Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 13 (1.4.1937)
- Date
- 1937-04-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2277379-2277516-2277529--11776-2281335- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Sportblatt der CVJeit Querschnitt Ein frischer Wind scheint im Lager der Turner des Schild-Sportbundes zu wehen. Man hat sich, nicht zu spät, des unerhört erzieherischen Wertes und der Tradition dieser sportlichen Disziplin erinnert und wird nun unter der Leitung eines so bewährten und anerkannten Fachmannes, wie er in Dr. Paul Fridberg nicht besser gefunden werden konnte, versuchen, den Turnbetrieb auch wettkampfmässig. weiter zu intensivieren. Die im Januar in Hamburg durchgeführten Sportbund-Meisterschaften im Geräteturnen waren der Anfang, der kürzliche Städtekanipf in Berlin, den überraschend die Vertreter der ISG 33 vor den Meisterturnern aus Breslau und Hannover in Front sah, eine weitere Etappe. Grössere Veranstaltungen, wie sie unter anderen der badische Landesverband in Mannheim und die VTH 04 Hannover planen, werden systematisch das Geräteturnen propagieren und Möglichkeiten genug bieten, das Können der im Sportbund vor- CKX>CK>0<XX><*^0<>0<>^ In Berlin: Um Reichsmeisterschaften des Schild / Vorrunde im Handball und Fussball Die' ISG 33 Berlin empfängt am 4. April als Titelverteidiger im Männer- und Frauenhandball die Mannschaften des Schild Leipzig zu Vorrundenspielen um die diesjährigen Schild- Meisterschaften im Handball und Fussball. Die verbesserten Schild-Einheiten :sollten im Handball ein ebenbürtiger, nur nach hartem Kampf zu schlagender, im" Fussball sogar ein überlegener Gegner sein. Gespielt wird auf dem : G r u n e w aldsp ortplatz, und zwar Frauenhandball um 14 Uhr, Männerhandball um 15 Uhr intd Fussball um 16 K Uhr. Erstmalig Jiu-Jitsu-Meisterschaften Der Schild-Sportbund führt erstmalig am 3. und 4. April in der Turnhalle Joachimsthal e r Strasse 13 seine Reichsmeisterschaften im Jiu-Jitsu (Judo) durch. Zu den Titelkämpfen, die in sämtlichen Gewichtsklassen besetzt worden sind, haben Mannschaften des Schild Frankiurt a. M., der Sportgruppe Breslau, des Schild Hamburg und des IBC Berlin, dem im übrigen die gesamte Durchführung übertragen ist, gemeldet. Besinn der Kämpfe: Sonnabend 20>TUhr, Sonntag"19l/s Uhr. 00000<XXXXXXXX>0<><XX><><XXXXX><XX><>' erst noch führenden älteren Turner wie in gleichem Masse das eines vielversprechenden Nachwuchses auszubauen und zu festigen. Auch der Deutsche Makkabikreis dürfte, dem in Aussicht genommenen Programm nach zu urteilen, in Zukunft dem Turnen als Grundlage aligemeiner sportlicher Ausbildung mehr Wert beimessen. Die Kreismeisterschaften, die er am 25. April in Berlin durchführen lässt und zahlreiche kleinere Veranstaltungen lassen durchaus darauf schliessen. Bei planvoller und konzentrierter Aufbauarbeit dürfte es dann kaum lange Zeit dauern, das Ziel zu verwirklichen: der Turnerei innerhalb des jüdischen Sports in Deutschland mit allen ihren körperlich und geistig ertüchtigenden Vorzügen zum Durchbruch zu verhelfen. * In etwa ähnlicher Situation befindet sich der Box sport. Nach anfangs annehmbarem Leistungsniveau setzte infolge zahlreicher Abwanderungen, zu geringer Kampfmöglichkeiten und mangelnden Interesses eine längere Zeit des Niedergangs ein, die erst jetzt wieder behoben zu sein scheint Diesen Eindruck vermittelten nicht so sehr die Kämpfe der Senioren, die gelungenen Veranstaltungen des Berliner und des westdeutschen Makkabi mit ausländischen Gegnern oder die zahlreichen Kämpfe der westdeutschen Schild- Boxer im „Ständigen Kleinring" und auf den Bezirks- bzw. Landesverbandsmeisterschaften als vielmehr in besonderem Masse die Fortschritte des sich vorzüglich anlassenden und stetig verbessernden Nachwuchses. Die Zahl der relativ guten Seniorenboxer im jüdischen Sport Deutschlands ist klein, die der absoluten guten Jugend- und Nachwuchsboxer des Sportbundes und des Makkabi gross genug, um mit berechtigten Hoffnungen schon in die nahe Zukunft blicken zu können. Man wird gut daran tun, diese Tatsachen in Rechnung zu setzen und das Schwergewicht der kommenden Arbeit in bezug auf einwandfreie Trainingsgestaltung und Veranlassung genügender Wettkampfmöglichkeiten ohne weiteres auf das Gebiet der Jugend zu verlagern. Ein Beispiel Hesse sich in diesem Zusammenhang als richtungweisend anführen: Der Jüdische Box-Club „Berlin", noch 1934 mit an der Spitze des Boxsports im Sportbund, hat in konsequenter Durchführung seines Programms, seine Seniorenkämpfer offensichtlich vernachlässigt, seiner Jugend dagegen unter der Obhut des früheren brandenburgischen Meisters Buchbaum eine in jeder Beziehung sorgfältige Pflege angedeihen lassen. Der Erfolg hat sich bereits eingestellt; denn diesem Berliner Sportbundverein steht heute eine Jugendabteilung zur Verfügung, wie sie qualitativ und quantitativ stärker nicht gedacht werden kann. * Die Jiu-Jitsu- Reichsmeisterschaften, die, wie wir an anderer Stelle berichten, der Sportbund Schild am 4. April in Berlin austragen lässt, rufen Erinnerungen wach an eine Zeit vor 1833, in der die Berliner Sportgruppe des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten, also eine direkte Vorgängerin der heute im Sportbund Schild zusammengeschlossenen 200 Vereine, im deutschen Jiu-Jitsu-Sport eine durchaus führende Rolle einnahmen. Elf deutsche Meister und Kampfspielsieger der Jahre 1926 bis 1932, ebensoviele zweite und dritte Plätze und brandenburgische Meistertitel, zahlreiche, stets gewonnene Klubkämpfe gegen die seinerzeit stärksten Jiu-Jitsu- Vereine des ganzen Reiches sprechen eine beredte Sprache. Namen wie die eines Walter Beck, des , jetzigen G eschäftsführers des Sportbundes, eines Ernst Joachimsthal, Heinz Landsberger, Heinz Neumann, Harry Rosenthal, Louis Unger, Egon Wittenberg, Heinz Wolff und Rudi Zadek sind heute noch Zeugen der früheren erfolgreichen Sportarbeit innerhalb des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten und des damals selbstverständlichen Eintretens seiner Sportler für die Farben ihres jüdischen Vereins. Diese Erinnerungen mögen zugleich den am Sonntag um die Schild-Titel kämpfenden jungen jüdischen Sportlern Beispiel und Ansporn sein. Die Vereine aus Frankfurt a. M., Breslau, Hamburg und Berlin, die nach sorgfältiger, ernsthafter Vorbereitungsarbeit versuchen wollen, die ruhmreiche Tradition ihres Verbandes gerade in dieser Sportart fortzusetzen, werden sich der Verpflichtung, die sie bewusst übernommen haben, mit bestem Können und Geschick zu entledigen wissen. Das Frankfurter Oster-Hockeyturnier Südwestdeutschlands Mannschaften erfolgreich Das grosse traditionelle Osterhockeyturnier des Frankfurter Schild, das die besten Hockeyvereine des Sportbundes: Schild Hamburg, Schild Mannheim, Schild Frankfurt a. M., eine durch ISG-Spieler verstärkte Tennis- Klub ,.Grunewald"-Elf au«-Berlin sowie die Makkabimannschaft des Bar Kochba Frankfurt a. M. zusammensah, nahm auch diesmal den gewohnten harmonischen und kameradschaftlichen Verlauf. Es gab schöne und faire Kämpfe, die leider durch die besonders schlechte Beschaffenheit des Platzes, in dem die Spieler an einigen Stellen bis zu den Knöcheln versanken, stark litten. Besonders wurden hierdurch die technisch besseren Mannschaften betroffen, so das« der Ausgang einiger Spiele das tatsächliche Kräfteverhältnis nicht richtig wiedergibt. Trotz dieser Umstände wurde auf allen Seiten mit grossem Eifer gekämpft. Verlauf der Kämpfe Am 26. März schlug der Frankfurter Schild die Hamburger überraschend mit 2:1 (1:1). Die Hamburger, -die an gute Plätze gegönnt sind, kamen auf dem schweren Boden nie zur Entfaltung. Die Niederlage war verdient. Schild Mannheim schlug anschliessend „Grunewald" mit 4:2 (3:0). Di« Mannheimer überraschten auf dem Turnier durch ihre Schnelligkeit und Stocksicherheit. Bei dem Fehlen von regelmässigen Wettspielgelegenheiten sowie eines eigenen Platzes stellt das Spiel der Mannheimer wirklich eine Leistung dar, die nicht genug gewürdigt werden kann. Am 29. März spielten Schild Mannheim und Schild Hamburg nach schönem und trotz des Bodens relativ schnellem Kampf unentschieden 2:2 (2:0 für Mannheim), während die das Turnier abschliessende Begegnung zwischen Schild Frankfurt a. M. und „Grunewald" den technisch etwas besseren Gastgebern durch zwei Tore von Morgenthal einen 2 :0-Sieg brachte. Die Schild d a m e n elf aus Hamburg, die grösstenteils aus 15- bis 16iährigen Mädels bestand, schlug Schild Frankfurt a. M. 2 : 0 (2 : 0) und spielte ge^en die schnelleren Bar Kochbanerinnen 1:1 (1:1). Die Frankfurter Schilddamen verloren gegen die Damen des Bar Kochba Frankfurt a. M. 0 :2. Peter Hartig. Bochum westdeutscher Fussballmeister des Schild Am 29. März standen sich in Köln die Fussballmannschaften des ITV 02 Köln und der Sportgruppe Bochum im Entscheidungsspiel um die Westdeutsche Fussballmeisterschaft des Schild-Sportbundes gegenüber. Vor gutem Besuch entwickelte sich unter der sicheren Leitung von Anhalt (Essen) ein hartes aber faires Spiel, das von den Bochumern verdient mit 4:1 (2:1) gewonnen wurde. Durch diesen Sieg erkämpften sich die Gäste neben der Meisterschaft auch noch den Albert-Süsskind-Pokal. Schon bald nach Beginn konnten die Boehumer durch ein von Köln selbst verschuldetes Tor in Führung gehen. -ITV glich zwar noch einmal aus, aber bis zur Pause hatte sich Bochum -die Führung zuriiekerkämpft. In der 2. Halbzeit wurden die Kölner dauernd stark in die Defensive gedrängt, auch eine Mannschaftsumstellung erwies sich als zwecklos. Kurz vor Schluss stellten die Boehumer durch zwei weitere Treffer das verdiente Endergebnis her. O. M. Vse Stod Mud Siep Sonntag, 4. April Berlin Handball: ISK I—Bar Kochba Leipzig I, 15 Uhr,- Sportplatz Schäfersec: ISG 33 II—Maccabi I, 15 Uhr, Sportplatz Grunewald. Fussball: ISK I—Bar Kochba Leipzig I, n% Uhr, Sportplatz Schäfersec: Hagibor I—ISG 33 Ib, 16K Uhr, Sportplatz Grunewald. Rheinland-Westfalen Tischtennis: Einzelmeisterschaften des Bezirks Mittelrhein im Landesverband Westdeutschland des »Schild'1, Köln, Cäcilienstrasse 18—22. Südwestdeutschland Fassball: Schild Worms I—Schild Frankfurt 1, Frankfurt a. M., 15^ Uhr; Sportgruppe Darnistadt I— JTB Frankfurt I, Darmstadt, lb% Uhr: Sportgruppe Darmstadt Schüler—JTB Frankfurt Schüler. Darm Stadt, 1434 übr; JSV Offenbach I— . Schild Mainz I. O f f e n b a c h, lb% Uhr; JSV Offenbach II—Schild Mainz II. Offenbach. li% Uhr; JSV Offenbach Schüler—Philanthropin Frankfurt A, Offenbach, 10 Uhr. Leichtathletik: Südwestdeutsche Waldlauf meisterschaften, Wiesbaden. Die dritten bayerischen Tischtennismeisterschaften 1937, reichsoffen für alle Mitglieder jüdischer Turn- und Sportvereine, führt Itus München am 10. und 11. April durch. Ausgeschrieben sind folgende Wettbewerbe: Herren-Einzel, Damen-Einzel, Herren-Doppel, Gemischtes Doppel je Meisterschafts- und B-Klasse, ferner Junioren-Einze!, Senioren-Einzel und Mannschaftsnennungen bis S. April, 20 Uhr. an die Geschäftsstelle des Itus, München, Plinganserstrasse 76. Berlin Dänische Gäste beim Maccabi Materieller Erfolg dürfte dem IBC „Maccabi", der am 24. März einen Internationalen Amateur- Kampfabend im Ringen und Boxen durchführte, nicht beschieden gewesen sein: denn trotz der klingenden Namen, die das Programm versprach, werden kaum 300 Zuschauer die Sperren passiert haben. Sportlich dagegen musste man mit den gebotenen Leistungen auf der Matte und im Ring durchaus zufrieden sein. Für die Ring kämpfe waren die Gebrüder Kurland von der Hakoah Kopenhagen, zwei international bewährte Könner, Verpflichtet. Während Michael, der jüngere von beiden, mit Martin Studinski, der kaum etwas riskierte, nichts anzufangen wusste und sich nach recht langweiligem Ablauf mit einem Unentschieden begnügen musste, liess Abraham Kurland, der Olympiazweite aus Los Angelos, gegen den sieh tapfer wehrenden Bela Steingiesser II oft sein beträchtliches Können ahnen. Nach überlegener Kampfesführung siegte der Däne in 9.50 Minuten durch Abfangen eines S'chleuders aus dem Stand entscheidend. Der boxerische Teil des Abends wurde durch einige interne Jugend kämpfe eröffnet. Es siegten Ruckenstein über Giesener, Goldmann über Frankel und Popower über Heim. An diesen Kämpfen fiel auf, dass auch im ..Maccabi" die Jugend unter Vernachlässigung der Technik in erster Linie auf Härte trainiert zu sein scheint. Ist das der richtige Weg? Nachdem dann Gabler (Chemnitz) dank seiner unverwüstlichen Angriffsfreude den jungen Berliner Kolski nach Punkten geschlagen hatte, begannen die internationalen Kämpfe, in denen die Vertreter des IBC „Maccabi" auf eine gemischte Kopenhagener Staffel trafen und neben zwei Niederlagen auch zwei Siege für sich verbuchen konnten. Zunächst verlor Rüben, der anfangs ganz gross begann, später jedoch zu ungenau schlug, gegen Jürgcnsen nach Punkten, Neumann, der zurzeit wohl beste jüdische Boxer in Deutschland, traf -dann im Leichtgewicht auf Cervin. Zäh und tapfer verteidigte sich der Kopenhagener, ohne je den Sieg seines Gegners gefährden zu können. Wild und pausenlos fightete „Bulli" Schott gegen Rasmussen. der viel am Körper einstecken musste. Das Kampfgericht entschied sich für den MaccaJbimann. Ein hartes, offenes Gefecht lieferten sich zum Abschluss Knudsen und Joel. Der durch seine Reichweite begünstigte Däne traf öfters, sein Punktsieg war verdient, zumal Joel in der dritten Runde bedenklich abbaute. M. F. ISG 33 II erzwingt gegen ISK 6 :6 Das einzige H a n d b a 11 - Verbandsspiel der ersten Klasse, das auf regenschwerem Boden am 26. März ISG 33 II undlSK I zusammenführte, endete mit einer grossen Ueberraschung: der ISK, der allerdings in der 2. Spielhälfte wegen „spielunfähigen Bodens" unter Protest spielte, verlor einen wichtigen Punkt ausgerechnet gegen eine Mannschaft, die noch am Vorsonntag gegen „Maccabi" mit 4 : 5 verloren hatte. Das war aber auch eine andere ISG-Mannschaft, die dieses Spiel bestritt, eine Elf, die in bester Be- Kurze Sportnotizen Internationales Schwimmfest in Pressburg Der gegenwärtig führende tschechische Schwimmverein Bar Kochba Pressburg veranstaltete am 21. März ein internationales Schwimmfest, an dem sich neben dem ungarischen Olympiasieger Czik den _ führenden tschechischen Schwimmern auch eine starke Wiener Mannschaft beteiligte. Den jüdischen Schwimmern gelangen einige schöne Erfolge. So gewann Abelesz vom Bar Kochba Brünn nach "feinem Rennen die 200 Meter Brust in 2.06.8, F ö 1 d e s , Pressburü, die 100 Meter Freistil für Junioren in 1.04, Fräulein Karpeles. Brünn, die 100 Meter Brust für Damen in 1.32,4 und der Wiener Hakoahner S e 1 n i k o die 100 Meter Brust für Junioren in 1.20. Frucht, Pressburg, plazierte sich im 400-Meter-Freistilrennen hinter dem Europameister Lengyel in 5.11 an zweiter Stelle und der Wiener Hakoahner Wien im 100-Meter-Freistil hinter den beiden Ungarn Czik und Kiss an dritter Stelle. Ernst Weiss verlor in England Der österreichische Fliegengewichts» meister, der inzwischen offiziell ins Bantamgewicht hinübergewechselt ist und bereits Anfang April gegen Pat Palmer boxen wird, stand am 16. März in London gegen den Montana- Besieger Tiny Bostock. Ueber 12 Runden entspann sich ein völlig gleichwertiges Gefecht, das mit einem höchst anfechtbaren Punktsieg für Bostock endete. Das zahlreiche Publikum war mit dem Urteil keineswegs einverstanden. Jack ,.Kid" Berg, der frühere englische' Mittelgwichtsmeister, boxte in Bristol gegen den belgischen Titelhalter im Weltergewicht, Louis Saerens, und erhielt nach grossartigem Kampf ein ehrenvolles Unentschieden. Seelig kommt nach Europa Erich Seelig, der kürzlich in New-Yo-rS gegen den Amerikaner Aldara boxte und in der 6. Runde durch technischen k. o. gewann, hat die Ueberfahrt angetreten, um — wahrscheinlich in Paris — einige Kämpfe auszufragen. Jüdische Sportler in Paris Neben der repräsentativen Fuss ball» m a n n s c h a f t Palästinas, die an den: Weltmeisterschaften anlässlich der Weltausstellung in Paris teilnehmen wird und im ersten Spiel auf die Ländermannschaft von Griechenland stösst, nimmt eine weitere jüdische Mannschaft an den sportlichen Ereignissen der Ausstellungstage teil. Die Hockey- Elf der H a k o a h W i e n ist aufgefordert worden, zu dem Internationalen Hockey-Turnier, das einige der besten Mannschaften Europas vereint, eine Vertretung zu entsenden. Bar Kochba-Hakoah verliert in Palästina Die Fussball mannschaft des Berliner Meisters Bar Kochba-Hakoah, die sich gegenwärtig auf einer Wettspielreise durch Palästina befindet, trug ihr erstes Spiel in Tel-Aviv gegen den palästinensischen Fussballmeister Makkabi (Tel-Aviv) aus. Vor etwa 5000 Zuschauern entwickelte sich ein Spiel, das den Makkabi (Tel-Aviv) stets in Front sah. Die Berliner, noch von der Reise sichtlich mitgenommen* mussten sich mit 1:7 (0:5) geschlagen geben. Ihr Ehrentor erreichten sie kurz vor Schluss durch Falkenstein. 01ilIIIIIillESlIII!IlIlII!IIIIIlIlHIIliniIIIIIIIIIlilini!lI!IIiIliIiiniIIlHI!IIIIBl setzung ihr Bestes gab und namentlich in der Hintermannschaft eine ganz grosse Partie lieferte. Bei Halbzeit stand das Treffen 3 :3, dann eroberte sich der ISK eine klare Führung, musste sich jedoch gefallen lassen, dass der ISG-Sturm wenige Minuten vor Schluss zum verdienten Ausgleichstreffer kam. Im Fussball .trafen sich ISK I und ISG 33 I b, und auch hier hätte es beinahe eine Ueberraschung gegeben. Der ISK gewann schliesslich 1 :0 durch ein Tor, das in der Mitte der zweiten Spielhälfte fiel. Die ISG dagegen, die oft überlegen das Spiel diktierte, verstand es nicht, ihre Ueberlegenheit in Tore umzuwandeln. M. F. Schlesien Jugendfussball in Breslau Zu einem Freundschaftsspiel hatte am 29. März die 1. Jugendmannschaft der Sportgruppe Breslau die gleiche der ISG 33 Berlin zu Gast. Das Treffen stand auf einem recht beachtlichen Niveau und zeigte zwei der besten Jugendmannschaften des Sportbundes in einem interessanten, technisch schönen Kampf voll spannender Spielmomente. Nach wechselvollem Verlauf endete der Kampf 3 :3. Bester Mann auf dem Felde war der Breslauer Mittelläufer Gallewsky. Im anschliessenden Treffen standen sich die ersatzgeschwächten 1. Fussball-Mannschaften der Sportgruppe und des Bar Kochba Breslau in einem Freur^ schaftstreffen gegenüber, das die Sportgruppe chtbesondere Leistungen mit 4:0 gewann, Dss,