Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 12 (25.3.1937)
- Date
- 1937-03-25
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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leine (Leichtgewicht) durch die Seile, der gegen den unsauber boxenden Pflanzer (Makkabi Köln) einen klaren Punktsieg erzielte. Den Federgewichtskämpf zwischen Hermann Reif (Makkabi Köln) und Leschrauvert (Charleroi) bewerteten die Punktrichter, nachteilig für den Belgier, unentschieden. 'Altmeister Schindler (Makkabi Köln) musste dem jüngeren Braedt (Charleroi) den Punktsieg überlassen. Im Bantamgewicht wurde Barterer (Makkabi Köln) der Punktsieg über Renier (Charleroi) zugesprochen, obwohl ein Unentschieden eher dem Kampfverlauf entsprochen hätte. Die Weltergewichtler Danthine (Charleroi) und Klinger (Makkabi Köln) lieferten sich einen schnellen und lebhaften Kampf, den der Belgier nach Punkten gewann. Im Schlusskampf -standen sich Fritz Reif (Makkabi Köln) und Euben (Charleroi) gegenüber. Der Kölner verlor, stark bedrängt, nach Punkten.- O: M. Zweiter Gästestart in Essen Im gutbesuchten Saal des Essener Jugendheims stellte sieh die Mannschaft des Central Boxing Club -Charleroi am 21. März einer Auswahlmannschaft des Westdeutschen Makkabi und siegte wiederum mit 8 :4 Punkten. Schönster Kampf des Abends war die Begegnung des Europameisters Braedt, der Belgien auch auf der Olympiade vertrat, mit dem Makkabimeister Schindler (Köln). Trotz guter Leistungen des kleinen Kölners siegte der Belgier nach Belieben. Fast auf gleicher Höhe stand der Lcichtgcwichtskampf zwischen Reif II und Eübcn, den die Punktrichter „Unentschieden" gaben. Sehr ansprechende Leistungen zeigte auch im Federgewicht Beymann I, der gegen Renier (CBC) nach Punkten gewann. Ein klares Fehlurteil gab es im Federgewicht zwischen Reif I und Lcscrauvacrt. Das Unentschieden, das den Belgier sehr benachteiligte, war allen ein Rätsel. In den beiden restlichen Kämpfen gab es Punktsiege der Gaste durch Longhaleine und Danthine. R. B. Südtvestdeuischland Makkabi siegreich In Frankfurt a. M. standen sich die beiden südwestdeutschen H a n d b a 11 - Meistermannschaften Bar Kocbba Frankfurt a. M. und Schild Wiesbaden, zum Rückspiel gegenüber. Diesmal traten beide Mannschaften in bester Besetzung an. und es entwickelte sich ein schnelles, ausgeglichenes und interessantes Spiel. Die Schildmannschaft deckte diesmal wesentlich besser, ausserdem hielt 3er Wiesbadener Torwart ausgezeichnet, während sein Sturm, besonders in der 2. Halbzeit, manche Chance vergab. Zur Halbzeit stand das Treffen 2 : 2. Sofort naxh dem Anstoss kam ein rasanter Durchbruch des Bar Kochba zum Zuge. Noch einmal glich Wiesbaden . aus, aber dann trat der Torwächter in der Abwehr selbst einen Ball ins Netz. 4 :3 endete das Spiel, das in den letzten Minuten leider nicht mehr so fair war, wie es begonnen hatte. Anschliessend spielten die Fussballmannsebaften des Schild Frankfurt a. M. und des Bar Kochba Frankfurt a. M. Die 1. Halbzeit sah eine ausgezeichnet kombinierende schussfreudige Schildmannschaft, die schnell und zäh dem Gegner das Spiel diktierte und diese Phase überlegen mit 2:0 zu ihren Gunsten entschied. Nach der Pause holte Bar Kochba ziemlich schnell auf. verschoss zwar noch mehrere sichere Chancen, gewann dann aber doch sicher mit 5 :2. Heersch war wieder der beste Mann der Bar Kochbaner. L. B. Weitere Fussball-Ergebnisse: Schild Frankfurt a. M. II—Bar Kochba Frankfurt a. M. II 2 :1 (1 :0); Schild Frankfurt a. M. Jugend—Bar Kochba Frankfurt a. M. Jugend 1:10 (0: 4): ISV Offenbach A. H.—Schild Frankfurt am Main A. H. 0 : 2 (0 :1); ISV Offenbach Jugend gegen Bar Kochba Offenbach Jugend 1:7 (1:3); ISV Offenbach I—Bar Kochba Öffenbach I 1:1 (1:0); ISA7 Offenbach Schüler—Bar Kochba Offenbach Schüler 1: 0 (1: 0). B. Elternabend in Wiesbaden Die Sportgruppe Schild Wiesbaden trat mit einem gelungenen Elternabend, der zwei Tage später wiederholt wurde, an die Oeffenüichkeit, um zu beweisen, was sie in der kurzen Zeit, in der Sportlehrer Hauser dort ist, gelernt bat. Gymnastik der Knaben und Mädchen, im Kreis als Bodenübungen, in Gruppen als Körperschule, als Sprungseil- und Schrittübungen wechselten mit famoser Medizinballgymnastik der Alten Herren. Dazwischen zeigten die Fechter, dass der Nachwuchs die Lücken füllen will. Mädel und Jungen turnten am Barren, die Turner zeigten Pferdeturnen. Den Abschluss bildete ein gut gelungenes Bodenturnen. L. B. * Der Schulsportverein P h i 1 a n t h r o p i n Frankfurt a. M. veranstaltete zu Ehren seines scheidenden Direktors Dr. Otto Dricsen eine Abschiedsfeier, .in der unter Beweis gestellt wurde, was geleistet wird. Die Gruppen 'der Kiemen standen Im Vordergrund; die Vorturner und Vorturnerinnen hatten Stabübungen, Uebungen an Barren, Pferd usw. selbst ausgedacht und eingeübt. Man sah in bunter Folge hier Handballtrainingsspiel, Fussballdrippcln und -köpfen, Kugelgymnastik für Leichtathleten, rhythmische Gymnastik, Geräteübungen. B. Bayern Augsburg in München siegreich In dem Fuss b-all Wettspiel der PTG Augsburg gegen ITSV München siegten die Augsburger überlegen mit 3:2 (1:0). Der Augsburger Sieg war verdient, da die Münchener Mannschaft ohne rechtes System spielte. Ca. Judo-Wettkampf Nürnberg—Fürth Den ersten Wettkampf bestritt die nun zwölf Monate bestehende Jiu-Jitsu-Gruppe des JSC Fürth gegen die Mannschaft des ITVS Nürnberg. Die mit grossem Interesse von einer ansehnlichen Zuschauerzahl verfolgten fünf Kämpfe nahmen einen t'airen und sehr spannenden Verlauf. Nürnberg konnte zwar manchen technisch reiferen Kämpfer auf die Matte bringen, doch verstand es Fürths Gruppe, diesen Vorteil durch ausserordentlichen Eifer und grosse Widerstandsfähigkeit auszugleichen. Die Begegnung endete 5:3, bei einem Punkteverhältnis von 11: 7 für Fürth. R. ST. Würzburg—Fürth 6 : O Bei idealem Wetter lieferten sich die Fussball mannschaften beider Vereine einen fairen Kampf, der jedoch bald zu einem kleinen „Schützenfest" führte. Bis Halbzeit hielt sich Fürth noch einigcrniassen und die Würzburger konnten nur einmal erfolgreich sein. Die Ueberlegenheit der Würzburger trat erst nach der Pause klar in Erscheinung. H. Sch. In Lokstedt fertigte eine aus Alten Herren tum! Mitgliedern der „Ersten" zusammengestellte Elf des Schild die eifrige Rostocker Makkabi-Elf überlegen mit 7:0 (2:0) ab. Der Stifter des Pokals leitete das Spiel selbst. Blau -Weiss Hamburg schickte Makkabi Altona mit einer empfindlichen 10 :1- (3 : 0-)Niederlage. nach Hause; Die Hamburger, besonders ihr Sturm waren ausgezeichnet in Fahrt, die Tore grösstenteils das Ergebnis guter Kombinationsleistungen des flüssig und gut operierenden Hamburger Sturms. P. H. Nord Westdeutschland Hohe Fussballresultate in Hamburg - Am 21. März nahmen in Hamburg die Fussballrundenepiele um. den „Zuckermann- Pokal" ihren Fortgang. Es scheint, als" ob die Frühlingsluft anfeuernd auf die Sturmspieler zu wirken schien; denn es gab in beiden Spielen einen wahren Torsegen. Mitteldeutschland Schild-Spiele in Dresden Schild Dresden und Schild Leipzig trugen am 21. März in Dresden mehrere Pflichtspiele aus. Die Männer standen sich in einem Handballkampf gegenüber, der bis gegen Ende der 1. Halbzeit Dresden in Führung sah. Leipzig holte .indes nach der Pause stark auf und siegte schliesslich 7 :4 (2 :2). Das Handballtreffen der Frauensah Leipzig durchweg im Vorteil. Dresden war vor allem nicht schnell genug. Die Leipziger Mädels siegten verdient 4 : 0 (2 : 0). Diese Siege sichern den Leipziger Mannschaften die mitteldeutschen Meisterschaften. Vor den Handballkämpfen trat die Schild- Jugend beider Städte zum F u s s b al 1 spiel anr das Dresden mit seiner körperlich überlegenen Mannschaft 5:0 (3:0) gewann. Zum Schluss"trug Schild Dresden g-egen Bar Kochba Dresden IL ein Freundschaftsspiel aus, das Bar Kocbba-5:1 (2;: 1) gewann. __ . G.J. Schlesien Fussball und Tischtennis in Breslau In einem Freundschaftsspiel trafen sich am 21. März in Breslau die 2; Fuss ballmannschaft der Sportgruppe Breslau und eine Elf der Schlosserei Königsberger. Das Spiel, das bei schlechten Bodenverhältnissen ziemlich ' ausgeglichene Leistungen beider Mannschaften bot, sah die Sportgruppe bei Halbzeit mit 2 :1 und zum Schluss 4 :3 in Führung. In einer Trainingsbegegnung standen sich am 21. Man; in Breslau zwei kombinierte Tischte n n is mannschaften der Sportgruppe und des Bar Kochba gegenüber. Die Sportgruppe kam zu einem knappen Endsieg von 7 : 6 Punkten. Dul. Oberrafobiner des Tempel-Verbandes Der Verwaltungsausschuss des Israelitischen Tempel-Verbandes in Hamburg hat in seiner Sitzung vom 21. März einstimmig beschlossen, dem Rabbinat des Israelitischen Tempel-Verbandes in Zukunft die Bezeichnung Oberrabbinat zu geben. In der Begründung heisst es: Obwohl die drei in Hamburg bestehenden Kultusverbände auf Grund des im Jahre 1867 geschaffenen Genieindestatuts mit ihren Rabbinaten (Deutsch-Israelitischer Synagogen-Verband. Israelitischer Tempel-Verband und [später] Neue Dammtor-Synagoge) völlig gleichberechtigt sind und es demgemäss ein religiöses Oberhaupt in Hamburg nicht gibt, herrschen sowohl innerhalb wie ausserhalb der Gemeinde irrige Vorstellungen über die verfassungsrechtlichen und religiösen Kompetenzen der drei Verbände bzw. ihrer Rabbinate. Mit der ab 1. April d. J. einsetzenden politischen Veränderung, der Schaffung eines Gross- Hamburg, würde sich die Tatsache ergeben, dass zwei Rabbinate mit dem Titel ..Oberrabbinat" in. Gross-Hamburg existieren, die beide orthodox sein würden (Oberrabbinat des Deutsch-Israelitischen Synagogen-Verbandes Haniburg und Oberrabbinat "der Hochdeutschen Israeliten-Gemeinde Altona). Das ist im Hinblick auf die historische Bedeutung des Tempels als Muttergemeinde zahlreicher jüdischer Gemeinden der Welt und im Hinblick auf die gegenwärtige Bedeutung des Tempeis für das religiöse Leben Hamburgs untragbar. Rabbiner Dr. Bruno Italiener hat den-Beschluss des Verwaltungsausschusses zur Kenntnis genommen und der Umbeneunung des Rabbinats des Israelitischen Tempel-Verbandes in ein Oberrabbinat zugestimmt. Er hat dabei um der Würde des Standes willen eine Erklärung abgegeben, in der er ausführte, dass der Titel Rabbiner eine Ehre sei, die die ihm eigene historisch gewordene jüdische Prägung besitze und auch durch solche Umbenennung keinerlei Erhöhung erfahren könne. Aus den Gemeinden Berlin In dankenswerter W7eise veranstaltet das Werbereferat der Jüdischen Gemeinde Berlin von Zeit zu Zeit Führungen durch die Betriebe und Anstalten der Gemeindeverwaltung, um den Berliner Juden eine unmittelbare Anschauung von derdort geleisteten Arbeit zu geben. Kürzlich waren es das V. Altersheim der Gemeinde in Schmargendorf, Berkaer Strasse 32/35, und die zum Heim gehörige Gemeinde-Synagoge, die auf diese Weise der jüdischen Oeffenüichkeit im Rahmen einer zwanglosen Besichtigung zugänglich wurden. Inspektor Äbrahamsohn vermittelte den zahlreich erschienenen Führungsteilnehmern sachkundig einen Einblick in den Betrieb des Altersheimes; die Wohn-, Gemeinschafts- und Wirtschaftsräume wurden einer eingehenden Besichtigung unterzogen. Die vorbildliche technische Einrichtung des Heimes und seine formschöne Ausgestaltung riefen bei den Besuchern allgemeine Bewunderung hervor. — Zu Anfang des Besichtigungsganges wies Dr. Kurt Julius Riegner auf die Bedeutung der Altersheime im Leben der jüdischen Gemeinschaft und auf die Leistungen der Gemeinde auf diesem Gebiet hin. Hamburg Bei der Neuwahl des Repräsentantenkollegiums der Israelitischen Gemeinde Hamburg*" am 21. März wurden auf der Liste der Liberalen neugewählt: Henry Chassel, Dr. Ludwig Freudenthal und Frau Dr. Lizzy yalk. Am IS. März wurden die üeberreste von Gabriel R i e s e e r und seines Freun- &ö5 jinä geitgenosseoi gaphtali Eiankfurter, die bisher auf dem Grindel-Friedhof in Hamburg beigesetzt waren, auf dem Friedhof in Hamburg-Ohlsdorf bestattet/ Vor einem3 kleinen Kreis geladener Personen - würdigte. Rabbiner Dr. Italiener Wesen und "Bedeutung beider Männer für unsere beutige Zeit. Der Cen-, tral-Verein war durch den Syndikus Dr. Freudenthal bei dieser denkwürdigen Feier vertreten. Die Talmud Tora-Schule hat in ihrem Schulgebäude eine Tafel zum Andenken an die im Weltkriege gefallenen Lehrer und Schüler angebracht. Sie enthält die Namen von fünf Lehrern und 126 ehemaligen Schülern der Anstalt. 75 Jahre Gemeinde Zürich Am 29. März sind 75 Jahre seit der Gründung der Israelitischen Kultusgemeinde Zürich vergangen. An der Gründungsversammlung der Israelitischen Kultusgemeinde vom 29. März 1862 nahmen zwölf Männer teil. Schon vor der offiziellen Gründung hatten sie sich zum Gottesdienst versammelt; zum erstenmal seit Jahrhunderten war dies in Zürich zu Rosch Haschana im Jahre 1858 der Fall. Am 16. September 1884 wurde die Synagoge in der Löwenstrasse eingeweiht. Der erste Rabbiner der Gemeinde war Er. Lewin, der 1867 nach Zürich kam. Ihm folgten Dr. Kisch, der 1877 nach Prag gins. Rektor Dr. Landau, der bis 1892 in "Zürich blieb. Rabbiner Dr. Litt mann, der nach 43jähriger Tätigkeit 1936 in den Ruhestand trat Jetzt wird die Gemeinde von Rabbiner Dr. Zwi Taubes, einem hervorragenden jungen Gelehrten, der aus Wien berufen war, betreut. Er plant die Errichtung eines Lehrhauses und eine Erweiterung des Schulprogramms. Der erste Präsident der Gemeinde war M. Dreyfus, der jetzige Präsident ist Saly Braunschweig. Im Laufe der Jahre haben sich die streng orthodoxe Religionsgesellschaft und die ostjüdische Gemeinde Agudas-Achim gebildet. Zwischen den drei Gemeinden bestehen gute Beziehungen. Die Gemeinde Zürich, die grösste jüdische Gemeinde in der Schweiz, ist Mitglied des 1904 gegründeten Israelitischen Gemeindebundes. Semestersehluss im Berliner Lehrhans Die Winterarbeit des Berliner Lehrhauses wurde mit einer von künstlerischen Darbietungen umrahmten schlichten Feier beschlossen. Dr. Eva Reich mann-Jungmann erstattete in ihrer Eigenschaft als Mitglied des Lehrhauskuratoriums einen knappen Geschäftsbericht, aus dem hervorging, dass, gemessen am Besuch der Vorträge und Arbeitsgemeinschaften, eine gewisse Leistungssteigerung gegenüber dem vorangegangenen Semester zu verzeichnen war. Das Mass an geistiger Arbeit, das das Lehrhaus im Interesse vor allem der Erwachsenenbildung leisten könnte, sei jedoch nicht erreicht, wenn man bedenke, welche Chance und welchen Ansporn die völlig veränderten Verhältnisse seit vier Jahren zur Vertiefung jüdischen Wissens geboten hätten. Eva Reichmann schloss mit einem warmen, eindringlichen Appell, der Kulturmüdigkeit, die übrigens allenthalben in der Welt festzustellen ist, mit allen Kräften zu begegnen und dem Ruf des Lehrhauses zu geistiger Betätigung und Fortbildung zahlreich Folge zu leisten. "Der Instrumentalkreis des Lehrhauses spielte unter Leitung von Dr. Hermann Schild berger eine Suite von Jan H. Reinken (1623—1722), Oberkantor Hanns John- Jacobsohn sang, begleitet von Erna Fenchel, vier neue hebräische Lieder, und Fritz Eisenberg rezitierte aus der Gedichtsammlung „Land Israel" von Ludwig Strauss. Der von Dr. Alfred H e p p n e r aus seinem Schallplattenarchiv vorgeführte 1. Satz aus Mahlers 2. Sinfonie kam leider nicht zu voller Wirkung. E. G. L. Das Wintersemester ist beendet. Der Plan für BSB9H 1 Südamerika Postschlüsse nach Uebersee Vorbemerkung: Diese Uebersicht erscheint wöchentlich. Sie ist ohne Gewähr. Postschluss für Luftpostsendungen ist in Berlin beim Postamt C 2, in Frankfurt/Main beim Bahnpostamt 19 oder Flughafen. Einwurf bei anderen Postämtern oder in anderen Orten bis zu 1 Tag früher als hier vermerkt. Nordamerika a) Seeweg 29.3. ab Berlin: 29.3. ab Hamburg 19 Uhr CQueen Mary" 31.3. ab Cherbourg): 5.4. an New-York 31.3. ., „; 1.4. „ „ 8 Uhr (..Hamburg" 1.4. „ Cuxhaven); 9.4. „ 2.4. „ „; 2.4. „ „ 19 Uhr („Europa" 3.4. „ Bremen); 9.4. „ b) Luftweg (Luftschiffverkehr und Nachbringeflüge finden zur Zeit nicht statt) a) Seeweg 25.3. ab Berlin 20Uhr; 26. 3. ab Frkf./M. 8 Uhr (Schiff 27. 3. ab Boulogne): 12.4. an Bio: Iß. 4. an Buenos Aires 5.4. „ „ 18 Uhr; 6.4. „ Hambg. 6 Uhr (Schiff 6.4. „ Hamburg); 19.4. „ „;19.4. „ b) Luftweg 27. 3. ab Berlin 9 Uhr; 27. 3. ab Frankfurt'M. 13 Uhr (Französische Luftpost); Laufzeit bis Bio 5 Tage 31.3. „ „ 21 Uhr; 31.3. „ „ 24 Uhr (Deutsche Luftpost); „ ,. „ 3 „ (Zuschlag auf Auslandsporto nach Brasilien 1,25 RM für je 5 g; nach Argentinien J,50 RM für je 5 g) Südafrika a) Seeweg 31.3. ab Berlin 13 Uhr: 31.3. ab Köln 21 Uhr: 2.4. ab Southampton (Schiff): 16. 4..an Kapstadt. (Von Kapstadt in 30 Stunden nach Johannesburg und Pretoria) b) Luftweg 26. 3. ab München (Bahnp. Amt 1) IS Uhr; Laufzeit S—9 Tage 30. 3..... (Bahnp. Amt 1) IS Uhr; Laufzeit S—9 Tage (Zuschlag auf Auslandsporto 35 Pf. für je 5 g) a) Seeweg 26.3. ab-Hamburg 15 Uhr (Schiff 28. 3. ab Brindisi); 1.4. an Haifa 30.3. „ München 9 Uhr (Schiff 1.4. „ Piräus): 3.4. „ 31. 3. „ „ 9 Uhr (Schiff 1.4. „ Brindisi); 5.4.. „ Jaffa b) Landweg ab München 9 Uhr (über Belgrad—Istanbul); 30. 9 Uhr ( „ „ „ ); 2.4. 9 Uhr ( „ „ „ ); 6.4. (Leitvermerk „Ueber Belgrad—Istanbul ) c) Luftweg 27. 3. ab München 10 Uhr; 28. 3. ab Horn 6 Uhi 29.3. „ Brindisi ß Uhi 31.3. „ München 10 Uhr: 1. 4. „ Rom 6 Uhr; 2.4. „ Brindisi 6 Uhr; _ „ „3 26. 3. ab Berlin 12 Uhr; 30.3. „ „ 12 Uhr;: Palästina 25. 3. ab Berlin 22 ühr; 29.3. „ 10 ühr; 30.3. „ „ 16 ühr; 26. 3. ab Berlin IG Uhr; 23. 3. „ „ 16 Uhr; 29. 3. 31.3. „ „ 16 Uhr; 1.4. 27. 3. ab Berlin 6 ühr: 27. 3. „ München 18 Uhr: 31. 3. „ Berlin 6 Uhr: 31.3. „ München 18 Uhr; . an Haifa Laufzeit ca. 3 Tage n 3 „ (Zuschlag aul Auslandsporto IQ.Efs für je 5 g, mindestens I_5P£.)M das Sommersemester ist in Vorbereitung und erscheint Ende April. Die Sprachkurse "werden unverändert weitergeführt. Paula-Oüendorff-Haushaltungsschule Die Paula-Ollendorff-Haushaltungsschule in Breslau gab in: einer Ausstellung von Schülerinnenarbeiten einen Einblick in ihre Tätigkeit, 'die besonders auf dem Gebiete des Haushalts den erschwerten Gegenwartsverhältnissen ritueller Lebensführung angepasst ist. „Wir ersetzen Fleisch durch Fisch, Weisskäse und Gemüse" war das Grundthema der Kochabteilung. Auch die Backabteilung war mit leckeren Proben vertreten. Sehr sorgfältige Schulung zeigten die Abteilungen für Schneidern, Stricken, Basteln und Handweben. Bei einem Rundgang erläuterte die Leiterin der Schule, Hilde Wein m a n n, an vielen Beispielen den genauen Arbeitsgang und wies auf die systematische Erziehung zur Sparsamkeit hin, die in der planvollen Resteverwertung zum Ausdruck kommt. Der Stand dieser Ausbildung lässt günstige Ausblicke auf die Arbeit der im Aufbau befindlichen gewerblichen Fachklasse der. Anstalt zu. Die Ausstellung wurde durch selbstgefertigte modische Kleinigkeiten, Puppen und geschmackvoll hergerichtete Tische für Alltag und festliche Anlässe wirkungsvoll ergänzt, Schw. Im Einverständnis mit der Beratungsstelle der Synagogen-Gemeinde Berlin wird zu Ostern auf der Paula-OHendorff-Haushaltungsschulc ciue gewerbliche Fachklasse aufgebaut. Ausser den ehemaligen Schülerinnen können daran Mädchen teilnehmen.' die den Nachweis einer hauswirtschaftlichen Ausbildung erbringen und Eignung für eine derartige Weiter; bildung haben. Die gewerbliche Klassewird von einer Gewerbelehrerin für Schneidern und Putz, die gleichzeitig Schncidermeisterin ist. geleitet. . Die Ausbildung umfasst: Wäschenähen und Schneidern, Schnittzeichnen und Abformen, Anfertigung modischer Kleinigkeiten, Putzarbeiten, Materialkunde. Nähere Auskünfte erteilt die Schulleiterin (Sprechstunden: Mittwoch 11—1 oder nach, vorheriger telefonischer Anmeldung). Das Jüdische Seminar für Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen, Berlin W 15, Meinekestr. 22, beginnt am 21. April mit einem neuen Ausbildungslehrgang •der 40 Schülerinnen umfasst. Anmeldungen können für diesen Kurs nicht mehr angenommen werden: der nächste Kurs beginnt Ostern 193S. Der laufende Kurs endet Ostern 193S. Einige wenige Haushaltschülerinnen können zu Ostern d. J. noch als externe Schülerinnen aufgenommen werden. Das Seminar zieht im April um; die neue Adresse ist: Berlin- Grunewald, Wangenheimstr. 36. Die Geschäftsstelle bleibt nach wie vor: Reiehsvertretung der Juden in Deutschland, Abt. Zentralwohlfahrtsstelle, Berlin- Charlottenburg 2, Kantstr. 158, an die alle Anfragen zu richten sind. Die Gemeinnützige Wohnungsberatung der Jüdischen Gemeinde Berlin, Oranienburger Str. 29, sucht dringend: Wohnungen jeder Art und Grösse, insbesondere billigere Kleinwohnungen und Kochstuben in allen Stadtgegenden. Ausserdem ist grosse Nachfrage nach möblierten und leeren Zimmern. Angebote mit den genauesten Angaben (auch Mietpreisen) werden ichriftlich erbeten; Abmeldung bei Erledigung wird als selbstverständlich erwartet. Auskünfte au Interessenten können nur mündlich, Sonntag bis Freitag von 9.30 bis 12 Uhr erteilt werden.- An jedem ersten Sonntag im Monat ist die Stelle geschlossen. Die Inanspruchnahme ist kostenlos. Aus den Familien Sally V o r e m b e r,g (Berlin-Tempelhof) feierte am 18. März seinen 70. Geburtstag. — Julius L e w i n s o h n (Weissenfeis), seit Jahren erster Vorsteher der Gemeinde und. Gründer der Schuhfabrik Trampler & Co., wird am 26. März 70 Jahre alt. — Frau Hedwig Jacobsohn (Berlin) begeht am 30. März ihren 70. Geburtstag. — Frau Cäcilie Cohn geb. Le-winnek (Berlin' W15) vollendet am 2. April ihr 70. Lebensjahr. — Moritz Steigerwald (Frankfurt a. M.) begeht am 3. April seinen 70. Geburtstag. — Dr. J. S e 1 i g m a n n (Berlin) feiert am 3. April seinen 70. Geburtstag. — Der in Brandenburg a. H. tätige Lehrer und Prediger Josef R o s e n z w e i g , Vorstandsmitglied der Brandenburger Ortsgruppe des C.-V., begeht am 1. April sein 25jähriges Dienstjubiläum. Er ist auch der seelsorgerische Betreuer der Brandenburger Gefangenen^ anstalten und der Landesirrenanstalt,