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Central-Verein-Zeitung · 1937-03-04 · 9 (4.3.1937) · page 15

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
9 (4.3.1937)
Date
1937-03-04
Page
– (sequence 15)
Language
German
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fportbknder CYle 4. Marz Mehr Hockey! Hier soll keineswegs eine Auseinandersetzung über die prinzipielle Frage erfolgen, "warum innerhalb des jüdischen Sports in Deutschland weniger Hockey gespielt wird bzw. warum die beiden anderen Rasensportarten, Handball und Fussball, in Aktiven- und Zuschauerkreisen zweifellos wesentlicherer Beachtung, und Verbreitung begegnen. Hier soll lediglich eine Anregung gegeben werden, die im Interesse der Weiterentwicklung des Hockeysports wichtig und vordringlich genug erscheint. Kurzum, es geht um die Veranstaltung eines Hockeyturniers grösseren Formats, um ein Zusammentreffen der besten jüdischen Hockeymannschaften Deutschlands mit dem Ziel, an Stelle einer Meisterschaft, die wegen der zu geringen quantitativen Ausdehnung dieser Sportart aus guten Gründen nicht zur Abwicklung kommt, die Möglichkeit eines Vergleichs der Spielstärken unserer Hockeymannschaften zu haben. Was wissen wir denn überhaupt bisher über die Spielstarke im jüdischen Hockeysport? Uns ist bekannt, dass in Berlin in vier Vereinen, in Hamburg und Frankfurt a. M. in je zwei Vereinen und in M.- Gladbach wie in Mannheim in je einem Verein recht gute Hockeymannschaften bestehen, dass Schild Hamburgs Hockeydamen von kaum einer anderen jüdischen Damenmannschaft auch nur annähernd erreicht werden, dass sich bei den Herren die frühere Hegemonie des Schild Frankfurt a. M. infolge allzu grosser Abwanderung nach dem Norden des Reiches verlagert hat. Damit ist das, was man vom Hockeysport mit Sicherheit auszusagen vermag, bereits erschöpfend gesagt! Wie steht es dagegen mit einem Vergleich zwischen Hamburg und Berlin? Im November vorigen Jahres konnte die ISG 33, Berlins derzeitig beste Mannschaft (auch trotz der infolge der schlechten Bodenverhältnisse als irregulär zu wertenden Niederlage gegen Bar Kochba am 18. Februar), die Elf des Schild Hamburg, des späteren Siegers über Schild Frankfurt a. M., mit 2 :1 schlagen. Das will jedoch, zumal sich die Parteien damals völlig gleichwertig waren, nichts Endgültiges besagen. Wie würde sich ferner die spielstarke Mannschaft des Schild Mannheim, die kürzlich Bar Kochba Frankfurt a. M. nach glänzender Leistung hoch besiegte, mit der Gegnerschaft aus Hamburg und Berlin abfinden? Oder, könnte man beliebig weiterfragen, hätte der Frankfurter Schildverein nicht doch noch Chancen, der ISG 33 erfolgreich gegenüberzutreten? Ostern ist der traditionelle Zeitpunkt für grosse Hockeyveranstaltungen. Es müsste sich doch der Verein finden, der einmal zu diesem Termin die besten Hockeymannschaften des Makkabi und des Sportbundes aus dem ganzen Reich einlädt und auf einwandfreiem Boden im Rahmen eines Grossturniers, dem auch Publikumsinteresse nicht versagt bleiben würde, im Verlauf gleichwertiger, erbitterter Kämpfe jene Fragenkomplexe zu klären versucht. —n. Reichsschwinm-Meisterschaften des Schild Beteiligung und Auswertung Am 28. Februar erlebte die jüdische Bevölkerung Oberschlesien« zum ersten Male die Meisterschaft eines'jüdischen Sportbundes. Der Sportbund „Schild" führte im Hindenburger Hallenbad seine zweite Reichsmeisterschaften im Schwimmen durch. Obwohl alles bis ins kleinste durch den Veranstalter, den Landessportverband Oberschlesien, vorbereitet war, die Aufnahme der Aktiven vorbildlich, die Veranstaltung sich reibungslos und rasch abwickelte, konnten die Schwimmmeisterschaften erst später als vorgesehen beginnen. Durch eine Betriebsstörung hatte das Wasser eine Temperatur von nur etwa 15 Grad, w-as auf die Ergebnisse nicht ohne Einwirkung blieb. Viele bekannte Schwimmer fehlten. Bei den Damen suchte man vergeblich nach den Namen bekannter Frankfurterinnen, die als Rekordhalter angegeben waren. Lolo Baer startete nicht, die Frankfurter Mädels Ruth Stern, Henny Sommer, Hilde und Lore Mayer, Lilo Schwab, aber auch Gretel Wolff (Offenbach) ebenfalls nicht. Bei den Herren sind Bernd Fiegel und Pit Arnhold ausgewandert; frühere Meister haben sich inzwischen vom Sport ganz zurückgezogen. So kam es, dass kaum noch ein Titelverteidiger am Start erschien. Aber dieser erste Eindruck, der sich aus dem Programm ergab, wurde bald vergessen, als Jungens von 14 und 15 Jahren verbissen um Siege und Plätze kämpften. Die Begeisterung über die Kämpfe und Siege der Jungen und Mädels brach 6ich Bahn, die ihren Höhepunkt in dem schönsten Rennen des Tages, in der 3 mal 100 Meter Bruststaffel erreichte. Tiehauer fand als Schlussmann in Zernik einen Gegner, der ihn zur Hergabe des Letzten zwang. Schlag um Schlag legten sie im Schmetterlingsstil die erste, die zweite Bahn zurück, bis dann T i c h a u e r langsam immer mehr Boden gewann und durch seine Leistung der ISG 33 zu einer neuen Sportbundbestleistung verhalf. Ein ähnliches Bild hatte sich schon zu Beginn in der 'Lagenstaffel ergeben, wo Tichauer ebenfalls die neue Bestzeit allein herausschwamm, denn Bernd Meysel, der mit 1,22 Minuten die Rücken-Bestzeit hält, wird kaum unter 1,35 gekommen sein. Tichauers Zeit für 200 Meter Brust entspricht ebensowenig wie Zerniks Zeit dem wahren Können; denn das kalte Wasser wirkte sich besonders bei den Mittelstrecken aus. Die nächsten Wochen sollten bei offizieller Kontrolle und normalen .Verhältnissen neue Bestleistungen durch beide bringen.. Mit Breslau und Leipzig sowie den Oberschlesiern hat sich die Breitenarbeit Vct Stod Mkd Sief Sonntag, 7. März Berlin Zwischenrunde um den Verbandspokal des Deutschen Makka-bi-Kreises im Handball und Fussball: Bezirksauswahlmannschaften Brandenburg/Berlin— Westdeutschland, Sportplatz Grunewald, Beginn: U Uhr. Leichtathletik: W a 1 dl a.u f meisterschaften des deutschen Makkabi-Kreises, S'tart und Ziel: Sportplatz Grunewald, Beginn: IVA Uhr. Hockey: Gesellschaftsspiele Bar Kochba Berlin I— Bar Kochba Hamburg I, 9 Uhr: Bar Kochba Berlin Damen—Bar Kochba Hamburg Damen. 10% Uhr; Tennisklub Grunewald I —Schild Hamburg I, 11% Uhr, sämtliche Spiele: Sportplatz Grunewald. Handball: Verbandsspiele u. a, JSG 33 II—JSK I, 1$X Uhr: Bar Kochba II—Makkabi I. 15K Uhr; Bar Kochba 1. Jugend—JSK II. 11H Uhr: Triton I— JSG 33 IV, 9 Uhr. Sämtliche Spiele: Sportplatz Grunewald. JSK 1. Frauen—JSG 33 2. Frauen, 12A Uhr. Sportplatz Niederschönhausen. Fussball: Verbandsspiel u. a. Hagibor 1. Jugend— Hakoah 1. Jugend, Ii Uhr, Sportplatz am Schäfersee. Tischtennis: Endrunden des Tischtennis-Turniers des Tennis-Clubs Kaiserallee, Klubhaus Wilmersdorf, Kaiserallee 49/50. Rheinland/Westfalen Boxen: 1. Bezirksmeisterschaften des Bezirks Mittelrhein im Landesverband Westdeutschland" des „Schild". Krefeld, Sporthalle der TUSPA Krefeld, WA Uhr. Fussball: DipIomspieJ Schild M. - Gladbach 2. Schüler—Schild Düsseldorf Schüler, M.-Gladbach, Platz am Alten Wasserturm; ITV 02 Köln I— Sportgruppe Düren I, WA Uhr, ITV 02 Köln II— S'portgruppe Düren II, 16 Uhr, beide Spiele: Sportplatz "Köln- Mülheim. Handball: Punktespiel Schild M.-Gladbach—Schild Düsseldorf. M.-Gladbach, Platz am Alten Wasserturm; JTV02 Köln Frauen — Sportgruppe Düren Frauen, Köln- Mülheim, 1334 Uhr. Tischtennis: Mannschaftsmeisterschaft des Schild Bezirk Industrie: Schild Goch—Schild Herne, Goch, Schildheim; Schild Bochum — Schild 'Bocholt, Bochum, Schildheim, Castroperstrasse. Turnen: Jugendklubkampf ISG Dortmund—Schild iGelsenkirchen, D,or$maa.d, .Turnhalle Oesterlandwehr 35; Vorturner stunde und 4-Klubkampf IS'V Wuppertal — ITV 02 Köln —Schild Bonn —Schild Aachen, Wuppertal, Neuenteich 89. Südwestdeutschland Fussball: Schild Darmstadt I—Schild Frankfurt a. M. I. Darmstadt. 15 Uhr; vorher Schüler: Schild Frankfurt a. M. II—ISV Offenbach A. H., Frankfurt a. M., 15 Uhr: ISV Offenbach Schüler—Philanthropin Schüler B, Offenbach, 10 Uhr. Handball: ISV Offenbach I—Schild Frankfurt a. M. II, Offenbach, 11 Uhr; Schild Frankfurt a. M. Jugend—ehemalige Philanthropin-Jugend, 1?>% Uhr, Philanthropin Frankfurt a. M. Frauen—Schild Frankfurt a. M. Frauen B, Frankfurt a. M., 11 Uhr. Platz am Bornheimer Hang. Tischtennis: Turnier Schild Mainz—Schild Wiesbaden, Wiesbaden, 15 Uhr, Sportsaal des Schild, Viktoriastrasse. Schlesien. Fussball: Vorrunde um die deutsche Makkabi- Meisterschaft: "Bar Kochba Breslau —Bar Kochba Beuthen/Gleiwitz komb., Breslau. Sportplatz Krietern. 15 Uhr; Vorrunde um die Reichsmeisterschaft des Sportbundes: Sportgruppe Breslau I—Sportgruppe Neisse I, N e i s s e, Sportplatz der Sportgruppe, vormittags. Turnen: Kunst- und Geräteturnen der Sportgruppe Breslau, Turnhalle der Sportgruppe Breslau, Neue Gasse 16. Kegeln: Wettkegeln der Kegelgruppen der Sportgruppe Breslau unter Teilnahme auswärtiger Kegelgruppen aus dem Reich. Leipzig Handball: Rundenspiele: Bar Kochba Leipzig I — Bar Kochba Dresden I, 14 Uhr, Sportplatz Dubener Landstrasse; Schild Leipzig I —Schild Dresden I, 14 .Uhr; vorher Schild Leipzig II—Schild Magdeburg L Sportplatz Thekla. . Fussball: Kundenspiele Bar Kochba Leipzig I— Bar Kochba Dresden L 15 Uhr, Sportplatz Dubener Landstrasse: Schild Leipzig I —Schild Chemnitz I, 15 Uhr, Sportplatz Thekla. Magdeburg Handball: Boxclub Berlin I—1. Jugend Schild, Magdeburg, 14J4 Uhr. Kordwestdeutsche Tischtennismeisterschaften. Am 21. März bringt Bar Kochba Hannover (Hannover, Gerberstr. 4 II r.\ wie alljährlich, an offen für alle ausgeschriebenennordwestdeutschen Tischtennismeisterschaften zur Darchführung. Nennungsschluss: 16. März, des Sportbundes erneut durchgesetzt. Besonders Breslau war ausserordentlich kämpfstark, obwohl es mit sehr vielen Jugendlichen an den Start ging. Die Kämpfe der Damen waren bei dem grossen Ausfall der Frankfurter und Stuttgarter Mädels ohne besondere Bedeutung, da den ISG- Mädels im Brustschwimmen jeder Gegner fehlte. Der Sportbund „Schild" plant nunmehr in den verschiedensten Städten Deutschlands weitere Sehwimmfeste, so dass die Nachwuchspflege besonders gut betrieben wrerden kann. So wird dieses Jahr hoffentlich ein weiteres Anwachsen der Kampfstärke des jüdischen Schwimmsports bringen. Paul Yogi Mayer, Berlin. Verlauf der Kämpfe Die ISG 33 Berlin, die den Löwenanteil der Meisterschaftsehren einheimsen konnte, ging in der 3 mal 100 m Männerlagenstaffel nicht nur als Sieger hervor, sondern stellte dazu noch eine neue Sportbundbestleistung auf. Die Zeit von 4.24,7 bedeutet eine Verbesserung um 28/to Sek. — Im 400-m- Kraulschwimmen der Männer entwickelte sich ein scharfer Kampf zwischen dem Titelverteidiger Zernik (Frankfurt a. M.), Trapowski (Berlin) und Auerbach (Köln). Zernik erfüllte hier die Erwartungen, die man in ihn gesetzt hatte, und siegte in der Zeit von 6.05,6. — Das 2 00-m-Brustschwimmen der Männer wurde eine sichere Beute des in fabelhafter Form befindlichen Titelverteidigers Tichauer (Berlin) in der Zeit von 3.09,4 Min. Richter (Frankfurt a. M.) und Abraham (Breslau) liefen als nächste ins Ziel ein. — Eine neue Reichsm e i s t e r i n aus dem Nachwuchs unserer weiblichen Schwimmerinnen brachte das 1 0 0 - m - Kraulschwimmen der Frauen. Ruth Schiess (Breslau) siegte vor Gerda Leschziner (Beuthen) in der Zeit von 1.41,3 Min. Die Schnellste in dieser Konkurrenz war Inge Cohn. (Leipzig), die sieh durch falsches Wenden um sicheren Sieg und Titel brachte. — Auch im 1 0 0 - m - K r a u 1 - schwimmen der Männer gelang es Zernik (Frankfurt a. M.), seinen Titel erfolgreich zu verteidigen. In einem rassanten Endspurt schlug er die beiden eifrigen Kölner Auerbach und Faller in 1.10,0 Min. — Die Frauenstaffel der ISG 33 Berlin holte sich in der 3 mal 100 m Bruststaffel für Frauen die Meisterlorbeeren vor Breslau in 5.37.2 Min. Leider war hier Leipzig dem Start ferngeblieben. — Eine grosse Ueberraschung hätte es beinahe im 100-m-Rückenschwimmen der Männer gegeben. Imbach (Beuthen) zog von Beginn an in einem unerhörten Tempo los. Es hatte den Anschein, als wenn ein neues Talent die Garde der Schild-Reichsmeister auffüllen wollte. Die Enttäuschung der Oberschlesier war grenzenlos, als Imbach bei jeder seiner schlechten Wenden fast eine Körperlänge verlor. Den Titel holte sich hier Königsherser (Breslau) in 1.30,5 vor Meysel (Berlin) und Imbach (Beuthen). — In der 3 mal 10 0 m Brust- Staffel für Männer verteidigte die ISG 33 Berlin ihren Titel mit Erfolg und stellte mit der Zeit von 4.25,8 einen neuen Rekord auf. der besonders dem Schlussmann, Tichauer, zu verdanken sein dürfte. Frankfurt, Breslau und Leipzig waren die Placierten. — Im 200-m-Brustsch Bimmen für Frauen bewies Gisela Schneider (Berlin) ihre gute Form. In der Zeit von 3.47,4 holte ^sie sich den Sieg, den ihr die Breslauerin Minnie Koslowski fast streitig gemacht hätte. Als dritte und vierte kamen Edith Freund (Breslau) und Susi Flörsheim (Berlin) am Ziel ein. — Das spannendste und gleichzeitig letzte Meisterscha.ftsrennen bildete die 3 mal 5 0 m K r a u I s t a f f e 1 für Männer. Nur wenige Meter trennten hier die Schlussmänner. Wieder einmal stellte die ISG 33 Berlin die Sieger in der Zeit von 1.39,9 vor ITV 02 Köln und der Sportgruppe, Breslau. In' den Rahmenkämpfen war die Besetzung ausserordentlich gut. Oberschlesien stellte hier das Hauptkontingent der Teilnehmer. Im Brustschwimmen der Alten Herren über 5 0 m siegte Salomon (Köln) überlegen vor Dr. Brinnitzer und Kassel (Oppeln). Das Kraulschwimmen für männliche Jugend über 100 m holte sich Kaufmann (Köln), das Brustschwimmen über die gleiche Strecke Hecht (Frankfurt a. M.), und das Brustschwimmen der weiblichen Jugend über 100 m sah Robinson (Berlin) erfolgreich. Willy Fuss, Beuthen O/S. Ergebnisse - 3X100 m Lagenstaffel Männer: 1. JSG Berlin 4.24,7 (Rekord!), 2. Sporiffiuppe Breslau. 3. ITV 02 Köln. 400 m Kraul Männer: 1. Zernik (Frankfurt a. M.) 6.05.6, 2. Trapowski (Berlin) 6.56,9, 3. Auerbach (Köln) 7.27.9. 200 ra Brust Männer: 1. Tichauer (Berlind 3.09,4, 2. Richer (Frankfurt a. M.) 3.23.9, 3. Abraham (Breslau), 4. Reich (Berlin). 100 Meter Kraul Frauen: 1. Schiess (Breslau) 1.41,3, 2. Leschziner (Beuthen), Inge Cohn (Leipzig) 1.39,1 distanziert. 100 m Kraul Männer: 1. Zernik (Frankfurt a. MJ 1:10.0. 2. Auerbach (Köln) 1.14.2. 3. Faller (Köln) 1.42.4. 3X100 m Bruststaffel Frauen: 1. JSG Berlin 5.37,2, 2. Sportgruppe Breslau 5.56,7. 100 rh Rücken Männer: I. Königsberger (Breslau) 1.30,5. 2. Meysel (Berlin) 1.33,2, 3. Imbach (Beuthen) 3 X 100 m Bruststaffel Männer: 1. JSG Berlin 4.25,8 (Rekord!), 2. Frankfurt a. M. 4.31,3. 3. Breslau. 4. Leipzig. 200 m Brustschwimmen Frauen: 1. Schneider (Berlin) 3.47.4, 2. Koslowski (Breslau) 3.53,2. 3. Freund (Berlin), 4. Flörsheim (Berlin). 3 x 50 m Kraul Männer: I. JSG Berlin 1.39.9, 2. JTV 02 Köln 1.42.4. 3. Breslau. Rahmenwettbewerbe: 50 m Brust Alte Herren: 1. Salomon (Köln) 46.2. 2. Dr. Brinnitzer (Oppeln) 53.1, 3. Kassel (Oppeln). — 100 m Kraul männliche Jugend: 1 Kaufmann (Köln) 1.18.4. 2. Kochmann (Berlin) 1.24,6. 3. Chang (Breslau) 1.27.0. — 100 m Brust, weibliche Jugend: 1. Robinson (Berlin) 1.48.8. 2. Kochmann (Berlin) 152,4 3 Wolff (Beuthen) 1.54,5. — 100 m Brust männliche^ Jugend: 1. Hecht (Frankfurt) 1.33,5. 2. Benjamin (Breslau) 1.36,0, 3, Schönwasser (Leipzig) 1.48,7, Kürze Sportnotizen Glickmann und Stoller in Front Während der jüdische Student Sammy Stoller gerade in Boston seinen neuen Hallen- Weltrekord über 60 Yards, die er in 6,1 Sekunden durcheilte, aufgestellt hat, ist indes Martin Glickmann auch nicht müssig, sich weiter in .die erste Reihe der weitbesten Sprinter zu schieben. Nach einem Sieg in Boston, wo er Johnson über 50 Yards in 5,4 Sekunden schlug, startete er in New-York beim Meeting der Mi 11rose Athletik Association. der grössten und interessantesten Hallenver mstaltung Amerikas. Hier musste er allerdings im Endlauf überraschend nur mit dem 2. Platz vorlieb nehmen, trotzdem er seinen Vorlauf vor dem Neger Peacock in 6,3 Sekunden, der schnellsten Zeit des Abends, gewonnen hatte. Hecht an der Riviera Der jüdische Spitzen - T e n n i s Spieler der Tschechoslowakei, „Laszi" Hecht, startet derzeitig mit wechselndem Erfolg auf den Rivieraturnieren. In Beaulieu schlug er u. a. den schwedischen Meister Schröder, musste sich jedoch dann in der Vorschlussrunde dem deutschen Meister Gottfried v. Gramm 3 :6, 3 :6 geschlagen geben. In Cannes blieb er über den Franzosen Brugnon erfolgreich, um später im Achtelfinale dem Engländer Peters in drei Sätzen zu weichen. Mit seinem Landsmann Ceynar als Partner bestritt Hecht in Monte Carlo die Herren-Doppel-Konkurrenz um den Butler-Cup. Nach einem harten Fünfsatz-Sieg über die Engländer Butler—Peters verloren die beiden Tschechen zum Schluss mit 2:6, 0:6, 7:5, 6:8 gegen Boussus—Brugnon. Jüdische Boxer in englischen Ringen Am 22. Februar boxte in London Jack H y a m s in der Endausscheidung zum Titelkampf gegen Jock Mc Avoy, der nun zum 25. März angesetzt ist, gegen den Waliser Meister Day Jones. Trotz tapferen Widerstandes seines Gegners stand Hyams Sieg nie in Frage. Sein klarer Punktsieg wurde überaus beifällig aufgenommen. Harry Mi zier, der bereits am 4. März im Rahmen der grossen Veranstaltung des Jewish Sportsmen Conimittee gegen Jimmy Walsh. den Meister seiner Gewichtskiasse antreten wird, hatte am gleichen Tag in Bristol den holländischen Leichtgewichtsmeister Robert Disch zum Gegner. Mizler zeigte sich in ausgezeichneter Form und vermochte in einem der schwersten Kämpfe seiner Laufbahn seinen holländischen Gegner mit knappem Punktvorsprung zu besiegen. Weitere Siege gab es in L o n d o n durch „Kid" Berg, der bei seinem „come back" geblieben ist und sich immer weiter in Front schiebt. Diesmal stoppte er seinen Landsmann Panter Purchase, der in der sechsten Runde, weit im Hintertreffen liegend, infolge einer Augenverletzung aufgeben musste. Auch Benny Ca plan, der sich die Erringung der Federgewichtsmeisterschaft zum Ziel gesetzt hat, erledigte eine weitere Etappe auf diesem Weg. Im Stadium Club London zwang er seinen Gegner Fred Morris in der neunten Runde zur Aufgabe. Lynch gegen Warnocfc Benny Lynch, der erfolgreiche Fliegengewichts- Weltmeister, hat am 2. Juni seinen Titel erneut zu verteidigen. Der Ire Warnock ist zu seinem Gegner bestimmt worden. Ruth Aarons und Barna englische Tischtennismeister Kurz vor ihrer Rückreise nach Amerika beteiligten sich die bei den Weltmeisterschaften so erfolgreichen amerikanischen Tischtennismeister an den britischen Titelkämpfen in L o n d o n. Während im Dameneinzel Ruth Aarons nach taktisch hervorragendem Kampf die vorjährige Meisterin Kettner (Tschechoslowakei) in fünf langen Sätzen niederzuringen vermochte, blieb bei den Herren Barna erfolgreich, der seinerseits im Endspiel McClurel (Amerika) ausschaltete. Im Herrendoppel siegten die glänzend aufeinandereingespielten Amerikaner Berenbaum — Schiff, und im Gemischten Doppel kamen Ruth Aarons —Blattner zu einem glatten Sieg. Sportbetrieb überall Berlin Verbandsspiele im Handball und Fussball Während am 28. Februar fast sämtliche Handballspiele dem unbespielbaren Boden zum Opfer fielen, führte der JSK seine Treffen ge*en „Maccabi" im Handball und gegen HajiboAm Fussball durch. Im Handball.™ der JBC „Maccabi" dem schiessgewaltigen JSK nie ein gleichwertiger Gejcrner, zumal er noch stark ersatzgesclw acht den

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