Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 32 (12.8.1937)
- Date
- 1937-08-12
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 32 * Beiblatt 12. August 193Z * Seite 15 Makkabi-Erfolge beim Tennisturnier Frau Richter-Weihermann und Buchwalter gewannen "die Meistertitel Die ersten allgemeinjüdischen Tennismeisterschaften, die der Jüdische Tennisklub „Grunewald"' in der Zeit vom 6. bis 8. August auf seiner Anlage in Berlin- Schmargendorf durchführte, war eines jener Ereignisse, deren Verlauf man gerne in der Erinnerung behält. Alle günstigen Vorbedingungen waren gegeben: schönstes Wetter, glänzende Abwicklung, die der Routine und dem Fleiss der Turnierleitung nur das beste Zeugnis ausstellt, hervorragende Beteiligung — mit Ausnahme von Rudi Strauss (Wuppertal), Ilse Friedleben (Frankfurt a. M.) und Lotte Peyser (Berlin) fehlte aus der jüdischen Tennis-Spitzenklasse kaum jemand — dazu jene harmonische Atmosphäre bei Aktiven wie im gleichen Masse bei den überaus zahlreich erschienenen Zuschauern. Sportlich war ebenfalls alles in schönster Ordnung, wenn man nicht zu unbescheidene Ansprüche stellt, zudem die erstklassige Spielstärke des jungen enorm verbesserten und noch weiter verbesserungsfähigen Ernst Buchwal- 1 e r (Breslau) in Rechnung stellt. Oder muss einem das noch immer bewundernswürdige Können von Toni Richter -Weihermann, die wie Buchwalter souverän ihre Gegnerinnen beherrschte, keine Bewunderung abverlangen?, Buchwalter, eine Klasse für sich ____ Im Herreneinzel, der mit etwa 50 Meldungen am besten besetzten Konkurrenz, gab es bereits in den Achtel-Final-Kämpfen überraschende Ergebnisse; denn dem jungen Breslauer Schild-Spieler Smoschew-er gelang es, den Berliner Bar Kochbaner Dr. Plaut in drei Sätzen 2 : 6, 7 : 5, 6 : 2 auszuschalten, desgleichen Lieber (TC Bar Kochba^, der den Kölner Cohn klar schlug. Sonst qualifizierten sich von oben nach unten für die „letzten Acht": Wolff („Grunewald"), Smoschewer, Lieber, Jauch („Grunewald"), Mann .(Schild Mannheim), Brück (TC Bar Kochba), Dr. Fuchs (TC Karlsruhe 03) und Buchwalter (Breslau). Die nächste Runde überstanden dann Wolff, gegen den der junge Smoschewer doch nicht recht mitkam (6:3, 6:1), Jauch', der in einem spannenden, mitreissenden Kampf den Berliner Bar Kochba- Spitzenspieler Lieber trotz dessen. 5 :2-Führung im ersten Satz nach herrlicher Energieledstung noch 7:5, 6:4 zu schlagen vermochte, Mann, von dem Brück unerwartet klar 2 :6, 4 :6 besiegt wurde, und Buchwalter, der gegen den alten Routinier Dr. Bill Fuchs namentlich im zweiten Satz oft Proben seines erstaunlichen Könnens abgab. 6:2, 6:4 war das Ergebnis, das Fuchs' Leistung vielleicht etwas benachteiligte. Drei Schild-Vertreter und ein Makkabimann standen also in der Vorschlussrunde, in der Mann gegen den späteren Gesamtsieger nie eine Gewinnchance hatte und mit dem gleichen Skore wie Bill Fuchs verlor, während Wolff seinem jüngeren Klubkameraden Jauch ohne Spiel, das heisst freiwillig, den Platz in der Schlussrunde überliess. 6:2, 6:0 war dann hier das Ergebnis für den Breslauer. Jauch spielte nicht so gut wie in den Kämpfen vorher, Buchwalter beherrschte vom ersten Aufschlag an taktisch und technisch das Feld — um ohne Satzverlust erster Meister der jüdischen Tennisspieler in Deutschland im Herreneinzel zu werden. Jauch erhielt als Zweiter den Ehrenpreis des „S portblatte s" der C. - V. - Zeitung. Auch die Kämpfe im Herrendoppel ergaben manche üeberraschung und viele hart umkämpfte Drei-Satz- Matchs. Dr. FuchsIWolff, die im Spiel gegen die Bar-Kochba-Vertreter Brück/Dr. Plaut die herrlichsten Kabinettstückchen zum besten gaben, um schliesslich mit 6:3, 5:7, 6:3 zu gewinnen, Sander/Lieber, die sich 6:3, 6:2 über die „Grunewald«" Goldberg/ Schäfer hinwegsetzten, die Breslauer Blau-Gold-Weiss- Kombination Huppert/Schnitzer, gegen die Jauch/Mann sich nicht durchzusetzen vermochten und nach dem ersten, 5:7 verlorenen Satz zurückzogen, sowie Buchwalter/Dr. Kahn (Bamberg), denen Cohn (Köln)/ Ernst Buchwalter (Breslau) wurde jüdischer Tertnlsmeister 1Q$7 Fot. Martin Dsubas, Berlin Katzenstetn (Hamburg) keinen Widerstand entgegensetzen konnten, erreichten die Vorschlussrunden, wo dann in der oberen Hälft© Sander/Lieber die Mitfavoriten Dr» Fuchs/Wolff nach glücklichem, durch Liebers Hochform und Wolffs Schwächen jedoch verdientem 3:6-, 8:6-, 5 :7-Sieg den Weg ins Finale verlegten.' Das ausgezeichnet aufeinander abgestimmte Doppel Buchwalter/Dr. Kahn, bei dem der Bamberger im Doppel zumindest eine Klasse besser ist als im Einzel, kam über Huppert/Schnitzer mit 6:3, 6:2 hinweg, um im Schlussspiel, das demnach eine reine Makkabi-Angelegenheit war, Lieber/Sander •mit 6:3, 6:3 kaum günstiger abzufertigen. Trotzdem verdient gerade dieses Endspiel wegen seiner Schnelligkeit und vielen, auch für den Kenner schönen Momenten stärkste Erwähnung. Frau Manko schlug Frau Hemp Während in der oberen Hälfte an einem Sieg von Frau Richter-Weihermann (Schild Frankfurt a. M.), die besser denn je in Form schien, kaum zu zweifeln war, und programmgemäss gewann sie auch gegen Frau Friedländer (Schild Hamburg) mit 6:2, 6:2 und gegen die Münchner in Loni Gutmann, die vorher die andere Hamburgerin Frau Katzenstein, die frühere Hockey-Repräsentative, mit 6:2, 6:3, gab es unten eine grosse Ueberraschung in Form eines Sieges von Frau Manko (Schild Frankfurt a. M., dem früheren Frl. Nassau aus Krefeld) über Frau Hemp, der nach Frau Friedleben stärksten Makkabivertreterin — dazu noch mit 6:4, 6:1 recht klar. Frau Manko hat sich enorm verbessert und zeigte aus der Verteidigung heraus ein sicheres, technisch einwandfreies Grundlinienspiel. Dank ihrer ausgezeichneten Kondition vermochte sie vor allem zahlreiche gut plazierte Schüsse ihrer Gegnerin zu erlaufen. Trotzdem schien Frau Hemp kaum in bester Form; denn schon vorher hatte sie einige Mühe, um der „Grunewald"'-Juniorin Mary Lichter, die eine schöne Begabung verriet, in drei Sätzen 6:3, 2:6, 6 :1 Herr zu werden. Frau Manko hatte fernerhin noch Siege über Frau Rosenzweig (Rot-Weiss Leipzig) mit 6:2, 6:4 und über die Bar Kochbanerin Frl. Joel mit 6:1, 6:2 zu verzeichnen. In der Schlussrunde kam dann Frau Manko nie mehr an ihre bisherige Leistung heran. Ohne Spielverlust vermochte sich Frau Richter-Weihermann gegen sie mit 6:0, 6:0 den Titel zu erobern. Das Damendoppel fiel an die Makkabi-Kombination Frl. Gutmann/Hemp, die nach ihrem 7:5-, 6:3- Sieg über Frau Rosenzweig (Leipzig)/Frau Juliusberg (Breslau) in der Schlussrunde über die Hamburgerinnen Frau Katzenstein/Frau Friedländer überaus knapp 6:2, 2:6, 6:4 triumphierten. Frau Richter-Weihermann hatte in Frau Wolff („Grunewald") eine gerade aa diesen Tagen nicht in Form befindliche Partnerin und schied in der Vorschlussruade gegen das Hamburger Paar mit 1:6, 6:2 6:4 aus. In den Trostwettbewerben siegten bei den Damen. Frl. Poisson über Frau Steinberg fbeide „Grunewald") und bei den Herren Albert Mever („Grunewald") über Peter Hartig (Schild' Hamburg). F. Die Ausländer dominierten Hakoah Wien und Hagibor Prag stellten die meisten Makkabimeister Die diesjährigen leichtathletischen Makkabimeisterschaften, die ebenfalls als Vorbereitungs¬ und Ausscheidungskämpfe für die kommende Makkabiah galten, standen im Zeichen der leistungsstarken Aktiven der Hakoah Wien und des Hagibor Prag, die von 19 ausgetragenen Meisterschaften allein 11 mit nach Hause nehmen konnten. Es werden knapp über 3500 Zuschauer gewesen sein, die den Kämpfen, deren Abwicklung man sich interessanter hätte vorstellen können, beigewohnt haben. Trotz dieser kleinen Mängel WTirde die Veranstaltung — nicht zuletzt dank des grossen Könnens einer Gerda Gottlieb, die mehrfache österreichische Meisterin und Rekordhalterin im Hochsprung ist, eines Blödy und eines König, der auf der Olympia Oesterreich in der 400-m-Strecke vertreten hat, ein schöner Erfolg. Das interessanteste Rennen des Tages, zugleich auch die relativ beste Leistung, wurden die 5000 m. Bald nach Beginn des Rennens' bildete sich eine Spitzengruppe, in der sich neben den beiden Wienern Blödy und Beck auch noch Werthen hielt. Runde um Runde zogen diese Drei ihre Bahn, weit vor allen anderen Teilnehmern, die nach und nach immer mehr zurückfielen. Die 3000 m wurden in 9.46 Min, zurückgelegt. Etw^a 4 Runden vor ifot Statt Mkd Sief Sonntag, 15. August Berlin Leichtathletik: Anfänger- und Ausscheidungswettkämpfe für die Reichsmeisterschaften des^Sportbundes „Schild", Veranstalter: ISG*33, Grünewaldsportplatz, 14.30 Uhr. Fussball: Pokalspiel ISG 33 I-ISK I, Grunewaldsportplatz, 16.30 Uhr. Südwestdeutschland Fussball: Schild Frankfurt a. M. Jugend gegen Bar Kochba Mannheim Jugend, Frankfurt a. M., Platz am Buchrainweiher; Schild Frankfurt a. M. I—Bar Kochba Mannheim I, Frankfurt a. M., Platz am Buchrainweiher; Schild Frankfurt a. M. A. H.—Bar Kochba Mannheim A. H., F r a n k i u r t a. M., Platz am Buchrainweiher. . Handball: Schild Frankfurt a. M. I—Bar Kochba Mannheim I, Frankfurt a. M., Platz am Buchrainweiher. Schwimmen: Sportsch wimmwerbeveranstaltung des Schild Frankfurt a. M., Frankfurt a. M., Strandbad. NiederraeL Rheinland-Westfalen Fussball: Endspiel um den „Klopfer-Pokal": Schild M.-Gladbach I—Schild Aachen-Düren I, 16 Uhr; Freundschaftsspiel der 2. Mannschaften, 15Uhr: beide Spiele: Köln, ITV-Platz am Fort Deckstein. Leichtathletik: Staffeltag mit Einzelkonkurrenzen als Einlagen, offen für alle jüdischen Sportvereine und Jugendbünde Westdeutschlands, Gelsenkirchen, Schildplatz, Hohenfriedberger Strasse, Vorkämpfe ab 11 Uhr, Entscheidungen abs 15 Uhr. Mitteldeutschland Fussball und Handball: Bar Kochba Leipzig- Bar Kochba Breslau: Vorrundenspiele um die Vereinsmeisterschaft des Makkabikreises, Leipzig, Sportplatz Dübener Landstrasse, 16 Uhr. Sportfest der Jüdischen Jugend, veranstaltet vom Schild unter Beteiligung der Bünde, Leipzig, Sportplatz Thekla, 14^ Uhr. Xordwestdeutschland Leichtathletik: Grosses Jugendsportfest, veranstaltet vom Schild, H a m b u-r g, Sportplatzanlage Lokstedt. Fussball: VTH 04 Hannover I—Schild Bielefeld I, Hannover, Platz Peiner Strasse, 14 Uhr. Bayern Faustball: Turnier, durchgeführt vom Itus Nürnberg. Nürnberg, Sportplatz Waldstrasse, 9 Uhr. '- Schlesien Fussball Freundschartskampf Bar Kochba Breslau—Sportgruppe Schild Neisse, Breslau, 16 Uhr, Sportplatz Krietern. . Schwimmen: Werbeschwimmen des Jüdischen Schwimmvereiiis Breslau, offen auch für Gäste, B r e s 1 a u, 16 Uhr, Schwimmbad Hinterbleiche. Schluss kam dann auch Beck nicht mehr mit, so dass Blödy und Werthen allein die Führung erlangten. Zu früh setzte Werthen seinen Endspurt an, Blödy hielt mit und hatte auf der letzten Geraden genügend Kraftreserven, um den ehrenvoll und in glänzender Zeit unterlegenen Werthen etwa 15 zum Sieg reichende Meter abzunehmen. Franz Orgler, der sich zur Zeit auf Hachscharah befindet, hat in seinem Können doch nachgelassen. Die Zeiten, die er über 400 m als Zweiter hinter König und über 800 m als Meister vor den Pragern Goldschmidt und Schwarz erzielte, sind nicht gerade überwältigend gut. Schattmann dagegen schien, ohne in diesem Jahr schneller geworden zu sein, weiterhin gleichmässig gut. Sein Sieg über 100 m vor den Pragern stand eigentlich nie in Frage. Der Keiner^Münz enttäuschte. Wie erwartet, blieben die Gebrüder Blanck in den Sprüngen überlegen. Der Hannoveraner siegte mit 1,72 m im Hochsprung und der Hamburger mit 6,20 m im Weitsprung. Die Vertreter des Hagibor Prag, Weiss und Petschau, liessen sich indes die Wurf- und Stossübungen, mit Ausnahme des Speerwerfens, das den jungen Berliner Grünspahn mit allerdings sehr schwacher Leistung als Sieger sah, nicht entgehen. Auch im Sechskampf wurde Petschau, w:ie schon im vergangenen Jahr, Sieger in überlegener Manier. Bei den Damen holte sich Gerda G o 111 i e b mit vier Siegen den Löwenanteil an Meisterschaften. Während sie die 100 m in 13,3 vor Elly Kendziorra gewann, genügten ihr im Hochsprung 1,47 m und im Weitsprung genau 5 m zu Sieg und Meisterschaft. Selma "Schulmann (Bar Kochba Hakoah Berlin) wurde wiederum Doppelmeisterin, indem sie das Kugelstossen und das Diskuswerfen für sich mit Beschlag belegte. Eine gute Leistung vollbrachte auchRuth Reich, die sich im Weitsprung mit 4,91 m an 2. Stelle placierte. M. F. Ergebnisse: Männer: 100 m: 1. Schaitruann (B. K.-H. Berlin) 11,2. 2. Fischraann (Hagibor Prag)- 11.4. 3. Freund (Hagibor Prag) 11.5; 400 m: 1. König (Hakoah Wien) 52.2. 2. Orgler (Hakoah Wuppertal) 54.9. 3. Hecht (B. K.-H. Berlin); 800 m: 1. Orgler (Hakoah Wuppertal) 2.04.3. 2. Goldschmidt (Hagibor Prag) 2.05,S. 3. Schwarz (Haeibor Prag) 2.06,6; 5000 m: 1. Blödy (Hakoah Wien) 16J7.2. 2. Werthen (B. K.-H. Berlin) 16.18,3. 3. Beck (Hakoah Wien) 16.55.0; 4Xl00-m-Staffel: 1. Hagibor Prag 46,2. 2. Bar Kochba-Hakoah Berlin 46,2. 3. Hakoah Köln 48,6; 4X400-m-$taffel: 1. Hakoah Wien/Hagibor Frag. 2. Westdeutsche Verbandsstaffel. 3. Bar Kochba-Hakoah Berlin; Weitsprung: 1. Blanck II (Bar Kochba Hamburg) 6,20 m. 2. Weinbein (Bar Kochba Dresden) 6,17 m. 3. Wasserlauf (Bar Kochba Leipzig) 6,10 m; Hocisprung: 1. Blanck I (Bar Kochba Hannover) 1,72 m. 2. Blanck II (Bar Kochba Hamburg) 1,62 m. 3. Kramberg (B. K.-H. Berlin); Kugelstossen: 1. Weiss (Hagibor Prag) 12,39 m. 2. Petschau (Hagibor Prag) 11.27 m. 3. Herrmann (Bar Kochba Hamburg) 11,17 m; Diskuswerfen: 1. Weiss (Hagibor Präs;) 36,54 m. 2. Petschau (Hagibor Prag) 33,98 m. 3. Herrmann (Bar Kochba Hamburg) 32,20 m; Speerwerfen: 1. Grünjspan (B. K.-H, Berlin) 41,60 m. 2. WTeinfeld 41,25 m. 3. Levy (Hakoah Essen) 40,32 m; Fünfkampf: 1. Petschau (Hagibor Prag) 2203,6 Punkte. 2. Sternheim (Bar Kochba Leipzig) 2143,2 Punkte. 3. Weiss (Hagibor Prag) 2117,5 PurJkte. Frauen: 100 m: 1. GotÜieb (Haioah Wien) 13,3. 2. Kandziorra (Bar Kochba Hamburg) 13,4* 3, Goldstein Wir merken vor: Die ' leicbtäthletischen Reichsmeisterschaften, des „Schild"-Sportbundes. die am 22. August auf dem Grunewaldsportplatz in Berlin zur Durchführung gelangen, versprechen Höhepunkt der diesjährigen leichtathletischen Ereignisse zu werden. ' Die Besten des Sportbundes, trotz scharfer Auslese etwa 140 an der Zahl, werden sich an diesem Tage in Berlin ein Stelldichein geben und für einen vollen Erfolg der bestens vorbereiteten Veranstaltung Sorge tragen. Besonders erfreulich ist, dass der „Schild" auch seinen Jugendlichen im Rahmen des Programms Startmöglichkeiten gibt. So wird man Gelegenheit haben, die besten Jugendlichen des Verbandes aus dem ganzen Reich im Kampf zu sehen, Vergleiche zu ziehen und eine deutliche Aufwärtsentwicklung des Leistungsniveaus feststellen zu können. Den Abschluss der Veranstaltung bildet das Endspiel um die Reichsmeisterschaft des „SchiW-Sportbundes im Frauenhandball, das die Mannschaften der ISG 33 und des Schild Frankfurt a. M. bestreiten werden. Das Internationale Tennisturnier des Tennisklubs Bar Kochba Berlin wird nach den bisherigen Mitteilungen ein hervorragendes Meldeergebnis erfahren. Um nur einige Namen zu nennen: aus Polen kommt der Sieger der letzten beiden Jahre, Wittmann, sowie die polnische Ranglistendritte, Frau Pinkesfeld. aus Rumänien der dortige Davis- Pokal-Spieler Hamburger und die Meisterschaftszweite, Frau Popper, aus der Tschechoslowakei Frl. Fischer und die Herren Danzig, Ripper und Drucker, und aus Oesterreich Frau Gottesmann, die in der österreichischen Rangliste einen guten Mittelplatz einnimmt. Zu ihnen gesellen sich die Besten. des Deutschen Makkabikreises ' und des Schild-Sportbundes mit den Meistern Frau Richter-Weihermann und Buchwalter an der Spitze. Weitere Verhandlungen, iL a. mit Hecht, sind noch nicht abgeschlossen. Ilüülllüüülli'lüüüllllllllüül!!!!!!!! (Bar Kochba Leipzig) 14.3; Hochsprung: 1. Gottlieb (Hakoah Wien) 1,47 m. 2. Feldmann (Bar Kochba Leipzig) 1,28 m. 3. Goldwasser (B. K.-H. Berlin); Weitsprung: 1. Gottlieb (Hakoah Wien) 5,00 m. 2. Reich (B. K.-H. Berlin) 4,91 m. 3. Kramer (Bar Kochba Leipzig) 4,75 m; Kugelstossen: 1. Schulmann (B. K.-H. Berlin) 9.59 m. 2. Salomon (B. K.- H. Berlin). 3. Weinreb (Bar Kochba Dresden); Diskuswerfen: 1. Schulmann (B. K.-H. Berlin) 30.40 m. 2. Rosenfeld (Bar Kochba Leipzig) 24.57 m. 3. Goldwasser (B. K.- H. Berlin) 23,51 m; 4xl00-m-Staffel: 1. Bar Kochba-Hakoah Berlin 57.?,. 2. Bar Kochba Hamburg 57.4. 3. Bar Kochba Leipzig 58,2; Dreikampf: 1. Gottlieb (Hakoah Wien) 115 Punkte 2. Reich (B. K.-H. Berlin) 83 Punkte. 3. Hadra (Bar Kochba Hamburg) 72 Punkte. Sportbetrieb überall Nord Westdeutschland Schild Stuttgart schlägt Hamburg in der Vorschlussrunde Die wichtigste Vorentscheidung um die Reichsmeisterschaft des Sportbundes im Fussball ist gefallen. In Hamburg errang am 8. August die vorjährige Meisterelf, Schild-Stuttgart, über die Hamburger einen klaren und verdienten 4:2- (1:1)-Sieg. Ungefähr 500 Zuschauer hatten sich eingefunden, die ein Spiel zu sehen bekamen, das infolge' der Hitze unerhörte Anforderungen an die Aktiven stellte. Während die Hamburger im ersten Durchgang durch ständige Angriffe ein offenes Feldspiel erzwangen, liessen die anfangs klug defensiv spielenden Gäste in der letzten halben Stunde ihr grosses Können durch überraschend schnelle und geschickt eingeleitete Angriffe zur vollen Entfaltung kommen. Zu dieser Zeit aber hatten die Platzherren ihr Pulver schon restlos verschossen, und so ist es auch zu erklären, dass in sieben Minuten drei Tore für die- Stuttgarter fielen. Schiedsrichter Schmulewitz (Leipzig) gefiel durch klare, schnelle Entscheidungen. Die Siegerelf zeigte ein einheitlich gutes Spiel und war auf allen Posten bestens besetzt. Wenn noch jemand hervorzuheben wäre, so sind dies Josef, der vierfache Torschütze, Aronsohn und der Torwart Vollweiler. Die Hamburger hatten ihren besten Mannschaftsteil in Laser, Wagener und Nissensohn sowie Hanauer und D. Meyer, während E. Mayer durch seine Verletzung erheblich behindert war, trotzdem aber sein möglichstes tat. Der Sturm war zu früh mit seiner Luft zu Ende, besonders Heilbut, der schon in der ersten Halbzeit recht unbeweglich war. Behrendsohn war vorn der beste Mann, nach ihm ist noch Rosenstein zu nennen, während Sa gel und Blumenthal nie recht ins Spiel kamen. Schild Hamburg II—Makkabi Altona I 4 :3 (2 : 2). Hakoah und Hasmonea Wien in Hamburg Am 3. August fanden auf dem Blau-Y/eiss- Platz zwei inferessante Gesellschaftsspiele zwischen Hamburger und Wiener Makkabi-MaDnschäften statt. Im Handball traien sich die Mannschaften des Bar Kochba Hamburg und Hakoah Wien. Die Gäste waren den Hamburgern stets überlegen und siegten verdient mit 13 :7 (6 :3), ohne sich ganz auszugeben. Bei den Bar-Kochbanern war Blank der beste Mann. Als das Fussballspiel zwischen Blau-Weiss Hamburg und Hasmonea Wien angepfiffen wurde, hatten sich wohl etwa 500 Zuschauer eingefunden, die durch ein - schnelles und seitens der Wiener technisch hochstehendes Spiel entschädigt wurden.