Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 14 (8.4.1937)
- Date
- 1937-04-08
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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fnforraaiionsreisen nacn Nord-Amerika ab 435 RH ALFRED ADLER ZXSSR&S: Palesttne & "Orient IJoyd. teilen aller Lebenssphären und, so wenig „konsequent" wie das jüdische Leben, das schon in ungezählten Katastrophen „konsequenterweise" hätte sein Ende finden müssen und das doch immer noch da ist. Er orientierte sich bewusst oder mibe wusst an der Idee eines Optimums der. Assimilation, d. h. eines Punktes in der' Entwicklung, bis zu dem Assimilation erwünscht und von wo ab, sie zerstörend ist. Er hatte den Mut zur Mitte und überliess den beiden ihn flankierenden Gruppen, . den Zionisten auf der einen und den „Assimilanten" auf der anderen Seite, die ideologische Freude an der Konsequenz. H/F. macht den Centraiverein dafür verantwortlich, dass seine Anhängerschaft seine positiv jüdischen Inhalte weniger sichtbar verkörperte als sie seine Umweltsbejahung durch hemmungslose Entjudung ad absurdum führte. Aber beweist nicht gerade diese Erscheinung, wenn man sie einmal als typisch ansehen will, wie notwendig die Bremswirkung war? Dass sie im übrigen nur eine dünne aber auffallende Schicht des Grossstadtjudentums charakterisierte und dass daneben in der Provinz ein stilleres, stärker traditionell gebundenes, emanzipationsfreudiges und trotzdem selbstbewusstes Judentum die Grundpfeiler unserer Gemeinschaft bildete, ist eine Tatsache, die freilich der Kritik weniger Ansatzpunkte gibt als der ruhigen Bejahung. H. F. ist eben konsequent. Diese im jüdischen Sinne gesunden Bezirke unseres früheren Lebens liier im Lande, denen sich übrigens eine unendlich lange Reihe von Einzelpersönlichkeiten an die Seite stellen Hesse, in denen die abstrakte Idee des Assimilationsoptimums schönste mensch- | Aufnahme bis 70 Jahreohne Untersuchung iCrs^kefsverslcherusig __Aufnahme bis 70 Jahre ohne Untersuchung HilUS SCSlW3rZ GTBockl^eimerS^aße 29 J. lichste Wirklichkeit geworden ist, darf er nicht sehen. Denn für ihn ist die nunmehr abgeschlossene Epoche der Assimilation in Deutschland schlechthin „misslungen", weil sie geschichtswidrig war. Nun sind wir ganz gewiss keine uneinsichtigen Dickköpfe, das Es-immer-schon-gewusst-haben möchten wir aus aBeil derartigen Gespr-ä^n endgültig austreiben, und die Fäh^felt, uns durch ^gäwaifi^e^ Ereignisse wiedfei iQ Deutschland;'erlebten, in. unseren G-randf est en erschüttern zu lassen, rechnen wir uns als Zeichen inneren Lebens äru- Wir glauben, dass es an solchen Zeichen-, nicht gefehlt hat. Wenn wir trotzdem Summarischen Urteilen vom Miss- Hngen_ ganzer Geschichtszeiten und dem mit eT/hobenem Finger angemerkten: „Hier irrf-'re der C.-V." mit aller Entschiedenheit ^fößtgegentreten, so leitet uns dabei nicht " ixechthaberei und Selbstzufriedenheit. Das Assimilationsoptimum mag in der Vergangenheit oft überschritten worden sein, und die jüdische Gemeinschaft als ein Ganzes neigte zweifellos dazu, es auf ihrem Wege zur völligen Angleichung zu überrennen. Der Ruf zur Besinnung und Umkehr musste erhoben werden, und die Besten vom C.-V. haben ihn aufgenommen und vorwärtsgetragen. Aber eben in dieser Haltung prägte sich eine Idee, die kein Irrtum war und kein Misslingen, sondern die weiter dazu bestimmt ist, jüdischem Leben in der Welt seinen Masstab zu geben. In einem sehr nachdenklichen Artikel „Ich und nicht der Schaliach!" wurde von Simon Rawidowicz (London) in der „Jüdischen Rundschau" kürzlich für die Eigenwertigkeit der jüdischen Diasporaexistenz eine scharfe Lanze gebrochen. „Die Galuthverneinung", hiess es darin, „kann die Galuth nicht abschaffen, wohl aber die Abschaffung eines schöpferischen Judentums in der Diaspora ideologisch rechtfertigen." Es ist dasselbe, was wir immer sagten, wenn wir darauf hinwiesen, dass man nicht zugunsten Palästinas die 15 Millionen Juden in der Diaspora jüdisch abschreiben dürfe, indem man ihr Leben als im jüdischen Sinne minderwertig bezeichnet. Wo auch immer jüdisches Leben unter den Völkern der Welt sich entfalten wird, und wohin immer. Juden aus Deutsehland ein Stück ihrer in ihrem Wesen verkörperten Vergangenheit mit sich führen werden, werden die Fragen an sie herantreten, denen unser Gespräch mit der „Jüdischen Rundschau" gewidmet war. Es wird sich dann erweisen, dass es unzweckmässig, ja unmöglich sein würde, die Diaspora, wie H. F. es ausdrückt, zu „einer zionistischen" zu machen, in dem Sinne jedenfalls, in dem allein das Wort „zionistisch" "seinen zum geistigen und lebensmässigen Aufbruch nach "Palästina aufrufenden Sinn behält. Wenn aber damit gesagt sein soll, dass die Diaspora Jüdisch leben solle, so bedarf es dazu keines verengenden Parteietiketts. Die Diaspora der Zukunft wird die jüdischen Gruppen fester aneinander binden dürfen, als es im Zeitalter des Individualismus und Liberalismus möglich war, sie wird sich anfüllen müssen mit allen zukunftsträchtigen jüdischen Inhalten, ihren Lebensformen und ihren Symbolen, sie wird teilnehmen müssen an dem grossen Werke der Gemeinschaft, das in Palästina gebaut wird: aber sie wird sich auch freudig und willentlich auftun müssen für das Leben in der Welt, damit sie ihr von festem Grunde her ein schöpferischer Partner sein kann. Dr. Eva Reichmann-Jimgmann. Flüchtlingsarfoeit des Völkerbundes In der vorigen Woche hatten wir bereits mitgeteilt, dass der Generalsekretär des Völkerbundes, Avenol, die Regierungen der Mitgliedsstaaten zu einer Konferenz eingeladen habe, die sich mit den Fragen der Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitsberechtigung der Flüchtlinge aus Deutschland befassen soll. Wie wir nunmehr hierzu erfahren, beruht dieser Schritt des Generalsekretärs auf einem Beschluss der Völkerbundsversammlung vom vergangenen Herbst, durch den der Oberkommissar für die Auswanderung aus Deutschland beauftragt wurde, den Entwurf eines Abkommens über die Behandlung von Flüchtlingen und Auswanderern aus Deutschland fertigzustellen. Der Generalsekretär des Völkerbundes hat diesen Konvenüonsentwurf an die Regierungen der Mitgliedsstaaten weitergeleitet und ihre Bemerkungen zu ihm bis zum 1. Juli erbeten. Auf Grund dieser Vorbereitungen soll dann eine Konferenz der Regierungsvertreter zusammentreten. Der Konventionsentwurf des Oberkommissars sieht die Erteilung von Identitätsausweisen an die Auswanderer, die Gewährung des Rechtes zur Arbeitsaufnahme, zur Wahrnehmung des Rechtsweges vor den Gerichten und soziale Hilfe vor. Die Auswanderer und ihre Kinder sollen ferner in den Fragen der Sozialversicherung, der Besteuerung und des Schulunterrichts den Staatsangehörigen der Einwanderungsländer gleichgestellt sein. Wir werden auf den Konvenüonsentwurf im einzelnen noch zurückkommen. Wie die Tagespresse meldet, haben etwa 2000 Einwanderer aus Europa, denen auf Grund des neuen, südafrikanischen Einwanderungsgesetzes eine vorübergehende Aufenthaltserlaubnis erteilt worden war, den Bescheid des neuerrichteten Einwanderungsamtes erhalten, dass sie Südafrika wieder verlassen müssen. Nähere Einzelheiten über diesen Beschluss des Einwanderungsamtes und über seine Begründung sind nicht bekannt. Es steht bisher auch nicht fest, in welchem Umfange jüdische Einwanderer von dieser Massnahme betroffen sind. Die Reform des Joint Foreign Commitee Die Kommission, die zur Ausarbeitung eines Planes für die Reform des aus Mitgliedern des Board of Deputies und der Anglo-Jewish Association bestehenden Joint Foreign Committee eingesetzt worden ist, hat einmütig die Ansicht ausgesprochen, dass die gegenwärtige Mitgliederzahl des Committee zu gioss sei; die beiden Vorsitzenden des Committees hätten die gesamte Verantwortung übernommen, während das Committee als solches die Betätigung auf seinen Arbeitsgebieten fast völlig eingestellt habe. Die Kommission schlägt vor, die Zahl der Mitglieder von 19 auf 9 zu verringern und diese zu ermächtigen, drei weitere Mitglieder zu kooptieren. Das Committee soll in allen ausländisch-jüdische Fragen betreffenden Angelegenheiten als Zentralbehörde des Board fungieren. Es soll Berichte über seine Tätigkeit nach allgemeinen, grossen Gesichtspunkten veröffentlichen. Die Vollversammlung des Board of Deputies wird zu diesen Vorschlägen in ihrer Sitzung vom Ii. Aprjl Stellung nehmen. In Paris fand kürzlich eine Konferenz der Direktoren des American Joint Reconstruction Foundation und der Vertreter des Verbandes jüdischer Volksbanken Litauens statt, an der massgebliche Persönlichkeiten von beiden Seiten teilnahmen. Ausführliche Referate unterrichteten über die Arbeit der jüdischen Volksbanken in Litauen und ihre Bedeutung im Wirtschaftsleben der dortigen Juden. Es wurde beschlossen, Massnahmen zur Stärkung der Banken zu treffen. Die Gewährung der nötigen Kredite durch die Foundation scheint gesichert zu sein. Südafrikanische Notizen Die südafrikanische Geistlichkeit hat zur Bekämpfung der antisemitischen Propaganda eine Aktion eingeleitet. Die Exekutive des Witwatersrand Church Council hat eine Resolution beschlossen, die die in Südafrika verbreitete judenfeindliche Propaganda aufs Schärfste missbiiligt und die Ansicht ausspricht, dass die christlichen Kirchen des Landes von der Kanzel her und in den Sonntagssehulen gegen sie auftreten sollten. Der Council stelle mit Genugtuung fest, dass viele Führer des Landes öffentlich gegen den drohenden Judenhass konsequent Stellung nähmen. Die christliche Bevölkerung habe die Pflicht, diese Haltung zu unterstützen und eine Gewähr dafür zu schaffen, dass es im Lande keine Zurücksetzung einer Rasse und keine Beschuldigungen einer Rasse gegen die andere gebe. Brief aus Luxemburg Luxemburg, Anfang April. Das Verhältnis der in den letzten Jahren zugewanderten jüdischen Menschen zu der eingesessenen Luxemburger Judenschaft ist ein recht herzliches, zumal zwischen den Juden, welche von der Saar und der Moselgegend kamen, und den einheimischen vielfach seit langem verwandtschaftliche Bande bestehen; die Luxemburger Judenheit hat sich im Laufe der Jahrzehnte stets aus den Gebieten, die an das Grossherzogtum angrenzen, ergänzt, so dass die jüdische Zuwande- rung aus Deutschland schon vor dem Umbruch in Deutschland eine gewisse Rolle spielte. Aber auch die Familien, welche aus anderen Teilen des Reiches hierher kamen, haben sich im Laufe der Jahre eingelebt, und das menschliche Verständnis für ihre Lage wurde sowohl bei den Glaubensgenossen als auch bei der nicht jüdischen Umwelt mehr als einmal erprobt. In letzter Zeit hat die Zuwanderung nicht nur so gut wie aufgehört, sondern ein Teil der Neuen, zumal die Jüngeren, die hauptsächlich in den letzten beiden Jahren von der Saar hierher kamen, ist inzwischen zu einem grösseren Prozentsatz wieder weitergewandert. Die gesetzlichen Bestimmungen machen die wirtschaftlichen Betätigungen von neu eingewanderten Ausländern unmöglich — ist doch das kleine Land nicht in der Lage, nennenswerte wirtschaftliche Möglichkeiten zu bieten. Nach Nord- und Südamerika, Afrika usw. haben sich die jungen Kräfte gewandt, nachdem ihnen das Grossherzogtum als Durchgangsland die Möglichkeit bot, sich in der Welt umzusehen. Diese Abwanderung der jungen Menschen dürfte anhalten, so dass im wesentlichen nur die Alten, soweit sie wirkliche Rentner sind, in Luxemburg bleiben werden; ihnen kommt naturgemäss die Zweisprachichkeit des Landes sehr zu statten. Aus Anlass des Geburtstages 'der Grossherzogin fand in der Synagoge, wie alljährlich, ein Festgottesdienst statt, an dem der Innnenminister, der Kammerpräsident, der Bürgermeister sowie die Spitzen der sonstigen Behörden teilnahmen. Im Mittelpunkt der Feier stand die formvollendet Predigt des Oberrabbiners Dr. Serebronik, welche darlegte, dass die Luxemburger Juden treue Staatsbürger und dem angestammten Herrscherhaus ergeben sind. . Da die Jüdische Gemeinde in Luxemburg eine liberale Tradition hat, ist die Hauptsynagoge liberal. In den letzen Jahren hat sich ein Minjam orthodoxer Richtung für diejenigen zugewanderten Juden aus Deutschland, welche Wert auf einen konservativen Gottesdienst legen, gebildet Die polnischen Juden haben ihr eigenes Bethaus. Sowohl die Hauptsynagoge als auch die beiden Nebengottesdienste sind ausserordentlich stark besucht; an den hohen Feiertagen muss, um die religiösen Belange aller in Luxemburg wohnenden Juden zu befriedigen, noch ein Filialgottesdienst abgehalten werden. Nachrichten aus Polen Die Nationaldemokraten scheinen seit der vergangenen Woche in Polen eine verstärkte Aktivität zu entfalten. Aus verschiedenen Landesteilen werden antijüdische Ausschreitungen gemeldet, die auch ein Einschreiten der Polizeiorgane zur Folge gehabt haben. In Posen haben nationaldemokratische Exzedenten einen Bombenanschlag auf ein jüdisches Tabakgeschäft verübt und dabei einen Sachschaden von 8000 Zloty angerichtet. In Wi 1 na und in Warschau kam es mehrfach zu Haussuchungen und Verhaftungen von Mitgliedern der Nationaldemokratischen Partei und des Nationalradikalen Lagers, die in Zusammenhang mit Bombenanschlägen auf jüdische Geschäfte und Wohnungen stehen. Die Politische Polizei in Warschau hat auch Redaktionen nationaldemokratischer Zeitungen durchsucht und dort Material beschlagnahmt. Wie die Tagespresse meldet, ist es ausserdem zur Schliessung der Warschauer Technischen Hochschule gekommen. Die Vorlesungen waren nach Abschluss der Semesterferien am Montag wieder eröffnet worden. Da es jedoch sofort zu schweren antisemitischen Unruhen kam, ist die Technische Hochschule, die auch im Verlaufe des Wintersemesters mehrfach ihre Pforten schliessen musste, sofort erneut geschlossen worden. Wie verlautet, wird auf der Tagesordnung einer Konferenz des Verbandes der polnischen Schauspieler ein Antrag über die Einführung des Arierparagraphen in die Satzungen des Verbandes stehen. Ueber den Antrag wird demnächst entschieden werden. Um das rumänische Arbeitsschutzgesetz Wir hatten bereits das in Rumäniens politi-» sehen Kreisen umlaufende Gerücht verzeichnet, wonach die rumänische Regierung beabsichtigen soll, dem von ihr entworfenen Arbeitsschutzgesetz, das innerhalb der freien Wirtschaft für die Angehörigen der Minderheiten in Rumänien eine schwere Beeinträchtigung darstellt, durch Dekret Rechtskraft zu verleihen. Diese Nachricht findet ihre Bestätigung durch eine Meldung des Londoner „Manchester Guardian" der aus Genf darüber informiert sein will, dass die rumänische Regierung mit Hilfe der ihr vom Parlament erteilten Vollmachten eine gegen die Minderheiten gerichtete Massnahme, nämlich ein Arbeitsschutzgesetz mit einem darin vorgesehenen numerus clausus, vorbereite. „Manchester Guardian'' kommentiert diese Meldung mit dem Bemerken, dass ein solcher Gesetzentwurf offenkundig eine flagrante Verletzung sowohl des von Rumänien mit den wichtigsten alliierten Mächten am 9. Dezember 1919 geschlossenen Minderheitenschutzvertrages als auch der rumänischen Verfassung darstelle. Der Plan sei auch nicht auf Grund der Wirtschaftslage des Landes zu rechtfertigen, da es in Rumänien keine Arbeitslosigkeit gebe. Seitens der Grossmächte drohe ein Protest wegen Verlet- Mitgliedsbeiträge für den Jüdischen Centrai-Verein Landesverband Gross-Berlin auf Postscheckkonto Berlin: 115501 zung des Minderheitenschutzes. Eine Beschwerde an den Völkerbund sei jedoch erst möglich, wenn der Gesetzesvorschlag Rechtskraft erlangt habe. Aus Rumänien kommt die Nachricht, dass der Zentralrat der Juden Rumäniens dem Ministerpräsidenten Tatarescu eine in entschiedenem Ton gehaltene Denkschrift überreicht habe, in der gegen die geplante Einführung des numerus clausus in die Wirtschaft protestiert wird. Die Denkschrift verweist darauf, dass bei Durchführung einer solchen Massnahme die Lage der rumänischen Juden schlechter sein würde, als die der Juden in Ländern mit eigener Judengesetzgebung. Es wird weiterhin daran erinnert, dass der Ministerpräsident auf einer Kundgebung im April 1936 erklärt habe, es liege im eigensten Interesse des Staates, eine Politik der Versöhnung zwischen der Bevölkerungsmehrheit und den Minderheiten zu führen und diesen die ungehinderte Entwicklung zu gewährleisten. Endlich beruft sich die Denkschrift auf eine Reihe von Verfassungsbestimmungen und auf die Friedensverträge, in denen die Gleichberechtigung aller Bevölkerungsteile garantiert ist. Kultusminister Iamandi hat auf einer itt Jassy abgehaltenen Sitzung der permanenten Delegation der Liberalen Partei, die gegenwärtig massgeblich an der Regierung beteiligt ist, sehr scharfe Worte gegen die Hasspropaganda in Rumänien gefunden. Noch nie, so sagte der Minister, gab es in Rumänien Politiker und Führer, die ihre Theorien und Programme mit so zügellosem Hass, mit so brutaler Gewalt und unter Nichtachtung der Gesetze propagiert hätten, wie das jetzt geschehe. Der Kampf gegen die Verschwörer und Verbreiter der Hasswelle werde mit voller Wucht aufgenommen werden. Die Liberale Partei werde der Anarchie im Staate ein Ende bereiten. K. J. R. ÄasIandsNackrichten Albanien Die albanische Regierung hat die Jüdische Gemeinde in Valona als erste Jüdische Gemeinde öffentlichen Rechts anerkannt. In Valona besteht die älteste jüdische Ansiedlung des Landes. Der Gemeinde gehören zehn Familien an. Demnächst soll mit dem Bau der ersten Synagoge des Landes begonnen werden. / talien König Victor Emanuel hat Professor David P r a t o , den neuen Oberrabbiner von Rom, und Ing. R e c a n a t i, den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde von Rom, in einer besonderen, halbstündigen Audienz empfangen. Der König erkundigte sich eingehend nachher Lage der Jüdischen Gemeinde Roms und erörterte Fragen der Organisation der jüdischen Gemeinden Italiens. Auch die Verhältnisse der abessinischen Fallaschas kamen in der Audienz zur Sprache. Hauptschriftleiter Dr. Alfred Hirschberg; Stellvertreter und verantwortlich für die Aufnahme von Bildern: Di Margarete E d e 1 h e i m, Verantwortlich für Sport: Dr. Ernst G. Löwenthal, sämtlich in Berlin. l<ür Rücksendung unverlangter Einsendungen ist Breiumschlag beizufügen. Leiter der Anzeigen-Abteilung und verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Friedrich Nathan. Berlin. DA I. Vi 40 000. PL 5. Verlag: Jüdischer Central-Verein e. V., Berlin W 15, Lmser Strasse 42. Druck der Buch- und Tiefdruck Gesellschaft mbH., Berlin SW 19 Private Photo-Lehrgänge für Nichtarier von Julius Glücksohn "^T"^ Berlin-Wilmersdorf