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Central-Verein-Zeitung · 1937-09-02 · 35 (2.9.1937) · page 19

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
35 (2.9.1937)
Date
1937-09-02
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Seite 18 C.-V.-Zeifung Nr. 35 * 2. September 1937, Auswanderer aber und Einwanderer! Man sieht es ihnen nicht "Sa, welch unvermutete Kurven ihr Leben nimmt! Handelt es sich um einen feiertäglichen Ausflug auf bekannten. Bahnen, dass jeder für eine Weile seine.häusliche Lebensart dorthin mitnehmen möchte? Vielleicht sorgen sich ihre Gedanken, aber sie plaudern in höflichem Abstand, sind bürgerliche Herren, eingepasst in einen nützlichen Beruf und weitab jeglicher Uebertreibung. Solides Volk, das von allerorts dasselbe erwarten möchte, gewohnt an Pünktlichkeit und Gründlichkeit und mit einer kleinen rechthaberischen Schwäche unter behüteten Umständen. Ihre Frauen haben ein breites resolutes Wesen und rufen die Kinder, die sich der unbekannten Schiffsverstecke erfreuen. Alle hat man sie irgendwo schon gesehen, sie sind — weiss Gott! — ein gemeinsamer Schlag aus derselben Ebene: Juden aus Deutschland! Alexandrien Hier*) begann es, von hier ging der Weg nach Europa! — „Galut" heisst es in der heiligen Sprache, die Verbannung, — „Diaspora", die Ausstreuung, nennt man es auf europäisch. Ein Unterschied übrigens, der merkwürdig genug ist! Denn dort wird ein Schicksal erduldet, hier aber gilt die unbewusste Sicherheit eines Vogels, der über die Länder fliegt und seltsame Samen in die Fernen trägt . . . Aegyptische Zöllner streichen in einem kleinen Boote am Schiffe vorbei und spähen, dass weder Mensch noch Ware den heimlichen Weg an Land fände. Sie haben die Kapuze über den Kopf gezogen und, während der eine die Ruder leise bewegt, schlingt der andere ein grosses Stück fleischfarbener Wassermelone . . . *) Ein Aufsatz des Verfassers: „Alexandrien oder das Tor in die Welt", erschienen in der Monatsschrift „Der Morgen", Februar 1937. (Fortsetzung folgt.) Englische Presse zu den Beschlüssen der Mandatskommission Nachdem eich die englische Presse anfänglich im allgemeinen über die Ergebnisse der Ständigen Mandatskommission befriedigt zeigte, kommen in den letzten Tagen immer mehr kritische Stimmen zu Wort. Eine recht positive Stellungnahme kommt in einem Leitartikel der „Time s" zum Ausdruck, in dem festgestellt wird, dass die Vorschläge der Mandatskommission einen weiteren Schritt zur Lösung der schwebenden Fragen Hdket Be^käü Memii Miett bedeuten. Von grundsätzlicher Wichtigkeit sei, dass die Teilung als eine mögliche Lösung des Palästinaproblems anerkannt sei. Die nun als nächste Aufgabe bevorstehende Arbeit der Grenzkommission werde allerdings nur dann nicht vergeblich sein, wenn das Ziel einer Aussöhnung zwischen Juden und Arabern nicht aus den Augen verloren werde. In diesem Sinn begrüsst das Blatt die auf diese Aussöhnung hinzielenden Beschlüsse der jüdischen Kongresse und bezeichnet die Stellungnahme des Obersten Arabischen Kommittees gegenüber der Mandatskommission als „ein hartherziges, negatives, politisches Programm, das nicht guttun könnte". Allerdings sei die Hartnäckigkeit der Araber oft durch jüdische Ungeduld gefördert worden. Die Zeitschrift ,,S p e c t a t o r" hält es dem von der Mandatskommission vertretenen Standpunkt eines einzuführenden Provisoriums gegenüber für wichtig, dass so schnell wie möglich eine endgültige Lösung der in Palästina herrschenden Ungewissheit ein Ende bereite. Sie stellt weiter fest, dass die beiden massgebenden jüdischen Körperschaften den Grundsatz der Teilung mit verschieden stark betontem Zögern akzeptiert haben, und dass ihr gleichfalls beschlossener letzter Versuch zu einer Verständigung mit den Arabern zu gelangen, infolge der auf arabischer Seite herrschenden Stimmung wahrscheinlich zur Erfolglosigkeit verurteilt sein werde. „New Statesman and Nation" unterstreicht die Ansicht der Mandatskommission, dass das Mandat von dem Augenblick an undurchführbar geworden sei, in dem die Kgl. Kommission diese Ansicht ausgesprochen und die britische Regierung sie akzeptiert habe. In den hinausschiebenden Vorschlägen der Mandatskommission sieht das Blatt die Möglichkeit neuer Schwierigkeiten. Die erste Fluglinie innerhalb Palästinas wurde von der „Palestine Airways Ltd" auf der Strecke zwischen Lydda (Ludd) und Haifa eröffnet. Dadurch ist eine sehr schnelle Verbindung zwischen Tel-Aviv bzw. Jaffa und Haifa hergestellt. Der zivile palästinensische Luftverkehr soll auch auf andere Linien ausgedehnt werden. Glückwunschtelegramme zu den hohen Feiertagen können nach Palästina als LC-Telegramme zu halber Gebühr, 53^ Pfennig je Wort, aufgegeben werden. Sie müssen den Vermerk ,,LC" tragen, der als ein Wort berechnet wird. 24 Worte können als NLT- Telegramme, d. h. Brieftelegramme (der Vermerk „NLT" zählt gleichfalls als ein Wort) zu einer Pauschalgebühr von 9 RM nach Palästina gedrahtet werden. Die Laufzeit für beide Arten von Telegrammen dauert 24 Stunden. Verstärkter Widerstand der Araber gegen den Teilungsplan Die grossen Züricher Kongresse sind geschlossen. Ihr Ergebnis, das die jüdischen verantwortlichen Stellen ermächtigt, mit der englischen Regierung über den künftigen Kurs der Palästinapolitik zu verhandeln, hat trotz der Vorläufigkeit dieses Beschlusses und trotz dem von der Council-Tagung der Jewish Agency noch weiter gemachten Vorbehalt, dass allen Verhandlungen auf der Grundlage des Peel-Plans ein von der englischen Regierung einzuleitender Versuch einer jüdisch-arabischen Verständigung voranzugehen habe, innerhalb der Entwicklung der Palästinapolitik doch eine neue Phase eingeleitet. Das Neuartige der Situation besteht kurz gesagt darin, dass die Möglichkeit eines Uebereinkommens zwischen den jüdischen und den englischen Instanzen auf der Grundlage eines abgeänderten Teilungsplanes von den Mehrheiten beider Kongresse ins Auge gefasst worden ist. Drohungen in der Presse Dieser Stimmungsausdruck des jüdischen Partners hat auf arabischer Seite zunächst eine VersteifuDg des Widerstandes gegen den Teilungsplan ergeben. Man sieht sich — in einer starken Vergröberung der schwebenden Probleme — einer Art Gemeinschaftefront von Juden und Engländern gegenüber und ist bestrebt, alle arabischen Kräfte für eine Gegenaktion zu mobilisieren. In einem Gespräch zwischen dem Genfer ITA-Vertreter und Führern der arabischen Delegation äusserten sich diese über die Bedingungen, unter denen die Araber zu einer Verständigung mit den Juden bereit sein würden. Sie machten verhältnismässig weitgehende Zugeständnisse — Gleichberechtigung, Teilnahme an der Verwaltung entsprechend dem zahlenmässigen Verhältnis und Anerkennung des Hebräischen als offizielle Landessprache — alles für den Fall eines Verzichts auf die zionistischen Bestrebungen und Ziele und vor allem auf den Gedanken, jemals die Mehrheit der Bevölkerung zu erlangen. In selten so schroff geäusserten Worten wurde dann jeder mögliche Versuch zurückgewiesen, den Teilungsp]an"ohne die — nie zu erlangende — Zustimmung der Araber mit Gewalt durchzuführen. Für den Fall eines solchen Versuches stellten die Herren von der arabischen Delegation auch ihrerseits brutale Gewaltanwendung in Aussicht. Niemand werde dann die arabischen Armeen des Irak, Transjordaniens, Syriens und anderer Länder daran hindern, sich auf die paar hunderttausend Juden im Lande zu stürzen, sie abzuschlachten und ihre Leichen ins Meer zu werfen. Einen etwas ruhigeren Standpunkt vertritt die Jerusalemer arabische Tageszeitung „F e 1 estin", die anlässlich der Rückkehr zweier Genfer Mitglieder der arabischen Delegation nach Jerusalem in einem Artikel grundsätzlich die Frage der arabischen und mohammedanischen Kräfte in der Welt aufwirft. Die Zeitung weist darauf hin, dass weder in London noch in Genf endgültige Beschlüsse gefasst worden seien. Bei aller offenen Ablehnung des Teilungsplanes setzt sie sich dann für Aenderung der politischen Methoden auf arabischer Seite ein. Sie fordert ein Abgehen von den radikalen Lösungen, die vielleicht für Strassenkundgebungen geeignet seien, aber in der Politik keinen Sinn mehr hätten. An ihre Stelle habe ein klarer Vorschlag zur Lösung des Problems zu treten, auf den England an Stelle des Teilungsplanes eingehen könne. Inn er arabische Konzentration Die innerarabische und innermohammedanische Konzentration, von der die Araber mit Recht einen erheblichen Machtzuwachs erhoffen, hat in letzter Zeit merkliche Fortschritte gemacht. Nicht nur die neue Regierung des Irak hat den palästinensischen Arabern ihre weitere Unterstützung zugesagt und eine Abordnung nach Genf entsandt, die dort diese Interessen vertreten soll; nicht nur eine mohammedanische Massenkundgebung in Bombay hat sich gegen den Teilungsvorschlag der Kgh Kommission erklärt und ihre Solidarität mit ihren palästinensischen Glaubensbrüdern neu bekräftigt, sondern auch zwischen Transjordanien und dem Irak, deren Beziehungen in letzter Zeit gespannt waren, steht eine Annäherung in Aussicht. Ihrer Herbeiführung dient eine Reise des Thronerben von Transjordanien, des Prinzen Talall, nach Bagdad. Schliesslich hat auch der Imam des Jemen. Jachja Mohammed Hamid el Din. in einem Telegramm an das Oberste Arabische Komitee den palästinensischen Arabern wiederum seine Unterstützung zugesagt. Panarabische Konferenz am 8. September Es ist deshalb wohl kein Zufall, das? der schon häufig angekündigte, aber nie zustande gekommene panarabische Kongress, der zu der Palästinafrage Stellung nehmen soll, nunmehr endgültig für den 8. September einberufen ist. Es heisst zwar, dass die Regierungen der arabischen Staaten sich auf dem Kongress nicht offiziell vertreten lassen werden, und auch der Mufti von Jerusalem wird nicht dort erscheinen. Das Oberste Arabische Komitee aber wird eine Abordnung, der unter anderem auch der soeben aus Genf zurückgekehrte Dschemal Hueseini angehören wird, entsenden, und der nach jahrelangem Exil vor einiger Zeit aus Genf nach Syrien zurückgekehrte Emir Shekib Arslan wird den Vorsitz führen. Zweifelhaft ist noch der Ort der Tagung. Sie sollte ursprünglich in Baludan bei Damaskus stattfinden, die Arabische Unabhängigkeitspartei (Istiklal) hat jedoch die Forderung erhoben, dass sie in Palästina stattfinden solle, damit es allen Bevölkerungsschichten der palästinensischen Araber möglich wäre, daran teilzunehmen. So wenig bei der Unberechenbarkeit der arabischen Politik über die Bedeutung des Kongresses irgend etwas vorhergesagt werden kann, so genügt doch zweifellos schon seine Anberaumung, um auf arabischer Seite einen starken Optimismus auszulösen. So muss wahrscheinlich auch die in der arabischen Zeitung „A Difaa" veröfentlichte Aeusserung eines weiteren in Genf weilenden Führers der arabischen Delegation, Auni Bei Abdul Hadi, verstanden werden, der in bezug auf den Bericht der Mandatskommission erklärte, nicht pessimistisch gestimmt zu sein. Er sei vielmehr fest überzeugt, dass die arabischen und asiatischen Staaten in der Palästinafrage eine Einheitsfront bilden werden, und dass sich ihre Stellungnahme für die Sache der palästinensischen Araber günstig erweisen werde. Wieder Unruhen im Lande Die bedenklichste Auswirkung dieser Festigung der arabischen Widerstandsfront ist das Wiederaufleben der Unruhen in Palästina. Nachdem schon in den vergangenen Wochen einzelne Gewaltakte auf wachsende Spannungen schliessen liessen, deuten auch in den vergangenen Tagen wieder viele Anzeichen darauf hin, dass eine neue Terrorwelle bevorsteht. In einem Leitartikel hat darum die hebräische Tageszeitung „Dawar" die Palästina-Verwaltung aufgefordert, die Vorbereitungen der Araber aufmerksam zu verfolgen und dagegen einzuschreiten, solange noch Zeit ist. Nach Ansicht des Blattes sei die politische und religiöse Hetzagitation vor allem in den Gebieten, die dem geplanten jüdischen Staat zufallen sollen, ständig im W7achscn. Auch der illegale Waffenhandel und die militärischen Uebungen der arabischen Jugend seien bedrohliche Anzeichen. Tatsächlich sind wieder überall im Lande Ueberfälle und Schiessereien vorgekommen. In Haifa wurde der Distriktspolizeikommandant, Abdul Effendi Kheir, von drei bewaffneten Arabern überfallen und seiner Barschaft beraubt. Auf das Hadassa-Krankenhaus auf dem Skopusberg in Jerusalem wurden von bewaffneten Arabern Schüsse abgegeben, die glücklicherweise keinen Schaden anrichteten. Jüdische Hilfspolizisten erwiderten das Feuer und vertrieben die Angreifer. Der Muchtar des Dorfes Birzeit ist angeblich aus politischen Gründen erschossen worden, und bei einer seitens der Polizei durchgeführten Durchsuchung in dem Dorfe B i r z a bei A k k o wurde der Sohn des Scheichs, der mit dem Revolver in der Hand Widerstand zu leisten suchte, gleichfalls erschossen. Weitere Unruhezeichen sind der fortgesetzte Terror von Arabern gegen Araber, die geschäftliche Verbindungen mit Juden unterhalten, der Ausbruch eines Streiks an der Nordgrenze Palästinas, der 3000 arabische, beim Bau einer wichtigen strategischen Strasse beschäftigte Arbeiter umfasst, und die Entdeckung eines mehrere hundert Meter langen unterirdischen Tunnels in der Gegend Nablus—Dschenin, der offenbar zur Zeit der'Unruhen den bewaffneten Banden als Zufluchtsort gedient hat. Die bisher bedrohlichste Verschärfung des arabischen Terrors aber trat bei Beginn der Woche ein. Am Sonntag, 29. August,, wurde ein Autobus der Gesellschaft ..Eggedi4 auf der Fahrt von Jerusalem nach Tel-Aviv beschossen. Der in Tel-Aviv ansässige 45jährige jüdische Schneider Berkowski war auf der Stelle tot. Der Angriff erfolgte in der Weise, dass ein kleines Auto den Autobus einholte. Einer der Insassen des Autos schoss in die Menge der Passagiere. Sofort nach dem Angriff beschleunigte der Fahrer des Autos das Tempo, so dass es nicht möglich war. die Terroristen einzuholen. Auch der 30. August hat wieder zwei jüdische Todesopfer gefordert: Zwei jüdische Arbeiter bei Kerkur sind, als sie den Brunnen überprüften, aus dem Hinterhalt erschossen worden. Am gleichen Tage wurde in Terra Santa bei Jerusalem auch ein Araber erschossen. Dennoch jüdisch-arabische Verhandlungen Trotz der ungünstigen Vorzeichen, unter die das Anwachsen des arabischen Widerstandes und Terrors die Versuche der Veranstaltung der in der Resolution des Jewish-Agency-Councils geforderten jüdisch-arabischen Verhandlungen von vornherein stellt, sind einer Meldung der „T i m e s" aus Paris zufolge bereits vorbereitende Schritte dazu unternommen worden. Und zwar hat das Komitee zur Verteidigung der Rechte der Juden in Ost- und Mitteleuropa die entsprechenden Vorbereitungen eingeleitet. Da die Jewish Agency von den Arabern niemals anerkannt worden ist, sollen die jüdischen Vertreter nur als Privatpersonen an den geplanten Besprechungen teilnehmen. In den Kreisen des Komitees wird, wie der Berichterstatter der „Times" mitteilt, die Ansicht vertreten, dass die Araber dem Teilungsplan weniger ablehnend gegenüberstehen würden, wenn die Juden sich bereit erklären würden, ihre Zustimmung zu der Eingliederung des jüdischen Staates in einem künftigen arabischen Staatenbund zu geben. Der Korrespondent will erfahren haben, dass die Rede Dr. W eizmanns im Council der Jewish Agency, in der er den Gedanken eines arabischen Staatenbundes beiaht bat, in arabischen politischen Kreisen einen günstigen Eindruck gemacht habe. mischte Landwirtschaft treiben werden, be* gönnen. _ .-, Weltkonferenz der Jugend-Ali ja Als eine Art Nachklang zu den grossen Kongressen und doch als eigenes Ereignis bedeutungsvoll tagte vom 23. bis zum 26. August in Zürich die zweite Weltkonlerenz der Jugend- Alija. An den Beratungen nahmen Vertreter aus Deutschland, Palästina, Amerika, England, Schweden, der Schweiz und einer Reihe anderer Länder teil. Wieder kam in Begrüssungsansprachen und Berichten einmütig das den gesamten Arbeits- und Interessenkreis beherrschende Gefühl zum Ausdruck, dass das Werk der Jugend-Ali ja mit Erfolg der Lösung der Aufgaben zuschreitet, die ihm auf ideellem und praktischem Gebiete gestellt sind. Als wichtigstes organisatorisches Ergebnis der Tagung ist die Ausdehnung der Arbeit auf Polen zu betrachten, w^o bereits die nötigen_ Vorbereitungen zur sachgemässen Durchführung und Finanzierung getroffen worden sind. Es wurde ferner in einer Resolution mit Befriedigung vermerkt, dass trotz der schwierigen politischen Situation Palästinas die Jugend-Alija keine Unterbrechung erfahren habe, und dass die Erteilung von Zertifikaten auch für die kommenden Monate sichergestellt sei. Eine Reihe weiterer Resolutionen bezogen sich u. a. auf eine Budgeterhöhung und auf den Aufbau des religiösen Jugenddorfes bei Kfar Chassidim. Sie wurden sämtlich einstimmig angenommen. Während der Konferenz fand eine Ausstellung statt, die bemerkenswerte Arbeiten .von Jugendlichen in Deutschland und in Palästina zeigte. Im Anscbluss an die Konferenz wurde der Beginn der Schweizer Jugend-Alija-Aktion durch einen Empfang für die Tagungsteilnehmer und etwa 150 geladene Gäste feierlich eröffnet.__ Wahlen zur Agency In das Administrative Committee der Jewish Agency sind folgende Mitglieder gewählt worden: Als Vertreter der Zionisten: Mrs. Edward Jacobs (USA), Dr. Krämer (Rumänien), Simon Marks (England), Rabbiner Silver (USA), E. D. Stone (USA), Nathan Gesang (Buenos Aires), Dr. Chaim Hilfstein (Krakau), Rabbiner Rubinstein (Wilna), Rabbiner Dr. Federbusch (Helsingfors), Rabbiner Dr. Wolfsberg (Jerusalem) /Dr. Nurok (Riga), A. Hamlin, A. Harzfeld. M. Jaari, S. Kaplansky. Berl Locker, David Remez. S, Rubaschoff, Dr. Georg Landauer und Joseph Sprinzak (Palästina). Als Vertreter der Nichtzionisten wurden gewählt: Rabbiner Dr. Leo Baeck (Berlin), Max M. Warburg (Hamburg); ferner die folgenden: Dr. Cyrus Adler (USA), Max Ritter v. Anhauch, Mr. James Becker, S. van den Bergh, J. Jeffroykin. Viscountess Erleigh, Dr. W. Fildermann, Alexander Kahn. Neville Laski. Irving Lehman, Dr. S. Löwenstein, Dr. Joseph Pafnass, Dr. Joseph Popper, Professor Herbert Speyer, Horace Stern, R. Szereszewski, Felix M. Warburg und Henry Wineman. P&sisiMiksB msh Mdmu Erscheint wöchentlich ohne Gewähr. Postschluss für Luftpostsendungen bei folgenden Postämtern: Berlin 0 2: Frankfurt/Main, Bahnpostamt 19 oder Flughafen; Köln, Flughafen. Einwurf bei anderen Postämtern oder in anderen Orten bis zu 1 Tag früher Abkürzungen: B. A. Buenos Aires; Boul. =' Boulogne; Cherb. Cherbourg; H — Hamburg; LH Le Havre. Ziffern in Klammern Postschlusszeiten. Ab Seeweg nach Nordamerika An Berlin Hamburg Der High Com missioner Sir Arthur Wauchope hat seinen zweimonatigen Urlaub, den er in diesen Tagen antreten wollte, verschoben. Generalmajor A. P. Wawell, der als Nachfolger von Generalleutnant Dill das Oberkommando der britischen Truppen in Palästina übernimmt, ist in Palästina eingetroffen. In der Nähe von Kfar Saba wurde am' 24. August mit den Arbeiten zur Errichtung einer Kolonie für vorläufig 40 jüdische Familien aus Deutschland, die ge- 3. 9. 6. 9. 3. 9. (19) „Europa" 4.9. 6. 9. (19) „Normandie" Bremen Cherb. N.-York 10. 9. 13.9. S. 9. (LH) 7. 9. 7. 9. (17) „Washington" S- 9. (FI) 9. 9. 16. 9. CLH) 8. 9. 9. 9. ( 8) „Hansa" 9. 9. 10. 9. 17. 9. Luftweg: Zurzeit nur Nachbringeflüge Köln—Cherb („Mit Luftpost ab Köln zum Dampfer".) Zuschlag 15 Pf. für je 20 g Köln Cherb. N.-York Berlin 4. 9. (18) Berlin 2. 9. (20) 9. 9. (17) 5. 9. (9) Flug z. „Europa" 5. 9. 10.9- Seeweg nach Südamerika Frankf. Boul. Cherb. Rio B. A. 3.9.(8) 4.9. 17.9. 21.9. 10.9.(8) 11.9. 27.9. 1.10. Luftweg: Zuschl 1.50 RM für je 5 g (1.25 Brasil.) Berlin Frankfurt Rio B. A. 4. 9. (13) 4. 9. (15) Franz. Luftpost 7. 9. 8.9. 8. 9. (21) 8.9. (24) Deutsche Luftpost 11.9. 12.9. Seeweg nach Südafrika Berlin Köln Southampton Kapstadt 8.9.(15) 8.9.(21) 10.9. 24.9. Kapstadt—Johannesburg (oder Pretoria) 30 Stunden Luftweg: Zuschlag 35 Pf. für je 5 g Berlin München Brind. . Athen j 3.9.(9) 3.9.(18) 5.9.(7) . . 4.9.(6) 5.9.(6)} ^%ej\ 6.9.(9) 6.9.(18) 8.9.(7) ia2e 7. 9. (6) 8. 9. (6)J See- und Landweg nach Palästina Berlin München Haifa 3. 9. (16) 4. 9. (9) via Belgrad—Istanbul 9. 9. 4. 9. (14) 5. 9. (9) Schiff 7. 9. ab Piräus 10. 9. 5.9.(14) 6.9.(9) via Belgrad—Istanbul 10.9. 7. 9. (16) 8. 9. (9) Schiff 9. 9. ab Brindisi 13. 9. 8. 9. (16) 9. 9. (9) via Belgrad—Istanbul 14. 9. Luftweg: Zuschlag 10 Pf. für je 5 g; mini. 15 Pf* Berlin 4. 9. (3) 4. 9. (9) 6. 9. (6) 8. 9. (3) 8. 9. (9) 10. 9. (6) München 4. 9. (18) i. 9. (18) Athen 5. 9. (5) . 9. (11) 9. 9. (8) Brindisi 6. 9. (7) 10. 9. (7) Laufzeit ca. 2ys Tage 11. 9. (11) * Luftpost nach China zum Teil eingestellt. Wie die Postverwaltung von Hongkong mitteilt, ist der Flugdienst Hongkong—Schanghai vorläufig eingestellt worden. Luftpostsendungen nach China können daher nur noch bis Kanton oder Hongkong per Luft befördert werden. Der Luftpostzuschlag für diese Teilbeförderung beträgt 45 Pfennig für je 5 Gramm,

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