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Central-Verein-Zeitung · 1937-03-25 · 12 (25.3.1937) · page 22

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
12 (25.3.1937)
Date
1937-03-25
Page
– (sequence 22)
Language
German
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s& Palästina-Ümschaii der C.-V.-Zeitung Wechselwirkung in Zahlen Palästina im Jahresbericht des Zentral-Ausschusses Seit ein paar Wochen steht auf den Schreibtischen und in den Bücherregalen der jüdischeD Büros der grosse graue Band, in dem der Z e n - tralausschuss für Hilfe und Aufbau über seine Tätigkeit im Jahre 1936 Bericht erstattet. Es war an dieser Stelle schon ausführlich von ihm die Rede, seine Gesamtbedeutung wurde gewürdigt, die grossen Richtlinien der in ihm zusammengefaßten Arbeit aufgezeigt. Aber immer wieder, in dem Masse, in dem wir . uns in die einzelnen Kapitel dieses grossen Epos der Sachlichkeit vertiefen, will es uns scheinen, als wüssten die Juden in Deutschland noch nicht genug von dem für sie Geleisteten, als fordere jedes Einzelgebiet noch einmal gesonderte Darstellung. Gerade weil wir arm geworden sind an trostreichen Ausblicken, weil die grossen Worte verstummen vor den drängenden Fragen des Tages, nehmen wir unsere Zuflucht zu der klaren, einfachen Sprache der Zahlen. Wir durchblättern Texte und Tabellen, vergleichen Jahreszahlen und Prozentsätze, und aus ihrer anspruchslosen Nüchternheit spricht eine solche Kraft uns an, dass alle oft erhobenen Einwendungen gegen die „Lügnerin Statistik" sich aufheben in der starken vertrauenden Gewissheit: So ist das also! So ist das: die Palästina-Wanderung, umsorgtes, gefährdetes und immer wieder durchgesetztes Lieblingsobjekt aller in- und ausländischer jüdischer Instanzen wird betreut vom Paslästina-Amt Berlin der Jewish-Agency for Palestine. Eine streng hierarchische Ordnung fügt seine einzelnen Ausschüsse, die Grosse, Mittlere, Kleine und Hachschara-Kommission, Präsidium und Leitung, ineinander. Neun Abteilungen bei der Berliner Zentrale, 21 Zweigstellen und etwa 350; sogenannte Vertrauensstellen im ganzen Reichsgebiet bewältigen die Arbeit. Wer mit unbestimmten Wünschen und einer noch unsicheren Zielrichtung aufs Palästina-Amt kommt,. wird zunächst der Allgemeinen Beratung zugewiesen. Hier ist der grosse Ansturm der Jahre 1933 bis 1935 einem ruhigeren Betrieb gewichen. Nicht mehr Panik und Neugier treiben die unwissenden Massen in die Büros, sondern der Typ des schon unterrichteten älteren Ratsuchenden, fer den der Entschluss zur Alija ein bewusstes „Und trotzdem!" einschliesst, bestimmt das Gesicht der Sprechstunde. Die Juristische Abteilung ist vorwiegend mit den Fragen des Transfers befasst die im Zusammenhang mit der Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung gelöst werden. Da ihre Arbeit allgemein im Zeichen der Devisenknappheit und Transferverlangsamimg steht, gewinnen die von ihr auszustellenden Dringlichkeitsanträge erhöhte Bedeutung. Die Wirtschaftsabteilung berät an Hand gründlicher Märktuntersuchungen über Anlagemöglichkeiten, unter den zur Zeit kleine und mittlere Industrieunternehmungen im Vordergrund stehen. Der Abteilung für Veröffentlichungen verdanken wir das schon in 3. Auflage vorliegende unentbehrliche Standardwerk „Alija" sowie sonstiges Informationsmaterial, dessen „amtlicher" Charakter es von der privaten, häufig irreführenden Tendenzliteratur wohltuend unterscheidet. Die Abteilung Handwerker-Alija, der die Durchführung der Kategorie A III der palästinensischen Einwanderungsbestimmungen, betreffend Einwanderung von Handwerkern mit 250,— Pfund Sterling obliegt, war zur Untätigkeit verurteilt, da derartige Zertifikate im- Berichtsjahr überhaupt nicht zur Ausgabe gelangten. Der Arbeitsanfall in der Abteilung Touristik ist ein getreues Abbild der Verhältnisse im Lande. Er weist neben den jahreszeitlichen Schwankungen im Sommer und Herbst 1936 infolge der Unruhen einen starken Rückgang auf, der sich erst wieder unter dem befriedenden Einfluss der Königlichen Kommission auszugleichen begann. Das weitaus wichtigste Arbeitsgebiet wird von der Zertifikats-Abteilung verwaltet, nämlich die Bearbeitung von Anträgen derjenigen Bewerber, die auf Arbeiter-Zertifikate nach Palästina einzuwandern wünschen. In den Zahlen dieses Abschnitts spiegelt sich vor allem die Bedeutung Palästinas für die Juden in Deutschland. Die Arbeitereinwanderung ist Brennpunkt und Ziel der grossen Palästinapolitik, um sie tobt der Kleinkrieg der Ueberfälle und Bombenattentate. In den Zahlen dieser Tabellen, — viel zu klein für den Ansturm der Not, die sich in ihnen ein Ventil schaffen möchte, — in diesen Zahlen vor allem prägt sich jüdisches Schicksal. Der Bericht über die Winteralija 1935/36 beginnt mit den Sätzen: „Die Zahl der Zertifikatsempfänger ist weiter gesunken . . . Deutschland erhielt nur noch etwas mehr als die Hälfte der Zertifikate, die ihm im Sommer 1933 zugeteilt wurden." Wir lesen diese nüchternen, unsentimentalen Sätze, stellen fest, dass im Winter 1935/36 auf 678 Zertifikate 878 Menschen eingewandert sind, gegen 2082 auf 1206 Zertifikate im Sommer 1933, und sofort ersteht vor uns eine Vielzahl von Motivationsreihen, die alle durch den Rückgang dieses einen Postens ausgelöst werden: menschliche Enttäuschung der einzelnen fertig ausgebildeten Olim, Stauung der Auswanderung der Juden aus Deutschland ganz allgemein, wirtschaftliche Schwächung des Jischuw, Hemmung des Gesamtaufbaus, seiner Sicherung und der mit ihm verbundenen jüdischen Zukunftschance. Glücklicherweise zeigt der Sommer 1936 ein freundlicheres Gesicht. Hier heisst es eingangs: „Die Gesamtzahl der im Sommerhalbjahr 1936 für die deutsche Alija ausgegebenen Zertifikate war wesentlich höher als die Zahl der vorangegangenen Schedule,. nämlich 1465." Und wir lesen, dass von diesen Zertifikaten 1115 zur Ausgabe gelangten — der Rest war für im Ausland le"bende Juden aus Deutschland bestimmt — und dass mit ihrer Hilfe 1404 Menschen eingewandert sind. Dieser Aufschwung, der gerade in dem unruhigen Sommer 1936 ein nicht zu unterschätzendes Politikum darstellt, war in erster Linie auf die Wirksamkeit des Council for German Jewry zurückzuführen. Infolge besonderer Vereinbarungen mit ihm wurden nämlich ausser nur 265 normalen Zertifikaten 1200 sogenannte Samuel-Zertifikate ausgegeben, die den katastrophalen Ausfall mehr als ausglichen. Die Altersgliederung der Alija zeigt eine dauernde Verjüngung. Die Gruppe zwischen 18 und 21 Jahren hat sich bei Männern und Frauen auf Kosten der älteren Mittelgruppen zwischen 28 und 35. Jahren stark vennehrt, unter den Frauen befanden sich zuletzt 81,7 Prozent unter 28 Jahren. Diese Verjüngung ist allerdings daran schuld, dass die Ausnutzung des einzelnen Zertifikats durch eine möglichst hohe Zahl von Begleitpersonen eine rückgängige Bewegung aufweist. Während der Hundertsatz der Begleitpersonen im Verhältnis zu den Zertifikafsempfängern im Sommer 1933 80;9 Prozent betrug, hat er sich im Sommer 1936 auf 20,1 Prozent vermindert Das ist die natürliche Folge der Tatsache, dass die überwiegend jungen Einwanderer noch nicht verheiratet sind, und dass bei den Verheirateten unter ihnen die Anzahl der Kinder noch ausserordentlich gering ist. Der Vorteil der veränderten Alterszusammensetzung liegt vor allem in der Berufsgliederung: 70 Prozent, in einem weiteren Sinne sogar 94 Prozent, aller Männer und 41 Prozent der Frauen bezeichneten sich im Sommer 1936 als Landwirte. Dazu müssen bei der weiblichen Einwanderung noch 49,7 Prozent hauswirtschaftlich Ausgebildete hinzugerechnet werden, nicht nur weil die Grenzen zwischen Land- und Selbstschutz fragen Von unserem *-Palästinaberichterstatter Tel-Aviv3 17. März. Wieder erschienen in den Städten die Zeitungen mit Trauerrand, wieder spielen nachts mit verstärkter Intensität die Scheinwerfer der Siedlungen über die Felder, die jungen Männer und Frauen in entlegenen Siedlungen stehen unter einem härteren „Curfew", als es je die Polizei in einer der grossen Städte angeordnet hat, seitdem sie aus bitterer Erfahrung lernen mussten, dass die Polizei noch immer nicht die Landstrassen von Mördern zu säubern vermochte. Allein der letzte Sabbat hat (wie in der vorigen Nummer berichtet, die Schriftltg.) fünf jüdische Todesopfer gefordert. Die Mordserie im Oberen Galil, der Doppelmord an den beiden Hirten im Emek, die Ermordung des Arztes Dr. Lehrs in Beisan — alle diese Fälle haben eine begreifliche Erbitterung in der jüdischen Bevölkerung ausgelöst. Daneben fallen auch arabische Opfer der Gesetzlosigkeit, englische Polizisten werden verwundet, Vieh wird geraubt und Bäume werden zerstört — und die Polizei untersucht. In Safed hat eine Gruppe von Terroristen ein wahres Schreckensregiment eingerichtet, das jüdische Viertel wird Hauswirtschaft fliessen, sondern weil beide Berufe als im Interesse des Landes als fast gleichmassig erwünscht zu bezeichnen sind. Bei diesem steilen Anstieg der kolonisatorisch hervorragend geeigneten Berufe ist allerdings zu berücksichtigen, dass er auf den 90prozentigen Anteil der Samuei-Zertifikate an der gesamten Zertifikatszahl zurückzuführen ist: diese 90 Prozent durften nämlich nur solchen Anwärtern zugeteilt werden, die mindestens zwei Jahre / luweiierLudwigSfeinntetz \ Nürnberger Str. 56 (neben WoolwortM Eachschara, eine abgeschlossene land- bzw. haus wirtschaftliche Ausbildung hinter sich hatten. Darüber hinaus dürfte freilich die im Unterschied zu 1933 und 1934 eingetretene ruhigere Planung der Palästinawanderung auch ohne eine derartige Sonderregelung zu einer immer gesünderen beruflichen Zusammensetzung der Alija führen. Das sind nur wenige Zahlen aus der Fülle des vom Zentralausschuss in diesem einen Palästina-Kapitel vorgelegten Materials. Viele weitere Gebiete, Jugend- und Eltern-Alija, die Regelung der Bezuschussung, die Durchführung der Transporte u. a. m. mussten unberücksichtigt bleiben. Das Palästinakapitel selbst aber bildet nur den neunten Teil des Gesamtberichts, einen von denen, auf die die Blicke ßich am schnellsten richten, der mit Sorgen und Hoffnungen materieller und immaterieller Art erfüllt ist bis zum Rande — und doch nur einen Teil im Gefüge eines grösseren Ganzen. Dr. Eva Reichmann-Jungmann. boykottiert und blockiert und auch der grosse ordnungsliebende Teil der arabischen Bevölkerung leidet unter Drohungen und Beschränkungen seiner Freiheit. Auch die Bombenwerfer wagen sich vereinzelt wieder hervor. Und immer wieder hört man Klagen über verspätete Ankunft der Polizei, über ergebnislose Untersuchungen — noch nicht einmal die grosse Herde, die im Emek geraubt wurde, konnte entdeckt werden. Seitdem der Oberstkommandierende der englischen Streitkräfte in Palästina die Unruhen offiziell für beendet erklärt hat, sind allein auf jüdischer Seite mehr als zwanzig Todesopfer gefallen. Unter diesen Umständen ist es verständlich, wenn die Jewish Agency und der Waad Le'umi, die beiden obersten Vertretungen des jüdischen Palästina, in ihren Protestschreiben an die Regierung äusserst scharfe und bittere Töne anschlagen. Jewish Agency warnt die Regierung Die Jewish-Agency hat gleichzeitig in Jerusalem und London eine Erklärung veröffentlicht, in der sie zunächst die traurige Bilanz der Gegen neue Unruhen gerüstet I. Jeder Photoäpparat hat seine besonderen Eigenheiten, auch der deinige. Diese müssen dir nicht nur bekannt sein, deine Kamera musst du im Schlafe bedienen können. Also: Zu den allgemeinen Reisevorbereitungen gehört es auch, deine — wahrscheinlich soeben gekaufte — Kamera vor Antritt der Reise genau kennen und lieben zu lernen. Filnieinlegen, Filmtransport, Sucher, Hoch- und Querformat, Blenden, Entfernung, evtl. Kupplung usw., jeden Griff üben, bis alles ohne Ueberlegung sitzt. Erst einmal hier photographieren, dann erst soll die Kamera mit dir auf die Reise gehen. II. Nimm kein Negativmaterial mit, das du nicht kennst. Orthochromatische und panchromatische Filme reagieren verschieden auf Licht und Farben. Gelb und Grün, die Farben des palästinensischen Frühlings, gehören ,dem orthochromatischen Film, allerdings ist er für rot unempfindlich und gibt z.B. sonnengebräunte Gesichter schwarz wieder. Hierfür der Panfilm, der auch die starken Schlagschatten unterdrückt und tonrichtige Wiedergabe gewährleistet Ein Wort für die „Klemformatler": Feinkorn! Also kein Superpan! Willst du nur eine Sorte Film, dann nimm P a n, wohl das Negativmaterial mit der umfassenden „Gefühlskala für alle Situationen". III. Hüte dich vor Ueberfilterung! Der Himmel ist blau und nicht schwarz, allerdings auch nicht weiss, also heller Gelbfilter. Bei Verwendung von Pan- oder Orthomaterial haben wir eine einigermassen farbtonrichtige Wiedergabe auch ohne Filter. (Nach Leitz kann bei grosser Vergrösserung die Verwendung von Filtern zu leichten Unscharfen führen.) Und nicht vergessen: Belichtungszeit vergrössern, wenn eine Gelbscheibe vor der Optik sitzt. IV. Vso oder Vsoo, das ist hier die Frage! Wo viel Licht, da viel Schatten, und wo viel Schatten, da länger belichten, immer auf die Tiefe der Schatten belichten! Ausgenommen sind hierbei die wirkungsvollen Gegenlichtaufnahiasn, Den, BeücMuiigsfaktor bestimmt $waf die grelle Sonne des Orients, man lasse sich aber nicht bestechen: So hell, wie sie tut, ist sie gar nicht, wenigstens nicht für den Photographen. Wie also soll man belichten? Eine Norm aufzustellen, ist natürlich unmöglich. Eine geringe Abweichung von der bei uns gewohnten Belichtungsdauer im Hochsommer könnte als Massstab gelten. Wer später vergrössern will: Reichlich belichten, kurz entwickeln, das ergibt ein vielfarbiges feinkörniges Positiv. V. „Sonnenuntergänge", „Onkel Robert auf einem Kamel" oder „Der Kapitän mit Eischen und mir" (mit Selbstauslöser!) sind schon wiederholt dagewesene Themen, die einen ehrgeizigen Photoamateur nicht mehr reizen dürften. Das einfache Detail, gut im Licht und Schnitt, ist immer schön. Der gebeugte Rücken eines betenden alten Juden in Jerusalem sagt uns auf einem Bilde mehr als die ganze mit einem Weitwinkel photographierte Klagemauer. Das starke und frohe Gesicht einer jüdischen Bäuerin, ihr buntes Kopftuch in der Sonne leuchtend, gegen den Himmel photographiert, gibt uns ein solches Bild nicht mehr als ein Gewirr von Armen, Beinen und Köpfen — Unterschrift: „Die Kwuza tanzt Horra". VI. Araber sind zwar ein malerisches, aber selten ein williges Photoobjekt. Sei also vorsichtig mit deiner Kamera im Orient. Auch ein Winkelsucher (mit dem man „um die Ecke photographieren kann") ist kein Geheimnis mehr und nur mit Vorsicht zu gebrauchen. Ich selbst habe einen städtischen Araber gesehen, dereine Gruppe von Mohammedanern mit dem Winkelsucher photographierte. Insbesondere sei davor gewarnt, in oder vor Moscheen zu photographieren. VII. Mindestens ebenso notwendig wie der Photoapparat ist ein dickes Notizbuch. Jeder, der auf einem Bild „drauf" ist, verlangt von dir die Notierung von mindestens zwanzig europäischen Adressen (Eltern, Geschwister, Verwandte, Freunde!), denen du Abzüge schicken sollst. VIII. Bezähme deine Neugier und warte mit dem F^twickem2 bi§ du. mglei SB Saasa hißSk Die Photographen in Haifa, Jerusalem, Kairo oder Bagdad sind sicher sehr geschickte Fachleute. Doch was nützt die ganze Geschicklichkeit, wenn das Wasser zur Negativentwicklung zu warm und auf einer Temperatur von 18 bis 20 Grad nicht zu halten ist. Wir erhalten dann zwar schön kräftig durchentwickelte Negative — aber das Korn! — Also: Zu Hause entwickeln mit Feinkorn- und Ausgleichsentwickler. Bilder mit grobem Korn sind nicht schön und wirken beim Vergrössern unscharf. IX. Wir wollen nicht „knipsen". Nach Hause zurückgekehrt, braucht man nicht mit Hunder- . ten von Bildern zu protzen. Nicht 500 verknipste, : sondern 50 gute Bilder mitbringen! Mit einer solchen Ausbeute kann der reisende Amateurphotograph schon durchaus zufrieden sein. X. Dieses sei allen Photoamateuren, vom Box- Besitzer bis zum Leica-Enthusiasten, an ihr Photoherz gelegt. Herbert Sonnenfeld. Gebet eines jüdischen Siedlers Von Rolf Radlauer (Tel-Aviv) Gott, wenn dein Abend niedergeht Auf sonndurchglühtes Ackerland, Dann flutet in mir ein Gebet Und füllt mein Herz zum letzten Rand, Und immer bleibt es ihm zu gross, Zu reich und so unfassbar tief, Dass ich ihm keine Worte fand, Ob es auch lang schon in mir schlief. Und hat doch keinen Raum in mir. Da reisst es sich in einem Jubel los Und steigt, und steigt empor zu dir, fies gg im Abenddämmern vor sich riefi

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