Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 14 (8.4.1937)
- Date
- 1937-04-08
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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8. April 1937 Judomeisterschaften des Schild-Sportbundes Berliner in Front Die 1. Judo-(Jiu-Jitsu-)Reichsmeisterschaften des Sbhild-Sportbundes, die Nachfolger einer langen Tradition, sind vorbei. Vom Federgewicht an aufwärts hat der Jüdische Box-Club „B e r 1 i n" am 3. und 4. April im Auftrage des Sportbundes die Verbandsmeisterschaften dieser Disziplin durchgeführt und dabei einen ebenso grossen sportlichen wie .Werbeerfolg erringen können. Die Kämpfe standen durchweg auf beachtlichem Niveau und erbrachten den"einwandfreien Beweis, dass Berlins Kampfmannschaft im allgemeinen den Kameraden aus dem Reich überlegen war, und zwar überlegen dank ihrer besseren technischen und taktischen Durchbildung, die sich gegenüber der rohen Kraft der Gäste zumeist durchsetzte. Von den neuen Meistern verdienen vor allem Heinz Landsberger (IBC Berlin), der in der Sehlussrunde des Mittelgewichts den Frankfurter Wahrniann mit -2 :1 Punkten besiegte und kaum viel von seiner einstigen Kampfkraft eingebüsst hat, sowie Adolf Schloss (IBC Berlin), der als Halbschwergewichtler gegen Gassmann (Breslau) nur zwei Minuten zum Sieg benötigte, hervorgehoben zu werden. Ausserordentlich gefiel der junge Berliner Loschinski, der sich im Leichtgewicht gegen Bonk (Breslau) den Titel holte, da er bei unentschiedenem Ausgang des entscheidenden Gefechts seines leichteren Gewichts wegen bevorzugt wurde. In diesem Jungen, der noch nicht lange Judo als Kampfsport betreiben dürfte, steckt ein grosses Talent, das gefördert werden will. Während die vierte Meisterschaft für den Jüdischen Box-Club „Berlin" durch Schloss II errungen wurde, der im Federgewicht seinen Klubkameraden Bochner mit 1 :0 Punkten schlug, rausste die Entscheidung im Schwergewicht ausgesetzt werden. Grunewald und Gutheira, die einzigen Konkurrenten dieser Klasse, trennten sich unentschieden und müssen nun. da sie beide dem Schild Frankfurt a. M. angehören, in Frankfurt a. M. den Kampf nachholen. Was lehrten die Meisterschaften? Den beiden Sportgruppen Schild Breslau und Schild Frankfurt a. M., deren bisher geleistete Arbeit keineswegs geschmälert werden soll, fehlt es doch wohl an geeignetem Trainermaterial. Das sah man an ihren Kämpfern, die durchaus Ansätze erkennen liessen, jedoch (ausser dem Festhaltegriff) nicht über genügend sichere Vot, Stad juud Sie$ Sonntag, 11. April Berlin Handball: ISG 33 I—ISK I, 16,40 ühr, Sportplatz am Schäfersee; Bar Kochba Hakoah II— Maccabi I, 15% Uhr; ISG 33 2. Frauen—Bar Kochba Hakoah 1. Frauen, 10% Uhr; Bar Kochba Hakoah 2. Frauen—ISK 1. Frauen, 11% Uhr; sämtliche Spiele: Sportplatz Grunewald. Fussball: ISG 33 Ia—ISK I, 15 Uhr; ISG 33 1. Jugend—Bar Kochba Hakoah 1. Jugend, 12,20 Uhr; ISG 33 1. Schüler—ISK 1. Schüler, 13,50 Uhr; sämtliche Spiele: Sportplatz am Schäfersee. Bar Kochba Hakoah Ib—Hagibor I, 16 Uhr, Sportplatz Grunewald. Tischtennis: Berliner Mannschaftsmeisterschaft, Teilnehmer: Makkabi- und Schildvereine. Bar Kochba-Halle, Halensee, Nedlitzer Strasse, ab 12 Uhr (am Sonnabend vorher ab 19 Uhr). Hockey: Bar Kochba I—Tennisclub Bar Kochba I, 10K ühr; ISG 33 I—Tennisclub Grunewald I, 1134 Uhr; beide Spiele: Sportplatz Mariendorf. Südwestdeutsehland Fussball: Sportgruppe Darmstadt I—Sportgruppe Worms I, Da-rmstadt, lbl4 Uhr; Philanthropin- Schüler—ITB Frankfurt a. M. Schüler, Frankfurt a. M., 13 Vi ühr. Handball: Schild Frankfurt a. M. Jugend— Philanthropin Frankfurt a. M. Jugend, Frankfurt a. M., 10 Uhr; Sportgruppe Wiesbaden Jugend—Ehemalige Philanthrop in Jugend Frankfurt a. M., Wiesbaden, 11 Uhr. Fechten: Verbandsfeehtturnier Schild—Makkabikreis, %Yi und 1534 Uhr, Vereinshaus, Eschersheimer Landstrasse 27. Karlsruhe Fussball: Städtespiel Karlsruhe—Stuttgart, Berkasportplatz, Vorholzstrasse, 15 Uhr. München Tischtennis: Bayerische Tischtennis - Meisterschaften, Turnhalle des' Itus, Plinganserstrasse, 10. April, 20 Uhr, 11. April, 8 ühr. Rheinland-Westfalen Leichtathletik: Waldlauf meisterschaften des Landesverbandes Westdeutschland im Schild. Neun Klassen. Köln- Mülheim, Platz des ITV 02, Fort 11, Start: 13 Uhr. Tischtennis: ITV 02 Köln—JSV Wuppertal, Köln, Cäcilienstrasse 18—22. Fussball: Gesellschaftsspiel ITV 02 Köln I—JSG Dortmund I, Köln- Mülheim, Fort 11, 15 Uhr: Diplomspiele Schild M.-Gladbach 1. Schüler—Schild Bonn Schüler, Schild M.-Gladbach 2. Schüler—Schild Aachen Schüler, M.- Gladbach, Platz am Alten Wasserturm; Punktespiele Schild Wiedenbrück— kportgruppe „100" Paderborn, Wiedenbrück, Schildplatz, Schild Münster i. W.—Schild Bielefeld, Munster i. W., Maikottenheide. Breslau Rudern: Anrudern des Jüdischen Touren-Ruder- Clubs 09 E. V. Start und Ziel: Clubwiese, Weidendamm 26, U% Uhr. Griffe verfügten, um zu Punkten kommen zu können. Anders beim JBC „Berlin": dem steht in Harry Rosenthal, dem früheren mehrfachen deutschen Meister und Kampf Spielsieger, ein Lehrmeister zur Verfügung, der alles beherrscht, und das, was er kann, auch anderen meisterlich beizubringen versteht. Die Früchte seiner Arbeit konnte er bereits im Verlauf dieser Meisterschaftsveranstaltung ernten, indem vier seiner Schüler die Titel des Sportbundes errangen. Vielleicht liesse sich zusammenfassend der Vorschlag machen, den Sportgruppen, die Judo als Selbstverteidigung und Kampfsport in ihr Programm aufgenommen haben, je einen Monat etwa einen in Berlin ausgewählten geeigneten Wandertrainer zur Verfügung zu stellen. Das vorhandene Material dürfte dieses Beginnen schon lohnen: Start in die Meisterschaft ISG 33 Berlin im Handball wieder Favorit Die diesjährigen Reichsmeisterschaften des Sportbundes Schild im Handball und Fussball begannen am 4. April in Berlin mit den Vorrundenbegegnungen zwischen ISG 33 Berlin und Schild Leipzig. Während die Berliner im Handball bei Männern und Frauen wie erwartet einwandfrei 10 :0 (5 :0) bzw. 6 :2 (1 :2) zu siegen vermochten, sich somit für die nächsten Runden qualifizierten und als Favo- ' riten empfahlen, dürfte der Berliner Sportbundverein auch im Fussball weitergekommen sein; denn das Spiel, das beim Stand von 1 :1 wenige Minutennach der Pause wegen unsportlichen Benehmens der Gäste abgebrochen wurde, müsste am ..grünen Tisch" durchaus zugunsten der Berliner entschieden werden. Im Handball der Männer demonstrierte die Reichsmeisterelf, die nach einigen erfolgreichen Umstellungen gerade noch zur rechten Zeit in Meisterschaftsform gekommen zu sein scheint, eine vorzügliche Spielkultur. Das Treffen war bereits in der ersten Spielhälfte entschieden, nachdem der schwarz-rote Angriff durch einen unerhörten Anfangsspurt den Leipzigern jeden Schneid abgekauft hatte. Da nützten auch das hervorragende Können des Leipziger Torstehers Blonski und die oft aufopfernde Abwehrarbeit der Hintermannschaft nichts. Die IS Ger entwickelten ihre Angriffe in breiter, sicherster Kombination und schössen vor der Pause fünf und nachher ebensoviele. sämtlich unhaltbare Treffer. Kurt Weinstock hatte mit sieben Toren den stattlichsten Anteil an diesem überraschend hohen Resultat, dem höchsten übrigens, mit dem sich beide Mannschaften bisher jemals trennten. Auch an der Hintermannschaft der ISG 33 war kaum etwas auszusetzen. Sie klärte sicher und erfolgreich, stoppte die Leipziger Stürmer bereits im Mittelfeld und vergas« nie die Unterstützung der eigenen Fünferreihe. Das Spiel nahm einen erfreulich fairen und ungetrübten Verlauf, nicht zuletzt ein Verdienst des hervorragendenSchiedsrichtersEppstein (Bar Kochba, Berlin). Die Frauen hatten es schwerer Die Frauenmannschaft der ISG 33 enttäuschte diesmal. Darüber setzte auch nicht der schliesslich schwer genug: errungene 6 :2- (1:2)-Sieg hinweg. Gewiss: die Leipziger Mannnschaft, namentlich deren Innensturm hat sich enorm verbessert, dazu hielt Leipzigs Torsteherin manchen schweren Brocken in schöner Manier. Trotzdem hätte es niemals so lange dauern dürfen, die anfangs überraschende 2 : 0-Führung der mitteldeutschen Elf wieder wettzumachen. Es mangelte an der nötigen Konzentration, an Fangtechnik und vor allem am Verständnis im Sturm. Eine erfolgreiche Titelverteidigung dürfte den Berlinern in dieser Form nur schwer möglich sein, dazu sind Frankfurts Frauen, die wahrscheinlichen Endspielpartnerinnen, zu ,.gross im Schuss". Wenig schöner Fussballabschluss Der Spieltag sollte nicht ohne Zwischenfall abgehen. Im abschliessenden Fussballspiel kam es, wie oben erwähnt, zu unerfreulichen Szenen. Nach torloser erster Spielhälfte — beide Mannschaften hatten bis dahin wenig gezeigt — kam zunächst Leipzig durch gegnerisches Selbsttor in Führung und kurz darauf die ISG durch Hilkowitz zum 1 :1-Ausgleich. Zu mehr langte es nicht; denn bei diesem Stande brach wenige Minuten später der Schiedsrichter das Spiel ab. als unsportliches Verhalten der Leipziger eine weitere Durchführung unmöglich machte. Die Verbandsinstanzen des Schild-Sporthundes werden sich mit diesem Fall zu beschäftigen haben. * In den Berliner Hockeyspielen gab es am 4. April einige überraschende Ergebnisse: Tennisclub Bar Kochba I schlug Tennisklub Grunewald I-mit 2:1, wobei in der Tennis- B.-K.-Mannschaft Waldmann und Brück wieder einmal überragten, und im Spiel zwischen Bar Kochba I und ISG 33 I siegten die Bar Kochbaner gegen die mit zahlreichem Ersatz angetretenen ISGer mit 4 : 2 (1 :). Kurze Sportnotizen Prenn spielte in Cannes Beim Tennisturnier in Cannes, das kürzlich eine Anzahl der besten Tennisspieler Europas vereinte, beteiligte sich u. a. auch Daniel Prenn, der trotz mangelnden Trainings und fast gar keiner Wettkampfmöglichkeiten noch immer in grosser Form war. Im Herreneinzel unterlagw er erst dem späteren Sieger Graf Bawarowski im Viertelfinale mit 4 : 6, 5 : 7, im Herrendoppelspiel spielte er mit Landau (Monaco) und musste sich ebenfalls in der Vorschlussrunde Ellmer—del Bono 3:6, 6:3, 5:7 geschlagen geben. Das Gemischte Doppel gewann er dagegen mit der Engländerin Ingram als Partnerin. Frau Deutsch siegte mit Fräulein Thomas zusammen im Damendoppel. Max Krauser siegt in Wien Der polnisch-jüdische Ringkämpfer Max Krauser beteiligte sich an einem Turnier in Wien und holte sich hier trotz schärfster Konkurrenz den ersten Preis und eine Ehrengabe der Stadt Wien. Mizler beim Baer-Meeting Neben der Begegnung zwischen Max Baer und dem englischen Schwergewichtsmeister Tommy Farr, die endgültig am 15. April in der Harringay-Arena in London durchgeführt wird, steht als zweiter Hauptkampf das Treffen im Leichtgewicht zwischen Harry Mizler und dem Weltmeister seiner Klasse Peter Sarroon auf dem Programm. Die ISG 33 Berlin veranstaltet am 18. April im Stadtbad Turmstrasse ein reichsoffenes Schwimmfest, zu dem Meldungen aus Frankfurt a. M., ß r e s 1 a u , K ö 1 n und Leipzig eingelaufen sind, ^amtliche Reichsmeister sind am Start, Sportbetrieb überall Südwestdeutschland Waldlauf- Meisterschaften in Wiesbaden Am 4. April wurden in Wiesbaden die südwestdeutschen Waldlaufmeisterschaften ausgetragen. 90 Teilnehmer waren am Start erschienen und lieferten sich in den einzelnen Klassen interessante Kämpfe. Besonders spannend war das Rennen in der Hauptklasse. Der Sieg war natürlich dem ausser Konkurrenz startenden jetzigen Karlsruher Abt, der sich anscheinend wieder in Form befindet, nicht zu nehmen. Zur grössten Ueberraschung wurde Zweiter und damit südwestdeutscher Meister der erst 16jährige Ellinger, der nur 15 Meter hinter dem Sieger durchs Ziel kam. Erfreulich waren die drei Siege der nur zu dritt erschienenen Giessener, sehr bedauerlich dagegen das schlechte Abschneiden des Schild Frankfurt a. M., der viel mehr Augenmerk auf die Ausbildung seiner Leichtathleten legen müsste. Ergebnisse: Männer A: 1. Herbert Abt (TC 03 Karlsruhe), 2. H. Ellinger (Schild Wiesbaden), 3. H. Wieseneck (Schild Darmstadt). Mannschaftssieger: Schild Darmstadt. 11 Punkte. — Männer B: 1. Paul Haas (Schild Wiesbaden). Mannschaftssieger: Schild Darmstadt, 9 Punkte. — Alte Herren: 1. Albert Eis (Schild Mainz). — Jugend A: 1. Günther Jakob (Schild Giessen), 7.35,8. Mannschaftssieger: Schild Darmstadt, 17 Punkte. — Jugend B: 1. Siegmund Feidan (Schild Giessen) 7.18,4. Mannschaftssieger: Schild Mainz, 15 Punkte. — Frauen: 1. Gerda Rosenthal (Schild Mainz) 9.14,6. — Schülerinnen: 1. Susi Oppenheimer (Schild Giessen) 9.01,4. Mannschaftssieger: Schild Wiesbaden, 12 Punkte. R—n Wiesbaden schlug Schild Frankfurt a. M. Nach den Waldläufen trafen sich die alten Rivalen Schild Frankfurt a. M. und Schild Wiesbaden zu Freundschaftsspielen im Handball. Den Auftakt machten die Jugend mannschaften beider Vereine. Ueberraschend gewannen die Frankfurter gegen die stark umgruppierte Jugend von Wiesbaden mit 10:2. Recht schwer hatte es die Meistermannschaft der Frauen des Schild Frankfurt a. M. Nur knapp 4:2 lautete ihr Sieg gegen die sehr spielstark gewordene Wiesbaden/Mainzer Kombination. Ein interessantes und faires Spiel war das Treffen der beiden Männer mannschaften. Wiesbaden spielte mit Ersatz und errang dennoch einen verdienten Sieg, der nach den Torchancen viel höher hätte ausfallen müssen. Man sah endlich im Sturm wieder gutes Kombinationsspiel, Mit kompletter Mannschaft wird Wiesbaden den M.-Gladbachern am .18. April in Köln ein ernsthafter Gegner im Vorrundenspiel um die Reichsmeisterschaft sein. R—n. Heilbronn in Karlsruhe ohne Sieg Reger Spielbetrieb herrschte am 4. April in Karlsruhe, wo der TCK 03 drei Mannschaften von Schild Heilbronn zu Gast hatte. Im Spiel der F r a u e n - Handballraannschaften blieben diesmal die Karlsruhcrinnen klar mit 2 :0 Toren siegreich, was nicht zuletzt ein Verdienst ihrer guten Verteidigung war. Die Karlsruher A. H.- F u s s b a 11 mannschaft blieb über die gleiche Vertretung von Heilbronn mit 4 :2 Toren erfolgreich. Die 1. Fussball-Mannschaften der beiden Vereine standen sich im letzten Verbandsspiel der Saison gegenüber. Es wurde mit letztem Einsatz gekämpft. Der Turnclub siegte schliesslich mit 6 :2 (5 :1) Toren. K. W. Fns8ballergebnis: ISV Offenbach I—Schild Mainz I * Bei den Badischen Tischtennismeisterschaften des Schild-Sportbundes siegten am 4. April in Karlsruhe im Herreneinzel Franz Kohn (TCK 03), im Herrendoppel Hauser—Riesel (Schild Wiesbaden), im Dameneinzel Frau Worehrnann (Schild Stuttgart) und im Gemischten Doppel Kohn—Wolff (TCK 03). K. W. * Beim J ugendfussballturnier, das Schild S t u 11 g a r t an den Ostertagen durchführte, siegte die Mannschaft des Veranstalters mit 4:0 Punkten vor Hakoah Stuttgart (2:2) und Schild Heilbronn (0:4). E.H. Nordwestdeutschland Pokalspiel in Hamburg In Hamburg nahmen am 4. April die Spiele um den Zuckermann-Pokal ihren Fortgang. Das mit Spannung erwartete Fussballspiel Schild Hamburg—Schild Bremen endete mit einem knappen 2:0- (1:0-) Sieg der Hamburger. Der Kampf der beiden Mannschaften hielt nicht das, was man sich davon versprochen hatte. Beide Mannschaften litten unter Spielerausfall. Trotz zeitweilig starker Ueberlegenheit in der 1. Halbzeit brachte der Hamburger Sturm (ohne Heilbuth) vor der Pause nur ein einziges Tor zustande. Auch in der 2. Halbzeit fiel nur ein Tor. Ganz überlegen schlugen dagegen die 2. Männer vom Schild Hamburg die Reserven von Bremen mit 11:0. Die Jugendmannschaften von Schild Hamburg und Makkabi Altona trennten sich mit 3 :1 für Hamburg. Im Hockey stieg wieder einmal ein Klubkampf Bar Kochba gegen Schild. Der Sportbundyerein zeigte sich als der bessere^ Diesmal 1:7 Zweite Niederlage der Berliner Hakoah in Palästina Der Fussballsport Palästinas hat sich in den letzten Monaten grossartig verbessert. Die zahlreichen Spielmöglichkeiten mit europäischen Berufsspielermannschaften haben überaus befruchtend gewirkt, das bekommen in besonderem Masse die gegenwärtig in Palästina spielenden Berliner Hakoahner zu spüren. Nach ihrer 1 : 7 - Niederlage gegen den palästinensischen Landesmeister Makkabi Tel-Avis musste die Berliner Elf nun auch in Pelach Tikwah eine Niederlage hinnehmen, die mit 0 :7 noch weniger hoffnungsvoll ausgefallen ist. llllllllilllüülllll Die „Erste" gewann nach interessantem Spielverlauf mit 1:0 (0:0), wobei zu berücksichtigen ist, dass bei beiden Mannschaften Ersatzleute eingestellt werden mussten. Auch die 1. Schild-Damen, die mit stärkerer Mannschaft als in Frankfurt a. M. spielte, zeigte sich den Makkabi-Vertrcterinnen überlegen. Das Ergebnis von 7:2 (5:0) spricht für sich. Die 1. Schild -Jugend gewann nach abwechslungsreichem Spiel erstmalig gegen den Bar Kochba mit 4:3 (0 :1). Bar Kochba II—Schild Hamburg II 4 :1. P. H. Schlesien Jugendsieg der Sportgruppe Breslau Nach dem Unentschieden gegen die Berliner ISG-Jugend traf am 4. April in Breslau die 1. Fussballjugend der Sportgruppe auf die des Bar Kochba. Die Sportgruppenelf, die seit last zwei Jahren ungeschlagen ist, zeigte ein technisch recht schönes Spiel, führte "bei Halbzeit bereits 4 :0 und siegte schlieslich klar mit 5 :1. Dul. Bei einem Städte-Mannschaftskegeln in H i n d e n - bürg siegten die Gastgeber mit guten Leistungen. (4308 Holz) vor Beuthcn I (4267 Holz) und Breslau (4223 Holz). Bester Einzelkegler war Jaskle'-vitz (Breslau). W. F. Leipziger Handballergebnisse: Bar Kochba Leipzig 1. Jugend—Bar Kochba Berlin 1. Jugend 5 :11, Bar Kochba Leipzig 2. Jugend—Bar Kochba Berlin 2. Jugend 0 :13, Bar Kochba Leipzig 1. Mädchen—Bar Kochba Berlin 1. Mädchen 1:1. K—n. Rheinland-Westfalen Westdeutschlands Handballmeister im Freundschaftsspiel Die westdeutschen Handball-Verbandsmeister des Sportbundes und des Makkabi hatten für den 4. April nach M.- Gladbach ein Freundschafsspiel vereinbart. Ihre bisherigen Sportbundgegner hatten die Düsseldorfer Makkabileute teils glatt geschlagen. Diesmal mussten sie sich dagegen mit 3 :4 geschlagen geben. Schiedsrichter Heumann (Eschweiler) betreute zwei ritterlich kämpfende Mannschaften, die vorzügliche Mannschaftsleistungen boten. Ueberragend spielten die Torhüter, ferner die Verbindungsstürmer und bei M.-Gladbach vor allem der Mittelläufer, dessen Hochform für den knappen 4 : 3-(2 : 2-)Erfolg ausschlaggebend war. Die Sportbundmannschaft hatte stets eine Kleinigkeit mehr vom Spiel, so dass ihr Sieg zweifellos verdient war. Schild Mannheim A. EL—ITV 02 Köln A. H. 5 :1 (3 : 0). J. G. Lehrgang für Turn- und Sportlehrer. Ende April beginnt im Orthopädisch-Gymnastischen Institut von Alice Bloch, Stuttgart, ein gemeinsam von der Reichsvertretung und vom Oberrat der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg veranstalteter einjähriger Lehrgang zur Ausbildung von Turn- und Sportlehrern. Meldungen umgehend an den Oberrat der Israelitischen Religionsgemeinschaft Würt- Somberg, Stuttgart-W., Königstr. 82.