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Central-Verein-Zeitung · 1937-03-04 · 9 (4.3.1937) · page 16

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
9 (4.3.1937)
Date
1937-03-04
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Kampf aufnehmen musste. Die JSKer siegten zum Schluss mit nicht weniger als 14 :1 (7 :0) Toren. Die Begegnung im Fussball zwischen JSKI nnd Hagibor I nahm einen spannenden Verlauf. Zur Pause führte Hagibor mit 1:0, später mit 2:1. In den letzten zehn Minuten gelang es des JSK gleichzuziehen und mit 3:3 wenigstens einen Punkt zu retten. Am Schäfersee standen sich ebenfalls im Fussball JSG 33 I b und Bar Kochba Hakrah I b gegenüber. Nachdem sich die Mannschaften bis zur Pause völlig gleichwertig waren, fielen die JSGer, die nach der Pause ihren besten Stürmer Lion durch Verletzung verloren, ganz auseinander und mussten sich eine unverdient hohe 2:9- (2 :3-) Niederlage gefallen lassen. Bei Hakoah gefiel vor allem die rechte Sturmseite. H. F. WeitereFassball-Ergebnisse: JSKII gegen JSG 33 IV 3:1 (1:1). Hakoah IV—JSG 33 V 0:3 (0:2). Hakoah III—JSG 88 III 2:i (1:0), JSG 33 A.H.—JSG 33 VI 3 :1 (1:1). Hockey unter ungünstigen Verhältnissen Auf völlig unbespielbarem Terrain mussten 'die Hockeyspieler des Bar Kochba Hakoah und der JSG 33 am 28. Februar ihre Pflichtspiele austragen. Unter diesen Umständen kam es wenig darauf an, seine technischen Fertigkeiten, die zumeist im wahrsten Sinne des Wortes im Sande stecken blieben, auszuspielen. Das bekam die JSG zu spüren, die sich im Spiel gegen Bar Kochba Hakoah I zum Schluss mit 1 :2 geschlagen bekennen musste, obwohl sie unter normalen Verhältnissen kaum verloren hätte. Dessenungeachtet muss der Eifer der Bar Kochbaner festgehalten werden. JSG 33 fl—Bar Kochba Hakoah II 2:0. H.F. Rheinland-Westfalen Endspielbeginn im Westen Der Landessportverband Westdeutschland im Sportbund hat zwei seiner drei F u s s b a 11 - Bezirksmeister, ermittelt und Hess diese am 28. Februar unter Leitung von Dr. Eichengrün in Gelsenkirchen gegeneinander spielen. JTV 02 Köln, der Meister vom Mittelrhein, fand beim Westfalenmeister, der Sportgruppe Wiedenbrück, entschieden mehr Widerstand, als er erwartet hatte. Die Westfalen hatten sich sta'rk verbessert, wenn sie auch immer noch nicht die technische Reife ihres Gegners aufwiesen. Aber sie kämpften mit unüberbietbarem Eifer, und bei etwas mehr Spielerfahrung hätten sie trotz aller technischen Ueberlegenheit der Kölner gewinnen können. Die Wiedenbrücker Elf verdient ein Gesanitlob, dagegen spielte Köln unter Form. Ergebnis: 2:1 (1:0). LG. Weitere Ergebnisse. Fussball: M.-Gladbach I—Krefeld I 1:1; Bonn I—Düsseldorf I 6:2 (1:0); JTV 02 Köln Jugend—Gelsenkirchen Jugend 7:0. Handball: M.-Gladbach I—JTV 02 Köln I 4 : 2 (4 :2); Krefeld Frauen—M.-Gladbach Frauen 6:0 (2:0). J-G. Dortmunder Handballer verlieren in Köln Am 28. Februar besuchten die Frauen und Männerhandballmannschaften der Sportgruppe Dortmund den ITV 02 Köln, gegen den sie in zwei Gesellschaftsspielen klar verloren. Das Spiel der Männer, zu dem der ITV 02 ohne zwei seiner besten Leute mit nur 10 Mann antrat, wurde schnell und fair durchgeführt. Bei den unerfahrenen Dortmundern fanden die Kölner jedoch nur in der ersten Halbzeit, als sie gegen den WTind spielten, wirklichen Widerstand. Nach der Pause hatte Dortmund nicht mehr viel zu bestellen und musste Köln mit 8:4 (2:2) den verdienten Sieg überlassen. Auch die Kölner Frauen kamen erst in der zweiten Halbzeit richtig in Fahrt und gewannen mit nur 10 Leuten 9 : 0 (1: 0). O. M. Südwestdeutschland Schild Wiesbaden—Bar Kochba Frankfurt a. M. In Wiesbaden fand nun endlich der seit langem erwartete erste Kampf zwischen einem Verein der Arbeitsgemeinschaft* und einem Makkabiverein statt. "Der Handballmeister der Arbeitsgemeinschaft, Schild Wiesbaden, spielte gegen den südwestdeutschen Makkabimeistec, Bar Kochba Frankfurt a. M., allerdings musste! beide Mannschaften mehr oder weniger Ersatz einstellen. Nach dem Anpfiff entwickelte sich sofort ein flüssiges, schnelles und angriffsfreudiges Spiel. Nach zwei vom Wiesbadener Torwächter wundervoll gehaltenen Schüssen kam Wiesbaden auf der Gegenseite durch und führte 1:0 in der fünften Minute. Aber bald änderte sich das Bild: Bar Kochba erkämpfte sich immer mehr die Führung, und schliesslich mussts Haas einen Ball, der ihm von der Hand abspringt, und bald hinterher noch zwei gut placierte Schüsse hereinlassen. Bar Kochba kombinierte genau und sicher, während Schild viel zu wenig deckte. Bei Halbzeit stand es 6:2. Nach der Pause lag Bar Kochba weiter im Angriff und gewann schliesslich mit S : 5 Toren. Die Bar Kochba-Mannschaft war, allerdings mit weniger Ersatz spielend, unstreitig besser, und Wiesbaden verdankte es nur seinem ganz hervorragenden Torwächter, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel. Die Wiesbadener Frauen siegten gegen ihre Frankfurter Gegnerinnen mit 4 :3. Das Spiel war nicht allzu schnell, und man merkte den Bar Kochba- Mädels an. dass sie in letzter Zeit keine scharfe Gegnerschaft gehabt hatten. Die Bar Kochba -Jugend, die 'ihren Gegnern auch körperlich überlegen war, siegte mit 7:3. L.B. Weitere Ergebnisse: F u s s b a 11: Schild Frankfurt a. M.—ISV Offenbach komb. 7:1. — Handball: Schild Frankfurt a. M. Frauen B—ISV Offenbach Frauen 8:2 (4:1). B. Um die Führung im Hockey Wieder einmal standen sich am 28. Februar Schild Frankfurt a. M. und Schild Mannheim zum Revanchekampf im Hockey gegenüber, und wiederum zeigte sich in einem ausgeglichenem Spiel die Gleichwertigkeit der beiden Gegner. Das erste Tor fiel für Frankfurt a. M. durch Hamburger, dem besten Mann auf dem Felde, aber wenig später glich Mannheim aus. Nach Halbzeit kann derselbe Spieler seine Mannschaft noch einmal in Führung bringen, aber wieder wird, fünf Minuten vor Schluss, der Ausgleich erzielt. Endergebnis: 2 :2. Die Mannheimer Damen errangen einen 2:0- Erfolg. Die Frankfurterinnen waren zwar spielerisch etwas besser, ihre Torhüterin hielt jedoch im Gegensatz zu der der gegnerischen Mannschaft nicht sicher. L. B. Bayern Nürnberg siegt knapp, aber verdient Die beiden Rivalen Itus .Würzburg I und Itus Nürnberg I lieferten sich im fälligen Fussb al 1 - Verbandsspiel einen erbitternden Kampf, den Nürnberg durch sein viel besseres Spiel verdient mit 2 :1 (1 : 0) gewann, während die Würzburger heute gar nicht gefallen konnten. Die Nürnberger hatten Jederzeit meEr rom BpW nnd hätten bei etwas mehr Glück das Resultat leieht höher schrauben können, während die Würzburger erst in der letzten Viertelstunde erwachten nnd durch Elfmeter das Ehrentor erzielten. Itus Jugend—Nürnberg Jugend 2:5. H. Seh, Schild Stuttgart in Fürth Trotz Regen und Schnee waren zahlreiche Zuschauer zum Handballgrosskampf in Fürth erschienen. Schild Stuttgarts 1. Männer waren vor allem viel schneller und ihr Deckungssystem recht erfolgreich, denn die wurfkräftigsten Fürther Stürmer kamen nur" selten zum Torwurf. Bis Mitte der zweiten Halbzeit sah es nach einem hohen Sieg Stuttgarts aus, aber im Endspurt holte Fürth mehrere Tore auf und gestaltete so die Niederlage mit 10:7 (5 :2) erträglicher. Eine zweistellige Niederlage mussten die mit Ersatz antretenden Stuttgarter Frauen hinnehmen. Fürths ausgezeichnete Mannschaft liess Stuttgart gar nicht ins Spiel kommen und gewann mit 10 :0 (6 :0). Stuttgarts unvollständige Jugend ergänzte sich durch zwei Fürther und erreichte ein verdientes 2:2- Unentschieden. E. K. Nordwestdeutschland Fussball und Hockey in Hamburg Im F u s s b a 11 trafen sich am 28. Februar in Hamburg die ersten Mannschaften des Makkabi Altona und die erste Mannschaft des Schild Hamburg. Das Spiel, das innerhalb der Rund'enspiele um den Max-Zuckermann-Pokal ausgetragen wurde, endete mit einem überlegenen 7:1- (2:0)-Sieg für die Schildmannschaft. Im H o c k e y rüstete man sowohl beim Schild wie beim Bar Kochba für die folgenden schweren Spiele gegen verschiedene Berliner Vereine. Während die 1. Herren und Damen in Trainingsspielen ein beachtliches Niveau zeigten, trennten sich die Nachwuchsmannschaften der beiden Vereine mit 4:4 (2 :0 für Schild) nach ausgeglichenen Lei»- stungen. P. H. Tischtennis: Schild Bremen—Bar Kochba Bremen 10 :9. Ergebnisse ans Leipzig- Handball: Schild Leipzig II—Schild Jena I 4:5; Bar Kochba Leipzig 1. Jugend — Bar Kochba Magdeburg 1. Jugend 5:0: Bar Kochba Leipzig Frauen—Makkabi Chemnitz Frauen 1:1. F u s s b a 11: Bar Kochba Leipzig II—Makkabi Chemnitz 11:1. K—n. Aus den Gemeinden Der Preussische Landesverband Den vom Preussischen Landesverband jüdischer Gemeinden bezirksweise eingesetzten Beauftragten für die Vermögensverwaltung der Gemeinden obliegt besonders die Beratung und Unterstützung der Kleingemeinden bei der Vorbereitung und Durchführung von Liquidationsmassnahmen. Es sind 32 Beauftragte für Vermögensverwaltungen eingesetzt worden. * Durch den Preussischen Landesverband jüdischer Gemeinden ist mit der Mannheimer Versicherungsgesellschaft ein Uebereinkommen getroffen worden, durch das vom 1. Februar 1937 ab eine Kollektiv-Friedhofsversicherung yon Gemeinden möglich ist. Saarbrücken Der Rechenschaftsablegung über Aufgaben nnd Leistungen war der letzte Gemeindeabend gewidmet. Den Ausführungen der Dezernenten folgte eine zahlreiche Zuhörerschaft. Staatskommissar Dr. Sehl o ss sprach über die allgemeinen Aufgaben der Verwaltung und die Heranziehung der Kleingemeinden. Ernst P e i - s e r referierte über die Arbeiten der Zentralstelle für jüdische Wohlfahrtspflege in der Stadt Saarbrücken, die Jüdische Winterhilfe und die Darlehnskasse, deren Arbeitsgebiete sich in Gemeinschaft mit der Provinzialfürsorgestelle und dem Bezirksrabbinat auch auf die .Landgemeinden erstrecken. Lehrer Herr mann orientierte über die Jüdische Volksschule und Rabbiner Dr. L. Rothschild sprach über die religiösen und bildungsmässig-kulturellen Fragen der Gemeinde, mit denen das Gemeindeblatt in enger Berührung steht. Für viele Gemeindemitglieder war diese Orientierung notwendig, um ihnen die Aufgaben der Gemeinde ins rechte Licht zu rücken, die trotz der klein gewordenen Verhältnisse dem umfangreichen Aufgabenkreis gerecht zu werden versteht. r. Duisburg Die jüdische Schule in Duisburg besteht am 1. April zehn Jahre. Bei ihrer Gründung wurden 54 Schüler angemeldet, die in zwei Klassen unterrichtet wurden. Schon im ersten Jahre ihres Bestehens waren 80 Schüler vorhanden. Ostern 1929 wurde eine vierte Klasse eingerichtet. Seitdem wuchs die Schülerzahl ständig und erreichte im Schuljahr 1932/33 mit etwa 220 Schülern ihr Höchstmass. Heute beträgt die Schülerzahl 196. Chewra Kadischa Gross-Berlin In würdiger, eindrucksvoller Weise wurde auch in diesem Jahre der Gedenktag unseres grossen Lehrers Moses am 7. Adar durch die Chewra Kadischa Gross-Berlin e. V. feierlich begangen. Einer alten Tradition entsprechend, machten die während des Jahres aktiv tätigen Mitglieder der Chewra unter Führung ihres Vorsitzenden Hermann Schwarz und von Rechtsanwalt Dr. Richard T r e i t e 1 und Max Rabau einen Rundgang durch die Gräberreihen des Friedhofs Weissensee. Rabbiner Dr. S. Link zeichnete das Lebensbild Moses'. Richtlinien der Reichsvertretung für die Berufsausbildung Die Reichsvertretung der Juden in Deutschland hat Richtlinien zur Regelung der Berufsausbildung und Berufsumschichtung aufgestellt. Sie gelten für die Berufsvorbereitung (Vorlehre, 9. Schuljahr und Vorbereitung für JJeberseesiedlung), für die erste. Berufsausbildung in Deutschland und Palästina und für die Berufsumschichtung in Berufe des Handwerks, der Landwirtschaft, der Industrie und der Hauswirtschaft. Sie sind auch für Jugendliche anzuwenden, die eine überdurchschnittliche Eignung für den kaufmännischen Beruf besitzen. Die Richtlinien grenzen die Zuständigkeiten der Reichsvertretung, der Bezirksstellen für Berufsausbildung und der jüdischen Gemeinden ab, treffen Bestimmungen über die Ausbildungszuschüsse und die Erfordernisse der Ausbildung und stellen Grundsätze für die ärztliche Versorgung und Betreuung sowie für den Krankheitsschutz und die Sozialversicherung auf. Sie behandeln schliesslich die Dauer, während der Zuschüsse gewährt werden. Die Richtlinien 6ind am 1. Januar 1937 in Kraft getreten. Delegiertentag der Misrachi Unter starker Beteiligung von Delegierten und Gästen aus Berlin und dem Reiche fand am 14. Februar in B e r 1 i n der Delegiertentag der Unabhängigen Misrachi-Landesorganisation in Deutschland statt. Die Tagung wurde eingeleitet durch eine Kundgebung in der Synagoge Münchener Strasse, die unter dem Thema „Idee und Wirklichkeit des Misrachi" stand und besonders den religiösen Gehalt der Misrachi- Arbeit zum Ausdruck brachte. Die eigentliche Tagung wurde am Sonntag vormittag durch Seminardozent Dr. Samuel Grünberg feierlich eröffnet. Er begrüsste die Vertreter der Reichsvertretung, der Zionistischen Vereinigung und der Berliner Jüdischen Gemeinde und widmete darauf den Opfern der Palästina-Unruhen einen warmen Nachruf. Nach weiteren Begrüssungsansprachen umriss der Vorsitzende der Tagung, Rabbiner Dr. Jakob Hoff mann (Frankfurt a. M.), in einem grossangelegten Referat die Stellung des Misrachi in Deutschland zur Politik der zionistischen Exekutive und zum Gesamtmisrachi.. Ausgehend von den Problemen um die Königliche Kommission, sprach er Dr. Chajim Weizmann unter stürmischem Beifall der Versammlung das uneingeschränkte Vertrauen des deutschen Misrachi aus. Nach einer Kritik des teilweisen Versagens der palästinensischen Arbeiterschaft in bezug auf die vom Luzerner Kongress gegebenen Versprechungen über die Wahrung des Religionsgesetzes schloss Dr. Hoffmann seine Ausführungen mit einem Appell zur Zusammenfassung aller Kräfte für den Aufbau des Landes. Das zweite Referat hielt Rechtsanwalt Dr. Paul Sulzberger über Aufgaben des Misrachi in Deutschland, Verhältnis zur ZVFD, Gemeindearbeit. Nach der sich daran an-; schliessenden Generaldebatte erstattete Rudi Herz ein Referat über die Arbeit des Bundes religiöser Chaluzim (Bachad). Nach weiteren Kurzreferaten und der Neuwahl der Leitung klang die Tagung nach einem Schlusswort von Dr. Sulzberger mit der Hatikwa aus. Zusammenschluss , der zionistischen Gruppen in der Berliner Gemeinde Nach 'der Neuwahl der Repräsentantenversammlung der Berliner Jüdischen Gemeinde, die bekanntlich aus 20 Religiös-Liberalen, 20 Zionisten. und einem Konservativen besteht, haben sich nunmehr die auf ein jüdisch-nationales Programm Gewählten ohne Rücksicht auf ihre innerzionistische Parteizugehörigkeit zu einer einheitlichen Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen. Zum Vorsitzenden dieser Arbeitsgemeinschaft wurde einstimmig Rechtsanwalt Dr. Alfred Klee gewählt; zu stellvertretenden Vorsitzenden sind unter Berücksichtigung aller Gruppen (Jüdischer Volksbund, Zionistische Vereinigung, Misrachi, Staatszionisten-Revisionisten) gewählt Rechtsanwalt Kozower, Rechtsanwalt Dr. Rabau, Dr. M. Landau und Max Baer. Der Arbeitsgemeinschaft gehören auch die zionistischen Gemeindevorsteher, nämlich, ausser dem Vorsitzenden Rechtsanwalt Dr. Klee, Direktor Georg K a r e s k i und Rechtsanwalt Dr. Paul Sulzb e r g e r an. Rabbiner Dr. Tänzer, Göppingen gestorben Am 26. Februar starb Rabbiner Dr. Tänzer in Göppingen, dessen Bedeutung weit über den Rahmen seiner Gemeinde hinausragte. Er war ein Gelehrter und Mann der Wissenschaft, und dem unerschöpflichen Reichtum seines Wissens entsprachen die Fähigkeit und die Kraft, dieses zu verbreiten. So war er gleichermässen ein glänzender Redner und' ein gedankenreicher Schriftsteller, der niemals an der Oberfläche hängen blieb, sondern jedes Gebiet seiner vielseitigen Forschungen bis zum letzten erschöpfte. Auch dem Centrai-Verein galt das warme Interesse des Verewigten. Mehrere Jahre lang bekleidete er das Amt eines Schriftführers der Göppinger Ortsgruppe; vor allem aber stellte er sich durch eine Reihe von Vorträgen in den Dienst der Sache. Sein Andenken bleibt darum stets unvergessen in hohen Ehren. Nathan Alexander (Krefeld) 75 Jahre alt Äm 3. März hat, auf seinen Wunsch in aller Stille, Volksschullehrer i. R. Nathan AI ex an» der in Krefeld, der Vater des Beiratsmitglieds des Centrai-Vereins, Kurt Alexander, seinen 75. Geburtstag gefeiert. Der Jubilar war über 40 Jahre an der städtischen jüdischen Volksschule in Krefeld tätig und hat sich gleichzeitig als Leiter des Synagogenchors und des Gemeindesekretariats um die Gemeinde in hohem Masse verdient gemacht. Durch sein bescheidenes, gütiges Wesen, sein aufopferndes, sachliches Arbeiten hat er sich die höchste Verehrung aller Mitglieder der Gemeinde erworben. Nathan A1 e x a n d.e r gehörte auch bis vor wenigen Jahren, als Gesundheitsrücksichten ihn zwangen, manche liebgewordene Arbeit aufzugeben, dem Vorstande der Ortsgruppe des C.-V. an, und er ist unserer Idee auch heute aufs tiefste verbunden. Wir gratulieren dem verehrten Jubilar und seiner Familie aufs herzlichste. Der Hilfsverein der Juden in Deutschland warnt vor Personen, die angeben, kurz vor der Auswanderung zu stehen und vom Hilfsverein nicht ausreichend unterstützt zu werden, und sich an Privatpersonen wenden, um die angeblich zur Auswanderung fehlende Summe zu erbitten. Postschlüsse nach Uebersee Vorbemerkung: Diese Uebersicht erscheint wöchentlich. Sie ist ohne Gewähr. Postschluss für Luftpostsendungen ist in Berlin beim Postamt C 2, in Frankfurt/Main beim Bahnpostamt 19 oder Flughafen. Einwurf hei anderen Postämtern oder in anderen Orten bis zu 1 Tag früher als hier vermerkt. Nordamerika a) Seeweg S. 3. ab Berlin; 8.3. ab Hamburg 19 ühr („Normandie" 10. 3. ab Le Havre); 15. 3. an New-York 10.3. „ „; 10.3. „ „ 19 ühr („Europa11 11.3. „ Bremen); 17.3. „ 15.3. „ „; 15. 3. „ „ 19 Uhr („Queen Mary" 17.3. „ Cherbourg); 22.3. „ b) Luftweg (Luftschiffverkehr und Naehbringeflüge finden während der Wintermonate nicht statt) Südamerika a) Seeweg 11.3. ah Berlin 18 Uhr; 11. 3. ab München 9 ühr (Schiff 13.3. ab Neapel); 25. 3. an Rio; 29. 3. an Buenos Aires 15. 3..... 19 Uhr; 16.3. „ Frkf.fM. 8 Uhr (Schiff 18. 3. „ Bordeaux); 30. 3. „ „; 2. 4. „ b) Luftweg 5. 3. ab Berlin 9 Uhr; 5. 3. ab Frankfurt/M. 13 ühr (Französische Luftpost); Laufzeit bis Rio 5 Tage 10.3. „ „ 21 Uhr: 10.3. „ ., 24 ühr (Deutsche Luftpost); „ ., ,. 3 „ (Zuschlag auf Auslandsporto-nach Brasilien f.25 RM für je 5 g; nach Argentinien 1,50 RM für je 5 g) Südafrika a) Seeweg 10.3. ab Berlin 13 Uhr; 10.3. ab Köln 21 Uhr; 12.3. ab Sonthampton (Schiff); 29.3. an Kapstadt (Von Kapstadt in 30 Stunden nach Johannesburg und Pretoria) b) Luftweg 5. 3. ab Berlin 12 Uhr; 5. 3. ab München (Bahnp. Amt 1) 18 Uhr; Laufzeit 8—9 Tage 9.3. „ „ 12 Uhr; 9.3. „ „ (Bahnp. Amt 1) IS Uhr; „ 8—9 „ (Zuschlag auf Auslandsporto 35 Pf. für je 5 g) Palästina a) Seeweg 4.3. ab Berlin 23 Uhr; 5. 3. ab Hamburg 15 ühr (Schiff 6. 3. ab Genua); 11. 3. an Haifa 6. 3. „ „ 16 ühr; 7.3. „ München 9 ühr (Schiff 9.3. „ Piräus); 11. 3. „ Alexandrien 9. 3. „ „ 16 ühr; 10. 3. „ „ 9 ühr (Schiff 11. 3. „ Brindisi); 15.3. „ Jaffa b) Landweg : 5. 3. ab Berlin 16 ühr; 6. 3. ab München 9 Uhr (über Belgrad—Istanbul); 10. 3. an Haifa 7.3. „ „ 16 Uhr; 8.3. „ „ 9 Uhr ( ,. „ „ );'' 12.3. „ „ 10.3. „ „ 16 Uhr; 11.3. „ „ 9 Uhr ( „ „ „ ); 16.3. „ „ (Leitvermerk „Ueber Belgrad—hlanbuV) c) Luftweg 6. 3. ab Berlin 6 Uhr; 6. 3. ab München 10 Uhr; 7.3. ab Rom 6 Uhr; Laufzeit ca. 3 Tage 6.3. „ München 18 Uhr; 8.3. „ . Brindisi 6 Uhr; „ „ 3 „ - 10.3. „ Berlin 6 Uhr: 10.3. „ „ 10 Uhr; 11.3. „ Rom 6 Uhr; „ „ 3 „ 10.3. „ München 18 Uhr; 12.3. „ Brindisi 6 Uhr; „ „ 3 „ : (Zuschlag auf Auslandsporto 10 Pf. für je 5 g, mindestem 15 Pf.)

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