Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1937-04-01 · 13 (1.4.1937) · page 16

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
13 (1.4.1937)
Date
1937-04-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2277379-2277516-2277529--11777-2281336
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

7 entity mentions

Im .Tal der Blau Aus der medizinischen Welt Ein Besuch in Herrlingen / Von Hans Oppenheimer Leo Jacobsohn: Bau und Funktion des Nervensystems. In unserem Aufsatz „Stuttgart und Ulm, Bild zweier Gemeinden11 (C.-V.- Zeitung Nr. 10 vom 11. 3. 1937) hatten •wir angekündigt, dass ein Bericht über Herrlingen folgen werde. Da, wo das Tal der Blau sich verengt, nicht weit von seinem Ursprung Blaubeuren, liegt säuberlich an den Hang geschmiegt Herrlingen. Schon vom Bahnhof aus sieht man die vier Gebäude des Landschul heims, in dem heute über 100 jüdische Kinder erzogen und unterrichtet werden. Aus allen Teilen des Reiches kommen sie hier zusammen, um in der Abgeschiedenheit dieser Landschaft Wissen und Bildung zu erlernen, die sie für den späteren Kampf des Lebens festigen sollen. Eine schwere Aufgabe. Ob sie dort gelöst wird, lässt sich heute noch nicht entscheiden. Wenn man aber den kurzen Besuch überdenkt, so möchte man meinen, dass hier tatsächlich der Versuch unternommen wird, einen neuen Typ der jüdischen Schule herauszubilden, der das jüdische Wissen mit der allgemeinen Bildung harmonia-h verbindet, der es vermeidet, nach irgendeiner Seite ins Extrem zu verfallen. Da ist zunächst als Zelle des Ganzen das „Martin - B u b e r - Hau s". Man hat ihm jetzt bergab einen Krankenpavillon angebaut mit vier Krankenzimmern zu zwei Betten mit Bad und Schwesternzimmer. Sein Dach bildet eine geräumige Veranda. Diese Erweiterung und die Errichtung eines neuen Schulgebäudes am „B i a 1 i k - Hau s", das man aufwärts durch hohen Tannenwald erreicht, wurde durch Unterstützungen des Oberrats und der Schulgemeinde Ulm, die einen Teil ihrer Kinder in Herrlingen unterrichten lässt, ermöglicht. Schliesslich sind noch das „R a m b a m - Haus" und das Gärtnerhaus zu erwähnen. Dem Aussenstehenden, der an einem Nachmittag hier hineinschneit, fällt es schwer, in diesem wimmelnden Getriebe die ordnende und führende Hand zu erkennen. Er sieht die Schlaf- und Aufenthaltsräume der Jungen und Mädchen, die zu zweit, zu dritt und zu viert je einen Raum in den verschiedenen Häusern bewohnen. Er sieht das Bemühen der Kinder, jedes Zimmer behaglich auszustatten. Die Bilder an den Wänden, die Gegenstände auf den Borden, die Bücher auf den Regalen lassen schon eher einen Schluss auf den Geist des Hauses zu. Das Lachen, 'das man überall hört, die frischen Gesichter, die einem entgegenstrahlen, beweisen mehr als viele Unterhaltungen, dass diese Kinder wenigstens nicht allzu sehr mit den Sorgen der Aelteren belastet sind. Da sieht man den grossen Esssaal mit seiner warmen Holzvertäfelung, den Werksaal, den Raum für den chemischen und physikalischen Unterricht, die grossen Gärten, den Sport- und Spielplatz und immer wieder die beruhigende Landschaft, die einen wesentlichen Teil dieser Anstalt ausmacht. Fünfzehn Lehrkräfte teilen sich in den Unterricht, in dem neuerdings der Werkunterricht, das Hebräische, das Englische (gegenüber dem Französischen) in den Vordergrund treten. Etwa 15 Fächer verzeichnet der Lehrplan. Von den Mitarbeitern sprechen wir, ausser dem Leiter Hugo Rosenthal und seiner Frau, die Studienrätin Jenny Heymann, die hauptsächlich Sprachunterricht erteilt, und Hans Hainebach, der die Grundschule betreut. Sie sind bemüht, uns die Besonderheiten Herrlingens zu erklären. Gemeinschaftsleben ist das Ziel der Schule. Er spielt sich in drei Bezirken ab: rda ist zunächst der Heimdienst, der jedem Insassen eine bestimmte praktische Tätigkeit zuschreibt (Hausdienst, Tischdienst, Postdienst, Säuberungsdienst, Krankendienst usw.). Neu eingeführt .wurde der Kalenderdienst, der alle mit rdem religiösen Leben im Zusammenhang stehenden Fragen zu betreuen hat. Der nächste kleinere Bezirk ist die Gruppe, an jüdische Tradition anknüpfend, „C h e - w r a" genannt. Sieben Chewrot mit acht bis zwölf Mitgliedern zählt das Heim. Sie .wohnen nicht, zusammen und sie weisen verschiedene Altersstufen auf. Aber sie essen am Abend zusammen, sie wandern zusammen und sie suchen gemeinsam eine Spezialarbeit zu übernehmen, etwa die Pflege der Blumenbeete, das Ausschmücken der Räume, das Betreuen der iVögel usw\ Der Kanal, die Gemeinde, ist der dritte Bezirk. Er besteht aus den Mitarbeitern (Lehrern) und besonders würdigen Heiminsassen (Schülern). Die Wahl erfolgt nicht durch die Schüler, sondern aus dem Kreis der Mitarbeiter und rder Mitglieder des Kanals. Hier werden grundlegende Fragen der Schulgestaltung diskutiert. Die Frage, die der Aussenstehende beim Besuch solcher Heime sicher immer zuerst stellt, ist die nach der 'Autorität. Hugo Rosenthal sucht sie für seine Anstalt im Bericht über das Schuljahr 1935/36 u. a. wie folgt zu beantworten: *,Es ist naheliegend, dass in einer jüdischen Erziehungsgemeinschaft die Autorität 'des Erzieherischen in den Vordergrund tritt. In dem, wras das Erzieherische ist, findet auch der Erzieher selbst seinen Platz und seine Autorität ... Die im Landschulheim Herrlingen entstandenen Institutionen des Gemeinschaftslebens stellen einen Teil des Erzieherischen dar. Sie schaffen immer wieder aufs neue Situationen, in denen die Autorität des Erzieherischen wirksam wird ... und lassen so der Entfaltung wahrer Erzieherpersönlichkeiten dennoch den weitesten Raum." Draussen ist es dunkel geworden. Wir sitzen in der Chewra des Hans Hainebach rund um den Tisch, trinken den Kakao aus grossen Steinguttassen und langen uns die Butterbrote vom Riesenteller. Natürlich sind die Kinder nicht frei von Scheu. Aber langsam wird es lebendig. Viele Grüsse nach München und Berlin werden uns aufgetragen. Sie sind alle getreulich bestellt worden. Zur Diskussion steht an diesem Abend die Purimfeier. Jede Chewra besitzt den Ehrgeiz, etwas Eigenes zur Verschönerung der Feiertage beizutragen, und da es ein Fest der Ausgelassenheit ist, kann sich die Phantasie frei entfalten. Wir wissen nicht, was aus all dem Mummenschanz gew-orden ist, aber wir wissen, dass Menschen am Werk sind, die über den Schulbetrieb hinaus um einer Idee willen an und in dieser Schule arbeiten. Aus den Gemeinden Berlin Die J u g e n d pf 1 e g e abteilungen der Jüdischen Gemeinden veranstalten im kommenden Sommerhalbjahr wieder neben ihrer jugendpflegerischen Tätigkeit, die sich besonders auf die' Beratung der schulentlassenen Jugendlichen und auf die geistige und berufliche Fortbildung der unorganisierten Jugend erstreckt, eine Reihe Arbeitsgemeinschaften und Kurse zur Förderung der Gemeinschaft und der zusätzlichen Berufsbildung (Sprachkurse in Hebräisch, Englisch, Französisch, Spanisch, Stenographie, "Schreibmaschine, Wirtschaftskunde). Besonderer Wert wird auf religiöse Feierstunden und Gemeinschaftsabende gelegt, die den Jugendlichen Kenntnis von Judentum und jüdischer Geschichte geben sollen. An diesen Veranstaltungen der" Jugendpflegeabteilungen können Jugendliche im Älter von 14 bis 21 Jahren teilnehmen, die in den Sprechstunden der Abteilungen die Teilnahmeberechtigung erwerben. Hamburg Die Gruppe berufstätiger Frauen im Stadtverband Jüdischer Frauen vereine Gross-Hamburg veranstaltet in den Monaten April bis Juli einen Nach Schulungskurs für Sozialarbeiter in Fragen der Wirtschafts-, Gesundheit«- und Jugendfürsorge. Folgende Vorträge werden u. a. gehalten : Dr. Hans Liebeschütz: „Jüdische Sozialgeschichte des 19. Jahrhunderts"; Staatsrat a, D. Dr. Leo L i p p m a n n : „Finanzverwaltung der Jüdischen Gemeinde"; Syndikus Dr. Ludwig Freudenthal: ..Entwicklung des Bürgerlichen Rechts und des Straf rechts"; Dr. Franz Meyer Berlin: ,,Organisation und Verwaltung der Juden in Deutschland": Dr. Erna. Magnus: „Probleme des Wirtschafts- und Wohlfahrtsrechts"; Professor Dr. H. J o s ep h y : „Psychiatrische Probleme in Fürsorse und Pädagogik"; Dr. Rebecca Z a d i k: ..Arbeitsrecht und Arbeitslosenfürsorge"; Schuldirektoren Dr.- A. S p i e r und Dr. A. J o - nas: „Pädagogische Fragen"; Oberrabbiner Dr. J. Carlebach: „Die Sozialethik in der Bibel". Voraussetzung der Teilnahme ist abgeschlossene Fachausbildung. Leipzig Ihre 25jährige Jubelfeier konnte die Höhere Israelitische Schule mit einem akademischen Festakt begehen. Im Mittelpunkt der Feier standen die Ansprachen des Direktors Dr. Weikersheimer, des Vorsitzenden des Schulvereins Dr. K u r i z k e s , der Beauftragten der Reichsvertretung Ilse Cohn sowie des ehemaligen Schülers Max H e p n e r, die sämtlich die" kulturelle Bedeutung der Schule würdigten und hierbei besonders ihres kürzlich verewigten Schöpfers, Rabbiners Dr. Ephraim Carlebach, gedachten. Mit der Feier, die von Darbietungen des Schulorchesters und des Schulchors (Leitung: Niederland) umrahmt wurde, war die Schulentlassung verbunden. Baden Der Oberrat der Israeliten Badens gibt bekannt, dass mit Genehmigung des Staatsministeriums und des Synodalausschusses die israelitischen Genieinden in Oestringen, Eberstadt und Odenheim aufgelöst und die noch verbleibenden Mitglieder anderen Gemeinden zugeteilt werden. Die Religionsgemeinden Heidelberg und Rohrbach sind zu einer Gemeinde mit der Bezeichnung Israelitische Religionsgemeinde Heidelberg mit Wirkung vom I. April 1937 vereinigt worden/ - ■ " # Der Oberrat der Israeliten Badens hat beschlossen, dem Präsidenten des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden, Oberstlandesgerichtsrat i. R. Dr. Alfred Neumeyer, in Anerkennung seiner Verdienste um die Schaffung der Süddeutschen Arbeitsgemeinschaft der jüdischen Landesverbände und um die Zusammenfassung der Juden in Deutschland in der Reichsvertretung einen „Weilschen Tugendpreis" zu verleihen, In einem Vortrag, der in seiner feingeistigen Vertiefung weit über populär-medizinische Abhandlungen ähnlicher Art hinausging, gewährte Dr. Leo Jacob söhn, der sich wieder, wie im Vorjahr, in den Dienst der Jüdischen Winterhilfe gestellt hatte, seinen Zuhörern im Logenhaus allerlei ungeahnte Einblicke in die wunderbare Maschinerie des lebendigen Organismus und in die bekannten, leider aber auch vielfach unbekannten Gesetze, nach denen dieses komplizierte Maschinenwerk von unserem Nervensystem in Gang gesetzt wird. Der Referent schilderte zunächst kurz Bau und Struktur der peripheren Nerven und der Zentralorgane: Rückenmark, verlängertes Mark und das "Gehirn, dessen Wertigkeit von dem Grad der Furchenbildung an der Grosshirnrinde abhängt. Eingehend beschrieb er die Gliederung des Gehirns in einzelne Regionen, deren jede ihre besondere lebenswichtige Funktion hat, wie das Bewegungs- und Gefühlszentrum, das Seh-, Hör- und "Riechzentrum — alle diese doppelseitig, paarig entwickelt, im Gegensatz zum Sprachzentrum, das nur einpaarig vorhanden ist. Reizung und Lähmung einzelner Zentren löst ganz bestimmte Krankheitserscheinungen aus, deren Vorhandensein wiederum den Sitz der Erkrankung verrät. Besonders interessant gestaltete Dr. Jacobsohn den Abschnitt, der von den Sinnesorganen, diesen vorgeschobenen Beobachtungsposten des Gehirns, handelte. Den Beschluss bildete ein kurzer Hinweis auf das Wesen der sogenannten Reflexe, jener automatisch wirksamen, in Bruchteilen von Sekunden sich abspielenden Ueberleitungen von Empfindungsauf Bewegungsnerven. Die Reflexe, die man vielleicht "am ungezwungensten beim Säugling beobachten kann, regulieren die wichtigsten Lebensvorgänge. E. Berg: Heilkunde in Bibel und Talmud. Ein mühseliges Quellenstudium, über dessen Ergebnisse Apotheker E. Berg im Rahmen einer Vortragsreihe berichtete, die von der G esundheitsVerwaltung der Berliner jüdischen Gemeinde gegenwärtig im Logenhaus vor Aerzten veranstaltet wird. „Streifzüge durch das Gebiet der biblisch-talmudischen Medizin" lautete das Vortragsthema. Nicht weniger als vier Jahre hat Berg gebraucht, um allein das Alte Testament im Urtext zu studieren. Im allgemeinen war der Arzt damals sein eigener Apotheker, wie das im Altertum allgemein üblich, erscheint. Man ging recht scharf mit ihm ins Gericht, wenn ihm eine Nachlässigkeit in der Behandlung der Kranken nachgewiesen werden konnte. Und so primitiv vieles in seinem Heilkasten und Rüstzeug anmuten mochte — er musste für alle möglichen Fälle Rat schaffen. Schmerzlose Eingriffe mit Hilfe eines Mandragora-Trankes oder durch örtliche Betäubung mittels des Lapis memphiticus, Schädelaufmeisselungen, Luftröhrenschnitt, sogar eine „Unfall- und eine Entfettungsoperation" wird vermerkt. Und weiter gab es bereits eine Art Fachärzte, Dermatologen, die bei den im Orient häufig vorkommenden aussatzähnlichen Erkrankungen reichlich zu tun hatten. Auch sonst diente die Haut als beliebter Tummelplatz für allerlei kosmetische Mittel; als solche wurden Weinessig, Soda, Myrtenblätter, Russ, der mit Milch angerieben war. Kreide, Mennige, Myrrhenharz gebraucht. Als Enthaarungsmittel diente Kalk, für einzelne Haare Myrrhenharz, das auch ••.um Schwarzfärben der Haare Verwendung fand. Das „heilige" Salböl unterschied sich in seiner Zusammensetzung wesentlich von dem „profanen". Von beiden hatte der Vortragende Proben hergestellt, ebenso von dem Räucherwerk und dem Zahnpulver, das gekaut wurde. Interessant ist, dass selbst Mineralwässer zielbewusst gebraucht wurden, wie aus einer Stelle im Talmud hervorgeht; ebenso wurde der Wert der Diät frühzeitig erkannt, un"d selbst 'der Vege^ tarismus hatte seine Anhänger . . . ganz wie bei uns. Uebrigens fanden sich auch Anklänge an Homöopathie und Organbehandlung. Die Zubereitung der Medikamente erfolgte in" Mörsern von verschiedener Grösse — die einen so klein wie eine hohle Hand, andere wieder so gross und schwer, dass sie von zehn Männern ge* tragen und in die Erde eingelassen werden mussten. Aber — und das ist bezeichnend schon für die damalige Zeit — kein Medikament wirkt, wenn Gott nicht dabei hilft. B. * In der Nr. 12 der Münchener Medizinischen Wochenschrift vom 19. März findet sich ein Aufsatz (S. 450) von Professor Petragnani, dem Generaldirektor des öffentlichen Gesundheitswesens in Rom, über „Die Fortschritte des Kampfes gegen die Tuberkulose". In ihm schreibt der Verfasser u. a.: Gut sechzehn Jahrhunderte v. Chr. empfahl Moses, man solle mit der Hand prüfen, ob sich in der Pleura und in der Lunge der Schlachttiere Verwachsungen und Knötchen fänden, und wenn solche gefunden würden, solle man das Fleisch vernichten. Wissenschaftliche Zeitschriften. Von den ausländischen wissenschaftlichen Zeitschriften aus den Gebieten der Naturwissenschaften, Medizin und Rechtswissenschaften sind weitere neue Nummern von der Grossloge U.O.B.B. zur Verfügung gestellt worden. Dazu gekommen ist ferner „The Journal of the Royal Society of Arts", London. Für Frankfurt a. M. und Umgegend steht die Sammlung bis Ende März 1937 im Vereinshaus, Eschersheimer Landstrasse 27, Telephon 56057, Frankfurt a. M„ in den Stunden von 10 bis 13 Uhr zur Benutzung bereit. Ueber Näheres wird bereitwilligst Auskunft erteilt. Die Reichsvertretung der Juden in Deutschland, Abteilung Zentralwohlfahrtsstelle. und das Jüdische Wohlfahrts- und Jugendamt Berlin führen von Ende April bis Ende Juni einen heilpädagogischen Fortbildungskursus für Sozialarbeiter, Kräfte der geschlossenen und halboffenen Fürsorge sowie für Lehrer durch. Der Kursus wird im Herbst d. J. fortgesetzt. Der Lehrplan umfasst folgende Themen:' Psychopathologie des Kindesalters, Psychopathologie des kindlichen Schwachsinns, Fragen und Aufgaben der Heilpädagogik; praktische .Heilpädagogik an Hand von Einzelfällen; Aufgaben und Tätigkeit der Beratungsstellen; Berufsfragen für Schwererziehbare; Aufgaben und Arbeit des Sonderhortes; Heilpädagogische Arbeit an schwachsinnigen Kindern; Hilfsschulunterricht; psychische Störungen des Kleinkindalters und ihre Behandlung; Psychotherapie; Erblichkeitsfragen und Erbgesundheitslehre;; Schwererziehbare und psychopathische Kinder;' Einrichtungen der jüdischen Wohlfahrtspflege in der Psychopathenfürsorge; Arbeit der Jugendfürsorge. Der Kursus findet in zweistündigen 'Abendvorlesungen und Arbeitsgemeinschaften an zwei Abenden der Woche im" Seminar für jüdische Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen, Berlin- Grunewald, Wangenheimstrasse 36, statt. Für die Teilnehmer sind eine Teilnahme an den heilpädagogischen Beratungsstellen und Sonderhorten der Berliner Gemeinde sowie eine Besichtigung von Spezialheimen vorgesehen. Die Teilnehmergebühr beträgt für den zweimonatigen Sommerkursus insgesamt 2 RM. Die Bekanntgabe des genauen Le'hr- und Stundenplans nach Zeit und Referenten erfolgt nach den Feiertagen. Die Gesellschaft „ORT". Abteilung Deutschland, verlegt am 1. April ihre Büroräume nach Berlin NW 87, Siemensstr. 15, Telephon 35 51 39. Selbsthilfegruppe jüdischer Körperbehinderter in Deutschland, Ortsgruppe Berlin. Mitgliederversammlung: am 6. April, 20 Uhr, im Hause der Jüdischen Reformgemeinde, N 24. Johannistr. 16. Martin Amolski spricht über „Jüdischer Witz und Humor11. Gäste willkommen! Sprechzeit für alle jüdischen Körperbehinderten und deren Angehörige Montags 11—13 Uhr oder nach relephonischer"Ver<?inbarung bei Hans J. Heymann, NW 87, Tile-Wardenberg-Str. 10 ptr. Postschlüsse nach Uebersee Vorbemerkung: Diese Uebersicht erscheint wöchentlich. Sie ist ohne Gewähr. Postschlnss für Luftpostsendungen ist in Berlin beim Postamt C 2, in Frankfurt/Main beim Bahnpostamt 19 oder Flughafen. Einwurf bei anderen Postämtern oder in anderen Orten bis zu 1 Tag früher als hier vermerkt. ° Nordamerika a) Seeweg 2. 4. ab Berlin; 2.4. ab Hamburg 19 Uhr („Europa'11 3.4. ab Bremen): 9.4. an New-York 5- 4- „; 4, „ „ 19 Uhr („Normandie" 7. 4. „ Le Havre); 1°. 4 6.4. „ „; 6.4. „ „ 17 Uhr („Manhattan11 8.4. „ „ ); 15.4. ]] h) Luftweg (Luftschiffverkehr und Nachbringeflüge finden zur Zeit nicht statt) Südamerika a) Seeweg 5.4. ab Berlin 18 Uhr: 6.4. ab Hamburg 6 Uhr fSchiff 6.4. ab Hamburg); 19.4. an Rio: 22.4. an Buen Aires 8. 4. „ „ 17 Uhr; 9.4. „ München 9 Uhr (Schiff 10. 4. „ Neapel); 22. 4. „ „; 26. 4. „ b) Luftweg S.4. ab Berlin 9 Uhr: 3.4. ab Frankfurt/M. 13 Uhr (Französische Luftpost); Laufzeit bis Rio 5 Ta^e 7.4. „ „ 21 Uhr; 7.4. „ „ 24 Uhr (Deutsche Luftpost); „ „ „ 3 ° (Zuschlag auf Auslandsporto nach Brasilien 1,25 RM für je 5 g; nach Argentinien 1,50 RM für je 5 g) Südafrika a) Seeweg 7.4. ab Berlin 13 Uhr; 7. 4. ab Köln 21 Uhr; 9. 4. ab Southampton (Schiff); 26. 4. an Kapstadt (Von Kapstadt in 30 Stunden nach Johannesburg und Pretoria) b) Luftweg 2.4. ab Berlin 12 Uhr; 2.4. ab München (Bahnp. Amt 1) IS Uhr; Laufzeit 8—9 Ta"e 6.4. „ „ 12 Uhr; 6.4. „ „ (Bahnp. Amt 1) 18 Uhr: ., S—9 ,? ' (Zuschlag auf Auslandsporto 35 Pf. für je 5 g) Palästina a) Seeweg 1.4. ab Berlin 22 Uhr; 2.4. ab Hamburg 15 Uhr (Schiff 4.4. ab Neapel): S. 4. an Haifa ai' " " JSS?r; H* " Mönchen 9 Uhr (Schiff 6.4. „ Piräus); 8.4. „ Alexandrien 6. 4. „ „ 16 Lhr; 7. 4. „ „ 9 Uhr (Schiff 6. 4. „ Brindisi); 12. 4. „ Jaffa b) Landweg 2. 4. ab Berlin 16 Uhr; 3.4. ab München 9 Uhr (über Belgrad—Istanbul): 7. 4 an Haifa 4.4. „ „ 16 Uhr; 5.4. „ „ 9 Uhr ( „ „ „ v 94 7.4.,, „ 16 Uhr: 8.4. „ „ 9 Uhr ( „ „ " ); 13.'4.','; (Leitvermerk „Ueber Belgrad—Istanbul) c) Luftweg 3.4. ab Berlin 6 Uhr; 3.4. ab München 10 Uhr; 4. 4. ab Rom 6 Uhr; Laufzeit ca 3 Ta*e 3.4. „ München 18 Uhr: 5.4. „ Brindisi 16 Uhr; „ " 3 0 7.4. „ Berlin 6 Uhr; 7.4. „ „ 10 Uhr: 8.4. „ Rom 6 Uhr- " 3 " 7.4. „ München 18 Uhr; 9.4. „ Brindisi 16 Uhr; " 3 " (Zuschlag auf Auslandsporto IQ. Pf. für je 5 g, mindestem 15 Pf.) '

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.