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Central-Verein-Zeitung · 1937-04-22 · 16 (22.4.1937) · page 2

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
16 (22.4.1937)
Date
1937-04-22
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seife 2 C.-V--Zetiung. Nr.16—22.Aprin937i Magister Kirsch der gute Likör, Magister München V9I In Berlin zu beziehen durch die Weingroßhandlnne Bernhard Brauer, Burgstr. 3 TeJL 51 43 40. Problem der Einwanderung in die Länder Südamerikas betreffen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen, von welchen hier nur die Schlussfolgerungen wiedergegeben werden konnten, haben Tragweite nicht nur für diejenige Körperschaft, der sie unmittelbar unterbreitet worden sind, sondern stehen durch ihre Veröffentlichung allen am Wanderungsproblem beteiligten Stellen zur Verfügung. Unter dem Gesichtspunkt der Organisationstechnik überrascht vor allem der Vorschlag dieses Berichts, dass neben dem Internationalen Arbeitsamt ein besonderer internationaler Organismus geschaffen werden soll mit der speziellen Aufgabe, sich mit dem "Wanderungsproblem zu befassen. Damit wird von verantwortlicher Stelle des Arbeitsamts ein Kompetenzanspruch aufgegeben, dessen Berechtigung in internationalen Gremien des öfteren umstritten war. Einmal waren es Interessenten, die Schiffahrtsunternehmungen, welche sich gegen die ihnen im Interesse der Auswanderer auferlegten Beschränkungen mit dem Hinweis zu wehren suchten, das Internationale Arbeitsamt sei für diese Fragen nicht zuständig, weil es nur Arbeiter, nicht aber Auswanderer als solche zu betreuen habe. Das gleiche Problem gab Anlass zu einem Zwischenfall auf der Internationalen Aus- und Einwanderungskonferenz in Rom im Mai 1924: Der amerikanische Delegierte, welcher vorübergehend den Vorsitz innehatte, liess in einer Bemerkung der Tätigkeit des Internationalen Arbeitsamts auf "dem Gebiet der Wanderungen nicht die erförderliche Berücksichtigimg zuteil werden, worauf seitens des englischen Delegierten die Belehrung erfolgte, dass Bemühungen des Internationalen Arbeitsamts zur Lösung des Wanderungsproblems unbekannt seien! Die Zweite Internatio-. nale Aus- und Einwanderungskonferenz schliesslich, welche in Havanna im April 1928 stattgefunden hat, wurde durch die kubanische Regierung mit dem Vorschlag befasst, es solle in Genf ein Internationales Aus- und Einwanderungsamt geschaffen werden. Dieser Vorschlag wurde damals mit Rücksicht auf die Tätigkeit des Internationalen Arbeitsamts zurückgewiesen. Es ist bemerkenswert, dass nun seitens des Internationalen Arbeitsamts selbst auf diesen Vorschlag — wenn auch nicht durch eine ausdrückliche Bezugnahme — zurückgegriffen wird. Dass von den interessanten Beschlüssen, welche der Verwaltungsrat des Internationalen Arbeitsamts auf Grund der Resolutionen seines Ständigen Wanderungsausschusses gefasst hat, ein jeder zu praktischen Konsequenzen führen werde, darf nicht unterstellt werden. Insbesondere wird man abwarten müssen, ob die Frage der Behandlung der Einwanderer nach Gerechtigkeit und Billigkeit, neben der alle technischen Einzelheiten — welchen man sich bisher zugewandt hat — zu verschwindender Bedeutung herabsinken, jemals über das so vorsichtig bezeichnete Stadium hinausgelangen wird, in welchem „die Zweckmässigkeit, diese Frage den zuständigen Organen der Internationalen Arbeitsorganisation zu unterbreiten", geprüft wrerden soll. Man muss hoffen, dass der den südamerikanischen Regierungen übermittelten Anregung, Pläne für die Erschliessung von Ländereien zu Siedlungszwecken aufzustellen, eine grössere praktische Tragweite beschieden sein wird. Jedenfalls sollte man annehmen, dass diese Anregung nicht zustande gekommen wäre, hätten nicht die Vertreter des Internationalen Arbeitsamts anlässlich ihrer Studienreise nach Südamerika Gelegenheit gehabt, sich zu vergewissern, ob eine solche Anregung auf fruchtbaren Boden fallen würde. Das in den Beschlüssen des Verwaltungsrats aufgestellte Programm will eine ganze Reihe von Stellen und Gremien nebeneinander in Bewegung setzen; eine Koordination dieser verschiedenen Bemühungen ist nicht vorgesehen, und das lässt die Gefahr des Leerlaufs und des gegenseitigen aufeinander Abschiebens der Probleme entstehen. Man bittet die südamerikanischen Staaten um Aufstellung von Plänen; ferner soll die Wanderungsfrage der nächsten Völkerbundsversammlung vorgelegt werden, und schliesslich ist die Einberufung einer internationalen Wanderungskonferenz beabsichtigt. So sehr man es nun begrüssen muss, dass das Wanderungsproblem auf dem exponierten Forum der Völkerbundsversammlung zur Sprache gebracht werden soll, so sehr muss man andererseits die Tatsache unterstreichen, dass dieses Gremium in der komplizierten Frage allzu häufig durch Weiterverweisung an Ausschüsse und Unterausschüsse ausweicht. Schon einmal, im Jahre 1929, hat die Völkerbundsversammlung das Problem der Zulassung von Ausländern in der Weise abgefertigt, dass sie es an das Wirtschaftskomitee des Völkerbundes verwiesen hat; auf diesem Wege ist eine Lösung der Frage nicht erzielt worden. Vielleicht, dass man der geplanten Wanderungskonferenz mit grösseren Erwartungen entgegensehen darf. Allerdings wäre diese Konferenz nicht die erste, welche eigens dem Wanderungsproblem gewidmet ist, und man kann nicht sagen, dass die internationalen Aus- und Einwanderungskonferenzen, welche 1924 in Rom und 1928 in Havanna stattgefunden haben, Anlass dazu geben, auf den Erfolg der geplanten Konferenz besondere Hoffnungen zu setzen. Vor allem die Ergebnisse der Konferenz von Havanna haben allgemein enttäuscht, so dass man sich gescheut hat, das Risiko einer dritten Konferenz, welche in Madrid zusammentreten sollte, auf sich zu nehmen. Wenig ermutigend ist ferner das Resultat einer ^im Jahre 1929 in Paris abgehaltenen Konferenz, welche das verwandte Thema „Die Behandlung der Ausländer'*' zum Gegenstand hatte. Hier gelang es nicht einmal, sich auf irgendwelche Resolutionen zu einigen; der als Grundlage dienende Vertragsentwurf wurde nicht angenommen, weil "er in der Gestalt, welche er im Verlauf der Verhandlungen erhielt, nicht einen Fortschritt gegenüber der bisherigen Rechtslage darstellte, sondern im Gegenteil hinter dieser zurückblieb. III. Die geplante Wanderungskonferenz. würde von ihren Vorgängerinnen zweierlei voraus haben: Erstens, dass sie vom Internationalen Arbeitsamt einberufen werden soll, d. h. von einer Stelle, welche Erfahrung darin besitzt, mit welchen technischen Mitteln die Bereinigung schwieriger zwischenstaatlicher Probleme auf dem Verhandlungswege am zweckmässigsten angestrebt werden kann. Und das bedeutet ferner, dass der Konferenz die Materialien und Erfahrungen einer Organisation zur Verfügung stehen würden, welche sieh ' vom Beginn ihres Bestehens an mit Wanderungsfragen befasst hat. Sodann ist es ein Vorzug des Konferenzprogramms, dass es nicht — wie die bisherigen. Konferenzen — den gesamten Fragenkomplex der Wanderung aufrollt, sondern dass es sich auf ein konkretes Teilproblem, auf die Frage der migration colonisatrice, der Wanderung zu Siedlungszwecken, beschränkt. Freilich, was man bestenfalls von der Konferenz erwarten kann, das ist nicht eine positive Regelung dieser Frage, sondern eine Reihe "blosser Vorschläge, denn geplant ist nicht eine diplomatische- oder Regierungskonferenz, d. h. eine Konferenz von Delegierten, welche bevollmächtigt sind, im Namen ihrer Regierung Abkommen zu unterzeichnen, sondern eine blosse Sachverständigenkonferenz, deren Beschlüssen lediglich die Bedeutung unverbindlicher Empfehlungen zukommt. Jede Regierung hat es in der Hand, diese Empfehlungen nach Belieben anzunehmen . oder zu verwerfen. So wird es dann letzten Endes nicht nur auf die fruchtbare Arbeit der Konferenz ankommen, sondern ferner auf den guten Willen der Regierungen, von denen die Lösung der Wanderungsfrage abhängt. Die Executive des International Student Service tagte in Paris am 17. und 18. April. Unter den vielen Punkten der Tagesordnung wird auch die Frage der Fürsorge für die aus Deutschland ausgewanderten Studenten behandelt. Als Vertreter des Weltverbandes der jüdischen Studentenschaft nimmt das Executivmitglied des International Student Service, Alexander Teich aus Wien, an der Sitzung teil. * Der Leiter der Eidgenössischen Fremdenpolizei. Dr. Rothmund, hielt in der Neuen Helvetischen Gesellschaft einen Vortrag über die Richtlinien für die Abwehr der durch den Andrang von Fremden entstehenden Gefahren. Zum jüdischen Problem erklärt er. dass die fast ausnahmslose Verweigerung von längeren Aufenthaltserlaubnissen an Juden keinesfalls auf judenfeindliche Motive zurückzuführen sei, sondern lediglich auf die Ueberlastung des Arbeitsmarkts durch Fremde. Nationalrat Meierhans bemerkte dazu, es handele sich nur um etwa 150 Personen; man solle sich diesen gegenüber menschlicher erweisen und ihnen die Arbeitserlaubnis gewähren; es gebe ohnehin 300 000 arbeitende Ausländer in der Schweiz, die durch Verträge geschützt sind. Man sollte beim Völkerbund auf eine weitere Regelung dieser Frage hinwirken. Dr. Rothmund erwiderte, die Schweiz habe kein Interesse daran, in Genf besonders aktiv aufzutreten. Die Erfahrungen mit den Nansenpässen hätten gezeigt, dass die Rumänische Wahlergebnisse Den Kommunalwahlen in Rumänien, die am vergangenen Sonntag stattfanden, ging ein überaus heftiger Wahlkampf voraus. Vor allem hatte die extrem judenfeindliche Christlich- Nationale Partei unter Führung von Professor C u z a und Octavian G o g a ausserordentliche Geldmittel eingesetzt, um das Land, und vor allem die Hauptstadt Bukarest, durch ihre Propaganda zu beherrschen. Die Union rumänischer Juden hatie ein Manifest erlassen, in dem sie die jüdische Bevölkerung aufforderte, unbedingt von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen und zur Stärkung derjenigen Parteien beizutragen, die auf der Grundlage von Ordnung und harmonischem Zusammenleben für bürgerliche Freiheit und Gleichheit eintreten. Parteien, die, zum Teil gegen ihre eigenen Grundsätze, die Ausstossung der Juden oder die Minderung ihrer politischen und bürgerlichen Rechte forderten, dürften keine jüdische Stimme erhalten. Diese Wendung richtete sich vor allem gegen die an der Regierung befindliche Liberale Partei, die bekanntlich antijüdische Massnahmen vorgeschlagen hat. Das Ergebnis der Wahl war eine vernichtende Niederlage der National - Christlichen Partei. In Bukarest wurden für die Regierungspartei 15 687 Stimmen (27 big 32 Mandate), für die Nationale Bauernpartei 9559 Stimmen (4 bis 6 Mandate), für die Christlich-Nationale Partei 3478 Stimmen (kein Mandat) abgegeben; die Unabhängigen Liberalen unter Führung Bratianus erhielten drei Mandate. Dr. Wilhelm Fildermann, der Präsident des Zentralrats Rumänischer Juden und der Union Rumänischer Juden, hat dem Arbeits- und Unterrichtsminister ein Memorandum eingereicht, in dem gegen Bestrebungen, im Verband Rumänischer Anwaltskammern den Numerus clausus einzuführen, protestiert wird. Dr. Fildermann wies auf den verfassungswidrigen Charakter dieser Massnahmen hin und teilte den Ministem verschiedene bei den Gerichten in Bukarest und Jassy aufgetauchte Missstände mit, wie z. B. Anschläge in den Anwaltszimmern, die gegen die jüdischen Anwälte gerichtet sind. . Die Minister sollen die Prüfung der Beschwerden Dr. Fildermanns zugesagt haben. K. J. R. Die polnische Madagaskar-Expedition Im Verlauf der Woche sind die von uns berichteten Meldungen über einen Plan der polnischen Regierung, nach der dem französischen Kolonialreich angehörenden Insel Madagaskar eine Expedition zur Erforschung von Einwanderungsmöglichkeiten für Juden zu entsenden, bestätigt worden. Die Expedition soll Ende des Monats abgehen und ein halbes. Jahr im Lande bleiben. Die Teilnehmer sind von der polnischen und französischen Regierung gemeinsam ausgewählt worden: der polnische W_eltreisende und Reiseschriftsteller Major B. L e - pecki, der durch Mitarbeit an jüdischen Siedlungsbestrebungen in Deutschland bekannte Agronom Salomon Dyk und der Direktor der Jeas, Leon Alter. Die jüdischen Teilnehmer an der Expedition nehmen, wie hervorgehoben wird, nur als Persönlichkeiten, nicht als Organisationsvertreter teil. # Auf dem in Warschau stattfindenden polnischen Journalistenkongress war die jüdische Sektion des Warschauer Journalistensyndikats durch sechs Journalisten vertreten. Die Vertretung der jüdischen Sektion in der Exekutive des Polnischen Journalistenverbandes liegt in Händen des Redakteurs Schwalbe. * Im Zusammenhang mit dem Pogrom von Minsk-Mazowieck vom Juli 1936 fand vor dem Warschauer Kreisgericht der erste Strafprozess gegen zehn an den Ausschreitungen beteiligte Nationaldemokraten statt. Das Pogrom, zu dem es im Anschluss an die Ermordung eines polnischen Sergeanten durch einen geisteskranken polnischen Juden kam, zwang 4000 Juden, das Städtchen zu verlassen. In dem Prozess entrollten sich grauenhafte Bilder von den Vorgängen in Minsk-Mazowieck, in deren Verlauf Schweiz, die stets ihren unterschriebenen Verpflichtungen nachkam, durch das illoyale Verhalten anderer Länder geschädigt wurde. Die Schweiz wolle deshalb abwarten, ob die anderen Mächte das Genfer Abkommen nicht nur unterschreiben, sondern auch halten werden; dann werde auch sie es unterzeichnen. * Die Kaution, die Einwanderer nach Kuba zu hinterlegen haben, um zu verhindern, dass sie der Oeffentlichkeit zur Last fallen, ist von 300 auf 500 Dollars erhöht worden. Ferner wird die Kaution in Zukunft vollständig bar hinterlegt werden müssen, während bisher für die Hälfte des Betrages Schuldscheine zulässig waren. jüdische Häuser und Läden verwüstet, Juden niedergeschlagen und-verwundet wurden. Das Gericht sprach fünf Angeklagte frei, vier Angeklagte wurden zu sechs Monaten Gefängnis unter Anrechnung der Untersuchungshaft verurteilt und sofort freigelassen; ein Minderjähriger wurde der Besserungsanstalt überwiesen. Die jüdische Presse in Polen veröffentlicht zwei Aufrufe zur Unterstützung von Hinterbliebenen von im Verlauf von antijüdisehen Ausschreitungen getöteten Personen, die in Not geraten sind. Die Aufrufe betreffen eine Frau, deren ganze Familie im Verlauf des bekannten Przyzyker Pogroms tödlich verwundet wurde, und eine andere Frau, die mit ihren beiden Kindern Hunger leidet, nachdem ihr Mann getötet worden war, weil er in Radom einen Juden gegen Huligans verteidigte. Auslandsnachrichten England Die mit künstlerischen Glasmalereien ausgestatteten Fenster der Leytonstone and Wanstead Synagoge" in London wurden durch Axthiebe und Steinwürfe zertrümmert. Die Täter konnten entkommen, bevor Polizei eintraf. Eine strenge Untersuchung wurde eingeleitet. Der Vorsitzende des Waad Leumi, Jizschak Ben Zwi, ist als Vertreter der Juden Palästinas zu den Krönungsfeierlichkeiten nach London abgereist. Griechenland Der neue Generalgouverneur von Mazedonien, Minister Kyrimis, empfing eine jüdische Abordnung, bestehend aus dem Oberrabbiner Dr. Zwi Koretz, dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde von Saloniki, Leon G a 11 a g n o ,. und dem Leiter des Erziehungsdepartements der Gemeinde, M. B e s s a n t c h i. Der Minister versprach, dass er den von der Abordnung vorgebrachten Problemen der jüdischen Bevölkerung wohlwollende Aufmerksamkeit schenken werde. Er zweifle nicht daran, dass diese Probleme eine befriedigende Lösung finden würden. Holland Die Synagoge in Paramaribo, der Hauptstadt von Surinam in Holländisch-Guyana, begeht am 5. Mai das Jubiläum ihres 100jährigen Bestehens. Den ersten Pfahl zum Synagogenbau hatte Prinz Frederik Hendrik, der dritte Sohn des Königs Wilhelm II. eingeschlagen. Die ersten Juden kamen nach Surinam im Jahre 1650 aus Brasilien, es waren Portugiesen. Etwas später kamen auch aschkenasische Juden. Die erste Synagoge wurde im Jahre 1719 gebaut, sie wurde 118 Jahre später durch den jetzt noch bestehenden Bau ersetzt. Die Synagoge heisst ,.Newe Schalom'\ ihr Ritual ist sephardisch. Anlässldch des Synagogenjubiläums veröffentlicht der Gouverneur von Surinam, Professor Dr. J. C. Kielstra, eine Botschaft, in der er erklärt, die Synagoge sei ein wertvoller Besitz für Surinam, die jüdische Gemeinde repräsentiere den guten alten jüdischen Geist. Indien Zum drittenmal innerhalb von fünf Jahren wurde in Bombay ein Jude zum Bürgermeister gewählt, Dr. E. Mos e s. Die früheren" jüdischen Bürgermeister waren Sir David J. Sassoon und Dr. Meir N i s s i m. Die Bne Israel, zu denen der neue Bürgermeister gehört, gleichen äusserlich den ^indischen Eingeborenen. Sie sind von dunkelbrauner Hautfarbe und sprechen den Maharati- Dialekt. Ihren Ueberlieferungen zufolge sind si« die Nachkommen von Juden, die nach der Zerstörung des zweiten Tempels aus Palästina flüchteten. Nur sieben Männer und sieben Frauen sollen aber Indien erreicht haben, während die übrigen auf der Reise zugrunde gingen. Von diesen sieben Paaren leiten die Bne Israel ihre Herkunft, ab. Bis vor wenigen Jahren lehnten sie eine engere Gemeinschaft mit anderen Juden ab und heirateten nur unter sich. Oesterreich In der „Jüdischen Front", dem offiziellen Organ des Bundes jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs, werden die österreichischen Juden aufgefordert, eine Einheitsfront zur Führung im Abwehrkampf und zur Wahrung der allgemeinen jüdischen Interessen zu schaffen. Die jüdischen Frontsoldaten wollen, so schreibt das Blatt, die Kerntruppe für die Ehre und Existenz der österreichischen Juden sein. Die jüdische Landwirtscliaftssehule in Doylestone (Pennsylvania), die einzige ihrer Art in den Vereinigten Staaten, hat dieser Tage vierzig Absolventen entlassen, denen durchweg schon vorher Stellungen zugesagt waren. Jetzt treten siebzig Schüler aus verschiedenen Staaten neu in die Schule ein. Hauptschriftleiter Dr. Alfred Hirschberg; Stellvertreter und verantwortlich für die Aufnahme von Bildern: Dr. Margarete Edelbeim. Verantwortlich für Sport: Dr. Ernst G. Löwentbal, sämtlich in Berlin. Für Rücksendung unverlangter Einsendungen ist Freiumschlag beizufügen. Leiter der Anzeigen-Abteilung und verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Friedrich Nathan, Berlin DA I. Vj. 40 000- PI. 5. Verlag: Jüdischer Central-Verein e. V.. Beriin W 15. Eniser Strasse 42. Druck der Buch- und Tiefdruck Gesellschaft mbH., Berlin SW 19 Mlmwbjßr-W'iksche wäschefab£keRäSa Kiauber TMünchen Klaub&M'"W äsche

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