu können. Er wurde uns zum Schaden. Niemand behielt ihn, da er weder Kenntnisse noch Willen besass. Die Meister, bei denen er gearbeitet hatte, fordern kein Personal mehr von uns an. * Nicht jeder kommt auf geradem Wege zu uns. Möge der Reiseweg einer Familie mehr sprechen, als ein Buch. Berlin—Barcelona— Genua—Wien—Le Havre—Rio (keine Ausschiffung) — Montevideo — Buenos Aires — Le Havre—Montevideo. Eine andere Familie hat zwei Monate für den Weg von Sao Paulo (mit Touristenvisum) hierher gebraucht. Es ging durch Urwald und den Paranafluss herunter. Nichts blieb ihnen mehr. So irren viele, die glaubten, ohne ordnungsmässige Papiere reisen zu können. Sie mögen hören. Das Ziel ist weit. Und sie mögen nie vergessen, dass auch ihr Weg über die Dampfertreppe führt; jeder muss dt durch"! H. Jacobowski. loberiWolfers W. 15, Kurfürsten dämm 48/49 Tel.: 9247 56 — BQrgersteige, Asphaltierungen, Pflasterungen hat auch die Verfassung der Gemeinden auf eine neue Grundlage gestellt. Als Vertretung der Juden Bulgariens wurde ein Zentralkonsistorium eingesetzt, das den Oberrabbiner ernennt und die vom Staate anerkannten religiösen Gerichte besetzt. Die Gemeinden und zentralen Körperschaften werden gewählt; und zwar auf Grund des Verhältnis Wahlrechts. Bei Einsetzung des autoritären Regimes in Bulgarien wurde 1935 die Frage akut, ob überhaupt noch Wahlen stattfinden könnten, wenn bei allen anderen öffentlichen Körperschaften der Ernennungsgrundsatz eingeführt ist. Anfänglich wurde diese Frage auch von den staatlichen Stellen verneint, schliesslich aber doch bewusst offengelassen. Die Dinge blieben so wie sie waren. Die Verbindung der Juden Bulgariens mit Palästina und dem Zionismus ist sehr eng. Bemerkenswert ist, dass der Präsident des Zentralkonsistoriums, Chaim F a r c h y, im vergangenen Jahre nach Palästina ausgewandert ist, wie denn überhaupt die jüdische Auswanderung aus Bulgarien sehr wesentlich ist. Griechenland Das Leben der Juden in Griechenland ist nur vom Sozialen her zu begreifen. Von den 100 000 Juden Griechenlands wohnen drei Viertel allein in Saloniki. Von diesen wiederum sind 37 000 auf öffentliche Wohlfahrtsunterstützung angewiesen. In einem Gemeinwesen, in dem somit etwa zwei Fünftel aller Angehörigen auf einer sozialen Stufe stehen, auf der nichts weiter wesentlich ist als die Erhaltung de3 nackten Daseins, in einem solchen Gemeinwesen muss auch das gesamte jüdisch-politische Leben einen bestimmten Kurs einschlagen. Alle Probleme mit Ausnahme der sozialen müssen zurücktreten. Sie treten aber nicht zurück. Denn auch das politische Spiel der Parteien war hier entsprechend dem politischen Leben auf dem Balkan vor Einführung des autoritären Staates sehr ausgeprägt. Die Gegensätze sind gross. Auf der einen Seite stehen die in mehrere Gruppen gespaltenen Zionisten, die bis zum vergangenen Jahre die Gemeinde Saloniki beherrschten, bei Neuwahlen aber unterlagen. Auf der anderen Seite steht eine neugegründete „Demokratische Fraktion", die einen Stimmenzuwachs für sich buchen konnte und ein „Verband der jüdischen Hellenen**. Bezeichnenderweise ging der Streit bei den Gemeindewahlen um die Berechtigung von Einsparungsmassnahmen. Die andere Grossgemeinde des Landes, Athen, ist in den letzten Jahren trotz ihres zahlenmässig geringen Gewichtes immer mehr in den Vordergrund getreten. Von hier aus sind Bestrebungen im Gange, den Juden Griechenlands eine Gesamtvertretung zu schaffen. Man will auch das Oberrabbinat, das in Saloniki von Dr. Zwi K 0 r e t z verwaltet wird, nach Athen verlegen, um an der Stätte der Regierung des Landes, die den Juden gegenüber eine wohlwollende Stellung einnimmt und sogar soziale Beihilfen leistet, eine Repräsentanz der Juden Griechenlands zu schaffen. Vor kurzem ist im Zuge dieser Bestrebungen ein Gemeindebund gegründet worden, der von der Regierung auch anerkannt worden ist. Die Beziehungen zwischen Griechenland und Palästina sind sehr rege. Auch hier spielt die Auswanderungsfrage eine grosse Rolle. Eine griechisch-palästinensische Handelskammer för- dert den Warenaustausch zwischen den beiden Ländern. Palästina entsendet hebräische Lehrer nach Griechenland, die in dem dort sehr entwickelten jüdischen Schulwesen tätig sind. Rumänien In einer ihm eigenen Staats- und Gemeinschaftsauffassung steht Rumänien im Kreise' der SKBOSNfA PRTVOT DIE VOLL AROMATISCHE ZIGARETTE NATÜRLICH NIKOTIN ARM * 3± inituMtl^ P \;^frÄ" 5 ^/9/ue^4ia^cmv

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