Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 24 (17.6.1937)
- Date
- 1937-06-17
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 24 * 1. Beiblatt CYIeitung 17. Juni 1937 - Seife 3 ipprendam g rrbratfleiro! Von Professor Dr. H. Reichmann, Säo Paulo Die Schriftleitung korrigiert die Uebungsaufgaben und beantwortet zusätzliche Fragen :m Rahmen des Möglichen. — Die Einsendungen mit der Anschrift: An die C.-V.-Zeitung, Abtig. Sprachkurs, Berlin Wij, Emscr Strasse 42, müssen bis spätestens Dienstag früh nach dem Erscheinen der betreffenden Aufgabe, eingegangen und deutlich, einseitig mit breitem Rand, geschrieben sein; ein adressierter Freiumschlag ist beizufügen. Sg. V. (i. D. A. esse desse, d'esse a eise esse papel papel papel papel dieses Papier dieses Papieres diesem Papier dieses Papier essa dessa, d'essa a essa essa porta porta porta porta diese Tür dieser Tür dieser Tür diese Tür PI. N. G. D. A esses desses, d'esse a esses esses papeis papels papeis papeis diese Papiere dieser Papiere diesen Papieren diese Papiere essas desses, d'essas a essas essas portas portas portas portas diese Türen dieser Türen diesen Türen diese Türen Sg. N. G. D. A. aquelle daquetle, d'aquelle aquelle aquelle lapis lapis lapis lapis jener Bleistift jenes Bleistiftes jenem Bleistifte jenen Bleistift aquella daquella, d'aquella aquella aquella mesa mesa mesa mesa jener Tisch jenes Tisches jenem Tische jenen Tisch P. N. G. D. A. aquelles daquclles, d'aquelles aquelles aquelles lapis lapis lapis lapis jene Bleistifte jener Bleistifte jenen Bleistiften jene Bleistifte aqucllas daqudlas, £ aqucllas aqucllas aqucllas mesas mesas mesas mesas jene Tische jener Tische jenen Tischen jene Tische Das deutsche Verb „sein" kann durch „ser" und „estar" ausgedrückt werden. Die Bedeutung beider Verben ist dieselbe, nur ihre Anwendung ist verschieden. Für den Anfang genügt es, zu wissen, das „ser'c gebraucht wird, um einen dauernden Zustand zu bezeichnen, z. B. soh um hörnern ich bin ein Mann, „estar" wird zum Ausdruck eines vorübergehenden, nur zeitweiligen Zustandes gebraucht, . z. B. estou doente ich bin krank. Auffällig für den Anfänger ist der Gebrauch von „estar" auch für Ortsbezeichnungen, z. B. o Banco, do Brasil esta na (in der) rua Ahares Penteado die Banco do Brasil ist (liegt) in der Strasse Alvares Penteado. Hier kann „estar" auch mit „ficar" (eigentlich „/bleiben") wechseln. Man kann also ebenso gut sagen: 0 Banco do Brasil fica na rua Alvares Penteado, ohne dass der Sinn dadurch geändert wird. Die Personal-Pronomina „ich, du, er, sie etc."' werden im allgemeinen als unnötig ausgelassen, da schon die Vcrbalformen die betreffende Person mit angeben und diese auch fast immer aus dem Sinn des Satzes hervorgeht. (Aus diesem Grunde erscheinen sie in der folgenden Tabelle in Klammern.) Sie werden nur gesetzt bei starker Betonung und bei Gegensatz oder um ein eventuelles Missverständnis zu vermeiden, z. B. ich bin, und nicht d u. In letzterem Fall sagt man in der dritten Person (nicht wie im Deutschen: „er" oder „sie") je nach Gelegenheit, und zwar aus Höflichkeitsgründen stets „0 Senbor", „0 menino", „a Senhora", „a memna" etc. Presente (Gegenwart) PI. 1. 3.«. Sg.i. h pi. 1. (eu) m voce (eile) (ella) (nos)^ voces (dies) (ellas) (eu) voce (eile) (ella) (nös) voces (clles) (ellas) somos sao sao säo estou esta. esta esta estamos estao estao estao ich bin du bist er ist sie ist wir sind ihr seid sie sind sie sind ich bin du bist er ist sie ist wir sind ihr seid sie sind sie sind Palavras avo m Grossvater avo f. Grossmutter adulto m. Erwachsener vizinho m. Nachbar commerciante m. Kaufmann viajante m. Reisender pedido m. Auftrag amostra f. Muster cachorro m. Hund rua f. Strasse bonde m. Strassenbahn margem f. Rand, Ufer jardim m. Garten Feiern in Holland — in Amsterdam Von unserem K.-H.-Sonderberichterstatter Amsterdam, den 13. Juni. Amsterdam hat königlichen Besuch. Ganz Amsterdam ist verziert und beleuchtet. Strassen und Häuser sind dekoriert, auf den Plätzen sieht man grosse Trophäen und selbst die äusseren Stadtbezirke tragen reichen Flaggenschmuck. Und das Motiv dieser Dekoration? Ein gebrochenes Herz mit einem Pfeil und den Initialen des Prinzenpaares: I—B. Auch das Judenviertel hat sein Gesicht gründlich verändert; in der Weesperstraat spannen sich die Verzierungen über die ganze Strassenbreite und man geht wie unter einem Laubendach. Die Jodenbreestraat ist reich geflaggt und auf dem altberühmten Jonas Daniel Meyerplein steht eine 20 Meter hohe Säule als Mittelpunkt der einfachen und doch so geschmackvollen Verzierung dieses Platzes, auf dem am Sonntag die „Joodsche Zanghulde" stattfand. Ein reiches Programm an Empfängen. Besichtigungen und Ausfahrten erwartete die fürstlichen Personen. Bei der Ankunft streuten Waisenkinder Blumen, darunter je zwei Kinder aus dem Niederländisch-Israelitischen und dem Portugiesisch-Israelitischen Waisenhaus. Am Mittwoch machte Prinz Bernhard in Begleitung seines Privatsekretärs und seines Adujutanten einen Besuch bei der Diamantfirma Asscher. Die beiden Inhaber A. und J. Asscher begrüssten die Gäste am Eingange ihres Hauses und führten sie durch dieses einzigartige Unternehmen. Vorm Verlassen des Werkes trug sich der Prinz in das berühmte goldene Buch ein, in dem sich bereits ungezählte Kaiser und Könige vor ihm verewigt haben. Den Höhepunkt dieses königlichen Besuches bildete für die jüdische Bevölkerung die „Joodsche Zanghulde", die von der Jüdischen Jugendvereinigung ..Mogein Dowied" organisiert war. Die Huldigung fand auf dem Jonas Daniel Meyerplein statt, dem Platze zwischen den beiden berühmten Synagogen. Das ganze Judenviertel stand im Zeichen dieses Besuches und alle Zugangsstrassen waren dicht mit Menschen besetzt. In offener Kutsche fuhr die königliche Familie, überall herzlich begrüsst, mit grossem Gefolge durch die engen uralten Strassen, um dann auf dem grossen Platze Halt zu machen, wo sie von dem Gemeindevorstand durch Oberrabbiner Sarlouis begrüsst wurde. 1200 jüdische Kinder hatten neben der grossen Synagoge, deren Portale weit geöffnet waren, Aufstellung genommen und sangen u. a. ein für diese Feier komponiertes Lied. In herzlichen Worten dankten die Königin, die Prinzessin und der Prinz dem Gemeindevoreitzenden, dem Oberrabbiner, dem Organisator der Veranstaltung J. Gans und dem Dirigenten Englander. Noch lange standen die Menschen auf dem von der Sonne bestrahlten Jonas-Daniel- Meyerplein, bis sich die Portale der grossen, mit Kerzen erleuchteten Synagogen schlössen. Eine kurze Zusammenkunft des Gemeindevorstandes und Ehrenkomitees beschloss die denkwürdige Feier. - - in Delft Am 14. Januar beging Professor Clarence Feld mann seinen 70. Geburtstag. Am S.Juni hielt er aus Anlass seines Amtsrücktritts nach über SOjähriger Tätigkeit an der Technischen Hochschule in Delft im grossen „Doelen"- Saal des Instituts vor einer festlichen Versammlung von über 700 Personen die traditionelle Abschiedsvorlesung. Die Feierstellte eine Huldigung der elektrotechnischen Welt an den scheidenden Gelehrten dar. Von den zahlreichen Ansprachen, die seine Vorlesung umrahmten, seien die des „Präsident-Curators"', des Rektors, des Vertreters der Assistenten, der Laboranten und Studenten genannt. Seine Mitarbeiter überreichten ihm einen 350 Seiten starken Prachtband mit 83 Aufsätzen von Gelehrten aus aller Welt und in vielen Sprachen. Die Elektrotechnische Vereinigung stiftete eine Plakette, die im Elektrotechnischen Institut Aufstellung finden soll. Der holländische ..Verband für elektrischen Handel und Industrie" überreichte die ..De Grootplaquette", eine Auszeichnung, die ausserordentlich selten verliehen wird. Professoren aus Belgien, aus Frankreich, aus England überbrachten die Grüsse ausländischer Universitäten und Hochschulen, ebenso die Vertreter zahlreicher anderer Verbände. Magister Kirsch der gute Likör, Magister München VII In Berlin zu bezichen durch die Weingroßhandiung: Bernharrt Brauer, ßurgstr. 3 Tal. 51 43 40. Der Mann, der bei seinem Scheiden so ausserordentlich geehrt wurde, wurde als Sohn aus Deutschland stammender Juden inNew-York geboren. In Fürth und Nürnberg besuchte er die Schule, in Darmstadt die Hochschule. Dort war er Assistent Rudolf Kiltlers, und nach mehrjähriger praktischer Tätigkeit in Budapest, in Köln und nach zahlreichen Auslandsreisen liess er sich 1902 als Privatdozent in Darmstadt nieder, von wo er 1905 nach Delft berufen wurde. 1909 bis 1912 war Feldmann Dekan der Fakultät für Elektrotechnik. 1924 bis 1925 Rektor der Hochschule, 1927 bis 1930 Präsident der I. E. C. (International Elektrotechnical Commission). 1926 wurde er zum Ritter des Ordens vom Niederländischen Löwen erhoben, 1932 bei der 50-Jahr-Feier der Darmstädter Technischen Hochschule zum Ehrendoktor dieses Instituts ernannt, an dem er seine Ausbildung erworben hat. Seine erste Arbeit (1888) „Zur Theorie des Elektrometers" ist bahnbrechend für die Entwicklung der Einphasen-Wechselstrommaschine gewesen. Die Festredner und die Berichte der holländischen Presse feierten die internationale Bedeutung des Gelehrten, seine besondere Befähigung als Lehrer, seine menschlichen Qualitäten und erhoffen, dass er nach Entbindung von seinem Amte noch viele Jahre seinen wissenschaftlichen Forschungen nachgehen kann. Albrecht Mayer. Mit bedecktem Haupte Viscount Samuel of Mount Carrriel and of Toxteth in the city of Liverpool nahm am 9. Juni zum erstenmal seinen Sitz im Oberhaus ein. Einen Bericht der „Times" ist zu entnehmen, dass er die Eidesformel getreu der jüdischen Traditon mit bedecktem Haupte gesprochen habe. Polepole, Jua hado — langsam, langsam, noch ist Sonne Der die folgenden Eindrücke niederschrieb, war Medizinstudent. Ende 193(5 sing er ins T a n g a n y i k a - Ge b i e t auf eine Pflanzung mit einem vierjährigen Arbeitskontrakt in der Tasche. Aber als <r ankam, musste die von Unwetter und Ungeziefer verwüstete Pflanzung geschlossen werden. Schliesslich hat er doch Arbeit gefunden. Wamiriver bei Morogoro, im April 1937. I. Es ist jetzt schon nahezu vier Monate, dass ich Abschied genommen habe und das, was ich alles gesehen, erlebt, erfahren, die Wandlungen die ich in mir durchmachen musste. psychisch und phisisch, ist zuviel, um in einem Brief geschildert zu werden. Ich bin, das scheint mein Schicksal zu sein, der Erfüller der Träume anderer Leute, der Träume zwar, die ich auch hatte, die mich aber nicht so bewegten und beeinflussten, wie eben diese anderen. Ich zum Beispiel bin im Grunde für alles andere eher, als für das Leben eines Abenteurers veranlagt, und nun bin ich zutiefst und im schönsten Sinne zum Abenteurer geworden. Und Du wolltest immer den Mohrenknaben haben, den Taschentuchträger aus dem Rosenkavalier, nun ja, ich habe ihn jetzt, den Negerboy, und seine taschentuchtragende Dienstbereitschaft. Er ist empört, dass ich es vorziehe, mich allein zu waschen und anzuziehen und fällt mir mindestens einmal täglich damit auf die Nerven. In unsenn Breslauer Zwingergymnasium, wo man mich realgymnasial missformte, gab es einen Lehrer Namens K.. der uns einen Aufsatz gab ,.Wie ich mir am liebsten ein Haus bauen möchte". Ich erfand eine Villa am Genfer See, andere bevorzugten andere Gegenden, und es wimmelte von Architektur in diesen Aufsätzen. Als wir die Aufsätze zurückbekamen, hielt er eine lange Rede, dass er enttäuscht sei, wir seien alle keine richtigen Jungen, nicht einer hätte die Grashütte in der Wildnis beschrieben, die doch das Jdeal eines echten Jungen wäre. Also auch der Traum des Dr. K. ist durch mich erfüllt, aber ich bin überzeugt, dass ihn die Reize derartiger Grashütten sehr bald höchstunglücklich machen würden,, zumal in der Regenzeit. wro man mindestens einmal in der Nacht sich triefend aus seinem Bett flüchtet und den Rest der Nacht im Halbschlaf auf einem Stühlchen in der einzigen regenfreien Ecke der Hütte verbringt und restlos alle realgymnasiale Romantik verliert. Von der Tierwelt ganz zu schweigen. Aber man kann nicht schweigen, es ist eine so berauschende Fülle, ein Glanz, ach. ich wünsche mir manchmal die ekstatische Sprache der Rimbauds, die Pinsel Gauguins und van Goghs, um das alles erzählen zu können. Vögel gibt es da, wie Schmetterlinge, knallgelb und rosenrot, violette Blitze, Farben, die aus den überlangen Schwänzen manchmal durch einen Sonnenstrahl geweckt hervorschiessen und dich blenden. Hier in den Galeriewäldern des Flusses gibt es alle Vögel: von den Storchenwiesen und Reiherfeldern angefangen, und — wieder das Gesetz des Extremen in Afrika — von den abscheulichen Albdruckvögeln Kubins, nackten Aasgeiern, bis zu den Farbenwundern, den eleganten geschmeidigen Wippern. den schönsten Tieren, die ich gesehen habe. Unzählige Echsen, Schlangen, Karawanen von Ameisen, so klein, dass man sie kaum sieht. Riesenameisen, die auf ihren Zügen ganze Dörfer entvölkern, Affen, Flusspferde, Giraffen. Insekten, fliegende, laufende, springende. Heuschrecken von Unterarmgrösse, Tausendfüssler, dick wie Schlangen, böse, gefährliche, harmlose Insekten. Millionen Arten von Fröschen. Der Busch ist das imposanteste Stück Landschaft, das ich gesehen habe. Und die Wälder längs der Flüsse, Riesenbäume, die Luftwurzeln pittoresk und lässig ins Wasser werfen, das Elefantengras. 4. 6—8 Meter hoch, das gerade jetzt in der Regenzeit die Landschaft eindeckt wie Schnee. Der Regen, die Gewitter, all das ist elementar, ungebrochen, mörderisch und befruchtend. Ich wache in der Nacht um drei Uhr auf: Gebrüll der Leute, ich fahre aus dem Bett und schwimme aus meinem Haus, der Fluss ist in einer Nacht zwei Meter gestiegen, aus der Landschaft 4 Kilometer im Umkreis der Ufer einen bodenlosen See machend. Heute, am 28. April, ist er wieder in seinem Bett, Tope, endlosen Matsch hinterlassend. Ich sitze in einem ehemaligen Store eines Italieners. Die zwei englischen Söhne meines Chefs und ich haben es^nach der Wassernacht ausgebaut. Ich bin angestellter Brückenbaulehrling in einer reizenden englischen Familie, führe im Augenblick einen verzweifelten Kampf gegen die Moskitos, kratzend, juckend, schlagend, fluchend, chininfressend und bärtig. Wenn ich mal sehr viel Zeit habe, schreibe ich über die Menschen hier mehr, sie haben alle eine kleine Geschichte, jedermann seine eigene shortstory gewissermassen, manche davon sind lesenswert, die meisten aber die Folge schlechten Charakters. Heute nur einige Bilder von mir und Afrika. II. Ich komme vom Fluss, kühl und sehnig fühle ich mich nach zwölf Stunden Arbeit. Sie sind weggeschwemmt in diesem Geschenk, einem Gebirgsfluss. Die Schwarzen baden mit mir. Sie haben meistens schöne Körper. Im Wasser, das in den Abendstunden von dem Schatten der Bäume tiefer wird und dunkler, sieht man die schwarzen Körper nicht, da sie wie Fische gerne unter Wasser schwimmen. Meine Waschung ist ein Schauspiel, dem immer 20 bis 25 Leute beiwohnen. Ich setze sie in Erstaunen durch Rückwärtsschwimmen, Kraulen und die kleinen Schwimmkünste. Ich komme vom Fluss, hinter mir drei Ukelelespieler, monotone Mollkadenzen, schnellwechselnd, vielfältige Melodien. Sie gehen ins Blut in ihrer Monotonie, die verstärkt"wird durch den leisen Handschlagrhythmus auf den Boden des Instrumentes. Dann kommen die übrigen Boys, einer hinter dem anderen, wir kommen in den breiten kunklen Saum dreier riesiger Mangobäume, weiter durch einen kleinen Pfad längs einer Talmulde, geformt von den überschlanken Fingern der Kokospalmen, die einzeln und also königlich dastehen, das Negerhirsefeld eines Suaheli, dichtkronige Bäume und die letzte Sonne auf den kahlsteilen Hängen der Turianiberge. Ich liebe dieses Tal, das im Busch verschwimmt. Ueber mir steht weiss und verkehrt ein Neumond, in dessen Schale ein Stern liegt. Diese Karawane macht mich jeden Tag glücklich. III. Ein Amphitheater, in einem Hügel gehauen, die Ränder, das Innere besetzt "mit"Negern. Hunderte, einer gibt den Rhythmus: „Polepole, Jua bado, langsam, langsam, noch ist Sonne." Der Chor der Spitzhacken: Juo bado. Greller Pfiff oder Schrei, aufklirren von zwanzig Hacken, dann die Spaten, die die Erde in die Trollies, einer Art schweren Loren werfen: ,,a me sema, posho mingi" (er hat gesagt, mehr Deputat gäbs heute) bei „mingi" klatschen dreissig Erdkfösse in die Trollies. Die Körper der Schwarzen glänzen in Schweiss. Es ist 11 Uhr mittags, der Schatten kriecht unter die Füsse, um 12 Uhr ist jeder Afrikaner Peter Schlemihl und also: schattenlos, ich kenne allerdings jetzt schon viele, die auch zu anderen Tageszeiten Schlemihle sind. Dann schreit Ramasan, Aufseher und körpergewalfig: „Derowa", was ein umgeformtes englisches „driver" ist und es erheben sich, sichtlich ungern, aus dem Schatten eines Baumes die drei Boys des ersten Trollies. von mir durch ein gewaltiges Heia, Heia angespornt und los geht die Safari (Reise), einen Abhang herunter, durch .Knüppel gebremst, und oft. zu oft, ertönt der Schrei, der mich bis in den Schlaf hinein quält: „Anguka" (entgleist)! Ich gehe von meinem Feldherrnhügel, der Spitze des Amphitheaters, durch die nunmehr in den Schatten der Bäume Ah Mm BtiefUäfet zahlen Sie in diesen Tagen die Abonnements¬ und Zustellgebühren für die C.-V.-Zeitung in Höhe von hl>99 m$£k> für die Monate Juli, August, September 1937, wenn ihnen die Postquittung vorgelegf wird. Nur wer die Postquittung einlöst, erhält die Zeitung ohne Unterbrechung zugestellt. Alle Adressenänderungen, Nachsendewünsche, Beschwerden usw. sind stets dem zuständigen Postamt zu melden. Denn der Versand der C-V.- Zeitung geschieht durch das Postzeitungsamt!