Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 11 (18.3.1937)
- Date
- 1937-03-18
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Ian3 Im Kamp! um 'den westdeutschen Meistergürtel. In sieben Gewichtsklassen wurde der iTitel vergeben. 18 Boxer aus fünf Sportgruppen ^aren zugelassen. Im Bantam konnte Stern (Dortmund) überraschend seinen Klubkameraden Schweiger sicher nach Punkten schlagen. Im Federgewicht hatte es Bloch (Dortmund) dagegen recht schwer, Punktsieg and Titel gegen Leven zu erringen. Im Leichtgewicht hatte Frank (Krefeld) in der Vorrunde reilos gezogen. Im Endkampf wurde er gegen irsch (Köln) Punktsieger und Meister. In den beiden nächsten Gewichten gab es Siege des ITV02 Köln. Grüneberg schlug Waldhorn I (Dortmund), der unerwartet harten Widerstand entgegensetzte, in der Mitte der 2. Runde, und Kuhaupt war über Gasiorowski (Wuppertal) durch k. o. in der S. Runde erfolgreich. Im Schwergewicht wanderte die Meisterschaft nach Münster i. W. Bischofswerder schlug Wolf (Dortmund) mit einem rechten Haken auf den Solarplexus k. o. R. B. Am Mittelrhein: Um letzte Punkte Eines der letzten F u s s b a 11 - Puuktespiela •[m Bezirk Mittelrhein des Sportbundes wurde in M.- Gladbach ausgetragen. Beim dortigen Schild stellte sich die soeben gegründete Spielgemeinsehaft Aachen/Düren vor, musste aber mit zwei Niederlagen vorliebnehmen. M.-Gladbach II siegte 4:1 (1:1), und bei den 1. Mannschaften gab es einen 3 :0-S'ieg der Gastgeber, der in dieser Höhe schon beim Seitenwechsel feststand. Auch eine Frauenhandball elf der aus 'Aachen/Düren weilte in M.-Gladbach. Die Gastgeberinnen erwiesen sich jedoch überlegen und erfochten nach einem in der 2. Halbzeit ausgeglichenen Kampf einen 2 : 0- (2 : (»Sieg. J. G. Makkabihandball in Köln In Köln trafen am 14. März die beiden Makkabihandballmannschaften aus Düsseldorf und Frankfurt a. M. zusammen. iS'ach einem technisch und taktisch interessanten Spiel trennten sie sich, dem Kampfverlauf entsprechend. 5 : 5 (3 : 3). Hakoah Köln I—Bar Kochba Frankfurt a. M. II 7:3 (4:3); Hakoah Köln 1. Frauen—Bar Kochba Frankfurt a. M. 1. Frauen 2 :1 (0 :1). 0. M. Schlesien Breslau leichter Vorrundensieger In der Vorrunde der F u s s b a 1 lmeisterschaft des Sportbundes standen sich am 14. März in Breslau die 1. Mannschaften der Sportgruppea Breslau und N e i s s e gegenüber. Obwohl die Weisser recht eifrig spielten und einen sehr guten Tormann zur Stelle hatten, waren sie der •Breslauer Elf keineswegs gewachsen. Bis zur Halbzeit hielten die Gäste das Spiel noch offen, so dass Breslau erst mit 3:0 in Führung lag, nach dem Wechsel jedoch, als Breslau mit dem Wind spielte, kamen sie schliesslich zu einem glatten 9 :0-Sieg. Dul. Mitteldeutschland Magdeburg überraschend stark Vor einer ansehnlichen Zuschauermenge standen sich im Handball Schild Leipzig und Schild Magdeburg um die Mitteldeutsche Meisterschaft gegenüber. Schon in den ersten zehn Minuten gelang es Leipzig, mit 2 :0 in Führung zu gehen. Bis zur Halbzeit glich Magdeburg aus. Mittender Halbzeit nutzte Leipzig einige schwache Minuten der Magdeburger zu einer 6:3-Führung aus. Nun setzte Magdeburg alles auf eine Karte. Zum verdienten Unentschieden reichte es jedoch nicht mehr. Endresultat: 6:5 (2:2) für Leipzig. Weitere Ergebnisse: Schild Magdeburg Frauen—Schild Leipzig 2. Frauen 0:2 (0 :1): Schild Magdeburg Knaben—Makkabi Magdeburg Jugend 1:5 Sudwesid eutschland Schild Frankfurt siegt in Stuttgart Am 14. März empfing Schild Stuttgart die Frankfurter Kameraden zu Freundschaftstreffen der 1. Männer- und Frauenmannschaften im Handball. Schnell, flüssig und spannend verlief das Frauen spiel. Die Frankfurter Schild-Damen befanden sich in einer Hochform, die darauf schliessen lässt, dass diese Mannschaft in der Endrunde um die Meisterschaft ein Wort mitreden wird. Besonders gefiel der Innensturm mit Anni Freund und Lotte Siegel. Das Ehrentor für Stuttgart schoss Gretel Bergmann. Resultat: 7 :1. Die Männer mannschaften trennten sich mit einem Ergebnis von 4 :3 (2 :1) für Frankfurt. Das Spiel war verteilt. Beide Stürme waren schlecht im Zuspiel und Aufbau. Was man bei beiden Stürmen in vergangenen Jahren so meisterhaft sah. das Durcheinanderwirbeln und Freispielen, fehlte gänzlich. Der Verteidigung fiel es deshalb auf beiden Seiten nicht schwer, den Sturm bis auf einzelne Durchbrüche zu halten. E. H. F u s s b a 11 ergebnis: Schild Stuttgart A. H.— Schild Frankfurt A. H.: 2:0. Abschied vom Sportplatz Heilbronn Der ideale Heilbronner Schild-Sportplatz, auf <3em seit drei Jahren fast Sonntag für Sonntag Hochbetrieb herrschte, konnte im Fussballspiel Schild II e i 1 b r o n n gegen Hakoah Karlsruhe zum letztenmal benutzt werden. Somit wird in Zukunft der Sportbetrieb in Heilbronn eine -wesentliche Einschränkung erfahren müssen. Beim Abschiedsspiel konnte Hakoah Karlsruhe nur einen zahlenmässig knappen Sieg herausholen, doch war die Gesamtleistung der Hakoah-Leute besser, als es das Ergebnis vermuten lässt: Bei Heilbronn imponierte die gute Deckungsarbeit der Hintermannschaft, so dass es dem gewandten und technisch ausgezeichneten Karlsruher Sturm trotz überlegener Spielweise nur einmal gelang, Heilbronns Torwächter zu überwinden. Beide Mannschaften spielten vorbildlich, so dass der Schiedsrichter nur selten einzugreifen brauchte. Ergebnis: 1:0 (0:0) für Karlsruhe. Bckh. Diesmal siegte der Turnclub Für die im Vorspiel erlittene 3 : 2-Nied erläge revanchierte sich die Turnclub-Elf recht deutlich am 14. März in Karlsruhe im Kampf gegen die oberbadische Fussball-Auswahlelf des Schild; denn mit nicht weniger als 8 :2 Toren blieb diesmal TC 03 Karlsruhe Sieger. Beim Sieger cefielen besonders Sturm und Läuferreihe, während die Verteidigung recht unsicher schien. TC 03 Karlsruhe II komb.—Schild Pforzheim 1:9. K. W. Weitere Ergebnisse: F u s s b a 11 : Schild Frankfurt a. M. I—IIB Hanau I 5 :2 (4. :1): Schild Mannheim I—Bar Kochba Frankfurt, a. 31.11:7; Schild Mannheim A. H.—Bar Kochba Frankfurt a, M. II 0 :2. B. Hockey: Schild Mannheim I—Bar Kochba Frankfurt a. M. 1: 0. Bayern Im Fussball siegte Nürnberg Im Kampf um die bayerische Fussballmeisterschaft ist ITUS Nürnberg durch einen 3 :1 (1 :1)-Sieg über München ungeschlagen Spitzenführer geblieben. Auf dem schweren Boden entwickelte sich -ein sehr schnelles Spiel, das Nürnberg erst nach der Pause durch seine bessere Taktik und. gutes Zusammenspiel überlegen werden liess. E. K. München im Handball erfolgreich Einen ausgezeichneten Tag hatte die erste Handballelf des ITUS München; denn in einem flotten und schönen Kampf errang sie einen hohen 8:0 (3 :0)-Sieg gegen ISC Fürth, bei dem Stahl im Tor trotzdem eine glänzende Partie lieferte. E. K. Frankfurter Hockeybesuch Im Hockey treffen Schild Frankfurt a. M. I gegen ITUS München I 3:0 (1:0) war Frankfurt während des ganzen Kampfes leicht überlegen. Der Mittelläufer und der Halblinke Frankfurts trugen viel zum verdienten Siege ihrer Mannschaft bei. Der Münchener Mannschaft merkte man die wenigen Spielgelegenheiten an. E. K. Nord Westdeutschland Berliner Hockeymannschaften in Hamburg Das Hauptinteresse im jüdischen Sport Hamburs konzentrierte sich am 14. März auf die Begegnungen der Hamburger Hockeymannschaften mit Gastmannschaften aus Berlin. In Lokstedt fertigte der Schild, wie vorausgesehen, die ISG Berlin ganz überlegen mit i: 1 (.0:0) ab. Insbesondere die 1. Halbzeit zeigte ein schnelles, schönes Spiel, das die Hamburger durchweg im Angriff sah, und nur dem vorzüglichen Torwächter Meyersohn hatten es die ISGer zu verdanken, dass der Schild nicht, schon bei Halbzeit in Front lag. Der Ausgang dieses Spiels dürfte bewiesen haben, dass Schild Hamburg nicht nur die besto jüdische Damenhockeymannschaft, sondern wahrscheinlich' auch die beste Herrenmannschaft im jüdischen Sport Deutschlands besitzt. Die 1. Mannschaften von Bar Kochba Hamburg und Tennisclub Bar Kochba Berlin trennten sich indes leistungsentsprechend 1:1. Während die Hamburger ihre beiden Verteidiger ersetzen mussten, traten die Berliner mit vollständiger Mannschaft, also mit Brück und Waldmann, an und zeigten eine bei weitem geschlossenere Leistung als bei ihren letzten Verbandsspielen in Berlin. P. H. WeitereHockeyergebnisse: Tennisclub Bar Kochba Berlin Damen—Bar Kochba Hamburg Damen 1:8 (0:5): ISG 33 Berlin II—Schild Hamburg II 4 :4; ISG 33 Berlin Jugend—Schild Hamburg Jugend 4:2 (2:2). .- H. , Im Handball gab es bei den Begegnungen zwischen Bar Kochba und Schild diesmal überlegene Siege der Makkabileute. Die 1. Männer gewannen gegen die mit vierfachem Ersatz kämpfenden Schildleute mit II : 7 (5 : 2), die Handballmädchen trennten sich 7:0 für Bar Kochba, und die blau-weissen „Knaben" verbuchten einen 10:2-Sieg. Allein die S_child-„Schüleru retteten die Ehre ihres Vereins durch einen schönen 4:2-Sieg über ihre Altersgenossen vom Bar Kochba. P. H. Um den Zuckermann-Pokal in Hannover In Nordwestdeutschland findet zurzeit eine gemeinsame Fussball runde zwischen Makkabi und Schild um den Zuckermann-Pokal statt. Im ersten Punktspiel standen sich am 14. März die Mannschaften der VTH 04 Hannover und des Blau- Weiss Hamburg gegenüber. Das Spiel nahm einen schönen und fairen Verlauf und endete schliesslich nach wechselvollem Verlauf mit 3 :3 unentschieden. VTH Hannover II—Blau-Weiss Hamburg II 2 :4, Bar Kochba Hannover—Gartenbauschule Ahlem 9 :1 (2 :1). Berk. Der jüdische Schachkongress in Frankfurt a. Main Der zweite jüdische Schachkongress, welcher erst für Weihnachten 1936 vorgesehen war, fand nunmehr dank der Bemühungen der Jüdischen Schachvereinigung in Frankfurt a. M. dort vom 8. bis 11. März statt. Es waren zwei Wettkämpfe ausgeschrieben. Ein Meisterschaftsturnier, dessen Sieger den Titel: „Jüdischer Schachmeister in Deutschland für 1937" erhalten sollte, und ein „gemischtes Turnier". Öa nur vier Tage zur Verfügung standen, so mussten die Turniere nach dem Schweizer System abgewickelt werden. Beide ^Vettkämpfe hatten ausgezeichnete Meldungen aus allen Teilen Deutschlands erhalten. Im Meisterschaftsturnier, mit 16 Teilnehmern, spielten mit: Mieses, Fajarowicz, Mundsztuk (Leipzig), Kreisberg, Winitzki, Lexandrowitsch (Berlin), Lehmann. Schainowski (Hamburg), Harnik, Schiftan (Breslau), Haar, Präger (Frankfurt a. M.), Dr. Stern (Würzburg), Justizrat Höflem. (Bamberg), Strauss (Wiesbaden) und Kreiswirth (Köln). Hart trafen die beiden Spielweisen aufeim ander: das ruhige, theorieunterbaute Position** spiel der älteren und der ideenreiche, temperamentvolle Angriffsstil der jungen Meister. Die beiden stürmischsten, Mundsztuk und Schainowski, schienen zunächst alle anderen zu überrennen. Aber von der vierten Runde ab setzten sich die „Abgeklärten" durch. Altmeister Mieses, der seinem Vereinskollegen Fajarowicz unterlegen war, hielt den weiteren Bemühungen des Nachwuchses Stand und schob sich in die vorderste Linie. Aber der Meister des Vorjahres, der vielfache sächsische und Leipziger Beste, Samuel Fajarowicz, verlor überhaupt keine Partie, übertraf alle anderen an Sicherheit und errang mit 0V2 Punkten von 7 erreichbaren abermals den ersten Preis und damit den Meistertitel für 1937. Nicht weniger als fünf Mann teilten "sich den nächsten Platz. Schainowski, Mieses, Strauss, Haar und Kreisberg kamen auf 4V2 Punkte, Mundsztuk dichtauf auf 4. Dr. Stern, Winitzki und Justizrat Höflein, der überraschend schöne Partien lieferte, brachten es auf 50 Prozent (3V2), Präger (3), Harnik, Lexandrowitech (272), Kreiswirth, Lehmann (2) und Schiftan (IV2) blieben etwas weiter zurück. — In dem gemischten Turnier waren Kamiel-Dresden, Perlmann-Hamburg (6 Punkte) und Lewkowitz-Berlin (5V2) überlegen. Kantor Cohn-Koblenz und Winter-Frankfurt belegten mit S/4 die nächsten Plätze. Der Kongress brachte die endgültige Einordnung des Schachs in den jüdischen Sport. Höchste Instanz der Schachspieler ist jetzt ebenfalls der Reichsausschuss Jüdischer Sportverbände. Gefestigt wurde die Arbeitsgemeinschaft sämtlicher Schachvereine. Die Obleute des Makkabi (Dr. Blumberg-Leipzig) und des Schild (Sandel-Frankfurt) bilden zusammen mit dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft (Jaffe-Leipzig) die Leitung des Schachlebens. Die Einrichtung der gemeinsamen Meisterschaften bleibt bestehen. Für das nächste Jahr hat der Blau-Weiss (Hamburg) ihre Durchführung übernommen. ter Bnefmii Jc^n/immk; Gebrauchte deutsche Inflationsbriefmarken Eines der interessantesten neueren Sammelgebiete ist das der deutschen Inflationsbriefmarken. Reichhaltiges Material ungebrauchter Marken erleichtert die Anlage von SpezialSammlungen nach Druckarten, Plattennummern, in ganzen Bögen, von Hausauftragsnummern usw. Solche Spezialgebiete sind hier mehrfach behandelt worden. Auch der Allgemeinsammler sollte die deutschen Inflationsmarken, zu denen wir hier nicht nur die Inflations-Provisorien und das nachfolgende Rosettenmuster, sondern die Marken ab August 1921 (Germania-Provisorien) rechnen wollen, in erster Linie ungebraucht sammeln. Von hier an, besonders aber von den Inflations-Provisorien (ab Äugst 1923) sind wirklich gebrauchte Marken oft bedeutend seltener, als ungebrauchte und ausserdem bei wenig benutzten Werten einwandfrei echt gebraucht nur „auf Brief" (Drucksache, Karte, Brief, Päckchenadresse usw.) festzustellen. Von den Germania-Provisorien an sollte man keine Marken der Inflationszeit ablösen. Warum? Von den losen gestempelten Marken ist bei wenig gebrauchten Werten der grösste teil falsch gestempelt, wohl weniger während der Kurszeit gefälligerweise abgestempelt (was den Postbeamten verboten war), als nachträglich mit zurückdatierten, noch in Gebrauch befindlichen oder aber mit ausrangierten Stempeln, die in unbefugte Hände gerieten. Bekanntlich sind schon verschiedene Fälscher für nachträgliche Abstempelung von Inflationsmarken mit Gefängnis bestraft worden, so in Stuttgart Ende Januar vorigen Jahres (siehe „Das Postwertzeichen", 1936, Nr. 2, S. 30). Im Kampf gegen solche Fälschungen stellte in der gleichen Zeitschrift („Das Poswertzeichen", 1936, Nr. 3, S. 65 und Nr. 0, S. 108) G. Kobold als regelrechte Fälschungen fest: alle Marken mit Stempeln, in denen die Tageszeitbezeichnung „V" oder ,,N" fehlt; mit Jahreszahlen nach 1923; mit unmöglichen Daten und mit dem Stempel „Hamburg lz". In der Nr. 5 sind auch die Stempel abgebildet, mit denen nachweisbar nachgestempelt wurde, sogar auf Brief, dort aber auch leicht zuzuerkennen, da der ganze Stempel sichtbar ist. In den deutschen Spezialkatalogen Michel, Senf, Wrona finden wir die gebrauchten Marken dieser Zeit fast stets höher bewertet als ungebraucht, aber keineswegs im richtigen Verhältnis zur Seltenheit mancher echt gebrauchter, eben wegen Einkalkulierung der Mengen der „Gefälligkeitsstempel" und Stempelfälschungen in die Zahl der losen, gebrauchten Marken (Strich¬ oder Korkstempel, nach Michel weit geringer zu bewerten als gestempelt, ist jedenfalls weit eher echt, als mancher Poststempel auf einer der in Frage kommenden Marken!). Richtiger ist schon die Bewertung von Marken „auf Brief". Zwar haben die meisten Sammler die Marken während der Kurszeit abgelöst, aber in Bankkorrespondenz und Akten ist immer noch Material „auf Brief" zu finden, das die Seltenheit bestimmter Werte beweist. Nach dem soeben erschienenen Wrona Deutschland-Katalog 1937 kommen an Hand der Preise für Marken auf Brief als besonders selten echt gebraucht die folgenden in Frage, von denen in der nächsten Ausgabe des Briefmarkensammlers die Rede sein wird. Vermischtes Spanische Bürgerkriegs-Ausgaben Nach Mitteilungen in der Fach-;* presse sind in zahlreichen spanischen Orten Aushilfsmarken herausgegeben worden, zumal ja die postalische, wie auch jede andere Verbindung mit Madrid unterbrochen war. An solchen lokalen Aushilfs-Ausgaben, die wohl in ihrer Gesamtheit erst viel später einmal überblickt werden können, seien hier kurz folgende genannt: z. B. für die Provinz Cadiz, für die Provinz Cordoba, in Granada, für die Provinz Huelva, in Leon, auf Mallorca, in Orense, Valencia, San Sebastian, Sevilla, ferner fünf verschiedene Marken für Zaragoza. Ausserdem bringt die nationale Regierung allmählich eine besondere, für ihr Gesamtgebiet gültige Freimarkenreihe heraus. Die Sammlung König Georgs V. Ueber den Verbleib der berühmten Briefmarkensammlung des verstorbenen englischen Königs Georg V. ist bisher noch keinerlei Entscheidung getroffen worden. Bekanntlich hatte sich der abgedankte König Eduard VIII. bereit erklärt, sie weiter zu pflegen und in den bisherigen Räumen im Buckingham-Palast in London zu belassen, zumal er selbst gewisse philatelistische Interessen besitzt und auch eine grösere Sammlung sein eigen nennt. Durch den Thronwechsel ist aber insofern eine neue Rechtslage entstanden, als das Besitzrecht an der grossen Sammlung noch nicht geklärt zu sein scheint. ■ Allerdings bat auch der neue König Georg VI, der philatelistisch sehr B a j a d 0 z verausgabte Steindruckmarken zu 5 Centimos in blau und in hellgrün mit Inschrift PARA OBRERO BAJADOZ, Wappen, unten Wertangabe, gez. 10^. In Cadiz erschien eine bei E. Yelamo in rot auf gelb hergestellte Freimarke zu 5 Cts., die oben die Inschrift VIVA ESPANA, unten COMEJORES MUNICIPALES — AYUNTAMIENTO DE CADIZ trägt. Aehnliche Ausgaben erschienen stark interessiert sein soll, bereits das Protektorat über die Royal Philatelie Society übernommen. Die englischen Philatelisten erwarten nun täglich eine amtliche Erklärung über das Schicksal der königlichen Sammlung, mit der sie starke Fäden verbinden. Sir Edward Denny Bacon betreut jedenfalls immer noch die reichen Bestände aller Teile des britischen Weltreichs. Verkauf einer Schweiz-Sammlung. Die berühmte Schweiz-Spezial¬ Sammlung des amerikanischen Philatelisten Alfred F. Lichtenstein ist vor kurzer Zeit plötzlich an einen Baseler Händler verkauft worden. Es handelt sich hierbei um die grösste und wertvollste Sammlung dieses Sondergebietes, die auf allen internationalen Ausstellungen der letzten 15 Jahre wegen ihrer Reichhaltigkeit und Unikate Aufsehen erregt hat. Die Jüdische Philatelistische Ge-t Seilschaft e. V. Briefmarkensammler melden sich bei der Geschäftsstelle der J. Ph. G. oder bei dem 1. Vorsitzenden Dr. Walter Juttke* Berlin-Wilmersdorf, Prager Platz 2. Die nächste Briefmarken »Eefoe erscheint in ca. 4 Wochen. Ankauf VIKTOR WEISS BERLIN W. 9, Potsdamer Strasse 12 Nähe Potsdamer Platz. Telef. B 1—2901 Verkauf Ankauf — Verkauf Erledigung von Feldlisten. Fritz L6win ^""str^pA! »•••<»*o»gK»e«<H»»oft«a«g $B Faludi BerUn - Halensee, "Gegr. 1893 Hektorstr.2 Tel. J71044 Heute gesucht: Kg. Eduard, Marokko 11 Werte M. 3.75 Alben z. Originalpr. Ankauf — Verkauf 10—14 Uhr nnd ab 6 Uhr LUDWIG METER Berlin W 62, Lutherstraße 33 / B 4 5250 MERKUR Briefmarkenhandelsses. m. b. H. Berlin W15, KurfQrsiendamm 26A Auswahlsendungen - Kostenlos illustrierte Sonderangebote I