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Central-Verein-Zeitung · 1937-01-07 · 1 (7.1.1937) · page 15

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
1 (7.1.1937)
Date
1937-01-07
Page
– (sequence 15)
Language
German
Belongs to
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Ä^L. ^^m^Mfi fportblatt <kr CVJei Mit Rapier und Maske Von der Technik des Fechtsports Die Geschichte des Fechtsports, der zweifellos zu den ritterlichsten pädagogisch wertvollsten Leibesübungen der modernen Sportbewegung gehört, geht auf Jahrtausende menschlicher Kultur zurück. Aus der natürlichen Kampfwaffe der Völker entwickelte sich dm Laufe der Zeit nach strengen, in der ganzen Welt gültigen Regeln und Gesetzen der Fechtsport, wie man ihn heute kennt und wettkampfmässig ausübt Wie kaum eine zweite Sportgattung vereinigt das Fechten, dessen wesentliches Merkmal das Bestreben ist, den Gegner zu treffen und selbst nicht getroffen zu werden, in sich ein grosses Mass von Geschicklichkeit und Beweglichkeit, von Schnelligkeit und Ausdauer, von Schlagfertigkeit f e n : Florett, Degen und Säbel. Man weiss weiterhin noch vom Bajonett, einer mehr militärischen, im 19. Jahrhundert allerdings bei der Armee auch zu Sportzwecken sehr beliebten Waffe und vom schweren Säbel, der eine rein akademische DuellwTaffe darstellt Am meisten verbreitet ist das Florett, eine reine Stoss- oder Stichwaffe, im übrigen auch die einzige Sportwaffe der Frau. Es besieht aus dem Griff, der Glocke und einer dünnen, biegsamen, abgeflachten Klinge von rechteckigem Querschnitt. Bei" einer Gesamtlänge von 110 Zentimetern beträgt das Gewicht 500 Gramm. Gefochten wird auf einer zwei Meter breiten und zwölf Meter langen Fechtbahn. „Schild"-Fechterinnen im Kampf Fat. Martin Dzubas. Berlin und Konzentrationsfähigkeit neben vollem Einsatz des Verstandes und der Selbstzucht. Ein Meisterfechter ist geradezu ein Künstler, der durch eine Schule jahrelangen, härtesten Trainings gegangen sein muss, ehe er sich zum Herrn über seine Waffe gemacht hat. Nur in unermüdlicher, ehrlicher Arbeit reifen im Fechtsport erstrebenswert meisterliche Leistungen. Darum hat es, wie wahrscheinlich in keinem anderen Sport in gleichem Masse, der Nachwuchs gerade im Fechten so besonders schwer, sich gegen die vielfach erhärtete Kampfe rfahrung und das ausgereiftere Können der „Alten" frühzeitig durchzusetzen. Der Sportfechter kennt drei Kampf waf- Als Treffläche gilt der obere Kragenrand bis zur Leistenfalte ohne Arm und Kopf. Die Kampfzeii eines Gefechts ist im allgemeinen unbegrenzt, fünf von einer Seite ausgeteilte, anerkannte Treffer genügen zum Sieg. Eine ebensolche Stosswaffe ist der Degen, der aber bei gleicher Länge mit 770 Gramm ein weit höheres Gewicht hat. Seine dreikantige, in drei kleine Spitzen auslaufende, hohlgeschliffene Klinge ist starrer als die des Floretts. Während sich die beiden Waffen in der Technik der Handhabung ähneln, unterscheiden sie sich infolge der beim Degen auf 34 Meter verlängerten, also grössere Beweglichkeit zulassende y&t St&d und Skf Sonntag, 10. Januar Rheinland-Westfalen Boxen: Werbeveranstaltung des Landesverbandes Westdeutschland im ..Schild'' unter Beteiligung aller Grossboxvereine. Krefeld, Bleichpfad '61, 20 A ühr. Handball: Punktespiele Schild Bonn—Schild M.¬ Gladbach: Schild Bonn Frauen—Schild M.-Gladbach Frauen, Bonn, Sportplatz des Schild; Schild Düsseldorf—Schild Aachen. Düsseldorf, Neuer Sportplatz des Schild; ITT 02 Köln Frauen—TUSPA Krefeld Frauen, K ö 1 n-Mülhcim, Fort 11. 13 Uhr. Tischtennis: Mannschaftsmeisterschaft Schild Herne —Schild Bochum, Herne. Jugendheim. Fusshall: Diplomspiele Schild Düsseldorf Schüler- Schild Aachen Schüler. Düsseldorf, Sportplatz des Schild; Schild Bonn Schüler—Schild M.-Gladbach 1. Schüler, Bonn, Sportplatz des Schild: ITV 02 Köln I — Sportgruppe Düren I, K ö 1 n - Mülheim, Fort II, 15 Uhr; ITV 02 Köln Jusend—Sporteruppe Krefeld Jugend. Köln- Mülheim, Fort 11. 14 Uhr: Schild Gelsenkirchen Schüler—ISY Wuppertal Schüler, Schild Oberhausen Schüler—ISG Dortmund Schüler: Punktespiele: Schild Oberhausen I— ISG Dortmund Ia; Schild Bochum—ISG Dortmund Ib. Gelsenkirchen, Sportplatz Hohcnfriedberger Strasse: ITUS Duisburg I—Makkabi M.-Gladbach1" I, M. - G 1 a d.b a c h , Platz am Alten Wasserturm, 1434 Uhr, Südwestdeutschland Fussball: Schild Dannstadt I — ISV Offenbach I, Darmstadt, UA Uhr (vorher Schüler); Schild Frankfurt, a. M. I—Sportgruppe Giessen I, Frankfurt a, M.. WA Uhr. vorher Schild A. H.—Sportgruppe Mainz II und Schild Jugend—1TB Jugend, sämtliche Spiele Platz am Buchrainweiher; Sportgruppe Worms I—Sportgruppe Mainz I. Wiesbaden, UA Uhr: Philanthropin Schüler A—Schild Frankfurt a. M. Schüler. Frankfurt a. M., 10 Uhr, Platz am Bornheimer Hang: Schild Mannheim—TC Karlsruhe 03, Mannheim, WAUhv: ISV Heidelberg—Schild Stuttgart. Stuttgart, UA Uhr; Schild Heilbronn—ITUS Pirmasens, Heilb r o n n , UA ühr Handball: ISV Offenbach I—Sportgruppe Wiesbaden I. O f f e n b a c h , 15 ühr, vorher 1. Frauen: Schild Frankfurt a. M. I—TSV Schild Frankfurt am Main II, Frankfurt a. M„ 11 ühr, darauffolgend Frauen A—Frauen B; ehemalige Philanthropin Jugend—Wiesbaden Jugend, Frankfurt am Main, 13 Uhr, Platz am Bornheimer Hang. Mitteldeutschland Fussball: Bar Kochba Dresden Jugend—Schild Dresden Jugend, 9A Uhr, Dresden, Radrennbahn Reick. Handball: Bar Kochba Dresden I—Schild Dresden I, 11% Uhr; Bar Kochba Dresden Frauen—Schild Dresden Frauen. 10% Uhr, beide Spiele: Dresden, Radrennbahn Reick. Xordwestdeutschland Turnen: Hallenturnen zugunsten der Jüdischen Winterhilfe, Hamburg, Talmud-Tora-Schule, 15 Uhr. Fechtbahn wesentlich in der Taktik der Kampfesführung. Als Treffläche gilt dem Degenkämpfer der ganze Körper. Die offizielle Turnierkampfzeit ist auf zehn Minuten begrenzt. Der Säbel, die Nationalwaffe der Ungarn, kennzeichnet sich durch Griff, Korb und eine breitere, biegsame Klinge von T-förmigem Querschnitt. Bei einer Länge von 105 Zentimetern und einem Gewicht von 500 Gramm ist er Hieb- und Stichwaffe zugleich, daher als Sportwaffe vielseitiger, aber auch erheblich schwerer zu handhaben als beispielsweise das Florett. In beweglichem Abstand wird auf einer zweimal 24 Meter langen Bahn gefochten, wobei als gültige Treffläche der gesamte Körper oberhalb der Hüftlinie einschliesslich des Kopfes und der Arme bestimmt ist. Unbegrenzt ist auch hier die Kampfzeit des pausenlos durchgeführten Gefechts, das bei fünf erhaltenen Treffern auf einer Seite zugunsten der anderen Partei beendet ist. Sachgemäßer Schutz verhindert normalerweise Verletzungen beim Sportfechten. Eine engmaschige Drahtmaske schützt das Gesicht, über der Hand wird ein Lederhandschuh, dazu ein Anzug aus festem, hellem Leinen getragen. Es ist eine bekannte Tatsache, dass jüdische Sportler und Sportler jüdischer Abstammung gerade im Fechten zu bedeutenden Welterfolgen und olympischem Ruhm gelangt sind. Ihre Zahl in fast allen Ländern der Welt ist gross, so dass bei nachfolgender Uebersicht nur wenige der Besten angeführt werden können. In erster Linie sind zu erwähnen der mehrfache ' Europameister, Weltmeister und Doppelsieger der letzten Olympischen Spiele im Einzel- und Mannschaftssäbelf echten, der Ungar Endre K a b o s, sowie die Damen Helene Mayer (Deutschland), Ellen Preiss (Oesterreich) und Ilona Elek-Schacherer (Ungarn), die schon seit vielen Jahren im Damenfechtsport massgebend sind und sämtlich olympischen Siegeslorbeer errungen haben. Zu ihnen gesellen sich von uns bekannten Fechtern der jüngsten Zeit der langjährige amerikanische Florettmeister und Olympiazweite von 1932, Lewis, der polnische Meister Kantor, der kanadische Doppelmeister im Florett und Säbel G i 11 e r m a n n, der tschechische Meister V o hryzek, der französische Repräsentative und Olympiadritte im Mannschaftskampf Wormser und die Oesterreicher Fischer und L i o n. Zu den bekanntesten Meistern früherer Jahre und Olympiaden sind zu zählen: die Ungarn Cohen, Fuchs, Gerde, Werkner, Garay, Gombos, Petschauer und Roszony, der ehemalige Deutsche Meister Halberstadt, ferner der Deutsche Hochschulmeister von 1932 Eugen Mayer und der Deutsche Juniorenmeister von 1933 Fritz Stark, der sich jetzt in England aufhält. Im jüdischen Sport Deutschlands ist der Fechtsport leider nur spärlich verbreitet, wrenn sich auch die beteiligten und hierfür verantwortlichen Kreise, an der Spitze der Fechtobmann des Sportbundes Gert B1 u m e n f e 1 d und der zweifache Sportbundmeister Winterschweig (Schild Frankfurt a. M.), grösste Mühe geben, durch öffentliche Vorführungen und Veranstaltung von Wettkämpfen, Reichstreffen und Meisterschaften für die Idee ihrer Sportart zu werben. Fechtriegen mit relativ gutem Leistungsstand bestehen heute in der Hauptsache in den Sportbundvereinen Südwestdeutschlands, in den Hochburgen des Fechtsports. Frankfurt a. M., O f f e n b a c h a. M. und W i e s b a d e n, daneben bei den rührigen Sportgruppen Stuttgarts und Hannovers. Sonst verdient lediglich die Damenfechtriege des Berliner Tennisclubs Bar Kochba, die einige hervorragende Fechterinnen internationalen Formats, wie Liesel Falk und Ruth Pächter, zu ihren Mitgliedern zählt, hervorgehoben zu werden. Manfred Friedmann. 7. Januar Karze Sportnotizen Im Städtekampf erfolgreich Im Idrottshuset in Kopenhagen kam am 1. Januar der Städtekampf der Ringer Kopenhagen—Berlin zur Durchführung. In den Reihen der Dänen, die in der Gesamtwertung mit 5 : 2 Punkten gewannen, kamen auch zwei jüdische Amateurringer zu Erfolgen. Im Leichtgewicht besiegte der Olympiazweite von 1932, Abraham Kurland, seinen Gegner Lehmann klar nach Punkten, während die Entscheidung im Schwergewicht, die Isak Paikin gegen Wegner den Sieg gab, äusserst knapp war. Wer boxt gegen Max Baer? Während der frühere Schwergewichtsweltmeister Max Baer bereits Vorbereitungen trifft, um sich am 3. Februar mit seinem Bruder ..Buddv" nach Europa einschiffen zu können, weiss man hier lediglich, dass der Kampf Ende März in der Harringay-Arena in London durchgeführt werden wird. Ungeklärt ist dagegen noch, wen man Baer als Gegner in diesem Ausscheidungskampf geben soll. In Auswahl stehen neben Neusei. der die grössten Aussichten zu haben scheint, die beiden Engländer Foord und Petersen, die Anfang Februar noch einmal aufeinandertreffen werden, und der Finne Bärlund. Der Kampf Lynch—Montana perfekt Mit Spannung erwartet man in London die Begegnung zwischen den beiden weitbesten F fi e g e n g e w i c h 11 e r n, Benny Lynch, dem jüdischen "Titelträger des britischen Weltreiches, und Small Montana, den man in Amerika als Weltmeister anerkennt. Der Kampf ist nun endgültig für den 19. Januar an die Empire -Are na, Wembley, vergeben worden. Jüdische Hockeyelf nach England eingeladen Eine ehrenvolle Einladung hat die Hockeymannschaft der Hakoah Wien erhalten, die im österreichischen Hockeysport mit an führender Stelle steht. Sie soll an dem traditionellen Osterhockeyturnier in Folkestone, das stets die besten Mannschaften des Kontinents im Wettbewerb sieht, teilnehmen. Im VSA-Tischtennis-Team nach Europa Der amerikanische Tischtennisverband wird sich bei den diesjährigen Weltmeisterschaften in Baden bei Wien durch eine sehr starke Mannschaft vertreten lassen. U. a. gehören der Auswahl die jüdische vorjährige WTeltnleisterin Ruth Aarons und der Doppelweltmeister Blattner an. Auf der Rückreise werden die Amerikaner von Laszlo Bellak (Ungarn) begleitet, für den eine Tournee durch die Vereinigten Staaten vorgesehen ist. Ehrentafel des österreichischen Sports Alljährlich veröffentlicht der österreichische Sport eine Ehrentafel, in der seine Meister sämtlicher Disziplinen verzeichnet sind. Auch in diesem Jahr findet man auf der Liste eine Anzahl jüdischer Sportler. So u.a. die-Tischtennisweltmeister im Mannschaftskampf Bergmann, Liebster und K o h n , der Olympiasieger im Stemmen Robert Fein, der 4Ö0-Meter-Meister König, ferner Dr. Goldmann, der in den Tennismeisterschaften im Herrendoppel zu Meisterehren kam, im Schwimmen Ruth Langer und die Hakoah in dem viermal 100-Meter-Freistil und der dreimal 100-Meter-Lagenstaffel der Frauen, den Fliegengewichtsmeister im Amateurboxen Schlänger und die Olympiazweite und österreiebnsche Meisterin im Fechten Ellen Preis. Jüdische Eishockeyspieler erfolgreich Einen neuen Sieg errang die Eishockeymannschaft des Ferencvaros-Club Budapest, die in Salzburg den dortigen Eislauf- und Tennisclub mit 4 : 0 besiegte. "Die beiden Brüder G e rg e 1 y, die im ersten Sturm ihres Teams mitwirken, schössen von den vier Toren allein drei. Sport der Woche Rheinland-Westfalen Im Fussball: Köln oder M.-Gladbach Die Fussballspiele des 3. Januar im Bezirk Mittelrhein des Sportbundes haben insofern eine Klärung gebracht, als der westdeutsche Meister, die Sportgruppe Bonn, aus dem Titelkampf ausgeschaltet wurde und nunmehr nur noch der ITV 02 Köln oder die Sportgruppe M.-Gladbach als Meister in Frage kommen. Die Bonner verloren in M. - G1 a d b a c h, während die Kölner durch Verzicht von Neuwied kampflos zu Punkten kamen. Weiter wurde noch das Punktespiel Düsseldorf — Düren ausgetragen. Die Düsseldorfer traten auf eigenem Platz mit zehn Leuten an, konnten jedoch nach ausgeglichener 1. Halbzeit eine 1:0- Führung behaupten. Nach dem Seitenwechsel fanden die Dürener Stürmer aber die richtige Einstellung, schössen in zehn Minuten drei Treffer und steuerten dann einen 5:2- Sieg nach Hause. Sämtliche Treffer schössen die Halbstürmer, die mit dem rechten Läufer überragten. Bei Düsseldorf war der Mittelläufer die treibende Kraft, sonst aber spielte die Mannschaft schwach. Düren II trat in Düsseldorf gegen Krefeld II an und unterlag nach ausgeglichenem Kampf 2 :3. Der Kampf der Spitzenmannschaften in M. - Gladbach wurde sehr hart, aber doch immer im sportlichen Rahmen' ausgetragen. Bonns ersatzgeschwächte Mannschaftsaufstellung machte sich natürlich bemerkbar, obwohl Jansen als Mittelläufer eine ganz überragende Partie lieferte. i

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