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Central-Verein-Zeitung · 1937-08-05 · 31 (5.8.1937) · page 10

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
31 (5.8.1937)
Date
1937-08-05
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seife 10 C.-V.-Zeitung Nr.3T* 5.August!937 genden Personalveränderungen in der Leitung 'der ZVFD: der bisherige Vorsitzende, Dr. Siegfried Moses legte infolge seiner Uebersiedlung nach Palästina sein Amt nieder und. schlug vor, dass bis zum nächsten Delegiertentage die Herren •Rechtsanwalt Benno Colin und Dr. Hans F r i e d e n t h a 1 z-u G e schäftsiühren.den Vorsitzenden bestellt werden. Der Vorschlag fand einstimmige Annahme. An 'dem XX. Zionistenkon.gr.ess nehmen '490 gewählte Delegierte aus fast allen Ländern der Welt teil. Sie repräsentieren 1250 000 Schekelzahler, so dass die Rekordzahl des XIX. Zionistenkongresses noch übertroffen worden ist Mit den Mitgliedern des Aktionskomitees zählt der Kongress 525 Delegierte. Die Zionistische Vereinigung für Deutschland entsendet auf Grund des Sammelergebnisses 31 Delegierte. Die zustandegekommene Einheitsliste enthält die Namen der leitenden Menschen der ZVfD und der nationalen Fonds; die Vorsitzenden grosser Gruppenverbände und Ortsgruppen, die Träger der Arbeit in den zionisti- Während die palästinensischen Araber ihren früheren Protesterklärungen in der vergangenen Woche keine weiteren haben folgen lassen, weil sich ihr Interesse nunmehr der Genfer Tagung der Ständigen Mandatskommission zuwendet, liegen auch aus den letzten Tagen wieder eine Reihe von Meinungsäusserungen ausserpalästinensischer arabischer Mächte vor. Die transjordanische Regierung legt weiter Wert auf die Feststellung, dass sie noch keineswegs ihre Zustimmung zu dem Teilungsplan erteilt habe. In einem Communique erklärt sie, dass die Meldung, sie unterstütze den Teilungsplan, unzutreffend sei. Der Grund für diese politische Wendung ist wohl in der fortgesetzten Propaganda gegen Emir Abdulla zu suchen, die teilweise bedrohliche Formen annimmt. Aehnliche Folgen hat die TeilWgsdebatte im Irak hervorgerufen. Ueber den Ministerpräsidenten Hikmet Suleiman verlautete, dass er sich ähnlich wrie der Emir Abdulla grundsätzlich mit der Teilung einverstanden erklärt habe. Jetzt heisst es, dass er seine Demission einreichen werde, weil diese Behauptung seine Autorität untergraben habe. Eine Erklärung der ägyptischen Regierung gteht noch, immer aus, doch glaubt die Jerusalemer Tageszeitung „Feiestin" vorhersagen zu können, wie sie ausfallen werde: die Regierung werde sich auf den Standpunkt stellen* dass die Schaffung eines jüdischen Staates sowohl wirtschaftlich wie auch politisch für Aegypten grosse Gefahren mit sich bringe. Es liege darin. eine Bedrohung auch für. das englisch-ägyptische Abkommen. Die Zeitung will sehen Verbänden des Misrachi, des Hechaluz, des Makkabi und der WIZO aus dem gesamten Reich. - * Ministerpräsident Mussolini hat den Oberrabbiner von Rom, Prof. Davide Prato, empfangen und ihm versichert, dass die Juden Italiens; durchaus berechtigt seien,' sich 'auf dem Zionistenkongress in Zürich vertreten zu lassen und an ihm teilzunehmen. . Vertreter aus 19 Ländern hei der Agency-Tagung Zu der am 18. August im Anschluss an den Zionistenkongress beginnenden Tagung des Council der Jewish Agency sind Vertreter aus neunzehn Ländern gewählt worden. Unter den führenden Persönlichkeiten, die an den Beratungen teilnehmen werden, befinden sich der Präsident des Board of Deputies, Neville Laski, Lord M e 1 c h e 11, die Marquise of R e a d i n g , Professor Speyer, Senator Professor S c h o r r und viele andere. weiter wissen, dass die Vertreter des Iraks« Aegyptens, Irans und Afghanistans im Völkerbundsrat geschlossen die neue Palästinapolitik verwerfen werden, da sie in threr Eigenschaft als muselmanische Mächte zu einer ablehnenden Haltung verpflichtet seien. Der Mufti von Jerusalem hat in der letzten Zeit seine Wohnung nicht mehr verlassen. Er hat sich einer arabischen Abordnung gegenüber geäussert, dass' er mit seiner Landesverweisung rechne. Er sei aber eher bereit, das Exil auf sich zu nehmen, als sich in Abhängigkeit zu begeben. Arabischen Pressemeldungen zufolge soll in Damaskus eine panarabische Konferenz als Gegenveranstaltung gegen den XX. Zionistenkongress abgehalten werden. Im Gegensatz zu dieser im eigenen Lager an 'den Tag gelegten Hartnäckigkeit ist die . englische Presse neuerdings der Ansicht, dass die Chancen für eine j ü di s c h-a r ab i s eh e Einigung im Wachsen sind. „Tim es" melden aus Jerusalem, dass durch die Hinausschiebung des Teilungsplanes die Spannung in Palästina sich vermindert habe und dass die Geneigtheit zu Verhandlungen zwischen Juden und Arabern stärker geworden sei; Die Zeitung bezeichnet das Eingreifen neutraler Vermittler als wünschenswert, und erwähnt in diesem Zusammenhang den irakischen Staatsmann Nuri Pascha Said. r Auch. „Daily Herald" und „Daily Telegraph" sind der Ansicht, dass der Teilüngsplan in den Hintergrund gerückt sei und dass dadurch die Möglichkeit grösser werde, zu Lösungen zu gelangen, die -die Teilung überhaupt als überflüssig erweisen können. Im polnischen Rundfunk ist amtlich bekanntgegeben worden, dass die polnische Re-, .gierung einer Teilung Palästinas grundsätzlich zustimmen wird. Doch werde die polnische Delegation in Genf darauf dringen, dass der geplante jüdische Staat weitere Grenzen erhält. Auch eine Stellungnahme Italiens ist durch den italienischen Sender Bari angekündigt worden. Sie werde vor der Mandatskommission erfolgen und beweisen, wie tief die Sympathie Italiens für die Mohammedaner ist. Der Justizminister der Südafrikanischen Union, General Smuts, hat an die Landeskonferenz der Zionisten Südafrikas eine Botschaft gerichtet, in der er gegen die Teilung Palästinas schwere Bedenken "äussert. Im Vergleich mit den Erwägungen, die seinerzeit unter dem Gesichtspunkt der hohen internationalen Politik zur Uebertragung des Mandats an Grossbritannien geführt haben, seien die gegenwärtigen Zusammenstösse zwischen Juden und Arabern geringfügig. Die jüngste Entwicklung im Mittelmeer habe die Bedeutung der damaligen Erwägungen noch erhöht. Im Falle von Unruhen bestehe immer noch die 'Alternative einer Regierung der festen Hand. In Rumänien hat die von der Bukarester Tageszeitung „Turentul'* veranstaltete Rundfrage über jüdische Auswanderung zu zwei bedeutsamen Antworten geführt. Der Führer der „Rumänischen Frönt", Dr. Alexander Vaida Voevod, bezeichnet es als die Pflicht des Völkerbundes und der Staaten mit grossen Kolonialreichen, für die Bereitstellung eines genügend grossen Territoriums mit gesundem Klima und wirtschaftlichen Möglichkeiten für die Aufnahm© der zur Auswanderung genötigten Juden Sorge zu tragen. Der Führer der Jungliberalen, Gheorghe Brazianu, erstrebt eine Zusammenarbeit Polens und Rumäniens in London zur Herbeiführung eines derartigen Arrangements. In der Unterhaussitzung vom 28. Juli kam die Frage der künftigen Zugehörigkeit der ältesten jüdischen Kolonie in Palästina, Daganja, bei Durchführung der Teilung zur Sprache. Nach der bisher vorgesehenen Grenzziehung würde Daganja, das auf dem Ostufer des Jordan liegt, bekanntlich in den arabischen Gebietsteil fallen. Unterstaatssekretär Sir Lambert Ward, der die Anfrage im Namen des Kolonienministers beantwortete, erklärte, dass seiner Ansicht nach diese Frage gegenwärtig von dem Kolonien minister erwogen werde. Kurze Nachrichten Generalmajor Ä. P. Wavell ist als Nachfolger von Generalleutnant J. G. Dill zum Oberkommandierenden der britischen Streitkräfte in Palästina und Transjordanien ernannt worden* Generalmajor iWavell tritt seinen neuen Posten Ende August an. Eine sechs Mann starke arabische Bande hat am Freitagnachmittag bei Dschenin vier mit Touristen besetzte Autobusse der Gesellschaft Egged auf der Fahrt von Haifa nach Tel-Aviv angehalten.. /Die. Passagiere wurden ausgeraubt. Auf die Autos wurden mehrere Schüsse abgegeben, ein Auto wurde beschädigt. Nach 'dem Üeberfall zogen sich die Banditen in die Berge zurück. Die Polizeipatrouillen, die die Verfolgung aufnahmen, sind den Angreifern auf der Spur. Der einflussreiche Scheich des Dorfes Lifta Sei Jerusalem, der sich bei den Gemeindewahlen für die Interessen der Nashashibi-Partei stark eingesetzt hat, ist, als er die Omar-Moschee verliess. von Terroristen durch Schüsse verletzt worden. Dem arabischen Dorf Um el Fächern bei Dschenin ist eine früher auferlegte, aber gestundete Kollektivstrafe von 450 Pfund von neuem auferlegt worden, weil Araber, die vermutlich aus diesem Dorf stammen, einen Angriff auf ein Zeltlager von Arbeitern der Palestine Electric Corporation unternommen haben. An dem Üeberfall hatte eine 17 Mann starke bewaffnete Bande teilgenommen. Nach Beschiessung des Lagers waren die Zelte angezündet worden. Eine weitere Kollektivstrafe von 50 Pfund wurde wegen des Zerschneidens von Telephonleitungen über das Dorf Kissara verhängt. Kongresse überall Auf der zweiten Konferenz des Weltverbandes polnischer Juden im Ausland, die in Antwerpen vom 22. bis 25. August stattfinden wird, werden Vertreter aus 16 Ländern teilnehmen. Die Konferenz wird sich mit den Problemen befassen, die sich aus der rechtlichen, politischen und wirtschaftlichen Lage der polnischen Judenheit ergeben. Die Frage der Auswanderung polnischer Juden und ihre Ansiedlung in Palästina wird in den Beratungen einen breiten Raum einnehmen. * Ueber Bas Programm "der am 15. August beginnenden dritten Knessio Gedaulo der Weltorganisation Agudas Jisroel wird mitgeteilt: Auf der Tagung, der eine Konferenz 'de$ Grossen Rabbinischen Rats vorangeht, wird das .Tendenzreferat durch den palästinensischen Ägudasführer Dr. Isaac Breuer gehalten werden. Ferner sind Referate von Rabbiner Jacobson (Kopenhagen) und Dr. Landau (Berlin)' vorgesehen. Die Tagung soll sich mit Fragen des Palästina-Aufbaues, des Schulwerks und der Ueberseewanderung unter den besonderen religiösen Gesichtspunkten der Agudas befassen, Die internationale Aussprache STE t L EN M A R KT ANGEBOTE Jlopfennandlung in mittlerer süddeutscher Stadt sucht per sofort 1üd. perfekten ledigen Buchhalter (in) Maschinenschreiben u. Stenographie Be-- dingnng. Bevorzugt werden Bewerber mit engl. Sprachu.Devisen-Rechtskenntnissen. Offerten unt. J. 6052, C.-V- Zeitnngr, Berlin W 15. Vertreter werden noch für einige Bezirke vonleistnngsfähigerl-uxuspapier- Grossnandlung eingestellt. 2snr Herren aus der Branche, die bei der einschlägigen Kundschaft bestens eingeführt sind, wollen sich melden unter £. 6054, C. - V-Zeltung-. Berlin W. 15. Intelligentes jüd. Lehrmädchen für Damen-Maßschneiderei sacht Helfgott, Kurfürstendamm 67. Tucht.jüd. Haustochter per bald gesucht. Bosenban W„ Rankestrasse 13. Tel.: 91 63 74. 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