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Central-Verein-Zeitung · 1937-09-17 · 37 (17.9.1937) · page 16

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
37 (17.9.1937)
Date
1937-09-17
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seife 16 C.-V.-Zeitung Nr. 37 * 17: September 1937 Aus den Gemeinden Berliner Gottesdienste am Sukkot Infolge der für die Tage der Luftschutzübung getroffenen Anordnungen der Behörden sind Aenderungen für den Beginn des Gottesdienstes notwendig geworden, die der Vorstand der Berliner Gemeinde wie folgt mitteilt: Der Gottesdienst am zweiten Abend des Sukkotfestes (20. September) und am Freitagabend (.24. September) beginnt am 17K Uhr. Der Gottesdienst wird ohne Ansprache und ohne besondere musikalische Einlage abgehalten, so dass er spätestens um 18 Uhr beendet ist. Die Laubhütten bleiben an allen Abenden, ausser am ersten Vorabend, geschlossen. Der Besuch der Laubhütten während des Tages ist jedoch wie üblich freigegeben. Für den Fall, dass während der Zeit des Gottesdienstes Fliegeralarm stattfinden sollte, bleiben alle Synagogenbesucher während der ganzen Zeit des Alarms, auch wenn der Gottesdienst beendet sein sollte, in der Synagoge. Der Gottesdienst nimmt sonst seinen normalen Verlauf. * In der Generalversammlung der C h e wT r a Kadischa Gross-Berlin erstattete der stellvertretende Vorsitzende Dr. Galewski den Täiigkeits- und Stadtrat a. D. Rechtsanwalt Dr. T r e i t e 1 den Kassenbericht. In Anerkennung ihrer hingebungsvollen Arbeit wurden gewählt: Hermann Schwarz zum Vorsitzenden, Dr. Galewski zu seinem Stellvertreter. Emil K o c hmann zum Schriftführer, Rechtsanwalt Dr. T r e i t e 1 zum Kassenführer, zu dessen Stellvertreter Walter Kopfstein, zu Beisitzern Jakob Bärenholz und Hein rieh T e s c h - n e r. Mit Dankesworten des Vorsitzenden an Rabbiner Dr. Link schloss die Versammlung. Im Rahmen des Rosch - Haschana - Gottesdienstes wurde in der Synagoge Fasanen- Strasse des 25jährigen Bestehens des Tempels gedacht. Rabbiner Dr. G a 11 i n e r würdigte in seiner Festpredigt u. a. die Verdienste der Männer, die während des letzten Vierieljahrhunderts an der und für die Synagoge gewirkt haben. Der Vorsitzende des Gemeinde Vorstandes, Direktor Heinrich Stahl, hielt eine Ansprache, in der er einen Rückblick auf die Entstehung der Synagoge gab und Worte des Bekenntnisses zu Religion und Gemeinschaft sprach. Vor kurzem starb, 77 Jahre alt. Rabbiner Dr. Heinrich B e r g e r. Er entstammte einer alten Rabbinerfamilie, bekleidete jahrzehntelang das Rabbinat in Krotoschin (Posen), folgte "dann einem Rufe an die Tiergartensynagoge an der Potsdamer Brücke. Bergers Predigten waren einfach und gediegen. Der Jugend war er ein vorzüglicher Lehrer. Auch als er, nach Auflösung der genannten Synagoge, in den Ruhestand trat, stellte er sich immer, wenn man ihn rief, uneigennützig zur Verfügung. Vor kurzem fand in B e r 1 i n - P a n k o w im Rahmen des Sabbatgottesdienstes die feierliche Einführung des vor einiger Zeit gewählten Rabbiners Dr. Äron Ohren stein statt. Der Vorsitzende des Pankower Religionsvereins, Dr. V o g e 1 s d o r f f, dankte dem Vorstande der Hauptgemeinde Berlin für das Verständnis und Interesse, das sie der in Pankow geleisteten jüdischen Arbeit stets entgegengebracht habe. Rechtsanwalt Dr. Alfred Klee überbrachte die Glückwünsche der Berliner Gemeinde. Sodann hielt Rabbiner Dr. Ohrenstein die Festansprache. Dortmund Kürzlich versammelten sich im Dortmunder Hemeindehaus Vorstand und Repräsentanten owie die Vorstände sämtlicher Vereinigungen der Gemeinde, darunter auch des C.-V.. sowie Vertreter des Altersheims zu Unna und der Synagogenchor, um in schlichter Feier Konrektor i. R. Emanuel Goldschmidt die ihm gebührende Ehrung zu seinem 70. Geburtstag zuteil werden zu lassen. In allen Ansprachen kam die Liebe und Verehrung zum Ausdruck, die der Persönlichkeit dieses Mannes und seiner Bedeutung für das jüdische Leben in Dortmund und darüber hinaus gelten. In besonderer Würdigung seiner Verdienste haben die Gemeinde und sonstigen Körperschaften einen „Emanuel-Golds ch m i d t; - F o n d s" ins Leben gerufen, dessen Ertrügnisse minderbemittelten Personen im Altersheim Unna zugutekommen sollen. Dem Jubilar wurde eine von dem Dortmunder Graphiker Pariser künstlerisch ausgeführte Urkunde über diese'Stiftung überreicht. Die Oberin des Altersheims zu Unna überbrachte dem Jubilar die Grüsse der Alten. Emanuel Goldschmidt dankte in der ihm eigenen frischen, humorvollen Art. Dresden Im Gemeinderat wurde der Steuersatz für 1937 beraten und unverändert auf 20 v. H. der Einkommensteuer von 1936 festgesetzt. Die Gemeinde hat damit den Steuersatz abermals verhältnismässig niedrig bemessen. Zu Beginn der Sitzung gedachte der Vorsitzende des gestorbenen Rechtsanwalts Oberjustizrat Dr. Felix Popper, der sich um die Gemeinde verdient gemacht hat. G. J. Frankfurt a. M. Gemeinderabbiner Dr. Heinrich L e m 1 e sprach im Rahmen einer Veranstaltung des Vereins Hauptsynagoge über „Die Sorge um die Jugend" und kündigte an, dass, nachdem schon an der Westendsynagoge eine Jugendgemeinde bestehe, auch die jüdische Jugendarbeit an der Hauptsynagoge umgestaltet werde. In der Sitzung der Gemeindevertretung am. 9. September wurde u. a. die Zusammensetzung der Jugendkommission der Gemeinde beraten, eine Frage, die auf Wunsch der Volkspartei in dieser Sitzung zum erstenmal öffentlich behandelt wurde. ^Nach einem Beschluss des Vorstandes der Gemeinde und der Genieindevertretung soll die Jugendkommission paritätisch — mit je vier Mitgliedern der Liberalen, der Volkspartei und der Konservativen — besetzt werden. Der Fraktionsführer der Volkspartei, Dr. Pomeranz, teilte in einer längeren Erklärung mit, dass er die Mitarbeit in einer so besetzten Jugendkommission entschieden ablehne. Er verlangte für seine Fraktion sechs Sitze in der Jugendkommission und je drei für die beiden anderen. Die vom Vorstand vorgeschlagene Besetzung der Jugendkommission hat sich seit Jahren bewährt, so dass der Fraklionsführer der Liberalen, Dr. Max Mainzer, das Vorsehen der Zionisten bedauerte. Den gleichen Standpunkt vertraten auch Dr. Heiner Mayer und Felix Meyer. ' A. H. J. Köln Die von der Gemeinde auf dem Friedhof Bocklemünd neuerrichtete schlichte, architektonisch eindrucksvolle Gedächtnishalle für die vom früheren, vermutlich bis auf die Römerzeit Grabsteine aus dem Mittelalter in der neuerrichteten Gedcnkhalle auf dem jüdischen Friedhof Köln-Bocklemünd Fat. Hans Bcndix (Köln) zurückreichenden Friedhof Köln-Bonntor überführten Toten wurde am ersten Selichottage mit einer Gedenkfeier geweiht: Vorstand, Repräsentanz und Verwaltung der Gemeinde sowie die Gemeindeangehörigen waren zahlreich vertreten. Die Gedächtnisrede hielt Gemeinderabbiner Dr. Adolf K o b e r. Oberkantor Baum umrahmte die Weihestunde durch erhebenden Gesang. Kitzingen a. M. In der f astlich geschmückten Synagoge in Kitzingen fand kürzlich die feierliche Installation des neugewählten Bezirksrabbiners Gotthelf W o h 1 g e m u t h , Sohn des Rabbiners Dr. Joseph Wohlgemuth s. A. statt. Vertreter der Bezirksgemeinden, Lehrer, Delegierte der Nachbargemeinde Würzburg und die Mitglieder der Gemeinde Kitzingen waren erschienen. Der 1. Vorstand der Gemeinde Gustav Lauber begrüsste die Gäste und dankte Rabbiner Dr. Hanover für die interimistische Verwaltung des Bezirks und dem Ge¬ Meter-Sieg in 56,9 und seinem 1. Platz im Weitsprung mit 5,91 nur noch bekräftigte- In der Klasse 21/22 lag ebenfalls ein Berliner, Ehrlich, mit 12.1 an erster "Stelle, während der Sieg des Jahrgangs 23/24 dem Leipziger Friinkel in der fabelhaften Zeit von 12,2 zufiel. Bei den Mädels scheint ein'" grosse Könnerin im Kommen zu sein: die Königsbergerin Purwin (21/22) durchlief die Kurzstrecke in 13.3. Beim 800-m-Lauf (Jahrgang 21/22) lief Jonas (Berlin) in 2.12,0 der 3,5 Sekunden schneller war als der Beste von 19/20, Meyer (Stuttgart). Aehnlich erging es beim Weitsprung, bei dem Braun. (Leipzig) o,92 m, also gerade 1 cm mehr erreichte als Raht (Jahrgang 19/20). Dafür revanchierten sich die Hochspringer der Gruppe 19/20. Seinfeld (Hamburg") bezwang 1,52 m, Kramberg (Berlin) im Jahrgang 21/22 1,51 m. Der Berliner Grünbaum holte sich, mit 2444,5 Punkten den Drei- Kampf der Jugend A. Der Fünfkampf der Junioren fiel mit 2430,55 Punkten an Blank II (Hamburg). Als einziger Sieger aus dem Vorjahr setzte sich Tombowski (Berlin) mit seinem 13,75-m-Kugelstoss durch. Ellern (Hamburg) warf den ^Speer 45,15 m weit. K—n. * Schild Leipzigs 1. und 2. Fussballmannschaft hatte nicht viel Mühe, ihren Gegner, die Sportgruppe M e i n i n g e n , mit 8 : 0 bzw. 7 :2 zu besiegen, wobei allerdings die mangelnde Spiel- •üögHchkeit der Gäste stark in Betracht gezogen '.verden muss. _ K—n. lordwestdeutschland Fussball in Hamburg Blau-Weiss Hamburg siegte gegen Schild Bremen mit 3 Unter, der einwandfreien Leitung von Hasenberg (Blau-Weiss) entwickelte sich ein flotier Kampf, den die Hamburger, die mehrere Ersatzleute eingestellt hatten, knapp und glücklich für sich entscheiden konnten. Eine kombinierte Elf des Schild Hamburg spielte gegen Makkabi Altona und gewann mit 4:3 (1 :1). Die durch drei Spieler der ersten Mannschaft verstärkte Schild-Reserve hatte sehr zu kämpfen, um die in letzter Zeit erstarkte Altonaer Elf, die in Lewaid einen überragenden Spieler -besitzt, knapp niederzuhalten. Der flotte Kampf wurde von Bauer 'Schild) sicher geleitet. _ P. H. Schlesien Meisterschaften des Blau-Weiss-Goid Breslau Vor kurzem brachte der jüdische Tennisklub „Blau-Weiss-Gold" Breslau seine internen Klubmeisterschaften zum Austrag. Im Herreneinzel siegte S. Schnitzer gegen L. Silberstein 6:4, 1:0 zurückgezogen. Auf dritten Plätzen endeten Huppert, der nach schwerem Kampf gegen Jaffe im 3. Satz gewann und der junge >V. Silberstein, der vorher den Vorjahrsmeister Dr. Heymann schlug und von dem Endsieger erst nach schwerem Kampf im 3. Satz überwunden wurde. Im Herrendoppel wurden L. Silberstein—W. Silberstein über S. Schnitzer—Huppert Meister, wobei wiederum der jugendliche W. Silberstein sehr gute Leistungen zeigte. Das Dameneinzel sah Frl. Schäfer gegen Frau Juliusberg nach zwei hart umkämpften Sätzen siegreich, während das Gemischte Doppel aus zeitlichen Schwierigkeiten nicht zu Ende geführt werden konnte. Dul. * meindeverband für die Wiederbesetzung des Rabbinats. Bezirksrabbiner Dr. Hanover, Würzburg, hielt die Festpredigt und übermittelte die Glückwünsche des Verbandes bayerischer israelitischer Gemeinden und der Nachbargemeinde Würzburg. Den Höhepunkt der Feier bildete die Ansprache des neuen Rabbiners. Lehrer und Kantor N. Bamberger gab der Freude über die Wiederbesetzung " des Rabbinats Ausdruck und überbrachte die Glückwünsche der Lehrer des Bezirks. Königsberg i. Pr. Während nach der Fortschreibung am 10: Juli 1937 noch 2487 Seelen geführt wurden, ergibt die neue Kartei nach dem Stichtag vom 277 Juli 1937 nur noch 2373 Seelen in der Synagogengemeinde Königsberg (einschl. der Landkreise Fischhausen und Königsberg). Seit der Volkszählung von 1933 hat also die Gemeinde um beinahe 1000 Seelen abgenommen. Von den 2373 Gemeindemitsdiedern waren unter 14 Jahre alt 297 (12,5 Prozent), 14 bis unter 25 Jahre 21S (9.2 Prozent). 25 bis unter 45 Jahre 6S4 (28.8 Prozent), 45 bis unter 65 Jahre S32 (35 Prozent), 65 und darüber 342 (14,4 Prozent). Der Landesausschuss Ostpreussen der Jüdischen Jugendverbände setzte seine Bildungsarbeit in Königsberg auch in' den Sommermonaten fort. Vor dem immer mehr zusammenschmelzenden Kreis der jungen Menschen sprach im Juni Dr. Erwin Hirsch über „Die Entstehung des Kultus des vorderen Orients". Seine Ausführungen wurden durch Lichtbilder erläutert. Im August gab Dr. Max. Angerthal einen Einblick in die Geistesströmungen des 19. Jahrhunderts, die er an der Persönlichkeit Gabriel Riessers aufzeigte. 31. A. Leipzig Die Gemeinde wird demnächst einen alten ehrwürdigen jüdischen Friedhof räumen, den ersten, den es in Leipzig gab. Die Konzessionsurkunde lautete, da damals in Leipzig Juden nicht wohnen durften, auf den Namen d^r Gemeinde Brody (Polen); denn aus dieser Gemeinde erschienen zahlreiche jüdische Besucher der Leipziger Messe. München Die Kultusgemeinde München hat das Anwesen Plingauser Strasse 76 angekauft. Die Erdgeschossräume standen bisher schon mietweise dem Jüdischen Turn- und Sportverein JTTJS zur Verfügung und werden nunmehr ausgebaut. Zugleich wird ein Saal geschaffen, welcher auch den Ansprüchen des Kulturbundes genügen soll. Die oberen Stockwerke enthalten Wohnungen. Ca. * Zu Rosch Haschana konnte die Synagoge der Gemeinde Neumarkt (Schlesien) auf ihr 75jähriges Bestehen zurückblicken. Die jüdischen Bewohner des Kreises Neumarkt gehörten bis 1860 zum Synagogen bezirk S ch w e i d n i t z.-erst dann wurde die Genehmigung dazu erteilt, dass Neumarkt mit Kanth und den anderen Orten des Kreises eine eigene Gemeinde bilden durfte. Durch Abwanderung in die Grossstadt und Auswanderung ist die einst blühende Gemeinde sehr zusammengeschmolzen. Trotzdem sorgt der Vorstand dafür, dass in dem schönen Gotteshaus an allen Feiertagen Gottesdienst abgehalten wird. Die schöne Synagoge der einst stattlichen Gemeinde Binswangen (Regierungsbezirk Augsburg) besteht in diesen Tagen 100 Jahre. Den Zeitumständen entsprechend wurde aus Anlass dieses Jubiläums lediglich eine religiöse Feier veranstaltet. Bezirksrabbiner Dr. Ernst Jacob, Augsburg, hielt die Festpredigt. Lehrer M. Neuburg e r, Philippsburg, ein geborener Binswangen sab, an viele Erinnerungen anknüpfend, einen Rückblick auf die Entwicklung der alten angesehenen Gemeinde. * In Z i n t e n (Ostpr.) ist die Synagoge verkauft worden. Die nur noch aus drei Haushaltungen bestehende Gemeinde will sich einer Nachbargemeinde - anschliessen. — Die auf zwölf Personen zusammengeschmolzene Gemeinde Christburg und die Gemeinde Stuhm (beide Westpr.), beabsichtigen ihre Auflösung und den Anschluss an~ Nachbargemeinden. * Die Israelitische Gemeinde A u gs b u r g hat ein zentral gelegenes Haus käuflich erworben und zu einem Altersheim umgestaltet. Es wird am 1. Oktober eröffnet. Zur Leiterin wurde Oberin Berta D o r n a c h e r. die lange Zeit das Stettiner jüdische Altersheim geleitet hat, berufen. _ —mm. Amts jubiläum von Rabbiner Dr. Kantorowsky Am 19. September begeht die Jüdische Gemeinde Berlin-Neukölln das Amtsjubiläum ihres Rabbiners Dr. G. Kantorowsky. Er wirkt 20 Jahre an dieser Gemeinde und kann gleichzeitig auf eine 25jährige Tätigkeit als Rabbiner zurückblicken. 1912 wurde er an die Kultusgemeinde Berriburg a.- S. berufen. 1917 nach Neukölln. Seine von echter Religiosität erfüllten Kanzelreden sowie seine von tiefgründigem jüdischem Wissen zeugenden Lehrvorträge schufen ihm eine immer "grössere Anhängerschaft, die zur Konsolidierung der Gemeinde wesentlich'beitrug. Dr. Kantorowsky hat auch als Leiter der Religionsschule der Berliner Gemeinde und als Lehrer an höheren Schulen eine erfolgreiche erzieherische Tätigkeit ausgeübt. Der jüdischen Jugend ist er ein begeisterter Künder unserer Lehre, den heranreifenden jungen Menschen ein verständnisvoller Freund und Berater. In den jüdischen Organisationen entfaltete Dr. Kantorowsky eine umfassende Wirksamkeit und geniesst darum in weiten Kreisen der Berliner Gemeinde viel Wertschätzung und Verehrung Um den Jüdischen Ceritral-Verein hat sich der Jubilar besondere Verdienste erworben. Er gehörte zu den Mitbegründern der Neuköllner Ortsgruppe und ist seit Jahren ihr Vorsitzender. Wir wünschen dem Jubilar noch viele Jährzehnte gesegneten Wirkens._ 50 Jahre Hauptsynagoge München 1887—1937. Herausgegeben im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde München von Leo B a e r w a 1 d und Ludwig Feuchtwanger; München 1937. In neun Kapiteln mit Beiträgen der Herausaeber und von Werner C a h n m a n n , Arthur Cohen, Emanuel Kirschner, Rudolf Wassermann und Alfred N e u - m e v e r wird die Geschichte der Juden in München vom- 12. Jahrhundert bis auf unsere Zeit erzählt, von ihren Rabbinern und Vorständen, ihrer soziologischen und kulturgeschichtlichen Entwicklung.' ihren Synagogen und ihrer Liturgik. Eine Reihe geschmackvoller Photos erhöhen den Wert der Erinnerungsgabe. Die Schrift will keine wissenschaftliche Leistung sein. Was sie über .den Kreis der Münchener Gemeinde hinaus lesenswert macht, ist die Tatsache, dass hier einmal in schlichter Treue Bild und Entwicklung einer durchschnittlichen Gemeinde ersteht, einer Kehilla:,_ die weder zahlenmässig noch durch spezifischjüdische Leistungen andere Mittelgemeinden Deutschlands überragte, die aber eben deshalb als typische Vertreterin einer grossen Zahl jüdischer Gemeinden Deutschlands bemerkenswert ist. —mm. Ans dem gleichen Anlass fand am 16. September im Gotteshaus selbst eine Feierstunde statt, in der Gemeinderabbiner Leo Baerwald die Festpredigt hielt. Nach ihm sprach der Vorsitzende* der Gemeinde. Alfred Ncuracyer. Musikalische Vorträge umrahmten die feierliche Handlung. _ Die Bedeutung dieses Jubiläums wurde in Nr. 35 der C.-V.-Zeitung vom 2. September gewürdigt. Aus den Familien Frau Ulrike Ma nasse (Bcrlin-Schöneberg) beging ihren SO. Geburtstag. — S i m o n s (früher Düsseldorf, jetzt Amsterdam) feierte am 6. September seinen 80. Geburtstag. * Lehrer und Kantor Sicgmund J ä ekel, Kasse!, der am 1. Juli 1932 in den Ruhestand trat, beging am 5. September seinen fiO. Geburtstag. Jäckel gehört zu den ältesten und treuesten Freunden des C.-V.: in Kassel hat er lange Zeit das Amt des Kassierers mit der ihm eigenen Gewissenhaftigkeit bekleidet. * Am 20. September wäre der am 5. Februar 1913 gestorbene Rabbiner Dr. Adolf E h r 1 i e h . Königsberg. 100 Jahre alt geworden. Er war Schüler von Leopold Zunz und Michael Sachs und gehörte zu den Mitarbeitern der „Allgemeinen Zeitung des Judenthums". Der Gedenktag wird im Festgottesdienst in Tilsit am 20. September gewürdigt. a u s li « ii in > w c i f t; ■ ^" f •>■->■ umn. ii i«"' 23. September, jeweils 9 bis 12>4 Uhr, statt. %osistkSüsse utuk ikkm$ Erscheint wöchentlich ohne Gewähr. Posischluss für •Luftpostsendungen, bei folgenden Postämtern: Berlin C2: Frankfurt/Main. Iiahnpostamt 19 oder Flughafen: Köln, Flughafen. Einwurf bei anderen Postämtern oder in anderen Orten bis zu 1 Tag früher. Abkürzungen: B. A. Buenos Aires: C. Cuxhaven: Chcrb. Cherbourg: LH. Le Havre: Mars. Marseille. Ziffern in Klammern Postschlusszeiten. Ab Seeweg nach Nordamerika An Berlin Hamburg Bremen Cherb. N.-York 20. '9. 20. 9. C19) ..Europa" 21.9. 22. 9. 27. 9. 21.9. 21. 9.(17) .'.Manhattan" 22.9. (C) 23.9. 30.9. (LH) . . 22.9 . 23.9.(8) „Xew-York" 23.9. (C) 24.9. 1.10. Luftweg: Zurzeit nur Nachbringeflüge Köln-—Cherb. („Mit Luftpost ab Köln zum Dampfer") Zuschlag 15 Pf. für je 20 g Berlin Köln Cherb. N.-York 21. 9. (18) 22. 9. (9) Flug z. „Europa" 22. 9. 27. 9. Seeweg nach Südamerika Berlin Frar.kf. Münch. Mars, Neapel Rio B. A. 17. 9. (19) 18. 9. (8) 20. 9. 5.10. 9.10. 23. 9. (17) 24. 9. (9) 25. 9. 7.10. 11.10. Luftweg: Zuschl. 1,50 RM für je 5 g (1,25 Brasil.) Berlin Frankfurt Rio B. A. 18. 9. (13) 18. 9. (15) Franz. Luftpost 21. 9. 22. 9. 22. 9. (21) 22. 9'. (24) Deutsche Luftpost 25. 9. 26. 9. Seeweg nach Südafrika Berlin Hamburg Köln Southampton Kapstadt 19. 9. (10) 19.9. (24) 22. 9. 7.10. 22.9.(14) 22.9.(21) 24.9. 11.10. Luftweg: Zuschlag 35Pf. für je 5 g Berlin München Brind. Athen } 19.9.(6) r , v 20.9.(18) 22.9.(7) > rZ??"' 22.9.(6) 8-9 TaSe 24.9.(18) 26.9.(7) J See- und Landweg nach. Palästina 18. 9. (6) 20. 9. (9) 21. 9. (ß) 24. 9. (9) Berlin 17. 9. (19) 18 . 9. (15) 19. 9. (14) 22. 9. (IG) 21. 9. (16) München 18. 9. (9) 19. 9. (9) 20. 9. (9) 23. 9. (9) 22.9. (9) Ilaifa 22. 9. 24. 9. 24. 9. ^8 9. Laufzeit ca. ™A Tage via Belgrad—Istanbul 21. 9. Schiff ab Piraus via Belgrad—Istanbul . Schiff ab Brindisi via Belgrad—Istanbul 27. 9. Luftweg: Zuschlag 10 Pf. für je 5 g; wind. 15 Pf. Berlin München Athen Brindisi ) 18.9.(3) 19.9.(5) | 18.9.(9) 18.9.(18) 20.9.(7; 20.9. (6) 21. 9. (11) 22. 9. (3) 23. 9. (8) 22. 9. (9) 22. 9. (IS) 24. 9. (7) 24. 9. (6) 25. 9. (11) ) Briefkastenentlcerung vom 20. bis 26. September nur bis 19 Uhr. Wegen der Veidunkeltuigsmassnahmen empfiehlt die Reichspost, alle Postsendungen Ins spätestens 17 Uhr aufzuliefern, da die Briefkastenentleerungen, soweit erforderlich, ab 19 Uhr eingestellt werden. Eilige Sendungen können bei den Postämtern, Berlin C 2, Königstrasse, N 4, am Stettiner Bahnhof, NW 7. Dorotlieenstr. 18, WS, Französische Str. 9—12. W9, Linkstr. 4/5. SW11, Möckernstr. 138, O 17. Fruchtstr. 8 und Berlin-Charlottenburg 2, Oocthcstr. 2/3. auch während der Verdunkelung jederzeit aufgeliefert werden.

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