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Central-Verein-Zeitung · 1937-01-28 · 4 (28.1.1937) · page 7

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
4 (28.1.1937)
Date
1937-01-28
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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Werfeis „Weg der Verheissunj in New-York Von unserem St.-Berlchterstatter >€f New-York, Anfang Januar. Die Welturaufführung des Werfeischen Bibeldramas „Der Weg der Verheissung" in der New-Yorker Manhattan Opera gestaltete sich zu einem ungeheuren Erfolg. Die Aufführung unter der Regie Max Reinhardts rechtfertigte ganz die langwierigen Vorbereitungen, über die wir schon in unserem Vorbericht (vgl. C.-V.-Zeitung, Nr. 2 vom 14. d. M.) schrieben. Der Inhalt des Stückes dürfte bekannt seiü, «o dass ich ihn hier nur ganz kurz zusammenzulassen brauche. Eine jüdische Gemeinde des Mittelalters, in harter Bedrängnis lebend, kommt nächtlich in der Synagoge zusammen. Wunderbare Gestalten darunter: der bescheidene, innerlich grosse, allseits geliebte Rabbi; der Entfremdete, der erst jetzt in der Not wieder den Weg zu seiner Gemeinde zurückfindet und der, von seinem kleinen Sohn nach dem Fortgang der erzählten biblischen Ereignisse befragt, sich nicht mehr zu erinnern vermag („J do'nt remember any more"'); oder das „fremde Mädchen", das als Braut eines jungen Juden trotz des nachdrücklichen Hinweises des Rabbi auf die Schwere des jüdischen Schicksals in die Gemeinde aufgenommen werden will. — In dieser Nacht spricht nun der Rabbi durch Vorlesen aus der Bibel seiner Gemeinde Trost zu. Dieses Vorlesen geht jeweils langsam in die Bilder der zur Verlesung kommenden Bit elstellen über, und so sehen wir vor uns den Altarbau Abrahams, die Engelserscheinung, die Opferung Isaaks, den Tod Raheis, Josef und seine Brüder, das Volk in der Wüste, den Tanz um das -goldene Kalb, die Gesetzgebung am Sinai, den Tod Moses, Ruth, David vor Saul, David und Bathseba und schliesslich den Tempelbau Salomos. Mitten in die Freude dieses letzten Bildes kommt die Botschaft an die Gemeinde, dass sie das Land zu verlassen habe. Von ihrem Rabbi geführt, begibt sie sich ruhig und gefasst, getröstet durch ihre grossen Vorbilder und in der Hoffnung auf den Messias auf ihren „ewigen Weg". Das Einzigartige an dieser Dichtung ist, wie Werfel zwischen den Menschen der mittelalterlichen Gemeinde und den Gestalten der Bibel unmittelbare Beziehungen findet. Er gestaltet die Geschehnisse mit Kraft und Leidenschaft, das ganze trägt den Stempel innerer Einheit und Geschlossenheit. Zu bedauern bleibt, dass infolge der Länge des Stückes sehr wesentliche Teile bei der Aufführung wegfallen mussten. Reinhardt hat sich mit grossem Ernst an seine Aufgabe gemacht, wenn auch nicht ganz bewältigt. Wunderbar ist das Vorspiel in der Synagoge: um hierfür Raum zu schaffen, wurden die vorderen Reihen des Zuschauerraumes entfernt, die Gemeinde sitzt teilweise mit dem Rücken gegen die Zuschauer, so dass diese auch bildhaft in die Gemeinde eingeschlossen werden. Wenn dann der Rabbi von Abraham zu erzählen beginnt, fällt das Licht langsam auf die Hauptbühne, die über der Gemeinde- Vorbühne liegt, und man sieht mehrere durch Wege verbundene Terrassen übereinander, in einer Bühnentiefe, wie sie bisher wohl nur selten gezeigt wurde. Bewunderungswürdig, wie Reinhardt es versteht, den nicht immer leichten Uebergang von der Erzählung zum Bild zu schaffen, wie die Gestalten oft geradezu aus den Worten des Rabbi heraus zu entstehen scheinen und dann wieder langsam ihre körperliche Gestalt verlieren. Allerdings konnte der im wesentlichen epische Gehalt einzelner Bilder, zum Beispiel der Tod Moses, auch bei Anwendung höchster künstlerischer Mittel nicht in voller dramatischer Wirksamkeit gebracht werden. Ueberwältigend ist der Schluss: die vertriebene Gemeinde begibt sich in einem langen, zur Höhe aufsteigenden Zug, voran der Rabbi, auf die Wanderschaft, begleitet und geführt von allen vorher im Spiel geschauten Gestalten. Die Musik von Kurt W e i 11 ist von grosser Eindruckskraft, wenn auch in ihrer linearen Rhythmik, wie mir scheint, nicht immer ganz am Platze. In der Uebersetzung des Stückes von Ludwig Levisohn ist von der unmittelbaren schöpferischen Kraft der Dichtung nichts verloren gegangen. Die Aufnahme des Werks bei Publikum und Presse war hervorragend. Viele der architektonisch meisterhaft gestalteten Bühnenbilder wurden von den Zuschauern nach hiesiger Gewohnheit schon vor Beginn des jeweiligen Spiels applaudiert, und zum Schluss setzte ein Sturm des Beifalls und der Begeisterung ein. Die Zeitungen sprechen von einer Höchstleistung, die mit nichts früher Gezeigtem verglichen werden könne. Appel gespielt; die Hühnerfrau, gluckig und gackernd wie ihre Hühner, unübertrefflich charakterisiert von Erna Cohn-Lorenz; der Schornsteinfeger, lustig und polternd zum Kamin hereinfahrend und den Kinderschreck spielend, gelenkig und frisch von Fritz Melchior dargestellt. Rita Nach um gab das Töchterlein des Hauses gezierter, als es die kindliche Rolle erforderte. Den Wasserträger, einfältig und voll Güte, spielte Willy Kruszynski. Die „Gnädige" zeichnete Edith Hersslik scharf karikierend, ihren Sohn als einen verwöhnten Geck Fritz Benscher. Die Zuschauer riefen Darsteller und Spielleiter mit lebhaftem Beifall. H.G. 99 Jusik" im Kulturbund Hamburg Ueber das Traumspiel „Jusik" oder „Der Sänger seiner Trauer" von Ossip D y m o w wurde anlässlich der Aufführung der Jüdischen Jugendbühne Berlin schon ausführlich in diesen Blättern (C.-V.-Zeitung, Nr. 48 vom 26. November 1936) berichtet. Auch bei der Aufführung im Hamburger Kulturbund gelang es ganz, die zarte volksliedhafte Märchenstimmung wiederzugeben. Es war eine ausserordentliche Leistung der Regie von Dr. Hans B u x b a u m, mit geringen technischen Mitteln die Atmosphäre für dieses Spiel geschaffen zu haben, wobei ihn die phantasievollen Kostüme von Käte F r i e d h e i m und das auf engstem Raum geschaffene Bühnenbild von Alfred Müller harmonisch unterstützten. Die Musik, von Kurt Behrens komponiert und dirigiert, war die humoristisch charakterisierende Untermaiung und gab den lyrischen Stellen des Stückes wehmütige Begleitung im Stile slawischer Volksweisen. Jusik, den scheuen In-Sich-Gekehrien, den Liebend-Verzweifelnden spielte als Gestalt aus einem Guss Heinz Friedeberg; als seine Gegenspielerin, das Küchenmädel, war ihm Marie-Luise Bruch ebenbürtig. Der geschwätzig behende Hausierer wird zungenfertig von Kurt flUlIUIlIlIHHIHiniHIIIIIIIUM mmm. Musikalische Presseschau Heft 12 der „Zeitschrift für Musik" widmet dem von Christa Maria Rock und Hans Brückner herausgegebenen Werk „Judentum und Musik. Mit dem Abc jüdischer und nichtarischer Musikbefiis&ener" (2. verb. Aufl., Hans Brückner-Verlag, München 1936) eine Besprechung. Nach einer Einführung in den Inhalt des Buches, das u. a. ein Verzeichnisnichtarischer Musiker mit Quellenangaben bringt, heisst es in dieser Besprechung: „So lesenswert auch das Vorwort Hans Brückners ist, so sehr hätte ich gerade diesem Vorwort einen Schuss weniger — sagen wir einmal — Volkstümlichkeit gewünscht. Die Schwierigkeit der Einbürgerung des „Corregidor" oder der „Rose vom Liebesgarten'' nur den Juden zur Last zu legen, geht doch wohl nicht an, und so ohne weiteres eine „negroide Linie in der Musik" als jüdisch beweisen zu wollen, scheint mir auch auf recht schwachen Füssen zu stehen. Sehr richtig ist dafür der Satz, „dass vorerst die Herbeischaffung erbbiologischen und rassenpsychologischen Materials die wichtigste Aufgabe der deutschen Kunst-, Musik-, Literaturgeschichtsforschung der nächsten Jahrzehnte darstellt". H. F. ~JLs SM „Essig und Oel" in der Kleinkunstbühne des Berliner Kulturbundes Camilla Spira-Eisner, Bert Baer, Max Ehrlich Fot. Abraham, Berlin Jüdischer Kulturbund Berlin. Die Vorstellung von „Essig und Oel" mit Camilla Eisner (Spira) und^ Max Ehrlich in der Kleinkunstbühne im Schumann-Saal, Lützowstr. 76, fällt amSonnabend,3 0. Januar, aus. Bereits gelöste Eintrittskarten können für andere Vorstellungen der Kleinkunstbühne umgetauscht oder in Zahlung genommen werden. Die nächste Vorstellung von „Essig und Oel" findet am 31. Januar im Schumann-Saal statt. — Die Sonderveranstaltung „Menschen in Weiss" wird von Sonnabend, den 30. Januar, auf Montag, den 1. Februar, abends 8% Uhr, im Kulturbund-Theater, verlegt. Die gelösten Gutscheine behalten ihre Gültigkeit. Der Jüdische Kulturbund Mannheim („Liederkranz") veranstaltet am 14. Februar die Erstaufführung des Mozart - Oratoriums „Judith" (Betulia liberata) in hebräischer Sprache. Jüdischer Kulturbund Rhein-Main. Die für den 28. November geplant gewesene Kammermusikveranstaltun? des Streichquartetts Frankfurt a. M. wird nunmehr am 2. Februar. 20 Uhr. im Vereinshaus Eschersheimer Landstr. 27, nachgeholt. Bereits gelöste Karten haben Gültigkeit. Der Reichsverband der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland teilt mit: Das Preisausschreiben des Reichsverbandes ist am 15. Januar erschlossen worden. Es sind im ganzen 123 Werke eingelaufen, und zwar im einzelnen 15 Feierliche Vorspiele, 8 Chorwerke mit Orchesterbepleitung, 9 Chorwerke für Jugendbünde, 57 Liederzyklen und 34 Chorlieder a capella. Die Prüfung der eingegangenen Werke wird voraussichtlich mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Die Juroren sind' durch die Presse bekanntgegeben worden. Zu der entscheidenden Jury treten nach Sichtung des gesamten eingereichten Materials Intendant Dr. Kurt Singer, Generalmusikdirektor Hans Wilhelm S t e i n b e r g und Direktor Karl Adler, Stuttgart, hinzu. Gedenkblatt für einen jüdischen Musiker Eugen Gottschalk zum 70. Geburtstag Am 30. Januar begeht der Breslauer Augenarzt, Komponist, Mathematikforseher und — was eigentlich an erster Stelle stehen müsste — gütige Mensch Eugen Gottschalk seinen 70. Geburtstag. Es ist ein alter, nur leider vielfach zur blossen Form gewordener Brauch, einen so bedeutungsvollen Merkstein im Leben einer nicht ganz unbekannten Persönlichkeit zum Anlass eines Festartikels zu machen. Wenn es auch hier geschieht,' so einzig und allein, um der glänzenden kompositorischen Tätigkeit eines Mannes, der durch seine Bescheidenheit allzu lange in den Hintergrund getreten war, eine späte, aber um so verdientere Anerkennung zuteil werden zu lassen. Dr. Gottschalk, als Sohn eines Mühlenbesitzers in Stolp geboren, studierte Medizin in Würzburg, Berlin und München und liess sich 1898 in seiner Heimatstadt als Augenarzt nieder. Mit etwa 17 Jahren zeigten sich, ohne dass ein Unterricht vorausgegangen wäre, verheissungsvolle Spuren schöpferischer Musikalität. Und doch sollten noch zwei Dezennien vergehen, ehe diese starke Begabung in die ihr vorbestimmte Bahn gelenkt wurde. 1904 siedelte Gotschalk nach Breslau über und wurde hier, als 38jähriger, Schüler von Professor Emil Bonns (Kirchenmusik) und von Hans F. Schaubs (Theorie und Komposition). Die erste grosse Talentprobe war ein Liederzyklus. Was hier an Ursprünglichkeit des melodischen Einfalls und an bezwingender Logik im harmonischen Aufbau zutage trat, war und ist auch heute bewundernswert; aber es findet seine natürliche Erklärung in der Tatsache, dass Gottschalk von Anfang an die seltene Gabe verliehen war, der Stimmung und dem seelischen Gehalt der ihm vorliegenden Dichtungen bis ins Letzte nachzuspüren. Wie stark sein Sinn für alle Fragen des Stils und der musikalischen Aesthetik schon damals ausgeprägt war, zeigt das anmutigbeschwingte „Unter den Linden" "(Walther y. d. Vogelweide), das in seiner glückliehen Mischung von „Liebes"-, „Ritter"- und „Nachtigal"-Ton der schönsten klassischen Minnesängerweis' ebenbürtig ist. Der Wunsch, die Musik ganz aus dem Erlebnis des Wortes zu formen, führte ihn bald dazu, die geistige Umwelt des jeweiiigen„Dichters, seiner Stoffe und Gestalten zu erforschen, ja sogar, als das Textmaterial ihm immer weitere Bezirke erschloss, zum regelrechten Studium antiker und exotischer Kulturen. So entstand der grandiose Zyklus assyrisch - babylonischer, ägyptischer, jüdischer, indischer und chinesisch-japanischer Gesänge. Unter dem vielen Schönen und durch seine klanglichen Reize wirklich Neuen nimmt jener erhabene „Sonnenhymnus des Echen-Aton" (14. Jahrhundert v. Chr.), der so rasche Verbreitung gefunden hat, eine Sonderstellung ein. Er ist das treffendste Beispiel für Gottschalks souveräne Art, alle Schwierigkeiten des Metrums durch eine Rezitativtechnik zu meistern, die selbst die sprödeste Prosa mit echtem, ungekünsteltem Melos umgibt. Wie von diesem Hymnus ein Hauch antiker Grösse ausgeht, so glaubt man in einem nur 14 Texte umfassenden Liede aus dem „Cherubinischen Wandersmann" die ganze religiöse Mystik des Angelus Silesius wiederzufinden. Einen wertvollen Beitrag zur musikalischen Goethe-Literatur schuf Gottschalk mit dem zum Teil für Chor und Orchester geschriebenen Zyklus „Beschwörungen und Mystisches aus Faust"; nicht minder hohes Niveau haben seine Kompositionen auf Texte von Dante und Michelangelo, von Shakespeare und Villon, von Nietzsche, Morgenstern und vielen, darunter auch jüdischen Autoren unserer Tage. Die genialste Leistung aber ist ihm gelungen, als er Heines „Du bist wie eine Blume", wohl das meistvertonte aller Gedichte, in Musik setzte; seine Melodie ist von einer so überraschenden Schlichtheit, dass man sie der Schumannschen zumindest gleichstellen darf. Gottschalk hat, obwohl ihm die restlose Erfassung des Dichterwortes stets erstes Gebot war, auch den Sängern viel gegeben. Und welche Freude macht es, seinen fast orchestralen Klaviersatz zu studieren, in dem oft eine harmonische Feinheit die andere ablöst! Erhebliche formale Wandlungen sind bei ihm kaum festzustellen: strenge und variierte Strophenlieder findet man ebenso in allen Schaffensperioden wie Rondotypen, einteilige und durchkomponierte Lieder. Für seine Vielseitigkeit zeugen ferner zahlreiche Balladen und heitere Gesänge, eine Operette, Melodramen zu „Hanneies Himmelfahrt" und ein Trauermarsch für Orchester — ein imponierendes, ständiger Erweiterung unterworfenes Gesamtwerk, dessen Teile immer mehr zum geistigen Besitz derer werden, die ihn lieben. Nicht alle diese Teile sind von gleicher Stärke, können es auch nicht sein; aber in jedem einzelnen spürt man die höchst persönliche Note des reifen Künstlers, dessen Arbeiten, über die Freude am Musikalisch-Schöpferischen hinaus, längst' zu tiefsinnigen Bekenntnissen geworden sind. Martin Hausdorff. Breslau. Theater, Musik, Film Im New-Yorker Bellasco-Theatsr wurde Bruckners Napoleon-Drama uraufgeführt, mit Peter Lorre in der Hauptrolle. Das Stück fand so grossen Beifall, dass eine Verfilmung ßchon jetzt in Aussicht gestellt ist. * Das Theater an der Wien hat noch für diese Spielzeit die Uraufführung des Lustspiels ..Michaelerplatz" von Rudolph Lothar sowie die Erstaufführung von Melchior L e n - g y e 1 s bekanntem Schauspiel „Die Zarin" in Aussicht genommen. * In den Wiener Jüdischen Kammerspielen findet die Erstaufführung der Freimannschen Komödie „Sein letzter GesaDg" mit David Seidermann in der Hauptrolle statt; die Musik stammt von Olschanetzky. # Otto Klemperer wird in Los Angeles eine neue sinfonische Dichtung „Stimme in der Wüste" von Ernest Bloch sowie Ernst Tochs „Pinocchio"-Ouvertüre zur Aufführung bringen. * In Genua errang die von dem Wiener Regisseur Lothar Wall erst ein als Gast inszenierte „Meistersinger"-Aufführung einen stürmischen Erfolg. # Der Sender Paris überträgt am Sonntag, dem 31. Januar, 141/2 Uhr, eine Aufführung von „Hoffmanns Erzählungen" von Offenbach. * Die norditalienische Sendergruppe bringt am 29. Januar, 21 Uhr, die 1. und die 9. Sinfonie von Beethoven unter Leitung von Bruno Walter. * Der Sender Lyon überträgt am 5. Februar, 2VA Uhr, aus Paris ein Sinfoniekonzert tschechischer Komponisten; Dirigent der Veranstaltung ist Fritz Zweig. # Die „Italienische Sinfonie" von Mendelssohn ist am 3. Februar, 21% Uhr, über den Sender Strassburg und am 6. Februar, 22% Uhr, über den Sender Luxemburg zu hören. * Bronislaw Huberman gibt am 12. Februar in Wien ein Konzert. * Richard Tauber gastiert mit einem Wiener Ensemble in Kairo. * Am Theater in Neapel gelangt ein neues, mit grossen Chören ausgestattetes Werk „J u d i t h" des Schweizer .Komponisten Arthur Honegger zur Aufführung, dessen Oratorium „König David" vor einer Reihe von Jahren beträchtliches Aufsehen erregte. * Pierre Monteux brachte mit dem Pariser Sinfonie-Orchester eine Aufführung von Milh a u d s „Christoph Columbus" in Konzertform, die einen ausserordentlichen Erfolg hatte. # Die in Italien mehrfach erfolgreich aufgeführte Märchenoper „II Re Pappagorgia" von Lena Stein-Schneider wird am 6. Februar, 17 Uhr, im Sender Monte Ceneri (Lugano) gesendet. # Erich Pommers soeben vollendeter Film „Die unüberwindliche Armada" wird demnächst in P a r i s zur Vorführung kommen. # Die Warner-Brothers-Filmgesellschaft in Hollywood bereitet die Verfilmung des Romans „Die grosse Lüge" von Lola Stein vor, zu der Erich W. Korngold die umrahmende Musik schreiben wird.

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