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Central-Verein-Zeitung · 1937-01-21 · 3 (21.1.1937) · page 17

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
3 (21.1.1937)
Date
1937-01-21
Page
– (sequence 17)
Language
German
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L Beiblatt Nr. 3 Sportblatt der C 21 Januar 1937 Umschau Ein über die Grenzen Leipzigs bedeutungsvolles sportliches Ereignis bedeutete am letzten Sonntag das Zusammentreffen der Handballmannschaften des Schild und des Bar Kochba Leipzig; denn es ging hier weniger um die Lösung der Frage: wer hat Mitteldeutschlands augenblicklich beste Handballmannschaft als vielmehr darum, auch das letzte Hindernis auf dem Wege zur endgültigen Bereinigung aller Zwistigkeiten im jüdischen Sport Deutschlands aus der Welt .geschafft zu haben. Diese Begegnung, die erste beider Vereine seit über zwei Jahren, beschliesst einen nun schon sprichwörtlichen Streit und dürfte somit der Beginn einer spielerischen Belebung des jüdischen Sportlebens in Mitteldeutschland im Handball wie auch in allen anderen Disziplinen mit sich bringen. Es gilt, das im Interesse der daraus allein profitierenden Aktiven festzuhalten, den Spielverkehr auszubauen und die Begegnung der beiden Leipziger Rivalen, gleich der in Berlin zwischen ISG 33 und Bar Kochba, zu einem traditionellen Lokalderby werden zu lassen, das seine Werbekraft auf das Publikum nicht verfehlen wird. Bar Kochba gewann diesmal nach unerhört erbittertem, hartem, aber doch stets im sportlichen Rahmen bleibendem Ringen mit 2 :1. Der Schild erkannte neidlos und fair den Sieg des Gegners an und liess damit jene sportlich kameradschaftliche Einstellung erkennen, die schliesslich nun auch in Leipzig der gemeinsamen Arbeit für den Sport zum Erfolg verhalf. Nach diesem Spiel, dessen Zustandekommen bewies, dass" bei gutem Willen auch Unmögliches, wie viele meinten, möglich werden kann und der Wiederaufnahme der lange ausgesetzten sportlichen Beziehungen der Vereine des Makkabi und des Sportbundes in Westdeutschland, bleibt nun vordringlichste Aufgabe: den gemeinsamen Verbands- und Meisterschaftsbetrieb in Südwestdeutschland, wie er zu aller Zufriedenheit bis 1936 bestand und zu Beginn der diesjährigen Saison durch den Austritt des Makkabi aus der „Arbeitsgemeinschaft" aufhörte, wieder in vollem Umfang ins Leben zu rufen. Es darf nichts unversucht gelassen werden, über den Rahmen der zurzeit möglichen Gesellschaftsspiele hinaus, "die südwestdeutschen Makkabivereine zum Wiedereintritt in die „Arbeitsgemeinschaft" zu bewegen bzw. ihnen den Wiedereintritt zu ermöglichen. * Der Termin des Hallensportfestes oder besser gesagt: der Hallensportrevue des Schild Frankfurt a. M. am 31. Januar im Frankfurter Hippodrom, mit dessen prinzipiellen Mängeln in der Ausschreibung hinsichtlich der Beteiligung der anderen Sportgruppen wir uns bereits einmal auseinandersetzten, rückt immer näher. Selbstverständlich finden wir uns mit den gegebenen Tatsachen ab, ohne sie dadurch allerdings gutzuheissen. Wir wissen wohl, dass der Frankfurter Verein dank seiner enormen Vielseitigkeit wie kein anderer in der Lage ist, eine derartige Veranstaltung mit gleichem Geschick und ähnlicher Zugkraft aufzuziehen. Das Fest hat bekanntlich Tradition.; trotzdem scheint es, als ob man in diesem Jahr in dem gesteckten Rahmen Höhepunkte erleben wird, die bisher nicht geboten wurden. Es ist schwer, alle Sportarten aufzuzahlen, die für sich durch Spitzenleistungen zu werben, gedenken. Wir hörten von einer MassengymnasMk der 100 Turnerinnen, von Stabübungen der Kinder, von Musterriegen am Hochreck, am Barren, im Gewichtheben, von Vorführungen der Judo-Riege, der Sanitätsabteilung und der Skisportler. Neben diesen reinen Schaudarbiefungen wird man Radreigen und Radrennen, Hindernisläufe der Rasensportler und Jugendlichen starten. Die Fechter tragen je einen Damenflorett- und einen Herrensäbelkampf aus. Für die Boxer hat man sich Gegner aus Westdeutschland verschrieben. Den Handballern sollte es nicht schwer fallen, in einem Kurzspiel gegen eine Mannschaft aus Wiesbaden oder Darmstadt, die Geeignetheit der Halle für ihren Sport und seine Wirkung auf Zuschauer und Aktive unter Beweis zu stellen. Bleibt die Leichtathletik, für die einige wenige Wettbewerbe, allerdings mit glänzender Besetzung, vorgesehen sind. Mehrere Reichsmeister werden am Start sein, darunter Gretel Bergmann (Stuttgart), die möglicherweise im Hochsprung ihre sommerliche Bestform erreichen könnte, der kleine Schild (Stuttgart), der gerade in der Halle seine Anfangsgeschwindigkeit ausspielen wird, und die Berliner mit Wienskowitz und den „Bergmännern" an der Spitze. Schon diese einfache, nicht einmal erschöpfende Aufzählung der Geschehnisse beweist, dass sich am 31. Januar in Frankfurt a. M. einiges „tun" wird. Das weiss auch das Frankfurter Publikum und wird dem Verein, allerdings nicht dem Gesamtverband, wie es hätte sein können und müssen, sicherlich einen grossartigen Werbeerfolg bescheren. M. F. Sport der Woche M itteldeutschland Leipzig: Bar Kochba—Schild Mit der freundschaftlichen Begegnung von je zwei Männermannschaften der beiden -Leipziger Vereine Schild und Bar Kochba wird hoffentlich die Spannung, die über zwei Jahre zwischen ihnen bestand, nunmehr auch einer friedlichen Zusammenarbeit Platz machen. Bis auf eine vermeidbare und dadurch doppelt bedauerliche Entgleisung eines Bar Kochbaners, fast am Ende der beiden Treffen verliefen diese in dem von allen erwarteten sportlichen und fairen Geiste. Im Spiel der 1. Mannschaften lag verständlich erweise mehr Tempo und Kampf, als man bei Gesellschaftstreffen sonst antrifft. Die Schildmannsehaft versuchte, ihre damalige Packung durch den Bar Kochba gut zu machen; auf der anderen Seite musste man darum kämpfen, den Ruf der besten Leipziger Elf zu wahren. Man glaubte auch im stillen, es abermals durch einen leichten, klaren Sieg zu tun. Er wurde auch knapp mit 2:1 geholt, aber man brauchte auch 45 Minuten zum siegbringenden Treffer. Nach Spielbeginn kam Schild der Vorteil des eigenen Platzes zugute, und mit 1: 0 glaubte er schon in die Pause gehen zu können, als durch einen 13-Meter-Wurf kurz vor Halbzeitpfiff das 1:1 feststand. In der 2. Hälfte dominierte Bar Kochba durch sein raumgreifenderes Stürmerspiel, das auch schliesslich das 2. Tor verdiente, an dem der bekannte Blonski I, abermals der Beste der 22, nichts halten konnte. Der Schiedsrichter Mundstock von der J. S. G. 33 Berlin brachte diesen äusserst schnellen Kampf hervorragend zu Ende. Auch im Treffen der beiden 2. Mannschaften, das erwartungsgemäss 3:0 für Bar Kochba ausging, amtierte ein J.S.G.er, Wolf, als sicherer und einwandfreier Leiter. K—n Rasensport in Dresden Bar Kochba, Dresden, trat auf seinem Sportplatz nach langer Pause wieder gegen Berliner Mannschaften an. Zuerst wurde ein J u g e n d spiel im Fussball gegen Bar Kochba Hakoah ausgetragen, das die Dresdener mit 4:2 (2:1) gewannen. Das F u s s b a 11 spiel der 1. Mannschaften sah die Dresdener, die für einige ihre besten Leute Ersatz stellen mussten, von vornherein im Nachteil. Die Berliner zeigten ungemein sicheres Znsammenspiel und Durchschlagskraft im Vortragen des Angriffs. Die Berliner gewannen verdient mit 7 :1 (2 : 0). Im Handball spiel, das die beiden Vereine im Rahmen der Punktspiele der Berlin-Mitteldeutschen ffce Stasi Mkd Siep Sonntag, 24. Januar Rheinland-Westfalen Boxen: Jubiläumsveranstaltung aus Anlass des 25. Kampftages im Landesverband Westdeutschland des „Schild"'. Im Ring Kämpfer aus allen westdeutschen Boxabteilungen des „Schild" und des „Makkabi", Köln, Gemeindehaus, Cäcilienstr. 18 bis 22, 1934 Uhr. Tischtennis: Mannschaftsmeisterschaft ISG Dortmund—Schild Herne, Dortmund, Oesterlandwehr 35; Schild Bochum—Schild Hagen, Bochum, Castroper Strasse 121: Schild Goch—Schild Bocholt, Goch, Schildheim. Handball: Punktespiele Schild Bonn—Schild Aachen, Bonn, Sportplatz des Schild; TUSPA Krefeld 1. Frauen—Schild Düren Frauen, Düren, Sportplatz des Schild. Fussball: Punktespiele: TUSPA Krefeld I—Schild Düren I. TUSPA Krefeld II—Schild Düren II, D ü - ren, Sportplatz des Schild: Schild M.-Gladbach I— ITV 02 Köln I, Schild M.-Gladbach II—ITV 02 Köln II, Schild M.-Gladbach 1. Schüler—ITV 02 Köln 1. Schüler. M.- Gladbach, Platz am alten Wasserturm; Schild Bonn Schüler—Schild Aachen Schüler, Bonn, Sportplatz des Schild; ISV Wuppertal Schüler—ISG Dortmund Schüler, Schild Bochum I—ISG Dortmund Ia, Schild Bochum II— ISG Dortmund II, Gelsenkirchen, Sportplatz Hohenfriedberger Strasse. Südwestdeutschland Fussball: Sportgruppe Mainz I—Schild Frankfurt a. M. I, Wiesbaden, WA Uhr, vorher 2. Mannschaften: ITB Frankfurt a. M. I—ISV Offenbach I, Frankfurt a, M., 14% Uhr, Platz am Bornheimer Hang, vorher Jugend und Schüler: Sportgruppe Darmstadt I—Sportgruppe Worms I, Darmstadt, 14% Uhr, vorher Schüler—Sp. V. Philanthropin Schüler A: Schild Frankfurt a. M. A. H.— ISV Offenbach A. H., Frankfurt a. M„ 11 Uhr; Sportgruppe Heilbronn I—Sportgruppe Mannheim I, Heilbronn, 14% Uhr: ISV Heidelberg—TC Karlsruhe 03, Karlsruhe, 14% Uhr; Schild Stuttgart—Itus Pirmasens, Stuttgart, 14% Uhr, Feüerbacher Tal. Handball: Schild Frankfurt a. M. I—ISV Offenbach I, 15 Uhr; Schild Frankfurt a. M. Frauen B-^- ISV Offenbach Frauen I, 14 Uhr, Schild Frankfurt a. M. Frauen A—Philanthropin Frauen, 13 Uhr, ehemalige Philanthropin-Jugend—Philanthropin-Jugend 10 Uhr, sämtliche Spiele: Frankfurt a. M. Mitteldeutschland. Handball: Bar Kochba Dresden I—Bar Kochba Hakoah Berlin II, Dresden, Radrennbahn Reick, 13% Uhr; Schild Leipzig I—Schild Magdeburg I, Leipzig, Sportplatz Thekla, 15 Uhr: Schild Dresden I—JSG 33 Berlin III, vorher Frauen, Dresden, Platz in der Liebstädter Strasse, 14 Uhr. Fnssball: Bar Kochba Dresden I—Bar Kochba Hakoah Berlin II, Dresden, Radrennbahn Reick, 14% Uhr; Bar Kochba Leipzig—Hagibor Berlin 1. Männer: 15 Uhr, Alte Herren: 13% Uhr, Junioren: 12% Uhr, Knaben: 11% Uhr, sämtliche Spiele Leipzig, Sportplatz Dübener Landstrasse. Kegeln: Freundschaftstreffen der Schild-Vereine aus Berlin, Dresden, Halle, Bernburg und Leipzig, Leipzig, Gross-Keglerheim, Elsterstrasse,. 9 Uhr. Nordwestd eutschland. Fnssball: Makkabi Altona I—Blau-Weiss Hamburg II, H a m b u r g - Lockstedt, Schild-Platz, vormittags. Bezirksliga austrugen, konnten sich die Berliner schon deshalb den Sieg sichern, weil bei Dresden nicht weniger als fünf seiner Mannschaftsstützen fehlten. Gegen Schluss des von Lichtwitz (Chemnitz) einwandfrei gepfiffenen Kampfes, den Berlin mit 11 :1 (5 : Ü) für sich entschied, war die Erbitterung so gross, dass sich einer der Berliner Stürmer dazu hinreissen liess, einen Dresdener Spieler zu ohrfeigen. G. J. Rheinland-Westfalen Klare Fussballsiege im Industriebezirk Die Fussballer des Industriebezirks im Sportbund führten am 10. Januar zwei Spiele in Ge 1 - senkirchan durch, wobei die favorisierten Mannschaften zu sicheren Erfolgen kamen. Der Tabellenführer Dortmundl traf auf Schild Duisburg/Oberhausen und fand unerwartet, harten Widerstand. Zwar waren die Dortmunder technisch und taktisch überlegen, aber beim Seitenwechsel führten sie erst 2 :1. Dann Hessen jedoch die Duisburger nach, und am Schluss des fairen und von Scheyer (Bochum) bestens geleiteten Kampfes hiess es 6:1 für Dortmund. — Die Ih-Mannschaft von Dortmund stand gegen Bochum natürlich auf verlorenem Posten. Aber auch sie war bis zum Wechsel, der 0:3 erreicht wurde, ein beachtenswerter Gegner, und nur das auffällige Nachlassen der Hintermannschaft führte zu der 2:9- Niederlage. J. G. Wird Köln Mittelrhein-Meister? Die F u s s b a 11 spiele des 17. Januar im Mittelrheinbezirk ergaben eine Ueberrascbung durch den Sieg von Bonn über ITV02 Köln. Da M.-Gladbach kampflos zu den Punkten von Düsseldorf kam, hat der ITV 02 Köln nur noch einen Punkt Vorsprung vor M.-Gladbach und zwei vor Bonn, so dass'alle Möglichkeiten offen sind. Das Spiel in Bonn wirkte werbend, so fair und ruhig wurde es unter der glänzenden Leitung von Wolf-Oberhausen durchgeführt. Die alten Rivalen standen sich spielerisch kaum nach, und wenn der westdeutsche Meister Bonn nach einer gegnerischen 1:0- Halbzeitiührung zu einem knappen 2:1- Sieg kam, so verdiente er diesen wegen seiner grösseren technischen Reife. J. G. Weitere Ergebnisse: Bonn II—Köln II 3 : 0 (1 : 0); Köln 1. Schüler—Bonn Schüler 3 :0 (3 :0); Köln 2. Schüler—Aachen Schüler 2 : 4: M.-Gladbach Schüler —Düsseldorf Schüler 2:1. Gesellschaftsspiele: Bochum—M.-Gladbach 4 :2 (3 :1); Münster —Bentheim 5 :3. Handballspiel in Köln Bei wundervollem Sportwetter trug die Handballmannschaft des ITV02 Köln das fällige Meisterschaftsspiel gegen die Sportgruppe Aachen aus. Das Spiel wurde von Anfang an schnell und sehr hart, aber dennoch fair durchgeführt. Die Kölner waren fast wrährend des ganzen Spiels im Angriff, aber die Aachener hatten mit ihren gefährlichen Durchbrüchen den Enderfolgmit 5 :"3 (3 :2) auf ihrer Seite. O.M. Schild-Boxen in Witten Eine weitere „K1 e i n r i n g"-Veranstaltung wurde am 17. Januar in Witten (Ruhr) durchgeführt. Trotzdem Hakoah Essen, die anfänglich eine Zusage erteilt, hatte, in letzter Minute zurückzog, sahen die rund 150 Zuschauer ein interessantes und reichhaltiges Programm, das ausschliesslich von Boxern der ISG Dortmund und des ISV Wuppertal bestritten wurde. In allen Kämpfen wurde äusserst fair um den Sieg gestritten. Eine Ueberraschung bedeutete das knappe Unentschieden, das Bloch (Dortmund) nur durch seinen Endspurt gegen Grüneberg (Elberfeld) herausholen konnte. Eine gute Vorstellung gab auch der junge Elberfelder Leven im Federgewicht gegen Michel. Trotz eines Niederschlages in der 1. Runde holte er sich im Finish mit genauen rechten und linken Geraden den Punktsieg. Weitere Ergebnisse: Stern—Jakob (beide Elberfeld) unentschieden. Tennenbaum I (Dortmund) siegt durch k. o. über Holstein (Wuppertal). Waldhorn II (D.) siegt nach Punkten über Schickler (W.), desgleichen Löwenhardt (D.) über Simon (W.), Srebrnik (D.) über' Seligmann (W.). Stern (D.) über Lichtwritz (W.) und Schwager (D.) über Goldschmidt fl&i. B, B. Kurze Sportnotizen Lynch legt auch Montana Am 19. Januar kam im Wembley-Stadion, Londcn, der mit Spannung erwartete Kampf zwischen Benny Lynch, dem englischen Weltmeister im Fliegengewicht, und seinem Herausforderer, dem in den amerikanischen Staaten anerkannten Weltmeister Smal Montana zur Durchführung. Vor 10 000 Zuschauern legte Benny Lynch eine hervorragende Form an den Tag und erhielt nach Ablauf der 15 Runden einen begeistert aufgenommenen klaren Punktsieg. Da dieses Treffen kurz zuvor noch von beiden Verbänden als offizielle Weltmeisterschaft anerkannt wurde, dürfte die Frage nach dem besten Fliegengewichtler der Welt endgültig zugunsten des jüdischen englischen Boxers geklärt sein. ProH-Fussballer in Palästina Nach dem Sieg gegen den Hapoel Tel-Aviv, den wir in der vorigen Woche meldeten, stellte sich die Mannschaft der Admira-Wien dem palästinensischen Meister Makkabi Tel-Aviv zum Gegner. Vor 5000 Zuschauern erzielten die Wienereinen klaren 3 :0(1 :0)-Erfolg, den sie vor allem ihrer besseren körperlichen Konstitution verdankten. Zwei weitere Niederlagen steckte der Makkabi gegen den anderen in Palästina weilenden Profiverein, den Bukarester CFR, ein, der einmal 1 :0 und in der zweiten Begegnung 5 :3 siegte. Auch Hapoel Jaffa unterlag den spielstarken Rumänen, die nach tapferem Widerstand mit 5 :2 die Besseren waren. Jüdische Tenniserfolge in USA Bei den Nationalen Hallentennismeisterschaften der Vereinigten Staaten für Junioren gelang es dem jungen Marvin K a n t r o w i t z, einen schönen Erfolg zu erringen. Er besiegte in der Schlussrunde "des Herreneinzels seinen Gegner glatt mit 6 :2, 6 :1 und sicherte sich damit den begehrten Titel. Auf der Rangliste der Eastern Lawn Tennis Association, einem der grössten und spielstärksten Verbände Amerikas, befinden _ sich auch einige jüdische Spieler und Spielerinnen. Bei den Herren nimmt Leonard Hartmann den dritten Platz ein, während bei den Damen die New-Yorker Meisterin Norma Faubele den vier« ten, Millicent Hirsch den neunten Rang einnehmen. Wieder schlag Jack Hyams einen Schwergewichtler Der jüdische Mittelgewichtsboxer Jack Hyams bestätigte kürzlich seinen Ruf als einer der erfolgreichsten englischen Boxer erneut. In Lei - c e's t e r stand er dem kubanischen Schwergewichtsmeister Morejon in einem Zehn-Runden- Kampf gegenüber und erfocht einen begeistert aufgenommenen, klaren Punktsieg. Hyams erwies sich als ein wahrer Verteidigungskünstler, der zwar nicht die Schlagkraft seines weit schwereren Gegners hatte, sich dank seiner hervorragenden technischen Versiertheit aus der Defensive heraus jedoch den Sieg einwandfrei zusammenboxte. Kabos in Hochform Der ungarische jüdische Olympiasieger und Weltmeister im Säbel fechten, Endre Kabos, beteiligte sich kürzlich an einem Turnier des TJ j p e s t e r Clubs. Es gelang ihm dabei,, auch im Florett sein grosses Können unter Beweis zu stellen und gegen eine Anzahl der besten ungarischen Florettfechter den Siejj davonzutragen. HnannininiunrriTHTiHninfHinHinniniinnfiiiniiusiiiiiiwsunuinnm Schlesien Sportgruppe Breslau gewann Lokalderby Zugunsten der Jüdischen Winterhilfe standen sich am 17. Januar in dem nun schon traditionellen Breslauer Lokalkampf die ersten Handball- und Fussballmannschaften der Sportgruppe und des Bar Kochba gegenüber. Infolge des Frostwetters waren die Spiele leider schwach besucht, dafür war jedoch der Verlauf beider Treffen, in denen schlieslich die Sportgruppe durch bessere Leistungen in der 2. Hälfte siegreich blieb, recht spannend. Im Handball treffen, in dem Bar Kochba auf seinen guten Stürmer Nelken verzichten musste, konnte die Sportgruppe bis zur Halbzeit eine knappe 2:1-Führung erzielen und zum Schluss mit 6:3 einen sicheren, aber etwas zu hohen Sieg erzielen. Im Fussball trat Bar Kochba mit zwei Mann Ersatz an, die sich jedoch recht gut bewährten. Während die Sportgruppe technisch besser war, aber in der Läuferreihe schwächer als gewöhnlich spielte, war Bar Kochba bedeutend schneller und vor dem Tor recht gefährlich. Nach einem Führungstor der Sportgruppe glich Bar Kochba aus, aber kurz nach dem Wechsel ging die Sportgruppe durch einen Nachschuss des Rechtsaussen in Führung. Noch einmal zogen die Gäste gleich; dann aber stellten die Sportbundleute durch den Mittelstürmer und den wiederum richtig stehenden Rechtsaussen mit zwei weiteren Toren den Sieg mit 4:2 sicher. DuL * Den vom Landesverband Oberschlesien des Sportbundes gestifteten Pokal für die beste schlesische Tischtennismannschaft gewann Breslau erstmalig am 17* Januar,

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