Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 29 (22.7.1937)
- Date
- 1937-07-22
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seife 16 C-V.-Zelfung Nr.29 * 22. Juli 1937 'die favorisierte Slavia Prag mit 65 : 50 Punkten überraschend zu schlagen. "Westermann (Hahvah Riga), der diesmal als Halbstürmer in der lettischen Fussball- Auswahlmannschait stand, die im Landerkampf gegen Rumänien ein torloses 0 :0-Resultat herausholte, war wiederum einer der besten Leute seines Teams. Mike Jacobs, der amerikanische Box manager, beabsichtigt im Monat August in Amerika vier Weltmeisterschaften durchzuführen. Bei zwei dieser Veranstaltungen sind jüdische Boxer beteiligt, und zwar wird im Leichtgewicht Pedro Montanez gegen den Titelhalter Lou Ambers antreten, während Weltergewichts-Weltmeister Barney R o s s gegen seinen Herausforderer Garcia in den Ring steigen soll. Auch in europäischen Ringen stehen jüdische Boxer im Mittelpunkt zweier Titelkämpfe. Maurice Holtzer, der Europameister im Federgewicht, wird demnächst gegen den englischen Meister Jimmy Walsh in den Ring gehen, und Pat Palmer, der englische Nacbswuchsmann, hat einen Kampf gegen den IBU-Weltmeister Angelmann, der in Paris durchgeführt werden soll unterschrieben. 20 Eimer voll „Schnecken" Die Ferientageskolonie im Grunewald 20 Eimer voll Schnecken — es können auch noch mehr sein — stehen in der Küche bereit. Und die Schnecken sind verlockend gebräunt und duften süss, und in der Nähe brodelt im Riesenkessel ein ganzes Meer von Kakao — d. h., ein halbes Meer, denn die Hälfte ungefähr der etwa 335 Kinder haben ihre Ration schon weg. Es ist nachmittags halb fünf Uhr. Bald fahren sie, in ihre bestimmten Gruppen eingeteilt, wieder nach Hause und freuen sich dabei auf den nächsten Tag in der Ferientageskolonie im Grunewald. Nicht immer geht es beim Kakao ganz so vornehm zu: mit Schnecken und Butterbroten. Aber dies ist ein Ausnahmetag. Das Wohlfahrts¬ und Jugendamt der Berliner jüdischen Gemeinde hat eine Führung durch die Ferientageskolonie im Grunewald veranstaltet, bei der die Vertreter der jüdischen Presse, die Mitglieder des Gemeindevorstandes und der Repräsentantenversammlung einmal sehen sollen, was da draussen eigentlich los ist. Es gibt eine ganze Menge zu sehen, gleich bei der Kaffeetafel, die die zahlreichen Führungsteilnehmer unter freiem Himmel vereint. Direktor Stahl begrüsst die Gäste und Fräulein Silbermann berichtet von der Arbeit und dem Leben um die Tageskolonie: von den Vorarbeiten, von der Einteilung der 2000 jüdischen Kinder für die einzelnen rund um Berlin zur Verfügung stehenden Plätze, von der allmorgendlichen Ausfahrt um 8 Uhr und dem frohen Verlauf des Tages, in dem Essen, Spiel, Sport und Ruhe sich sinnreich abwechseln; und währenddessen schielt man mal ein bisschen hinunter auf den Sportplatz, wo eifrig gespielt und trainiert wird, und schnappt so mit halbem Ohr hie und da Brocken der Unterhaltung der aufgeregt hin- und herrennenden Kinder auf. Bald kann man sich ihnen ganz zuwenden: es wird allerhand geboten. Mit einem netten Gedicht werden die Gäste herzlich begrüsst, es werden Lieder gesungen, von denen eines besondere Wirkung erzielt; das beginnt: „K—a—f—f—e—e — trink nicht so viel Kaffee" — aber man lässt sich deshalb nicht stören und Kaffee und Kuchen schmecken ausgezeichnet. Auch das „Lokale" ist nicht vergessen worden — kleine Geheimnisse aus dem „Kolonisten^leben in Poesie und Prosa — und sogar eine Freilichtaufführung steigt: Das Märchen vom König Drosselbart; mit Rieseneifer sind die sehr jugendlichen königlichen Eitern bei der Sache, ihre reizende kleine Tochter an den Mann zu bringen, und die wieder versteht schon recht gut dem Ausdruck zu geben, was für ein Unterschied das ist, ob man einen Bettler oder einen Königssohn zum Gemahl hat; mit grossem Jubel wird das Hochzeitsfest gefeiert, und dann, noch mit den Goldpapierkronen auf den erhitzten Köpfen, sitzen die kleinen Fürstlichkeiten beim Kakao und treiben begeistertes Theaterlatein — wie die Grossen. Inzwischen hat die Führung begonnen. Der Sportplatz liegt unter der Nachmittagssonne in wundervollem Grün. Heinz Engländer weist auf die besonders gute Grasnarbe hin, und Martin S o b o t k e r erklärt den Laien diese Güte mit dem Einsetzen von 8000 qm Grasplatten. Der ganze Platz ist im vorigen Jahr neu gerichtet worden. Im ganzen bietet er 5000 bis 6000 Besuchern Raum, davon sind 1200 Sitzplätze auf den Tribünen, die so angelegt sind, dass sie in den Nachmittagsstunden Schatten haben. Die Aschenbahn ist erneuert, wundervoll weich und glatt sieht sie aus. Eine Walze hat man angeschafft, mit richtigem Motor, zur Pflege des Platzes, und die ruht nun wie ein starkes grosses Tier vor ihrer neuen Wellblechbaracke und hat im Augenblick nichts zu tun. Kugelstossanlage, Handball- und Fussballplätze hat man aus dem Rasenfeld hinausverlegt, zu dessen Schonung. Vielleicht wird noch die Kurve ausgebaut — denn die Kinder und angehenden Sportgrössen haben nicht im Sinn, sie immer so gemächlich zu nehmen wie die Schar der Besucher an diesem Nachmittag; ausserdem könnte dann noch Platz für eine Menge von Zuschauern geschaffen werden. Wenn nur die Zuschauer, immer da wären. Heinz Engländer richtet an alle Anwesenden wieder einmal die ' Bitte um Werbung für den Sportplatz der jüdischen Gemeinde. Von den finanziellen Vorteilen ganz abgesehen, die aus einer grösseren Besucherzahl kommen und durchaus nicht zu verachten sind, ist es bei den grossen Wettspielen sowohl der Sportbundwie auch der Makkabi-Mannschaften sehr wichtig, von welchem Grad der Publikumsbegeisterung der Kampf getragen ist. Wenn man von der Weite des Platzes in die Garderoben kommt, erscheint einem das Gebäude nicht allzu geräumig. Und doch genügt es ganz bestimmt. Die Kinder, die dort ein- und ausgehen (-springen, -rennen), sind keine strassenmässig gekleidete Menge erwachsener Führungsteilnehmer; es schadet nichts, wenn so ein nacktes braunes Bein mal etwas unsanfte Bekanntschaft mit einer Holzwand macht — und auf ein bisschen mehr oder weniger Schwarz an den Händen kommt es auch nicht mehr an. Es besteht nämlich eine Bestimmung, die leider ganz streng befolgt werden muss, sogar in den Ferien: vor jedem Essen werden die Hände gewaschen. Es ist grausam, aber ALTEN BURG Kaufhaus M.I S. Colin immer iührend ANNABERG LJacobyisü. [Hanl Ciiaskel Spezialhausf. Damenkleidung Amdqm m dec C.=V.=2kitm% xmtiztm sich! FRANKFURT a. M. ■HKAHM HALLE a. S. A.Huth&Co.A.G. Gr. Steinstrasse und Marktplatz Modewaren- und Einrlciifungsbaus LEIPZIG BezlehenSiesich bitte beiAnfragen auf die G-V.-Zeif u ng MONSTER i. W. wahr. Darüber kann nur eins wegtrösten: difli Menge der Duschen in den Waschräumen für. die Mädels und Jungen, die so lustig und wie; im Spiel auf die sport- und spielfrischen jungen' Herrschaften niederprasseln und sich allgemeiner Beliebtheit erfreuen. Es sind wahrlich keine schlechten Ferien* die die Kinder da draussen verbringen, Kinder* denen zu Hause während der Ferien die hötigö Fürsorge fehlen würde oder die eine Erholung in Luft und Sonne dringend brauchen. Jetzt schon freuen sie sich auf ihr Abschiedsfest —■ „aber noch mehr aufs nächste Jahr" hat mirein kleiner Bub gesagt. Für beide Zeitpunkte möchte man das tätige Interesse der Oeffentlichkeit wecken. Hilde Marx. Einzelhandel im Bleich Lehrhaus Berlin. Sprachkurse: In die bestehenden Kursei Englisch, Spanisch, Portugiesisch für Anfänger, Teilnehmer mit Vorkenntnissen und Fortgeschrittene können Teilnehmer noch aufgenommen werden, ebenso in die englischen Konversations- und Handels- . kurse. Die Kurse finden im allgemeinen Marburger Strasse 5, III, statt, für Englisch mit Vorkenntnissen auch Prinzregentenstrasse, Lindenstrasse und Halensee. Monatliche Teilnehmergebühr bei wöchentlich einer Doppelstunde 2,75 RM, bei 2 Doppelstunden 4,25 RM. — EnglischeStenographie: Kursusbeginn am Dienstag, 3. August, Meinekestr. 22; monatliche Gebühr 4 RM. — Inten siv-Kurs u s : Anfang August wird ein neuer englischer Intensiv-Kursus b~eginnen. Die monatliche Kursusgebühr beträgt 30 RM. Auskünfte über Sprach- und Intensiv- Kurse, Anmeldungen usw. in den Sprechstunden Montag bis Donnerstag von 10 bis 13 und 16 bis 18 Uhr, W 50, Marburger Str. 5, III. Rabbinische Lehranstalt Frankfurt a. M. Das Wintersemester" an der Hoffmannschen Jeschiwa beginnt am Mittwoch, dem 6. Oktober. Der Unterricht erstreckt sich auf: Pentateuch mit Kommentaren, biblisches Schrifttum, Mischna, Talmud mit Kommentaren, Decisoren, Hebr. Grammatik, Neuhebräisch (Lektüre und Konversation), Jüdische Geschichte, Palästinakunde und Englisch. Für den Lehrgang in der Vorbereitungsklasse werden schulentlassene Knaben und Jünglinge aufgenommen, die nur geringe Kenntnisse in den jüdischen Fächern haben. Anmeldungen für alle vier Abteilungen (Vorbe» reitungsklasse, Unter-, Mittel-, Oberstufe) mit genauen Altersdaten und Zeugnissen über jüdische Vorbildung und religiöse Lebensführung sind bis spätestens 18. September an das Kuratorium der Rabbinischen Lehranstalt Jeschiwa, Frankfurt a. M.„- Theobald-Christ-Str. 6, zu richten, welches zu jeder näheren Auskunft gerne bereit ist. '^M:M^^^^^M^^^^ ^Ki^i^Ä'^c^ f^^^^^^^^^i NAUMBURG A. D.S. MAX COHN das führende Kaufhaus GEGRÜNDETi WITTEN a. d. Ruhr Alsberg & Blank Textil-Kaufhaus C-V.-ZEITUNG — Ihr Berater BADEN-BADEN Kaufhaus ♦Li iüniiiiiMüniüüüüiininiüüüiiniüüüiiiHi! BAMBERG SPEZIALGESCHÄFT FÖR DAMENSTOFFE So BRANDES Gruner Markt 4. BARMEN Haus der Damen-Moden . Strauss W.-Barmen Mittelstrasse 1-7 BAUTZEN Cenfrai-Kayfhaut Bautzen Haus- und Kuchengeräte BRAUNSCHWEIG Das Kaufhaus für Haus u. Köche Spielwaren und Geschenke bsüANK BREMEN MANNE Das Haus für Geschenke Obernstr. 53!l!ll!!!!!l!!!!l!!ll!!lll!!!!!l!!lil!!l!lllI!ll!lll!l!i!:!!!l!!!UII!l!li!HHII' BRESLAU BRESLAU - nur Ring T4 DRESDEN Goldmann Dresden-Altmarkt Damenkleidung usf. Her, Nach!. Das 50 jährige Fachgeschäft für Herrenmodewären. Dresden, König Johann-Str. 2. 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