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Central-Verein-Zeitung · 1937-03-04 · 9 (4.3.1937) · page 14

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
9 (4.3.1937)
Date
1937-03-04
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Nr. 9 Beiblatt Palästina-Umschau der C.-V.-Zeitiuig, 4. Marz im Unruhen und friedliches Leben Von unserem ^-Palästina-Berichterstatter Tel-Aviv, den 24. Februar. Als so bald nach der :Abreise der König- Ii chen Kommission in Tiberias ' -wieder' organisierte Ueberfälle auf Juden erfolgten, geriet die Stimmung des jüdischen Palästina in höchste Alarmbereitschaft. Die arabische Presse versuchte sofort, politische Begründungen zu geben, insbesondere die Anwesenheit eines jüdischen Distriktoffiziers wurde als auslösendes Moment der Unruhen genannt Aber bald besann man sich auf arabischer Seite, dass man ja eigentlich beschlossen hatte, das Vorkommen politischer Gewalttaten überhaupt zu verurteilen oder gar zu leugnen und alle derartigen Fälle als unverantwortliche Taten krimineller Elemente zu FrätX SuepÜe Staat!, geprüft. Heilgehilfe, Massenr. Krankenpfleger, zugeL zu alL krankenkass. Spez. Veraltete Ischiasu. Rfientnaerkr. Sportverletzg.,Figaransgl..Entfett.- Mass. Charlottenburg 4, Wilmersdorfer Str. 125, C 1, 1948. brandmarken. Das erste amtliche Communique über diese Vorfälle war nicht geeignet, die .Haltung der Behörden als restlos objektiv erscheinen zu lassen. Es begann mit den Worten: „Beim Durchmarsch eines kleinen Trupps von Revisionisten" ... sei es zu den ersten Ueberfällen gekommen. Mittlerweile aber ist jedenfalls über einen Punkt Klarheit geschaffen worden: Die. Unruhen waren Tage vorher vorbereitet worden und es ist wahrscheinlich ein reiner Zufall gewesen, dass die ersten Steinwürfe auf die acht Mitglieder der revisionistischen Jugendorganisation „Betar", die auf der Wallfahrt zum Grabe Trumpekdors durch die Stadt zogen, gezielt waren und nicht auf die zahlreichen Mitglieder der Arbeiterjugend, die von Tiberias aus das gleiche Ziel aufsuchten, oder auf einen Bürger der Stadt. Charakteristisch war übrigens, 'dass offenbar nicht die arabischen Einwohner von Tiberias selber die ersten Angreifer waren, sondern dass verhetzte Elemente aus den Dörfern der Umgegend sowie Mitglieder beduinischer Stämme, die sich in der, Gegend befanden, sich seit Tagen, wie auf eine gemeinsame Parole, in <ler Stadt zusammengezogen hatten. Glücklicherweise gab es diesmal in Tiberias keine Todesopfer, wohl aber vierzig Verletzte, darunter 'Juden, Araber und auch zwei englische Polizisten. Die arabischen Einwohner von Tiberias selber haben schnell zur friedlichen Zusammenarbeit mit ihren jüdischen Mitbürgern zurückgefunden. Allgemein aber war der Verlauf des Unrubetages selber bezeichnend dafür, dass auch die Behörden etwas gelernt haben. Zwar hat bedauerlicherweise das Schnellgericht, das noch am selben Tage die Verhafteten aburteilte, oft keinen Unterschied zwischen Angriff " und Notwehr gemacht, aber die Behörden haben schnell und energisch eingegriffen. Polizei und Militär wTaren reichlich genug vorhanden, und es gelang, im Gegensatz zu früheren Fällen, einen grossen Teil der Ruhestörer dingfest zu machen, und der Polizeichef erklärte, noch am Schabbat, er würde von nun ab ohne Warnung auf jede Menschenansammlung scharf schiessen lassen. Gleichzeitig aber rückten, beim ersten Bekanntwerden der Vorfälle von Tiberias, starke Truppenabteilungen in all die Gegenden um Nablus, und .an anderen Orten ein, die im Sommer und Herbst 1936 die Operationsbasis der bewaffneten Banden gebildet hatten. So gelang es diesmal, wirkliche Unruhen — wenn solcbe überhaupt in grösserem Umfang beabsichtigt waren — im Keime zu ersticken. Weit schwerer und weit weniger erfolgreich ist dagegen der Kampf gegen die einzelnen Mordüberfälle, die sich namentlich im Norden des Landes immer wieder ereignen und immerhin ernste Symptome sittlicher Verwilderung und politischer Spannung darstellen. Zwar hat eine Abordnung des jüdischen Nationalrats (Waad Leumi) bei dem Vertreter des beurlaubten High Commissioner, dem Chefsekretär der Palästinaregierung Sir John Hathorn Hall, die Besorgnisse der jüdischen Bevölkerung über die ungenügende Sicherung der öffentlichen Ruhe und Ordnung, die sich bei den Vorfällen in Tiberias und Safed wiederum, gezeigt hat, zum Ausdruck gebracht. Trotzdem fielen auch in dieser Woche wieder an einem Tage zwei Opfer, in Haifa ein arabischer Polizist, im Emek ein junger Einwanderer aus Deutschland, der 23jährige Chaim Bruck, Mitglied der Kwuzat Chugim. Er befand sich unbewaffnet auf dem Heinrweg von einer benachbarten Siedlung, als er erst durch einen Schuss aus dem Hinterhalt kampfunfähig gemacht und dann durch einen Dolchstoss getötet wurde. Er hatte während der Unruhen als Gaffir gekämpft und war mehrfach aus schwerer Lebensgefahr glücklich gerettet worden. Jetzt, bei friedlicher Arbeit, erreichte ihn die Kugel des Mörders. Seine Beisetzung kam einer Massenkundgebung des Emek und der benachbarten Kolonien gleich. ■ Auch Safed befindet sich immer noch in der Macht arabischer Terroristen. Alle Fellachen, die die Stadt verlassen, werden durchsucht, ob sie nicht Waren von Juden gekauft haben. Die' Araber werden am Betreten der jüdischen'Viertel mit Gewalt gehindert. Fünfzehn christliche und mohammedanische Einwohner •von Nazareth wurden von den Terroristen „zum Tode verurteilt".. Eine Liste dieser Todeskandir dateh wurde beim Eingang in die Moschee ge-. funden. Man würde aber völlig fehlgehen in 'der Annahme, dass alt diese Vorfälle-sichnun zu "einet . ständig sichtbaren Hochspannung, einer Art latentem Kriegszustand, summierten. In den gemischten Städten spielt sich Handel und Wandel in völlig normalen Formen ab, Araber und Juden in unauflösbarer Mischung bevölkern die grossen Geschäftsstrassen, Araber kommen nach Tel-Aviv und Juden nach Jaffa. Auf den grossen Ueberland-Autostrassen wird es mit der Einstellung' des Verkehrs bei Einbruch der Dunkelheit schon nicht mehr so genau genommen. . Und .als einziges sichtbares Symptom der ungeklärten Lage, die sich ja allerdings mindestens so sehr auf die bevorstehenden ..politischen Entscheidungen wie auf die Terrorakte bezieht, bleibt eigentlich nur zu erwähnen, dass der traditionelle Purim- Karneval in Tel-Aviv in diesem Jahr abgesagt wurde. Nur Kinder, die meist als Matrosen und Hafenarbeiter kostümiert waren, zogen durch die Strassen und wurden von einem viele Tausende zählenden Publikum freudig begrüsst. Der wirklich organisierte Kampf zwischen den beiden Bevölkerungsgruppen spielt sich gegenwärtig vielmehr auf politischem und ■wirtschaftlichem Gebiet ab. Die Dynastien von Saudiarabier und Transjordanien versuchen, sich gegenseitig den Rang abzulaufen, um die ersten am Platze zu sein, falls die Königliche Kommission etwa empfehlen sollte, zum mindesten.die rein arabischen Teile Palästinas zu einem arabischen Königreich unter britischem Mandat zu machen. In London und Genf haben beide Parteien die Aufklärungsarbeit aufgenommen. Das Büro des Internationalen Moslemitischen Kongresses in Jerusalem, das unter dem Patronat des Mufti seit dem ersten Moslemitischen Kongress vom Dezember 1931 arbeitet, trifft Vorbereitungen zu einem zweiten Kongress, der im April oder Mai abgehalten werden soll. Als Tagungsorte werden Kairo, Damaskus, Genf und Paris genannt. Jerusalem als Tagungsort dürfte dem Einspruch der Palästina-Regierung begegnen. Man erwartet, dass sich der zweite Internationale Moslemitische Kongress u. a. mit einem Aufruf an die islamische Welt beschäftigen wird, in dem die Mohammedaner aufgefordert werden, die heiligen Stätten des Islam in Palästina vor den angeblichen Angriffen der Juden zu schützen. Auf wirtschaftlichem Gebiet entfalten die Araber, für ihre Verhältnisse, eine relativ starke Initiative und Gründungstätigkeit, und sogar eine neue 'Zigarettenmarke, Erzeugnis einer neuen arabischen Fabrik, hält den Namen des Rebellenführers Fauzi el Kaukyi lebendig, der übrigens entgegen englischen Pressemeldungen noch nicht wieder nach Palästina zurückgekehrt ist. Auf jüdischer Seite gehen Arbeit und Planung in verstärktem Tempo weiter. Allen Widerständen zum Trotz, setzt Tel-Aviv seine seewärts gerichtete Entwicklung fort. Der. Hafen hat einen neuen Rekordtag mit 850 Tonnen Güterumschlag hinter sich. Vier grosse Dampfer lagen auf der Reede, die elektrischen Kräne waren in Tätigkeit, auf der Mole schleppten kleine Feldbahnlokomoiiyen die Lorries hin. und.her, im Leichterhafen bugsierten Motorschlepper die Leichter, die zum Teil schon an Ort und Stelle gebaut worden sind, an den Kai. Gleichzeitig dröhnen von Jaffa herüber die Sprengschüsse, welche die fortschreitende Modernisierung des Konkurrenzhafens anzeigen — eine Konkurrenz, die bei friedlichem Wettbewerb beiden Häfen eine durchaus angemessene Existenzmöglichkeit lassen kann. Das Messegelände, an das sich der Hafen ja anschliesst, bietet heute ein betriebsameres Bild als je zwischen zwei Messen. Die Lager und Zollhallen, die Arbeiten am Ausbau des Hafens, die Büros der Handels- und Schiffahrtsfirmen' beschränken sich nicht nur auf die Neubauten im eigentlichen Hafengelände, sondern auch einige Messepavillons werden dazu mitbenutzt. Aus: anderen Pavillons dröhnt das Geräusch von Maschinen — Fabriken, die ihren Sitz von Jaffa hierher verlegt haben. Dazwischen exerziert, auf einigen Rasenplätzen, die englische Garnison, die selbstverständlich im Pavillon Grossbritannien ihr Quartier aufgeschlagen hat. Daneben ist jetzt ein grosses Projekt gestartet worden, das im Stadium der ersten Beratungen noch von dem verstorbenen Bürgermeister Diezengoff gefördert worden war. Eine Gruppe unter Führung von Oberst Kisch und Mr. Gruenblätt hat es unternommen* durch Errichtung eines grossen Dammes dem Meer einen neuen Strandstreifen von VA Kilometer Länge und 150 Meter Breite abzugewinnen und darauf ein Erholungs¬ und Sportzentrum, verbunden mit einer Ladengalerie usw. für die Einwohner Tel-Avivs und die Fremden zu errichten. Badestrand, Parke, Sportplätze und Promenaden sollen zwei Drittel der neu gewonnenen Fläche von 350 000 Quadratmeter bedecken, nur der Rest darf bebaut werden. Die Str and verschöne rungs- und Promenaden- Anlagen, die im Zusammenhang damit. geplant sind, sollen allmählich vom Kasino,, der Einmündung der Allenbystrasse auf den Strand, bis nordwärts zum Hafen .durchgeführt werden. Die Herbert-SamuelrPromenade,, .die bisher in" suemlich primitivem Zustand die unmittelbare Seepromenade bildet, wird künftig den inneren Rand des neuen Viertels darstellen und auf einer Breite von 27 Meter ausgebaut werden, während an der neuen Wasserkante eine neue Promenade angelegt werden wird. Der erste, 2Vs Jähre umfassende Bauabschnitt, der die Beschäftigung von 1Ö0Ö Arbeitern und die Investition von 700 000 LP Evlfrh Mvanal Malermeister, BERLIK W 05 Cnifll Hl dUtSi MarbtirgerStr.2rTel.:B4Bav.O830 vorsieht, wird, wie Mr. Gruenblätt der Redaktion von „Palestine and Middle East" mitteilt, noch in diesem Sommer in Angriff genommen werden, wenn -bis dahin die restlichen Formalitäten erledigt sind. Jüdischer Arzt aus Deutschland in Beisan erschossen Der einzige jüdische Einwohner von Beisan, der aus Deutschland eingewanderte Arzt Dr. Jeseph Lehrs, ist am 26. Februar um 2 Uhr 45 Min. morgens in seiner Wohnung heimtückisch von Arabern erschossen worden. Nach dem Polizeibericht klopften drei Araber zu dieser Zeit an die Tür des Arztes und schössen ihn nieder, als er öffnete. Auch auf die sie verfolgenden Polizisten gaben die Mörder Schüsse ab, ohne jedoch jemanden zu verletzen. Die Täter sind unerkannt entkommen. Dr. Lehrs praktizierte früher in Berlin- Moabit, Gotzkowskystrasse, und erfreute sich ausserordentlicher Beliebtheit bei seinen Patienten. Er lebte dann in Beisan, hatte die Stadt aber auf Wunsch der englischen Polizei, die während der Unruhen im vorigen Jahr für sein Leben nicht garantieren zu können meinte, verlassen; er ist dann, offenbar nachdem die Unruhen beendet schienen, auf Bitten der Araber nach Beisan zurückgekehrt. Seine Praxis kam ausschliesslich Arabern zugute. Dr. Lehrs' Gattin wohnt in Haifa. Die Polizei hat eine Belohnung von 500 Pfund für Mitteilungen ausgesetzt, die zur Entdeckung der Mörder von Dr. Lehrs führen können. Weitere 500 Pfund sind als Belohnung für die Ausfindigmachung des Mörders von Chaim Bruck ausgesetzt worden. * 'Auch an den folgenden Tagen dauerten die Unruhen fort. Eine Gruppe von sieben Juden wurde bei einem Spaziergang an der Bahnstation zur Siedlung Kfar Chassidim durch arabische Terroristen beschossen. Einer wurde, leicht verletzt. Auch auf eine Baracke jüdischer Arbeiter in Nees Ziona wurden Schüsse abgegeben. Eine Kugel traf das Bett eines Kindes; dieses blieb glücklicherweise unverletzt. Am 28. Februar war die Synagoge in Haifa das Ziel eines Bombenanschlages. Die Eingangstür und die Fenster wurden zertrümmert. In der Nähe von Jerusalem wurde die Wasserleitung durch Terroristen beschädigt. Von den Feldern der jüdischen Kolonie Jawniel haben Araber 25 Schafe geraubt. In Haifa wurde am 1. März der Autobus einer jüdischen Gesellschaft von Arabern mit Steinen beworfen.- Ein jüdisches Mädchen wurde hierbei verletzt. Ihr Zustand soll ernst sein. Eine bewaffnete Araberbande bemächtigte sieh der Schafherde der jüdischen Kolonie Mizpa. Die eintreffende Polizei wurde von arabischen Schützen, die sich in den umliegenden Bergen versteckt hielten, beschossen. Während die Polizei mit der Abwehr dieses Feuer Überfalls beschäftigt -war, gelang es der Bande, die Herde fortzutreiben. Die beiden jüdischen Polizisten in Semach sind von Arabern beschossen worden. Sie wurden nicht verletzt. Bei Sedjera sind auf den jüdischen Kutscher Alter Kurkin von Arabern Schüsse abgegeben worden. Die erst vor kurzem auf Keren Kajemei-Boden im Beisan- Gebiet errichtete Siedlung Hassade wurde wiederum von einer bewaffneten Araberbande angegriffen. Ein Kolonist wurde leicht verletzt. Mit Rücksicht auf die Fortdauer des von den arabischen Terroristen geführten Kleinkriegs sind zahlreiche frühere Hilfspolizisten wieder zum Dienst einberufen und mit Waffen versehen worden. * Das Jerusalemer Appellationsgericht hat das- Todesurteil gegen den Araber, der die aus Berlin eingewanderte Frau Julie Koller bei Haifa ermordet hat, in eine 15jährige Gefängnisstrafe umgewandelt, da der Mörder zur Zeit der Tat noch nicht 18 Jahre alt gewesen sei. Die Haltung der Araber Wie aus Damaskus, gemeldet wird, wird dort eine Werbeaktion zum Eintritt in die palästinensische Terroristenbande durchgeführt. An dieser Aktion soll besonders der Scheich Abdulla Abu- Junes, der vor etwa -drei Wochen aus Haifa geflohen ist, beteiligt sein. Es heisst, dass er versuche, arabische Banden in Syrien zu organisieren, um an ihrer Spitze in Palästina einzufallen und besonders die Gegend von Haifa zu terrorisieren. * Wie die in Aegypten erscheinenden Zeitungen berichten, hat der G r o s s m u f t i von Jerusalem während seines Aufenthalts Vertretern der Presse erklärt, seine Reise nach Mekka habe nichts mit politischen Angelegenheiten zu tun, sondern diene nur der Erfüllung des religiösen Gebots. Dazu schreibt die hebräische Tageszeitung „Dawar", dass dies nur eine Redensart sei. Oeffentliche Konferenzen mit Mohammedanern anderer Länder werde zwar der Mufti nicht abhalten, denn dagegen habe König Ibn Saud in entschiedenster Weise.Stellung genommen, dagegen würden aber wohl geheime Sitzungen stattfinden, in denen gemeinsamearabische' Interessen besprochen werden würden. Zweifellos werde sich der Mufti mit ■dem transjordanischen Emirat und seinen angeblichen Sünden gegenüber der arabischen Nationalbewegung beschäftigen. In erster Reih© werde selbstverständlich das Palästinaproblem zur Sprache kommen und die Geld- und Waffenhilfe, die die mohammedanische Welt im Fall neuer Unruhen leisten soll. * . Arabische Notabein in Haifa sollen beschlossen haben, in den Moscheen eine Propaganda-Aktion gegen den das gesamte Wirtschaftsleben lähmenden Terror durchzuführen und einen öffentlichen Aufruf gegen die Terroraktionen zu.erlassen. * Um die Königliche Kommission ist nach den wichtigen Londoner Vernehmungen der vorigen Wochen jetzt Ruhe eingekehrt. Man hört, lediglich, dass die früheren High Commissioners von. Palästina, Sir Herbert Samuel und Sir John. Chancellor, neuerdings in geschlossener Sitzung vernommen wurden, und dass die in London studierenden arabischen Studenten ihr eine Denkschrift über die arabischen Forderungen überreicht haben. Häuser für Araber in jüdischen Vierteln? Unter den jüdischen Bewohnern der neuen Vorstädte von Jaffa herrscht lebhafte Beunruhigung darüber, dass die Regierung entschlossen zu sein scheint, mitten in diesem jüdischen Wohngebiet Häuser für die Araber zu errichten, die durch die Demolierungsarbeiten in der Jaffaer Altstadt obdachlos geworden sind. Gleich als bekannt geworden war, dass die Behörden für die Errichtung dieser Häuser ein Grundstück in Aussicht genommen haben, das an der Strasse, liegt, die die jüdischen Vorstädte im Süden von Jaffa über Mikwe Israel mit Bajit Wegan verbindet, waren Vorstellungen unter Hinweis auf die Sicherheitsfrage erhoben worden. Die Jewish Agency richtete ein Gesuch an die Regierung, in dem gebeten wurde, ein anderes Grundstück auszuwählen, und Proteste gegen den Plan erschienen in der jüdischen und in der arabischen Presse. Nachdem die Jewish Agency Ende Januar den Fall nochmals dem High Commissi oner auseinandergesetzt hatte, erklärte sich, die Regierung bereit, ein anderes Grundstück zu wählen, vorausgesetzt, dass die bereits gemachten Ausgaben erstattet würden. Obschon die jüdischen Vertreter eine angemessene Summe boten, wurde das Angebot von den Distriktsbehörden abgewiesen. Sie ordneten an, dass die Arbeiten auf dem Grundstück fortgesetzt werden. Professor Dr. Hugo Bergmann auf der Reise durch Europa und Amerika Der Direktor der Hebräischen Universität Jerusalem, Professor Dr. Hugo Bergmann, hat eine Reise durch Italien, Tschechoslowakei, Polen sowie Amerika begonnen, um überall über die Hebräische Universität zu sprechen. Er wird von dem Leiter der Propagandaabteilung der Universität, Alfred Beiger, begleitet. Er hielt sich einen Tag in Rom auf. Dort wurde er von bekannten Gelehrten und Universitätsprofessoren begrüsst. In Prag, wo er als Bibliothekar an der tschechischen Karls-Univefsität wirkte, wird er einen Vortrag über die Universität Jerusalem in tschechischer Sprache im Rundfunk halten. * Wie „Haarez" mitteilt, hat die Jury den von der Tel-Aviver Stadtverwaltung gestifteten jährlichen Bialik-Preis in Höhe von 50 Pfund diesmal dem hebräischen Dichter David Schimonowitsch für sein Dichtwerk „Mazewa" verliehen. ¥ Auf seiner Europareise für die Aktion Miphal Bizzaron ubitachon berührte der Direktor des Keren Hajessod und ehemalige Vorsitzende der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Kurt Blumenfeld, in der letzten Woche Wien und Amsterdam. Kurt Blumenfeld wird ausserdem noch in einer Reihe holländischer Städte sprechen. Senden Sie mir bis auf Widerruf - die C.-V.- Zeitung 33 Pfennig für März und eine einmalige postalische Nachgebühr von 20 Pfennig zahle ich bei Vorlage der Postquiftung an den Briefträger. Name: Ott— Strasse :- Ausschneiden und mit 3 Pfg. frankiert (oder auch unfrankiert) senden am C - V. - Zeitung, Vertrieb, Berlin W 15, Emser Strasse 42. J 2 Oliva 8141.

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