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Central-Verein-Zeitung · 1937-07-22 · 29 (22.7.1937) · page 15

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
29 (22.7.1937)
Date
1937-07-22
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 29 * Beiblatt &M**&VrZGi 22. Juli 1937 * Seite 15 Die Besten-Liste 1937 Ein Vorwort Wir haben lange geschwankt, ob wir vor der Veröffentlichung der ersten Folge unserer „Besten-Liste" nicht erst doch noch einige weitere Wettkämpfe abwarten sollten, um so eine grössere Anzahl von Vergleichsmöglichkeiten zu haben. Wenn wir schliesslich doch mit dem Abdruck beginnen, so geschieht dies im Bewusstsein der Tatsache, dass manche Ergebnisse sich nicht ganz zur Aufnahme in die Liste eignen.. Ebenso wie wir wissen, dass diese Liste vielleicht und hoffentlich schon in 14 Tagen ein ganz anderes, vertrauenerweckenderes Gesicht haben wird, und dass einige Leistungen trotzdem schon auch für unsere Begriffe durchaus zufriedenstellend erscheinen — wir denken an die enorme Vielseitigkeit des besten jüdischen Leichtathleten, Klaber, an die Aufstellung im Hoch- und Weitsprung, an die Bestleistungen unserer 400-m- und 800-m-Läufer, an das Kugelstossen und den Weitsprung der Frauen — vermögen wir auch die Handicaps zu würdigen, Erich Klaber (ISC Fürth) ist auch in diesem Jahr der vielseitigste und beste Leichtathlet irrt jüdischen Sport Fol. Martin Dzubas die dem Leichtathletikstart und seither der Durchführung vieler Veranstaltungen ihren nicht zu verkennenden Stempel aufdrückten. Wir wollen nicht zuletzt uns gegenüber ehrlich sein; denn nur dann haben wir die Möglichkeit, bewusst an uns zu arbeiten. Verschiedene Konkurrenzen nmssten diesmal noch unberücksichtigt bleiben. Der Grund ist klar: es fehlte an den notwendigen Vergleichsmöglichkeiten, desgleichen dort, wo statt der fünf Bestleistungen nur vier angegeben werden konnten. Eine Bitte soll an dieser Stelle an die Adresse der Veranstaltungsleiter gehen, nämlich die, bei der Fertigstellung der Ergebnislisten, die unsere Berichterstatter später zur Bearbeitung und Weiierleitung an die Redaktion erhalten, sorgfältig vorzugehen und nicht, wie es oft üblich ist, z. B. nur das Ergebnis des Siegers anzugeben, sondern in jedem Fall auch noch die Leistungen der Nächstplacierten. Nur so wird unsere Liste vollständig sein können und mit ihren Leistungen dem wahren Stand der- Leichtathletik im jüdischen Sport entsprechen. Zurzeit ist es so, dass unsere Jugendlichen relativ bessere Leistungen vollbracht haben als die Senioren. Wenn wir einmal oberflächlich überschlagen, so ergibt sich folgendes erfreuliche Bild: bei der männlichen Jugend haben wir heute mehr als zehn Jungen, z. T. sogar aus dem jüngeren Jahrgang, die die 100 m in genau 12 Sekunden und besser laufen, die weit über 6 m und hoch 1,55 bis 1,65 m springen. Das sind ebensolche anzuerkennenden Leistungen wie die 800-m-Zeit von 2.15,0, die 100-m- Zeit von 2.53,0, die 1500-m-Zeit von 4.35,0, die gleich mehrere unserer Jugendjahrgänge erreichten. Gleich Erfreuliches ist auch von den Jungmädchen zu melden, die die 100 m an die 14 Sekunden laufen, die 4,50 m weit- und 1,35 m hochspringen. Diese Feststellungen sind es, die uns mit manchen Fehlleistungen der Senioren versöhnen; denn sie haben die Zukunft für sich und werden bei richtigem Training, sei es in Deutschland oder überall in der Welt, einmal Ehre für den jüdischen Sport, einzulegen wissen. M.F. md Sk JaucSi gewann überraschend das ISG-Turnier Brück/Dr. Plaut (TC Bar Kochba) Sieger im Herrendoppel Die erste grössere Kraftprobe im jüdischen Tennissport Deutschlands gab es beim Turnier der JSG 33 in Berlin, dessen Schlusskämpfe am 18. Juli durchgeführt wurden. Fast ausnahmslos beteiligten sich die Berliner jüdischen Spitzenspieler, namentlich die des Tetmisklubs Bar Kochba und des Tennisklubs „Grunewald", an den Konkurrenzen, deren sportlicher und ideeller Wert naturgemäss einen grossen Erfolg für den Veranstalter und seine nun schon traditionellen und beliebten Turniere darstellte. Die sportliche Ausbeute war, wie gesagt, überaus erfreulich, zumal der Hauptwettbewerb, das Herreneinzel, mit einer kaum erwarteten Ueberraschung endete und einem Vertreter des Nachwuchses Gelegenheit zur Auszeichnung gab. Jauch, der schon im Vorjahr an gleicher Stelle eine gute Figur machte, zeigte sich diesmal — für den Tennisklub „Grunewald" startend — beträchtlich verbessert; denn es gelang ihm, hintereinander den Bar-Kochba- Spitzenspieler Lieber 6:1, 7 :5 auszuschalten und in der Schlussrunde gar seinem Klubkameraden Fritz Wolff, dem vorjährigen Reichsmeister des „Schild'-Sportbundes, in drei hart umkämpften Sätzen 6:4, 2:6, 6:4 das Nachsehen zu geben. ... Wie sind Jauchs Fähigkeiten und weitere Aussichten nach diesem zweifellos schönen Sieg zu beurteilen? Gewiss, der frühere ISGer hat sich nicht unwesentlich verbessert, seine Schläge sind sicherer und sauberer geworden, seine Lauftechnik, seine Ausdauer erscheinen vervollkommnet, das alles hätte jedoch kaum gereicht, um gegen einen Wolff in Bestform zu gewinnen. Zur absoluten Erstklassigkeit fehlt Jauch vor-, erst noch viel: vor allem ein harter, punktemachender Drive, der totsichere Schmetterschlag und ein schneller, placierter Aufschlag. Auf die Dauer ist aus der Defensive heraus nichts zu gewinnen, ein guter Spieler muss auch mii eigenem Können Punkte zu machen verstehen- Fuchs, der schon gegen Plaut Mühe hatte, die Vorschlussrunde zu überstehen, kann sicherlich auch heute noch trotz seines Alters mehr, als er am Sonntag zu zeigen vermochte. Die Meisterschaftsspiele werden ihn, wenn es um die Verteidigung seines Titels geht, in ganz anderer Form sehen. Zu einer internen Bar-Kochba-Angelegenheit wurde das Finale im H e r r e n d o"p p e 1, zu dem sich auf der einen Seite Dr. Plaut/Brück durch einen Sieg über Manasse/Hochstein und in der anderen Hälfte Lieber/Goldstein, die über das „Grunewald"-Paar A. Meyer/Gans 6 :4, 7 : 5 hinwegkamen, qualifiziert hatten. Brück, der eine glänzende Partie lieferte, holte sic\ mit seinem ihn gut unterstützenden Partner den ersten Preis mit 6 :3, 7 :5. Ungefährdet war Frau Peyser („Grunewald") im Einzel Wettbewerb der D a m e n. Nachdem sie in einer der ersten Runden die junge, sehr gut veranlagte Bar-Kocbba-Juniorin Tessy Lorch mit 6:0, 6:2 aus dem Rennen geworfen hatte, machte ihr in der Schlussrunde ihre Klubkameradin Frl. Poisson ebenfalls keine nennenswerten Schwierigkeiten. Das 6 : 2-, 6 :1-Ergebnis entspricht vielleicht nicht ganz dem Spielverlauf, ist jedoch das beste Beispiel für die taktische und technische Ueberlegenheit der Siegerin. Das Gemischte Doppel liess sich schliesslich der „Grunewald*-Klub ebenfalls nicht nehmen. Frau Peyser/Jauch mussten wohl anfänglich ernsthaft kämpfen, siegten dann jedoch einwandfrei 9:7, 6:2 gegen die Klubkameraden Frau Wolff/Schaf er, bei denen Schäfer zum Schluss bedenklich schwach spielte. Die Wettbewerbe der B-Klasse gewannen bei den Damen Frau Engel gegen Frl. Dr. Lauffer (beide Tennisklub „Grunewald") 6:4, 6:3, und bei den Herren Binder gegen Bender (beide Tennisclub Kaiserallee) 2:6, 6:3, 6:3. . Ein Schlusswort, das den Gesamterfolg keineswegs schmälern soll, sei gestattet Das Turnier war in seinen Hauptkonkurrenzen um den Titel eines Berliner jüdischen Tennismeisters ausgeschrieben. Wozu dieser Missbrauch mit dem Wort Meisterschaft? Genügt es im jüdischen Sport bei der geringen Anzahl selbst für unsere Begriffe meisterschaftsreifer Aktiven nicht, in jeder Disziplin für das gesamte Reichsgebiet überhaupt nur eine Meisterschaft, wenn es sein muss je eine Meisterschaft, nach Verbänden getrennt, durchzuführen? Derartige Ausschreibungen sind sinnlos und unnötig — im Gegenteil: sie laufen dem Sinn dieses stolzen Begriffs ,Meisterschaft' geradezu zuwider. ~ Manfred Friedmans Rheinland-Westfalen Um die Tischtennis-Meisterschaft des Schild Bei den Tisch tennismannschaftsmeisterschaften des Landesverbandes Westdeutschland des „Schild" in Herne gab es einen überraschenden Sieg des Industriebezirksmeisters Schild Herne, der im Vorjahre schon Zweiter geworden war. In einem Fünfsatzspiel zwischen den Spitzenspielern Steinberg (Schild Herne) und Denes (Tospa die $ük$ Besten Die Jahresbestleistungen der jüdischen Leichtathletik nach dem Stand vom 18. Juli 1937 Männer 100 Meter: H/2 Schattmann (Bar Kochba Berlin) 11.4 Lambert (Sportgruppe Bonn) 11,4 Münz (Hakoab Köln) 11,6 Klaber (ISC Fürth) 11,6 Sieradsky (Bar Kochba Leipzig) 11,6 Oschinsky (Schild Breslau). 400 Meter: 54,6 Fröhlich (ISG 53 Berlin) 55,1 Rafael (ITTJS München") 55,9 Rothschild (ISC Fürth) 57,6 Haas (Schild Wiesbaden). 800 Meter: 2.04,9 Bergmann III (ISG 33 Berlin) •2.07,3 Fuchs (ISG 33 Berlin) 2.08,0 Wieseneck (Schild Frankfurt a. M.) 2.13,3 Werth en (Bar Kochba Berlin). 5000 Meter: 16.47,8 Werthen (Bar Kochba Berlin) 17.14,2 Laskau (ISG 33 Berlin) 17.56.0 Dombrower (ISG 33 Berlin) 18.09.1 Petzall (Bar Kochba Berlin). Weitsprung: 6,84 H. Blanck (Bar Kochba Hamburg) 6.43 Wasserlauf (Bar Kochba Leipzig) 6,32 Klaber (ISC Fürth) 6.25 Sieradski (Bar Kochba Leipzig) 6,15 Brann (Bar Kochba Leipzig). Hoehsprung; 1,79 A. Blanpk (Bar Kochba Hannnover) 1,70 H. Blanck (Bar Kochba Hamburg) 1,65 P. Y. Mayer (ISG 33 Berlin) 1,65 Hepner (Philanthropin Frankfurt a. I, 63 Klaber (ISC Fürth). Speerwerfen: 50,80 Klaber (ISC Fürth) 49,48 Preiss (Schild Breslau) 46,27 Pförtner (ISG 33 Berlin) 44,00 Rawitscher (Sportgruppe Freiburg) 43,44 Ellern (Bar Kochba Hamburg). Kugelstossen: II, 36 Klaber (ISC Fürth) 11,32 Preiss (Schild Breslau) 11,00 Samuel (Bar Kochba Berlin) 10,65 Tombowski (Bar Kochba Berlin) 10,47 Hellfeld (ITUS München). Diskuswerfen: 32.11 Hessfeld (ITUS München) 32,06 Klaber (ISC Fürth) 30,97 H. Blanck (Bar Kochba Hamburg) 29,70 Markowitz (Schild Karlsruhe). 4Xl00-m-Staffel: 46,8 Bar Kochba Berlin 47,0 Bar Kochba Leipzig 47,2 Schild Stuttgart 47.6 Bar Kochba Hamburg 47.7 ITUS Mönchen. Frauen 100 Meter: 13,5 Alsberg (Schild Stuttgart) 13,5 Schneider (Schild Stuttgart) . . 13,6 Lippmann (Schild Stuttgart) 13.6 Kendziorra (Bai Kochba. Hamburg) 13,9 E. Kann (ISG 33 Berlin). Weitsprung: 4,94 Pels (Sportgrnppe Essen) 4,82 Juda (Hakoah Köln) 4.78 Herz (ITV 02 Köln) 4.78 Lippmann (Schild Stuttgart) 4,69 Cohn (Schild Stuttgart) 4,67 Handra (Bar Kochba Hamburg). Hochsprung: 1.40 Mello (ISG 33 Berlin) 1,38 Friedländer (Sportgruppe Oppeln) 1,35 Hirsch (Sportgruppe Bonn). Kugelstossen: 10,90 Mello (ISG 33 Berlin) 10.29 Schneider (Schild Stuttgart) 9.79 Cohn (Schild Stuttgart) 9,71 Schulmann (Bar Kochba Berlin) 9,1S Hirsch (Sportgruppe Bonn). Diskuswerfen: 30.90 Schulmann (Bar Kochba Berlin) 27,98 Friede (Schild Stuttgart) 26,75 Rosenfeld (Bar Kochba Leipzig). 4 - 100-m-Staffei: 54,2 Schild Stuttgart 56,0 ISG 33 Berlin 58,9 ISG 33 Berlin II 59,4 Bar Kochba Hamburg 59,9 Bar Kochba Leipzig." Sonntag, 25. Juli Berlin Fussball: Pokalspiele ISG 33 I —Bar Kochba Hakoah I, 15 Uhr: ISK I—Hagibor I, IVA Uhr, beide Spiele: Grunewald-Sportplatz. Leichtathletik: Rahmenkämpfe des Bar Kochba Hakoah zum Fussball-Doppelspiel, Grunewald-Sportplatz. Südwestdeutschland Fussball: Schild Frankfurt a. M. Jugend —JJB Hanau Jugend, Frankfurt a. M-, Platz am Buchrainweiher, 2'/2 Uhr; Schild Frankfurt a. M. I—ITB Frankfurt a. M. I, Frankfurt a. M., Platz am Buchrainweiher, 17 Uhr; Itus Aschaffenburg I—Schild Frankfurt a. M. II, Aschaffenburg: Itus Aschaffenburg Schüler—Schild Frankfurt a. M. Schüler, Aschaffenburg. Handball: JJB Hanau Frauen—Schild Frankfurt a. M. Frauen, Hanau; JJB Hanau—Schild Frankfurt a. M. II, H a n a u. Rheinland-Westfalen Leichtathletik: Westdeutsche „Schild'-Meisterschaften. Vorkämpfe 9 Uhr, Endkämpfe 15 Uhr. Köln, Platz am Fort Deckstein; Sportfest, offen für jeden jüdischen Sportler, veranstaltet von der Sportgruppe „Hellmannia" Minden. Minden, Sportplatz, Bleichstrasse, Beginn 9 Uhr, Entscheidung»- kämpfe 14 Uhr. Bayern Leichtathletik: Wettkämpfe, veranstaltet vom ISC Fürth. Zahlreiche Meldungen aus Berlin, Süd-, Südwest- und Mitteldeutschland, und zwar aus „Schild"- und Makkabivereinen. Starke Besetzung der Männer-, Frauen- und Jugendkonkurrenzen, Fürth. Mitteldeutschland Leichtathletik: Meisterschaften der mitteldeutschen Makkabivereine, Bar Kochba-Platz, Leipzig, Dübener Landstrasse. Hauptkämpfe 15 Uhr; leichtathletische Ferienwettkämpfe des ..Schild", offen auch für Vereinslose, Leipzig, Sportplatz Thekla. Schlesien Tennis: Jüdische Tennismeisterschaften von Schlesien, offen für alle jüdischen Spieler in Deutschland. Durchführung: Tennisklub „Blau-Weiss-Gold", Breslau: vorand nachmittags, Breslau, „Blau- Weiss,Goldu-Plätze, Lohestrasse, Ecke Kirschallee. Vorkämpfe bereits Freitag und Sonnabend. Tennisclub Bar Kochba und TenniskJub „Grunewald", die zur Zeit stärksten jüdischen Tennisvereine, haben zum 31. Juli einen K 1 u b k a m p f verabredet, der mit den beiderseitig besten Mannschaften auf der „Grunewald^-Anlage in Berlin, Berkaer Strasse, ausgetragen wird. Diese Begegnung dürfte wichtig* Fingerzeige für die Aussichten der im Laufe des August stattfindenden Meisterschaften geben. Krefeld) gab es den schönsten Kampf des Tages, den der Herner, der demnächst nach USA auswandert, knapp für sich entschied. Während der Sieg gegen Krefeld in der obenerwähnten Höhe und mit 26 :23 Sätzen'recht knapp ausgefallen war, hatten die Gelb- Weissen es am Nachmittag gegen den Westfalenbezirksmeister Schild Meschede leichter. Mit 10 :4 Spielen und 2S: 19 Sätzen holte sich Herne zum ersten Male die Verbandsmeisterschaft. Die einzige Ueberraschung war die Niederlage der Herner im Damendoppel. R. B. Tennisturnier in Krefeld Der Tennisclub Wuppertal-Lichtschlag (Mäkfcabikreis) besuchte den Krefelder Tennisclub von 1928 (Sportbund). Die beiden Klubs lieferten sich einen Turnierkampf, der weder an Fairness noch an Härte etwas zu wünschen übrigliess. Bis zum Schluss war der Sieg heiss umstritten, schliesslich siegten die Wuppertaler mit 12 :9 Punkten durch mehr Erfolge in den Doppelspielen. ♦ J. G. Neue Turnhalle in Köln Die Synagogengemeinde Köln, die ihren Turn- und Sportvereinen jede nur mögliche Förderung angedeihen lässt, hat im Gemeindehaus eine modern eingerichtete Turnhalle eingerichtet, die vom JTV 02, oem Hakoah und den Schulen benutzt wird. Damit hat die jüdische Jugend Kölns ein weiteres Heim erhalten, durch das' die Raumnot der körperpflegetreibenden Vereine grösstenteils behoben wird. G. Der richtige Weg? Kürzlich' hörte man, dass sich Neuseeland, die Heimat des grossartigen Olympiasiegers Lovelock, eine eigenartige Methode, seine Leichtathleten weiterzubilden, zu eigen gemacht hat. Da die dortige Sportbehörde keinen ihr genehmen Trainer zur persönlichen Ueberwachung der neuseeländischen Leichtathleten fand, versicherte sie sich der Dienste eines berühmten englischen Trainers derart, dass er den Auftrag erhielt, seine Schützlinge brieflich zu betreuen und zu beraten. So geschah es: der Engländer verfertigte regelmässig seine Lektionen und schickte sie nach Neuseeland, wo sie von den dortigen Aktiven, die sich zu diesem Zweck in Arbeitsgemeinschaften zusammengeschlossen hatten, gelesen und befolgt wurden. Auch eventuelle Rückfragen wurden postwendend beantwortet. Diese Lehrbriefe sollen Erfolg gehabt haben: ein Speerwerfer, so las man, hat sich auf Grund dieser Trainingsmethode in kurzer Zeit um volle sechs Meter verbessert. Ist diese Methode der Trainingslehrbriefe ernst zu nehmen? Wir möchten das ohne weiteres nicht beurteilen, weder positiv noch negativ. Vielleicht jedoch ist es "ein Weg, der "auch unseren Leichtathleten zumindest unseren Spitzenkönnern weiterhelfen könnte? —n Im Rahmen der tschechischen Leichtathletik« meisterschaiten gelang es dem Hagibor Prag

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