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Central-Verein-Zeitung · 1937-09-09 · 36 (9.9.1937) · page 2

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
36 (9.9.1937)
Date
1937-09-09
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 2 C-V.-Zeitung Kr. 36 * ocpiciuügt i>w/ iert Wolfers WIR, KurfBrstendamm 48/43, J 2 Oliva 4766 — Sürgersteige fisphaltierungen, Pflasterungen keineswegs gefordert werden, dass die Wahrheit des Mitgeteilten nur halb sei. Es braucht aber nicäit immer der trübste Augenblick rar die Briefabfassung gewählt zu werden, und man soll nicht die Kartothek seiner Missstimmungen abschreiben, wenn man sich im Geiste einem Menschen in der Ferne zuwendet Man übersehe nicht, dass bis zum Zeitpunkt, da der andere unsere Mitteilung liest, unsere Gefühlsbaisse — um im Bilde zu bleiben — überwunden sein kann, beim Empfänger aber dann erst zu wirken beginnt. Wir helfen niemandem mit einem Transfer von Trübsal. In unserer Arbeit gehört es zu den erfreulichsten Vorgängen, wenn Männer und Frauen, die unserer Arbeit nahe gestanden haben, von ihrem Schicksal in der neuen Heimat berichten. Auch wir finden meist bestätigt, was eine Art Grundsatz der Zukunftsbeurteilung für Auswanderer ist: Wer bereits hier durch sachlichen Fleiss, durch die Fähigkeit zu persönlichem Einsatz, durch kaufmännische Fairness erfolgreich gewesen ist, dem sind auch für den neuen Start Chancen gegeben. Oft werden schwächliche und verwöhnte Menschen durch die Härte des neuen Daseins draussen zu starken Persönlichkeiten umgeschmiedet. Aber es ist kaum vorgekommen, dass starke Persönlichkeiten draussen zu Schwächlingen wurden. Wir hatten schon oft erwogen, ob es nicht ratsam wäre, aus unserer Briefmappe aufschlussreiche Eingänge zu veröffentlichen. Wir haben uns meist deshalb nicht entschliessen können, weil meist die private Sphäre des Briefschreibers zu sehr alle sachlichen Mitteilungen durchdrang. Aber ein Brief wie der, der heute zur Veröffentlichung gelangt, durfte der Allgemeinheit nicht vorenthalten bleiben. Sein Verfasser, ein Kaufmann Mitte dreissig, war Ortsgruppenvorsitzender des C.-V. in einer süddeutschen Grossstadt. So erfüllt es uns, von allem anderen abgesehen, mit Genugtuung, auch an diesem Beispiel zeigen zu können, wie die Erziehungsarbeit des C.-V. gerade den Menschen, die ihre Zukunft ausserhalb Palästinas suchen, eine feste Basis beim Neubau ihres Lebens ist. Und nun hat unser Freund das Wort: * ..Sie kennen die alte Auseinandersetzung, ob Gott den Menschen segnete oder verfluchte, als er ihm bei der Vertreibung aus dem Paradies auferlegte, sein Brot im Schweisse seines Angesichts zu erwerben. Das war für .mich nie eine Streitfrage. Ich habe immer die Arbeit geliebt und nie viel Zeit mit Nichtstun verbracht Dennoch habe ich mir nie vorgestellt, dass ich einmal so intensiv und hart arbeiten werde, wie ich es hier tue. Meine Geschichte ist einfach und kurz. Nach der Ankunft in Amerika 1936 begann ich bald mit der Schule, täglich vier bis fünf Stunden und homework. Die Schule tat ein Wunderwerk, denn ich hatte als Humanist nie ein Wort Englisch gelernt. New-York, diese Riesenstadt, ist interessant und faszinierend. Aber die Menschen dort, abgesehen von wenigen, sind Sklaven. Ich war mir bald darüber klar, dass diese Stadt nichts für mich ist. Ich lebte in einer Mittelstadt und fühlte, zumal in Amerika, nicht die Berufung in mir, jede Verbindung mit den natürlichen Quellen des Menschen aufzugeben. Niemand von uns kann sich den Umstellungsproblemen entziehen. Sie kommen früher oder später in den merkwürdigsten Erscheinungsformen. Der Koloss New-York muss sie meiner Meinung nach vergrössern. Deshalb ging ich fort, allein, nach dem Mittelwesten, in der Hoffnung und in dem Willen, irgend etwas zu finden. Anlehnung an Verwandte kam nicht in Frage, da alle meine Verwandten in New-York leben. Das ist eine gewisse Erleichterung. Ich machte eine Reise durch den Mittelwesten, grossenteils mit Bus. Da lernt man mehr als in der Eisenbahn, und es ist billiger. Ich kam bis Texas und entschloss mich, nach Kansas City zurückzukehren. Da hatte es mir am besten gefallen. Warum, weiss ich auch nicht. Denn alle diese mittleren Städte gleichen sich, und es ist angenehm in ihnen zu leben. Ein paar Wochen später fing ich zu arbeiten an. Des langen Nichtstuns war ich sowieso müde. Nach einiger Untersuchung, die viel gründlicher hätte sein sollen, beteiligte ich mich an einem Ferntransportgesohäft- Ein paar Monate lang wurde recht schön verdient. Dann kamen sehr harte Monate mit rückläufigen Umsätzen undschweren Verlusten. Jetzt scheint es wieder besser. Der letzte Monat zeigte erstmals wieder etwas Gewinn. Das Gehalt, das ich beziehe, ist sehr befriedigend. Aber Sie können sich keine Vorstellung davon machen, welche Sisyphus-Arbeit ich da zu leisten hatte. Elf Stunden sind die Regel, aber selbst 16 Stunden keine Seltenheit Nach etwa sechsmonatigem Alleinsein kam meine Frau mit den Kindern nach und befreite mich von der Last des Einsamseins. Wir wohnen in einem netten Haus inmitten parkartiger Anlagen, so schön wie damals zu Hause, was doch gewiss etwas heissen will. Die Kinder lieben ihre Schule und haben sich in ungeahnter Weise entwickelt. Auch ihnen hat die neue Luft ungemein wohlgetan. Das ist alles, und ich bin zufrieden, hier zu sein. Ob und inwiefern sich meine Geschichte von dem typischen Schicksal des Auswanderers unterscheidet, werden Sie besser entscheiden können als ich. Meiner Beobachtung nach hängen sich die Neuankömmlinge zu sehr an ihre Verwandten und übersehen, dass deren Fähigkeit sie unterzubringen, schon seit einiger Zeit oder doch nach einiger Zeit erschöpft ist. Ich glaube weiter beobachten zu können, dass es vielen Neuankömmlingen an Initiative und Bereitschaft zur Eingehung von Risiken mangelt Ich kann das angesichts des starken Vermögensschwundes bei der Auswanderung verstehen. Aber Kapital, wenn auch noch so wenig, ist das Rüstzeug des Kaufmanns. Die Glückel von Hameln scheint aus anderem Holz geschnitzt gewesen zu sein. Vielleicht deshalb, weil sie nicht unter einer saturierten Vergangenheit zu leiden hatte, einer Vergangenheit, die verkehrterweis« glaubte, es gebe Sicherheit in einer unsicheren Weit Ich schreibe das, weil es darauf ankommt durch planmässige Erziehung schon vor der Auswanderung klarzumachen, dass man durch die Auswanderung zwar vielen Dingen entgeht, aber nicht etwa in Zeiten wie etwa die von 19i0 zurückkehrt Das scheint eine Plattheit, aber sie kann nicht oft genug gesagt werden. Was ist zu überlegen? New-York!? Selbst der Jude aus Berlin ist noch lange nicht Grossstadtmensch genug, vom Kieinstadtjuden ganz zu schweigen. Man hat dort angeblich die grössten Chancen? Wieso? Ich bestreite das. Jahrzehntelang rennen viele Millionen, die dort geboren sind und uns vor allem in ihrer Beweglichkeit weit überlegen sind, ihrer Chance nach. Sie kennen jeden Trick, haben Beziehungen, kennen die Sprache und die Lebensgewohnheiten, und rennen jahraus, jahrein, aber nie erreichen sie ihre Chance. Wie können wir da etwas erwarten? So hat sich denn in New-York eine grosse Menge Einwanderer angesammelt, die zum grossen Teil unter ungünstigen Bedingungen arbeiten und leben. Es ist so fast schon ein öffentliches Problem geworden, wie es gelingen könnte^ die Leute weiter westlich unterzubringen. Ein leichter Druck in dieser Hinsicht wäre nach meiner Ueberzeugung in unserem wohlverstandenen Interesse. Alle Lebensbedingungen erscheinen mir hier weiter im Lande leichter. Die Möglichkeit Anstellung zu finden, günstiger, weil die Bevölkerungsdichte niedriger und die Anzahl der Einwanderer kleiner ist Die Bevölkerung selbst ist freundlicher und hilfsbereiter. Die Voraussetzungen für eine Einwanderung nach dem Innern können weitgehend in Deutschland vorbereitet werden. Unsere geographischen Kenntnisse der USA sind meist nicht sehr viel grösser als die von China, dafür aber aus verschiedensten Gründen mit falschen Vorstellungen vermischt Juden, die hilfsbereit sind, leben nicht nur in den Millionenstädten New- York, Chicago und Philadelphia und nicht nur. in den grossen Mittelstädten St. Louis, Cleveland, Cincinnati und Detroit, sondern auch in den vielen Kleinstädten von 40 000 Einwohnern und sogar in noch kleineren. Man darf sich darüber auch dadurch nicht täuschen lassen, dass die meisten New- Yorker zwar sehr schnell fertige, aber nicht immer ganz auf Tatsachen gegründete Ansichten bereit haben. Der durchschnittliche New-Yorker hat nämlich ganz komische Vorstellungen von seinen Vereinigten Staaten. Ich empfehle deshalb, eine bessere Kenntnis der USA, vor allem nach der wirtschaftsgeographischen Seite hin, zu verbreiten. Lassen Sie einmal jemand über USA berichten.und verbieten Sie ihm jedes Wort über Städte mit mehr als 750 000 Einwohnern, Ihren Lesern wird das nützlicher sein als die interessantesten Beobachtungen aus New-York. Herzliche Grüsse, auch von meiner Frau,. Ihr Roseli ffaseltana — Wünsche in aller Welt Franklin D. Möosevelt* Präsident der Vereinigten Staaten „Ich würdig© ausserordentlich die Bedeutung der Feier des Rosch Haschana und möchte meine ernste Hoffnung zum Ausdruck bringen, dass das an ihm beginnende neue Jahr gekennzeichnet sein möge durch wachsendes Gedeihen und Glück, nicht nur für unsere jüdischen Mitbürger, sondern auch für die ganze Bevölkerung unseres gemeinsamen Vaterlandes."' Merfoert IL Lehman, Staatsgouverneur von New-York Wir amerikanischen Juden haben Anlass, tiefe Dankbarkeit für die Segnungen des Friedens und für den Vorzug zu empfinden, dass wir in einem Lande leben und arbeiten, welches allen seinen Bürgern religiöse und politische Gleichheit gewährleistet. Diese grossen Privilegien bringen eine hohe Verantwortung mit sich, die wir als Juden, wie ich zuversichtlich glaube, stets anerkennen und der wir nach besten Kräften loyal entsprechen werden. Im Sinne jüdischer Tradition müssen wir in unserem günstiger. Schicksal eine Gabe erblicken, die wir mit unseren wenigen glücklichen Brüdern in diesem und in anderen Ländern zu teilen haben. Sie brauchen unsere Hilfe wie niemals zuvor. Wir dürfen in der Erfüllung unserer Pflicht ihnen gegenüber nicht versagen. Wir müssen den Beweis dafür, dass wir die Privilegien, die wir in diesem gesegneten Lande gemessen, zu schätzen wissen, dadurch erbringen, dass wir denjenigen helfen, die weniger glücklich sind als wir." Joseph Am Lyons* Ministerpräsident von Australien ..Ich freue mich, Gelegenheit zn haben, meine Glückwünsche zu übermitteln. Die Juden sind zahlenmässig nur ein kleiner Teil, der Bevölkerung Australiens, aber ihre Führer stehen auf einem hohen Niveau bürgerlicher Tugend, und diesem Beispiel eilert die jüdische Gemeinschaft im allgemeinen nach." » Dr. Leo Baeck, Präsident der Reichsvertretung der Juden in Deutschland, hat der JTÄ folgende Kundgebung übergeben: „Wir Juden bedürfen mehr als Menschen sonst, des Neujahrsfestes, der Neujahrsgewissheit Wir könnten nicht leben, hätten wir nicht die Zuversicht, dass ein Neues werden wül, dass Gott Furchen zieht, um Saat auszustreuen. In den Menschen hinein wird gepflügt, in ihm gepflanzt: in ihm soll es wachsen, in ihm soll Neues werden. So wird das Schicksal überwunden, das ist der Wunsch für alle Juden überall in der Welt, dass es sich so durch sie bewähre, dass ein neues Jahr für sie beginne." * Kammergerichtsrat i. R, Leo Wolff, Präsident des Preussischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden, Oberstiandesgerichtsrat i. R. Dr. Alfred Neumeyer, Präsident des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden, und Heinrich Stahl. Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Berlin, haben gleichfalls in Glückwüischen, die sie der JTA zur Verwertung übergeben haben, den Opferwillen, die Einsatzbereitschaft und die geschichtlichen Aufgaben der Juden in dieser Zeit zum Ausdruck gebracht Die Juden im fernöstlichen Kriegsgebiet Die jüdische Bevölkerung von Schanghai ist durch den chinesisch-japanischen Krieg stark gefährdet Es bildete sich ein jüdischer Selbstschutz von 250 jungen Menschen, die besonders die jüdischen Viertel der internationalen Niederlassungen bewachen und auch die Fürsorge für solche jüdischen Einwohner übernehmen, die durch das Bombardement der' Stadt obdachlos wurden und in andere, besonders in die französischen und englischen Fremdenniederlassungen übergeführt werden mussten. Das Rabbinat von Schanghai fordert in einem Aufruf zur Hilfe für die Kriegsopfer auf. Etwa 5000 Juden sind von den Kriegsereignissen betroffen worden; 500 Juden in Schanghai und 200 Juden in Hongkong haben ihr Hab und Gut verloren. Sehr bedrohlich war auch die Lage der Juden in T i e n ts i e n mehrere Tage nach der Niederlage der chinesischen Streitkräfte. Auch hier musste eine jüdische Selbstschutzabteilung für die Sicherheit von Leben und Eigentum der jüdischen Bevölkerung sorgengen Organisationen veröffentlicht. In dem Band werden die besonderen Aufgaben jeder einzelnen Vereinigung und die von ihr bisher vollbrachten Leistungen dargelegt Die Gesamtzahl der aus Deutschland seit 1933 ausgewanderten Juden wird in dem Buch auf etwa 110000 geschätzt Es wird der Hoffnung Ausdruck gegeben, dass es in nicht allzu ferner Zukunft möglich sein wird, auch diejenigen Ausgewanderten unterzubringen, für die: bisher eine dauernde Niederlassung noch nicht gefunden werden konnte. In dem Abschnitt über die Flüchtlingsfürsorge in England wird die besondere Rolle des Council for German Jewry hervorgehoben, in dem die Organisation des Central British Fund, der früher die gesamte Hilfsarbeit in England, zum grossen Teil auch in anderen Ländern leistete, aufgegangen ist. Ausser mit der Behandlung des Problems der bereits Ausgewanderten befasst sich der Council in Zusammenarbeit mit anderen jüdischen Organisationen mit Plänen für weitere systematische Auswanderung aus Deutschland in grossem Massstab. England hat auch für die Unterbringung von Wissenschaftlern aus Deutschland mehr geleistet als jedes andere Land. Von 9S6 Wissenschaftlern, die Deutschland verlassen haben, konnten nach einer Zusammenstellung von Ernst Kahn (Jerusalem) in britischen Institutionen 270 untergebracht werden, davon 154 in London. Einwanderung nach Chile Der Hilfsverein der Juden in Deutschland teilt mit: Nachdem schon vor einigen Wochen auf die Möglichkeit hingewiesen wurde, eine beschränkt« Anzahl jüdischer Famüien nach Chile zu bringen — einem Land, in das sonst die Einwanderung fast völlig gesperrt ist und das in klimatischer Hinsicht als besonders günstig gelten kann —, wiederholen wir nunmehr, dass diese Möglichkeit immer noch besteht und zwar unter folgenden Voraussetzungen: Der Familienvater muss einen manuellen Beruf ausüben. Ferner soll er möglichst nicht über 40 Jahre sein, mehrere Kinder haben und imstande sein, ein kleines Kapital nach Chile zu transferieren. Hierbei ist zu betonen, dass für Chile besonders günstige Transfermöglichkeiten gegeben sind. Zuschriften sind zu richten an den Hilfsverein der Juden in Deutschland, Berlin W35. Ludendorffstrasse 20. * Für die Einwanderung nach Australien sind neue Bestimmungen erlassen worden, denen zufolge die Zulassung von Einwanderern in Zukunft davon abhängig gemacht wird, dass sie eine Bestätigung vorlegen, aus der hervorgeht dass sie für ein bestimmtes Unternehmen fest angestellt worden sind. Die Hilfsarbeit für die Juden aus Deutschland Das europäische Büro des American Jewish Joint Distribution Committee hat. eine Zusammenstellung der in der Hilfs- und Wiederaufbauarbeit für aus Deutschland Ausgewanderte täti- Kunde vom Nordpol Am 11. Juli 1897. also vor nahezu 40 Jahren, erhob sieb auf Spitzbergen ein Freiballon, um den Nordpol zu erreichen. Sein Führer war der schwedische Ingenieur Salomon Andree. Das Konversationslexikon bemerkt hierzu, dass sich in seiner Begleitung zwei wissenschaftliche Mitarbeiter befanden: Strindberg und Frankel. Keiner der Expditionsteilnehmer ist aus dem Reich der Mitternachtssonne zurückgekehrt Dieses Jahr brachte Grönland eine besonders starke Schneeschmelze.. Das Eis gab Geheimnisse preis, die es seit Generationen umschlossen hielt. Die Weltpresse berichtet in diesen Tagen von einem Fund des Kapitäns Otto Davidsen vom Fangschiff ..Gudrun", der im Hinloopensund auf Grönland eine Metallkugel entdeckte, die den Stempel „.Andrees Polarexpedition" trägt. Im Innern der Kugel fand sich ein Bericht, datiert vom „Montag, i2. Juli. 1.30 Uhr morgens", der über glückhafte Fahrt in 20 Meter Höhe und von Hoffnung auf Erreichung des Zieles berichtet Gezeichnet sind diese Zeilen von Andree, Strindberg und Frankel. Zwei Tage später, so konnte man Funden entnehmen, die Im Jahre 1933 gemacht wurden, musste der Ballon in 83 Grad nördlicher Breite auf d«m Eis niedergehen- Bis zum November marschierten die Forseber über das Eis. Dann zerstörte ein Schneesturm ihre Schutzhütte,, und der weisse Tod ereilte die drei Männer, von denen Fränkel ein Jude war. Chefredakteur: Dr. Alfred Blrechberg (in Urlaub); stellvertretender Chefredakteur and verantwortlich für den gesamten Inhalt: Dr. Margarete S d e 1 h e i m. Ver» annvortlich für den Sport: Dr. Ernst G Löwen» t h a 1; verantwortlich für die Aufnahme von Bildern: Dr Margarete Edelhei m; sämtlich, in Berlin. Für Rücksendung unverlangter Einsendungen ist Frei- Umschlag beizufügen. Leiter der Anzeigen-Abteilung und verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Friedrich Nathan, Berlin. DA II. Vj. 38236 PI. 5 Verlag-Jüdischer Centrai-Verein e. V Berlin W 15. Emser Str . 42. Druck der Buch- und Tiefdruck-Gesellschaft mbH; Berlin SW 19. I r lautter- Jn allen führenden Wäschegeschäften Damenwäschefebrik Rosa Klauber / München

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