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Central-Verein-Zeitung · 1937-02-25 · 8 (25.2.1937) · page 17

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
8 (25.2.1937)
Date
1937-02-25
Page
– (sequence 17)
Language
German
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^C^^^^^S) ^^^^^^^^^^^j^^^ M&jnfiBthlsM Aöp ^lrjB™b/f "ä* SBiö^'^ »1^, m^lCtf f VW»i ^# 11 1 ij*f Sichtung der Bezirke Die Verbandsspiele im Handball und {Fussball, die die Verbände in allen Bezirken des Reichs, teils in gemischtem Spielbetrieb, teils verbandsintern durchführen, treten pach und nach in ein entscheidendes Stadium und lassen in vielen Fällen bereits die Meister, zumeist jedenfalls schon die Anwärter auf die Bezirkstitel erkennen. Mehr oder weniger haben sich überall Verschiebungen in der Spielstärke, bedingt durch Abwanderung zahlreicher Spitzenspieler bezw. durch stärkeren Einsatz des in eigener Schule ausgebildeten Nachwuchses ergeben, wenn auch im allgemeinen die Titelverteidiger in den nächstens einsetzenden Entscheidungsspielen wieder mit „von der Partie" sein werden. Am weitesten zurück sind die Spiele in Berlin, im Bereich des allgemeinen Spielbetrieb3 unter der Regie der paritätischen Spielausl!l!lllil!lll!!!l!l!IHIIII!ll!l!!lllli:!lll!H!!l<!ll!ll!lllllll!!!llllillfi!ll!lllill!l!!ll!!!!lin!!lil!l!!!l!l!!llt Mörtel Jacob in Südafrika erfolgreich W. L. S. Port Elizabeth, 11. Februar. Marthel Jacob, die bekannte Berliner Makkabisportlerin und ehemalige deutsche und englische Meisterin im Speerwerfen, findet in der südafrikanischen Presse eine erfreuliche Anerkennung ihrer sportlichen Qualitäten. Martel Jacob, die im Jahre 1936 nach Südafrika eingewandert ist, hat sowohl im Johannesburger Makkabi wie in dem paritätischen Wanderers Athletie Club Vereinsmeisterschaften errungen. Sie warf bei den Meisterschaften des paritätischen Vereins den Speer 99 Fuss 3Vz Zoll, den Diskus 82 Fuss 10 Zoll und die Kugel 25 Fuss 4?A Zoll. Sie hält gegenwärtig die Johannesburger Meisterschaft in Diskus und Speerwerfen. nflillllillI11111»ilini311tI111111If)ill1111U11I111tllltlll1ttIlltll>1)llllltftlllltlIlllll1llll)itfillltlllt«1tIllt» gehüsse. Als Folge der einmonatigen Spielpause sind gerade die Hinspiele erledigt, und die haben die Situation, namentlich im Handball, noch keineswegs geklärt. In dieser Sportart ist den beiden bisherigen Spitzenmannschaften, ISG 33 als Titelverteidiger und Bar Kochba Hakoah, im ISK ein völlig gleichwertiger Gegner entstanden. Jeder schlug bisher jeden, so dass alle drei Mannschaften mit gleicher Punktzahl in die entscheidenden Kämpfe der 2. Serie gehen werden. Gelingt es der ISG, ihre Form einigermassen zu stabilisieren, was man bereits am letzten Sonntag begonnen zu haben scheint, sollte ihr eine erfolgreiche Verteidigung des Titels als Berliner Meister innerhalb des allgemeinen Spielbetriebs wie auch die Wiedererringung der Sportbundmeisterschaft durchaus zuzutrauen sein. Klarer dürfte man dagegen im Fussball sehen. Itet Stod mmI Sonntag, 28. Februar Schlesien Schwimmen: Reichsmeisterschaften des Sportbündes ..Schild", Hindenburg. Stadtbad. Schecheplatz 10, ab 14 Uhr. Am Start die besten Schwimmerinnen und Schwimmer aus Berlin, Breslau, Frankfurt a. M., Köln, Leipzig und Obsrschlesien. Berlin Fussball: Verbandsspiele u. a. ISK I—Hagibor I, 15% Uhr. Gnincwaldsportplatz: Bar Kochba Hakoah Ib—ISG 33 Ib, 15K Uhr; ISK II—ISG 33 III, 12 Uhr 20 Uhr. beide Spiele: Sportplatz am Schäfersee. Handball: Verbandsspiele u. a. Bar Kochba Hakoah II—ISG 33 II, 14 Uhr, Sportplatz am Schäfersee; ISK I—Maceabi I. 12A Uhr, Kanuclub I—ISG 33 VI, 9 Uhr, ISG 33 III—Bar Kochba Kakoah III, U% Uhr, ISG 33 1. Jugend—Bar Kochba Hakoah IV, 12% Uhr, Damen R. C. I—ISG 33 1. Frauen, 16X Uhr, sämtliche Spiele: Grunewaldsportplatz. Hockey: Pflichtspiele ISG 33 I—Bar Kochba Hakoah I, 10 Kühr: ISG 33 II—Bar Kochba Hakoah II, IVA Uhr, beide Spiele: Grunewaldsportplatz. Kegeln: Kämpfe der Sportkeglen-ereinigung für die Berliner Gruppeneinteilung. Alexandrinenstrasse 107, ab 10 Uhr. Südwestdeutschland Hockey: Schild Frankfurt a. M. I—Schild Mannheim I, Frankfurt a. M., 11 Uhr, Platz an der Bertramwiese; vorher 1. Frauen. Fussball: ISV Offenbach I—Schild Darmstadt I, 0 f f e n b a c h. 15 Uhr; vorher Schüler und Opfenbach II—Schild Frankfurt a. M. A. H. Handball: ISV Offenbach Frauen—Schild Frankfurt Frauen B, Offenbach, 11 Uhr: Philanthropin Frankfurt a. M. Frauen—Schild Frankfurt a. M. Frauen A, Frankfurt a. M., 11 Uhr, Platz ani Bornheimer Hang; Ehemalige Philanthropin Jugend—Schild Frankfurt a, M. Jugend, Frankfurt a. M., 10 Uhr, Platz am Bornheimer Hang. Rheinland-Westfalen Boxen: 2. Meisterschaften der Bezirke „Industrie" uid „Westfalen" des Landesverbandes Westdeutschland des Schild, Wuppertal, Neuenteich 89, Uhr. Praktisch wird Bar Kochba Hakoahs Führungsanspruch kaum noch zu gefährden sein; denn mit der ISG-Elf ist erst dann voll zu rechnen, wenn Hilkowitz wieder soweit hergestellt ist, um den Sturm zu führen, und das hat bestimmt noch seine Zeit. Eine weitere Betätigung haben die Berliner Makkabivereine durch "die Schaffung der Berlin -Mitteldeutschen Makkabi- Bezirksliga erhalten. Hier führt im Fussball ebenfalls Bar Kochba Hakoah- Berlin, wTährend in der Handballtabelle der ISK zwei Punkte vor Bar Kochba Hakoah in Front liegt. Nicht aussichtslos ist die Situation des besten mitteldeutschen Makkabivereins Bar Kochba Leipzig, der im Fussball und Handball über gut eingespielte, kampfstarke Einheiten verfügt, die den Berlinern stets Schwierigkeiten bereiteten. Der Sportbund hat in Mitteldeutschland einen eigenen Spielbetrieb, der allerdings erst spät mit den Pflichtspielen einsetzte. In beiden Disziplinen wird es dem Schild Leipzig nicht schwer fallen, nach Siegen über den Dresdener Bruderverein, erfolgreich zu bleiben. Einer der grössten Bezirke des Reiches ist Westdeutschland. Im orgnisatorisch glänzend aufgezogenen Verbandsspielbetrieb des Schild, der in der dortigen Hauptsportart, im Fussball, in drei Gruppen unterteilt ist, steht am Mittelrhein der ITV 02 Köln als Meister bereits fest. Im Industriebezirk ist noch ein Entscheidungsspiel zwischen den Mannschaften der Sportgruppen Dortmund und Bochum zur Ermittlung des besseren Teams nötig geworden, und bei den westfälischen Vereinen führt Wiedenbrück. Die grössten Aussichten auf den westdeutschen Landesverbandstitel im Fussball als Nachfolger des vorjährigen Meisters Bonn hat indes Bochum, wenn es über Dortmund siegreich bleiben kann. Später müsste dann auch die zu ungleichmässig besetzte Kölner Mannschaft geschlagen werden. Handball ist im Westen der quantitativ weniger gepflegte Sport. Meister in diesem Jahr wurde bei den Männern M.-Gladbach, nachdem der Titelverteidiger Aachen infolge unglücklicher Verletzungen und Abwanderungen zu ungleichmässig spielte und bei den Frauen die Siegerelf aus der entscheidenden Begegnung zwischen Krefeld und Bonn. Der Makkabi ist in Westdeutschland zahlenmässig bedeutend schwächer vertreten. Wahrscheinlich kommt in dieser Saison im Fussball die Hakoahelf aus Essen zu Meisterehren, wenn Düsseldorf nicht doch noch zuletzt einen Strich durch die Rechnung macht. Im Handball wird keine Meisterschaft ausgetragen. Beste westdeutsche Mannschaft und Vertreter dieses Bezirkes in der Meisterschaft des Deutschen Makkabi - kreises ist die Elf aus Düsseldorf, die im übrigen auch oft gegen Mannschaften des Sportbundes gespielt und gewonnen hat. Der südwestdeutsche Spielbetrieb hat durch den Austritt der Makkabivereine aus der Arbeitsgemeinschaft sehr an Interesse verloren. Festgestellt ist vorerst lediglich der Makkabimeister in beiden Sportarten. Es ist dies, nach den kürzlichen Siegen über Bar Kochba Mannheim, im Handball wie im Fussball jedesmal Bar Handball: Pun-ktespiel Schild M.-Gladbach Frauen— TUSPA Krefeld Frauen, M. - G 1 a d b a c h , Platz am Alten Wasserturm. Fussball: Punktespiel Schild Düsseldorf I—Schild Bonn I, Schild Düsseldorf Schüler — Schild. Bonn Schüler. Düsseldorf, Sportplatz des Schild: Schild M.-Gladbach I—TUSPA Krefeld I. Schild M.-Gladbach II—TUSPA Krefeld II, Schild M.-Gladbach 1. Schüler—ITV 02 Köln 2. Schüler. Schild M.-Gladbach 2. Schüler—ITV 02 Köln 1. Schüler, M. - G1 a d - b a c h , Platz am Alten Wasserturm. Hannover Fussball: Helimania Minden—V. T. H. 04 Hannover, Ahlem—V. T. H. 04 Hannover II, Platz Peiner Strasse, UA Uhr. Bayern Handball: Schild Stuttgart—ISC Fürth 1. Mannschaften WA Uhr. Jugend IIA Uhr. Frauen WA Uhr, sämtliche Spiele: Sportplatz des JSC Fürth, Fürth, Karolinenstrasse 148._- Palästinareise des Bar Kochba Hakoah. Die F u s s b a 11 tournee des Berliner Makkabivereins nach Palästina hat sich um eine Woche verschoben. Die Mannschaft wird in der von uns angekündigten Aufstellung erst am 8. März Berlin verlassen. Städtekampf im Turnen. Die ISG 33 Berlin veranstaltet Mitte März einen Drei-Städte-Kampf im Turnen. Als Gegner der Berliner sind die Mannschaften, aus Hannover und Breslau, die die besten Turner des Sportbündes in ihren Reihen haben, verpflichtet. Schildmeisterschaften im Jiu-Jitsu. Erstmalig wird der Sport Schild am 3. und 4. April in B e r 1 i n seine Reichsmeisterschaften im Jiu-Jitsu zur Durchführung bringen. Veranstalter ist der Jüdische Box-Club „Berlin". Die sportliche Leitung hat der Geschäftsführer des Sportbundes, Walter Beck, der selbst ehemaliger deutscher Jiu-Jitsu-Meister ist. Skimeisterschaften des Makkabi. Die Skimeisterschaften des Deutschen Makkabikreises, die für den 28. Februar auf dem K e i 1 b e r g vorgesehen waren, sind abgesagt worden. Boxverbandskampf „Schild" Westdeutschland— Makkabi Westdeutschland. Die Bezirksleitung Westdeutsehland des Deutschen Mäkkabi-Kreises hat die Einladung des Landesverbandes Westdeutschland des Sportbundes „Schild" zu einem Boxtreffen der beiden Verbände angenommen. Diese auch im Sinne des jüdischen Sportfriedens sehr zu begrüssende interessante Begegnung wird wahrscheinlich am Ostermontag in Essen oder. Düsseldorf stattfinden. Kochba Frankfurt a. M.. der im Fussball im übrigen die Deutsche Makkabimeisterschaft zu verteidigen hat. In der Arbeitsgemeinschaft, d. h. in den Spielen des Sportbundes Main-Gruppe haben sich im Handball der Frauen Schild Frank-, furfe^a. M. und bei den Männern Wiesbaden, wie aucP schon vor zwei Jahren, die Meistertitel geholt, Wiesbaden allerdings nur knapp vor den gleichwertigen Gegnern aus Frankfurt a. M. und Darmstadt." Im Fussball wird das Spiel zwischen Schild Frankfurt a. M. und ISV Offenbach die Meisterschaftsentscheidung bringen. In einer anderen Gruppe der Arbeitsgemeinschaft, in Baden-Württemberg, wird nur im Fussball um die Punkte gekämpft. Schild Stuttgart, der vorjährige Reichsmeister des Sportbundes, sollte vor einer erneuten Titelerringung stehen. Im Handball führt man nur Privatspiele durch. Erfreulich ist in dieser Gruppe das harmonische Zusammenarbeiten zwischen den Vereinen des Sportbundes und des Makkabi. Im nordwestdeutschen ,,Schild"-Spielbetrieb gab es eine grosse Ueberraschung. Schild Hamburg hat sich im Fussball vorläufig nicht durchsetzen können, musste sich vielmehr von VTH 04 Hannover schlagen lassen und hofft nun auf das Rückspiel. Im Handbali wird mangels Beteiligung nur „um die Ehre" gespielt. Der Makkabi dieses Bezirks, dessen Vertretungen im allgemeinen etwas weniger spielstark sind als die des Schild, trotzdem oft der Schild-Verein im Kampf gegenüberstehen, hat seine Besten in Blau- Weiss Hamburg (Fussball) und Bar Kochba Hamburg (Handball) ermittelt. Nicht zu vergessen sind auch die s c h 1 e s i - sehen Mannnschaften, die über ein keineswegs zu unterschätzendes Können verfügen. Bar Kochba und Sportgruppe Breslau werden trotz geringer Spielmöglichkeiten in den Kämpfen um die Meisterschaften ihrer Verbände durchaus keine schlechte Rolle spielen. Aus dem oberschlesischen Gebiet hat man bisher wenig gehört, was um so verwunderlicher erscheint, als im Vorjahr Schild Beuthen der Endspielpartner der Sportgruppe Stuttgart in der Fussballmeisterschaft war. Der Landesverband Bayern der Jüdischen Turn- und Sportvereine hat, wie wir kürzlich meldeten, gerade erst mit den Verbandsspielen begonnen. Trotzdem lässt sich jetzt schon die vorsichtige Voraussage treffen, dass der Würzburger Verein im Fussball, der Münchener im Handball der Männer und ISC Fürth im Handball der Frauen zum Schluss an der Spitze zu finden sein werden. Manfred Friedmann.. Sportbetrieb überall ISG-Handballer haben gleichgezogen ISK Berlin mit 6: 9 geschlagen Die 1. Handballelf der ISG 33 Berlin war sich ihrer Verantwortung bewusst, als sie am 21. Februar das Verb'andsspiel gegen den ISK, den Sieger über Bar Kochba Hakoah, aufnahm. Sie musste gewinnen, um in der Tabelle den Gleichstand wiederherzustellen, um sich der Aussicht auf eine erfolgreiche Verteidigung ihres Berliner Meistertitels nicht völlig zu begeben. Und mit einer Umstellung im Sturm, in den Chaim an Stelle von Edgar Levy auf halbrechts die fehlende Lebendigkeit und Flüssigkeit brachte, gelang dieses Vorhaben, zumal das Spielfeld, wenn auch schwer, doch überraschend trocken, dem System der Schwarz-Roten weit besser lag als der Schneeboden im Spiel gegen Bar Kochba. Nachdem es noch zur Halbzeit "beim 1 :1-Stand recht mulmig ausgesehen hatte, konnte man nach der Pause wieder einige glänzende Sturmkombinationen erkennen, die das faire Spiel innerhalb kurzer Zeit zugunsten der mit aller Energie um den Sieg kämpfenden „Schilde- Mannschaft verschoben. Weniger zufrieden stellte diesmal die Hintermannschaft, deren Deckungsschema bei starkem Druck des durchschlags- und schusskräftigen ISK-Angriifs oft in Schwierigkeiten geriet. Mit einem Tor. das Chaim erzielte, begann das Spielgeschehen. Nicht lange währte diese Führung, und verdient gelang es Rudi Siegel, für den ISK unhaltbar gleichzuziehen. Bei diesem Stand blieb es trotz gutgemeinter Versuche bei den Fünferreihen. In der Pause hatten sich dann die ISGer viel vorgenommen. Plötzlich lief die Angriffsmaschine und die mit vollem Körpereinsatz verteidigenden ISK- Leute waren derart überlastet und durcheinandergebracht, dass innerhalb kurzer Zeit fünf, sechs, zumeist unhaltbare Tore erzielt wurden. 7 : 2 hiess es zehn Minuten vor Schluss. damit war das Spiel für die ISG 33 gewonnen. Ein heftiger Schlussangriff vermochte lediglich das Ergebnis in seinem L~mfang etwas zu revidieren, den klaren Gesamterfolg des Gegners konnte er nicht mehr verhindern. Mit 9 :6 endete schliesslich das Spiel. Die ISG 33 hatte in fairem, in der zweiten Halbzeit anerkennenswert energischem Spiel voll kämpferischen Einsatzes über einen guten Gegner einen verdienten Sieg errungen und damit bewiesen, dass das Formtief des Verlustspiels gegen Bar Kochba teilweise wirklich nur den widrigen Bodenverhältnissen zuzuschreiben war. Mit je zwei Verlustpunkten marschieren nun die drei besten Handballmannschaften des jüdischen Sports in Deutschland in die zweite Serie der Kampfe um die Berliner Handballmeisterschaft. M. F. ISG-Frauen schlugen Bar Kochba Ein anderes wichtiges Ereignis des Tages bildete die •Vjwentscheidu.ng um den Berliiier Hugo Meisl Am 17. Februar starb in Wien im Alter von 55 Jahren einer der bekanntesten und geachtetsten jüdischen Sportsleute, Hugo Meisl( der in seiner Person seit Jahrzehnten die Aemter eines Generalsekretärs des Oesterreichischen Fuss ball-Bundes, des Wiener Fussball-Verbandes, der Europa- und Mitropa- Cup-Komites, deren Schöpfer er war, und eines Verbandskapitäns der österreichischen Nationalmannschaft vereinigte. Inmitten seiner Arbeit raffte ein Herzschlag diesen Menschen, der es in meteorhaftem Aufstieg vom jungen Aktiven zum Verantwortlichen des österreichischen Fussballsports, zum „Fussball-Botschafter", wie man ihn in England nannte, dahin. Unzählige Beileidstelegramme aus fast allen Sportskreisen der Welt, spaltenlange Nachrufe in der österreichischen und ausländischen Presse würdigten ihn, seine diplomatische, doch stets sportsmännisch faire Geschicklichkeit in der Verhandlungsfübrung, seine Menschenkenntnis, sein unbestrittenes fussballerisches Wissen und seine geradezu fanatische, aber nie einseitige Liebe zu allen sportlichen Problemen, die an ihn herantraten. Unvergessen werden ihm sein Anteil an der Organisation des europäischen Fussballsports, die grossartigen Nachkriegserfolge der österreichischen Fussballschule, namentlich aber die Aufstellung und Führung jenes lange Zeit ungeschlagenen, bewunderten österreichischen „Wunderteams" bleiben. Noch vor kurzein ehrte ihn, wTie wir meldeten, die „FIFA" für seine 30jährige verdienstvolle Tätigkeit um den internationalen Fussballsport. Der Präsident des österreichischen Fussball- Bundes, Landesgerichtspräsident Dr. Eberstaller, widmete Hugo Meisl einen Nachruf, in dem et u. . a. den Tod dieses so vorbildlichen Sports« mannes als einen unersetzlichen Verlust nicht nur für den österreichischen Fussballsport, sondern für den gesamten Sport überhaupt bezeichnete. Zum Schluss heisst es: „Das irdene Andenken an Hugo Meisl, der Dank für sein opfervolles Arbeiten und Wirken wird vom Oesterreichischeti Fussball-Bund dauernd verankert werden. Darüber, in welcher Form dies geschehen wird, kann wohl erst dann entschieden werden, wenn dis tiefe Erschütterung, die sein Ableben verursacht hat, einer ruhigen Ueberlegung gewichen seiu wird." Am 21. Februar ist Hugo Meisl, der Trager zahlreicher militärischer Auszeichnungen und Ritter der Krone von Italien, unter riesiger Anteilnahme in einem Ehrengrab des jüdischen Friedhofs in Wien beigesetzt worden, etwa 10 000 Personen aus allen Kreisen der Wiener Bevölkerung und der Sportkreise der verschiedensten Richtungen gaben Hugo Meisl das letzten Geleit. Unter den Vertretern des ausländischen Sports sah man den Schiedsrichter Dr. Bauwens aus Deutschland, die Herren Heller und Major Breda aus Prag, aus Ungarn Ing. Fischer, Fodor und Kenyres, aus Italien Mauro und Barrasi, aus Frankreich Delaney, aus der Schweiz Dr. Teicher, Baron Seyffertitz vertrat die Oberste Sportfüh' rung, Schricker die FIFA. Als Vertreter de? Bundesregierung war Hof rat Preis erschienen. Der Oesterreichische Fussball-Bund veranstaltete eine würdige Trauersitzung. Am Vor* mittag des Beisetzungstages fielen sämtliche sportlichen Veranstaltungen in Wien und Niederösterreich aus, die des Nachmittags wurden durch eine Gedenkminute an Hugo Meisl unterbrochen; die Spieler der ersten und zweiten Fussballklasss trugen während der Spiele an diesem Tag« Trauerflor. Frauentitel im Handball, die wieder einmal, allerdings ebenso überraschend wie bedenklich, knapp, die im Sturm enttäuschenden ISGerinnen mit 2:1 (0:0) über Bar Kochba Hakoah in Front sah. Die Bar-Kochba-Elf musste zwar auf Margot Ansbach verzichten, hatte aber so erfolgreich umgebaut, dass sie bei guter Leistung der ISG ein fast ebenbürtiger Gegner war. Namentlich die hervorragende Torsteherin, die aufopfernde Verteidigung und Vera Goldwasser im Sturm waren ein Bollwerk, das die Titelvcrteidigerinnen nur mit Mühe nehmen konnten.- Diese hatten ihren besten Mannschafsteil in der gut deckenden und aufbauenden Läuferreihe, ihre beste Spielerin dagegen einmal mehr in Lili Henoch, die mit Lilo Wollenberg allein den Sturm hielt, in dem die sonst so schusskräftige Inge Mello infolge Krankheit ihre volle Form nie erreichte. Nachdem es bis zur Pause noch 0:0 gestanden hatte, nicht zuletzt durch glänzende Abwehrleistungen der Bar-Kochba-Torsteherin. gelang es um die Mitte der Nachpausenzeit zuerst Inge Mello und dann Lilo Wollenberg eine 2:0- Führung herauszuarbeiten, die kurz vor Schluss durch Vera Goldwasser, die einen Strafwurf verwandelte, auf 2:1 verkünt wurde. H. F. Weitere Handballergebnisse: ISG 33 3. Jugend—* Bar Kochba VI 15 :2 (6 :0); Bar Kochba 5. Frauen-* Kanuclub Frauen 1:1 (0:0): ISG 33 V—Bar Kochba 2. Jugend 3:4 (1:3): ISG 33 III—Bar Kochba D7 6 :1 (4 : 0): ISK 1. Frauen—Damen R. C. I 7 : 0 (4 :0); ISG 33 VI—Bar Kocfcba S 14:1; Triton I—Ba*

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