Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 5 (4.2.1937)
- Date
- 1937-02-04
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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fügung steht. Neben einer grossen, luftigen Halle, die nach modernsten Grundsätzen und mit einer reichhaltigen Auswahl von Geräten einfach, aber zweckmässig ausgestattet ist, befindet sich im Keller der Halle ein geräumiger Saal für Boxtraining und Gymnastik. Hygienisch eingerichtete Wasch- und Duschräume, dazu ein gemütlicher Aufenthaltsraum, der auch Zusammenkünften anderer Organisationen dienen kann, vervollständigen den glänzenden Eindruck dieser Etablierung, die namentlich den im süd- liehen Berlin wohnenden Sporttreibenden zugutekommen wird. Im übrigen ist sogar für den Einbau eines Boxrings Sorge getragen, so dass die Vereine bei kleineren Veranstaltungen, zu denen sie nicht mehr als 300 bis 400 Zuschauer erwarten, auf die Halle zurückgreifen können. M. F» Rheinland-Westfalen Auswahlspiele in Gelsenkirchen Die Auswahlmannschaften der Bezirke Industrie und Mittelrhein sowie die Alte- Herren-Mannschaften dieser Bezirke des Sportbundes trafen sich zu Freundschaftsspielen in Gelsenkirchen. Auf kaum bespielbarem Boden gab es interessante und ritterliche Kämpfe, die von den Schiedsrichtern Stern (Krefeld) und Gollubier (Dortmund) korrekt geleitet wurden. Im Kampf der Alten Herren blieb Mittelrhein mit 4:2 (1:1) erfolgreich. Sie wussten sich den unglaublichen Bedenverhältnissen besser anzupassen und schössen einige schöne Treffer, obwohl der gegnerische Torwart sehr gut war. Der Sturm fiel zu oft auf die Abseitstaktik des Gegners herein, der nur mit 10 Leuten antrat. Die Bezirksmannschaften trennten sich mit einem 3:0- (1 :0-) Sieg für Mittelrhein, obwohl dieser nur drei Leute der ersten Garnitur aufbieten konnte. Dagegen spielte der Industriebezirk in bester Besetzung. Vor dem Spiel glaubte man an eine riesige Niederlage der mittelrheiniscben Fussballer. sie spielten jedoch einfach und zweckmässig, dazu mit ungeheurem Eifer, während der Gegner kombinierte und im Morast buchstäblich steckenblieb. Meistens war der Ball wohl in der Mittelrheinhälfte, aber die Ersatzhintermannschaft liess die gegnerischen Stürmer einfach nicht zum Schuss kommen, was bei dem engen Spiel nicht allzu schwer war. Die weit angelegten Vorstösse der Rheinländer führten dagegen zu drei Erfolgen. Der Sieg war verdient, weil die taktisch weitaus bessere Mannschaft den technisch überlegenen Gegner mit der einzig möglichen Waffe schlug. J. G. M.-Gladbach Handballmeister am Mittelrhein? Die Handballspiele im Bezirk Mittelrhein des Sportbundes am 31. Januar erbrachten mit dem 2:1- Sieg der Sportgruppe M.- Gladbach über den Vorjahrsmeister Sportgruppe Aachen praktisch die Entscheidung. Wohl kam Aachen infolge Punkteentzuges für den Titel nicht mehr in Frage; aber Köln bat durch den jetzigen 5:1- Erfolg über Bonn M.-Gladbach bis auf zwei Punkte erreicht. Die eigentliche Entscheidung müsste also im Spiel M.-Gladbach—Köln fallen, wobei die Kölner allerdings auf Gegners Platz kaum eine Chance haben, so dass an der Titelerringung der M.-Gladbacher nicht mehr zu zweifeln ist. Der Kampf in M.-Gladbach wurde hart und erbittert durchgeführt. Dazu auf einem Boden, auf dem man normalerweise nicht spielen sollte. Immer war das Spiel offen, wobei die Gastgeber durch die Überrageiden Leistungen ihrer Verbindungsstürmer stets gefährlicher waren und das 2:1 bis zur Pause bereite geschaffen hatten. J. G. Wiedenbrücks Fussballer führen in Westfalen Die Fussballmeisterschaft im Westfalenbezirk 'des Sportbundes sollte an die Sportgruppe Wiedenbrück fallen; denn diese siegte am 31. Januar über die ebenfalls noch ungeschlagene Mannschaft der Sportgruppe Bielefeld mit 5:1. Die Bielefelder hatten bis zur Pause des fairen und von Sehönewald (Paderborn) bestens geleiteten Treffens mit Hilfe des Windes einen 1:0-Vorsprung erreicht, aber die Wiedenbrücker Stürmer wussten im zweiten Abschnitt den Wind hesser auszunutzen und schössen fünf Treffer. J. G. Wie steht es im Makkabi-Fussball? Die Fussball-Meisterschaftsspiele im westdeutschen Makkabikreis gehen allmählich ihrem Höhepunkt entgegen. Auf Grund der Hinspiele haben sich augenblicklich der Essener Meister und Makkabi Düsseldorf (mit zwei Minuspunkten) als die bisher besten westdeutschen Einheiten erweisen können. Nur der Meister Hakoah Essen steht noch als einziger Verein ohne Verlustpunkt günstig da, und da er nur noch ein Auswärtsspiel am Sonntag in Düsseldorf," das man als eine Art Vorentscheidungskampf ansehen kann, zu machen hat, sind seine Aussichten, den Titel mit Erfolg zu verteidigen, günstig, während Itus Duisburg trotz seines knappen 4:3- Sieges über Hakoah Köln an Spielstärke verloren hat und wohl kaum noch entscheidend eingreifen dürfte. M. R. Bei den westdeutschen Makkahimeisterschaften. im Tischtennis, die am 24. Januar in Köln durchgeführt wurden, siegte im Herreneinzel Eliasowitz (Köln). Bei den Damen blieb Frl. Elias (Köln) erfolgreich. O. M. * In Trier siegte Schild gegen Makkabi in einem F us sba 11 spiel"zugunsten der Jüdischen Winterhilfe überlegen mit 9 :1 Toren. J. G. Dortmund und Bochum im Industriebezirk punktgleich Im Industriebezirk des Sportbundes gelang es der Sportgruppe Bochum, gegen die ISG Dortmund in einem hochklassigen Treffen einen 6:3- Sieg zu erringen und damit auf gleiche Punktzahl mit den Dortmundern zu kommen. Es wird also ein Entscheidungsspiel erforderlich sein, um den Bezirksmeister zu ermitteln. Die Bochumer spielten in bester Form, und selbst die geradezu erstklassige Leistung des Dortmunder Verteidigers Vogelsang verhinderte nicht, dass die Bochumer Stürmer sechsmal erfolgreich waren. Beim Seitenwechsel führte Bochum 3 : 2, später sogar 5 :2, und damit war die Entscheidung gefallen. Dr. Eichengrün leitete das faire Spiel sicher. J. G. Südwestdeutschland Württembergische Waldlaufmeisterschaften in Stuttgart Am 31. Januar führte Hakoah Stuttgart auf dem Waldgelände in Degerloch die württembergischen Waldlaufmeisterschaften, offen für alle jüdischen Sportler, durch. Die Beteiligung liess, insbesondere bei den Frauen, zu wünschen übrig. Trotz der aufgeweichten Wege waren die erzielten Zeiten recht annehmbar. Besonderes Interesse verdiente der 5-Kilometer-Lauf der Männer. Hier war es der Anfänger Weinstein, der dem Sieger Hecht arg zu schaffen machte. "Ergebnisse: Jugend (14 bis 16 Jahre männlich), 2 Kilometer: 1. Van Esso, Herrlingen, 8,57 Min.: Jugend (14 bis 16 Jahre weiblich), 2 Kilometer: 1. Elikan, Esslingen, 11,45 Min.; Jugend (16 bis 18 Jahre männlich), 3 Kilometer: 1. Gottheiner, Schild - Stuttgart, 11,40,2 Min.; Frauen, 3 Kilometer: 1. Sternberg, Schild-Stuttgart. 16,05 Min.; 2. Gumbrich, Hakoah-Stuttgart, 18,30 Min.: Alte Herren, 3 Kilometer: 1. Hess, Schild-Stuttgart, 13,56,2 Min.; Alte Herren, 5 Kilometer: 1. Manasse, Hakoah-Stuttgart, 21,20,4 Min.; Anfänger, Männer, 5 Kilometer: 1. Weinstein, Hakoah-Stuttgart, 18,50 Min.; 2. Winter, Schild- Stuttgart, 20,19,3 Min., 3. Hahn, Heilbronn; Senioren, 5 Kilometer: 1. Hecht, Hakoah-Stuttgart, 18.41.2 Min., 2. Silberstein, Hakoah-Stuttgart, 20.02.3 Min., 3. Aronsohn, Schild-Stuttgart, e. h. Mitteldeutschland Berliner Handballjugend in Magdeburg Am 31. Januar weilte die Jugendmannschaft der ISG 33 In Magdeburg, um gegen den Schild Magdeburg I einen Freundschaftskampf auszutragen. Mit 2 :2 trennten sich die Gegner, die im ganzen gleichwertig zu sein schienen. Was die Magdeburger körperlich überlegen waren, slichen die Berliner Jungen durch grössere Schnelligkeit und Wendigkeit aus. Bei besserem Schussvermögen hätte es jedoch durchaus zu einem Sieg der Berliner gegenüber den nur mit neun Mann antretenden Magdeburgern reichen müssen. Eine S' c h ü 1 e r elf der ISG 33 Berlin spielte gegen die körperlich weit entwickeltere Jugend Magdeburgs und musste sich eine 0 :2-Niederlage gefallen lassen, die dem Spielverlauf entsprach. Erfolgreicher war da schon die Handballjugend des Bar Kochba Hakoah Berlin, die acht Tage vorher gegen die 1. Mannschaft des Makkabi Magdeburg spielte und mit 4 :0 ihre derzeitige glänzende "Form unter Beweis zu stellen vermochte. H. F. * V. T. E Hannover siegte im Tischtennis gegen eine Mannschaft der Gartenbauschule Ahlem nach gleichwertigem Kampf mit 6 : 4 Punkten. Berk. Verbandsmeisterschaften in Bayern Erstmalig in diesem Frühjahr wird der Landesverband Bayern der Jüdischen Turn- und Sportvereine Verbandsmeisterschaften um die Titel im Handball und Fuss ball durch- . führen. An den Kämpfen im Fussball beteiligen sich die Vereine aus Augsburg, Fürth,er München, Nürnberg und Würzburg während um den Handballsieg Männerundfl Frauenmannschaften aus Fürth, Münch ej<n und Nürnberg streiten werden. x Bei den bisher ausgetragenen Meisterscharitsbegegnungen zwischen ITUS München und ~ ±SC Fürth blieben die Münchener im Fussball^ die Fürther dagegen im Frauenhandballspiel ' siegreich. v # i Münchens Jüdische Sportler sind nun wieder im ITUS geeint. Auf der Generalversammlung d5.es Vereins am 25. Januar wurde ein neuer Vorst, and gewählt, der mit soforiger Wirkung die Geschäfte übernahm. * Aus den Gemeinden Die Tätigkeit des Preussenverbandes 1936 Haupfaufgabengebiet des Landesverbandes ist nach wie vor der Lastenausgleich zwischen grossen und kleinen Gemeinden. Die Bemühungen um eine rationellere Gestaltung der Gemeindeorganisation und Zusammenfassung von Gemeinden sind fortgesetzt worden. Ganz Nord- und Mitteldeutschland ist jetzt mit Ausnahme von Hamburg dem Preussischen Landesverband angeschlossen. Grössere Mittelgemeinden haben in der Berichtszeit den Landesverband stärker in Anspruch genommen. Er musste ihnen darlehensweise Beihilfen gewähren, die infolge unerwarteter Hypotheken- und Kreditkündigungen notwendig geworden waren. Die Unterstützung -von Beamten im Ruhestande und der Hinterbliebenen von Beamten wurde fortgesetzt. Die Pensionsversicherung ' des Landesverbandes ist ausgebaut worden. Bei dem fortdauernden Schrumpfungsprozess der Gemeinden war es notwendig, allgemeine Richtlinien für die Verwaltungstätigkeif, insbesondere für die Vermögensverwaltung der Gemeinden, zu geben und Grundsätze für die Auflösung von Gemeinden aufzustellen. Bisher sind 28 Vertrauensleute ernannt worden mit der Aufgabe, bei den Gemeinden genaue Feststellung über das Grund- und sonstige Vermögen zu treffen. Ferner ist die wiederholt erwählte Meldestelle für Binnen- und Auswanderung begründet worden. Schliesslich wird in dem Tätigkeitsbericht auf die Lehrerbildungsanstalt, auf die Einrichtungen für Lehrerfortbildung, Religionslehrerkurse, Kulturfahrten, Gemeindeblatt, die Wander- und Jugendbücherei eingegangen. Die Synagogengemeinden im Saarland Es besteht der Plan, alle nicht mehr lebensfähigen jüdischen Gemeinden im Saarland zu einer neuen Gemeinde zusammenzuschliessen. Dabei soll der Besitzstand der einzelnen Gemeinden so verwertet werden, wie es im Interesse der Gemeinden und der gesamten Judenheit im Saarland liegt. Es besteht die Absicht, die einzelnen Menschen dadurch zu stärken, dass sie das Empfinden haben, wieder einer geschlossenen Gemeinde anzugehören. Bekanntlich-ist die Zahl der Juden im Saarland im Verlaufe des letzten Jahres sehr zurückgegangen. * Auf Beschluss der Regierung wird zu Ostern eine Sonderklasse für Juden an der Oeffentlichen Volksschule in Augsburg errichtet. Lehrer Levi von der Gartenbauschule Ahlem bei Hannover wurde als Lehrer berufen. Die Gemeinde hat ihm das Kantorat übertragen. Z. * Am 31. Dezember fand die Einschreibung zur gemeindlichen jüdischen Volksschule in München statt. Insgesamt haben sich 386 Kinder angemeldet, davon 3S zur ersten Klasse. Die Zahlen der Einschreibung liegen etwas unter den Zahlen des Vorjahres. — mm Aus der Bevölkerungsbewegung Duisburg Die Jüdische Gemeinde Duisburg zählt gegenwärtig etwa 900 Seelen. Seit 1933 hat sie sich um 50 Prozent vermindert. Der Gemeindeetat konnte mit einem Steuersatz von 30 Prozent ausgeglichen werden. Dagegen reichen die örtlichen Mittel nicht aus, um den Anforderungen für Wohlfahrt, Auswanderung und Berufsumschichtung zu genügen. Die Jüdische Winter- ' hilfe betreut etwa 275 Personen. Königsberg Am 10. Oktober betrug die Zahl der wahlberechtigten Mitglieder der Königsberger Synagogengemeinde 2249. Im vierten Quartal 1936 waren an Zugängen 8 wahlberechtigte Personen zu verzeichnen; die A b g ä n g e~ setzten sich zusammen aus 2 Austritten, 15 Todesfällen und 44 Fortzügen. Die Gemeinde hatte daher am 10. Januar 1937 nur noch 2196 wahlberech-, tigte Mitglieder. ■ Die nichtwahlberechtigten Mitglieder umfassten am 10. Oktober 1936 491 Seelen. Die Zugänge betrugen 8 (hiervon 5 Geburten), die Abgänge, durchweg Fortzüge, 16. Die Zahl der nichtwahlberechtigten Mitglieder war also am 10. Januar 1937 483. Demzufolge umfasste die Königsberger Synagogengemeinde am 10. Januar 1937 2679 Seelen. Der Gesamtrückgang des Jahres 1936 belief sich auf 261, 174"wahlberechtigte und 87 nichtwahlberechtigte Personen. Stettin Eine statistische Uebersicht über den Personenstand der Synagogengemeinde Stettin im letzten Quartal des abgelaufenen Jahres zeigt, dass die Gemeinde um 47 Personen zugenommen, dagegen 98 Personen abgenommen hat. Zugezogen sind insgesamt 44, darunter 39 Ledige, fortgezogen 80 Personen, von denen 49 (30 Männer und 19 Frauen) ledig waren. Der Gesamtverlust der Gemeinde beträgt in der angegebenen Zeit 51 Personen; im dritten Vierteljahr 1936 belief er sich . auf 166 Personen. Während die Gemeinde am 1. Juli noch 2031 Seelen umfasste. war ihre Seelenzahl am 30. September 1936 nur noch 1987; am 31. Dezember 1936 zählte die Gemeinde 1936 Mitglieder (am 31. Dezember 1935: 2153). dass ihre Rechtspersönlichkeit zunächst bis zur Auflösung durch einen Staatsakt, für den in Preussen der Regierungspräsident zuständig ist, erhalten bleibt. Bisweilen geben gesetzliche Bestimmungen auch den religiös-gesellschaftlichen Spitzenorganisationen das Recht zur Auflösung. Zweckmässiger als eine Auflösung sei z. B. mit Rücksicht auf die Sorge für jüdische Friedhöfe der ebenfalls gesetzlich zulässige Anschluss an die nächstgelegene grössere Synagogengemeinde. Unzulässig sei, wenn Gemeindemitglieder das Gemeindevermögen (z. B. Kultgegenstände) veräussern und den Erlös unter sich teilen. Bei Gemeinden im Bereich des Preussischen Landesverbandes sei zu empfehlen, die Durchführung der Liquidation dem Preussischen Landesverband zu übertragen. Durch Anschluss der Kleingemeinden an nächstliegende Grossgemeinden werden mit der Zeit eine übersehbare Anzahl von Gemeinden entstehen, die eine gewisse Gewähr der Dauer bieten und für eine Aufrechterhaltung aller religiösen, kulturellen und sozialen Einrichtungen sorgen können. —ck. eine sehr eingehende Darstellung von. der Entstehungsgeschichte des Talmud, toeleuchtete sodann seine Einteilung und die für /seine Wertung wichtigen Eigenarten seiner /Grundlagen, um in einem abschliessenden Teil' Textproben als Beweis für den geistigen und sittlichen Gehalt des Talmud zu geben. Im Rahmen einer Gemeindeversammlung in Hildesheim sprach kürzlich Bezirksrabbiner Dr. N e u i e 1 d (Elbing) über „Die Sittenlehre des Talmud". Der Vortragende gab zunächst Seelische Winterhilfe 19. Veranstaltung: 13. Februar, 20 Uhr. Konzert in der Synagoge Lindenstrasse 48r—50. Mitwirkende: Werner Bukofzer, Hermann Schwarz, Toni Türk, Orchester der Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Leitung: Janot S. R 0 s k i n. Es sprechen: Direktor Heinrich Stahl, Max Gundersheim. Karten für Hilfsbedürftige unentgeltlich im: Winterhilfsbezirk Süden, Luisenufer 44 (Laden). Winterhilfsbezirk Osten, Alexander- 1 .Strasse 53. 20. Veranstaltung: Kindernachmittag, 16. Februar. 15 Uhr 30 Min. Mitwirkende: Jani B a 11 a n, Stella Ehrlich, Hanni Rosenthal, Erika Sachs, Kinderorchester des IL Waisenhauses Pankow; am Klavier: Erna Fenchel.; .21. Veranstaltung: Bunter Abend, 16. Februar, 20 Uhr. 22. Veranstaltung: Bunter Abend, 17. Februar, 20 Uhr, { Logenhaus, Kleiststrasse 10. Mitwirkende: Rolf I K a i n z sagt an: Curt Abramowitz, Jani Bail 1 a n, Stella E h r 1 i e h, Gerhard G 0 11 s c h a 1 k, | Max K 0 n i n s k i. Heinz Korn, Ruth L e h n h e r g, j Anni Misch, Hans Sinsheimer, Erwin Sussmann: am Klavier: Erna Fenchel, Hermann Schwarz. Karten für Hilfsbedürftige unentgeltlich im Winterhilfsbezirk Südwest, Münchencr Strasse 37. 23. Die Entwicklung der jüdischen Kleingemeinden in Deutschland Im Dezember-Heft der Zeitschrift „Jüdische Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik" der Zentralwohlfahrtsstelle erörtert der Sachbearbeiter im Preussischen Landesverband Jüdischer Gemeinden, Max Birnbaum, die rechtlichen und wirtschaftlichen Probleme, die im Zusammenhang mit der Liquidation jüdischer Kleingemeinden stehen. Von 1500 jüdischen Gemeinden in Deutschland umfassen nur noch rund 350 mehr als 100 Seelen. Etwa 80 Gemeinden haben mehr als 500 Seelen. Von diesen entfallen auf Grossgemeinden mit mehr als 10 000 Juden in ganz Deutschland sechs Gemeinden. In diesen sechs Gemeinden wohnen aber fast 60 Prozent der jüdischen Gesamtbevölkerung, in den rund 100 Gemeinden unter 100 Seelen dagegen nur etwa zehn Prozent. Bei der Rechtslage sei zu beachten, dass die Synagogengemeindea als öffentlich-rechtliche Körperschaften sich nicht einfach durch Mitgliederschwund oder Wegfall der satzungsgemäss vorgeschriebenen Organe auflösen können, sondern Postschlüsse nach Uebersee Vorbemerkung: Diese Uebersicht erscheint wöchentlich. Sie ist ohne Gewähr. Postschluss für Luftpostsendungen ist m Berlin beim Postamt C 2, in Frankfurt/Main beim Bahnpostamt 19 oder Flughafen. Einwurf bei anderen Postämtern oder in anderen Orten bis zu 1 Tag früher als hier vermerkt. 16. 2. an New-York IS. -2. „ 5. 3.; S.3. Nordamerika a) Seeweg 5. 2. ah Berlin: 8. 2. ab Hamburg 19 Uhr („Aquitania" 10. 2. ab Cherbourg); 11.2. „ „; Ii. 2. „ 19 Uhr („Bremen' ' 12.2. „ Bremen): 10. 2. „ „; 15.2. „ „ 19 Uhr („Queen Mary" 17.2. „ Cherbourg); _____ „ c) Luftweg (Luftschiffverkehr und Nachbringeflüge finden während der Wintermonate nicht statt) Südamerika a) Seeweg 4. 2. ab Berlin 22 Uhr; 5.2. ab Hamb?. 13 Uhr (Schiff 0. 2. ah Hamburg); 24.2. an Rio: 2. 3. an Buen. Aires 11. 2. „ „ 16 Uhr; 12.2. „ Frkf./M. 8 Uhr (Schiff 13. 2. „ Boulogne); 1. 3. 12.2. „ „ 18 Uhr: 12.2. „ Hambg. 19 Uhr (Schiff 13. 2. „ Bremen); 3.3. b) Luftweg 6. 2. ab Berlin 9 Uhr; 6. 2. ab Frankfurt/M. 13 Uhr (Französische Luftpost); Laufzeit bis Rio 5 Tage 10.2.,, „ 21 Uhr; 10.2.-„ „ 24 Uhr (Deutsche Luftpost); „ „ „ 3 „ (Zuschlag auf Auslandsporto nach Brasilien J,25RM für je 5 g; nach Argentinien 1,50 RM für je 5 g) Südafrika a) Seeweg 10.2. ab Berlin S Uhr; 10. 2. ab Köln 21 Uhr; 12. 2. ab Southampton (Schiff); 1. 3. an Kapstadt (Von Kapstadt in 30 Stunden nach Johannesburg und Pretoria) b) Luftweg 5. 2. ab Berlin 22 Uhr 15 Min.; 5.2. ab München (Bahnp. Amt 1) 24 Uhr; Laufzeit 8—9 Tage 9.2. „ „ 22 Uhr 15 Min.; 9.2. „ „ (Bahnp. Amt 1) 24 Uhr; „ 8—9 „ (Zuschlag auf Auslandsporto 35 Pf. für je 5 g) Palästina a) Seeweg 4.2. ab Berlin 23 Uhr; 5. 2. ab Hamburg 15 Uhr (Schiff 6.2. ab Genua); 11. 2. an Haifa 6.2. „ „ 14 Uhr; 7.2. „ München 9 Uhr (Schiff 9.2. „ Piräus); 13.2. „ Jaffa 9.2. 10. 2. 14 Uhr; 10.2. 23 Uhr; 11. 2. 5.2. ab Berlin 14 Uhr; 5. 7.2. „ „ 14 Uhr; 8. 10.2, „ „ 14 Uhr; 11. 6.2. ab Berlin 6 Uhr; 6.2. „ Müschen 18 Uhr; 10.2. „ Berlin 6 Uhr; 10. 2. 10.2. „ München 18 Uhr; 9 Uhr (Schiff 11.2. ,', Brindisi); 15. 2. 20 Uhr (Schiff 13. 2. „ Neapel); 14.2. Port Said b) Landweg 1. ab München 9 Uhr (über Belgrad—Istanbul); 10. 2. an Haifa 2. „ 9 Uhr ( „ „ „ ); 12.2. ., „ 2- „ „ 9 Ühr ( „ „ „ ); 16.2. „ „ (Leitvermerk „Ueber Belgrad—Istanbul11) b) Luftweg 6. 2. ab München 10 Uhr; 7. 2. ab Rom 6 Uhr; Laufzeit ca. 3 Ta^e o o t>-:„ri:„: c ttu_. o Brindisi 6 Uhr 10 Uhr; 11. 2. „ Rom 6 Uhr; 12.2. „ Brindisi 6 Uhr; (Zuschlag auf Auslandsporto 10 Pf. für je 5 g, mindestens 15 Pf.)