Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 37 (17.9.1937)
- Date
- 1937-09-17
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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BeTBTaft * Nr. 37 T7. SepfemBer T93Z * Seife H Eine Fussball-Lektion / tms!-tn In gleichem Masse wie die Saison der Sommersportarten, vor allem die der Leichtathletik und des Tennis, im Abklingen begriffen ist, rückt der Kampf um den runden Ball in den Vordergrund des sportlichen Interesses. Nur wenige Wochen noch — und die Fussballer innerhalb der jüdischen Sportbewegung Deutschlands sind „mitten drin" in ihren Verbandsspielen, Pokaltreffen und Meisterschaftskämpfen. Da mag es schneien und stürmen, mag grimmiger Frost oft ein Spielen unmöglich erscheinen lassen, richtige Fussballer ficht das nicht an. Sie sind — und mit ihnen die unentwegten Zuschauer, deren es im jüdischen Sport leider so wenige gibt — im Banne jenes kleinen runden Lederballes; sie -erwärmen sich, aktiv und passiv, an den Kämpfen auf dem Rasen, den spannenden Tormomenten und den stets wechselnden Kampfszenen von Mann gegen Mann. Das ist ihre Leidenschaft. Die Saison beginnt. Es bleibt abzuwarten, wie es diesmal um die Spielstärke im jüdischen Fussball aussehen wird, welche Vereins am erfolgreichsten ihren Nachwuchs an Stelle der sich überall auswirkenden Abgänge in Erscheinung treten lassen können. Werden Stuttgarts Schild und Hakoah ihre Ueberlegenheit beibehalten, wird indes Nürnberg oder Frankfurt a. M. diese Hochburg erschüttern können, oder ist -wieder mit den Berliner Vereinen, mit Bar Kochba Hakoah und ISG 33, den Verbandsmeistern früherer Jahre, zu rechnen? Hoffen wir, dass die Geschehnisse, die diese Fragen beantworten sollen, fair, interessant und ohne Zwischenfälle einen dem jüdischen Sport würdigen Verlauf nehmen mögen. Regeländemngen — nicht besonders wichtig Wohl treten einige Aenderungen des Regelwerks mit Beginn der neuen Spielzeit in Kraft. Es ist nötig, sie zu erwähnen, obwohl sie nicht von wesentlicher Bedeutung sind. So heisst es, dass — für internationale Spiele — das Ballgewicht um 30 Gramm, also auf 396 bis 453 Gramm heraufgesetzt wird, dass dazu die Klötzchen unter den „Fussballtöppen" in -Zukunft nicht mehr 'durch Metalleisten verbun-' den sein dürfen, um Verletzungen auszuschliessen, und dass drittens ein Schied s - flehte>tball wiederholt werden muss, wenn er, ehe er den Boden erreicht, von einem Spieler berührt wird. Fernerhin ist bestimmt, dass bei der Ausführung eines Elfmeter balles der Torsteher solange auf der Torlinie zwischen den Torpfosten zu stehen hat, bis der Stoss erfolgt ist. Womit erfreulicherweise das unfaire „neben das Tor stellen" verhindert wird, mit dem der Torsteher seine und seiner Mannschaft Unzufriedenheit mit der Entscheidung des Schiedsrichters zum Ausdruck bringen wollte. Und schliesslich die Ausnahme: eine Aenderung, die wichtig erscheint, vor allem auch, weil sie neu ist. Sie. besagt: Der Freistoss für die verteidigende Mannschaft im eigenen Strafraum wird dem Abstoss gleichgesetzt, d. h. der Ball muss beim Freistoss vom ausführenden Spieler über die Strafraumgrenze gestossen werden, bevor er als im Spiel befindlich gilt. Zweierlei will der Regelgeber damit erreichen. Zunächst sollen die Möglichkeiten des Angriffs auf den Torsteher verringert, zum anderen ein flüssigeres Spielgeschehen in die Wege geleitet werden, indem der Freistoss sofort mit weitem Schlag ins, Spielfeld befördert wird, anstatt — wie bisher oft — ihn erst dem Torsteher zuzuschieben, der den Ball zeitraubend mit der Hand aufnimmt, um ihn dann von sich aus ins Spiel zu geben. Wie wird richtig eingeworfen? Allzu oft, selbst in den Spielen erster Mannschaften, kann man die Beobachtung* machen, dass Einwürfe infolge regelwidriger Ausführung abgepfiffen werden müssen. Sogar mehrmals hintereinander. Das sind nicht allein versagende Nerven, die im Kampf die richtige Ausführung des Einwurfs vergessen lassen, das ist in vielen Fällen Unkenntnis der Regel, derentwegen eine' Mannschaft sich sicherer Vorteile begibt. Dabei heisst es im Regelwerk eindeutig und klar — man muss es nur genauestens beachten: Im Augenblick des Einwurfes muss der Spieler auf beiden Füssen stehen, das Gesicht dem Spielfeld zuwenden, wobei sich ein Teil eines jeden Fusses auf oder ausserhalb der Seitenlinie befinden muss. Er muss den Ball mit beiden Händen über seinen Kopf in beliebiger Richtung einwerfen. Auf gute Schiedsrichter kommt es an Kürzlich veröffentlichte die englische Schiedsrichtervereinigung ein Manifest, in dem Walter J. Lewington, der bekannte Internationale und Präsident dieser Vereinigung, einen lesenswerten Aufruf zur Schiedsrichterfrage veröffentlichte. Er bringt darin folgende allgemein interessierende Ansichten zum Ausdruck: Das Schiedsrichterwesen ist noch nie so kritisiert worden, wie es zur Zeit und überall geschieht. Ich finde, dass der moderne Fussball nach Sehiedsrichter-Uebermenschen verlangt, da dss Publikum auf Grund der eigenen Erfahrungen und der durch die Zeitungen erlangten Informationen nur schwer zufriedenzustellen ist. Wir Aeltercn müssen daher den jungen Kollegen mit Rat und Tat zur Seite stehen. An uns liegt es, aus unseren Nachfolgern gute Referees zu machen. Ein Schiedsrichtermuss körperlich und seelisch in der Lage sein, gleichmässig auf der Höhe zu bleiben, nicht in einer Woche etwas Besonderes leisten, um in der anderen wiederum zu versagen. Es steht dem Schiedsrichter -weder an, in seinem Auftreten und seinen Entscheidungen zudringlich zu sein, noch darf einer sein Amt um des materiellen Vorteils willen ausüben. An die Linienrichter: Gebraucht die Fahne so, wie ihr es wünschen würdet, wenn ihr selbst im Felde stündet. Versucht niemals zu dominieren. Xur der Schiedsrichter darf dies tun, und wenn er nicht die erwartet starke Persönlichkeit ist, dann versucht nicht, seine Stellung zu untergraben. Ihr. würdet für euch keinen Nutzen haben, aber ihn unmöglich machen. Dem Publikum wird es stets imponieren, wenn Funktionäre einmütig zusammenarbeiten. Auch in der jüdischen Sportbewegung hat das Schiedsrichterwesen in letzter/Zeit oft eine Kritik erfahren müssen. Es ist müssig, darüber zu urteilen, ob mit Recht oder Unrecht. Fest steht in jedem Falle, dass tatsächlich nur wenige gute Schiedsrichter vorhanden sind, deren Können und Autorität von vornherein ausreicht, um die zum Teil recht schweren Spiele unserer Serien glatt durchzubringen. Es muss eben etwas seitens der Sportausschüsse und Verbände geschehen, das heisst für die Fortbildung bzw. Ausbildung eines genügend grossen und guten Schiedsrichterstabes Sorge getragen werden, um den ordnungsgemässen Ablauf des gesamten Spielbetriebes gewährleisten, zu können. Man wird sich allerdings über einzuschlagende Massnahmen schnellstens einig werden müssen; denn Zeit ist nun nicht mehr zu verlieren. In diesem Zusammenhang interessiert es auch, dass in England, dessen Fussballsport, was Härte, aber auch absolute Fairness anlangt, für die Welt beispielhaft ist, beider Aufsichtsverbände, der der „Profis" wie der der Amateure, zu Beginn der Saison eine öffentliche, scharfe Mahnung an ihre Spieler erlassen haben. Darin wird angekündigt, dass bei unfairem Spiel rücksichtslos durchgegriffen werden soll; die Schiedsrichter seien nicht, nur befugt, sondern sogar verpflichtet, jeden Spieler, der sich durch unfaire Handlungen unliebsam bemerkbar macht, ohne weiteres vom Platz zu weisen. Rücksichtslos, wenn es sein muss, und objektiv, ohne Ansehen der Verbands- und Vereinszugehörigkeit — so mögen auch unsere Schiedsrichter ihres Amtes walten. Manfred Friedmann Berlin Sportfest des Makkabi Es war nichts Rechtes, was diesmal die Berliner Makkabivereine bei ihrem gemeinsamen Sportfest am 12. September zu bieten wussten. Auswahlspiele kombinierter Handball- und Fussballmannschaf ten, einige uninteressante Leichtathlelikwettbewerbe und dazu drei Boxkämpfe, die jedoch gleichfalls nicht zu begeistern wussten: das war das Programm dieses schon infolge des schiechten Wetters stimmungslos verlaufenen Nachmittags. Man kann derartige Veranstaltungen sicherlich vorteilhafter gestalten. So jedenfalls wiibt man nicht für den jüdischen Sport. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Boxkämpfe. Im Federgewicht gelang es dem Berliner Katz seinen Brcslauer Gegner Pick dank grösserer Reichweite und seiner überlegteren •Kampfesweise eindeutig auszupunkten- Hauser (Hakoah Essen) war der Partner des Berliners Eskenazi im Leichtgewicht. Nachdem die ersten beiden Runden ausgeglichen schienen, vermochte der Essener in der Schlussrunde nach vorn zu kommen und sich noch einen klaren Sieg zusammenzupunkten. Den letzten Kampf bestritten Lewkowitz („Maecabi") und Stern (Hakoah, Essen) im Halbschwergewicht. Der Berliner war der Bessere und Schlagstärkere, erschütterte seinen Gegner bereits in der 1. Runde, besass jedoch später' selbst nicht mehr Kraft genug, um den überaus harten Essener für die Zeit zu Boden zu schlagen. Lieser (Bar Kochba Leipzig), der den Hauptkampf mit dem Berliner Rüben bestreiten sollte, musste infolge einer Verletzung absagen. Von den Leichtathletik Wettbewerbern interessiertcnf}dcr Fünfkampf, den der Bar Kochbaner Hecht vor dem neuen Mann des ISK, Gerson, gewann. Gerson lief dabei die 200 m unangefochten in genau 24 Sekunden und sprang 6,21 m weit. Bei den Alten Herren siegte Wesnia über 100 m in 12,5 (mit 5 m Vorgabe) und über 2000 m in 7.26.0 vor Salomon. Beginn und Abschluss der Veranstaltung bildeten Auswahlspiele kombinierter Berliner Makkabimannschaftcn im Handball und Fussball. Man wird nach ihnen die Mannschaften benennen, die den Berliner Makkabibezirk im Endspiel um den Verbandspokal des deutschen Makkabikreises am 3. Oktober vertreten werden. M. F. Bei den internen Boxkämpfen, die der IBC „M a c c a b iu am 9. September durchführte, gab es eine Anzahl schöner Leistungen. Bei den Schülern siegten Billard. Schnapp. Hahn I und II, Zylbermann und Wasserreich, bei den Jugendlichen Kolski II und Schloss, während die Begegnungen Heynemann gegen Streit und Frey gegen Toporek II unentschieden verliefen. In den Treffen der Senioren gab es Siege von Katz über Peres und Lewin über Goldmann II, einen ko. von Politzer durch Heim und den schönsten Kampf dieses Abends zwischen Rüben und Eskenazi II, den der ganz ausgezeichnete Rüben nach farbigem Kampfverlauf klar nach Punkten gewann. Südwestdeutschland Schild Frankfurt a. M. schlägt Bar Kochba im Fussball 2 : 1 Am 12. September trafen sich in Frankfurt a. M. die 1. Mannschaften von Bar Kochba und Schild im Pokal-Endspiel des Spielausschusses. Die erschienenen 400 Zuschauer erlebten eine grosse Ueberraschung. Bar Kochba begann überlegen und selbstbewußt. Sofort lagen seine' Angriffe in des Gegner? Hälfte, doch dort stand eine eisenharte Verteidigung und ein entschlossener Torhüter. An diesem Trio zerschellten die Angriffe der Blau-Weissen, die erst_ in der 20. Minute in Führung zu gehen vermochten. Nun aber kamen auch die Scfi^ld-Manncn auf. Fünf Minuten später hiess es 1 :1 und kurz nach der Pause durch eine wunderbare Kombination des Schild- S'turms 2 :1. Der Ausgleich lag mehrmals in der Luft, jedoch immer wieder fuhren sich die Bar Kochba- Stürmer arf dem eisernen 'Schlusstrio des Gegners fest. Bis zum Schlusspfiff änderte sich nichts mehr, am Resultat. Schiedsrichter Sinauer (Karlsruhe) leitete ausgezeichnet. Die Technik der Blau-Weissen hatfe ihren Meister in dem Elan und dem Kampfgeist der Schild-Elf gefunden. K. Lebhafter Handballbetrieb Am 12. September traten sich im Freundschaftsspiel die 1. Mannschaften des Bar Kochba Frankfurt a. M. und des Schild Wiesbaden gegenüber. In einem überaus harten Spiel siegte Bar Kochba 10 :3 (3:2). Wiesbadens Mannschaft litt stark unter Verletzungen. Das Resultat gibt daher nicht die wahre Spielstärke der Wiesbadener Einheit wieder. Im fälligen Pokalspiel standen sich Bar Kochba II und Schild Frankfurt a. M. I gegenüber. Das Spiel war eine' einseitige Angelegenheit für den Schild. Resultat: 10:1 74:0). Das Spiel der Frauen Bar Kochba Frankfurt a. M. gegen Schild Wiesbaden gewann Bar Kochba 5 : 3. Schuisportverein Philanthropin siegte gegen Schild Jugend 7 :4. Weitere Fussballergebnisse: ISV Offenbach a, M.—ITB Frankfurt a. M. I 7 :3 (3:1): ISV Offenbach a. M. A. H.—Schild Heilbronu A. H. 2:1 (1:1); ISV Offenbach a. M. Jugend- Schild Frankfurt a. M. Jugend 3:1 (2 :0): Schild Frankfurt a. M. A. H.—Schild Mannheim A. H. 1 : 2 (0 :1): Schild Frankfurt a. M. Schüler—Philanthrop in •Frankfurt a. M. Schüler 1:2 (1:1). K. * Bar Kochba Frankfurt a- M. hat sich sowohl mit seiner H a n d b a 11 - als auch mit seiner Fussb a 11 mannschaft die Berechtigung an der Teilnahme der Zwischenrunde zur Vereinsmeisterschaft des Deutschen Makkabikreises erkämpft. Westdeutschlands Meister, Makkabi Düsseldorf, der Gegner der Vorrunde, musste sich in Frankfurt a. M. im Handball nach schönem, offenem. Spielverlauf nur 5 :7 (2 : 3), im Fussball dagegen eiitdeutig und klar 1: 4 (0: 0) geschlagen bekennen. In einem T e n rii sturnier siegte Schild (Frankfurt a. M.) gegen Bar Kochba (Frankfurt a. M.) 12 :1. Fäustball-Turnier in Göppingen Die rührige Göppinger Sportgruppe führte ein in .jeder Beziehung mustergültig .verlaufenes Faustballturnier durch, an dem Mannschaften aus Augsburg, Stuttgart, Heilbronn, Göppingen und Esslingen teilnahmen. Ergebnis: 1. Schild Stuttgart I 10 Punkte, 2. PTG Augsburg 8 Punkte, 3. Schild Heilbronn 6 Punkte, 4- Waisenhaus Esslbgen 4 Punkte, 5. Schild Göppingen 2 Punkte, 6. Sehii-d Stuttgart II 0 Punkte. Bckh. Fussballbliizturnier in Pforzheim Die Sportgruppe Pforzheim veranstaltete vor Beginn der Verbandsspiele ein Fussballblitzturnier, das Einblick in die Spielstärke der an den kommenden Rundenspielen teilnehmenden Vereine gewährte. Die Mannschaft des TC Karlsruhe 1003 wurde verdienter Turniersieger. Pforzheim landete vor Schild Heilbronn bei gleicher Punktzahl infolge des besseren Torverhältnisses auf dem zweiten "Platz. Schild Worms musste sich mit dem vierten Platz, Hakoah Karlsruhe mit dem fünften Platz begnügen. K. W. Jugendtag in Karlsruhe Der T. C. K. 03 veranstaltete am 12. September einen Sporttag der jüdischen Jugend. Fast annähernd 100 Jungen und Mädel der Jahrgänge 1921 bis 1928 nahmen mit grossem Eifer teil; weder das regnerische Wetter noch die dadurch hervorgerufenen weniger guten Platzverbällnisse konnten ihre Begeisterung dämpfen. Man sah zum Teil sogar sehr ansprechende Leistungen. So ist der Weitsprung eines dreizehnjährigen Mädels mit 4.40 m und der Hochsprung eines zehnjährigen Mädels mit 1,15 m sehr beachtlich. Bei den Jungen überragten der Hochsprung eines Dreizehnjährigen mit 1,40 m und der 100-m-Lauf eines Fünfzehnjährigen mit 13,5, wobei die aufgeAvekhte Grasbahn zu berücksichtigen ist. Alles in allem ein gut organisiertes und begeistert aufgenommenes erstmaliges Unternehmen. K. W. Rheinland-Westfalen Kölner Sieg in M.-Gladbach Drei Fussballmannschaften des JTV 03 Köln statteten Schild M.-Gladbach-Rheydt einen Besuch ab. Die 1. Mannschaft der Gastgeber spielte, in schwacher Form, dagegen erwies sich bei den Kölnern eine grundierende Aufstellungsiinderung als vorteilhaft. Von Beginn an waren die Kölner überlegen, führten bei der Pause 2:0 und siegten schliesslich 4 :2. Dieses Ergebnis mag wohl dem Stärkeverhältnis entsprechen, wird aber der diesmal bedeutend besseren Gesamtleistung der Kölner nicht gerecht. Im Kampf der 2. Mannschaften blieben die Kölner mit 3:2 im Vorteil, dagegen schössen die M.-Gladbacher Schüler einen 6 :0-Erfolg heraus. J. G. ISG Dortmund—Bezirk Westfalen 3:3 'Anlässlich der Vereinsmeisterschaften der JSG Dortmund in Gelsenkirchen spielte eine Fussballauswahlmannschaft des Sportbund- Bezirks Westfalen gegen JSG Dortmund."Die Rotitee Sm d md Sonnabend, 18. September Rheinland-Westfalen Boxen: Verbands kämpf Schild Westdeutschland—Makkabi Westdeutschland, Köln, Gemeindehaus. Beginn 20 H Uhr. Sonntag, 19. September Schlesien Fussball: Schild Neisse I—Sportgruppe Breslau Junioren, verlegt vom 12. September, Breslau, Sportplatz Krietern, 14^ Uhr. Rheinland-Westfalen Fussball: Pokalspiel Schild Gelsenkirchen Jugend—JSG Dortmund Jugend, Gelsenkirchen, Sportplatz Hohenfriedberger Strasse, 11 Uhr. Kurze Sportnotizen Bela Komjädy, der Begründer ungarischen Wasserba'llruhms bleibt unvergessen. Bei den kürzlich durchgeführten Weltmeisterschaften in Budapest, die im übrigen von der ungarischen Sieben mit Brody und Sarkany, den Olympiakämpen, gewonnen wurden, versammelten sich die Vertretungen sämtlicher an den Spielen teilnehmenden Mannschaften und legten nach einer schlichten Gedenkfeier am Grabe Komjädys Lorbeerkränze nieder. Studenten-Weltmeister in Paris wurden im Dameneinzel der Tennis konkurrenz die Französin Mlle. Goldschmidt und im Speerwerfen der junge Estländer I s s a k, der die ausgezeichnete Weite von 70,25 Metern erreichte. Zwei Weltrekorde im Gewichtheben erstritt sich kürzlich in Wien Olympiasieger Robert Fein. Im beidarmigen Reissen kam er auf 111,5 Kilogramm und im beidarmigen Drücken auf 108,5 Kilogramm. Daneben verbesserte er einen österreichischen Landesrekord und einen olympischen Rekord. Am 12. September wurde Fein dann Zweiter im Pariser Weltmeisterschaftsturnier. . Oesterreichische Strommeisterin 1937 wurde die Hakoah-Sclrwimmerin .-Lichtner. Im gleichen Wettbewerb der Herren besetzten die Vertreter der Hakoah .Wien den 2. bis 5. Platz. Max Baer ist in die Box ereignisse der Schwergewichfs-Weltklaese wieder eingeschaltet. Mike Jacobs hat ihn zum 29. Oktober in Kontrakt genommen, wo er im New-Yorker Madison Square Garden gegen Ex-Weltmeister Jimmy; Braddock boxen wird. - Oesterreichs Fliegengewiclitsmeister Ernst Weiss -schlug in Wien Weltmeister Angelmann klar und überlegen nach Punkten. Der Kampf ging nicht um den Titel. Am 17. September wird Wreiss nun um den Europatitel im Bantamgewicht gegen Belgiens Meister Petit Biquet boxen.!!!S!illl!!!!!!l!l!ll!l!!!!!i!I weissen hatten reichliches Schusspech, während die gelegentlichen Durchbrüche der Westfalen stets gefährlich waren. Das verdiente 3 :3-Unentschieden wurde beiden Mannschaften gerecht. "R. B. Leistungsschau der JSG Dortmund Am 12. September wickelte die JSG Dortmund in Gelsenkirchen ihre leicht-* athletischen Vereinsmeisterschaften ab. Das Sportfest, das hei günstiger Witterung und gewohnt guter Organisation flott abgewickelt wurde, sah üher 120 Dortmunder Schild-Sportler und Gäste aus Essen, Gels-enkirchen, Recklinghausen und Münster i. W. am Start. Leider war die Bahn recht schwer und die Sprunganlage noch immer nicht in Ordnung. Keben der vorzuglichen Breitenarbeit sind vor allem zwei* Ergebnisse hervorzuheben: Hannelore Pels (Essen) versuchte sich erstmals über 200 m und konnte sich mit 29,6 gleich auf den zweiten Platz der „Fünf-Besten-Listetl vorarbeiten, Mosbach (Gelsenkirchen) lief ohne ernsthafte Konkurrenz die 100 m in 11,6 und die 200 m in 25,2. Diesen siebzehnjährigen Jungen, der als Schüler_ in England weilt, im nächsten Jahr aber zu den Meisterschaften zurückkommt, wird man im Auge behalten müssen. R.B. Hakoah Essen schlägt Gelsenkirchsn Vor kurzem trafen sich in Gelsenkirchen Hakoah Essen und Schild Gelsenkirchen zu einem Freundschaftskampf. Während die Essener mit mehreren Ersatzleuten antreten mussten. hatten die Schildleute in Weinberg (Bochum) eine Verstärkung. Das faire Spiel war zumeist verteilt, wenn auch der knappe 2 :1-Erfolg für Essen durchaus verdient ist. M. R. Mitteldeutschland Makkabi-Jugend in Leipzig Die leichtathletischen Jugend- und Juniorenmeisterschaften des Deutschen Makkabikreises am 12. September standen unter einem schlechten Wetterstern. Von den fast 200 gemeldeten Teilnehmern konnten die Berliner den Löwenanteil an Preisen einheimsen. Ihre'Ueberlegenheit zeigte sich vor allem in den Kurzstrecken und den Staffeln. Bei der zum Abschluss gelaufenen Theodor-Herzl-Staffel vermochten beide Berliner Mannschaften sogar vorn zu enden. Die beste Leistung des Tages bot jedoch der kleine Kölner Rath. Wenn er auch im 100-m-Lauf (Jahrgang 19/20), den der Berliner Barrasch in 11,9 gewann, nur den 3. Platz erzielte, so sind seine im Zwischenlauf erreichten 11,6, die auch der Junior Rafael in seinem Endlauf erzielte, doch der Beweis seiner grossen Veranlagung, die er mit seinem 400-