Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 2 (14.1.1937)
- Date
- 1937-01-14
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Geänderte Wettkampfbestimmungen In letzter Zeit haben sich in vielen Sportarten die internationalen Verbände mit Anträgen beschäftigen müssen, die Aenderungen des Regelwerks und der Wettkampfhpsfimmungen zum Gegenstand hatten. Dabei wurden einige Neuregelungen beschlossen, die uns recht wesentlich und beachtenswert erscheinen, da sie auch von den jüdischen Sportverbänden Deutschlands sinngemäss übernommen worden sind. Wer ist Hochspningsieger? Die Technische Kommission des Internationalen Leichtathletik Verbandes, die während der Olympischen Spiele in Berlin tagte, hat neben neuen Bestimmungen über die Verwendung von Hürden und die Technik beim Hammerwerfen, die weniger interessieren, da es sich um im jüdischen Sport nicht eingeführte Disziplinen handelt vor allem für den Hochsprung (aus dem Stand und mit Anlauf) und den Stabhochsprung einschneidende Aenderungen zur Ermittlung des Siegers und der Placierten erlassen: Wenn bei einem Hochsprung- (oder Stabhochsprung-) Wettbewerb zuletzt zwei oder mehrere Teilnehmer die gleiche Höhe übersprungen haben, ist derjenige als Sieger zu bezeichnen, der für die Bewältigung der letzten Höhe die wenigsten Versuche benötigt hat. Herrscht auch dann noch Gleichheit unter den Wettbewerbern, so entscheidet die geringste Anzahl von misslungenen Versuchen während des gesamten Wettbewerbs. Gibt es nach dieser Prüfung wiederum einen Gleichstand, erringt der den Sieg, der im Verlauf der ganzen Konkurrenz die wenigsten Sprünge ausgeführt hat. Erst wenn auch dies Unterscheidung keine endgültige Klassiiizierung zulässt, haben die Bewerber um den ersten Platz einen Zusatzsprung über die letzte gerissene Höbe bzw. wird der Stichkämpf durch Verminderung der Sprunghöhe bis zur Entscheidung wie bisher weitergeführt. Ein Stichkampf kommt jedoch nur um den Sieg in Frage. Bewerber um den zweiten oder die darauffolgenden Plätze werden dagegen ohne Gewährung von Zusatzsprüngen bei gleicher Anzahl der misslungenen Versuche oder Sprunge gemeinsam auf einen Rang gesetzt. Diese Aenderungen bedeuten für den Aktiven zweifellos eine Erleichterung, wenn man sich an die oft unendlich in die Länge ziehenden Stichkämpfe erinnert, sie verlangen aber auch Konzentration von Anfang an. In der Folge kommt es darauf an, erst bei möglichst vorgeschrittener Höbe in den Wettbewerb einzugreifen und dann gleich beim ersten Versuch in jeder Höhe sein Bestes zu geben. Gewiclitsabnmdung beim Boxen Die Gewichtsklassen spielen im Boxkampf bekanntlich eine grosse Rolle, da in der Regel nur Wettkämpfer gleicher Gewichtsklasse gegeneinander antreten dürfen. Besonders bei Meisterschafts"-, Pokal- oder Mannschaftskämpfen gilt die Bestimmung, dass der Boxer, der, eine halbe Stunde vor Beginn des Kampfes gewogen, sein Limit auch nur um einige Gramm überschreitet, kampflos verloren hat. Die Föderation Internationale de Boxe Amateur („Fiba") hat kürzlich die Gewichtseinteilung, die infolge der in Bruchteilen angegebenen Gewichtszahlen recht unübersichtlich und schwer verständlicn war, einer Korrektur unterzogen und sie auf volle Kilogramm aufgerundet. Bei den in Klammern angegebenen Ziffern handelt es sich um die bisher gültig gewesenen Gewichte. Fliegengewicht .... bis öl kg (50.802 kg) Bantamgewicht......U kg (,53..'.2-l kg) Federgewicht.......07 kg (57.153 kg) Leichtgewicht ...... .. 6-2 kg (51.235 Kg) Weltergewicht .... ,. 67 kg (66.678 kg) .Mittelsewicht.......73 kg (72,571. kg) Halbschwergewicht.....SO kg (79,378 kg) Schwergewicht .... über SO kg (79,378 kg) Diese Aenderung gilt jedoch vorerst nur für den Kreis der Amateure, während die Berufsboxer an den alten, in Klammern angegebenen Gewicbiszahien unverändert festhalten. Torabstoss beim Fussball Nach den Beschlüssen des International Board, denen von der Föderation International Football Association („Fifa*') zugestimmt wurde, sind einige Regeländerungen übernommen worden, von denen folgende A b - stossregel besonders erwähnenswert ist. Der Torsteher darf einen ihm von einem anderen Spieler zugetretenen Ball nicht mit den Händen aufnehmen, um ihn dann ins Spielfeld zu treten. Der Ball muss direkt aus dem Torraum ins Spielfeld gestossen werden, und wenn, er hierbei nicht ausserhalb des Strafraums ge- treten wird, ist der Abstoss zu wiederholen. Das bedeutet also, dass nunmehr ein Torabstoss direkt bis jenseits des Strafraums auszuführen ist. Es ist nicht mehr zulässig, dass der Ball dem Torwächter in die Hände gespielt wird, oder dass dieser im Strafraum nach einem Torabstoss den Ball aufnimmt. M. F. Rheinland-Westfalen Schild-Boxen in Krefeld Der Landesverband Westdeutschland des „Schild4* veranstaltete am 10. Januar in Krefeld einen Werbeboxabend. Höhepunkt der Veranstaltung war das Zusammentreffen zweier Sportbund-Reichsmaister mit westdeutschen Makkabiboxern. Reichsmeister Grüneberg (Köln) schlug Hauser (Makkabi, Essen) in der 1. Minute der 1. Runde k. o., und Kuhaupt (Köln) brauchte gegen den jungen Belfer (Makkabi, Essen) nur Vs Minute länger, um das gleiche Ergebnis zu erzielen. Auch sonst stand der Sport auf beachtlicher Höhe, trotzdem es fünf entscheidende Siege gab. Besonders gut schnitt die junge Boxmarnischaft aus Krefeld ab. die durch Samuel I gegen Gasiorowski (Elberfeld) und Frank gegen Muller (Dortmund) allein zwei davon buchen konnte. Den letzten k. o. errang der sehr zu beachtende Leven (Elberfeld) gegen Baruch (Krefeld). Besonders ging das Publikum in dem ..Unentschieden" endenden Fedcrgewichtskampf zwischen Hirsch (Köln) und Schwarz (Elberfeld) mit. Beide waren stark verbessert und zeigten lobenswerte Leistungen. Auch Bloch (Dortmund) kam als Ersatzmann gegen Samuel II (Krefeld) trotz geringer Vorteile nur zu einem Unentschieden. In den übrigen Kämpfen gab es mit Ausnahme eines Einlagekampfes zweier technisch schon ansprechender Elberfeider Boxer Punktsiege. Schwager (Dortmund) schlug Biegeleisen (Köln), Wingerts II (Köln) siegte über Moses (Krefeld) und" Grünewaid (Krefeld) wurde Sieger über Rosenfeld (Köln). " R. B. Kölns Fussball in Front Am 10. Januar trug die 1. Männermannschaft des ITV 02 Köln ein Gesellschaftsspiel gegen Sportgruppe Düren aus. Das Spiel wurde sehr schnell und fair durchgeführt, wobei die Kölner stets im Vorteil waren. Das Ergebnis von 5 :1 (2 :1) für Köln entsprach dem Spielverlauf. ITV 02 1, Ju-gend-ITV 02 2. Jugend 6 : 3 (4 :1). O. M. Hockeyspiele in Köln Am 10. Januar trafen sich die Mannschaften der Hakoah Köln und der Sportgruppe M.-Giadbach in einem Freundschaftsspiel. Die M.-Gladbaeber, die ohne mehrere, ihrer besten Leute antraten, fanden sich auf dem glitten und unebenen Platz nicht zureeht, konnten den Kampf jedoch bis zur Pause offen halten. In der zweiten. Halb- Vat Skui Mud Sie§> Sonntag, 17. Januar Süd Westdeutschland Fussball: ISV Offenbach I—TSV Schild Frankfurt a. M. I, Offenbach, WA Uhr, vorher 2. Mannschaften, Jugend und Schüler: Sportgruppe Glessen I—Sportgruppe Mainz I. G i e s s e n . 1-VA Uhr, IIB Frankfurt a. M. I — Sportgruppe Worms I, Frankfur t a. M.. WA Ubr, Platz am Bornheimer Hang; IIB Frankfurt a. M. Schüler—Philanthropin. Schüler IA. Frankfurt a. 31., ISA Uhr, Platz am Bornheimer Hang; Schür! Mannheim—Schild Stuttgart, Stuttgart. WA Uhr; ISV Heidelberg- Schild Heilbronn, H e i 1 b r o n n , WA Uhr: Itus Pirmasens—TC Karlsruhe 03. Karlsruhe, WA Ubr. Handball: Sportgruppe Darmstadt I—Schild Wiesbaden I. D a r m s"r a d t. 15 Uhr; Schild Frankfurt a. M. I—Schild Frankfurt a. M. II, Frankfurt a. M , 15 Uhr; Schild Frankfurt a. M. Frauen A—ISV Offenbach Frauen, Frankfurt a. M.. Ii Ubr: Schild Frankfurt a. M. Frauen R— Philanthropin Frauen. Frankfurt a. M.. 13 Uhr: Philanthropin Frankfurt a. M. Jugend—Schild Frankfurt a. M. Jugend. Frankfurt a. M., 11 Uhr, Platz am Bornheimer Hang. Breslau Handball: Bar Kochba Breslau I—Sportgruppe Breslau I. Fussball: Bar Kochba Breslau I—Sportgruppe Breslau I. ab 13 Uhr 15 Min., Sportplatz Breslau-Krietern. Sämtliche Spiele zugunsten der Jüdischen "Winterhilfe. Rhiuland-Westfalen Fussball: Ponktespiele: Schild Dortmund Ib—Schild Oberhausen I, Schild Dortmund Schüler—Schild Oberhauseu Schüler, Gesellschaftsspiel LSG Dortmund la— Schild Bielefeld I. Hägen, Sportplatz des Schild; Schild Neuwied I—TUSPA Krefeld I. Düren. Sportplatz des Schild; Schild Bonn I—ITV 02 Köln I, Schild Bonn II—ITV 02 Köln II, Schild Bonn Schüler —ITV 02 Köln 1. Schüler, Bonn, Sportplatz des Schild: Schild M.-Gladbach I—Schild Düsseldorf I, SHüld M.-Gladbach 1. Schüler—Schild Düsseldorf Schüler. M. -Gladbach. Platz am Alten Wasserturm: ITV 02 Köln Jugend—Schild Aachen Jugend, Köln- Mülheim, Fort 11. 14 Uhr. Handball: Punktespiel ITV 02 Köln I—Schild Aachen I, K ö I n - Mülheim, Fort 11. 15 Uhr. B<--xen: 2. Veranstaltung des ,.Ständigen Kleinrings'1 des Landesverbandes West im ..Schild"1 1036/37. Arn Start Boxer aus Bochum. Dortmund. Meschede und Wuppertal. Witten, Lokal Günther. Röhrchenstrasse. Uhr. Tischtennis: Schild Herne — ISV Wuppertal. Herne, Bahnhofstrasse. Mitteldeutschland Berlin-Mitteldeutsche Makkabibezirksligaspiele im Handball und Fussball: Bar Kochba. Dresden I—Bar Kochba Hakoah Berlin Ia, D r e s d e n, Bar Kochba- Platz. IVA bzw. WA Uhr. Handball: Schild Leipzig I—Bar Kochba Leipzig I, 15 Uhr, vorher 2. Mannschaften, Leipzig, Sportplatz Thekla. Die Reichsmeistersehaften des „Schild" im Schwimmen finden nicht am 21. Februar, sondern erst acht Tage später, am 28. Februar, inBindenburg O.-S. statt. Der IBC ..Maccabi". Berlin, hat vom Central Punching Club Luxemburg eine Einladung zu einem Freundschaftstreffen erhalten., das Ende Februar in Luxemburg durchgeführt werden soll. zeit errangen die Kölner in letzter Minute mit 2 :1 (0 : 0) den Sieg. O. M. * Handball: ITV 02 Köln 1. Frauen—Krefeld 1. Frauen. 1 : 5 (1 : 2). Spiele des Makkabi Der F u s s b a 11 betrieb des westdeutschen Makkabi wurde am 10. Januar mit zwei Meisterschaftsspielen in Köln und 'M.-Gladbach fortgesetzt, die allerdings stark unter den zahlreichen Abwanderungen der letzten Zeit litten. Durch die Siege von Hakoah Essen und Makkabi M.-Gladbach haben eich diese beiden Vereine mit Makkabi Düsseldorf als einzige Anwärter auf den diesjährigen Meistertitel hervorgehoben. Das Meisterschaftsspiel in Köln sah zumeist den Meister Hakoah (Essen) überlegen. Die in jeder Beziehung unterlegenen Kölner verteidigten aber sehr geschickt und glücklich und Hessen trotz zahlreicher grosser Torchancen Essens nur zwei schöne Tore von Stern und Isaak, dem besten Spieler des Platzes. v.w. Die wenigen Kölner Angriffe wurden schon von der Essener Läuferreihe gestoppt. tu M. G 1 a d b a. e h erkämpften die Gladbacher einen sehr verdienten 2 :0-Erfolg. In diesem ritterlichen Kampf zeichneten sich besonders beide Hintermannschaften aus. In jeder Halbzeit erzielten die Platzherren einen Treffer. M. R. In Trier: Makkabi—Schild Zum erstenmal standen sich die Fussballmannschaften von Makkabi und Schild Trier gegenüber. Man spielte zugunsten der Jüdischen Wi n t e r h i 1 f e . doch litt der Besuch sehr unter dem schlechten Wetter. Dagegen war ein sportlicher Gewinn zu verzeichnen; denn das Spiel war stets fair und verlief ohne Zwischenfall. Die Makkabi-Leute waren anfangs mehr im Angriff, doch liessen sie, als sie erfolglos blieben, im Tempo nach. Schild schoss bis zur Pause zwei Treffpr. 'während Makkabi selbst einen Elfmeter nicht verwandeln konnte. Nach dem Wechsel gelang der Schild-Elf vor Schluss der 3:1-Sieg. nachdem zwischendurch Makkabi einen Treffer geschossen hatte und mehrfach dem Ausgleich nahe war. J.G. Weitere Ergebnisse: Hellmania Minden I—Schild Bielefeld I 6:3 (3:3): M.-Gladbach 1. Schüler—B."um 3. Schüler 1: 0: Düsseldorf 1. Schüler—Aachen 1. Schüler 1 : 0. g- Haixctballfavoriten siegen am Mittelrfeein Die Handballspiele des 10. Januar im Bezirk Mittelrhein des Sportbundes wurden von den führenden Mannschaften überlegen gewonnen. Die Sportgruppe Aachen besuchte Schild D ü s s e 1 d o r f und kam nach fairem Kampf zu einem nie gefährdeten Siege von 14 : 5. Unter Führung des Mittelläufers lieferte der Aachener Sturm ein glänzendes Spiel, wobei sich besonders Mittelstürmer und Halblinker hervortaten. Einen harten erbitterten Kampf hatte die ungeschlagene Sportgruppe M. - G 1 a d b a c b in Bonn zu bestehen. Die M.-Gladbacher warfen zwar in der ersten Minute schon einen Treffer, aber nach ausgeglichenem Spielverlauf wechselte man mit 1:1 die Seiten. Dann allerdings kamen die mit einer weit besseren Gesamtleistung aufwartenden Gäste immer mehr in Fahrt und sicherten sich einen 4 :1-Erfoig. Ausser dem Damen spiel in Köln kam ein weiteres in Bon n zum Austrag. Die ungeschlagenen Bonnerinncn bedauerten es wohl selbst am meisten, dass M. - G I a d b a c h nur mit neun Spielerinnen antrat und sich infolgedessen durchweg auf die Defensive beschränken musste. Mit 4:0 (2 : 0) blieben die Bonnerinnen glatt Sieger. J. G. Schlesien Wieder Fussbail in Breslau Nach längerer Pause wurde am 10. Januar der Spielbetrieb in Breslau mit einem Fussball- Freundschaftstreffen zwischen Sportgruppe Breslau II und der Sportgruppe Neisse I wiederaufgenommen. Die Breslauer hatten eine recht zusammengewürfelte und uneingespielte Mannschaft zur Stelle und konnten daher gegen die Gäste, die sogar auf mehrere gute Spieler verzichten mussten. nur ein 3 :3-Ünentschieden erzielen. Dul. Karze Sporiuotizen Iii. Makkabiah beschlossen Das Aktionskomitee des Makkabi-Weltverbandes, das zu Anfang dieses Jahres unter dem Vorsitz seines Präsidenten Professor Brod e t s k y s in Warschau tagte, beschäftigte sich in der Hauptsache mit der Durchführung der III. Makkabiah. Es wurde beschlossen, die III. Makkabiah im Frühjahr 193S in Tel-Aviv durch den Makkabi- Weltverband als alleinigen Veranstalter abzuhalten. Startberechtigt auf der Makkabiah sind, wie man mitteilte, nur dem Makkabi-Weltverband angeschlossene Verbände, Vereine und Sportler, "während die palästinensischen Sportverbände des Hapoel und des Betar lediglich an den sportlichen Wettkämpfen teilnehmen können. Die Sitzung der ~Hato*' behandelte sporttechnische und organisatorische Fräsen " der III. Makkabiah. Diese Beschlüsse, die im wesentlichen den Forderungen des Deutschen Makkabikreises entsprechen, bedeuten, dass sich die III Makkabiah auf die Teilnahme des Makkabi beschränken wird, da der Hapoel, dessen Bedingungen: massgebliche Beteiligung an der Durchführung und Teilnahme nicht nur an den sportlichen Wettkämpfern abgelehnt sind, von der Einladung höchstwahrscheinlich kaum Gebrauch machen dürfte. Damit scheint auch die III. Makkabiah keine Veranstaltung aller jüdischen Sportler, wie es insgeheim viele erhofften, sondern, wie ihre Vorgänger, eine interne Makkabiveranstaltung zu werden. Admira Wien in Tel-Aviv Die zu den besten österreichischen Berufs- Fussball mannschaften gehörende Elf der Admira Wien gastiert augenblicklich in Palästina. Im ersten Spiel der Tournee traten die Wiener am 9. Januar dem Hapoel Tel Aviv gegenüber und vermochten vor etwa 10 000 Zuschauern nach vorzüglicher Abwehrleistung ihres jüdischen Amateurgegners nur mit 3 :1 (1 :0) Toren zu gewinnen. Wie gemeldet wird, stürzte im Verlauf de? Spiels eine der überbesetzten Tribünen ein, was erfreulicherweise jedoch ohne ernstliche Folgen blieb. Ljulko noch immer in Best form Der russische jüdische Leichtathlet Ljulko, von dessen ausgezeichneten Mehrkampfleistungen wir im Vorjahr berichten konnten, zeigte sieh auch in der letzten Saison von seiner besten Seite. In der Liste der besten russischen Leichtathletikleistungen der Saison 1936 nimmt er zweimal den ersten Platz ein. Die 200 Meter durchlief er in der ganz vorzüglichen Zeit von 21,6 Sekunden und für die 400 Meter gebrauchte er 49,3 Sekunden. Erfolge Landaus an der Riviera Der Spitzenspieler von Monaco, Landau, beteiligte sich mit schönem Erfolg am ersten diesjährigen Riviera-Tennis-Turnier in Cannes. Im Herreneinzel belegte er den zweiten Platz hinter dem Chinesen Ko Shin Ku, der ihn in der Schlussrunde nach dramatischem Fünfsatzkampf schlagen konnte, siegte dagegen mit dem Chinesen als Partner im Herrendoppel überlegen. Oil£III!nii3IIII2IiniHIf!IiniilllIIiiniIlIIIinii!l!II!n;i!inn3{Iil!H!!!:I!?lIII N ordwesideutschland Schauhsraen in Hamburg Die Sportgruppe Schild veranstaltete am 10. Januar zugunsten der Jüdischen W i u t e r h i 1 f e einen Turnnaehmittag in der Turnhalle der Talmud- Tora-Schule in Hamburg. Erfreulicherweise hatte die Veranstaltung eine Sterke Anziehung ausgeübt: ein volles Haus belohnte Mühe und Vorbereitungen, die seit Wochen getroffen waren. Die Darbietungen gaben ein schönes Bild von der vielseitigen Arbeit der Turnabteilung des Schild. Reicher Beifall belohnte die Leistungen der Männer und Jugendlichen. Abschluss und Höhepunkt des Nachmittags bildeten die gjmmastistb-rhythmischen Darbietungen der Mädchen. P. H. M itteld eutschland Gemeinsame Spiele in Dresden Am 10. Januar kamen wieder einmal in Dresden gemeinsame Spiele zwischen Mannschaften des Bar Kochba und des Schild zur Durchführung. Das Fussball treffen der 1. Mannschaften ergab einen ausgeglichenen Kampf, der nach einer Pausenführung des Bar Kochba mit 1 :1 unentschieden verlief. Das gleiche Ergebnis zeitigte das Spiel der beiderseitigen Jugend mannschaften. Eine überraschend gute Partie lieferten die Handballer des Schild, die den Bar Kochba, der allerdings einige seiner Stammspieler ersetzen musste, zum Schluss mit 6:3 (2:1) geschlagen hatten. Die Begegnung der Frauen mannschaften stand im Zeichen" der Bar Koehba-Mittelstürmerin Ruth Weinberg, die mit vier-Toren an dem 6:2-Sieg ihrer Mannschaft massgeblich beteiligt war. G. J. Handballergebnisse in Heilbronn Schild Heilbronn "l. Frauen — Schild Stuttgart 1. Frauen 4:2 (2 2); Schild Heilbronn 1. Jugend gegen Schild Stuttgart 1. Jugend 0 : 3 (0 :2). Bckh.