Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 8 (25.2.1937)
- Date
- 1937-02-25
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2277379-2277516-2277524--11656-2281208- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Neue Opfer Die Chronik der Unruhen, die während der. letzten Wochen das Land erschütterte, muss diesmal leider wieder etwas mehr .Einzelheiten als .während der ruhiger verlaufenen .vergangenen [Wochen und Monate aufzählen. Es kann kein Zweifel darüber bestehen, dass die Terrortätigkeit der Araber wieder stärkere Formen angenommen hat: Am 16. Februar wurde in das Rathaus V o n Hai f a eine Bombe geschleudert. Durch 'den Luftdruck bei der Explosion wurden zahl- ■.teiche■ "Fenster .zertrümmert.■ '. Die Täter sind entkommen. Gegen eine Gruppe von 15 Juden in der Jerusalemer Altstadt wurde eine Bombe geschleudert, die glücklicherweise nicht explodierte. Arabische Terroristen drangen in den Balfour-Wald bei Ginegar im Emek Jesreel und rodeten viele Bäume aus. Auch 'von diesen Tätern fehlt jede Spur. Am 17. Februar wurde die vor einiger Zeit neugegründete Siedlung Hassade bei Beisan •von Arabern beschossen. Verletzt wurde niemand. Auch die Kolonie Ruchan.a wurde von einer Bande bewaffneter Araber angegriffen ,-und beschossen. Mehrere Rinder wurden getötet. Am 18. Februar wurde in das Haus des Stadtsekretärs von Haifa, Jussuf el Chativ, eines Schwiegersohnes des Bürgermeisters von Haifa, eine Bombe geschleudert. Der Sachschaden war bedeutend, verletzt wurde niemand. Bekanntlich ist der Bürgermeister von Haifa selbst vor kurzem das Ziel eines arabischen Attentats gewesen. Am 19. Februar kam es in der Gegend von T i b e r i a s zu ernsten Unruhen., Araber, die nach dem Morgengottesdienst die Moschee verliessen, warfen Steine gegen jüdische Passanten und später gegen einen Autobus, in dem uniformierte Revisionisten nach Tel Chai fuhren. Die Insassen des Autobusses erwiderten die Steinwürfe. Es kam zu einem Handgemenge, dem die Polizei durch Verhaftung mehrerer Araber ein Ende machte. Bei Hem Zusammenstoss wurde ein Jude durch einen Messerstich schwer verletzt; er musste nach Haifa ins Krankenhaus gebracht werden. Ein zweiter Jude ist-;durch Steinw.ürfe schwer verwundet worden. Insgesamt haben etwa 30 Juden und 30 Araber .Verletzungen, durch Steinwürfe erlitten.-, •Nachdem die streitenden" Parteien getrennt .worden waren, griff--die arabische. Menge die; PrQlizeTstation, zu der ,die Gefangenen gebracht worden - waren, an. Es gelang 'ihr, die Verhafteten zu befreien. Zwei britische und ein palästinensischer Polizist wurden - verwundet; Die/rPqlizei, gab drei Salven ab. Hierbei wurde'noch ein Araber verwundet. Ueber Tiberias ist der Ausnahmezustand verhängt worden. Das Betreten der Strassen nach 7 Uhr abends ist verboten. Von den bei den Ausschreitungen festgenommenen Personen wurden drei Araber und drei Juden in Haft behalten, und bereits am nächsten Morgen abgeurteilt. Ein Araber wurde zu zwei, ein zweiter zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, ein Jude zu zwei Monaten. Das Urteil gegen die übrigen Beschuldigten steht noeh aus. Auch am 20. Februar ist wieder ein mit Juden besetzter Autobus in Tiberias mit Steinen beworfen worden. Drei Juden wurden leicht verletzt. Andererseits schleuderten Juden Steine gegen einen mit Arabern aus dem Hauran besetzten Autobus, wobei ein Insasse leicht verwundet wurde, Drei Juden' wurden verhaftet, zwei von ihnen zu je zwei Jahren» der dritte zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Am gleichen Tage wurden vereinzelte Schüsse auf die jüdischen Siedlungen Mizpa Keueret und Migdal Zedek abgegeben. Am 22. Februar ist der aus Deutschland eingewanderte 21jährige Lehrer Chaim Brock auf dem Rückwege von Tel Amal nach Bet Alpha von Arabern niedergestochen worden. Man fand neben ihm einen blutbespritzten Zettel mit den Worten: Araber haben mich erstochen. Ich sterbe. Grüsset meine Angehörigen und meine Freunde. 3er Lieferanten Ist 'die Stellung 3er palästinensischen Importeure einmal dadurch geschwächt, dass sie heute nicht mehr so gute Abnehmer sind wie in den Zeiten der höchsten palästinensischen Investitionskonjunktur. Hinzu kommt, dass die palästinensischen Importeure sich bisher generell die freie Wahl ihrer Bezugsquellen offengelassen hatten, also sich nicht zum ausschliesslichen Bezug beim Kartell verpflichten wollten. Jetzt aber sind Schritte eingeleitet worden,. um. eine Organisation der. palästinenT sischen Eisenbezieher zu bilden und,über diese", auf der Basis eines festen Monatskontingehts von. ' 3500 Tonnen, in ein : festes; Vertragsverhältnis mit dem Eisenkartell zii gelangen und auf diese wenigstens die Lieferungs- . bedingungen' dereingeschriebenen-. .: KartellV künden zu erhalten, "im Jahre 1934 hatte Palästinas Einfuhr an Stabeisen, Trägern, Röhren und Teilen davon rund' 100 000 Tonnen betragen. * Dem jüdischen Bauernverband sind in der Nähe von Rechobot 800 Dunam Staatsländereien zur Ansiedlung von 400 jüdischen Landarbeitern übertragen worden. Ueber eine ähnliche Siedlung in der Nähe von Chedera wird noch verhandelt. Ht$3?49.M>m»lA(*i& Das Hole-Gebiet Von unserem ^-Palästina-Berichterstatter Tel-Aviv, den 15. Februar. Wohl wenig Länder vereinigen auf so engem Raum eine solche Fülle von Gegensätzen wie das kleine Palästina. Es entspricht ganz der .widerspruchsvollen Natur dieses Erdstriches, .dass in einem Bezirk die Notwendigkeit der .Bewässerung, in einem anderen die Notwendigkeit der Entwässerung in extremsten Formen auftreten. Wassermangel und Wasserüberfluss, Dürre und Sumpf sind die beiden Feinde, die einen so grossen Teil des Bodens lange Jahrhunderte hindürctuder menschlichen Besiedlung . entzogen haben. Aber diese beiden Feinde haben 'e&$km M&sM MisU den Boden erst erobert. In Jahrhunderten der Vernachlässigung und Verwüstung waren die Anlagen verfallen, mit denen menschlicher •Erfindungsgeist das Wasser reguliert und den •Boden gepflegt hatte, ja die Tatkraft der Menschen selber war erlahmt. Aber gerade die jüdische Pioniertätigkeit hat in den letzten Jahren bewiesen, dass dieser Schaden, wenn auch mit ungeheurem Einsatz, wieder gut zu machen ist. Gerade in diesen Tagen sind wiederum ein grosszügiges E n t Wässerungsprojekt und ein umfassendes B e Wässerungsprojekt der Verwirklichung um einen entscheidenden Schritt näher gerückt, beide in ihrer Art die grossten Unternehmungen der neueren palästinensischen Siedlungsgeschichte. In der Erschliessung des . Hulegebietes ist durch den Abschluss "eines Vorvertrages zwischen der Konzessionärin, der Palestine Land Development Company, und der grossen Siedlungsgesellschaft ICA eine neue Etappe erreicht worden, und die Wassergesellschaft für das westliche Emek Jesreel hat ihre Arbeit aufgenommen. Das Hulegebiet besteht seit undenklichen Zeiten zu einem grossen Teil aus Sumpf und See. reizvoll als eine Art von Naturpark und Jagdgebiet, aber schon durch die schwere Malaria-Gefahr der Siedlung fast ganz verloren. Im wesentlichensind es nur kleine Gruppen von'Halbbeduinen, die sich dort durch Herstellung von Schilfmatten, Viehzucht und Fischfang äusserst bescheiden ernähren und mit ihren transportablen Schilfhütten von Ufer zu Ufer ziehen. Auf den Höhen aber, die das Hule-Tal umgaben, liegen einige der ältesten und blühendsten jüdischen Siedlungen wie Metoulla, Ajelet Haschachar und Tel Chaj, wohin in diesen Tagen wieder Tausende von jüdischen Arbeitern wallfahren,, um das Andenken Josef Trumpeldors zu ehren, der hier am letzten Tage des Februar, vor 17 Jahren, bei der Verteidigung dieser Siedlung gefallen ist. In. alten Zeiten aber gehörte, dieses Gebiet zu den fruchtbarsten Teilen des -Landes, und verschiedene Stellen der Bibel, sowie auch Zeugnisse aus späterer Zeit, rühmen seihen Reichtum. Gründliche Untersuchungen, die von verschiedenen unabhängigen, beamteten und privaten Sachverständigen in neuester Zeit und mit den Mitteln modernster Forschung angestellt worden sind, bestätigen übereinstimmend, dass der Boden besonders fruchtbar ist und dass dieses Gebiet nach einer gründlichen Sanierung, das beste Siedlungsgebiet des Landes werden könne. Schon vor dem Kriege hatte sich die zionistische Organisation um die Konzession zur Erschliessung des Bezirkes bemüht. Aber die Verhandlungen verliefen ergebnislos. Wirtschaftsnachrichten Die G e s am tausleihungen der in Palästina arbeitenden in- und ausländischen Banken an die palästinensische Wirtschaft betrugen um die Jahreswende 9,68 Millionen LP, verteilt auf etwas, über 50 000 Kreditnehmer, so dass die Durchschnitts-Ausleihung etwas weniger als 200 LP je Kunde beträgt. Diesen Ausleihungen stehen 17 Millionen Depositen gegenüber, .ein Zeichen, wie vorsichtig die Banken, trotz einer deutlichen Tendenz zu aktiverer Kreditpolitik, nach wie vor operieren, um den Sicherheits- und Liquiditätserfordernissen eines so jungen Aufbaulandes Rechnung zu tragen. Grösster Kreditnehmer ist die Zitruswirtschaft mit 17,1 Prozent der Kreditsumme, dicht gefolgt vom Grosshandel — zum grossen Teil wohl auch Einfuhrhandel — mit 15,0 Prozent. Auf die Industrie entfallen nur knappe 12 Prozent. Davon erhielt ein knappes Fünftel die Lebens¬ und Genussmittel-Industrie, eine Quote, die ungefähr dem Anteil dieser Branche an dem investierten Industriekapital entspricht. Bei der Textil- und Bekleidungsindustrie dagegen ist der Anteil am industriellen Kreditvolumen, mit beinahe einem Viertel, grösser als der Anteil am investierten Grundkapital der palästinensischen Industrie. Das gleiche gilt von der Metall- und Maschinenindustrie, während bei der chemischen Industrie gerade das umgekehrte Verhältnis herrscht. Mehr als zehn Prozent der ausgegebenen Bankkredite entfallen auf zahlreiche kl.eine Einzeldarlehen an Privatleute. Betriebe oder Genossenschaften der Land- und Vi eh Wirtschaft — ausser Zitruspflanzung — erhielten 8,9 Prozent, der Einzelhandel 6,4 Prozent, Investment-Gesellschaften, Banken und Versicherungen zusammen 5,6, Bodenkäufer 5,3 Prozent. Ausgrabungen bestätigen einen Bibelvers Der Altertumsforscher Professor Glueck hat, wie der ITA aus Jerusalem gemeldet wird, im Waadi ei Araba, der sich vom Toten Meer bis zum Golf von Akaba hinzieht, Ausgrabungen gemacht, die zur Aufdeckung von Kupfer- und Eisenbergwerken geführt haben, die wahrscheinlich im Laufe des 12. und 11. Jahrhunderts vor der bürgerlichen Zeitrechnung,, und insbesondere während der Regierung von König Salomon im 10. und 9. Jahrhundert, ausgebeutet worden sind. Professor Glueck hat vor drei Jahren eine Expedition in den Waadi el Araba gemacht und diesen Bezirk auch vom Flugzeug aus durchforscht. Es wurden viele Ueberreste von Berghütten und Schmelzöfen gefunden. An Hand von Tonscherben, die dort gefunden wurden, gelang es, Rückschlüsse auf die Zeit zu machen, in der die Hütte und Oefen im Betrieb gewesen waren. Er ergab sich, dass dies im wesentlichen die Zeit König Salomons gewesen Recht gering ist der Anteil der Gemeinden und öffentlichen Versorgungsbetriebe mit zusammen 2,4 Prozent. # Nach den Feststellungen der Histadrut beläuft sich die städtische Arbeitslosigkeit zurzeit nur auf 21h Prozent; demgegenüber besteht bekanntlich in den landwirtschaftlichen Siedlungen ein, ieilweise freilich saisonbedingter Mangel an Arbeitskräften. Zum Vergleich sei daran erinnert, dass während der letzten Weltwirtschaftskrise die Arbeitslosigkeit in verschiedenen europäischen und amerikanischen .Industrieländern mehr als 20 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung betragen hat. * Die wachsenden Schwierigkeiten der Rohstoffversorgung haben jetzt zu einer Aktion der palästinensischen Eisenimporteure geführt. Wie bekannt, sind die Eisenwerke in allen wichtigen Ländern durch die anziehende Weltkonjunktur gut beschäftigt, der Zwang zum Export um jeden Preis, der der palästinensischen Wirtschaft in den letzten Jahren so sehr zugute gekommen war, hat erheblich nachgelassen. Die Preise haben angezogen, die Zahlungsbedingungen der Lieferwerke sind weit weniger entgegenkommend als etwa vor zwei Jahren und in einzelnen Ländern wird die Ausfuhr von Materialien, die irgendwie mit der Rüstungsindustrie zusammenhängen, sogar in irgendeiner Form staatlich überwacht und gedrosselt. Es ist bekannt, dass diese Entwicklung z. B. den Warentransfer aus Deutschland schon wesentlich erschwert hat. Hinzu kommt eine Stärkung der internationalen Eisenkartelle durch den Beitritt der wichtigsten Aussenseiterwerke in Belgien, Polen und deT Tschechoslowakei. Gegenüber dieser erstarkten Front Abs den Vortragssälen Alexander Guttmann: Dezisionsmotive im Talmud Der Talmud-Dozent der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums, Berlin, Rabbiner Dr. Alexander Guttmann, sprach im Rahmen der Montagabend-Vorträge der Anstalt über die Leitlinien, von denen her sich die talmudischen Entscheidungen bestimmen. Im Gegensatz zur schriftlichen Lehre war die mündliche Lehre, deren Ergebnisse im Talmud niedergelegt sind, entwicklungsfähig. Da nach dem Untergang des jüdischen Staates eine mit Machtmitteln ausgerüstete Institution fehlte, bestand die Gefahr der Zersplitterung. Um dieser Gefahr vorzubeugen, suchte man einheitliche Gesichtspunkteherauszubilden, die für alle zur Entscheidung kommenden Einzelfälle massgebend sein konnten. Die religiösen Bräuche und Vorschriften mussten mit den jeweiligen Zeitverhältnissen in Einklang gebracht werden, doch hatte das Neue sich stets aus dem Alten zu rechtfertigen. Im allgemeinen lassen die Entscheidungsgrundsätze sich in individuelle, persönliche, sachliche, quellenmässige und praktische Motive einteilen. Grundsätzlich herrschte ferner das Mehrheitsprinzip, von dem jedoch in Einzelfällen zugunsten einer besseren Begründung oder mit Rücksicht auf die besondere Läuterung eines einzelnen Gelehrten abgewichen wurde. Praktische Beweggründe hatten vor theoretischen den Vorrang. Erschwerungen wurden nie um ihrer selbst willen, sondern nur zum Schutze besonderer Interessen gebilligt, vor allem in¬ Angelegenheiten der Sitten- und Glaubensreinheit. Besonders strenge Anforderungen wurden auf dem Gebiete des Ehe- und Familienrechts gestellt. Stets war die Denkarbeit darauf gerichtet, das Vorhandene für die spätere Zeit fruchtbar und nutzbringend zu gestalten. Gü.Lo. Bruno Kisch: Das Verhältnis des Judentums zur Natur Im Berliner Rambam-Lehrhaus sprach am 16. Februar Professor Dr. Bruno Kisch (Köln) über: ..Das Verhältnis des Judentums zur Natur." Seine Ausführungen waren deshalb von besonderem Wert und Interesse, weil Kisch, der einem Lehrstuhl für Medizin an der Universität Köln innehatte, die Betrachtungsweise des Naturwissenschaftlers und des überzeugten gesetzesireuen Juden in seiner Person vereinigt. Dass diese beiden Elemente keine Gegensätze sind, sollte der Sinn seiner Ausführungen sein. Die Achtung des Judentums vor der Natur hat ihren Ausgangspunkt darin, dass jedem Lebewesen nach der Auffassung des Judentums eine göttliche Seele innewohnt. Aus dem Bestreben, das Leben gegen. Angriffe von aussen zu schützen, folgt auch die Vorliebe gerade bewusst jüdischer Gelehrter des Mittelalters zur Heilkunde. Während für den Naturwissenschaftler bei der Durchdringung der letzten treibenden Kräfte des Seins stets ein Fragezeichen bleiben muss, gibt das Judentum dem durch die Naturwissenschaften erforschten Sein die letzte Sinngebung durch die Hinwendung an das nicht erforschbare Göttliche. Die Gesetze der Tora, die ein Ausfluss göttlichen Willens sind, können daher nicht mit Zweckmässigkeitserwägungen (z. B. Trichinengefahr bei Genuss von Schweinefleisch) begründet werden, sondern sind uns im letzten Grunde als Gebot, nach dessen Begründung wir nicht zu fragen haben, auferlegt: jedes naturhafte Sein hat sich dem Göttlichen unterzuordnen. R—ck« Senden Sie mir bis auf Widerruf die C.-y.-Zeitung 33 Pfennig für März zahle, ich bei Vorlage derPosfquiftung qn-4eri^riefhrager.' Name^ - Ort:- Strasse:- Ausschneiden und mit 3 Pfg. frankiert (oder ouA unfrankiert) senden am G-V.-Zeitung, Vertrieb, Berlin W 15, Emser Strasse 42. J 2 Oliva 8141. sein muss. Professor Glueck glaubt, dass ein grosser Teil des Reichtums von König Salomon aus der Ausfuhr von Kupfer und Eisen stammt. Er erinnert in diesem Zusammenhang 'an den 9. Vers im 8. Kapitel des 5. Buches Moses, in dem gesagt wird, dass Palästina ein Land sei, „dessen Steine Eisen sind, und aus seinen "Gebirgen wirst Du Kupfer hauen". " In den Räumen der Organisation zionistischer Frauen in Wien wurde eine Ausstellung von Aquarellen und Radierungen Hermann. Strucks feierlich eröffnet. Viele bekannte Persönlichkeiten des jüdischen Lebens waren dazu erschienen. Professor Siegmund Freud Hess sich durch seine Schwester vertreten. Unter den ausgestellten Bildern befinden sich Porträtradierungen von Schalom Asch, Professor Freud, Fridjof Nansen u.v.a., sowie Aquarellandschaften aus Tiberias und Haifa und ein Bild vom Toten Meer. Dr. Margarete Edelheim: Als Journalistin daheim und draussen Im Klubheim des Jüdischen Frauen« Bundes in der Marburger Strasse, Berlin, wird es immer geräumiger und dabei — dort bringt man das fertig — immer gemütlicher. Jetzt gibt es da ein neues kleines Lesezimmer, das einen besonders zweckmässigen und freundlichen Eindruck macht: eine Couch steht dort und schöne gepolsterte Sessel, dass man sich so mitten im Tag mal richtig nett ausruhen kann; auf dem niedrigen Tischchen findet man neben , den jüdischen Zeitungen eine Anzahl-guter Zeitschriften und Tagespresse; an der einen--Wand beginnt sich ein "Regal mit Büchern zu füllen; und ausserdem kann man preiswert ein kleines Frühstücks- oder Nachmittagsgedeck bekommen — das Ganze ist eine nette, einladende" An-; gelegenheit . ' Jedes Plätzchen in den Räumen des Klubheims war besetzt, als Dr. Margarete Edelheim anschaulich auf Grund eigener Erlebnisse den Zuhörern Aufgabe und Wirkungsmöglichkeit eines jüdischen Journalisten heute klarmachte. Sie sprach vom Sinn der jüdischen Presse und der Aufgabe des Journalisten, besonders auch des' Sonderberichterstatters, der neben der rein journalistischen Pflicht auch die Verpflichtung habe, menschlich die Brücken zwischen den Ausgewanderten und den Daheimgebliebenen zu schlagen. Freudigster Beifall dankte der Rednerin. _ H. M. Lehrhaus Berlin Donnerstag-Reihe: „Autorität", 4. März, 20 Uhr 30'. Min., Logeniaus, Kleiststrasse 10, Offene Arbeitsgemeinschaft über die Vorträge der Reihe „Autorität". Der Schlussvortrag der Reihe „Autorität und Gemeinschaft'1 von Max Grünewald (Mannheim) findet erst am 11. März statt. Montag - Reihe: Jüdische Kulturgeschichte I, 1. März, 20 Uhr 30 Min.,-Aula, Joachimsthaler Str. 13, Max Wiener: „Islamischer- Kulturkreis." Sondervcranstaltung: „Lücken unseres Wissens1', 2. bzw. 9. März, 20 Uhr 30 Min., M^rburgcr Str. 5/III, •Raöül Lieb'ent'hal: „TJeber die Technik'-' (mit Lichtbildern). ' Bezirksrabbiner Dr. Elie Münk, A n s b a c fr, der durch seine Veröffentlichungen „Aus der Welt der Gebete" und der Kabbala weif über seine Gemeinde hinaus bekannt geworden ist, wird Anfang April einem Ruf an die orthodoxe Gemeinde Paris Folge leisten. Voranzeigen Berlin: 27. Februar, 20 Uhr 15 Min.: Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeine. Erna Leonhard-Feld spricht Dichtungen von Gertrud Chodziesncr und Moriz S'eeler. Erna Jacoby (Gesang). Leo Taubmann (Flügel). Wohnung Rechtsanwalt Fritz Schwarz, Wittelsbacher Strasse 12. I. 27. Februar. 20 Uhr: Gruppe. Neue Synagoge im Synagogen-Verband Berlin. Letzter Psalmenabend. Rabbiner Dr. Weyl (Psalm 138—150), Loni Brotzen (musikalische Umrahmung), Hildegard Caspary (Rezitation). Synagoge Oranienburger Strasse 30. 28. Februar, 20 Uhr 30 Min.: Agndas Jisroel. Rabbiner Dr. Hermann Klein: „Gallith und Ge'ullah in. Midrasch und Afisradah". Betsaal Siegmundshof 11. 2. März, 20 Uhr 30"' Min.: Rambam-Lehrhaus. Gemeinderabbiner Dr. Jakob Horovitz, Frankfurt a. M. „Vom Wesen der jüdischen Frömmigkeit." Grosser Saal des Logenhauses, Kleiststrasse 10. .: 2. März, 20 Uhr 15 Min.: Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde. Kammermusik Alfred Wittenberg und Helene Lachmanski-Schani. Wohnung Dr." Hans Meyer, Kurfürstendamm 210, I. 3. März, 20 Uhr 15 Min.: Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde. Manja Barkan (Gesang). Godfried Zeelander (Cello), Leo Taubmann (Flügel). Wohnung Dr. Karl Wongtscliowski, Kurfürstendamm 182/S3. Frankfurt a. M.: . 28. Februar, 20 Uhr 30 Min.: Gesellschaft für jüdische Volksbildung. Religiöse Feierstunde. Rabbiner Dr. Maybaum, Berlin: „Ezechiel und wir". Trausaal der Westend-Synagoge. Hamburg: 28. Februar, 12 Uhr: Lehrhaus des Tempels. Rabbiner Dr. M. Wiener: „Jüdische Philosophie und Weltanschauung im 19. Jahrhundert", Grosser Tempel,- Oberstrasse 120.