Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 33 (19.8.1937)
- Date
- 1937-08-19
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seife 2 C.-V.-Zeifung Nr. 33* 19. August 1937 gen-, besonders in den kleinen und Mittelstädten, neben dem Gottesdienst und dem Oneg Schabbat in der Synagoge die einzige Stunde geistiger Erhebung für den jüdischen Menschen werden würden. . Der Gründung des Berliner Kulturbundes folgten die. Kulturbünde Rhein-Main, Rhein- Ruhr, Hamburg, Breslau usw. In den gleichen Tagen, in denen der Berliner Kulturbund werbend hervortritt, wirbt auch der Hamburger Kulturbund. Und mit freudiger Zustimmung lesen wir in den Zeilen seines Leiters, dass die Hamburger Truppe ständig Tournees durch etwa 20 Städte veranstaltet. In vielen dieser Plätze bedeutet das Theater- oder Konzerterlebnis für die .Menschen zugleich mit dem Kunstgenuss einmal ein Aufatmen in ihrer Isoliertheit, eine Stunde des Verbundenseins mit der Judenheit ausserhalb ihres kleinsten lokalen Kreises. Auch daran sollte der Jude in der Grossstadt denken. Am stärksten aber wurde der kulturelle Gesichtspunkt bei dem Kampf um die Programmgestaltung klar, der fast zwei Jahre lang die Gemüter der Mitglieder, und fast noch mehr die vieler Nichtmitglieder, so stark bewegte, dass er zu einem jüdischpolitischen Streitpunkt wurde. Jüdisch oder Nichtjüdisch, das war hier die Frage. Auch dieses Problem ist durch die Entwicklung, der Zeit wesentlich geklärt worden, und es scheint, wie die letzte Spielzeit bewiesen hat, und wie der Blick auf das nächste Winterprogramm zeigt, dass der Kulturbund in einer glücklichen Mischung zwischen jüdisch Kulturellem vor allem des östlichen Milieus und westeuropäischem Kulturschaffen einen Mittelweg gefunden hat, auf. dem alle Juden befriedigt gehen können, die Aelteren sowohl wie die Jugend, die auf die Kulturbünde als kulturelles Erziehungsinstitut.immer stärker angewiesen ist. Für sie hat der Berliner Kulturbund durch seine Jugendbühne in mehreren; von den Kindern äusserst dankbar begrüss-ten Aufführungen besonders gesorgt. Wir hören aus dem Reich, dass die Jugend immer mehr zum Träger des Kulturbundes wird. So werden"auch Schauspiel, Oper und Konzerte des regelmässigen Spielplans, immer, stärker darauf hinzuzielen haben, junge Menschen aiizulocken und sie bildend' und erzieherisch zu beeinflussen. •Keine- Lektüre, kein Radio und keine Hausmusik im Elternhaus können die Unmittelbarkeit des Erlebens ersetzen, dasjeden jungen Menschen anrührt, wenn der Theatervorhang sich öffnet oder der "Kapellmeister den Dirigentenstab hebt. Gewiss, wir wollen nicht verkennen, dass an vielen alten Menschen eine Art künstlerischer Seelsorge durch die Kulturbünde geleistet wird, und freudig beobachten wir diese „Menschen von gestern*' in solchen Stunden ihrer Aufrichtung. Aber jetzt gilt es in erster Linie, und das ist die Pflicht vor allem der jetzigen Eltern- Generation, die Kulturbundarbeit zu erhalten für die „Menschen von morgen", für unsere Jugend, damit sie ■ in lebendigem Kontakt bleibt mit dem schöpferischen Wirken jüdischer und internationaler Kunst. Gespräche vor der Agency-Tagung Der Peel-Plan, der die gesamte Palästina- Problematik neu aufgeworfen hat, stellt auch die Jewish Agency und besonders den nicht-zionistischen Teil ihrer Delegierten vor eine völlig neue Situation. Das erste Anzeichen dafür, dass die Atmosphäre diesmal reicher an Spannungen ist als sonst, war eine Erklärung des Führers der amerikanischen Delegation, Felix M. War-, b u r g s. In dieser Erklärung wurde festgestellt, dass der Zionistenkongress nur in eigenem Namen, nicht aber für sämtliche Juden spreche. Erst die Stellungnahme der Jewish Agency werde endgültige Schlüsse über die Haltung der Juden in der Welt zulassen. Es sei niemandem möglich, zu sasen, welches der allgemeine Wille der Juden sei und welcher Bericht von der Agency der Mandatskommission unterbreitet werden wird, bevor der Council der Agency die gesamte Lage gründlich geprüft-haben werde. ■ . Es ist symptomatisch, dass Felix Werburg in der"gleichen Erklärung die Ansicht ausspricht, nur die Möglichkeit einer friedlichen Verständigung zwischen Juden und Arabern könne zu einem dauernden Frieden führen Es ist anzunehmen, dass aus diesen Worten die Grundhaltung zu ersehen ist von der Warburg möglichenfalls bei einer'Opposition gegen den Verhandlungsbeschluss des Zionistenkongresses Erklärungen des englischen Kolonienministers in der Mandatskommission Die Ständige Mandatskommission hat am 10. August die Prüfung des Berichtes der Palästinaverwaltung für 1935/36 abgeschlossen. Es kam in der gleichen Sitzung zur Erörterung einer Reihe von Petitionen, die sich hauptsächlich auf Verwaltungsfragen bezogen. Die nächste Plenarsitzung fand am 16. August statt. In ihr beschäftigte man sich mit dem Berichtsentwurf an den Völkerbundsrat über das Palästinaproblem, der von einer Unterkommission ausgearbeitet worden war. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen, und man vermutet auch, dass sich die Mandatskommission nicht für eine bestimmte Lösuugsform endgültig entscheiden werde. Sie wird wahrscheinlich über alle Möglichkeiten mit ihren Vor- und Nachteilen referieren. Ihre Mehrheit soll nach wie vor auf dem Standpunkt sieben, dass -die grundsätzliche Aufrechterhaltung des bisherigen Mandates am vorteilhaftesten erscheint. Kolonienminister Ormsby-Gore hat im Verlaufe der Verhandlungen der Mandatskommission über die künftigen jüdisch-arabischen Beziehungen einige bedeutsame Erklärungen abgegeben. Zu der Frage des Bevölkerungstransfers erklärte er. dass die britische Regierung alles tun werde, um die Araber, die auE dem künftigen jüdischen Gebiet leben, zu veranlassen, dieses zu verlassen, . damit für Juden grössere Einwanderungsmöglichkeiten geschaffen werden. Es werde zu diesem Zwecke den Arabern landwirtschaftlich guter Boden im Araberstaat überlassen werden. Ein solcher Bevölkerungstransfer sei aber nur auf der Basis von Verhandlungen zwischen zwei vollkommen souveränen Ländern möglich. Für die Wahrung der Minderheitenrechte in dem arabischen und in dem jüdischen Staat werde England die Garantie übernehmen. In bezug auf die Einwanderungspolitik erklärte der Kolonienminister, dass von einer Aufrechterhaltung des Mandates in seiner gegenwärtigen Form nur gesprochen werden könne, wenn die Einwanderungspolitik einer Revision unterzogen würde. Auf eine Frage nach der Entwicklungsfähigkeit des jüdischen Gebietsteiles erwiderte er, der jüdische Staat werde zwar kein typisches Einwanderungsland sein wie etwa Australien, er werde aber immerhin aufnahmefähig sein für Juden aus den Ländern, in denen die jüdische Not und daher der Auswanderungsdrang besonders gross sind. Wie beabsichtigt hat sich Dr. W e i z m a n n unmittelbar nach der Annahme der politischen Resolution durch den Kongress nach Genf begeben und dort mit einer Reihe von Mitgliedern der Mandatskommission konferiert. U. a. hatte er eine längere Unterredung mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der Mandatskommission, Professor William R a p p a r d. Auch Minister Ormsby-Gore gewährte ihm eine Unterredung, als deren Extrakt er später einem ITA- Vertreter mitteilte, dass Weizmann ihm erklärt habe, die vom Kongress angenommene Resolution öffne die Tür zu weiteren Verhandlungen. Das Oberste Arabische Komitee hat seinen zahlreichen Protesten gegen die Teilung einen weiteren hinzugefügt. Es richtete an die Mandatskommission ein Telegramm, in dem es erklärte, die arabische Nationalbewegung werde die Teilung niemals akzeptieren. Es fordert ferner die Mandatskommission auf, eine Delegation nach Palästina zum Studium der Lage zu entsenden. lästina auch Vertreter der Nicht-Zionisten - mitwirken werden. Einzelne Mitglieder der Mandatskommission werden wahrscheinlich schon in den nächsten Tagen Gelegenheit nehmen, mit Vertretern der. Nicht-Zionisten in der Jewish Agency über deren Stellungnahme zu den schwebenden Prägen zu sprechen. Mit Rücksicht auf die für die Council- Tagung erwarteten Meinungsverschiedenheiten ist der Zionisten-Kongress bei der f&dkm Bm§käfc Amerikanisch-englischer Notenwechsel wegen Palästina 41 Mitglieder des amerikanischen Repräsentantenhauses haben eine Petition an den Aussenminister Cordell Hu 11 gerichtet, in der sie den Minister bitten, die Britische Regierung darauf aufmerksam zu machen, dass England nach Ansicht der Vereinigten. Staaten die in der Balioiir-Deklaration niedergelegten Absichten und Zusagen nicht in vollem Umfange und nicht gerecht durchgeführt habe. Es wird in der Petition weiter ausgeführt, dass die Teilung „historisch und natürlich unanwendbar" sei und dass das Streben der Juden nach einer Zufluchtsstätte in Palästina von der gesamten Menschheit unterstützt werden sollte. Im amerikanischen Senat hat Senator Royal S. Copeland einen Entschliessungsantrag eingebracht, in dem gleichfalls die Teilungsaktion verurteilt und der Senat aufgefordert wird, eine feste Stellung gegen eine Aenderung des Mandates ohne Zustimmung des Senats der Vereinigten Staatten einzunehmen. Auch Senator King hielt eine scharfe Rede gegen die Teilung. Der Notenwechsel zwischen den V e r - einigtenStaaten und England in der Frage des Palästinamandates ist jetzt von der Britischen Regierung in der Form eines Weissbuches veröffentlicht worden. Danach hat Aussenminister Eden auf Vorstellungen des amerikanischen Botschafters am 7. Juli geantwortet, dass England die Rechte der Vereinigten Staaten hinsichtlich Palästinas nach dem Abkommen von 1924 anerkenne. Er versicherte, für den Fall, dass die Aenderungen in Palästina die amerikanischen Rechte berühren würden, die Britische Regierung das Einverständnis der amerikanischen ' Regierung herbeiführen würde. auszugehen beabsichtigt. Im übrigen erhält die Erklärung den. Ausdruck des Vertrauens sowohl auf die britische Regierung, die „solange die Schützerin der Unterdrückten*' gewesen sei, wie auch zu der Möglichkeit, zu einer Einheitsfront zwischen Nicht- Zionisten und Zionisten zu gelangen. Die Erklärung Felix Warburgs hat in zionistischen Kreisen einige Erregung hervorgerufen. So stark auch in den Gesprächen und Kommissionsdebatten immer wieder der Wunsch zum Ausdruck kam, schon im Hinblick auf die Bedeutung der nicht-zionistischen Geldgeber in Amerika einen Bruch mit den Nicht-Zionisten zu vermeiden, so fehlte es' doch auch nicht an deutlichen und etwas vorschnellen Drohungen, dass man es im Bewusstsein seiner Stärke auf eine Sezession der Nicht-Zio nisten aus der Jewish Agency gesehenen falls ruhig werde ankommen lassen. Die ser Standpunkt wurde unter anderem von Führern der Arbeiterpartei und der Aligemeinen Zionisten-Gruppe A mit dem Argument gestützt, dass ein Ausscheiden der In einer Note des amerikanischen Botschafters vom 1. August wird darauf hingewiesen, dass die Beendigung eines Regierungssystems in einem Mandatsterritorium die Interessen der amerikanischen Staatsbürger berühre. Es handele sich bei Palästina anscheinend um eine Beendigung des Mandates. Im Jahre 1932 habe die amerikanische Regierung bei der Beendigung des Mandates "über den Irak darauf bestanden, dass die Grundsätze des Abkommens von 1924 eingehalten werden. In gleicher Weise sei die französische Regierung vor der Beendigung des Mandates über Syrien im August 1936 auf die amerikanischen Rechte aufmerksam gemacht worden. Die Stellung der amerikanischen Regierung leite sich ausschliesslich von dem Gesichtspunkt her, die amerikanischen Interessen in Palästina auf der Grundlage der Gleichheit mit den Interessen . anderer Regierungen und anderer Staatsbürger zu schützen. Auf diese zweite Note ist eine Antwort der englischen Regierung noch nicht ergangen. * Auch die französische Regierung soll, Pressemeldungen zufolge, dem englischen Aussenministerium mitgeteilt haben, dass sie am Palästinaproblem lebhaft interessiert sei. Es wird dabei auf die grossen,' von Arabern bevölkerten Gebiete in Afrika, auf die französischen Interessen in Syrien und auf die an der Frage interessierten jüdischen Kreise in Frankreich hingewiesen. * Einer Meldung der „Palestine Post" zufolge dürfte High Commissioner Sir Arthur Walieh ope Ende dieses Monats einen Urlaub antreten, den er in England verbringen will. Der Entschluss zu dieser Reise sei unerwartet und plötzlich gekommen. Wahl der von ihm zu bestimmenden Council-Mitglieder der Jewish Agency diesmal mit besonderer Sorgfalt zu Werke gegangen. Die Wahl ist nicht auf dem Kongress selbst, sondern erst nach Kongressschluss in Sitzungen der einzelnen Fraktionen vollzögen worden. Um zu verhindern, dass es zu einem Zusammenschluss der zionistischen Teilungsgegner mit den Nicht-Zionisten und dadurch vielleicht zu einer Mehrheitsbildung kommt, die den Beschluss des Zionisten-Kongresses desavouieren könnte, sind die zu Council- Mitgliedern gewählten zionistischen Teilungsgegner verpflichtet worden, bei der Council-Tagung nicht in Widerspruch zu der vom Zionisten-Kongress angenommenen politischen Resolution zu stimmen. Auch die von den Nicht-Zionisten erneut hervorgehobene Tendenz, das Fifty- Fifty-Prinzip im vollen Umfange wiederherzustellen, begegnet teilweise einer Ablehnung auf zionistischer Seite. Welzin ann jedoch setzt sich allem Anschein nach dafür ein, dassdie Beziehungen zu den Nicht-Zionisten in diesem Augenblick, da die zionistische Bewegung vor wichtigen historischen Ereignissen steht, keine Trübung erfahre. Immer wieder wird der vor allem von amerikanischer Seite schon in den Kommissionsberatungen aufs deutlichste zum Ausdruck gebrachte Gesichtspunkt hervorgehoben, dass ein Konflikt mit den Nicht-Zionisten die Aktionen der Fonds ungünstig beeinflussen könne. Nicht-Zionisten aus der Jewish Agency für Verhandlungen mit der Mandatarmacht keine veränderte Situation schaffen wTerde. Das gehe schon daraus hervor, dass in. dem Bericht der Kgl. Kommission die Zionistische Organisation und nicht die Jewish Agency als jüdischer Verhandlungspartner genannt werde. Gegenüber dieser Auffassung ist jedoch auf eine Aeusserung des . britischen Kolonienministers Ormsby- Gore in der Mandatskommission hinzuweisen, nach der sich in Zukunft die britische Regierung bei den Verhandlungen über die Palästinapolitik auch an die Vertreter der Jewish Agency und nicht nur an die der Zionistischen Organisation wenden werde. Der Kolonienminster hat in dieser Erklärung ausdrücklich betont, dass die Jewish Agency nach den Bestimmungen des Mandates als Vertreterin der Judenheit beim Aufbau Palästinas anerkannt ist. Die Mitglieder der Mandatskommission haben diesem Standpunkt zugestimmt, und es wird erwartet, dass bei den künftigen Verhandlungen über die Neuordnung in Pa- Die Ermordung ■ ..... Bekr Sidky s Als sich am '29. Oktober des vergangenen Jahres der Generalstabschef des Irak Bekr Sidky durch einen Putsch der Macht im irakischen Staate bemächtigte, wiesen wir in der C.-V.-Zeitung (Nr. 45 und 46 von 1936) darauf hin, dass dieser Wandel der innerpolitischen Konstellation nicht ohne weiteres auch zu einer Aenderung der aussenpolitischen Haltung des Landes führen müsse, dass aber wohl mit einer Stärkung der panarabischen Gedankengänge und damit einer Versteifung gegenüber der einstigen Mandatarmacht England zu rechnen sei. Knapp ein Jahr hat Bekr Sidky als der Mann im Hintergrund die Geschicke des Irak geleitet, ohne dass seine politischen Ziele klar zu erkennen gewesen wären. Nun hat ihn am 16. August in Mossul 47jährig die Kugel eines seiner Soldaten ereilt. Gleichzeitig wurde der Chef der Luftwaffe Jawaud ermordet. Man nimmt an. dass die geistigen Urheber in Offizierskreisen zu suchen sind, die sich dem beim Putsch 1936 ermordeten Kriegsminister D schaafarPascha verbunden fühlen. Dieser galt mit dem nach dem Libanon entkommenen damaligen ' Ministerpräsidenten Yassin Pascha und dem nach Kairo entflohenen Aussenminister Nuri Pascha als der Befreier des Irak von türkischer Herrschaft. Die Nachrichten aus Bagdad fliessen spärlich. Das vor zehn Monaten gebildete Kabinett H i k m e t S o 1 i m a n soll zurückgetreten und durch ein Kabinett Gami'l Pascha ersetzt worden sein. Nuri Pascha soll sich aus dem Exil auf dem Weg nach Bagdad befinden, um das Aussenministerium wieder zu übernehmen. Seine Aktivität in allen arabischen, vor allem aber palästinensischen Fragen ist noch in Erinnerung, auch dass man ihm, der starke Bindungen zu Aegypten hat, eine englandfreundliche Haltung nachsagt. Man wird weitere Nachrichten abwarten müssen, um die Bedeutung des irakischen Umschwungs für die Politik im vorderen Orient und damit für Palästina beurteilen zu können. Das Gartenbauamt des ' Berliner Verwaltungsbezirks Prenzlauer Berg hat von den in deu Anlagen befindlichen "lOO Sitzbänken 92 mit der Aufschrift „Für Juden verboten" versehen lassen. Die übrigen acht Bänke sind nur für Juden bestimmt. Chefrednkteur: Dr. Alfred Hirschberg (in Urlaub); stellvertretender Chefredakteur und verantwortlich für den gesamten Inhalt: Dr. Margarete Edelheim. Verantwortlich für den Sport: Dr. Ernst 6. Löwenthal: verantwortlich für die Aufnahme von Bildern: Dr. Margarete Edelheim; sämtlich in Berlin. Für Rücksendung unverlangter Einsendungen ist Freiumschlag beizufügen. Leiter der Anzeigen-Abteilung und verantwortlich für den Inhalt deT Anzeigen: Friedrich. Nathan, Berlin. DA II. Vj. 38236. pi.ö. Verlag: Jüdischer Central-Vcrein e.. V.. Berlin W 15, Emser Str. 42. Druck der Buch.- und Tiefdruck-Gesellschaft mbH, Berlin SW 19.