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Central-Verein-Zeitung · 1937-06-24 · 25 (24.6.1937) · page 2

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
25 (24.6.1937)
Date
1937-06-24
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seife 2 C-V.-Zeitung Nr. 25 * 24. Juni 1937 'die deutsche Unterziehtssp räche ist für einen Teil der Kinder fast eine Fremdsprache, und die polnische Sprache wird von der Gemeinde auf eigene Kosten als notwendiges Ausbildungsfach hinzugesellt. Die Folge ist, dass das jüdische Element in unserer jüdischen Volksschule eigentlich dasjenige ist, das alle Kinder, mögen sie nun deutscher oder polnischer Muttersprache sein, verbindet und dass der starke fremdsprachliche Unterricht diese Volksschule über das Normaimass hinaus erweitert. Jedenfalls hat das Jahr 1936 die Jüdische Volksschule noch stärker als die vorhergehenden Jahre zur Heimstätte aller jüdischen Kinder gemacht. Südafrika LONDON1 11 Adamson Road Mrs. L. S. BENDHEIM Vornehm, deutsch-englische Famiiienpension Mit grosser Freude konnte die Entwicklung der Höheren Jüdischen Privat s c h u 1 e als der zweiten jüdischen Schule innerhalb unserer Gemeinde im Jahre 1936 beobachtet werden. Vom Beginn des Schuljahres 1936, das die Uebersiedlung in ein schönes Gartengrundstück brachte, bis zum Ende des Schuljahres, das den Ausblick auf das staatlich anerkannte Abitur eröffnete, zeigte sich eine stetige Aufwärtsentwicklung nach Umfang und Inhalt der erzieherischen Arbeit. Auch hier zeigt sich der Einfluss von Danzigs Sonderlage, indem zu den üblichen Fremdsprachen und zur Erlernung des Hebräischen fakultativ polnischer Sprachunterricht erteilt wird. Das jüdische Schulwesen in Danzig ist die lebendige Verkörperung der Zusammenarbeit aller jüdisch-politischen Gruppen. Das gilt von den Schulen als solchen, das gilt von den für das Schulwesen verantwortlichen Gemeindeinstanzen und das gilt nicht zuletzt vom Jüdischen Schul verein, in dem alle jüdischen <£. ^BysejhJ&a. Gold- und Silberschmiede BERLIN W8, Unter den Linden 65, (Hotel Bristol) auch &HKA5JF G.B.II29242 Pachtungen daran arbeiten, auf materielle und ideelle Weise das Schulwesen zu fördern und den begabten Schülern die ihrer Begabung entsprechende Ausbildung zuteil werden zu lassen. Fortbildung und Jugend Eine Erweiterung des jüdischen Schulwesens brachte das Jahr 1936 noch insofern, als zum ersten Male Handelskurse der Vereinigung jüdischer Arbeitnehmer abgehalten wurden, die am Ende des Schuljahres ihre Absolventen wohl vorbereitet für kaufmännische Bürotätigkeit entliessen. Das Ende des Jahres 1936 liess bereits erkennen, dass gerade die Frage der Berufsausbildung weiterer Bearbeitung bedarf. Die beruflichen Ausbildungsmöglichkeiten unserer Jugend haben sich im Gefolge der allgemeinen jüdischen Situation stark verändert. Die Frage, wie bilden wir unsere Jugend zu handarbeitenden Berufen aus und wo wird sie diese Berufe betätigen können, wirft auch in Danzig eine Fülle von Problemen auf. Immerhin konnte mit der von der Gemeinde subventionierten Einrichtung einer landwirtschaftlichen H a c h - scharah in Schöneberg an der Weichsel schon im Jahre 1936 ein erster Schritt auf dem Wege zur Vorbereitung unserer Jugend für ein neues Leben getan werden. Es muss in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen werden, dass die Gemeinde auch im abgelaufenen Jahre sowohl die Arbeit der Jugendbünde als auch die jugendpflegerischen Aufgaben der Gesellschaft Ose und des Kinderhorts finanziell und organisatorisch unterstützt hat. Zur Förderung der Jugendbünde dienten auch die beiden Jugendführerkurse, die im Jahre 1936 veranstaltet wrurden. Sie brachten die Jugendführer in Berührung mit Martin Buber. Karl Adler, Curt Bondy und Ernst Kantorowicz und waren dadurch geeignet, wertvolle Impulse für die Arbeit der Bünde aller Richtungen zu geben. Es darf als eine besonders glückliche Auswirkung dieser Führerkurse angesehen werden, dass die Jugendbünde aller Richtungen sich auch weiterhin in einer ständigen Arbeits- und Lerngemeinschaft ihrer Führer unter einheimischer Leitung zusammenfanden. Wenn aus der Jugend heraus der Gedanke vorgetragen wurde, von Gemeinde wegen hebräische Sprachkurse einzurichten, so darf in diesem von der Gemeinde geförderten und mit ihrer Hilfe verwirklichten Plan die Erkenntnis be- Johannestrarg, Juni (JTA-Luftpostdienst). Beschlüsse des XII. Zweijahreskongresses der Judenheit Südafrikas Der XII. Zweijahreskongress des südafrikanischen Board of Deputies hat zwei bemerkenswerte EntSchliessungen, zu der judenfeindlichen Bewegung in Südafrika und zu der Frage der Einführung einer Schutzgesetzgebung gegen Kollektiv-Verleumdung gefasst. Dieser Kongress, heiest es in der Entschliessung, der die Judenheit Südafrikas repräsentiert, bedauert tief die Bemühungen gewisser Organisationen und politischer Gruppen in der Union, Misstimmung und Hass gegen ihre jüdischen Einwohner hervorzurufen. Die südafrikanische Judenheit hat stets gezeigt und bekräftigt jetzt aufs neue ihren beständigen Wunsch und Willen, in Harmonie und Einigkeit mit jeder Gruppe ihrer südafrikanischenMitbürger zu leben. Mit Genugtuung stellt der Kongress die von den geistigen Führern im Parlament, in der Presse und anderwärts, sowie von der aufgeklärten und billig denkenden südafrikanischen Bevölkerung im allgemeinen angenommene grüsst werden, dass die Erlernung des Hebräischen für jeden jungen Juden selbstverständliche Pflicht ist, ganz gleich wo er einmal sein jüdisches Schicksal zu meistern haben wird, und ganz gleich, ob er Gelegenheit haben wird, die einheitliche hebräische Sprache in diesem oder jenem Dialekt, zu Gott und Menschen oder nur im stillen Gebet zu sprechen. Kulturarbeit Damit sind wir bereits bei dem Gebiete der kulturellen Arbeit angelangt, das auch im Jahre 1936 innerhalb der Danziger Gemeinde fleissig und erfolgreich bestellt wurde. Mit Hilfe der Gemeinde ist eine gewisse Rationalisierung der kulturellen Arbeit erzielt worden. Sie fand ihren Ausdruck beispielsweise darin, dass der Kulturbund vor allem künstlerische Veranstaltungen, Theater und Konzerte, als . seinen Arbeitsbereich betrachtete, während der Jüdische Club neben seinen geselligen Aufgaben das Vortragswesen in seinen Räumen konzentrierte. Als dritte im Bunde der überparteilichen Kulturorganisationen gesellte sich die Jüdische Volksbühne hinzu und erwies in der Anziehungskraft, die sie auf den breiten Mittelstand jiddischer Muttersprache ausübte, ihre Daseinsberechtigung. Es ist nicht möglich, in diesem Zusammenhang auf Einzelheiten einzugehen. Aber wenn an Namen wie Bub er und Balaban, an Theaterabende von Shakespeare bis Scholen! Alejchem erinnert wird, so wird damit jener schicksalhafte Zusammenklang von Ost und West wiederum angeschlagen, der gerade auf kulturellem Gebiet vor uns als Aufgabe steht. Zwei Neugründungen auf kulturellem Gebiet brachte das abgelaufene Jahr, deren Arbeit weniger an die Oeffentlichkeit tritt. Auf Initiative des Vereins jüdischer Akademiker wurde eine Danziger Gruppe der Gesellschaft der Freunde der Universität Jerusalem ins Leben gerufen. Ferner führte der Besuch des Direktors des Jüdischen Wissenschaftlichen Instituts i n W i 1 n a , Dr. Max Weinreich, zur Gründung einer Gesellschaft der Freunde dieses Instituts. So sind gewisse Fäden ausgesponnen zum hebräischen Kulturzentrum auf dem Skopus und zum jiddischen Kulturzentrum im „Jerusalem des Ostens". Ost und West Ost und West — sie werden zum Problem, zur schwer zu lösenden Aufgabe auf dem Gebiete der sozialen Arbeit, das mit dem Wesen einer jüdischen Gemeinde naturnotwendig verbunden ist. Ost und West boten der Jüdischen Zentrahvohlfahrtsstelle in Danzig im Jahre 1936 schwierige Aufgaben, indem sie den Durchwandererstrom normaler Zeiten über seine Ufer treten und die Zahl der Emigranten oder Remigranten aus Deutschland ebenso anwachsen Hessen wie die Zahl der aus der polnischen Judennot flüchtenden Juden. Der Prozentsatz der Unterstützungsbedürftigen stieg, die Aufgaben der Jüdischen Winterhilfe wuchsen, die noch tragfähigen Schultern wurden stärker belastet als früher. Die Sammlungen für allgemeine und besondere jüdische Zwecke sind auch in Danzig zu einer ständigen Einrichtung geworden und stellen ein ^zweites Budget neben dem Gemeindeetat dar, das wohl kaum geringere Summen aufweist als dieser. Es war das Zeichen des Jahres 1936, dass es den vom Schicksal gestellten Aufgaben gerecht werden konnte, dass die Kräfte der in Danzigs Wirtschaftsleben Haltung gegen die Kräfte fest, 'die Missstimrnung zwischen Juden und Nichtjuden hervorrufen wollen. In der zweiten Entschliessung wird die Regierung dringend aufgefordert, Gesetze zu schaffen, die gerichtliche Abhilfe gegen eine Betätigung ermöglichen, welche Gefühle der Missstimrnung und Feindschaft oder der Verachtung gegen eine Klasse oder Gruppe der Einwohner der südafrikanischen Union hervorruft oder fördert. Zum Vorsitzenden des Board oi Deputies der Juden Südafrikas wurde Rechtsanwalt Morris Franks gewählt. Eine Botschaft General Smuts' Der stellvertretende Ministerpräsident General J. C. Smuts hat in einer Botschaft an den Kongress die förderlichen Beziehungen zwischen Board und Regierung hervorgehoben und unter Hinweis auf ein Wort des Propheten Jesaja die Vertreter der südafrikanischen Judenheit ermahnt, Geduld, Vertrauen und Gemütsruhe zu bewahren. Diese Eigenschaften seien gute Waffen. stehenden Juden noch ausreichten, die Lasten für diejenigen zu tragen, die noch nicht oder nicht mehr verdienen können. Die wirtschaftliche Situation der Danziger Juden hat es im Jahre 1936 noch ermöglicht, dass die Gemeindefinanzen geordnet dastehen, dass die Schulden der Gemeinde weiter verringert werden und auch eine Entlastung der Steuerzahler für 1937 vorgenommen werden konnte. Man darf also, finanziell gesehen, das Gemeindejahr 1936 als ein Jahr der Konsolidierung bezeichnen. Aber Ost und West — sie sind unser Schicksal. Was die Zukunft uns bringen wird — wir wissen es nicht. Wir können nur nach Ost und West Ausschau halten, wir können nur unsere jüdische Gemeinschaft mit ihren Menschen aus Ost und West zusammenhalten, wir können nur allem Kommenden gegenüber bereit sein, es als Schicksal und Aufgabe anzunehmen. Mehr können wir nicht tun, aber wir tun damit auch das Wichtigste; denn, mit Hamlet zu sprechen: „In Bereitschaft sein ist alles!" E. L. Neuer Vorsitzender im Verband der jüdischen Gemeinden Italiens Rom, 20. Juni. (JTA.) Die Krise, die in der Leitung des Verbandes der jüdischen Gemeinden Italiens vor zwei Monaten infolge von Meinungsverschiedenheiten zwischen Zionisten und Nichtzionisten ausbrach, ist überwunden worden. Die dem Innenministerium am 6. April mitgeteilte Demission der Verbandsleitung ist von der Regierung nicht angenommen worden. Die Einsetzung eines Regierungskommissars wurde abgelehnt, und dem bisherigen Vorstand das Vertrauen der Regierung dadurch bekundet, dass er aufgefordert wurde, bis zur Beendigung der Amtsperiode, d. h. bis 1938, im Amt zu verbleiben. Die Entscheidung der Regierung ist bemerkenswert im Hinblick auf die in den letzten Monaten immer schärfer gewordene Polemik eines Teiles der italienischen Presse gegen den Zionismus. Auch eine Reihe italienischer Juden, sogar einzelne Gemeindevorsitzende, haben sich an dieser Polemik durch Einsendung von Zustimmungskundgebungen beteiligt Der Rat des Verbandes der jüdischen Gemeinden hat nunmehr beschlossen, der Aufforderung der Regierung Folge zu leisten. An die Gemeinden wurde ein Aufruf erlassen, der Führung des Verbandes zu folgen, eine Zerbröckelung der jüdischen Kräfte: in Italien zu vermeiden und die jüdische Einigkeit zu wahren. Zum Vorsitzenden des Verbandes der jüdischen Gemeinden Italiens wurde als Nachfolger des verstorbenen Rechtsanwalts Feiice Ravenna der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Mailand, Commodore Federigo Jarach, gewählt. Der neue Verbandsvorsitzende ist eine der angesehendsten jüdischen Persönlichkeiten Italiens und Inhaber der höchsten italienischen Auszeichnungen. Der Eigentümer der grossen italienischen -Zeitungen New-Yorks, Generoso Pope, eine der einflussreichsten amerikanischen Persönlichkeiten italienischer Abstammung, der von Ministerpräsident Mussolini und Aussenminister Graf Ciano in längerer Audienz empfangen wurde, schilderte den beiden Staatsmännern den ungünstigen Eindruck, den die von einem grossen Teil der italienischen Presse in letzter Zeit gegen die Juden gerichteten Angriffe in der Oeffentlichkeit Amerikas hervorgerufen habe. Pope betonte besonders, dass diese Angriffe geeignet seien, eine Trübung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen dem jüdischen und dem italienischen Element in den V er einigten Staaten herbeizu- Anträge auf Nachsendung Beschwerden übet das 'Ausbleiben der C-V/in Zeitung. Umleitewünsche sind stets dem zuständigen Postamt (Zeiiungsstelle) au unterbreiten. Die Bezugsgebühren sind an den Briefträger zu zahlen führen, was insbesondere in New-York höchst unerwünscht wäre. Dem JTA-Vertreter in Rom teilte Generoso Pope mit, er habe die Versicherung erhalten, da»s die antijüdische Kampagne eingestellt und die vollständige Gleichberechtigung der Juden Italiens auch in Zukunft respektiert w-erden wird. Der amerikanische Zeitungsmann erwähnte' weiter, dass er auch anlässlich einer Audienz beim König die judenfeindlichen Angriffe der italienischen Presse zur Sprache gebracht hat. Seine Ausführungen hätten bei König Viktor Emanuel volles Verständnis gefunden. Der König ' habe seine uneingeschränkte Anerkennung für den Patriotismus und den Wert der Juden Italiens ausgesprochen. Holländische Notizen Von unserem H.-Korrespondenten Amsterdam, 21. Juni. Anlässlich des 25jährigen Bestehens der Agudah fanden in verschiedenen Städten Hollands gutbesuchte Propagandaveranstaltungen statt. In Amsterdam, Rotterdam und Den Haag sprach Rabbiner Dr. Carlebach aus Hamburg über die Notwendigkeit der Agudah und fand bei seinen Zuhörern lebhaften Beifall. * Am Sonntag, 20. Juni, fand die feierliche Einführung des ersten Oberrabbiners des neugebildeten Synagogenressorts Nord-Holland (ausser Amsterdam) statt. Der Erwählte ist der bisher in Amsterdam tätige More Ph. Frank, dem dieses Amt in dem aussergewöhnlich jugendlichen Alter von 27 Jahren übertragen ist, Umdie karpathorussische Judenheit Karpatho-Russland, eine der vier grossen Verwaltungseinheiten der Tschechoslowakei,' hat bekanntlich in den letzten Wochen aus minderheitenpolitischen Rücksichten eine autonome Verfassung innerhalb des tschechoslowakischen Staatswesens erhalten. Gelegentlich der Beratung über diese Frage im Prager Abgeordnetenhaus hat der Abgeordnete "der Jüdi«. sehen Partei, Dr. Chaim Kugel, die Forde* rungen der jüdischen Bevölkerung Karpatho- Russlands vorgebracht. Die Juden dieses Landesteils, die 14 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen, erwarten nunmehr die Förderung ihrer Bestrebungen auf Errichtung eines jüdischen Schulwerks. Von den 20 000 jüdischen Schulkindern besuchen 18 750 tschechische oder Minderheitenschulen; das hebräische Schulwerk ist gegenüber anderen Schularten erheblich benachteiligt. Dr. Kugel sprach weiter über das Verhältnis der karpatho-russischen Juden zu. den übrigen Landesbewohnern, das in der letzten Zeit durch Agitatoren erheblich gestört wurde. Die wirtschaftliche Lage der Juden Karpatho-Russlands sei schlecht. Der Abgeordnete ersuchte die Regierung, Provokationen und Zusammenstösse. wie sie sich in der letzten Zeit zugetragen hätten, verhüten zu helfen. Erfolg der Joint-Campaign Auf dem in N e w - Y o r k am 27. Juni zusammentretenden Landesaufbringungskomitee des Joint werden Rabbi Jonah B. Wise und Direktor Joseph -C. Hyman über die Lage berichten und voraussichtlich ein bisheriges Ergebnis der Sammlung in Höhe von zwei Millionen Dollars bekanntgeben. Staatenloseund Auswandererschutz 'Dem Verbindungskomitee des Völkerbunds- Oberkommissariats für Auswandererfürsorge, das unter Vorsitz des Präsidenten des belgischen Hilfskomitees, Gottschalk, in Brüssel tagte, lag ein Bericht des Oberkommissars S i r N e ii/11 Malcolm vor, in dem festgestellt wird, dass einzelne Regierungen die Neigung zeigen, Auswanderer deutscher Staatsangehörigkeit oder ehemals deutscher Staatsangehörigkeit gegenüber solchen Staatenlosen zu bevorzugen, die früher die deutsche Staatsangehörigkeit nicht besessen haben. In einer einstimmigen Resolution des Verbindungskomitees wird der Oberkommissar aufgefordert, Massnahmen zu treffen, dass auch Staatenlose in den durch die geplante Konvention über den rechtlichen und sozialen Status der Ausgewanderten geregelten Schutz einbezogen werden. Neue jüdische Zeitung in Mexiko Der Redakteur der in Mexiko-City erscheinenden Zeitung „Jüdischer Weg", Mosche Rosenberg, hat mit der Herausgabe eines jüdischen Wochenblattes in spanischer Sprache .,Le Verdad" begonnen. Die Zeitung stellt es sich zur Aufgabe, die mexikanische Oeffentlichkeit über das jüdische Leben in Mexiko und im Ausland zu informieren. Rauptschriftleiter Dr. Alfred Hirschberg; Stellvertreter und verantwortlich für die Aufnahme von Bildern: Dr. Margarete Edelheim Verantwortlich für Sport: Dr. Ernst G. Löwenthal, sämtlich in Berlin. Für Rücksendung unverlangter Einsendungen ist Freiumschlag beizufügen. Leiter der Anzeigen-Abteilung und verantwortlich für.' den Inhalt der Anzeigen: Friedrich Nathan, Berlin. DA I. Vj. 40000. PI. 5. Verlag: Jüdischer Ccntral-Verein e. V., Berlin W 15 Eraser Strasse 42. Druck der Buch- und Tiefdruck Gesellschaft mbH., Berlin SW 19.

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