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Central-Verein-Zeitung · 1937-06-24 · 25 (24.6.1937) · page 5

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
25 (24.6.1937)
Date
1937-06-24
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Zu ihrer\200- Jahr-Feier Von Walter Proshauer, GÖttingen-lferUn Im Juni 1737 ist die Georg-August-Universität in Göttingen eingeweiht worden. Georg IL, Kurfürst von Hannover und König von England, hatte gute Gründe, die Landesuniversität nach Göttingen zu legen. Die Stadt hat eine besonders reizvolle landschaftliche Lage. Die Berge des Harzes, die Weser mit ihren Höhen, das anmutige hessische Bergland bilden den Rahmen der Landschaft. Die Ruine Hardenberg auf steilem Fels bei Nörten, die Plesseruine im Göttinger Wald mit dem altberühmten Tanzplatz Mariaspring an ihrem Fuss, die Burgfeste des Hausteins, von deren Söller man einen prächtigen Blick auf die feingeschwungenen Berge des Werratals hat, liegen rings um das Göttinger Land. Und in der Stadt selbst zeigen die zarte Gotik der Jakobikirche, die wohi abgewogenen Maasse der Johannis- und Albanikirche, die Fassade des Junkernhauses, das Grätzelsche Haus am Leinekanal, das Rathaus die Kunst der Göttinger Baumeister. Dass in dieser Stadt 1777 der Hainbund entstand, ist kein Zufall. Seitdem die Göttinger Professoren Gauss und Weber den ersten elektrischen Telegraphen bauten, seitdem Wöhier die erste Synthese eines organischen Stoffes, des Harnstoffes, gab, hat 'Göttingen auf dem Gebiete der-Naturwissenschaft und Mathematik Weltgeltung. Unsere Absicht ist es, darzutun, welchen Anteil Juden als Lehrer dieser Universität an ihrer wissenschaftlichen Leistung haben. Mathematik und Naturwissenschaft Die mathematische Astronomie lehrte von 1845 bis 1851 Benjamin Goldschmidt. Er veröffentlichte Untersuchungen über die magnetische Deklination in Göttingen. Als Professor für Mathematik wirkte von 1859 bis 1S94 Moritz Stern. Sein Arbeitsgebiet waren Kettenbrüche und algebraische Analyse. Er nahm lebhaften Anteil an den damaligen Reformbestrebungen des Baum und Gras Von Suse Michael Unlängst ging ich spazieren, und schon nach fünf oder zehn Minuten hatte ich das Haus weit hinter mir gelassen. Erst lief ich schräg die Böschung hinauf und, von der Steile des Hanges und der raschen Gangart unmerklich ermüdet, nahm mein Schritt sehr bald den ruhigen Rhythmus des hohen Kiefernwaldes an. So ging ich ganz in Gedanken — die Füsse finden in solchen Augenblicken wie von selber den Weg — und liess mich am Saume der Laubholzlichtung flach auf den Boden fallen. Ich war ausgegangen, um nach einem langen Arbeitstage ungestörter mit mir zu sein, unerreichbar für das Gleichmass, das stete Pflichterfüllung über uns bringt, unerreichbar auch für ein gutes Wort, das, ungewollt, der Handwerker, der gerade unseren Hausflur streicht, hätte an mich richten können — oder der Gärtner mit einer vertrauensvoll gemeinten Frage. Ob ich geschlafen hatte? Ob der Geist des Waldes oder die Kräfte der Erde über mich gekommen und in mich eingedrungen wraren? Als ich die Augen öffnete, krabbelte ein rotbepanzertes Glückskäferlein über mich „querfeldein", eine Ameise lief eiligst von meinem Arm, bestimmter Absicht wie mit „Scheuklappen" folgend; eine Spinne hatte vom Himbeerstrauch meine grosse Zehe zum zweiten Haltepunkt für ihr Netz gewählt — ein Stück Wald war ich geworden, ein Bewohner dieses nach sehr einfachen Gesetzen verlaufenden und sich regelnden Lebens. Angesponnen — eingefügt. Zuerst wollte ich den Atem anhalten wregen des Käfers — aber, mein Gott, er atmet ja auch! Dann wagte ich eine Weile mich nicht zu bewegen, aber warum nicht? Wie eilig läuft die Spinnerin auf und ab. hin und her, und niemand erschreckt sich vor ihr. So rollte ich glei^h- Judentums und schrieb einen seinerzeit berühmten Brief an Gabriel Riesser. Auch über biblische Themen, und zwar über die Sternenbilder des Buches Hiob hat er gearbeitet. Von 1874—75 lehrte Lazarus Fuchs die Mathematik. Er war der Begründer der modernen Theorie der linearen Differenzialgleichungen. Später wurde er nach Berlin berufen, wo er 1899 das Rektoramt bekleidete. Einen besonderen Aufschwung nahm die mathematische Wissenschaft mit der Lehrtätigkeit Hermann Minkowskis (1902 bis 1914). Er war der Bruder des bekannten Breslauer Internisten und Erforschers der Zuckerkrankheit. Hermann Minkowski hatte einen charakteristischen Zug zur Universalität, die gerade bei Göttinger Gelehrten zur Tradition geworden ist. Er reichte in seinen Interessen wreit über die Grenzen der Mathematik hinaus in die theoretische Physik und Philosophie hinein. Wie der Philosoph Husserl auch Mathematiker war, so w^ar der Mathematiker Minkowski auch Philosoph und theoretischer Physiker. Er hat grundlegende Studien über Zahlentheorie veröffentlicht. Besonders bemerkenswert ist es, dass er mit Lorenz und anderen die mathematische Grundlage der Relativitätstheorie gelegt hat. Er hat gelehrt, die drei Dimensionen des Raumes mit der einen Ausdehnung der Zeit zu einer vierdimensionalen Mannigfaltigkeit, der „Welt", zusammenzufassen. Die Bedeutung Edmund Landaus ist kürzlich anlässlich seines 60. Geburtstages gewürdigt worden. Er ist ein berühmter Zahlen- und Funktionentheoretiker von grösster Strenge und Exaktheit in der Beweisführung. Er ist Mitglied des Organisationskomitees der Universität Jerusalem. Richard C o u r a n t hat von 1920 bis 1934 mit einer kurzen Unterbrechung der Göttinger Universität angehört. Er arbeitete über Funktionentheorie, Differenzial- und Integralrechnung. Ihn trifft, als befähigten Organisator, das Hauptverdienst an der Einrichtung des von Amerika gestifteten grossen Instituts für Mathematik. Für Fragen des mathematischen Unterrichts war er sehr aufgeschlossen. Er lehrt jetzt in USA. Felix Bernstein (1920 bis 1933) fand schon in jungen Jahren den Bernstein-Schröderseben Satz der Mengenlehre. Er war Leiter des Instituts für mathematische Statistik und ' arbeitete viel über Wahrscheinlichkeitsrechnung und Vererbungsstati&tik. Bekannt ist vor allem seine statistische Theorie der Blutgruppenvererbung. Er lehrt jetzt gleichfalls in USA. Als a. o. Professor wirkte von 1922 bis 1933 Emmi N ö t h e r. Sie ist in noch jungen Jahren in USA. verstorben. mässig meinen Körper vom Kopf über die Rückenwirbel hoch, bis ich sass. Und da geschah etwas: Der Wind kam, raschelte in den halbvergilbten Halmen und Blättern des vergangenen Jahres, wisperte in dem jungen Grün der Zweige und orgelte mächtig in den Kronen der Bäume. Es geschieht oft, dass ein Windstoss kommt; es fällt uns auch auf mitunter, wenn er einen Fetzen Zeug oder ein Stückchen Papier, auf dem noch ein paar Buchstaben zu erkennen sind, vor unsere Füsse weht, und wir, verspielt und oder auch neugierig, ihnen nacheilen. — Auch wenn die Luft schwer ist von der Hitze wolkenloser Sommertage und -nächte und wir in der Beklommenheit der schweratmenden Welt den ersten Windstoss als Zeichen des endlich heraufziehenden und alle Kreatur erfrischenden Gewitters verspüren, dann wissen wir etwas vom Winde. Und auch wenn er im Herbst als wilder Geselle unsere Kleider wie ein Segel fasst und uns die Landstrasse entlangfegt oder sich uns entgegenstemmt, hasten wir eilig zu einer festgesetzten Stunde, dann reden wir wohl ein halb unwilliges Wort vom Winde: weil er uns etwas getan hat. Und wenn nach dem gleichmässigen Grau des nicht endenwollenden Winterhimmels die ersten dicken weissen Flocken über einen fast erschreckend blauen Frühlingshimmel getrieben werden und die andrängende Luft riecht, dass die Nase nicht weiss, wohin mit soviel Duft, dann ist er uns lieb, der Wind — weil er uns etwas gebracht hat. Habt Ihr bedacht, dass in dem ersten Satz des Heiligen Testamentes schon vom Ruach, dem Hauch als dem Geist Gottes, der über den Wassern schwebt, die Rede ist? Genug, ein Windstoss und noch einer fuhr durch den Wald, und ich sass da auf der frühlingshaft belebten Bodenfläche der Erde. Und da — sah ich, wie ein Baum beim Wehen des Windes rauschte. Ich sah es an einer jungen Birke und das war so: Sie war führend in der modernen Algebra. Von berufener Seite wird sie als die vielleicht bedeutendste Mathematikerin, die je gelebt hat, bezeichnet. Paul B e r n a y 9, seit 1922 a. o. Professor, war Mitarbeiter des berühmten (nichtjüdischen) Mathematikers David Hilbert. Er arbeitete mit ihm an den Grundlagen der Geometrie und Mathematik überhaupt. Er war ein philosophisch geschulter Denker von grosser Exaktheit der Gedankenführung. Als Privatdozenten für Mathematik lehrten in Göttingen Adolf -Hurwitz (1882 bis 1884), später Professor in Zürich (Zahlen- und Funktionentheorie), Otto Blumenthal (1900 bis 1904), später Technische Hochschule Aachen (Schriftleiter der „Mathematischen Annalen"), Otto T o s p 1 i t z (1907 bis 1913), später Professor in Bonn (schrieb ein anschauliches Einführungsbuch über Zahlen und Figuren, ferner über Integralgleichungen), Alexander Ostrowski (1923 bis 1927), jetzt Professor in Basel (Schwankungen analytischer Funktionen). Stefan Cohn-Vossen (über anschauliche Geometrie) und Hans L e w y. Weithin bekannt ist die wissenschaftliche Tätigkeit des Chemikers Otto Wallach (1889 bis 1915). Durch seine Forschungen über die chemische Zusammensetzung der ätherischen Oele und Riechstoffe gab er Anlass zu der bedeutsamen Entwicklung der Industrie der ätherischen Oele. Von 1920 bis 1934 vertrat Max Born die theoretische Physik in Göttingen (jetzt Professor in Edinburgh). Er ist der Begründer der statistischen Auffassung der Quantentheorie, schrieb über den Aufbau der Materie, verfasste ein Lehrbuch der Optik und arbeitete über moderne Physik. James Franck (1920 bis 1934) erhielt 1920 den Nobelpreis für seine mit Gustav Hertz (Halle) vorgenommenen Untersuchungen über Lichtanregungen in Atomen und Molekülen durch Elektronenstösse. Er abeitete auch über die Quantentheorie der Spektrallinien. Franck, ein menschlich äusserst hilfsbereiter, vornehmer, von der Bescheidenheit wahrer Grösse erfüllter Manu, lehrt jetzt in USA. Alfred Coehn (1929 emeritiert) war Leiter des photochemischen Instituts. Er veröffentlichte Studien über Berührungselektrizität und über photochemische Vorgänge. V. M. Goldschmidt (1929 bis 1934, jetzt Oslo) vertrat die Mineralogie. Er ist der Begründer der modernen Geochemie. Er arbeitete über geochemische Verteilungsgesetze der Elemente und über Kristallchemie. Als Astronom war von 1902 bis 1909 Karl Schwarzschild tätig (später Potsdam). Sein Arbeitsgebiet waren Der Stamm mochte kaum viel höher sein als ein Mensch, vielleicht zwei Meter. Die bestielten birkenhaften Blätter waren noch so zart, dass man leicht das Gezweige der Aeste erkennen konnte. Der Wind kam also mit dem Druck seiner unsichtbaren Macht und wehte den Baum an. Die Blätter verhielten sich erst, als ginge es sie nichts an. Sie pendelten einmal an ihren kleinen Stielen hin — und her: vielleicht machten sie auch eine halbe Drehung um die eigene Achse; aber dann gingen sie in ihre Ruhelage zurück, als wäre nichts geschehen. Anders schon die Zweige — mit ihrem grösseren Alter, das sich aus der Dauerhaftigkeit ihres Lebensstoffes erklärt — antworteten sie dem Winde als hätten sie grössere Kenntnis und leibhaftigere Erfahrung von den Kräften der Witterung und der Natur. Sie nämlich gaben, wenn auch wie zögernd — nach und Hessen sich, eine kurze Strecke wenigstens in der Richtung der treibenden Luft bewegen, um allerdings so schnell wie möglich nach dem Ausschlag in die Gegenrichtung zur Ruhelage zurückzukehren. Und immer wieder mussten sie, jedem neuen Anstoss folgend, von neuem dem Gesetz des geringsten Widerstandes gehorchen. Hin und zurück, hin und zurück. Nun aber der Stamm: Meint Ihr, mit seiner eingewurzelten Kraft, mit seiner organisch verholzten Rinde hätte er diesem vorübereilenden Gast des Waldes Widerstand geboten? Weil er die Kraft hätte, sich zu stemmen und, wie ein eigensinniger Mensch, etwa auf seinem Platze zu verharren gegen jeden neuen Antrieb und fremde Kraft? Nein! er gab dem Winde nach — als es mir gewiss war, dass die Windstösse sich häufig noch an diesem Nachmittage und zu dieser Stunde wiederholen würden. Einmal von der Kraft des Luftdruckes gebeugt, blieb er in der Richtung des Windes stehen, und erst wenn eine grössere Pause einsetzte, kam er langsam zurück und richtete sich zu srinpr ursprünglichen Gradheit wieder auf. die Aktinometrie der Sterne sowie Spektralprobleme. A. o. Professor für Physik war von 1900 bis 1909 Max Abraham (später Technische Hochschule München). Sein Lehrbuch der Physik war das bekannte Lehrbuch der vorrelativistischen Zeit. Paul Hertz (1921 bis 1933) hatte einen Lehrauftrag für Methoden der Naturwissenschaft. Sein Arbeitsgebiet reichte nach alter Göttinger Tradition bis in die Philosophie hinein. Er schrieb über das Denken, das Wesen der Logik, den Kausalitätsbegriff. Medizin Hier ist in erster Reihe ein Mann zu nennen, dessen Wirken als Professor an der Universität Göttingen ausserhalb wenig bekannt ist. Es ist Paul Ehrlich. Jedermann kennt ihn als Vorsteher des Frankfurter Instituts. Aber viele wissen nicht, dass sein akademisches Amt das des o. Honorarprofessors an der Universität Göttingen gewesen ist (1903—1914). Er erhielt 1908 den Nobelpreis für seine Immunitätsforschungen. Was er als Begründer der modernen Chemotherapie, als Entdecker des Salvarsans bedeutet, braucht nicht dargetan zu werden. Er ist der Schwiegervater des Mathematikers Landau. Ordinarius für innere Medizin w-ar 1874—1906 Wilhelm Ebstein. Er arbeitete über Ernährungs¬ und Stoffwechselkrankheiten, über Nierenerkrankungen und über Gicht. Ueber die von ihm häufig benutzten Darmölkuren kann man noch heute manchen alten Göttinger sprechen hören. Gleichfalls Internist war Erich Meyer (1919 bis 1927). Er is in den Schweizer Bergen in der Vollkraft seiner Jahre verunglückt. Er war ein Mann, der die ärztliche Wissenschaft genau so souverän beherrschte wie die intuitiv einfühlende ärztliche Kunst am Krankenbett. Er arbeitete über Krankheiten des Herzens und Gelässystems, schrieb über die Physiologie und Pathologie des Durstes, über diabetes insipidus, über das Wesen des ärztlichen Berufes. Zahlreiche ausserordentliche Professoren haben in Göttingen in der medizinischen Fakultät gewirkt Rudolf Ehrenberg (seit 1921, Physiologe)' schrieb über die Phvsiologie des Alterns und des Todes. Werner Rosenthal (seit 1921, jetzt Professor in Mysore, Indien) war Hygieniker. Er veröffentlichte Arbeiten über filtrierbare Krankheitserreger. Siegfried Löwe (seit 1922) später Dorpat und Mannheim, jetzt USA, arbeitete über Hormontherapie, über Sexualhormone, über Narkosetheorie. K. Blühdorn (seit 1922, jetzt So wehte also der Wind gegen einen Baum, dass die Blätter ihn heftig und raschelnd erfahren, dass die jungen Zweige hastig hin und her bewegt werden und dass der Stamm als der Träger seiner Aeste und Blätter, der Baum selber, jeweils wie in Ruhe bleibt, weil er im Aufrechtstehen und im Gebeugtsein gemächlich dem Gesetze des Windes folgt. Und glaubt Ihr, da hab' ich gesehen, wie ein Baum rauscht, und stand nun auf, um zwischen den hohen Stämmen weiter zu gehen, sie, welche die Träger der Kronen sind, in denen der Wind sein hörbares Leben treibt. Aber ich sollte nicht weit kommen — der abgeschlagene Stamm einer Kiefer zog mich unwiderstehlich an; ich ging einmal seine volle Länge ab und setzte mich dann an sein breites Ende> um geruhsam die Wärme und die Beschaffenheit der Borke mit den Händen zu prüfen. Aber, schließlich, wer kann lange nichtstuend auf einem gefällten Baum sitzen — nur um zu sitzen und im Wald zu sein, ohne dass jenes klare, harztreibende Holzrund an der Schlagseite mit seiner Nähe wirksam würde? Und so glitt ich vom Stamm, bückte mich und fing an, die Jahresringe des Querschnitts und damit das Alter des Baumes auszuzählen. Bis „siebenundzwanzig" kam ich, dann wusste ich. dass er viel älter war als wir alle, stand auf, tupfte mit dem Mittelfinger noch ein bisschen in den klebrigen Saft, um ihn noch eine Weile schmeckend bei mir zu haben und ging davon. Auf dem breitausgetretenen Fusswege, an dem rechts ein ziemlich tiefer Graben mitläuft und auf beiden Seiten in angemessener Entfernung der dichte Wald dunkelgründig beginnt, sah ich plötzlich — wie zum ersten Male — das Gras wachsen. Sonderbar, dachte ich, wie oft bin ich schon mit langziehenden Schritten durch das Gras dieses Kiefernwaldes geschlürft, dass die Granen und rötlichen Blüten nur so in den Schnürsenkeln und Oesen der Schuhe festsassen! Auch kannte ich das Gras, wenn es im ersten Frühjahr mit bräunlichen ziüergrasigen Fahnen

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