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Central-Verein-Zeitung · 1924-12-12 · 50 (12.12.1924) · p. Seite 798

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
3 (1924)
Issue
50 (12.12.1924)
Date
1924-12-12
Page
Seite 798 (sequence 10)
Language
German
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793 ablnltmruj 3. i J-V ^4;.< Y\ K s <,'Z& V.TS'« '& -’-.sV K MiBLNKW^VK' WVMLFW, L^NMK-S' susas WM Die drei Gestalte!: stellen dar (von links nach rechts): die IN. In Levnationale (ganz rot), Professor Basch (in den Farben der Trikolore), einen typisch äüdrsch gezeichneten Mann, schroarz-rot-gold bekleidet, der einen Beute! voll Geld schwingt. Der Text lautet: „Rarrs mit Euch! Gelingt es diesmal nicht, das Bündnis ZN Kerschlagen, dann seid ihr auf'ewig gefesselt." T<ch die Juden an aller Not und allem Elend unserer Tage schuld sind, wurde natürlich auch von deutschnationaler und völkischer Seite, besonders im Endkampf, in allen Tonarten gepredigt. Die ausgezeichneten Schriften Paul Kampfmeyers: „W er tstschuldan Not und Elend" und „23 l u L- Laten und BLirLsaaten" erschienen den Parteien geeignet, millionenweise in die Massen geworfen, den Wählern die Augen zu öffnen, wo die wahren Schuldigen sitzen. In einem Flugblatt „Der Trommle x~, das im Wahlkreis Magdeburg erschien, wird die Schuldsrage kurz und knapp wie folgt beantwortet: ..Wenn eine der zahllosen Regierungen des mittelatterlick>en Deutschlands — jede größere Stadt war selbständig — Grund hatte, die Unzufriedenheit der Regierten zu fürchten, dann griff sie zu einem probaten Mittel: sie ließ das Gerücht verbreiten: die Juden sind schuld? Das unwissende Volk fiel auf den Schwindel herein, plünderungslustige Hausen fielen über die Juden her, raubten sie aus, zerstörten ihre Häuser, erschlugen sie samt Frauen und Kindern. Ost genug ließ die Obrigkeit emige Juden greisen und prozessieren, und so sind im MitteLatter hunderte und tausende Juden „von Rechts weHen" verurteilt und hingerichtet worden, weil sie Brunnen vergiftet, Hagelwetter verursacht, Pest und Cholera verbreitet, kleine Kinder geschlachtet haben sollten. Aus diese Weile wurde das Volk von den wahren Schuldigen abgelenkt, und sein berechtigter Unmut entlud fiel) über die Juden. Noch in der Vorkriegszeit hat das russische Zarentum mit dieser Methode gearbeitet. . Als rm Laufe des Jahres 1918 die damals herrschenden Kreise erkannten, daß sie das deutsche Volk in eine furchtbare Niederlage führten, da entsannen sich die preußischen Junker der jahrhundertelang bewährten Praxis, die Juden zum Prügelknaben zu machen. „ Wer sich genau Umsicht, wer heute die Macher der Judenhetze pnd, der wird finden, daß es kerne andern stnD, als die Leute, die den Krieg verloren haben und den Juden als Prügelknaben, benutzen wollen." Selbstverständlich haben wir rn unseren eigenen großen öffentlichen B e r s a m m I u n g e n in allen Teilen des Reichs gerade zu dieser Frage Stellung genommen. In Magdeburg-, sollte Georg Bernhard über das Thema „34t der Jude s ch uld? * in dem größten Sau! der Stadt sprechen ' Da er verhindert war. sprang für ihn der Verfasser drefes Artikels eru. Daß die Aufklärung des Centralvereins sich.m diesem Wahlkampf m anderen Formen bewegte als in denen unserer Gegner, mußte selbst' dre deunchuaUvnQle „ M agde b u r g e r Tage s zeitu u g " bestätigen. die m. ihrer Ausgabe vom Z. Dezember schrieb: „Der Redner ' des gestrigen Abends (Schweriner) zeigte, was man. der'' objektiver Beurteilung anerkennen, muß. das Bemühen, sich fach k r ch mit dem Bntriemitisyms ausernanderzusetzen/ EiM7 -Hafstrungsstrahl .de»' deutete, dre. Kritik w der rechtsgerWeren ,«M a g d e & u r «j t f d) e rt Zeitung", daß die Ausführungen Schweriners im wesentlichen dem Standpunkt der „Magdeüurgischen Zeitung" entsprochen Hätten. Wie im vorigen Wahlkampf war uns dieses Mal eine wesentliche Stütze im. Kampfe gegen' Bölksverdummung und Volksverhetzung unsere Mahlzeit ung „Wahrheit und Wissen". (Abbildung 4.) In Kürze wurde hier alles zusammengefaßt, was man dem Gegner in wirtschaftlicher politischer, sozialer und religiöser Hinsicht entgegenhalten konnte. Mit Rassefragen brauchten wir uns dieses Mal weniger zu beschäftigen; denn es konnte allgemein beobachtet werden, daß in Versanunlungsreden von deutschnationaler Seite die Rassefrage recht wenig in den Vordergrund gestellt wurde. Daß die Gegner des vereinigten Judenhasses diese schwache Stelle erkannten, ist selbstverständlich. So wurde ohne unser Zutun irr allen Teilen des Reiches festgestellt, daß der deutfchnationale Spitzenkandidat Quaatz ein richtiggehender Vetter unseres verehrten Direktors Dr. Holländer ist, der noch heute die gemeinschaftliche Großmutter Jaeobr seinen Schreibtisch zieren läßt. Aus blindwütiger Ohnmacht ist deshalb wahrscheinlich jenes schauerliche Flugblatt dev Dentschnationalen entstanden, daß ausgetretene Führer solchen, dis in der Deutschen demokratischen Partei blieben, gegLNüberstellt. (Abbildung 6.) So nahe die Versuchung lag, wir haben es vom Een tralve rein aus abgelehnt, diesen- Spuren übel st er Geschmacklosigkeit zu folgen. Dagegen ist auf ein „ernst zu nehmendes", nicht ungeschickt ausgeflügeltes, Seite 796 bereits erwähntes Flugblatt Sch w arzweiß-rot oder Schwarz-rot-gelb" (Abbildung 2) eine solche Antwort von berufener Seite erteilt worden, daß dieses Antwortflugblatt, wie man uns berichtet, zu den begehrtesten gehört hat. Unsere Leser finden sofort heraus, daß die Entgegnung mit ruhiger, sicherer Feder geschrieben worden ist. (Aobildung 74 Wild wie immer gebärdete sich die N a t i o n a! s o zi a! i stt s ch e Parten Auch Herr S t r e r ch e r m Nürnberg konnte uickst verhindern, daß ihr Schicksal besiegelt wurde, auch wenn er in gemein* gefährlichster Weise unter ein Bild „König Juda", Verse setzte, die an Aufreizung das Unerhörteste darsteüen, was uns während des Wahlkampfes zu Gesicht gekormuen ist. Desk/ch - DemsFesEche Patt ei! Die testen bei ihnen aus Larl Lriedrictz o. LienrsnL Pros. Heinrich GscksnS. Dr. 0fto ÄeUcr Usnraktz Die habe« sie behalten Haas Prof. Hugo prrvK vrrrrb-urs Georg Vcnchard Ws obige 4 Männer srrs der Derrtsch-DsMoLaEcherr Partei austratm, eetfüskte der Mrchs» rrusschutz dsr Dsstsch-DsiWrrsrischen SsamteA: „Wir sind der seftea tleberZLUgung, kxiß öle d? diese Austritte ensskmrLeüen Lücken sofort durch ÄZsLZsngts» arbeitssteudigL Drmokkcrteir und RePuLLrLrurr «sgeßM Werden, so daß der Partei aus diesen Vustnttrn sicherlich em Zrsher SrWmn erwachfM Dird!" Deutschs FrWeu, deutsche VEnuer! Wer Mr bis Lücken aus? Sehr sis Euch Ml Wollt Mr DesrschLssLs Schicksiri in dis Hände solcher „DrretschLk^ Führer l§§en? , . Sorgt, ds^ BeLtschs fm DsürxchkLnLs AntAnft seösLtsL konrrrnk Mbilbung.6,.

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