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Central-Verein-Zeitung · 1937-06-10 · 23 (10.6.1937) · page 13

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
23 (10.6.1937)
Date
1937-06-10
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr.23*10.]ünil937 C.-V.-Zeifung Seife 13 _Wporffa/atf der CK me>hr Formulierungen, die in allen Kreisen des jüdischen Sports als Selbstverständlichkeiten Anerkennung finden und den Geist vorschreiben sollten, in dem die jüdische Jugend von heute erzogen wird. In ihrem Sinne möchte man die Saison eröffnet wissen. M. F. Start in den Sommer Konzentration der Kräfte Am kommenden Sonntag wird sich herausstellen, wie viele aus den Reihen der Aktiven, die noch im vergangenen Jahr an der Spitze ihrer Disziplinen zu finden waren, indes ausgewandert sind, und in welchem Masse darüber hinaus zahlreiche Vereine nicht nur ihre Spitzenkönner, sondern überhaupt derartig viele Mitglieder verloren haben, dass ihnen die Aufrechterhaltung eines sportgerechten Betriebes zumindest grösste Schwierigkeiten bereiten wird. Ein typisches Beispiel jener nicht aufzuhaltenden Entwicklung ist das Schicksal des Schild-Darmstadt, der bis vor kurzem noch an führender Stelle im Handball und in der Leichtathletik innerhalb des südwestdeutsehen jüdischen Sports stand. Dieser lange Zeit quantitativ mittelstarke Verein hat während der letzten Monate etwa 180 Kameraden durch Auswanderung verloren und nun seine Kampfmannschaften dem Schild Frankfurt a. M. zuführen müssen, da es ihm nicht mehr möglich schien, selbst gleiehmässig kampfstarke illll Unsere Besten-Liste Das Sportblatt der C.-V.-Zeitung wird, wie schon in den vergangenen Jahren, auch in dieser Saison eine Bestenliste der jüdischen Leichtathletik veröffentlichen, die mehrmals im Laufe der Saison über den jeweiligen Stand der Leistungen jüdischer Leichtathleten und Leichtathletinnen in Deutschland unterrichten soll. Um die Front derer, denen die Liste Ansporn zu einer Steigerung ihrer persönlichen Bestleistungen ist, zu vergrössern, wird sie diesmal nicht nur die besten fünf, sondern nach Möglichkeit sogar die besten zehn Leistungen in jeder Disziplin umfassen. ülülll Einheiten ins Feld zu führen. Durch diesen Beschluss behalten die verbliebenen Mitglieder wenigstens die Möglichkeit, im Verein mit gleichwertigen Kameraden einer grossen Gemeinschaft in ihren bisherigen Spitzenleistungen fortzufahren. Bedeutung und Wirkung dieses Beispiels lassen sich leicht auf die Gesamtsituation des jüdischen Sports übertragen; denn infolge der allgemein vorherrschenden Auswanderung muss zwangsweise entsprechender Leistungsrückgang überall eintreten, wenn sich nicht die vorhandenen Kräfte zusammenfassen lassen und mit vereinten Anstrengungen der sportliche Kampf um Spitzenleistung und Breitenarbeit aufgenommen werden kan. Zwischen den Vereinen des Schild-Sportbundes, des Deutschen Makkabikreises und des Landesverbandes Bayern der jüdischen Turn- und Sportvereine, d. h. der Gesamtheit der jüdischen Sportvereinigungen in Deutschland, darf es in bezug auf sportliche Belange nichts Trennendes mehr geben. Sie werden zusammenarbeiten müssen, wenn sie ihren Leistungsstand nur einigermassen halten und die im Vordergrund des Interesses stehende Erziehung und Ertüchtigung der Jugend möglichst vielseitig und umfassend gestalten wollen. Die Situtaion im Berliner jüdischen Sport, die sich erfreulicherweise in diesem Sinne entwickelt hat und die vorbildliche Zusammenarbeit des Schild Frankfurt a. M. und des Schild Darmstadt sollte die Vereine im ganzen Reich in ihrer Arbeit bestimmen. Erziehung zum fair play Unbedingte Fairness und eiserne Disziplin zu wahren, ist das oberste Gesetz jedes sportlichen Wettkampfes, in besonderem Masse auch die Grundeinstellung des jüdischen Aktiven zum Kampfsport. Von diesen elementaren Forderungen liess sich Professor Brodetsky, der Präsident des Makkabi-Weltverbandes in einem Aufruf leiten, den die „Sport-Rundschau" der Jüdischen Rundschau kürzlich unter dem Titel „Der Sinn der Makkabiah" veröffentlichte. Es hiess dort u. a.: ..Es ist weit wreniger wichtig für uns, wer gewinnt, als das Sieger und Besiegte gleich ehrlich und anständig kämpfen . . . Unser Sport muss die jüdische Jugend moralisch und physisch stählen, muss sie lehren, Disziplin und Kampfgeist zu vereinen ... Es gilt nicht nur, Mut und Kraft zu entwickeln, sondern auch Zielbewusstsein und Selbstbeherrschung. Die beiden zusammen ergeben Disziplin . . . Den Gegner zu achten, erfordert die Selbstachtung. Wenn ihr glaubt, dass er die Regeln verletzt hat, vermutet dahinter nicht die Absicht und versucht nicht Vergeltung. Vertraut dem Kampfleiter!*' Das sind vorbildliche Worte, die nicht nur die Sportler des Makkabi angehen und nicht nur für die Makkabiah geschrieben sind. Es sind viel- Spielmeisterschaften werden beendet Trotz vorgeschrittener Saison und der zu erwartenden Ueberschneidungen mit sommersportlichen Veranstaltungen beabsichtigen der Schild-Sportbund und der Deutsche Makkabikreis ihre diesjährigen Meisterschaften im Handball und Fussball auf jeden Fall durchzuführen. Während der Sportbund bereits zum 20. Juni die Vorrunden für Fussball bzw. Zwischenrunden für Handball angesetzt hat, stehen die Termine des Makkabi noch nicht fest. Auch die Spiele um den Verbandspokal des Makkabikreises werden fortgesetzt. Gegner der bereits in der Endrunde angelangten Mannschaften des Bezirkes Berlin-Brandenburg sind im Fussball der Sieger aus dem Spiel Mitteldeutschland gegen Südwestdeutschland und im Handball der Sieger aus der Begegnung Mitteldeutschland gegen Nordwestdeutschland. wannen, ein Hand ball treffen zwischen Hakoah und Blau-Weiss, das 4 :4 unentschieden aussing und ein Hockey spiel, das die erfolgreiche Elf der Hakoah gegen Z.A.K. Brünn mit 1 :0 gewann. Die leichathletischen Wettbewerbe litten unter der schlechten Beschaffenheit der Anlagen. Sie hatten im einzelnen folgende Ergebnisse: nnnn Männer: 1000 m: 1. Kaiser 2.38,8; 3000 m: 1. Bloch- 9.19.0: 400 m: 1. König 53,0: Hochsprang: 1. Deutscher 1,65; Kugelstossen: Dr. Topf 11,42. — Frauen: 100 m: 1. Gottlieb 13,5; Hochsprang: 1. Gottlieb 1,50: Weitsprung: 1. Fischer 4,81; Diskuswerfen: 1. Reinhold 23.67. Tag der jüdischen Jugend in Wien Der Jüdische Turn- und Sportverband Oesterreichs veranstaltete am 6. Juni auf dem Sportplatz der Hakoah Wien einen „Tag der jüdischen Jugend", dessen Protektorat der Ehrenpräsident des Makkabi-Weltverbandes, Lord M e 1 c h e 11, übernommen hatte. Vor etwa 1000 Zuschauern, unter denen sich Vertreter öffentlicher Körperschaften, Repräsentanten des Bundes jüdischer Frontsoldaten, des Makkabi-Weltverbandes und anderer jüdischer Vereinigungen befanden, marschierten etwa 2500 Sportler aus Oesterreich, Polen und der Tschechoslowakei im schmucken Dress auf. Aus dem sportlichen Programm verdienen neben den Massenfreiübungen hervorgehoben zu werden ein F u s s b a 11 kämpf zwischen einer Seniorenmannschaft der Hakoah und der Hasmonea, den die Hakoahner 1 :0 ge- IUQHI!!!!lllli!Hllllllllllllffl Ifae Stad Mkd Sief Sonntag, 13. Juni Berlin Leichtathletik, Handball, Fussball: Sportfest des ISC Hagibor, teilnehmende Vereine: Bar Kochba Hakoah Berlin, ISK, IBC „Maccabi", ISC Hagibor, Bar Kochba Leipzig; Grunewaldsportplatz, 13% Uhr. Südwestdeutschland Fnssball: JJB Hanau I—Bar Kochba Frankfurt a. M. II. Hanau, 10 Uhr; Bar Kochba Frankfurt a. M. I—Schild Mainz I, Frankfurt a. M., 16>£ Uhr, Platz an der Sondershausener Strasse; Schild Frankfurt a. M. I—AJSV Aschaffenburg I, Frankfurt a. M., 16K' Uhr, Bertramswiese. Schild Frankfurt a. M. Jugend—ITB Frankfurt a. M. Jugend, Schild Frankfurt a. M. Schüler—ITB Frankfurt a. M. Schüler. Schild Frankfurt a. M. A. H.— 1TB Frankfurt a. M. A. H. (sämtliche Spiele Frankfurt a. M., Platz am Bornheimer Hang ab 15 Uhr); Schild Mannheim I—Hakoah Karlsruhe I, Mannheim, 16% Uhr; Bar Kochba Mannheim I—1SV Heidelberg I. Mannheim, 10 Uhr; Schild Stuttgart I— Schild Heilbronn I, Stuttgart, 16% Uhr. Handball: Schild Frankfurt a. M. Jugend—Schild Wiesbaden Jugend, 8%> Uhr; Schild Frankfurt a. M. 1. Frauen—Schild Wiesbaden 1. Frauen, 9lA< Uhr; Schild Frankfurt a. M. I—Schild Wiesbaden I. 10% Uhr (sämtliche Spiele Frankfurt a. M., Platz am Buchrainweiher), Bar Kochba Offenbach I—Bar Kochba Frankfurt a. M. I. Offenb a c h , 10% Uhr (1. Frauen 9% Uhr); Hakoah Stuttgart I—TC Karlsruhe 03 I, Stuttgart, 10% Uhr (1. Frauen 9%> Uhr). Karlsruhe 1 B. Fussball: Schild Worms I—Turnclub Karlsruhe 1903 I (Pokalspiel). Sportplatz an der verlängerten Hardtstrasse, 16% Uhr. Rheinland-Westfalen Fussball: Gesellschaftsspiele Schild M. Gladbach I —ISG Dortmund I: Schild M. Gladbach II—ISG Dortmund II; Schild M. Gladbach 1. Jugend—ISG Dortmund Jugend, M. Gladbach, Platz am Alten Wasserturm. Handball: Gesellschaftsspiel ITV 02 Köln—Schild M. Gladbach Frauen—ISG Dortmund Frauen, M. Gladbach, Platz am Alten Wasserturm. * Der Berliner Spielausschuss jüdischer Fussballvereine beginnt in den nächsten Wochen mit der Durchführung einer Pokalrunde, die sämtliche Männer-, Jugend- und Schülermannschaften an Stelle der abgesetzten Meisterschaftsspiele beschäftigen wird. Ein gemeinsames Leichtathletik-Sportfest sämtlicher Berliner Makkabi- und Schild-Vereine veranstaltet der Spielausschuss jüdischer Handball- und Hockey vereine am 4. Juli. Im Mittelpunkt dieses besonderen Ereignisses stehen eine 50-mal-200-m-Staffel und ein Handball-Freundschaftsspiel zwischen ISG 33 und Bar Kochba Hakoah. Leichtathletik als Pflichtsport hat der Landesverband Westdeutschland des Schild-Sportbundes für die kommende Saison eingeführt. Karze Sportnotizen Die palästinensischen Boxmeisterschaften Auf einer Freiluftveranstaltung kamen kürzlich in Tel-Aviv die diesjährigen Amateur- Boxmeisterschaften von - Palästina zur Durchführung. Es gab durchweg harte Kämpfe und folgende neue Titelhalter: Helznicher (Schwergewicht). Kaulfmann (Halbschwergewicht), Blau (Mittelgewicht), Stadtränder (Weltergewicht). Binder (Leichtgewicht), Grill "(Federgewicht), Ezra (Bantamgewicht), Birnbaum "(Fliegengewicht) und Saadiah (Papiergewicht). Drei Niederlagen jüdischer Boxer Benny Lynch, der derzeitige Fliegengewichtsweltmeister, hat das Glück, immer nur dann Niederlagen einstecken zu müssen, wenn der Titel nichf auf dem Spiel steht. Am 3. Juni boxte er in Glasgow gegen Jimmy Warnock, dem er zum Schluss der 15 Runden einen knappen Punktsieg überlassen musste. Die 12 000 erschienenen Zuschauer protestierten minutenlang gegen dieses, ihrer Meinung nach ungerechte Urteil. Jackie Brown, der Vorgänger Lynchs in der Weltmeisterschaft, der jetzt" im Bantam startet, hatte am 31. Mai den englischen Meister seiner Gewichtsklasse, Jonny King, zum Gegner. Brown, der infolge Gewichtmachens stark geschwächt antreten musste, erlitt in der 13. Runde die schwerste Niederlage seines Lebens. Erst nach Stunden konnte sich der frühere Weltmeister von seinem Niederschlag erholen. Der Amerikaner Bob 01 i n, früher Weltmeister im Halbschwergewicht, hatte den jetzigen Titelhalter, den Neger John H. Lewis, um den Titel gefordert. Vor 12 000 Zuschauern musste . er am 2. Juni in New-York den Kampf aufstecken und Lewis, der seit Jahresfrist keinen gleichwertigen Gegner gefunden hat, den Sieg durch technischen k. o. überlassen. Hecht in grosser Form Der tschechische Davispokal-Spieler und Makkabiahsieger Ladislaus Hecht befindet 6ich zurzeit in glänzender Form. Im Davispokal- Kampf Tschechoslowakei gegen Frankreich gelang es ihm, mit seinem Kameraden Menzel einen 4 :1-Sieg zu landen. Er schlug den französischen Nachwuchsspieler Destremeau mit 6 : 3, 6 : 3, 6 : 2 und Boussus mit 2 : 6, 6 :1, 7 : 5, 6 : 0. Gute Leichtathletikleistungen Beim Leichtathletik-Länderkampf Tschechoslowakei gegen Jugoslawien, den die Tschechoslowakei in P r a g sicher gewann, gelang es dem jüdischen Athleten Elias, den Hammer genau 47 m weit zu schleudern. Eine gleichfalls glänzende Leistung vollbrachte der jüdische Speerwerfer Isaac (Estland), der auf einer Veranstaltung in Dorp at die hervorragende Weite von 68,66 m erreichte. Mit dieser Leistung ist er den besten Speerwerfern der Welt zuzurechnen. Der jüdische Diskuswerfer Madarasz, der schon seit etwa zehn Jahren an der Spitze seiner Disziplin im ungarischen Sport steht, ist bereits in glänzender Form. In Budapest siegte er am 6. Juni mit der respektablen Weite von 47,23 m. %6&$tlMsM jutuk Uekme Erscheint wöchentlich ohne Gewähr. Postschluss für Luftpostsendungen bei folgenden Postämtern: Berlin C 2; Frankfurt/Main Bahnpostamt 19 und Flughafen; München Bahnpostamt 1 und 2 (Flughafen); Köln (Flughafen). Einwurf bei anderen Postämtern oder in anderen Orten bis zu 1 Tag früher. Abkürzungen: B. A Bueons Aires; C Cuxhaven: H Hamburg; LH % Le Harre: Mars. Marseille. Ziffern in Klammern Postschlusszeiten. Ab Seeweg nach Nordamerika An Berlin Hamburg Bremen Cherb. N.-York 14.6. 14.6. (19) „Queen Marv" 16.6. 21.6. 15. 6. 16. 6. ( 6) „Washington1' 16.6.(H) 17.6.(LH) 24.6. 16.6. 17. 6. ( 8) „New York" 17.6.(C) IS. 6. 25.6. 21. 6. 21. 6. (19) „Bremen 22.6. 23.6. 28.6. Luftweg: Zurzeit nur Nachbringeflüge Köln—Cherb. („Mit Luftpost ab Köln zum Dampfer"). Zuschl. 15 Pf. für je 20 g Berlin Köln Cherb. N.-York 11. 6. (18) 12. 6. (9) Flug zur „Europa" 12. 6. 17. 6. Seeweg nach Südamerika Berlin Frankf. Münch. Cherb. Neap. Rio B. A. 10.6.(20) 11.6.(8) 12.6. 26.5. 29.6. 11.6.(19) Schiff 12.6. abBrem. 30.6. 5.7. 17.6.(16) 18.6.(9) 19.6. 5.7. 9.7. Luftweg: Zuschl f. je 5 g 1,50 RM (1,25 Brasil) Berlin Frankfurt Bio B. A. 12. 6. (13) 12. 6. (15) Franz. Luftpost 15. 6. 16. 6. 16. 6. (21) 16. 6. (24) Deutsche Luftpost 19. 6. 20. 6. Seeweg nach Südafrika Berlin Frankfurt Köln Mars. South. Kappst. 13.6.(13) 13.6.(19) 15.6. 30.6. 16. 6. (16) 16. 6. (21) 18. 6. 5. 7. Kapstadl—Johannesburg (oder Pretoria) 30 Stunden Luftweg: Zuschlag 35 Pf. für je 5 g Berlin München Brind. Athen ) 11.6.(9) 11.6.(18) 13.6.(7) 12.6.(6) 13.6.(6) Lauf«»* 15.6.(9) 15. 6. (IS) 17.6.(7) b~9 laSc 16. 6. (6) 17. 6. (6) J See- und Landweg nach Palästina Berlin München Haifa 11. 6. (16) 12. 6. (9) via Belgrad-Istambul 16. 6. 12. 6. (14) 13. 6. (9) Schiff 15. 6. ab Piräus 18. 6. 13. 6. (14) 14. 6. (9) via Belgrad-Istambul 18. 6. 15. 6. (16) 16. 6. (9) Schiff 17. 6. ab Brindisi 21. 6. 16.6.(16) 17.6.(9) via Belgrad-Istambul 22.6. Luftweg: Zuschlag 10 Pf. für je 5 g; Berlin München Athen Brindisi 32. ß. (3) 13. 6. ( 5) 12. 6. (9) 12. 6. (18) 14.6. (7) j 14. 6. (6) 15. 6. (11) 16. 6. (3) 17. 6. ( 8) 16. 6. (9) 16. 6. (18) 18. 6. (7) 18. 6. (6) 19. 6. (11) nd. 15 Pf. Laufzeit ca. 2K Tage Der Hilfsverein der Juden in Deutschland weist darauf hin, dass die Hilfskomitees in den europäischen Ländern nicht in der Lage sind, Einwanderern, die ohne vorherige Beratung durch den Hilfsverein und genaue Erkundigungen über die Hilfs- und Aufbaumöglichkeiten einwandern, irgendwelche Hilfe zuzusichern. Es ist unerlässlich, dass alle Auswanderer sich bei den Beratungsstellen des Hilfsvereins vorher genau über die Einwanderungsmöglichkeiten unterrichten. Der Hilfsverein unterhält folgende Auskunftsstellen in Deutschland: Berlin W 35, Ludendorf fstr. 20; Bielefeld, Viktoriastr. 24: Bremen, Obernstr. 14: Breslau, Wallstr. 9: Frankfurt a. M., Quinckestr. 28; Hamburg, Beneckestr. 6: Hannover. Sophienstr. la; Karlsruhe, Kriegsstr. 154: Köln. Rubensstr. 33; Königsberg i. P r., Tragheimer Pulverstr. 5a; Leipzig, Goethestr. 1: Mannheim, M. 6. 12.; München, Herzog- Max-Str. 5; Nürnberg, Neue Gasse 12: Stettin, Rosengarten 9—12; Stuttgart^ Gartenstr. 15. Aus den Gemeinden Breslau In der letzten Sitzung der Gemeindevertretung wurde u. a. die von dem Mühlenbesitzer Ludwig Bielschowsky errichtete „Künstlerstiftung Helene Bielschowsky, geb. Graetzer" in Höhe von 3000 RM angenommen. In Schlesien ansässige oder geborene Künstler und Künstlerinnen sollen vorzugsweise berücksichtigt werden. Zur Erfüllung des Stiftungszweckes sollen die alle zwei Jahre am 22. Juli verfügbaren Einkünfte einem jüdischen Künstler oder einer jüdischen Künstlerin als Beihilfe gegeben werden. Schw. Dresden Der Gemeinderat befasste sich, nachdem er einige formelle Satzungsänderungen erledigt hatte, mit der Frage der Neuunterbringung des ..Gemeindegottesdienstes nach altem Ritus" im Henriette-Schie-Saal, dem vor zwei Jahren geschaffenen Synagogenanbau, ohne dass es "zu einer Entscheidung kam. Den Hauptpunkt der Tagesordnung bildete die Beratung über den Erwerb eines Grundstücks zur Schaffung eines weiteren Altersheims, das im Gegensatz zum Henriettenstift, weitesten Kreisen der Gemeinde dienen soll. In dem unweit des Neustädter Bahnhofes und der neuen Elbegärten gelegenen Grundstück, das bisher Wohn- und Gewerbezwecken diente, sollen auch Vorkehrungen zur gemeinsamen Verpflegung der Heiminsassen getroffen werden. Gedern Die vor wenigen Jahren noch etwa 40 Familien zählende alte oberhessische Gemeinde Gedern ist aufgelöst, nachdem jetzt die letzten wenigen Familien weggegangen sind. Die schöne Synagoge mit wunderbarem Almenor stehen verwaist. Gollnow Am 28. Mai sprach im Auftrag des Preußischen Landesverbandes in der dortigen Gemeinde Dr. Schönfeld (Tilsit) über die ..Messiasidee im Judentum''', Alice Harmes (Berlin) sang, begleitet von Vogel (Berlin), u. a. das ,.Höre Israel". Krefeld Am 1. April 1937 zählte die Synagogengemeinde Krefeld 1508 Personen. Im ersten Vierteljahr 1937 sind 26 Personen zugezogen und 48 verzogen. Von diesen gingen 20 nach Orten innerhalb Deutschlands, nach Palästina 2 und nach westlichen Ländern 26. In der Berichtszeit ist keine Geburt zu verzeichnen gewesen. In Limburg an der Lahn verstarb nach langem, schwerem Leiden Dr. pb.il Fritz Leopold im 33. Lebensjahre. Dr. Leopold, dem als Chemiker eine aussichtsvolle Laufbahn bevorstand, hat sieh schon in jungen Jahren der jüdischen Arbeit, insbesondere der des Jüdischen Centrai-Vereins, stark verbunden gefühlt. In den letzten Jahren hat er trotz seiner schweren Krankheit an der jüdischen Arbeit seines Bezirkes lebhaften Anteil genommen, und der C.V. hat sich oft und gern seiner Mitarbeit bedient. Namens des Centrai-Vereins und der Bundesbrüder im K.C. überbrachte Dr. Matzdorff, Frankfurt a. M., die letzten Grösse. Anträge auf Nachsendung Beschwerden über das Ausbleiben der C.-V™ Zeitung, Umleitcwünsche sind stets dem zuständigen Postamt (Zeiiungsstelle) zu unterbreiten. Die Bezugsgebühren sind an den Briefträger zu zahlen

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