Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 23 (10.6.1937)
- Date
- 1937-06-10
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 23 3. Beiblatt -Umschau der C.-V.-Zeitimg Seite-U 10. Juni 1937 Jüdische, arabische, englische Stimmen Die Diskussion über die nunmehr in Kürze bevorstehenden Empfehlungen der Königlichen Kommission hält weiter auf jüdischer und arabischer Seite die Gemüter in Spannung. Der Präsident des Zionistischen Aktionskomitees und des Keren Kajemet, Ussischkin. ruft zu einer energischen Aktion gegen die Teilungspläne auf und wiederholt dabei im wesentlichen die schon vielfach vorgebrachten Argumente. Einen neuen Gesichtspunkt wirft der "jüdische Vizebürgermeister von Jerusalem, Daniel Auster, im ..Manchester Guardian" in die Debatte, indem er auf die Undurchführbarkeit des Planes hinweist, Jerusalem durch Internationalisierung von dem jüdischen Palästina loszureissen. Er schildert die zahlenmässige und kulturelle Zusammensetzung der Jerusalemer Bevölkerung und legt ganz besonders die Struktur der die Mehrheit bildenden jüdischen Bevölkerung dar. Die Jerusalemer Juden seien im Unterschied zur Vorkriegszeit modern, erfassten erhebliche mittel- und westeuropäische Elemente und unterschieden sich in keiner Weise von der jüdischen Bevölkerung Tel-Avivs, Haifas und der landwirtschaftlichen Siedlungen. Sie bilden ein Fünftel der jüdischen Bevölkerung Palästinas und konnten von dem geplanten jüdischen Gemeinwesen nicht losgetrennt werden. Unter den arabischen Stimmen sind diejenigen zu unterscheiden, die, wie das Oberste Arabische Komitee, das Pro-Arabische Komitee in London und die arabische Nationalliga Amerikas, weiter an der kompromisslosen Ablehnung der Teilung und an den bekannten, die jüdische Zukunft in Palästina vernichtenden Bedingungen festhalten; auf der anderen Seite steht die Gruppe um Emir Abdulla, die aus dem bekannten Grunde, dass sie von der Vereinigung des arabischen Teiles Palästinas mit Transjordanien zu profitieren hofft, optimistischer über die Kommissionsvorschläge und die sich daraus ergebende Linie der Palästinapolitik denkt. In den letzten Tagen hebt sich davon noch eine dritte, besonders interessante Richtung ab, die durch die Jerusalemer. arabische .Zeitung „Saud el Schaab" und einen, in der arabischen Zeitung „Feiestin" veröffentlichten Brief des jetzt in Amerika weilenden Mitgliedes der inoffiziellen arabischen Delegation Dr. Izzat Tannous vertreten wird. Beide Aeusserungen stimmen darin überein, dass die Vorschläge des Kommissionsberichtes nicht verwirklicht werden würden. ..Saud el Schaab" will wissen, dass es nicht zu einer Teilung des Landes, sondern zur Einsetzung eines Parlaments mit weitreichenden Befugnissen kommen werde. Weiter spricht das Blatt davon, dass die Königliche Kommission empfehlen werde, die jüdische Einwanderung so einzuschränken, dass die Juden niemals die Mehrheit erlangen können. Die Befugnisse der Jewish Agency sollen bis zur Bedeutungslosigkeit eingeschränkt werden und das Oberste Arabische Komitee solle dieselben Befugnisse erhalten wie die Jewish Agency. # Die im Anschluss an den Zwischenfall in der Nähe des St. Stephanstores in Jerusalem laut gewordenen Behauptungen, dass es sich um einen jüdischen Attentatsversuch gegen den Mufti gehandelt habe, sind durch ein amtliches. Communique sowie durch Erklärungen des Kolonienministers Ormsby-Gore in der Unterhaussitzung vom 2. Juni dahin geklärt worden, dass die beschuldigten jüdischen Ins-assen des Autos, bei denen ein Revolver bemerkt worden sein sollte, keinerlei Anschlag geplant hatten. Der ßaumarkt Von unserem »-Palästina-Berichterstatter Tel Aviv, 1. Juni 1937. Es kann keinem Zweifel unterliegen, dass die Unsicherheit über die politische Zukunft Palästinas, die noch, durch häufige — oft recht widerspruchsvolle — Informationen über schicksalsschwere Beschlüsse der Königlichen Kommission verstärkt wird, zum mindestfn auf die private Initiative im Wirtschaftsleben Einfluss nimmt. Das gilt namentlich für den städtischen Baumarkt, der sonst nach Abschluss der Orangenernte ein besonders wichtiges Ventil für die auf dem Lande frei werdenden Saisonarbeiter bildet. Zwar hat die jüdische Landwirtschaft gerade im letzten Jahre ihre Obst- und Gemüseernte sowie die Milchproduktion erheblich steigern können, aber auch sie leidet unter dem Druck der ausländischen und arabischen Konkurrenz sowie unter den steigenden Preisen für ihre Futter- und Düngemittel. Jedenfalls ist es trotz der erhöhten Aufnahmefähigkeit der Landwirtschaft für neue Arbeitskräfte notwendig, auch aus dem städtischen Baumarkt das Möglichste herauszuholen. Im „Dawar" fordert Frumkin zu diesem Zwecke verstärkte Initiative der öffentlichen Hand. Dieser bemerkenswerte Aufruf an die jüdischen Stadtverwaltungen und sonstigen öffentlichen Körperschaften gibt ein anschauliches Bild der gegenwärtigen Lage. Er wendet sich ausdrücklich an die Organe der jüdischen Selbstverwaltung, weil die Landesregierung die Zurückhaltung, die sich in manchen Kreisen des privaten Unternehmertums zeigt, selber mitmache und selbst dringende Investitionen zu vertagen scheine, um den Entscheidungen der Königlichen Kommission nicht vorzugreifen. An .sich ist die Stille auf dem städtischen Baumarkt — der aber immerhin gegenüber dem Vormonat eine nennenswerte Belebung zeigt — durch die Bedarfslage nicht gerechtfertigt. ..Es gibt heute in Palästina keinen objektiven wirtschaftlichen Grund für Arbeitslosigkeit in irgendeiner Form." Von den drei grossen Städten des Landes reagiert erfahrungsgemäss T e 1 - A v i v am empfindlichsten auf die Schwankungen der privaten Unternehmungslust. Gerade hier aber sind glücklicherweise mehrere grosse gemeinwirtschaftliche Projekte so weit gediehen, dass sie bei einigen Anstrengungen von Seiten der Stadtverwaltung, beinahe sofort verwirklicht werden könnten. Es handelt sich um Projekte, die mehr als tausend zusätzlichen Bauarbeitern — das ist mehr als die Gesamtziffer der gegenwärtigen Arbeitslosigkeit — Beschäftigung geben würden. Hinzu kommt, dass bei all diesen Projekten nicht nur die technische Durchführung, sondern auch die Finanzierung als gesichert gelten kann. glieder der Autobuskooperative haben zahlreichen Menschen Beschäftigung gegeben. * Mit der vorstehenden Beurteilung der Lage stimmt auch eine Feststellung des Kolonienministers Ormsby-Gore in der Unterhaussitzuhg vom 3. Juni überein, in der der Minister erklärte, mit Rücksicht auf die veränderte Finanzlage Palästinas und die bis zur Entgegennahme des Berichtes der Königlichen Kommission bestehende Ungewissheit über die künftige Politik gegenwärtig die Inangriffnahme neuer Erschliessungspläne nicht ermutigen zu können. Der Ausbau des TePAviver Hafens mus? schleunigst in Angriff genommen werden, wenn man den Anforderungen der nächsten Orangensaison, die ja schon in sieben Monaten beginnt, gewachsen sein will. Aus dem ordentlichen Budget der Stadtverwaltung könnten bei beschleunigter Bearbeitung erhebliche Summen für öffentliche Arbeiten vorgenommen werden und die erste Auslandsanleihe von 100 000 LP für Schul- und Marktbauten ist von der Regierung bereits bestätigt worden. Auch die Anleihe von einer Million wird in den nächsten Tagen zum endgültigen Abschluss gelangen. Wie bekannt, soll daraus ein Kanalisationssystem und ein neues Wasserwerk für die Stadt geschaffen werden. Das neue Wasserwerk, das selbst für eine wesentlich grössere Bevölkerung ausreichen wird, soll am Ufer des Jarkon errichtet werden, wo der Stadt die Konzession für eine Fläche von 125 Dunam verliehen werden wird, um die erforderlichen hygienischen Einrichtungen und Sicherheitsmassnahmen treffen und Reservoire anlegen zu können. Der ausländische Sachverständige hat der Verwendung palästinensischer Fabrikale zugestimmt. Die Kosten des Werkes werden sich auf 400 00 LP belaufen, die man im Zeitraum von 20 bis 25 Jahren aus den Einnahmen decken zu können hofft. Am Jarkon wird auch das neue Elektrizitätswerk der Ruthenberg-Gesellschaft errichtet; der Baubeginn steht unmittelbar bevor, zumal der Elektrizitätsverbrauch auch im letzten Monat weiter gestiegen ist. Der Zufluss grosser ausländischer Privatmittel für das Grünblatt-Strandprojekt sowie für die Errichtung eines Gaswerks ist ziem- .-.j gesichert. Eine ungenutzte Arbeitsreserve bildet die neue Siedlung im Süden der Stadt (Schecharath Agrabank und Kirjak Awodah), wo beinahe mitten in der Wüste im Laufe eines knappen Jahres ein komfortables Wohnviertel mit annähernd tausend Einwohnern entstanden ist. Hier bestehen noch erhebliche Ausdehnungsmöglichkeiten. Auch in Haifa, wo ebenfalls die private ' Initiative auf dem Baumarkt zu wünschen übrig lässt. gibt es zahlreiche ausführungsreife, dringliche und gesunde Projekte im Arbeitsbereich der Palestine Economic Corporation, der Palestine Land Development Comp., des Keren Kajemeth, des Hadar Hakarmel, in der Haifa-Bucht- Siedlung Kirjath Bialik usw. In Jerusalem dagegen zeigt gerade im Bauwesen der Arbeitsmarkt eine ständige Besserung. Der Bau der neuen Universitätsklinik, eines neuen Bankgebäudes für die Anglo Palestine Bank und einer Wohnsiedlung für die Mit- Einweihung * der Ludwig-Tietz-Schule Keith-Roach, der Distriktskommissar für Nord-Palästina, und Dr. Arthur Ruppin wohnten der Einweihungsfeier der Dr. Ludwig Tietz-Schule bei. die der handwerklichen Ausbildung von Jugendlichen aus Deutschland dienen wird. Der High Commissioner, der verhindert war, schickte ein Glückwunschschreiben, in dem er einen baldigen Besuch des Instituts in Aussicht stellt. Palästina-Literatur Besprochen von Dr. Werner Cahnman - München Arthur Ruppin: Dreissig- Jahre Aufbau in Palästina Das erste sozialwissenschaftliche jüdische Buch, das ich als elfjähriger Bub aus dem Bücherschrank meines Vaters hohe, war Arthur Ruppins Schrift über ..Die Juden der Gegenwart*'. Bald erfuhr ich. dass der Verfasser, ein junger Kaufmann und Gelehrter, nach Palästina gegangen sei, um dort im Auftrag der Zionistischen Organisation das Kolonisationswerk ins Leben zu rufen, das nach vielen Jahren unfruchtbaren Wartens den Beginn des praktischen Zionismus bedeuten .sollte. Heute, dreissig Jahre nach dem ersten Besinn — man braucht nicht zu erzählen, was inzwischen geschehen ist — legt der S c h o c k e n- V erlag die gesammelten Reden und Aufsätze Ruppins zum "Palästinaaufbau der Oeffentlichkeit vor. Es gibt bis heute keine bessere Einführung in die' Palästinakunde als diese. Wenn man jemals sagen konnte, dass das Werk den Mann adelt, der es getan hat, so hier. Man merke wohl, es handelt sich um nüchterne, kristallklare Wirtschaftsberichte, in denen kein Wort zu viel steht, um scharfe Auseinandersetzungen mit englischen Untersuchungskommissionen und mit Kritikern aus dem eigenen Lager, aber ich glaube nicht, dass es nur an meinen Bubenerinnerungen liegt, wenn für mich der ganze Zauber erobernder Romantik über diesen Zeilen ausgegossen ist. Der erste Aufsatz aus dem -lahr 1907 spricht von Palästina vor Beginn der Zionistischen Kolonisation: er ist ein Memorandum, das mit vorausschauendem Blick den Plan künftiger dichter Besiedlung mitten in Wüsteneien hinein projektiert. In dem letzten Aufsatz, der Rede vor dem Luzerner Kongress von 1935, kann Ruppin mit berechtigtem Slolz auf das zurückblicken, was in zwischen erreicht worden ist: über 100 Siedlungspunkte, nach modernsten Methoden geführt, 'Tausende von Siedlern, die auf ihnen leben, der tragende Grund für eine Bevölkerung von 400 000. Und, worauf Ruppin am meisten stolz sein kann: das Wort ..Emek" hat einen bannenden Klang bei der jüdischen Jugend bekommen. Als Leiter der Kolonisationsabteilung hat Ruppin die Erkenntnis, dass unsere besten Menschen nicht einer Rentabilitätsrechnung folgen wollen, sondern einer Fahne, dass sie ohne Bevormundung in freier Selbstverantwortung ein neues Leben beginnen wollen, in die. Tat umgesetzt, indem er, vielen Widerständen zum Trotz, die Form der Kwuza zum Sieg geführt hat. Aber er ist darüber nie zum Ideologen geworden, niemals hat er sich zum Propheten von Parteiprogrammen gemacht. Er war und ist ein Mann der Tatsachen, ein Praktiker und Kalkulator, aber einer, der es versteht, mit dem grössten Aktivum zu kalkulieren, das ein Volk besitzt: mit dem menschlichen Herzen. Ben Gurion: Zionistische Aussenpolitik Im Hechaluz-Verlag erscheint unter dem Titel ..Zionistische Aussenpolitik*' der Wortlaut der Rede, die der Arbeiterführer Ben Gurion im Februar dieses Jahres auf der grossen Tagung der Histadruth in Tel-Aviv gehalten hat. Man darf diese Rede als offizielle Aeusserung über die Auffassung der politischen Führung der Zionistischen Organisation und der Jewish Agency. deren Palästina-Exekutive Ben Gurion leitet, ansehen. Mit Recht hebt der Redner hervor, dass rechter Frieden nur zwischen gleich starken Partnern geschlossen werden kann, und dass die Festigung der äusseren und inneren Lage der jüdischen Siedlung in Palästina daher die beste Sicherung für dieZukunft darstellt. 400 000 Juden im Land sind ein Machtfaktor, mit dem man rechnen muss. Auch ist es richtig, dass im gegenwärtigen Zeitpunkt die Beeinflussung der öffentlichen Meinung in England der entscheidende Ansatzpunkt für eine jüdische Politik im nahen Osten ist. Aber übersieht Ben Gurion nicht zu sehr, dass der arabische Zukunftsfaktor seine schweren Schatten schon mitten in die Gegenwart hineinwirft? Mit der Formel: Nicht beherrschen und nicht beherrscht werden, zumal wenn man sie mit der Einschränkung „auf die Dauer der Uebergangszeit des Mandats" versieht, kann man keinen einzigen arabischen Hund mehr hinter dem Ofen hervorlocken. Die Zeit des Mundspitzens ist vorüber, es muss gepfiffen werden! Es muss gesagt werden, ob man den nationalen Aspirationen der Araber entgegenarbeiten, oder ob man sie unterstützen will, und zwar unter der Bedingung einer gemeinsamen jüdisch-arabischen Autonomie in Palästina im Rahmen einer künftigen arabischen Föderation. Ginge man endlich mit dem Mut zur Wirklichkeit, den man vom Politiker erwarten darf, daran, dieses harte Brett „mit Leidenschaft und Augenmass zugleich" anzubohren, dann ergäbe sich zur Ueberraschung der Doktrinäre, dass nichts die englische öffentliche Meinung so sehr beeinflussen würde wie eine positive Araberpolitik der Juden. Wenn man das will, zu Arabern und Engländern zugleich sprechen, dann muss man freilich auf alle künstlichen Konstruktionen, bei denen der Wunsch und nichts anderes der Vater des Gedankens ist, verzichten. Was hilft es, zu sagen, das ganze jüdische Volk habe ein Anrecht auf Palästina — was sicher richtig ist —, nicht aber die Gesamtheit der arabischen Welt? Das ständig wachsende Interesse, das die arabische Welt an den Vorgängen in Palästina nimmt, widerstreitet dem Wunschbild mit der Kraft der Tatsachen. Der jüdische Drang nach Palästina ist elementar und vollzieht sich überdies unter geschichtlicher Sanktion, aber man darf nur dann auf seine Anerkennung hoffen, wenn man den Wunsch der arabischen Bewegung auf Vereinigung der arabischen Länder seinerseits akzeptiert. Ben Gurion ist ein Mann, der zu lernen versteht. Er gibt zu, 'im Laufe der Zeit erkannt zu haben, dass man den Arabern nicht vorschreiben könne, welche Führer sie an ihre Spitze stellen sollen, Effendis oder Arbeiter, und dass man mit der gegenwärtigen Führung ins Gespräch kommen müsse. Nun gut: so möge er auch erkennen, dass man den Arabern ausserhalb Palästinas nicht vorerzählen kann, sie hätten kein Interesse am Schicksal ihrer Volksgenossen, die innerhalb Palästinas leben. Das Interesse ist da und damit auch die Notwendigkeit, zu überlegen, wie es mit dem jüdischen Interesse zu vereinbaren ist. Um die Teilung Palästinas Auf das Problem einer Kantonisierung Palästinas, zu dem in Nr. 16 der C.-V.-Zeitung grundsätz'ich Stellung genommen wurde, ist jetzt auch die im Auftrage der Deutschen Gesellschaft für Völkerrecht und Völkerbundfragen herausgegebene Zeitschrift „Völkerbund und Völkerrecht" (4. Jahrgang, Nr. 2) in beachtenswerten Ausführungen eingegangen. Es werden zunächst die aus der öffentlichen Erörterung bereits bekannten Pläne einer Kantonisierung einerseits und der Errichtung eines jüdischen Dominions und eines arabischen Königreichs unter Emir Abdulla anderseits dargelegt. Im Anschluss daran heisst es: ..Vorausgesetzt, dass die Pressemeldungen richtig sind, handelt es sich hier jedenfalls um einen sehr interesanten Plan. Es muss natürlich dahingestellt bleiben, ob die Juden einerseits, die Araber anderseits sich mit den ins Auge gefassten territorialen Bestimmungen abfinden werden. Die Annahme liegt nahe, dass die Juden unter Berufung auf die Balfour-Deklaration darauf bestehen werden, dass ihnen, ein Anspruch auf ganz Palästina zuerkannt sei. Di»e Araber wiederum werden mit Recht ihrer Abdrängung von der See widersprechen. Freilich ist zu erwarten, dass sie die Beseitigung des Mandats, die Vereinigung mit Transjordanien und die Errichtung eines neuen arabischen Staates unter einem nationalen Herrscher begrüssen werden. Unabhängig davon bietet der Plan lebhaftes Interesse unter völkerrechtlichen Gesichtspunkten. Die Aufhebung des Mandats zugleich für Transjordanien und einen Teil Palästinas und die Anerkennung der Unabhängigkeit dieser Gebiete liegt zweifellos im Sinne der Bestimmungen des TRANSFER-SONDERANGEBOT für landwirtschaftliche Siedler Im Rahmen der Landwirtschaftlichen Beschleunigungs-Aktion mit sofortiger Transfer-Möglichkeit landwirtschaftliche Siedlungs-Stellen in: Rassco Ansiedlung auf K.K.L-Boden. 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