Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 5 (4.2.1937)
- Date
- 1937-02-04
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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" ' ' " -~ Senden Sie bis auf Widerruf die C-V.-ZEITUNG an: Senden Sie die RECHNUNG am Bitte genau ausfüllen und deutlich schreiben! — Mit 3 Pfg. frankiert im Umschlag senden an: C.-V.-Zeitung, Vertrieb, Berlin W1S, Emser Str.42,1V $mss weiterer Mittel durch die erwähnte Aktienemission wird die Bewegungsfreiheit der Bank weiter vergrössern. ' Zum erstenmal seit längerer Zeit wendet sich die palästinensische Wirtschaft mit einer grösseren Inlandsemission an den Kapitalmarkt des Landes. Die Ausgabe von 100 000 £P 'Aktien des „Ozar Mifalej Jam" (Marine Trust Ltd.) bezweckt, einen kleinen Teil der flüssigen Reserven des Landes für die Fortführung des grossen nationalen Werkes, des Hafens von Tel-Aviv, nutzbar zu machen. Aber zum Unterschied von den meisten anderenGeldbeschaffungsaktionen für gemeinwirtschaftliche Aufbauzwecke, die seit Beginn vorigen Jahres erfolgt ,sind, wurde hier, der Natur der Sache -entsprechend, nicht der Weg des „Drive", sondern jder Emission gewählt, also nicht zur Hergabe, sondern zur Anlage des Kapitals mit Aussicht 'auf Ertrag aufgerufen. Und im Gegensatz etwa . £u der Anleiheemission des Arbeitsbes.chaffungstmternehmens „Bizur", die mit Rücksicht auf die Kürze der verfügbaren Zeit grossenteils in geschlossenen. Paketen bei Institutionen untergebracht wurde, soll diesmal das breite Publikum Hauptträger der Zeichnung sein. Grund* •läge dieser und ähnlicher Massnahmen ist die TJeberlegung,- dass die grossen -unbeschäftigten ..Jindauf Beschäftigung wartenden- Mittel, die Bich in: Form von-. Depositen bei den Banken .".befinden,, eine wichtige Finanzierungsreserve .'darstellen, die bis zu einem gewissen Grade . nutzbar .gemacht.-werden kann, ohne deshalb 'die Grundsätze vom Standpunkt des Kunden wie der Bank gleich wichtigen vorsichtigen Liquiditäts- und .Anlagepolitik zu verletzen. Die letzten Bankausweise, die das statistische Amt der Regierung herausgegeben hat, zeigen, dass dies in einem gewissen Umfang geschehen ist. •Die Möglichkeiten, das palästinensische Bankenpublikum durch planvolle Abstimmung zwischen Sammlungs- und Zeichnungsaktionen, durch - gründliche Vorbereitung der Emissionen und individuelle Kundenberatung an eigene Investition in palästinensischen Werten zu gewöhnen, dürfte jedoch noch keineswegs erschöpft sein. * Verschiedene Kapitals erhöhungen palästinensischer Indusirie-Unternehmungen, in einzelnen Fällen verbunden mit gewissen Reorganisation- und Konsolidierungsmassnahmen, die Gründungstätigkeit und gewisse andere Mass- nahmen lassen erkennen, dass Investitionsbedarf und Investitionslust eher eine steigende Ten- . denz aufweisen. Auch auf dem Gebiete der landwirtschaftlichen Siedlung sind verschiedene neue Vorhaben teils in Angriff genommen, teils in Vorbereitung. Auf der anderen Seite wird der Preisanstieg an den internationalen Rohstoff- und Getreidemärkten, verbunden mit der verminderten Kreditbereitschaft der voll- und überbeschäftigten ausländischen Produzenten auch den laufenden Kreditbedarf unserer Wirtschaft erhöhen.. Obwohl man sich bei den besonderen V erhältnissen Palästinas doppelt hüten muß, aus vereinzelten Symptomen allzu weitgehende allgemeine Sehlussfolgerungen zu ziehen, darf vielleicht vom rein finanziellen Gesichtspunkt aus auf zwei interessante Erscheinungen nochmals hingewiesen werden. Der eklatante Rückgang der Wechselproteste zeigt einen hohen Standard der Kreditsicherheit und der' ZahlungsmoraL. der Rückgang des Geldumlaufs dagegen scheint auf eine ungenügende Ausnutzung der wirtschaftlichen Kapazität hinzudeuten. Sorgen der Landwirtschaft Die palästinensische Regierung hat die Zölle für Hartweizen und .Gerste von 3 auf 1 LP herabgesetzt und den Maiszoll völlig aufgehoben. : Diese Massnahme erfolgte im Einvernehmen mit allenbeteiligten Wirtschaftskreisen, nachdem sich auf dem lokalen Markte eine gewisse Weizenknappheit, verbunden mit scharfem Preisanstieg - gezeigt hatte; Die Ursachen dieser Verknappung Haifa, den 15. Januar.. •. Es versteht sich von selbst, dass der König- -lichen Kommission- .umfangreiches statistischeis •Material zur Verfügung'gestellt wurde. Soweit 'dies auf die Jahre bis 1935 zurückgreift, ist es im allgemeinen bekannt. Neu sind dagegen" die statistischen, Ergebnisse, für das Jahr 1936 . Zu ihnen gehört eine ämtliche Schätzung der'-Bevölkerungzahl in den vier grössten Städten des Landes: Jerusalem, Haifa,- Tel-Aviv und Jaffa für Ende 1936 nach der religiös-völkischen Zusammensetzung. Das Statistische Landesamt der Mandatsregierung setzt nach den ihm zur Verfügung stehenden Unterlagen die Grössenordnungen der Gesamtbevölkerung der vier Städte in folgender Reihenfolge an: Die grösste Stadt des Landes ist'Tel-Aviv mit 140 000 Einwohnern, von. denen 139500 Juden sind. Setzt man den. jüdischen Gesamtsektor Palästinas für Ende 1936 mit etwa 400 000 Menschen an, so leben also in Tel-Aviv allein fast 35 Prozent aller Juden des Mandatsgebietes.. Die Gesamtbevölkerung von Jerusalem •wird mit 125 000 Köpfen angesetzt. Von ihnen 'sind 76 000 Juden, also etwa 60 Prozent der Stadtbevölkerung, 26 000 sind Moslems und 23 000 Christen. Die. Zahl der. in Jerusalem lebenden Juden, gemessen an der jüdischen Gesamtbevölkerung des Mandatsgebietes, ergibt also eine Quote von 19 Prozent. Die drittgrösste Stadt Palästinas ißt. Haifa mit 99 000 Einwohnern, von denen 48 000 Juden, 30 000 Mohammedaner und 21000 Christen sind. Von der Haifaer Bevölkerung .sind also etwa 49 Prozent Juden, 30 Prozent Mohammedaner und 21 Prozent Christen. In die moslemitische Bevölkerung Haifas sind die Bahaisten eingerechnet, die aber eine nur. sehr kleine Gemeinschaft -r weit weniger als •' ehr-;baäbes:T-Ta^ri(i-^r-- - ftildeiL. Die ' viertgrösste Stadt Palästinas;;ist; >J-a f f a V für diese Stadt werden; Ende 1936 71Ö0Ö ^Einwohner angegeben. Die dominierende Bevölkerung sind die Mohammedaner mit 42 000 Menschen, das sind knapp 60 Prozent der Stadtbevölkerung. Die Zahl der Juden wird mit 16 000 .Köpfen angegeben, während es Anfang -des.Jahres über 25 dßO waren. Fast: 10 000 Juden haben im Verlaufender Unruhen des vergangenen Jahres "Jaffa den Rücken' gekehrt, hauptsächlich aus dem berüchtigten Manshia-Quartier. Ein Teil von ihnen kam in Tel-Aviv unter, ein Teil in landwirtschaftliehen' Siedlungen, für eine Gruppe von Flüchtlingen schweben noch die Bemühungen, sie endgültig im Lande unterzubringen. Die 16000 Juden, die gegenwärtig in Jaffa leben, stellen eine - Quote von etwa 22 Prozent dar. Ausser ihnen leben noch 13000 Christen in Jaffa, das sind etwa 18 Prozent der Bevölkerung. In den vier grössten Städten des Landes lebt also eine Bevölkerung von 435000 Menschen, das ist etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung des Mandatsgebietes. Die Gesamtzahl der Juden in den vier Städten beziffert sich auf 2 8 0 00 0, das sind etwa 70 Prozent aller in Palästina lebenden Juden, die Gesamtzahl der Mohammedaner beträgt etwa 98 000, das sind etwa 12 Prozent. Die Zahl der Christen in den vier Städten mit etwa 57 000 bildet, gemessen an den christlichen Einwohnern Palästinas überhaupt, eine Quote von über 50 Prozent. Interessant ist, dass in J e r u s a 1 e m die Zahl der mohammedanischen und christlichen Einwohner zusammen weit geringer ist als die Zahl der jüdischen Bewohaer, während umgekehrt in Haifa mohammedanische und christliche Einwohner zusammen gegenüber den Juden eine knappe Majorität bilden. Andererseits ist in Jaffa nach den Unruhen die Zahl der Juden und Christen zusammen weit niedriger als die der Mohammedaner, während vor dem Streik und Terror das quantitative Uebergewicht der Moham- 'medaher gegenüber der jüdischen und christlichen •Bevölkerung zusammen nur sehr gering war. Dr. E. R—z. 1935 * 1936 103 000' 76 000 68 000 55 000 69 000 81000 46 000 22 000 9000 3 000 5 000 9 000 waren einmal die bekannte Lage des Weltmarktes, sodann die Tatsache, dass Syrien die,"Ausfuhr gedrosselt hat. Hinzu kam die unbefriedigende Ernte, in Palästina selbst, die ausfolgender Tabelle-der Ernteerträge hervorgeht. Ern teertrag; in Törin en . '' Weizen".,-'*' . - Gerste * » Melonen . . Burrä :; . Olivenöl « . Kartoffeln , . Die Zunahme der Kartoffelernte beruhfeauf Her. fört5chr#ten<len Ausdeimung: der Anbaufläche. Beiden: verschiedenen Getreidesoiten machten, sich' die ungenügenden RegenfaUe'<der,.-yörigeh- Saison: bemerkbat; .da/infolge der, Uni;utißn, die G,etreidebauem^aüch -nicht in den Gehuss derl' Preissteigerungen kamen* die in Anbetracht-'der Marktlage zu erwarten gewesen wäre, erlitten sie Ausfälle,- für -die sie .möglicherweise. durch eine von der Regierung ' erwogene Steuersenkung entschädigt " werden' sollen. Gegenwärtig-.aber wird, umgekehrt die Landwirtschaft infast allen' Teilen Palästinas — .abgesehen von dem..sonst unter Dürre leidenden Süddistrikt — durch die übermässigen Regenfälle geschädigt. Abgesehen von den noch immer nicht ganz vermeidbaren Verkehrsstörungen ist schon viel auf den Feldern verfault und das Fehlen der sonst im Winter üblichen Ein Palästina-Pavillon auf der Pariser Weltausstellung In Anwesenheit;von Vertretern der französischen Behörden und der britischen. Botschaft fand in Paris die Grundsteinlegung für den Palästina-Pavillon auf der Weltausstellung 1937 statt. Die Pläne, sind von"zwei jungen palästinensischen Architekten, Tamir und Grinspan, entworfen. An der Spitze der von der französischpalästinensischen Handelskammer und "dem Comite France.-Pälestine eingesetzten; Aus-;stellungskommissiori stehen; als Ehrenpräsident Senator Justin G o d a r t und als Präsident-Louis As s c he r. ~ ' . Der Pavillon wirft vier Ausstellungsräume umfassen^ die einen Hof und einen Garten einschliessen. Der erste Saal soll nach Lord' Balfour benannt werden und der Darstellung der jüdischen Einwanderung nächv Palästina und in der Diaspora gewidmet sein. Der zweite Raum wird ■ den" Namen des verstorbenen Bürgermeisters von- Tel-Aviv, Meir Diz'engoff, tragen .und eine :;Uebersicht über die wirtschaftliche und industrielle Entwicklung Palästinas bieten. Die geistige und kulturelle Erneuerung des jüdischen Volkes in Palästina soll in dem dritten, nach Chaim Nachman Bialik benannten Raum gezeigt werden; für die palästinensische Zeitungs- und Buchproduktion sind besondere Stände vorge- sehen; ferner sollen in dem kulturellen Teil der sonnigen Regenpausen behindert das Wachstum. 3 Ausstellung Modelle der palästinensischen AnnVi r\\a (iranfronornfo wirr? mirnh riio nr>crp- 5' mi » . -f.. ■, Auch die Orangenernte wird durch die ungewöhnliche Form der diesmaligen Regensaison beeinträchtigt. Man pflückt' gewöhnlich, wenn die Früchte nach einem Regen wieder eine Weile der Sonne ausgesetzt waren, weil sie in diesem Zustand qualitativ am besten für den Export geeignet sind. Bei den langen und beinahe pausenlosen Regenfällen dieser Saison können die Früchte tagelang nicht' geerntet werden, da sie sich natürlich in feuchtem Zustand nicht verpacken lassen, und das überlange Hängen am Baum beeinträchtigt die Qualität. Ausserdem ist durch die Hagel- und Sturmschäden der Anteil des Fallobstes und der sonst beschädigten, also geringwertigen Früchte, der sogenannten Brara, gestiegen. Immerhin ist nicht zu vergessen, dass in den vorangegangenen Monaten ein grosser Teil der •Ernte unter günstigen Bedingungen gepflückt und verschifft werden konnte. Aber die jetzigen Hemmungen treffen nicht nur die Zitruspflanzer, sondern auch den Arbeitsmarkt; die Saisonarbeiter, •die zum Katif aufs Dorf gegangen sind, haben tagelang keine Beschäftigung, dann wieder häuft sich in den sonnigen' Tagen 'die Arbeit soj dass kaum genügend Hände herbeigeschafft werden können. _^_ lOOOOe Pfund Sterling Touristen-Kautionen verfallen Die palästinensische Presse weist darauf hin, dass dem palästinensischen Schatzamt neue Einnahmen in Höhe von zehntausenden Pfund dadurch : zufliessen, dass Kautionen, die von Palästina-Touristen hinterlegt werden mussten, als verfallen ' erklärt worden sind. Bei diesen Touristen, die die ihnen gewährte Aufenthaltsfrist .überschritten haben, handele es sich zumeist um Mädchen, die . sich während ihres Aufenthaltes im Lande mit palästinensischen Bürgern verheiratet haben. Theater, Museen usw. aufgestellt werden. Der vierte Saal wird nach Baron Edmond de Rothschild benannt; in ihm wird die landwirtschaftliche und industrielle Produktion Palästinas ausgestellt. Der Hof ist für Fremdenverkehrspropaganda unter der Losung „Besuchet Palästina" vorgesehen. Im Garten werden ein kleines Kaffeehaus und Verkaufskioske für Palästinaprodukte errichtet. In dem Pavillon für internationale Kunst werden Gemälde und Bildwerke aus Palästina ausgestellt werden. Die Kunstunterkommission des Komitees für den Palästinapavillon will während der Ausstellung mehrere Konzerte des palästinensischen Sinfonieorchesters veranstalten. Als Dirigenten hofft man Toscanini zu gewinnen. Ferner sollen in einem Theater auf dem Ausstellungsgelände einige Aufführungen der Habima stattfinden. Ansab al-Ashraf Ein arabisches Quellenwerk der Universität Jerusalem Im Verlag der Heb r« w U n i v e r s i t y Press, Jerusalem, ist soeben.ein erster Band des monumentalen Werkes Ansab al- Ashräf (d. h. ,,Genealogien der Adligen") erschienen.....Sein Verfasser, .Baladhuri,. ist .einer der berühmtesten' arabischen Historiker und lebte vor etwas über tausend Jahren in Bagdad als Lehrer und Vertrauter mehrerer abbassidischer Kalifen. Bisher lag nur ein anderes Buch von ihm vollständig im Druck vor, nämlich die „Geschichte der Eroberungen (der Muslime)". Wie schon der Titel Ansab al-Ashraf besagt, ist das neue Werk nicht chronologisch, sondern biographisch-genealogisch angeordnet; es behandelt jedoch in den grossen Kapiteln über die verschiedenen Kalifen die gesamte politische Geschichte und bietet in den meisten anderen Biographien wertvolle neue Beiträge zur Literatur-, Sozial- und Religionsgeschichte des ältesten Islam. Da das Werk die grösste bisher noch nicht veröffentlichte Quelle für die Frühzeit des Islams darstellt, wurde seine Herausgabe seit langem von" den orientalistischen Autoritäten aufs dringendste gefordert und schon vor über dreissig Jahren auf einem internationalen Orientalistenkongress beschlossen. Der grosse Umfang des Werkes und die Schwierigkeit, dass nur eine ' einzige vollständige Handschrift von ihm erhalten ist, und dass sein vielseitiger Charakter den Herausgeber zwingt, zum Verständnis und 'zur Herstellung des Textes fast alle Zweige der arabischen' Literatur zu vergleichen, verhinderten jedoch bisher seine Herausgabe. Das junse orientalische Institut der hebräischen Universität Jerusalem hat sich nun an diese schwere Aufgabe gewagt. Freilich ist der Druck eines solchen vielbändigen Werkes sehr' kostspielig. Publikationen solchen Umfangs werden gewöhnlich durch staatliche Unterstützung ermöglicht. Die hebräische Universität hat keine solchen Hilfsquellen. So sollte jeder, der sich für die wissenschaftlichen Arbeiten der Hebräischen Universität und für die Pflege der arabistischen Studien an ihr interessiert, die Fortführung der Herausgabe 'dieses Werkes ermöglichen, indem selbst ein Exemplar des soeben erschienenen Bandes ' an- -echaft oder im Kreise seiner Bekannten Freunde und Gönner für das Unternehmen wirbt. Der vorliegende Band, der fünfte des Gesamtwerkes, der ein in sich geschlossenes Ganzes darstellt, ist von Dr. S. D. G o i t e i n, Lehrer für islamitischer Geschichte an;der'~Hehräischen Universität, bearbeitet worden. Er enthält 600 Seiten grossen Formats, und zwar Vorwort, Text und Anhang in Arabisch, eine sehr ausführliche Einleitung in Hebräisch und eine ebensolche in Englisch sowie . einen besonderen Band Anmerkungen in englischer Sprache. Der Druck des Buches ist in Jerusalem ganz von jüdischen Arbeitern hergestellt worden. Das Buch ist gegen Voreinsendung von 1.10.0 Pfund Sterling von der Hebrew University Press, Jerusalem, zu beziehen. Frühjahrsreisen nach Palästina Das Frühjahr ist wegen der günstigen Temperatur- und Witterungsverhältnisse die Hauptsaison für Reisen nach Palästina. Durch die Auswanderung aus Deutschland nach Palästina ist das Interesse der in Deutschland Zurückgebliebenen an einem Besuch ihrer im Heiligen Lande lebenden Angehörigen erheblich gestiegen. * Um den Besuch Palästinas im Frühjahr zu ermöglichen, wird in der diesjährigen Saison vom Pälestine und Orient Lloyd eine Gesellschaftsreise mit zwölftägigem Landaufenthalt veranstaltet werden. Bei dieser Reise können sowohl die Fahrtkosten als auch der Landaufenthalt in vollem Umfang hier in Reichsmark eingezahlt werden. Die Tätigkeit des Keren Hatora Das Landesdirektorium des Keren Hatora in Deutschland legt seinen Jahresbericht für das Jahr 1936 vor, dem wir folgendes entnehmen: Der wieder aufgelebten Jeschiwa in Fulda ist jetzt durch eine Subvention des Landesdirektoriums des Keren Hatora eine Jeschiwa k'tana in Breslau zur Seite gestellt worden, die den Namen von Rabbiner Dr. Simonsohn s. A. trägt. Die Arbeitsleistung des Keren Hatora erstreckt sich vor allem auf das Gebiet der Talmud-Tora- Schulen, Subventionierung von Jeschiwot und Jeschiwa-Besuch, Erziehungsheime, Religionsunterricht in lehrerlosen Gemeinden und Beschaffung von S'farim. Erfreulicherweise hat sich trotz der Notzeit die Leistung des Keren Hatora nicht nur nicht vermindert, sondern auf allen Gebieten erhöht. Noch grösser freilich waren die Anforderungen an ihn, die nicht mehr voll erfüllt werden konnten. Die Mittel des Keren Hatora werden zum grössten Teil durch Spenden einzelner aufgebracht, die teilweise aus den grossen Aktionen zu Chanukka und Schewuot oder pfennigweise aus Büchsen stammen. Knapp zehn Prozent der Einnahmen werden durch einen Beitrag der Reichsvertretung beigesteuert. Auch der Zentralausschuss für Hilfe und Aufbau hat den Keren Hatora wirksam unterstützt. Im Anhang legt der Bericht den Voranschlag .für 1937 vor. Er sieht für fast alle Einnahmeposten Erhöhungen vor, weil auf der Ausgabenseite voraussichtlich alle Posten noch stärker wachsen werden, als sie im vergangenen Jahr schon gewachsen sind. Die Durchführung dieses Arbeitsplanes hat zur Voraussetzung, dass die Gebefreudigkeit der jüdischen Oeffentlichkeit 6einer Bedeutung die richtige Würdigung entgegenbringt. Der Jahresbericht ist beim Landesdirektorium •des Keren Hatora in Deutschland, Hamburg 13, Heinrich-Barth-Strasse 21, IL, zu beziehen. ' 2Kör Ermässigung für Palästina-Reisen ^£ IQ Ausreise ab Triest 17. Februar bis zum 20. Marz 1937 Rückfahrt ab Haifa 3. März bis zum 1. April 1937 cf^^BSslp BeigieichieiliserBüctog PÄLESTINE EXPRESS CO. G.M.B.H. BERLIN NW 7 " usr Hm- und Ruckiann - - - ------— - - Friedrichsfrasse 100 (am Su. U-Bahnhof) Fernruf 16 29 16