Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 7 (18.2.1937)
- Date
- 1937-02-18
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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fportblatt der CK Umschau Man hatte so seine Gedanken, als sich' am letzten Sonntag in Berlin die ersten Mannschaften der ISG 3 3 und des Bar Kochba Hakoah im Handball und Fussball zum erstenmal wieder seit vielen Monaten gegenüberstanden. Unwillkürlich dachte man an die unerfreulichen Vorkommnisse auf Spielfeld und Zuschauerplätzen, die seinerzeit anlässlich der vorjährigen Handballmeisterschaft Gegenstand eines Streites wurden, der sich lange hinzog und endgültig erst vor wenigen Wochen seine Bereinigung fand. Diesmal liessen Aktive wie Zuschauer erkennen, dass es erfreulicherweise auch in diszipliniertem Rahmen geht, d. h. auf dem Spielfeld hart, aber, stets sportlich und fair und unter den Zuschauern zwar mit leidenschaftlicher Anteilnahme, aber immer in den Grenzen des Erlaubten. Ob man an diesem, bestimmt verantwortlicherem Tun nicht festhalten sollte? Es wäre in jeder Beziehung wünschenswert, zur Nacheiferung empfohlen und sicherlich nicht ohne positive Rückwirkung auf die Entwicklung einer gesunden jüdischen Sportbewegung in Deutschland. * Der Landesverband Südwestdeutschland des Schild-Sportbundes hat in Anerkennung der Verdienste seiner Schwimmobmännin Lolo Baer um 'den jüdischen Schwimmsport einen Lolo- Baer -Wanderpreis gestiftet, der bei den Verbandsmeisterschaften der besten 3mal-100- Meter-Damenbruststaffel zufallen soll. Lolo Baer, der mit dieser Stiftung eine gerechte und verdiente Ehrung zuteil geworden ist, hat sich in den Jahren seit 1933 mit ihrer ganzen Person und vollem Eifer für den jüdischen Damen- Schwimmsport eingesetzt. Als langjährige Leiterin der Damen-Schwimmabteilung des „Schild" (Frankfurt a. M.) verstand sie es, für ihren Verein innerhalb kurzer Zeit eine disziplinierte Abteilung ins Leben zu rufen und auszubilden, die im Schwimmsport des Schild- Sportbundes eine überragende Rolle spielte. Wer erinnerte sich neben den sportlichen Erfolgen nicht gern der Figuren, die sie mit den Schwimmerinnen ihrer Gruppe auf fast allen Schwimmveranstaltungen der jüdischen Vereine unter grosstem Beifall „aufs Wasser legte". Ihre sportliche Laufbahn, deren stolzester Triumph und Höhepunkt der Gewinn der Akademischen Weltmeisterschaft im 200-Meter-Rückenschwim- \l&t itatt und Sie? Sonntag, 21. Februar Berlin Fussball: Verbandsspiele u. a. ISK I—ISG 33 Ia, 14 Uhr, Grunewaldsportplatz; ISG 33 2. Jugend— Hakoah 2. Jugend, 12,20 Uhr; ISG 33 1. Schüler— Hakoah 2. Schüler, 13,50 Uhr; ISG 33 2. Schüler— Hagibor 1. Schüler, 15 Uhr. Sämtliche Spiele: Sportplatz am Schäfersee. Handball: Verbandsspiele u. a. ISK I—ISG 33, I, 16- Uhr; ISG 33 III—Bar Kochba IV, 10% Uhr; Damen R. C. I—ISK I, 13% Uhr: Bar Kochba 1. Frauen—ISG 33 1. Frauen, 13% Uhr; Triton I— Bar Kochba III, 16 Uhr. Sämtliche Spiele: Grunewaldsportplatz. Südwestdeutschland Fussball: Sportgruppe Mainz I—Sportgruppe Darmstadt I, Wiesbaden, 15 Uhr; vorher Mainz II— Schild Frankfurt a. M. A. H.; Schild Stuttgart—Schild. Heilbronn, Stuttgart, 15 Uhr; Itus Pirmasens— Schild Mannheim, Mannheim, 15 Uhr. Handball: ISV Offenbach I—Schild Frankfurt a. M. I. 0 f f e n b a c h, 11 Uhr: vorher 1. Frauen— Philanthropin Frauen: Schild Frankfurt a. M. II— Schild Wiesbaden I, Frankfurt a. M., 15 Uhr; vorher 2. Frauen—Wiesbaden 1. Frauen und Jugend— Philanthropin Jugend. k Bayern Handball: Itus München I—Itus Nürnberg 1,14 Uhr, Itus München Frauen—ISC. Fürth Frauen, 15% Uhr, Fürth, Sportplatz des ISC, Karolinenstrasse 148. Fussball: Itus München I—ISC Fürth I, Fürth, Sportplatz des ISC, 16 Uhr. Rheinland-Westfalen Handball: Punktspiele Schild M.-Gladbach—ITV 02 Köln; Schild M.-Gladbach Frauen—ITV 02 Köln Frauen, M.- Gladbach, Platz am Alten Wasserturm. Fussball: „Hellmania" Minden I—Schild Hamburg II/III. komb., „Hellmania" Minden 1. Jugend- Schild Hamburg 1./2. Jugend komb., Minden, ab 12 Uhr. Mitteldeutschland Fussball: Bar Kochba Dresden I—Makkabi Chemnitz I, 15 Uhr; vorher 2. Herren, 1Z% Uhr, Dresden, Radrennbahn Reick; Bar Kochba Leipzig I— Makkabi Makkabi Chemnitz I, 15 Uhr, Bar Kochba Leipzig II —Makkabi Chemnitz II, 13% Uhr, Bar Kochba Leipzig Knaben—Makkabi Chemnitz Knaben, 12% Uhr; sämtliche Spiele: Leipzig, Sportplatz Dübener Landstrasse. Handball: Bar Kochba Dresden Frauen—Makkabi Chemnitz Frauen, 10% Uhr, Dresden, Radrennbahn Reick: Bar Kochba Leipzig Frauen—Makkabi Chemnitz Frauen, Leipzig, Sportplatz Dübecer Landstrasse, 11% Uhr, men in Darmstadt 1930 bildete, will Lolo Baer endgültig abgeschlossen haben. Man möchte nicht so recht daran glauben, zumal die Frankfurter Turn- und Sportlehrerin noch immer das Zeug in sich hat, die beste jüdische Schwimmerin Deutschlands und als solche dem Nachwuchs ein erstrebenswertes Beispiel zu sein. .— nn. Die Schneeschlacht im Grunewald Ein erfolgreicher Tag des Bar Kochba Hakoah Berlin Auf dem Grunewaldsportplatz in Berlin standen sich am 14. Februar die ersten Handball- und Fussballmannschaiten des Bar Kochba Hakoah und der ISG 33 gegenüber. Vor etwa 700 Zuschauern lieferten sich die Auserwählten beider Vereine in tiefem Schnee erbitterte, aber erfreulich faire Kämpfe, die jedesmal die blau-weissen Farben des Berliner Makkabivereins, der einen ganz besonders glücklichen Tag hatte, in Front sahen. Dass die ausgeglichenere Hakoah-Elf im Fussball das bessere Ende für sich haben würde, war zu erwarten, um so mehr, als die ISG 33 ohne ihren gesperrten Sturmbesten Hilkowitz antreten musste, dass aber schliesslich auch im Handball Blau-Weiss triumphierte, war für Berlins Titelverteidiger, der wieder einmal schlagend unter Beweis stellte, dass sein Spielsystem auf schneebedecktem Boden weit weniger zur Geltung kommt als sonst, eine gewiss nicht programmgemässeUeberraschung. Dabei kann die ISG keineswegs irgendwelche Entschuldigungen für sich ins Feld führen. Bar Kochba war besser und hat infolge seiner unerhört standfesten Verteidigung und seines unter Führung Werner Spandaus sich auf die gegebenen Bodenverhältnisse gut einstellenden Sturmes durchaus verdient gewonnen. Die ISGer dagegen, deren hintere Reihen nicht einmal schlecht spielten, versagten im Angriff um so gründlicher. Kaum einmal vermochten sich die fünf Stürmer zu einer erfolgversprechenden, einheitlichen Aktion aufzuraffen. Namentlich vor dem gegnerischen Tor versagten sie vollends und liessen jede Entschlusskraft und jeden, sonst 60 gerühmten Schneid vermissen. Das war nicht die Form, zu der die Mannschaft trotz des Fehlens von Heinz Mello noch immer fähig ist, und die sie unter normalen Umständen wieder erreichen wird. Im übrigen erreichte das Spiel, nicht zuletzt als Folge des schneeglatten Bodens, kaum das Niveau der vorangegangenen Begegnungen. Die Situation im Tabellenstand ist nunmehr folgende: im Fussball führt Bar Kochba Hakoah vor der ISG 33 mit einem Punkt, und im Handball steht vorerst noch der ISK. der bisher kein Spiel verloren hat. an der Spitze, dicht gefolgt von ISG 33 und Bar Kochba Hakoah, die je zwei Minuspunkte aufzuweisen haben. Der nächste Sonntag könnte eine Vorentscheidung bringen. Aus O : O wurde 4 :1 Die Begegnung im F u s s b a 11 Hess zunächst das klare Endresultat noch nicht ahnen: denn bis zur Pause wehrten sich die ISGer gegenüber den immerhin schon zu diesem Zeitpunkt gefährlicheren Angriffen der Hakoahner mit bestem Erfolg. Mit 0 :0 wurden die Seiten gewechselt, dann aber machte Hakoah Ernst, und nach kurzer Zeit führte sie bereits mit 2 :0, ohne dass den hervorragenden Torsteher der ISG 33 eine Schuld traf. Eine Flanke vom Rechtsaussen.zum Mittelstürmer schaffte das 3:0, und ein Selbsttor den einzigen Erfolg der ISG. Noch einmal kam Hakoah zum Zuge, als Redlich einen schon gehaltenen Ball fallen Hess und ein Hakoah-Stürmer energisch nachsetzte. Damit hatte Hakoah klar und einwandfrei den Sieg gegen einen Gegner errungen, von dem man ohne Hilkowitz kaum viel mehr erwartet hatte. 3 :0, ein knappes Handballresultat Man konnte den Ausgang des Spiels nicht ahnen, als die ISG das Treffen mit schönen Kombinationen begann und in die Hälfte des Bar Kochba verlegte. Während sich die schwarzroten Stürmer jedoch vergeblich bemühten, die aufmerksame gegnerische Verteidigung zu durchbrechen, standen die Bar Kochbaner recht oft frei vorm ISG-Tor und vermochten durch Werner Spandau um die Mitte der ersten Spielhälfte unhaltbar in Führung zu gehen. Auch die zweite Spielhälfte begann mit energischen Angriffen der ISG. Aber wiederum gelang es nicht, den oft greifbar nahen Ausgleich zu erringen. Vielmehr gab es nach und nach gefährliche Gegenangriffe, die zu zwei weiteren Toren für den Bar Kochba durch Smedresmann und noch einmal Werner Spandau führten. Daran änderte sich dann bis zum Schlusspfiff des zu grosszügigen Unparteiischen nichts mehr. Das Rahmenprogramm Auch im Handball -Rahmenprogramm, in den Spielen der Jugendmannschaften, konnte der Bar Kochba über einige bemerkenswerte, wenn auch knappe Erfolge quittieren. Im Treffen der 1. Jugendmannschaften siegten die Jungen des Bar Kochba nach schönem schnellen Spiel, vor allem durch das bessere Können des Sturms, mit 5:3 (2:1), bei der 2. Jugend blieb Bar Kochba mit 4 : 2 (2 :0) und bei der 4. Jugend mit 6 :4 (3 :1) erfolgreich. Die 1. Frauenelf der ISG 33 stand der gleichen Einheit des ISK gegenüber. Ohne je gefährdet zu sein, lieferten die ISG-Frauen eine überlegene Partie und verstärkten durch ihren 8:0- (5:0)- Sieg erneut ihre Favoritenstellung. Krefeld II mit 3:1, und da zu gleicher Zeit die bis dahin ungeschlagene 2. Mannschaft der S'portgruppe > Bonn nach hartem Spiel auf eigenem Platz von Düren II mit 6:0 „ausgepunktet" wurde, ist Köln II mit einem Punkt Vorsprung durchs Ziel gegangen. Auch der Kampf der 1. Mannschaften Bonn gegen Düren entbehrte nicht der Härte, doch war der Ablauf noch einigermassen glatt. Die Bonner spielten in bester Form, führten beim Seitenwechsel bereits 3 :0 und zum Schluss mit 5 :1. J. G. Fussball und Handball: Köln—Krefeld Die 1. Fussballmannschaft des ITV 02 Köln, die die Bezirksmeisterschaft bereits sicher hat, spielte am 14. Februar in Köln gegen TUSPA Krefeld. Ohne ganz aus sich herausgehen zu müssen, siegten die Kölner glatt 3:0 (2:0). ITV 02 Köln II—TUSPA Krefeld II 3 :1 (1 :1). Gegen die Kölner Frauenhandball mannschaft, die wie fast immer jeden systematischen Spielaufbau vermissen Hess, kamen die gut aufgelegten Krefelderinnen zu einem ebenso hohen wie leichten Sieg. Die frühere ISGerin Lotte Lindenbaum, die bei Köln zuerst in der Verteidigung, dann im Tor spielte, konnte die 0 :10 (0 : S) - Niederlage ihrer Mannschaft nicht abwenden. O. M. Gesellschaftsspiel: Bonn 1. Frauen— Düren 1. Frauen 2 : 0 (1 : 0). Schlesien Hohe Fussballresultate in Breslau In einem Fussball-Freundschaftskampf standen sich am 14. Februar in Breslau die 1. Mannschaft der Sportgruppe Breslau und eine kombinierte Elf der Sportgruppen Beuthen-Gleiwitz gegenüber. Die Oberschlesier, die durch lange Fahrt und anstrengende Bergwerks-Nachtarbeit einiger Spieler sichtlich ermüdet schienen, waren den körperlichen Anforderungen eines Spiels auf hohem Schneeboden gegen den gut eingespielten Gegner nicht gewachsen und mussten sich mit 2 :13 (2:7) geschlagen geben. Im Vorspiel traf die 1. Jugend mannschaft der Sportgruppe Breslau auf die gleiche des Schild Beuthen. Dank schöner Kombination erzielten die Breslauer gegen die stark zusammengewürfelte Beuthener Elf ebenfalls einen hohen Sieg von 6 :1 (2 :0). Dul. Süd Westdeutschland Unentschieden in Karlsruhe Die erste diesjährige Lokalbegegnung zwischen Hakoah und Turnclub 1903 führte in einem Fussball - Freundschaftstreffen am 14. Februar ein dem Spielverlauf nach gerechtes Unentschieden 2:2 (1:1) herbei. Die TCK.-Elf erreichte nicht ihre sonstige Leistung, vor allem im Sturm wollte es nicht klappen. Hakoahs Stärke lag bei der Hintermannschaft. Erwähnenswert, dass wenige Minuten vor Schluss der TCK. in sportlicher Weise eine harte und sehr zweifelhafte Elfmeter-Entscheidung, die ihm den Sieg hätte bringen können, vergab, so dass es bei 2:2 blieb. K. W. Weitere Fussballergebnisse: Schild Frankfurt a. M. AH—Offenbach II 4:1 (2 : 0); Philanthropin Schüler A—Offenbach 2. Schüler 17 :1. Rheinland-Westfalen JTV 02 Köln zweifacher Meister Im Bezirk Mittelrhein des Sportbundes fiel am 14. Februar im Lager der Fussballer eine weitere Entscheidung. Die 2. M&anschaft .des JUX 02 K ö 1 a siegte gegen. Bayern Würzburg—-München 4:2 Wiederum waren am 14. Februar die Münchener Fussballer Gäste des Würzburger ITVS. Auch diesmal, im Kampf um die Punkte, gelang es den Würzburgern, trotz mehrfachen Ersatzes, ihre Gäste zu schlagen und sich die ersten Punkte zu holen. In einem ziemlich ausgeglichenen Treffen führten die Münchener lange Zeit mit 2 :1, bis die Würzburger einige Schnitzer des Gegners prompt auszunutzen verstanden und das Spiel mit 4 :2 zu ihren Gunsten entschieden. H. Sch. Fürther Ergebnisse: Fussball-Verbandsspiel ISC Fürth Jugend gegen ITUS Bamberg Jugend 5 :0; Handball-Gesellschaftsspiel ISC Fürth Frauen—ITUS Bamberg Frauen 9:0. K. St. Nordwestdeutschland Schild Hamburg im Rasensport überlegen Nach einer längeren Pause, die den Hamburger Vereinen durch die ungünstige Witterung aufgezwungen war, setzte am 14. Februar der Spielbetrieb wieder in vollem Umfang ein. Der Hamburger Schild blieb diesmal auf der ganzen Linie siegreich und bewies einmal mehr, dass er in Hamburg in den Rasenspielen eine klare Führung innehat. Im F u s s b a 11 siegte der Sportbundverein gegen Blau Weiss nach hartem Spiel mit 3 :1, trotzdem seine Leistungen hinter den bisher gebotenen ein wenig zurückblieben. Im Handball gewann die 2. Mannschaft des Karze Sportnotizen Rosenkrantz (USA) lief 1.55,3 Der bekannte amerikanische S00-Meter- Läufer und Makkabiahsieger Abe Rosenkrantz schiebt sich immer mehr in die erste Reihe der besten Mittelstreckler der Welt. Kürzlich startete er bei einem Hallensportfest inNew-York und schlug über 880 Yards in der hervorragenden Zeit von 1.55,3 Minuten mehrere seiner besten Landsleute. Auch Glickmann startete wieder anlässlich eines Hallenfestes in N e w O r 1 e a n s. Er gewann die 100 Yards sicher in 9.9 Sekunden. Einen schönen Erfolg holte sich auch der bisher unbekannte jüdische amerikanische Mittelstreckler David Urbach. In einem Vorgabelauf über 1000 Yards erhielt er gegen den Weltrekordmann Cunningham eine Vorgabe von 55 Yards, die dieser nicht ganz aufzuholen vermochte. Nach dramatischem Endkampf siegte Urbach mit Brustbreite vor Cunningham und einer Anzahl weiterer Konkurrenten. Auf der Suche nach Baers Gegner Noch immer hat man sich nicht geeinigt, wer der Gegner des für Monat März fest nach London verpflichteten Exweltmeisters Max Baer wird. Fest scheint zunächst seine Begegnung mit Walter Neusei zu stehen, doch muss der Amerikaner vorher gegen den Sieger aus dem Kampf um die britische Schwergewichtsmeisterschaft Foord-Farr boxen und gewinnen. So hat die englische Boxsport behörde entschieden, um dem englischen Arbeitsministerium die Genehmigung de« Kampfes zu erleichtern. Inzwischen hat Baers Interessenvertreter im Anschluss an die Londoner Kämpfe eine Tournee durch Europa festgelegt. Baer soll hierbei Exhibitionen über vier Runden u.a. in Prag, Paris und Wien austragen. Ueberhaupt scheint Max Baer im Augenblick" viel gefragt zu sein; denn, wie man hört, hat ihn auch der N e w - Y o r k e r Madison Square Garden verpflichtet, wo er gegen Bob Pastor boxen soll, der sich gerade trotz seiner Niederlage gegen Joe Louis grosse Lorbeeren geholt hat. Benny Lynch und Jack Hyams siegen weiter Während Weltmeister Benny Lynch am 11. Februar in Glasgow gegen den Spanier Fortunato Ortega boxte und nach Ablauf der zehn Runden einen nur recht knappen Punktsieg zugesprochen bekam1, zeigte sich Jack Hyams, der nun endgültig als offizieller Herausforderer auf den britischen Meistertitel im Mittelgewicht anerkannt ist, von seiner besten Seite. Gegen den Wiener Hein Wiesner, den er am 8. Februar in Leicester traf, lieferte er einen überlegenen Kampf, dessen Sieg nie in Frage stand. Weitere Erfolge jüdischer- B o x e r -in England erstritten Kid Berg, der Pat Haley in der 3. Runde k. o. schlug, und Benny Ca plan, gegen den Jimmy Cottons nach Punkten verlor. Hecht und Landau beim Butler-Cup Im Rahmen eines Internationalen Tennisturniers in Monte Carlo werden in der Zeit vom 20. bis 28. Februar die Kämpfe um den Butler Cup, an dem sich die besten Herrendoppel aller europäischen Nationen beteiligen, durchgeführt. Auch zwei jüdische Spieler sind gemeldet: Hecht, der mit Ceynar für die Tschechoslowakei antritt, und Landau, der mit Medecin als Partner, Monaco vertritt. Barney Ross bleibt ungeschlagen Der Weltmeister im Weltergewicht, Barney Ross, der derzeitig von der New-Yorker Boxkommission suspendiert ist, kämpfte kürzlich in Detroit gegen den kampfstarken Alf Manfrede Ross zeigte sich in grossartiger Form und errang in bestem Stil einen haushohen Punktsieg. rm!ifH?nif: rr i MffHiiin[nninrn i n!iinurnM[im;Hrninnnf m ii irinnLi Schild mit nicht weniger als 13 :1 gegen Makkabi Altona I. Die Altonaer, die ihr erstes Handballspiel austrugen, waren von Beginn an gegen die schussgewaltigen Stürmer des Schild machtlos und konnten froh sein, dass die Niederläge nicht noch höher ausgefallen ist. Weitere Fussballergebnisse: Schild Hamburg II gegen Makkabi Altona I 3:0 (2:0); Schild Hamburg III—Blau Weiss II/III komb. 4:0 (2: 0). Der Jüdische Box-Club ,.Berlin" trainiert ab sofort auch in der neuen Berliner Turnhalle, Oranienstr. 180. Die Boxer trainieren jeden Donnerstag von 18 bis 20 Uhr und die Ringer jeden Montag von 20 bis 22 Uhr. Die nächsten Jugendboxkämpfe des Klubs finden am 14. März in der Turnhalle Joachirnsthaler Strasse 13 statt. Die Waldlaufmeisterschaften des Deutschen Makkabi-Kreises sollen am 7. März in Berlin durchgeführt werden. Bar Kochba Hakoah Berlin hat die Organisation übernommen. Der Deutsche Makkabikreis führte in der Zeit vom 31. Januar bis 7. Februar in Bröltalhaus einen Trainingsleiterkursus durch. Etwa 30 Absolventen ernielten eine systematische Durchbildung in den Grundfragen und im praktischen Aufbau von Sport und sportlichen Veranstaltungen.