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Central-Verein-Zeitung · 1937-07-01 · 26 (1.7.1937) · page 13

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
26 (1.7.1937)
Date
1937-07-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 26 * Beiblaff J, h\\ 1937 * Seite 13 ^poHblafaCMrZeitun „Schild' '-Leichtathleten in Frankfurt a.M. Ausgezeichnete Leistungen bewiesen beste Form Sowohl die Aktiven als auch der Veranstalter wären wahrscheinlich über weniger Sonne und dafür wesentlich mehr Zuschauer erfreuter gewesen. Jedenfalls haben diese — fehlenden — Zuschauer ein sehr schönes Sportfest versäumt, dessen tadellos schnelle Abwicklung einer ungeheuren Anzahl von Wettbewerben das Organisationstalent des Schild Frankfurt a. M. erneut bestätigte. Nur die technische Vorbereitung, z. B. die Ausmessung der Kurvenvorgaben und vor allem die Gerätebeschaffung, hätte man sich etwas sorgfältiger gewünscht. Der Sportbund kann mit der Ausbeute dieses ersten reichsoffenen Festes zufrieden sein. Einerseits haben die alten Meister bewiesen, dass sie von ihrem Können noch nichts verloren haben und auch dieses Jahr mit Sicherheit in teilweise bestechendem Stil zu gewinnen wissen, andererseits war der Ansturm der Jugend zu den für sie ausgeschriebenen Wettbewerben derart gross, dass man beruhigt der Zukunft vertrauen"darf. Diese Jugend lief teilweise recht erfreuliche Zeiten, und in den technischen Uebungen lag mancher Jugendsieg kaum hinter dem der Senioren. So erreichte der 15jährige Heppncr (Philanthropin) 1,61 ra im Hochsprung, was ihm bei den Herren den zweiten Platz hinter Mayer (1,65 m) eingebracht hätte, und die ausgezeichnet veranlagte Jugendliche Sommer (Schild Frankfurt a. M.\ die danchen das Kugelstossen ihrer Klasse gewann, wäre mit L35 m ebenfalls auf den zweiten Platz im Hochsprung hinter <XXXXXXXXX>O<X>0<X>0<XXX><XXXX><><><><>' Am 4. Juli: Allgemeines Sportfest in Berlin Der Spielausschuss jüdischer Handball- und Hockeyvereine veranstaltet im Auftrag des Jugendpflegedezernates der jüdischen Gemeinde Berlin am kommenden Sonntag auf dem Grunewaldsportplatz ein leichtathletisches Sportfest, das erstmalig in dieser Saison -Sportler des Deutschen Makkabikreises und des ,,Schild"-Sportbundes gemeinsam an den Start bringen wird. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht eine 50X200-m-Staffel, in deren Verlauf sich Bar Kochba und ISG 33 spannende Kämpfe um den begehrten Sieg liefern werden. Den Abschluss bildet ein Handballspiel zwischen den 1. Mannschaften der ISG 33 und des ISK. Beginn des Sportfestes: 15J4 Uhr, Vorkämpfe ab 14 Uhr. >0<><>0<><X><><>&<><><><>^^ Inge Mello (1,40 m) gekommen. Ganz auffallend waren Material und Können des Schulsportvereins Philanthropin, der -die meisten Jugendsieger stellte. Auch Schild Stuttgart schnitt diesmal besonders gut ab; es gelang ihm u. a., in beiden Springerstaffeln die favorisierte ISG 33 Berlin zu schlagen. Kein Wunder allerdings, wenn man bedenkt, dass die besten unserer jungen Sportler auf der jüdischen S p o r t s c h u I e in Stuttgart zusammengezogen sind und so den dortigen Schild wesentlich verstärken. Die Berliner hatten im allgemeinen Staffelpech, während sie in den Einzelläufen recht erfolgreich abschnitten. Den 400-Meter- Lauf gewann Fröhlich (Berlin) in leichtem Stil ganz überlegen in 54.6. eine genauere Kurvenvorgabe hätte wahrscheinlich Haas (Wiesbaden) Gelegenheit zu schärferm Endkampf gegeben. Georg Bergmann (Berlin) erreichte auf der 800- Meter-Strecke ohne Gegner und trotz einer Sehnenzerrung fast den Sportbundrekord mit 2.04,9. Wienskowitz brachte die 1500 Meter wie er wollte nach Hause, aber bei den 5000 Metern schied er in der 5. Runde nach einem Zusammenbruch, der hoffentlich bald überwunden sein wird, aus. In der Olympischen Staffel waren Berlin vom Start an Führung und der spätere Sieg nicht zu nehmen. Beide Sprint- Staffeln wurden zu harten Zweikämpfen zwischen Stuttgart und Berlin, besonders bei den Frauen. Schon Gisela Schneider, die für Stuttgart startete, führte, und gegen Magda Alsberg, die vorher die 100 Meter in bestechendem Stil gegen die nicht in Bestform scheinende Elisabeth Kann gewonnen hatte, als Schlussläuferin. war kein Kraut gewachsen. Nach diesem aussichtsreichen Beginn werden wir in den kommenden Monaten noch manche Verbesserung der Leistungen erwarten können. Lolo Baer. Ergehnisse: Männer. 100 MpJer: 1. Bondorf (Frankfurt a. M.) 11.S: 400 M*rer: 1. Fröhlich (Berlin) 54 6. 2. Haas (Wiesbaden} 57.6: 800 Meier: 1. Bergmann (Berlin) 2,019, 2. Fuchs (Berlin) 2.07,3. 3. Wiescneck (Frankfurt a. M.) 2.08; ]">00 Meter: 1. Wienskowitz (Benin) 4.3S.4, 2. Abt (Karlsruhe) 4.40.6; 5000 Meter: 1. Laska« (Berlin) 17.M.2. 2. Pombiwer (Berlin) 17.5S.0; 4x400-Meter- Ptafd-l: 1. Wiesbaden 4.01.0. 2. Frankfurt a. M.; 4X]00-Me;er-Staffel: 1. Stulicrart 47.5. 2. Berlin 48.0, 3. Frankfurt a.. M. 48.2: Olympische Staffel: 1. Berlin 3.56.1 2. Mannheim 4.11.8: Hochsprang: 1. Mayer (Berlin) 1.65. 1 Wiesenock (Frankfurt a. M. 1.60. 3. Brundorf (Frankfurt M.) 1.60; Weitsprung: 1. Adler (Pirmasens) 5.75: Kugelstoßen: 1. Gros? (Stuttgart) 10.2o. 2 Wipseneck (Frankfurt a, M.) 10.20; Speerwurf: 1 Maver (Berlin) 35.64. Frauen. 100 Met«: 1. Alsberg (Stuttgart) 13,5, 2. Kann (Berlin) 13,9, 3. Schneider (Stuttgart) 14,0; 200 Meter: 1. Vogel (Berlin) 30.2; 4X100-M<?ter-Staffel: 1. Stuttgart. 54,2. 2. Berlin; Hochsprung: 1. Mello (Berlind 1.40. 2. Sc.hneid-&r (Stuttgart) 1,30; Weitsprung: 1. 'Schneider (Stuttgart) 4.51. 2. Meyer (Berlin) 4,40 Kugelstosscn: 1. Mello (Berlin) 10.30. 2. Schneider (Stuttgart) 10,20, 3. Cohn (Stuttgart) 9,79; Speerwerfen: 1. Schnöder (Stuttgart.) 27.65. Alte Herren. 100 Meter: 1. Askanas (Berlin); Veitspumc: 1. Askanas (Berlin) 5,05; Kugelstossen: 1. Kahn (Frankfurt a. M.) P.Ol. Jugend. 100 Meter, männliche Jugend, Jahr-rang 19'20: 1. Bendorf 11 (Darmstadt) 11.9. Jahrgang 21/22: 1. Goldschmidt (Philanthropin) 12 Sek.. weibliche Jugend. Jahrgang 21/22: 1. Marek (Mannheim) 14 Sek.; 1000 Meter,' Jahrgang 21/22: 1. Weil (Berlin) 2.55.0: 1500 Metor Jahrsang 10/20: 1. Guttmann (Berlin) 4.33.5; Kuselstossen. männliche Jugend. Jahrgang 19/20: 1. Bendorf H (Dannstadt) 11,889, Jahrgang 21/22: I. Eisenstädt (Berlin) 10.36. Jahrgang 23.24: 1. W\?ber (Wiesbaden) 0.10: weibliche Jugend. Jahrgang 21/22: 1. Sommer (Frankfurt a. M.) 7.45. Jahrgang 23/24: 1. Elknn (Philanthrop!») 8.10: Hochsprung, männliche Jugend, Jahrsang 19/20: 1. Stern (Berlin) 3,58, Jahrgang 21/22: 1. Reppner (Philanthropin) 1.61; weibliche Jugend. Jahrgang 21/22: 1. Sommer (Frankfurt a. M.) 1.35; Weiisprung. mannliche Jugend. Jahrgang 19(20: 1. St-rn. (Brr'in) 5 45 Jahrgang 21/22: 1. Salomen (Berlin) 5.47, Jahrgang 23/24: 1. Straus? (Philanthropin) 4.32: weibliche Jugend. Jahrgang 21/22: 1. Hauser (Stuttgart) 4.31, Jahrgang 23 24: 1. Löwenstein (Philanthropen) 4,18. B. Gäste aus Palästina Erfolgreiche Spiele der Handballer aus Petach-Tikwah Wimbledon-Ergebnisse Das Wimbledon-Turnier, eines der grossten sportlichen und gesellschaftlichen Ereignisse Englands, ist in der 2. Spielwoche in allen seinen Konkurrenzen in ein entscheidendes Stadium getreten. Nur die Besten sind noch im Wettbewerb verblieben, und wer sich für eine weitere Teilnahme qualifiziert hat, zählt in die Reihen der anerkannten Spitzenspieler der Well. Ladislaus Hecht, der tschechische Davis Cup-Vertreter, und Daniel Prenn, die beiden stärksten jüdischen am Turnier beteiligten Tennismatadore, haben bei der Auslosung für die Einzelkonkurrenzen ausgesprochenes Pech entwickelt. Wohl gelangten sie beide durch zwei schöne Siege unter die letzten 16, trafen dann jedoch im Achtelfinale auf die besten Amerikaner und mussten ausscheiden. Hecht, der vorher gegen die Engländer Filby 6 :4, 6:1, 7:5 und Jones 8:6, 6:3, 6:3 gewonnen hatte, verlor gegen den heissen Favoriten Donald Budge, "bei dessen unerhörtem Tempo er seine sonstige Spielstärke nie zu entwickeln vermochte, 4 :6, 2 : 6, 2 :6, und Prenn, der den Amerikaner Robertson 7 :5, 6 :1, 6 :2 und den Engländer Godsell 6:4, 6:1, 6:2 schlagen Der jüdische Sport in Deutschland hatte dieser Tage interessanten Besuch: der HandballmeisterPalästinas, die Mannschaft des Makkabi Awschalom aus Petach - Tikwah, die sich zur Zeit auf einer längeren Europatournee befindet, gastierte nach zahlreichen, sämtlich siegreich überslandenen Starts in Polen und Lettland auch in Deutschland. Nach Berlin waren es L e i p - z i g und Frankfurt a. Main, deren Makkabimannschaften sich vor vielen Tausenden Zuschauern den Gästen als Gegner stellten. Am 1. Juli wird Makkabi Petach-Tikwah in Köln das letzte Spiel auf deutschem Boden absolvieren, um dann die Weiterreise nach Frankreich anzutreten. Man wusste, da Vergleichsmöglichkeiten fehlten, nichts Rechtes über"die Spielstärke und das Können des palästinensischen Meisters und war schliesslich ehrlich erstaunt, die Bekanntschaft einer Mannschaft zu machen, die durchaus überdurchschnittliches handballerisches Können besitzt. Technisches Rüstzeug, gefördert durch eifriges Basketballspiel, ist ebenso wie Begeisterung zum Kampf in genügendem Masse vorhanden. "Es fehlt noch manches, so z. B. der kraftvolle, placierte Torschuss, taktische Beherrschung des Angriffsspiels und — Routine. Das sind "jedoch Fragen geeigneter Trainingsgestaltung und eines systematisch aufgebauten internationalen Spielverkehrs, also Mängel, die zu beheben sind. Palästina könnte im Handballsport einmal eine Rolle spielen; denn ausser in Deutschland und Oesterreich ist es in anderen handballspielenden Ländern mit der Spielkultur noch nicht so weit her, als dass der Anschluss nicht hergestellt zu werden vermag. Noch einmal zurück zur Mannschaft: sie besteht aus 18 sonnengebräunten, kräftigen jungen Menschen, von denen 12 in Palästina geboren und die restlichen sechs bereits seit frühester Jugend im Lande sind. Man erfuhr, dass es trotz besten Willens schwer für sie ist, einem geregelten Training nachzugehen; denn sie . stehen sämtlich im Dienst der Landwirtschaft, haben während des ganzen Tages schwer zu arbeiten und nur am Abend Zeit, sich sportlich zu betätigen und weiterzubilden. Das ist aber auch allein jene sportliche Auffassung, die Gewähr dafür bietet, dass sich die Idee der Leibesübung in Palästina trotz aller Handicaps durch schwere und schwerste körperliche Arbeit immer weiter durchsetzen wird. Die Vertreter des palästinensischen Sports, die Handballer aus Petach Tikwah, haben mit der Vermittlung dieser Tatsache wie überhaupt durch ihr sympathisches, natürliches Benehmen einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. In Berlin: 3:2 — knapp, aber verdient Vor etwa 4000 Zuschauern kämpfte auf dem festlich geschmückten Grunewald-Sportplatz eine kombinierte Mannschaft des ISK und des Bar Uet $t®d md $it$ Sonntag, 4. Juli Berlin Fussball: Pokalspiele u. a. ISK I—Bar Kochba Hakoah I. Sportplatz am Schäfersee, 17 Uhr; vorher untere Mannschaften. Tennis: Tennisclub Bar Kochba Damen—ISG 33 Damen (Leibnizstr.), ISG 33 II—Tennisclub Kaiserallee II (Friedriehsruher Str.), Tennisklub „Grunewald" komb.—ISK komb. (Berkacrstr.), Tennisklub ..Granewald" Damen komb. — ISK Damen komb. (Württembergische Str.) Allgemeiner Spielbeginn: 15 Uhr. Rheinland-Westfalen Leichtathletik: Meisterschaften des Bezirks Mitfelrhein im „Schild", Köln. Platz am Fort Deckstein, Beginn der Vorkämpfe 13 Uhr, Endkämpfe: 1534 Uhr. Tischtennis: Wanderpreisturnier der Sportgruppen Schild Bentheim. Schild Borghorst, Schild Burgsteinfurt, und Schild Münster i. W„ Bentheim, Schildhcim. Beginn 14 Uhr. Fussball: ISG Dortmund Ia—Hakoah Essen I (Westdeutscher Makkabimeister): ISG Dortmund Ib— Schild Gelsenkirchen I; ISG Dortmund Jugend— Hakoah Essen Jugend. Gelsenkirchen, Platz Hohenfriedbergcr Str. Siidwestdeutschland Fussball: Zwischenrunde um die ..SehikT'-Reichsmeistersehaft TC 03 Karlsruhe—Schild Stuttgart, Karlsruhe, Sportplatz an der verlängerten Hardtstrassc, IVA Uhr. Tennis: Südwestdeutsche Bezirksmeisterschaften und Ausscheidungskämpfe für die Reiehsmeisterscbaften des „Schild", Frankfurt a. M., Platz an der Tiroler Strasse. Vorkämpfe am 3. Juli. Schlesien Fussball: Zwischenrunde um die ,.Schild"-Reichsmeisterschaft Sportgruppe Breslau I—ISG 33 Berlin I, Breslau, Sportplatz Krietern, 16 Uhr; vorher Sportgruppe Breslau II—Sportgruppe Neisse I. Kordwestdeutschland Leichtathletik: Allgemeines Makkabisportfest, H a mbürg, Bramfeld, Beginn der Hauptkämpfe: 15 Uhr. Mitteldeutschland Handball: Bar Kochba " Leipzig I—Bar Kochba Frankfurt a. M. I, 16 Uhr. Fusshall: Zwischenrunde um den Pokal des Deutschen Makkahikrciscs, Auswahlmannschaften Mitteldeutschland—Siidwestdeutschland, 17 Uhr. Beide Spiele: Leipzig, Sportplatz Dübener Landstr. Kochba Hakoah gegen die Palästinenser. Sie hielt nicht das, was man sich von ihr auf Grund des Könnens der Aktiven, die aufgestellt waren, versprechen durfte. Namentlich im Sturm vermiss'te man jede einheitliche Aktion und auch die Läuferreihe, mit Ausnahme des harten, aber erfolgreichen Samuel, machte Schnitzer, die die Niederlage durchaus verdient erscheinen lassen. Makkabi Petach-Tikwah liess sich die Führung des Spiels nie aus der Hand nehmen und konnte dem Spielverlauf nach, sogar noch höher gewinnen, wenn der scharfe, genaue Torschuss nicht gefehlt hätte. Am besten gefiel von den Gästen der sichere und gewandte Torsteher, der sein wahres Können allerdings nicht oft zu zeigen brix achte, und die Hintermannschaft, die im Zerstören gegnerischer Angriffe gross war. Allen gemeinsam jedoch war vor allem die unheimliche Ausdauer, mit der sie das grosse Tempo des Spiels von Anfang bis Ende durchstanden und ihre blitzschnelle Antrittsgeschwindigkeit — trotz des für den Rasen nicht geeigneten Schuhzeugs. Nach 20 Hinuten Spieldauer führte Makkabi Petach-Tikwah durch Strafwurfverwandlung mit 3 :0 und wenig später auch 2 :0. Lediglich eine Einzelleistung Pudi Siegels verkürzte für Berlin bis zur Pause auf 1:2. In der 2. Spielhälfte kam zuerst der Gast, aus schöner Kombination heraus, zum dritten Treffer und bald darauf die Berliner zum zweiten Erfolg. Sämtliche weiteren Bemühungen beider Mannschaften scheiterten entweder am mangelhaften Schr.ssvermögen oder an der erfolgreichen Abwehrarbeit der Hintermannschaften. So endete das Spiel 3 : 2 für Palästinas Handballmeister, der sich dafür über geringen Beifall kaum zu beklagen hatte. M. F. In Leipzig: überlegener 10:4-Sieg An eine Schlappe von 10 :4 durch den Palästina-Meister hatte Bar Kochbas 1. Handballelf doch nicht gedacht, zumal sie sich noch durch zwei Dresdener verstärkt glaubte. Aber diese Jungens aus Erez Israel können schon spielen und brauchen sich auch vor einer viel stärkeren Vereinseinheit nicht zu fürchten. Nur wirkt ihre Spielart für unsere Begriffe nicht immer sportlich einwandfrei: hart, mit restlosem Einsatz des eigenen Körpers und mit kaum glaublicher Schnelligkeit und Ausdauer. 2000 Zuschauer wohnten dem Kampf bei. Bis zur Pause sah man noch ein völlig verteiltes "Spiel, denn mit bewunderungswürdigem Kampfgeist begannen die Leipziger und konnten sogar einmal in Führung gehen. In der 2. Halbzeit konnte man erst dio wahre Stärke der Mannschaft erkennen. Innerhalb weniger Minuten hiess es 10:3, und erst die allerletzte Minute ergab das 4. Tor für Leipzig, nachdem ein Gast wegen allzu rauhen Spiels vom Platze musste. K—n. In Frankfurt a. M.: noch ein 3:2-Sieg Auch im dritten Spiel begeisterten die Palästinenser, deren Ausdauer und Kraft unerschöpflich erscheint. Bar Kochba Frankfurt a. M. war diesem Gegner nicht gewachsen, und nur die ganz grossartigen Leistungen ihres Torwarts Hecht verhinderten eine dem Spielverlauf nach verdiente umfangreichere Niederlage. In der 1. Spielhälfte war Makkabi Petach-Tikwah zweimal, der Frankfurter Bar Kochba einmal erfolgreich. Nach der Pause setzte Bar Kochba mit stürmischen Angriffen ein, doch die schnelle palästinensische Verteidigung klärte sicher. Noch einmal kam jede Mannschaft zum erfolgreichen Torschuss, dann war das schöne Spiel, das zwar hart, aber stets in den Grenzen des Erlaubten blieb, beendet. Die palästinensische Mannschaft hatte auch diesen Kampf dank ihres technisch guten Spiels, ihrer Schnelligkeit und ihrer Härte verdient gewonnen. L. B. Sportbetrieb überall Berlin Eröffnungs-Sportfest des Bar Kochba Hakoah Am 27. Juni veranstaltete Bar Kochba Hakoah sein leichtathletisches Eröffnungssportfest, dessen reichhaltiges Programm zahlreiche Aktiven am Start sah. Während bei Männern und Frauen die Leistungen bedenklich schwach erschienen, erreichten die Jugendlichen einige ganz ausgezeichnete Er- Daniel Prenn Fot. Martin Dzubas konnte, verlor gegen den zweitbesten Amerikaner Parker nach härtestem Widerstand 4 :6. 5 : 7, 2 :6. Parker siegte im übrigen indes auch gegen Henkel und spielte sich damit unter die letzten Vier. Ein weiterer jüdischer Teilnehmer, Landau (Monaco), verlor gegen den Schotten McPhail 4 : 6, 1 : 6, 1 : 6. Einen ganz grossen Erfolg verbuchte Hecht dagegen im Herrendoppel, das er mit seinem ständigen Partner Roderich Menzel zusammen bestreitet. Nachdem die beiden Tschechen gleich in der ersten Runde eines der Favoritenpaare, die Australier Crawford/Mc Grath, dank der Ueberform Hechts ganz klar mit 6 :3. 6 :2, 6 :2 ausschalteten, brachten sie das Kunststück fertig, im nächsten Spiel das zweite amerikanische Paar Grant/Sabin mit 5 : 7, 9 : 7, 6 : 4, 6 :1 aus dem Rennen zu werfen. Weitere Erfolge liessen nicht lange auf sich warten. Durch einen klaren Sieg über die Jugoslawen Puncec'Pallada (6 :2, 6 : 2, 6 :3) erreichten sie die letzten Acht. Prenn, der in diesem Wettbewerb mit einem schwächeren Spieler, namens Warboys, gepaart war, zog natürlich gegen die USA-Meister Budge/Mako 2:6, 6:8, 1:6 den Kürzeren, vermochte dagegen im Gemischten Doppel mit Miss Dearman bereits drei leichte Siege über die Holländer Ploughmann/Hollis und die Engländer Collins/ Mclnnes sowie Meredith/Kirk zu landen. Mme. Bögner-Rosembert verlor, wie vorausgesehen, im Einzel gegen ihre Landsmännin Mathieu, scheint dagegen in den Doppelspielen eine erfreulich gute Rolle zu spielen. Sowohl im Damendoppel, das sie mit der Gräfin de la Valdene bestreitet, als auch im Gemischten Doppel mit Borotra als Partner steht sie bereits in der 4. Runde. M. F. gebnisse, so vor allem im Weitsprung des jüngeren Jahrgangs, wo Kramberg 6,03 m, Ehrlich 6,01 m und Mohr 5,97 m sprang, Ehrlich die 100 m in 12,1 gewann und Kramberg im Kugelstossen auf 11,59 m kam. Bei der älteren Jugend lief Tombowski die 100 m nur in 12,6, Jonas die 1000 m in 2.5S.9 und Nieburg warf den Jugenddiskus 30,40 m weit. Die beste Leistung der Mädchen erzielte Weissbrot, die im Weitsprung auf 4,43 m kam und die 100 m in 15,0 gewann. Die 10 000 m der Senioren gewann Werthen in 35.05,0, das Kngelstossen Samuel mit 10,61 m. H. F. * Bei den Rahmenkämpfen anlässlich des Palästina-Starts am 24. Juni gab es in den internen Bar-Kochba-Kämpfen einige gute Ergebnisse. Ueber 3000 m siegte Werthen in 9.33,4 vor Petzall (9.56,9). Bei der Jugend kam Jonas über 800 m auf 2.15,6 vor Berger, der 2.17.7 erreichte, und auf der 200-m- Strecke wurden für Ehrlich 24,5, für Kramberg und Grünbaam je 25,0 gestoppt.

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