Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 37 (17.9.1937)
- Date
- 1937-09-17
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2277379-2277516-2277553--12219-2281811- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seife 2 C.~V.-Ze»f ung Nr. 37 * 17. September 1937 Herbst reisen PALÄSTINA ab Triest, Marseille, Constanza. Schiffsreisen nach allen Ländern der Welt JÜbIFHEEI ü'HLEIi Stefi^gTTeia2496L Palestine & Orient Lloyd. sehen Massstäben misst, dünkt es, dass allein ein jüdischer Staat das Golus liquidieren und damit alle Unsicherheit überwinden, emanzipatorisches Streben dagegen den Zustand der Ungesichertheit verewigen würde. Aber, gesetzt der Traum vom jüdischen Staat würde Wirklichkeit, würde die Frage nach der Sicherung jüdischen Lebens damit gelöst sein? Sie würden sich nur in neuen Formen fortsetzen, ja neue bis dahin nicht bekannte Probleme innerhalb dieses Fragenkomplexes würden auftauchen. Ein jüdischer Staat würde jetzt um die äussere Sicherung gegenüber den Völkern zu kämpfen haben. Dieses Streben ist gewiss noch nicht verwerflich, denn wie es das gute Recht jedes einzelnen ist, seinem Leben Sicherheit zu geben, sc hat jedes Volk sein heiliges Recht, unermüdlich an der Sicherung seines Lebens zu arbeiten. Aber: Gibt es denn über jener relativen, von der wir sprachen, überhaupt eine absolute äussere Sicherheit auf Erden? Ist es in diesem Sinne wirklich richtig, in der jüdischen Geschichte stets nur eine passive zu sehen gegenüber einer aktiven anderer Völker? Wo gibt es denn auf Erden Völker, die mir Subjekte sind? Sind nicht alle Menschen und alle Völker Objekte, insofern sie stets Kräften ausgesetzt sind, die immer stärker als der eigene Wille sind? AVer daran glaubt, nur Subjekt im Weltgeschehen zu sein, verfällt der vielleicht grössten Sünde der Menschheit, die die Griechen „Hybris" nannten. Wer darum auch, an die Absolutheit äusserer Sicherheit glaubt, so asaryk --Seit 1904- JOSEF SIMON Unfer den Linden 43-45. Ruf: 1259 59 GRUNDSTOCKE HYPOTHEKEN HAUSVERWALTUNGEN Miefenbevorschussung — Sanierungen Treuhandschaften wie. man an Gott glaubt, wird sehr bald verzweifeln, weil sein Glaube sich als furchtbarer Aberglaube erweist. Es wäre traurig, wenn auch nur einzelne im heutigen Judentum diesem Aberglauben verfielen. ..Das echte Judentum aber weiss, denn dazu hat uns nicht allein unser Schicksal, sondern noch mehr unsere, religiöse Weltanschauung erzogen, und das Sukkotfest will uns Jahr um Jahr daran erinnern, dass man nie an äussere .Sicherungen wie an letzte Werte glauben darf. Wer in jüdischen Geschichts- und Glaubenszusammenhärigen lebt, für den gibt es darum nie Enttäuschungen. Er weiss, dass es für alle irdische Sicherheit eine Grenze gibt. Wie oft erleben wir es als einzelne, wie oft haben wir es, als Volk. schon erlebt, in ganzer leiblich-geistiger Existenz in dieser Grenzsituation zu stehen! Von Abrahams Wagnis, dem Anruf Gottes folgend, aus der Sicherheit des Heimatlandes in die Fremde zu gehen, von Moses Begegnung mit Gott am brennenden Dornbusch, vom Erlebnis des ganzen Volks im Feuerschein des Sinaiberges, über die Gefährdung in der Wanderung durch die Wüste bis hin zu allen Wüstenwanderungen . unserer Geschichte, ist unser geschichtlicher Weg reich an Momenten, in "denen wir ganz nahe dieser „Grenze", dem Letzten gegenüberstanden. Unsere. Geschichte ist aufs Ganze ge-sehen nichts anderes als eine ununterbrochene Konfrontation mit dem Absoluten. In. diesem Ausgesetztsem aber begriffen wir, dass es doch nur eine letzte Sicherheit für den Menschen wie für das jüdische Volk in seiner Ganzheit gibt: die S i ch e rheit in Gott. Dem unreligiösen Menschen ist dieser Glaube ein Aergernis; er sieht darin eine Verschleierung des Problems, wie eine Flucht vor der Wirklichkeit dünkt ihm die Gewissheit des Psalmisten: „Ruhend unter Gottes Schutz, in der Allmacht Schoss mich bergend, fühl' ich; mich getrost und singe: Gott ist meine Burg und "Zuflucht.'* (Ps. 91, 1—2). Und doch ist .diese Gewissheit gleichsam * eine wirklichere Wirklichkeit un<sl eine echtere Wahrheit als der Aberglaube an alle irdische Sicherheit. Unsere jüdische Existenz hing immer von dieser inneren Sicherheit ab. Hätten wir sie nicht mehr, wir könnten uns nur der Verzweiflung überlassen, wir wären verloren. Erst heute wieder, wo es uns manchmal ist, als würde die Erde beben und uns hin- und herreissen, wo wir wieder einmal Siebenundachtzigjährig ist Thomas G. Masaryk aus einer Welt "gegangen, an der er einmal bauen geholfen hat und die doch so ganz anders geworden ist, als er sie sich gedacht und gewünscht hat. Wenn aus dem Zusammenbruch der altehrwürdigen Habsburgischen Monarchie der junge tschechoslowakische Staat als ein selbständiges Gebilde hervorging, so hat kein einzelner mehr dafür getan als der schon damals betagte Prager Professor, der während des Weltkrieges" ein Flüchtling geworden war. Denn in weit höherem Masse als irgendeinem seiner Landsleute gelang es ihm, für die tschechischen Wünsche die Staatsmänner zu gewinnen, in deren Hand am Schlüsse des Weitkrieges die. Geschicke Europas gelegt waren. "Nicht nur, dass er sie durch seine Bedeutung und seinen Charakter überragte, auch seine Vergangenheit warb für den Gedanken, den er vertrat. Thomas Masaryks Lebensweg zeigt den Aufstieg von den bescheidensten Anfängen zu der höchsten und würdevollsten Stellung in. seinem Volke. Sein Vater war ein slowakischer Kutscher, der noch als Leibeigener geboren und ein Leibeigener geblieben war, der keine Schule besucht hatte und dessen Kenntnisse über ein wenig Lesen nicht hinausgingen. Seine Mutter, Hanakin von Geburt, war bei deutschen „Herrschaften" Köchin gewesen. Seine Heimat war ein armes mährisches Dorf. Aus einem solchen Milieu zu Wissen und Wissenschaft aufzusteigen, ist nur dem möglich, der mit .guten .Gaben des Verstandes eiserne Energie und die Fähigkeit zur Entsagung verbindet. Masaryk besass alles das. Mit leidenschaftlichem Ernst ergriff er alle Bildungsmöglichkeiten, die sich ihm darboten. Er selbst sagt von sich in der Erzählung seines Lebens, die sein Freund Karei Qapek herausgegeben hat und deren deutsche im Verlag Bruno Cassirer, Berlin, erschienene Ausgabe in Nr. 2 der C.-V.-Zeitung vom 14. Januar 1$37 besprochen wurde: „Von meiner Kindheit an bin ich ein unersättlicher Leser gewesen." Natürlich konnte er sieh dabei nicht auf die Literatur seiner Landsleute beschränken, sondern mussie zur Weltliteratur streben. Dass das Tor zu ihr ihm durch die deutsche Literatur, zuerst durch Goethe und Lessing, eröffnet wurde, gestellt er selbst ein. Aber als Gegengewicht' zu ihr suchte er bewusst die französischen Einflüsse, und das ist für seine politische Entwicklung und seine politischen Erfolge von grosser Bedeutung gewesen. Dem angloarrierikanischen Wesen stand er schon durch seine Frau, eine Amerikanerin, nahe. Wissenschaft und Politik wurden die beiden Inhalte seines Lebens. Der Gefahr, dass die Wissenschaft zur Dienerin der Politik werde, die namentlich in national zerklüfteten Ländern so nahe liegt, ist er bewusst und offenen Auges entgegengetreten. Mit welchem romantischen Schimmer umgab die tschechische Tradition die „Königinhofer Handschrift", das angebliche Denkmal ihrer grossen dichterischen Vergangenheit. Aber das hinderte Masaryk . keineswegs, vor aller Oeffentlichkeit. nachzuweisen, dass sie eine Fälschung sei, und er war überzeugt, sich dadurch als' echter Patriot erwiesen zu haben. Von der gleichen Objektivität war er auch gegenüber den Juden. Er erzählt aus seiner Jugend, wie er dazu kam, die Abneigung gegen sie zu überwinden, in der er aufgewachsen war. Auf einem Schulausflug bemerkte er, wie ein jüdischer Mitschüler abseits ging, sich hinter dem Flügel des offenen Hoftores aufstellte, sich mit dem Gesicht zur Wand verneigte und betete. „Es ging mir nicht aus dem Sinn, dass der Jude ebenso inbrünstig betete wie wir und nicht einmal während des Spiels das Beten vergass. Mein ganzes Leben gab ich darauf acht, gegen Juden nicht ungerecht zu sein." Als um die Jahrhundertwende ein jüdischer Landstreicher, Hilsner, wegen des sogenannten Polnaer Ritualmordes verurteilt wurde, prüfte Masaryk den Fall mit unvoreingenommener Sachlichkeit und sprach seine Ueberzeugung, dass ein Unschuldiger verurteilt sei, mit aller Deutlichkeit und Unerschrockenheit aus. Die Studenten und Nichtstudenten, die darob seine Vorlesungen verhinderten, forderte er an der Tafel mit Kreide auf, ihm ihre Gründe und Beweise mitzuteilen. Dann schritt er den ganzen Hörsaal ab und fragte die Demonstranten, wTas sie ihm entgegenzuhalten hätten. Masaryk ist bis zu seinem Lebensende diesen Gedankengängen treu geblieben. „Zwischen der Liebe zum Volk, der Liebe zum Vaterland und der Humanität besteht kein Gegensatz . . . Unsere nationale Erweckung ist ein Kind der Aufklärung und der späteren Romantik, sie wurde aus den Humanitätsidealendes 18. und 19. Jahrhunderts geboren." So hat er als alter Mann zu seinem Freunde gesprochen. Auch seine Gegner werden ihm zugestehen, dass er in seinem Wirken seinen Idealen treu geblieben ist. E. E. Auslandsnachrichten England Am 6. September starb in London der Tabakindustrielle Sir Albert Levy, 74 Jahre alt. Die englische Oeffentlichkeit kannte ihn als Philanthropen grossen Stils, der noch zur Krönung Georg VI. 10 000 Pfund für 20 Wohlfahrtsanstalten gespendet hatte. 1929 gründete er den „Albert- Levy-Wohlfahrts-Fonds", aus dem bisher 18 000 Pfund Zinsen an 173 Institutionen zur Verteilung gelangten. Hinzu kommt eine Zuwendung in Höhe von 250 000 Pfund an mehrere Krankenhäuser.;;Das Verbot politischer Umzüge im Osten Londons wäre dieser Tage abgelaufen. Es ist jetzt von den zuständigen Stellen um drei Monate verlängert worden. Dadurch soll ein Umzug verhindert werden, den die „Union britischer Fascisten" des Sir Oswald Mosley am Sonntag, dem 3. Oktober, im Londoner Ostend abhalten wollte. Griechenland König Georg VI. und Minister C. Kodz i a 9 dankten in besonderen Schreiben dem Keren Hajessod für die Uebersendung der Schrift „Griechenland und die Juden", die u. a. Beiträge de» Königs, von Mitgliedern der königlichen Familie und des Ministerpräsidenten Metaxas enthält. Oesterreich ..Ais Anlasa seines fünfjährigen Bestehens hielt der Bund jüdischer Frontsoldaten auf dem Wiener Zentralfriedhof eine Heldengedenkfeier ab, an der u. a. auch eine Ehrenkompanie des österreichischen Bundesheeres mit Fahne und Musik teilnahm. Vertreter des Offizierkorps, der Regierung und der Behörden waren in grosser Zahl erschienen. Hauptmann Edler von Fried mann hielt die Gedenkrede auf die 200000 jüdischen Frontkämpfer, von denen 30 000 nicht in die Heimat zurückkehrten. Ordnung im jüdischen Fressewesen Der Sonderbeauftragte des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda, Reichskulturwalter Hinkel, hat mit Rücksicht auf die jüdischen Feiertage die Meldefrist für die in den Verlagen und Unternehmen der jüdischen Presse tätigen Personen, wie Verleger, Redakteure, Mitarbeiter, Verlagsangestellte, Bezieherwerber, Pressereferenten und Mitarbeiter von Pressedienststellen jüdischer Organisationen, Vereinen und Gemeinden bis zum 15. Oktober 1937 verlängert und den äussersten Termin für die Zulassung auf den 31. Oktober 1937 festgesetzt. Demnach dürfen nach dem 1. November 1937 Personen ohne Bescheinigung oder Ausweis im jüdischen Pressewesen nicht mehr' tätig sein. Gesuche zur Eintragung in die amtlichen Listen und die auf Grund dieser Gesuche den Antragstellern übersandten Fragebogen sind ausnahmslos zu richten an das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, Sonderan dieser „Grenze" stehen, konfrontiert mit dem letzten Geheimnis, erst heute beginnen wir wieder etwas von jenen „himmlischen Mächten" zu ahnen, von denen der nichts weiss, „der nie sein Brot mit Tränen ass, der nie in kummervollen Nächten auf seinem Bette weinend sass". Wie wahr ist Carlyles Wort: Religion ist die heldenmässige Form des Daseins. Jüdisches Leben und damit ganz eng verbunden religiöses Leben, ist immer heroisches Leben — wenn auch in einem andern Sinn als dem, den dieses Wort sonst meint —, weil es nicht auf dem Fundament äusserer Sicherheit steht, sondern auf dem Glaubensfels unerschütterlicher Gottesgewissh'eit ruht. Erst wenn sie sich in der Welt mehrt, wird es auch für Israel irdische Sicherheit geben. Das ist der universelle Gedanke, referat Reichskulturwalter Hinkel, Ber^ lin W S, Wilhelmplatz S/9. Schlicttungsausschuss des Kulturbunds Der Herr Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda hat auf Antrag unter dem Geschäftezeichen SJ 2313 die Einrichtung eines Schlichtungsausschusses beim Reichsverband der Jüdischen Kulturbünde genehmigt. Der Schlichtungsausschuss befasst sich mit etwaigen Streitigkeiten zwichen' den dem Reichsverband angeschlossenen Organisationen sowie zwischen aktiven Mitgliedern (Künstlern) und diesen Organisationen und zwischen den Künstlern untereinander. Der Schlichtungsausschuss ist mit jeweils mit drei Angehörigen der . streitenden Berufssruppen (Musik, Theater, Bildende Kunst und Schrifttum) unter Vorsitz eines Vertreters des Reichsverbandee besetzt. Zum Ständigen Vorsitzenden hat der Reichsverband Rechtsanwalt Dr. . E i s n e r berufen. Die Familienlasten-Ausgleichskasse der KVD Im „Deutschen Aerzteblatt" wird eine Anordnung des Leiters der KVD., Dr. Grote, mitceteilt/nach der mit Wirkung vom 1. Januar 1938 ab jüdische Kassenärzte an der Familienlastenausgleichskasse der KVD. nicht mehr teilnehmen. Die jüdischen Kassenärzte erhalten wegen der Nichtteimahme von den Abrechnungsstellen der KVD. bei der Honorarverteilung einen Zuschlag von 1,75 Prozent ihres RVO.- und Ersatzkassenhonorars. Auslandsreisen jüdischer Wehrpflichtiger Ueber die Voraussetzungen der Mitwirkung der Wehrersatzdienststellen bei Auslandsreisen jüdischer Wehrpflichtiger berichtet das Organ des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten, „Der Schild", auf Grund einer Rücksprache mit den zuständigen Sachbearbeitern im Reichskriegsministerium. DanacbTsind vorübergehende Auslandsreisen jüdischer Wehrpflichtiger, also Erholungs¬ und Geschäftsreisen, seitens der Wehrersatzdienststellen nicht genehmigungspflichtig. Bei Auswanderung gilt folgende Regelung: Die zur Musterung anstehenden Jahrgänge 1913 bis 1917 sowie die noch nicht aufgerufenen, aber bereits wehrpflichtigen Jahrgänge 1918 und 1919 benötigen," solange "sie noch nicht den Bescheid über ihre Zuweisung zur Ersatzreserve II erhalten haben, der Zustimmung des Wehrmeldeamtes. Die gemusterten jüdischen Wehrpflichtigen mit dem Bescheid über ihre Zuweisung zur Ersatzreserve II sowie alle Angehörigen der^Jahrgänge vor 1913 bedürfen bei Auswanderung nicht der Zustimmung der Wehrersatzdienststellen. Gefallenengedenkfeiern Am 12. September veranstaltete der Laudesverband Berlin des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten auf dem Ehrenfriedhof in Weissensee eine Gedenkfeier zu Ehren der jüdischen Kriegsgefallenen, an der zahlreiche Mitglieder des Landesverbandes teilnahmen. Der Centrai- Verein und andere jüdische Grossorganisationen waren durch Vorstandsmitglieder vertreten. Rabbiner Dr. Alexander wies in seiner Predigt auf die Aufgabe des Frontbundes hin, das Vermächtnis der Toten zu hüten und für die Kriegsopfer und ihre Hinterbliebenen zu sorgen. Der Vorsitzende des Landesverbandes Berlin, Walter Callmann. der Vorsitzende des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten, Dr. Leo Löwen-: stein, sowie ein Vertreter der Kriegsopfer legten Blumenspenden am Ehrenmal nieder. Das von Oberkantor John Jacobsohn vorgetragene El mole rachamim und Deklamationen von Walter Guttmann umrahmten die Feier. * Der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten veranstaltete am 12. September einen Gefallenen- Gedenktag. Bei der Gedenkfeier in der Westend-Synagoge sprachen Gemeinderabbiner Dr. Georg Salzberger und Dr. Felix 'Ka uff mann. in den das Sukkotfest mündet. Die Sukko ist ja nicht allein das Symbol der Nichtigkeit alles Vertrauens auf äussere Sicherheit, sie lebt im jüdischen Bewusstsein zugleich als das grosse. Sinnbild aller letzten Sicherheit „auf Erden, als die.Hütte des Friedens, in deren Schatten sich dereinst, wenn die Zeit erfüllt ist, alle Völker bergen werden. Dieser Gedanke stellt die unendliche Aufgabe vor uns alle. Nur aus der Kraft diesen messianischen Sehnsucht können wir arbeiten und leben, ohne zu verzagen. So sehr wir-mit aller Kraft an der Sicherung jüdischen Lebens in dieser Zeit und in diesen Tagen arbeiten müssen, Israel wird doch erst dann; Sicherheit finden, wenn die Welt ihre Sicherheit gefunden hat Erst von jenen Tagen gilt die Verheissung Jeremias (23,6): „Und Israel wird in Sicherheit wohnen!" Fortbildungskurse für jüdische Rechtsanwälte Der von den Landesverbänden Rheinland- Westfalen (Essen) und Rheinland- Linksrhein (Köln) des C.-V. geplante Kursus über das Recht der Auswanderung findet nunmehr bestimmt am 22. und voraussichtlich ausserdem am 29. September in Düsseldorf statt. Sollte einem der teilnehmenden Anwälte die Einzeleinladung versehentlich nicht zugegangen sein, so wird hierdurch gebeten, sich an die Geschäftsstelle des zuständigen Landesverbandes des C.-V. zu wenden. Wann und wo finden Sie Rat? Xorddeutgcliland Hannover 23. September, 12—14 Uhr und IG—17 Uhr, Georgstr. 14, II. fcinksrliein Kreuznach 29. September, UYz—13 Uhr, Gemeindehaus Mitteldeutschland Magdeburg: 22. September, 16—19 ühr, bei Max Sabatzky. Königstr. 15, II- Chefredakteur: Dr. Alfred Hirschberg; stellvertretender Chefredakteur: Dr. Margarete Edelheim. Verantwortlich für den Sport: Dr. Ernst G. Löwenthal; verantwortlich für die Aufnahme von Bildern: Dr. Margarete Edelheim; sämtlich in Berlin. Für Rücksendung unverlangter Einsendungen ist Freiumschlag beizufügen. Leiter der Anzeigen-Abteilung und verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Friedrich Nathan, Berlin. DA II. Vj. 38 236. PI. 5. Verlag: Jüdischer Central-Verein e. V., Berlin W 15, Emser Str. 42. Druck der Buch- und Tiefdruck-Gesellschaft mbH, Berlin SW 19. DIE VOLL AROMATISCHE ZIGARETTE tiÄtÜRUCH NIKOTIN ARM 31 ^/^e^Wfe^ n 5 ydfuafimitik^