Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 4 (28.1.1937)
- Date
- 1937-01-28
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Einweihimgsfeier im Werkdorf Wieringen Äm Sonntag, 17. Januar, fand im Wersdorf Nieuweshiis, das von der Stichting Joodsche Arbeid geschaffen wurde, die Einweihung des neuen Gemeinschaftshauses statt. Im Mittelpunkt des Halbkreises von Holzbaracken, in denen bisher alle Einrichtungen des Werkdorfes untergebracht waren, haben die Berufsumsehichtler des Werkdorfs ein grosses Haus gebaut, das mit seinen Ziegeln und tief gezogenem Dachfirst in die Landschaft und den Baustil der holländischen Dörfer hineinpasst. Es enthält neben einem grossen Speisesaal, der auch als Versammlungsraum dienen wird, und den Kücheneinrichtungen eine Reihe von Räumen, die für Unterricht und Ausbildung bestimmt sind. In vorbildlich sauberer und exakter Arbeit sind alle Einrichtungen des Hauses von den Schülern des Werkdorfes selbst her- Magister Kirsch der gute Likör, Magister MünchenVIl gestellt und angelegt worden und legen ein ausgezeichnetes Zeugnis für die Güte der Fachausbildung im Werkdorf ab. Mit der Herstellung des Gemeinschaftshauses hat der Ausbau des Werkdorfes seinen vorläufigen Abschluss erreicht. Zurzeit befinden sich dort 132 Lehrlinge, von denen 50 in Landbau und Viehzucht, 20 im Gartenbau ausgebildet werden, in der Schlosserei und in der Möbeltischlerei arbeiten je 15 Lehrlinge, im Baubetrieb 10. 22 Personen sind in dem Haushaltsbetrieb tätig. Von den 132 Lehrlingen sind 22 Mädchen und 110 Jungen; 104 befinden sich in der Ausbildung für Palästina, 25 haben die Absicht, in andere Immigrationsländer zu gehen. Das Werkdorf wird in der nächsten Zeit voraussichtlich durch Vergrösserung des landwirtschaftlichen Betriebes Ätwas erweitert werden. Die Einweihungsfeier zur Eröffnung des .Gemeinschaftshauses fand bei echt holländischem Winterwetter statt. Dichter Nebel stand über ganz Holland und verstärkte sich im Wieringer Polder, der als trockengelegter Teil der Zuider See mehrere Meter unter dem Meeresspiegel liegt, zeitweise derartig, dass man kaum noch die an einem hohen Mast flatternde holländische Fahne erblicken konnte. Zahlreiche Gäste waren zur Feier herausgekommen. In der ersten Reihe sassen die Bürgermeister der beiden Nachbardörfer. Eine Reihe von Ansprachen, so von Professor van den Bergh, dem Vorsitzenden des Stichting, Professor D. Cohen u. a., wurden gehalten. Der Leiter des Werkdorf s, M. Katznelson, und Vertreter der Lehrer und Schüler des Werkdorfs sprachen. Im Anschluss an die kurze offizielle Feier blieben die Gäste und Insassen des Werkdorfes noch lange zusammen. Ein Rundgang durch das Werkdorf ergab ein eindrucksvolles Bild von der. sorgfältigen und qualifizierten Ausbildungsarbeit, die hier geleistet wird. Der Besucher, der andere Berufsumschichtungseinriehtungen kennt, weiss, dass es wenig Hachscharastellen gibt, in denen die Schüler bei aller Einfachheit so gut untergebracht sind wie im Werkdorf. Die zahlreichen Briefe, die das Werkdorf jetzt schon von seinen früheren Schülern, die inzwischen in die Welt hinausgegangen sind, erhalten hat, zeigen, dass der Weg und die Methoden der Ausbildung im Werkdorf sich bewährt haben und dass es gelungen ist, geeignete und gut geschulte Facharbeiter heranzuziehen, die den Anforderungen, wie sie die Auswanderungsländer an sie stellen, gewachsen sind. Das holländische Judentum, das mit grössten Geldopfern diese Einrichtung geschaffen hat, kann auf sein Werk stolz sein. Neben der Aufbringung von Mitteln ist es nicht zuletzt dem ausserordentlichen persönlichen Einsatz der .führenden Persönlichkeiten des Stichting sowie dem Leiter und den Lehrern des Werkdorfs zu danken, wenn hier eine vorbildliche Ausbildungsstätte geschaffen werden konnte. Dr. Friedrich Brodnitz. inlandischen jüdischen Studenten ist bedeutend niedriger als der der jüdischen Studenten 'überhaupt. Von den österreichischen Universitäten hat Innsbruck die wenigsten jüdischen Stu- denten; nur sechs jüdische Studenten sind dort inskribiert. An der Tierärztlichen Hochschule in Wien gibt es nur zwei Juden. Dagegen sind jüdische "Hochsehüler an der Wiener Hoch-; schule für Welthandel in grösserer Zahl vertreten. Die Aufnahme von Mischlingen in^Hie Studentenschaft In einem Aufsatz des Reichsstudentenführers Dr. Scheel in der Zeitschrift „Deutsches Recht" wird mitgeteilt, dass nach einer Entscheidung des Führers und Reichskanzlers die Aufnahmebestimmungen der Deutschen" Studentenschaft in dem Sinne gelockert werden sollen, dass auch Viertel- und Halbjuden im Sinne des Reichsbürgergesetzes in die Studentenschaft aufzunehmen sind. mMAm*mm Schachaufgabe Nr. 88. ~ Voa-S. S. Lewmann. (2. Preis Tii© Problemist 1935.) Ueberprüfung der Einbürgerungen in Rumänien In einem Berieht aus Genf weist 'der „Manchester Guardian" auf die jetzt in Rumänien 'durchgeführte Ueberprüfung der seit dem Kriege vorgenommenen Einbürgerungen hin. Als Grund für diese in den nach dem Kriege angeschlossenen Gebieten durchgeführte Ueberprüfung werde angegeben, dass in zahlreichen Fällen die rumänische Staatsangehörigkeit auf nicht gesetzmässigem Wege erlangt worden sei. Hierzu bemerkt „Manchester Guardian", dass selbst, wenn dies zutreffen sollte, die Nachprüfung etwas spät erfolge, da die Betroffenen so viele Jahre lang als rumänische Bürger gegolten haben. Diese Massnahme stehe im Widerspruch zu den im Minderheitenschutzvertrag von 1919 von Rumänien übernommenen rechtsgültigen Verpflichtungen. Zu diesen Ausführungen ist noch zu bemerken, 'dass Rumänien sich im Friedensvertrag verpflichtet hatte, die zur Zeit des Friedensschlusses auf rumänischem Gebiet dauernd ansässigen Personen ohne weitere Formaliiät als rumänische Bürger anzuerkennen. Trotzdem wurde später der Erwerb der Staatsangehörigkeit von einer bis zu einem bestimmten Termin durchzuführenden Registrierung abhängig gemacht. Zehntausende, unter ihnen sehr viele Juden, sind staatenlos geworden, weil sie diesen Termin versäumten. ICHS. ENDES! Februar 1937 Schwor 5697 6. Sonnabend 25. Wo chenab schnitt: Misch-i patim 2. B. M. 21—24 ParschatSchekalim: 2.B.M. 30,11-16 Haftara: 2. Kön. 12,1-17 Neumondsweihe tO. Mittwoch 29. Jom Kippur Katan 11. Donnerstag 30. 1. Tag Rosch Chodesch Adar 5697 12. Freitag 1 2. Tag Rosch Chodesch 13. Sonnabend 2. w'ochenabschnitt: Truma " 2. B. M. 25,1-27,19 Haftara 1. Kön. 5,26-6,13 20. Sonnabend 9. w'ochenabschnitt: Tezaweh 2. B. M. 27,20-30,10 Parschat Sachor: 5. B. M. 25,17-19 Haftara? 1 Sam. 15,2-34 24. Mittwoch 13. Taanit Esther (Fasttag) 25. Donnerstag 14. Purim (Megillat Esther) 26. Freitag 15. Schuschan Purim 27. Sonnabend 16. Wochenabschnitt: Ki tissa 2. B. M. .30,11—34,35. Haitara 1 Kön.: 18,20-39. Kultusgemeindengesetz in der Tschechoslowakei Am 22. Januar nahm das tschechoslowakische Parlament ein Gesetz über die Organisation der jüdischen Kultusgemeinden in Böhmen und Mähren-Schlesien an. Sinn des neuen Gesetzes ist es, die bisher freiwillig geschaffenen Dachorganisationen der Gemeinden nunmehr obligatorisch zu machen und ihnen die Vollmachten zu geben, die für ihre wichtige Tätigkeit erforderlich sind. Bei der Beratung des Gesetzes gab der Abgeordnete der jüdischen Volkspartei, Dr. Angelo Goldstein,, als Berichterstatter u. a. auch eine Darstellung der jüdischen Bevölkerungsbewegung in Böhmen. Hiernach lebten in Böhmen im Jahre 1890 94479 Juden (1,62 Prozent), im Jahre 1930 76 301 Juden (1,07 Prozent). In Gross-Prag lebten im Jahre 1890 23 473 Juden (5,91 Prozent). Ihre Zahl war bis zum Jahre 1930 auf 35 463 (4,18 Prozent der Prager Einwohnerzahl, 46,45 Prozent aller Juden Böhmens) gestiegen. Im ganzen betrachtet, ergibt die Aufstellung, dass die Zahl der Juden in Böhmen ständig, und zwar sehr rasch, sinkt; sie verminderte sich in den letzten 40 Jahren um fast 20 Prozent. Im Rahmen der Jubiläumsveranstaftungen anlässlich des 50jährigen Bestehens des Jüdischen Theologischen Seminars Amerikas fand am 17. Januar die erste vom Seminar veranstaltete Jahreskonferenz über allgemeinjüdische Fragen statt. Führer der grossen jüdischen Verbände und Institutionen hielten Ansprachen,^ in denen sie die Notwendigkeit einer neuen Ausrichtung des jüdischen Lebens betonten. Jüdische Abstammung rechtfertigt nicht Entziehung der Doktorwürde In einem Erlass des Reichserziehungsministers Rust werden Aenderungen der Promotionsordnungen der Universitäten bekanntgegeben, in denen es heisst, dass derjenige sich in jedem Falle einer deutschen Doktorwürde als unwürdig erweise, der gemäss § 2 des Reichsgesetzes über den Widerruf von Einbürgerungen und Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit der deutschen Staatsangehörigkeit für verlustig erklärt wurde, nicht aber schon derjenige, dessen Einbürgerung lediglich aus rassischen Gründen widerrufen worden sei. Auch rechtfertige die Tatsache der jüdischen Abstammung allein nicht die Entziehung der Doktorwürde. Auf Anordnung des Oberbürgermeisters ist in Dresden der an den Neumarkt angrenzende Jüdenhof in Neumarkt umbenannt worden. Jüdische Studenten an den österreichischen Hochschulen Nach der soeben erschienenen Statistik über die österreichischen Hochschulen im Sommersemester 1936 sind es unter den 18 095 Hörern aller zehn österreichischen Hochschulen (die Salzburger theologische Fakultät nicht miteinberechnet) 2043 oder 12 Prozent jüdische Studenten. Auf die 14 091 Hörer entfallen 1688 auf die 2590 Hörer der Technischen Hochschulen, 222 und auf die 1414 Hörer der übrigen Hochschulen 133 jüdische Studenten. An der Wiener Universität gibt es unter 2300 Juristen 251, unter 3580 Philosophen 416 und unter 3596 Medizinern 974 Juden; insgesamt gibt es bei einer Gesamthörerzahl von 9675 an der Wiener Universität 1641 jüdische Studenten; sie machen 17 Prozent der Gesamthörerschaft aus. Ein er- : heblicher Prozentsatz der jüdischen Studenten kommt aus dem Ausland, der Prozentsatz der Voranzeigen Berlin: 28. Januar, 20 Uhr 30 Min.: Agudas Jisroel Ortsgruppe Berlin. Dr. Skgbert Halberstadt „Das Verhältnis religiöser und profaner Bildung in Erez Jisrael." Synagoge, Lessingstr. 28. 39. Januar, 20 LThr 30 Min.: Neuer Synagogenverein Berlin. Gruppe Rykestrasse. N. Rabbiner Dr. Manfred Swarsensky „Jüdische Stammesgeschichte", II. Teil. Kantor Danziger (Gesang), Hermann Schwarz (Harmonium). Synagoge Rykestrasse. 4. Februar, 20 Uhr 30 Min.: Justizrat Dr. Julius Magnus „Die Hochschulen Palästinas" (mit Lichtbildern). Lögenhaus Kleiststr. 10. 6. Februar, 20 Uhr 30 Min.: Rambam-Lehrhaus. Rabbiner Dr. A. Altmann „Individuum und Gemeinschaft in der Lehre des Judentums". Alte Synagoge. 2. L'enrhaus Berlin. Donnerstag-Reihe: Juden in Weltstädten. Am 4. Februar, 20K Uhr, Logenhaus, Kleiststr. 10, spricht Robert We 11schüber „Newlork". Das Jüdische Lehrhaus Hamburg, veranstaltet gemeinsam mit dem „Kreis im Jüdischen C.-V.u, Hamburg, am 9. Februar, 20 Uhr 15 Min., in Hamburg, Johnsallee M, eine öffentliche Sonderveranstaltung, in der Rabbiner Dr. Ernst Jacob- Augsburg, über „Gabe und Aufgabe der Prophetie" sprechen wird. Lehrbaus Frankfurt a.M. Im Februar beginnen folgende Veranstaltungen* Februar. -Merzbach: Einführung in die Sprache der Bibel. — Kantorowicz: Ausgewählte Fragen der Soziologie. —- Nuernberg: Aktuelle Wirtschaftslagen. Februar. Kantorowicz: Fragen der jüdischen Sozialarbeit. — Sandels: Infektionskrankheiten im Kindesalter. — Meyer: Rechen- und Schreibschwäche im Kindesalter. — Messerer: Hebräische Lektüre für Fortgeschrittene. . Februar. B u b e r : Di© jesajanische und die „deutero jesajanische" Verheissung. . Februar. Adler: Gegenwärtiger Aufbau der jüdischen Gemeinde. . Februar. Matzdorff: Vom Recht des Handwerkers und Gewerbetreibenden. . Februar. Pomeranz: Geistige. Entwicklung und erzieherische Funktion der zionistischen Bewegung. . Februar. Matzdorff: Jüdische Zeitfragen in der Beleuchtung der jüdischen Presse. Februar. M e r z b a c h : Psychiatrische Grundfragen der Heilpädagogik und Heilpädagogische Uebungen. I. Februar. Hoffmann: Soziale Bedeutung der jüdischen Gemeinde.!. Februar. Marbach: Der Zusammenstoss der römischen und jüdischen Welt zur Zeit des Jüdischen Krieges. Der Zentral verband jüdischer Handwerker, Ortsgruppe Beuthen (O.-S.), feiert am 31. Januar sein 25jähriges Bestehen. Es findet aus diesem Anlass um 16 Uhr 30 Min. in der grossen Synagoge eine Akademische Feier statt, bei der die Gemeinderabbiner Professor Dr. Golinski und der stellvertretende Vorsitzende des Zentralverbandes jüdischer Handwerker, Louis Wolff, Berlin, sprechen werden. Die Veranstaltung wird umrahmt von musikalischen Darbietungen des verstärkten Orchesters des Oberschfesisehen Orchesterringes unter Stabführung von Erwin Herper und Sanitätsrat Dr. Blumenfeld I, Gleiwitz. Am Sonntag, dem 31. Januar, 11 Uhr, findet eine Führung durch die Räume des Jüdischen Museums Berlin durch Dr. Irmgard Schüler statt. Teilnehmergebühr pro Person 25 Pf. Aus den Familien Josef Böhm (Ratibor) beging am 25. Januar seinen 85. Geburtstag. — Hermann Wachsmann (Ratibor) feierte am 27. Januar seinen 80. Gebartstag. — Sally Rose (Münster i. W.) wird am 28. Januar 70 Jahre alt. — Eugen Abramczyk (Berlin), Mitarbeiter der Anzeigen-Abteilung der C.-V.-Zeitung, feiert am 30. Januar seinen 70. Geburtstag. — J. Marcus (Berlin-Charlottenburg) wird am 1. Februar 70 Jahre alt. — Frau Meta Rosenthal (Köslin) vollendet am 2. Februar ihr 70. Lebensjahr. — Fräulein Klara Donnerstag (Unsleben, Unter- Matt in zwei Zügen. Weiss: Kb5, Db4, Tf3, Lg6, Sc7, Se7, Bf6, g3 (8) Schwarz: Keö, Tgö, La2, Lh8, Sb3, Bb7, d4 (7) * Lösung der Aufgabe Nr. 87: 1. Kg6—g7, drohend 2. Kg7—fS, 3. TgS—g6 matt . . . Ta£-c4; 2. La6-c8t, Tc4Xc8; 3. Se2—U matt s; , .Tc3—c4; 2. Se2—f4f, Tc4Xf4; 8. La6—c8 matt. Schwarz kann die weisse Drohung nur durcS einen Gegenangriff auf den weissen König verhindern. Hierzu muss er die Türme verdoppeln, auf . der c-Linie oder auf der 4. Reihe, um den König, wenn dieser nach f8 gegangen ist, wirksam auf c8 bzw. f4 anzugreifen. Aber gerade diese scheinbar vorteilhafte Verdoppelung wirkt sich nachteilig aus, da ein Turm den anderen verstellt und daher die Rolle der verstellten übernehmen muss. Dies wird sofort von Weiss entscheidend ausgenützt. Man nennt diese Art Aufgaben „Plachutta", so genannt nach dem Problemkomponisten, der die Kombination vor achtzig Jahren darstellte. Diese bekannte Idee, Verdoppelung schwarzer Figuren gleicher Gangart, ist seitdem in vielfachen Abarten gebracht worden. * Richtige Lösungen der Aufgabe Nr. 87 gingen ein von: Michael Levy (Krefeld), Gustav Lewi (Berlin- Dahlem), Gerda Loewkowitz (Konstadt). Max Pniower ' (Hindenhurg), Dr. Oster (München), Karl Bechhöfer (Nürnberg), Gottfried Gumbel (Stuttgart),. Siegmund 'Austerlitz (Giessen), Tierarzt Max Koschminski, Frau Tilde Adler (Landsberg), Ella Rüben (Bünde), Dr. Meverhoff (Rotenfels), Kantor D. Cohn (Koblenz), Adolf Schück (Breslau), Klaus Demant (Königsberg), Joachim Neumark, Sanitätsrat Dr. S. Domke (Berlin). * Schachbriefkasten. A. W. (Breslau): Besten Dank für Einsendung. Die Aufgabe ist jedoch zu einfach. Repräsentativkampf Rheinland gegen Westfalen. Westfalen besiegt Rheinland mit 24% : U% Punkten. Mehr als 100 Kämpfer waren am 3. Januar einer Aufforderung der Westdeutschen Arbeitsgemeinschaft nach Gelsenkirchen gefolgt. Köln, Düsseldorf, Duisburg, M.-Gladbach und Gelsenkirchen, Dortmund, Münster stellten ihre Auswahlmannschaften. Die Westfalen-Mannschaft sicherte sich schon nach einstündiger Spielzeit mit 12:0 die Führung. Erst bei Sehluss des Kampfes konnten die Rheinländer" nach aufregendem Endspurt das Ergebnis verbessern. Die siegreiche Mannschaft hat diesen Erfolg vollauf verdient und dankte ihn nicht zuletzt den mühsamen Vorbereitungen der Jüdischen Schacharbeitsgemeinschaft Gelsenkircben. Der Verlauf der Partien zeigt, dass auch im Rheinland Sehachtalente schlummern, die freilich noch, der Schulung durch Kämpfe mit anderen Städten bedürfen. Darum war es auch zu begrüssen, dass der Vorstand der Westdeutschen Schacharbeitsgemeinschaft sieh entschloss, diese Veranstaltung demnächst im Rheinland nochmals austragen zu lassen. Eine schöne Schlussfeier, bei der die mitwirkenden Städte der siegreichen Mannschaft, Dortmund, Gelsenkircfeen und Münster, mit einem Diplom bedacht wurden, hielt die Westdeutschen jüdischen Schachfreunde bei Musik und Tanz bis zur späten Stunde zusammen. ______ franken) begeht am 2. Februar ihren 75. Geburtstag. — Frau Rösalie Bach geb. Philipp (Berlih-Alt-Moabit) feiert am 2. Februar ihren 85. Geburtstag. — Frau Minna Baeh (Meiningen) wird am 3. Februar 75 Jahre alt. — Adolf Stein berger und Frau Auguste geb. Hirsch (Wehrheim, Taunus) feierten am 26. Januar ihre goldene Hochzeit. — Frau Karoline Ledermann geb. Schlossberger (Gotha) ist am 13. Januar im 67. Lebensjahr gestorben. — Paul Levy (Guben), früher Vorstandsmitglied der Ortsgruppe Guben des Centrai-Vereins, starb am 24. Januar im 68. Lebensjahr. Am 30. Januar begeht Frau Fanny Lissner geb. Zondeck ihren 70. Geburtstag. Sie stammt aus der bekannten Aerztefamilie, deren Heimat ebenso wie die ihre Wronke (Prov. Posen) ist. Dort war sie jahrelang 1. Vorsitzende des Jüdischen und des Vaterländischen Frauenvereins und erhielt während des Krieges in Anerkennung ihres Verdienstes um das Rote Kreuz die Rote-Kreuz-Medaille. Frau Lissner lebt seit 15 Jahren in Berlin. Carl Tockns in Oels (Schlesien) .feierte am 25. Januar 1937 seinen 70. Geburtstag. Er ist Vorsteher der Synagogengemeinde und der Chewra und führt mit einsatzbereiter Opferwilligkeit seit dem Tode des früheren Ortsgruppenvorsitzenden Appel die Geschäfte der dortigen Ortsgruppe des Centrai- Vereins. Mögen dem Jubilar noch viele Jahre vergönnt sein, für die jüdische Gemeinschaft in Oels zu wirken. Ein Teenachmittag für die Winterhilfe Zum Besten der Jüdischen Winterhilfe servierte Camilla Spira-Eisner am 24. Januar .im grossen Saal des Brüdervereinshauses in Berlin ein musikalisches Teegedeck, das von den Gästen mit viel Beifall und Vergnügen aufgenommen wurde. Rita A11 a s z und Gerhard Pechner sangen, Ruth Condeil und Nelly Hirsch tanzten, Charlotte Rosen-Salomonsky geigte, unter Leitung von Dr. Hermann Schildberger und Dr. Fritz Ber e n d spielte das Orchester der jüdischea Künstlerhilfe, Erna Klein begleitete und Willy Prager erzählte kleine Geschichten und Anekdoten. Das Ganze wurde von Camilla Spira-Eisner anmutig und amüsant verbunden, — eine besondere Ueberraschung bildete die von Gerhard Pechner zusammengestellte „Musikalische Reise durch die Welt", an der alle Mitwirkenden teilnahmen. Ein Sonntagnachmittag — mal nicht in der Familie (wie die Spira so schön sagte) , . c.und d.afür für einen guten Zweck. —g— Aeusserste Preise für np g7< jrm wm m mr || m |T £i rw W? TfcTn_P ~» "IT MM BftrliR c2» Spandauer Sirass« 28 Teppiche . Gardinen« Läufer R Mli Ml Ml M JBi JHL im IJ MA Mli ±!% M MM MJ NM. an der Königstrasse