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Central-Verein-Zeitung · 1937-06-03 · 22 (3.6.1937) · page 2

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
22 (3.6.1937)
Date
1937-06-03
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 2 C-V.-Zeiftmg Nr.22 * 3JuniT937 Magister "Kirsch der gaste Likör, Magister München V88 In Berlin zu beziehen durch die AYemgroßhandlung Bernhard Brauer, Burgstr.3 TeL 5143 40. sie Angehörige dort haben oder für das Lehen dort vorbereiten. Denn was wäre lächerlicher, als zionistische Führer, die andere Juden zum Sturm auf die Araber kommandieren oder anderer Juden Kinder für das Leben drüben schulen, selbst aber hier bleiben oder ihre Kinder nicht hinübergehen lassen! Etappenhelden waren niemals eine erfreuliche Erscheinung. Für besonders unerfreulich würden wir den jüdischen Parteiführer hinter der Front seiner Anhänger halten. Man weiss, dass an der Spitze der Zionistischen Vereinigung für Deutschland Männer anzutreffen sind, die ihre Aufgaben kennen und den alten moralischen und militärischen Grundsatz befolgen, dass man von seinen Anhängern niemals mehr verlangen soll, als man selbst zu leisten bereit ist. Neben diesen allgemeinen Feststellungen verdienen zwei Probleme, dass man sie, wie eingangs begründet, näher behandelt. Einer der Festredner unterstrich, dass nach seiner Auffassung viel zu viel über Assimilation geredet worden sei und dass man die praktischen Fragen darüber vernachlässigt habe. Wir stimmen dem Referenten zu. Von unserer Seite ist die Diskussion nicht begonnen worden, nachdem die Ereignisse von 1933 die Voraussetzungen für sie beendet hatten; denn es muss auf beiden Seiten Wunsch und Wille zur Assimilation vorhanden sein, wenn sie sich vollziehen oder gelingen soll. Nach 1933 war und ist auf keiner Seite der Wille vorhanden gewesen und auch nicht neu entstanden. Ässimilationsuiiterhaltungen im jüdischen Kreise sind deshalb heute ohne sachlichen oder jüdischen Wert. Wir glauben nicht einmal, dass es für die Propaganda wirkungsvoll ist, wenn in Wort und Schrift jüdische Rhetoren sich um den Nachweis bemühen, wer und wann irgendeiner einmal assimilatorische Gesinnung oder Betätigung an den Tag gelegt habe. Es gab vor 1933 in Deutschland nur Assimilanten, allerdings mit unendlicher Abstufung des A^similationswillens, ebenso wie es heute in ernsthaften jüdischen Kreisen kaum noch einen Assimilan^ ten gibt. Deshalb scheint uns die Frage berechtigt, welchen Sinn es haben soll, wenn die rednerischen oder literarischen Auslassungen jüdischer Menschen von anderen Juden daraufhin untersucht werden, ob in ihnen Reste eines „Assimüantentums" enthalten sind, nachdem zweifelsfrei ist, dass diese Form der Auseinandersetzung für den innerjüdischen Bezirk völlig gegenstandslos geworden ist. Aufbauende jüdische Absichten können also mit solchen — „Ankreidungen" nicht verknüpft sein. Zur anderen Frage, auf die wir in Kürze eingehen wollen, erscheint uns eine Zustimmung zum Standpunkt des zionistischen Festredners nicht gerechtfertigt. Wir meinen die Betrachtungen über den Zionismus als Lösung der Judenfrage. Selten enthalten Zeitabschnitte so zusammengeballt plastisches Anschauungsmaterial, wie die Gegenwart. Man braucht nur die Telegramme der Jüdischen Telegraphenagentur zusammenzustellen und zu ordnen, um zu erkennen, wie vielfältig die Beurteilung der subjektiven und objektiven Juden frage vor sich gehen kann. Wir zählen auf: In England vollzieht sich ein Kabinettswechsel. Während die Königliche Kommission Entscheidungen vorbereitet, die das Palästina-Problem tief treffen und die englischen zionistischen Führer schwer bedrücken müssen, beruft der neue Premierminister der grössten Weltmacht Juden in sein Ministerium und in sein Kabinett. In der gleichen Woche wendet sich die Presse des faschistischen Italien gegen die scheinbare Interessenverknüpfung jüdischer Palästina-Politik mit englischen Mittelmeerplänen und folgert daraus einen inneren Konflikt für die italienischen Zionisten, deren bürgerliche Gleichberechtigung als Juden dabei freilich nicht in Frage gestellt wird. Denn offiziöse Kommentare zur Zionistendebatte in führenden italienischen Zeitungen stellen gleichzeitig antisemitische Absichten der italienischen Staatsführung entschieden in Abrede. — Auf die Vorgänge in Osteuropa mit seinen jüdischen Massensiedlungen wollen wir heute nicht eingehen. Auch Palästina im Rahmen der W'anderungsbewegung sei in diesem Zusammenhange unerörtert. Die Beispiele Hessen sich häufen. Sie zeigen, dass der politische Zionismus keine allgemein gültige Lösung enthält, sondern nur einen ganz'bestimmten Sonderfall jüdischen Schicksals befriedigend zu lösen vermag. Man setze daher alle Kräfte daran, den Rohstoff jüdischen Daseins, nämlich die jüdischen Menschen, mit einem Höchstmass an jüdischem Bewusstsein, jüdischem Wissen, jüdischem Stolz und jüdischem Zukunftswillen zu erfüllen und sie so für die ihnen gestellten Aufgaben bereitzumachen. III. Im Gründungsjahre der ZVfD wurde Ludwig Tietz geboren; Anfang März wäre er vierzig Jahre geworden, wenn sein Leben nicht zu früh geendet hätte. Mit tiefem Schmerz vergegenwärtigt sich jeder, der ihn gekannt hat, was noch an schöpferischer jüdischer Leistung durch ihn hätte vollbracht werden können, wenn seinem Schaffen die Steigerung der reifen Mannesjahre und die Abgeklärtheit des Alters beschieden gewesen wäre. Am 2. Juni dieses Jahres ist in Jagur in Palästina eine Lehrwerkstätte eröffnet worden, die seinen Namen trägt. Symbol umfassender jüdischer Hingabe wie der Lebende ist nun noch der Tote. Denn wie seltsam dünkt es dem parteibefangenen Gemüte diesseits und jenseits vom Zionismus, dass eine Schule in Palästina nach dem Namen eines Vizepräsidenten des C. V. benannt ist! Die Belanglosigkeit dogmatischer Gebundenheit im jüdischen Räume gegenüber jüdischen Aufgaben offenbart sich hier. Der edle Jude bleibt auch bedeutsam, wenn er scheinbar neben sein Parteiprogramm tritt, der minderwertige wird nicht zum Edelmann, weil er Parteiforderungen dauernd im Munde führt und darüber wacht, dass andere nach ihnen leben. Man tut gut, sich Ludwig Tietz' jüdische Entwicklung ins Gedächtnis zurückzurufen, wenn man richtig werten will, was es mit manchen innerjüdischen Argumenten auf sich hat, die etwas gewaltsam aktuell gemacht werden. Man hört mitunter bei Erörterungen, deren betont breite Oeffenfclichkeit Misstrauen in ihre Motive hierfür zu wecken geeignet ist, Aeusserungen der Abwertung über jüdische Spitzengremien, die Ludwig Tietz mitgeschaffen hat. In ihnen hätten sich doch nur die „Träger vergangener Welten" zusammengefunden. Was kann damit gemeint sein? Kaum doch die allgemein-politische Vergangenheit jetzt jüdisch leitender Persönlichkeiten, die früher im allgemeinen deutschen Räume arbeiteten. Denn welche Wirkung sollte es auf unser jüdisches Schicksal ausüben, wenn — irgendeine der sogenannten früheren Mittelparteien hat schliesslich fast jeder erwachsene Jude einmal gewählt oder sich in ihnen betätigt — an Stelle früherer Wähler der Staatspartei oder der Deutschen Volkspartei in Zukunft Zentrumswähler oder -kandidaten in die jüdische Führung träten? Es muss sich also um die innerjüdischpolitische Position der Führung handeln. Der Platz, den Ludwig Tietz in unseren Herzen und fortwirkend im jüdischen Leben hier und in Palästina einnimmt, ist eine ausgezeichnete und erinnerungsreiche Plattform, um einen kurzen, jederzeit sehr interessant ergänzbaren Rückblick auf gewisse Bezirke des jüdischen Lebens zu tun. Das Gedächtnis mancher Menschen ist sehr schwach und durch die letzten Jahren, wie es scheint, besonders lückenhaft geworden. WTer erinnert sich beispielsweise noch, wie 1930 Ludwig Tietz und sein Freundeskreis, der fast ausnahmslos noch heute in der Arbeit jüdischer Spitzengremien steht, in den Berliner Gemeindewahlkampf mit Forderungen wie die nach der Förderung der jüdischen Schule und des Bekenntnisses zum Palästina-Aufbau eingriff? Die Verwirklichung ihrer Forderungen hätten der Berliner Gemeinde sehr viel Umwege und Verzögerungen erspart, die die verantwortlichen Träger an der Spitze der Gemeinde erst nach 1933 machen mussten. Aber dieser gleiche Ludwig Tietz, für den in den erstarrten Berliner Gremien kein Platz war, stand wenig mehr als zwei Jahre danach führend in der jüdischen Erneuerung im Geist und in der Organisation, als der grosse Umbruch kam, geistiger Schöpfer des Zentral-Ausschusses für Hilfe und Aufbau und dessen erster ehrenamtlicher Generalsekretär. Draussen war er der geachtete und anerkannte Repräsentant unserer Judenheit. Verantwortungsbewusst und ohne falsche Sentimentalität gegenüber der Vergangenheit, der er sich freilich dankbar immer verpflichtet hielt, schuf er an den materiellen und finanziellen Grundlagen mit, durch die das an Zahl und Lasten ungeheuerliche Umschichtungs- und Auswanderungswerk in die Wege geleitet werden komite und im Gang blieb. Man hat Ludwig Tietz zu seinen Lebzeiten keine jüdischen Medaillen überreicht. Vielleicht gab es damals noch keine — er hätte darüber gelächelt. Aber jeder junge Jude, der aus der Ludwig-Tietz-Lehrwerkstätte in Jagur den Weg ins Leben nimmt, ist ein blühender Kranz auf das frühe Grab in Weissensee. Der Kreis, dem Ludwig Tietz entrissen wurde, bestand fast ausschliesslich aus Menschen, die sich ihm verwandt fühlten. In die Lücke, die sein Tod riss, sind Menschen seiner geistigen und jüdischen Haltung getreten: Menschen, die nicht glauben, dass man eine ehrliche und anständige Vergangenheit beschimpfen muss, ehe man ebenso anständig und ehrlich für neue Aufgaben die innere Freiheit gewinnt. Um die Aufenthaltserlaubnis in Süd-Afrika Sonderbericht für die C.-V.-Zeitung G.H. Johannesburg, den 22. Mai. Die Meldung, die vor einigen Wochen durch die Presse ging, wonach 2000 Einwanderer Gefahr liefen, aus Südafrika ausgewiesen zu werden, hat lebhafte Beunruhigung gerade in den Kreisen der Angehörigen jüdischer Einwanderer hervorgerufen. Wie jetzt feststeht, beträgt die Zahl der jüdischen Einwanderer aus Deutschland, die nach dem 1. November 1936 das Land betreten haben und deshalb unter das Fremdengesetz vom 1. März 1937 fallen, etwa 150. Ueber ihr Schicksal entscheidet der Selection board, der unabhängig von der Regierung arbeitet. Diese Kommission setzt sich aus je einem hohen Beamten der verschiedenen Ministerien zusammen. Sie trifft ihre Entscheidung unbeeinflusst von der Regierung. Bis jetzt ist einem Zahnarzt aus Deutschland der Daueraufenthalt verweigert worden. Gründe für die Entscheidung werden grundsätzlich nicht gegeben, also blieb auch diese Verweigerung unbegründet. Inzwischen aber hat der Hohe Kommissar des Völkerbundes für Flüchtlinge aus Deutschland (High Commissioner of the League of Nations for Refugees coming from Germcny), Sir Neill Malcolm, an die Regierung der Südafrikanischen Union einen Appell gerichtet, die vorliegenden Anträge auf Erteilung der ständigen Aufenthaltsgenehmigung von Einwanderern aus Deutschland „so wohlwollend wie möglich" ("as favourably as possible") zu prüfen. Der Fiüchtlingskommissar hat in seinem Appell darauf hingewiesen, dass die Zahl der Anträge nicht gross, dagegen die durch Ablehnung entstehenden Schwierigkeiten für die Betroffenen ausserordentlich seien. Der Hohe Kommissar des Völkerbundes wurde von hiesigen deutschen Einwandererkreisen besonders auf den hiesigen Fall aufmerksam gemacht Der ausgewiesene Zahnarzt hat daraufhin einen zweiten Antrag an den Selection board gerichtet. Dieser Antrag wurde von der Zahnärztekammer wegen der besonderen medizinischen Qualitäten des Zahnarztes befürwortet. Am 1. April trat ein neues Gesetz in Kraft, das Einwanderern nur mit Erlaubnis der südafrikanischen Vertretung ihres Heimatlandes das Betreten der Union gestattet. Vorübergehende Aufenthaltsgenehmigungen (Temporary permets) werden ausnahmslos nur für wirkliche Touristen erteilt. Die Gesamtzahl der seit 1933 Eingewanderten wird auf 5000 bis 5500 geschätzt. Die holländischen Kammerwahlen Von unserem H-Berichterstatter Amsterdam, 31. Mai. Die holländischen Wahlen zur zweiten Kammer sind in erster Linie ein eindeutiges Bekenntnis zu der Politik des Ministerpräsidenten C o 1 i j n, dessen Partei einen Stimmenzuwachs von drei Mandaten zu verzeichnen hat. Von den sonstigen Koalitionsparteien hat die seit jeher sehr starke katholische Partei ebenfalls drei Mandate gewonnen, während die Freisinnig- Demokratische Partei, deren Repräsentant der derzeitige Finanzminister Oud ist, ihre Mandatszahl von sechs Sitzen behielt. Die Sozialdemokratische Partei, die die zweitgrösste Partei im Parlament, aber nicht in der Regierung vertreten ist, gewann ein Mandat, während die Kommunistische Partei ein Mandat verloren hat. Die Mussert-Partei, über deren Einstellung zur Judenfrage wir kürzlich ausführlich (vgl. C.-V.Zeitung Nr. 17 vom 29. April) berichtet haben, hatte einen ausserordentlichen Stimmenverlust, mit dessen Ausmass niemand gerechnet hatte. Fast überall ist die Zahl der Stimmen um 50 Prozent zurückgegangen, und die Partei wird im Parlament mit nur vier Mandaten vertreten sein (von insgesqpit 100), während sie auf Grund des Verhältnisses in den letzten Provinzwahlen acht Sitze hätte erlangen müssen. Für die politische Entwicklung in Holland bedeutet dieses Wahlergebnis ein eindeutiges Bekenntnis zur Politik des Ministerpräsidenten Colijn, der sicherlich mit seinen bisherigen Koalitionsgenossen die Regierung bilden wird. Die Sozialdemokratische Partei, die zusammen mit der katholischen Partei über die Majorität verfügt, hat keine Aussicht auf Teilnahme an der Regierung, da das Wahlergebnis die ausdrückliche Bestätigung der rein bürgerlichen Politik Colijns ist. Für das holländische Judentum bedeutet dieser Wahlausgang eine beachtliche Erleichterung, da nunmehr die judenfeindliche Propaganda der NSB. stark in ihrer Bedeutung abgeschwächt ist. Dieser Rückgang ist auch von besonderer Bedeutung für die hierher gewanderten Juden aus Deutschland; denn er ist in der Hauptsache in der Auflebung der holländischen Wirtschaft begründet. Diese Wechselwirkung der auflebenden Wirtschaft und des Rückganges einer radikalen Partei berechtigen aber zu der Hoffnung, dass sich die wirtschaftlichen Möglichkeiten (Arbeitsbeschränkungen usw.) auch für die eingewanderten Juden aus Deutschland in günstiger Richtung entwickeln werden. . * In die zweite Kammer wurden sieben jüdische Abgeordnete gewählt, und zwar Frau Bakker, Fräulein de John und die Herren Cohen, Professor van Geldern, Stokvis, Vos und Wijnkoop. Ausserdem wurden in die erste Kammer drei Juden gewählt, nämlich die Senatoren van den Bergh. Professor vanE m b d e n und D e 1 ab e 11 a. Es gibt also in Holland jetzt insgesamt zehn jüdische Parlamentarier. Die Zahl der jüdischen Anwälte In der ^Juristischen Wochenschrift" schreibt Rechtsanwalt Helmut Weniger über die zahlenmässige Entwicklung der Anwaltschaft seit 1933. Ende 1933 seien noch rund 2900 jüdische und nichtarische Rechtsanwälte gezählt worden. Die rund 1500 Anwälte, deren Zulassung auf Grund des Gesetzes vom 7. April 1933 zurückgenommen wurde, müssten zum grössten Teil hierher gezählt werden, und ausserdem sei anzunehmen, dass von den nahezu 800 Anwälten, die vom 1. April bis Ende 1933 auf andere Weise (freiwillige Aufgabe der Zulassung, Tod, Ehrengerichtsurteil u. a.) ausschieden, auch noch ein beträchtlicher Teil auf jüdische Anwälte entfällt. Das rassefremde Element innerhalb der Anwaltschaft habe also am 1. April 1933 mindestens 23 Prozent (in Berlin etwa 1800 von insgesamt 3433 Anwälten, also über 50 Prozent) betragen. Der Anteil ' der rasseiremden Anwälte sei bis Anfang 1937 auf 2273 von 18 004, also auf 12,6 Prozent zurückgegangen (im Bezirk der Rechtsanwaltskammer Berlin noch 32.6 Prozent, Frankfurt am Main 25,5 Prozent, Breslau 21,1 Prozent). politisch unerwünscht. Die Mischrasse muss in Deutschland baldmöglichst zum Vergeh w Inden gebracht werden. Wir haben in Deutschland 100 000 Viertelsjudeu, 200 000 Halbjuden und 500 000 Volljuden. Es ist erwartet worden, dass man den Blutbestimmungen auch Wirtschaftsbestimmungen folgen lassen würde. Man muss sich aber darüber klar sein, dass man hier nur durch geeignete Erziehung wirken kann ..." * In seiner Uebersicht über die Kriminalität im dritten Vierteljahr 1936 wird angegeben, dass wegen ausserehelichen Verkehrs zwischen Juden und Staatsangehörigen deutschen oder artverwandten Blutes 12*8. rechtskräftige Verurteilungen erfolgt sind. In 9 0 Fällen handelte es sich bei den Verurteilten um Glaubens juden. Die Nürnberger Gesetze Reichsärzteführer Dr. Wagner sprach nach einem Bericht der Zeitung „Der Alemanne" in Freiburg. Im Verlaufe seiner Ausführungen ging er auch auf die Nürnberger Gesetze ein. Er sagte, die Nürnberger Gesetze, die staatspolitisch notwendig waren,"seien reine Judengesetze. „Es musste eben hier eine einheitliche Regelung durchgeführt werden. Die Halb- und Viertelsjuden sind uns biologisch und In Bern fand die ordentliche Delegiertenversammlung des Schweizer Israelitischen Gemeindebundes unter Beteiligung von 59 Vertretern von 17 Gemeinden statt. Der Präsident des Gemeindebundes, Saly Mayer, erstattete den Tätigkeitsbericht, aus dem hervorgeht, dass in der Berichtsperiode für Auswandererhilfe ein Betrag von 115 000 Schweizer Franken aufgebracht worden ist. Haiiptschriftleiter Dr. Alfred Hirschberg; Stellvertreter und verantwortlich für die Aufnahme von Bildern: Dr. Mar gare te Edelheim Verantwortlich für Sport: Dr. Ernst G. Löwenthal, sämtlich in Berlin. Für Rücksendung; unverlangter Einsendunsen ist Freiumschlag beizufügen. Leiter der Anzeigen-Abteilung und verantwortlich für den Inhalt der Anzeicen: Friedrich Nathan, Berlin. DA I. Vi. 40 000. PI. 5. Verlag: Jüdischer Centrai-Verein e. V., Berlin W 15 Emser Strasse 42. Druck der Buch- und Tiefdruck Gesellschaft mbH., Berlin SW 19. WT^W W BUS" 7 M In allen führenden Wäschegeschäften jmiiMMSß&M*** WW SBSCBte Damenwäschefabrik Rosa Klauber / München Kluuber** Wäsche

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