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Central-Verein-Zeitung · 1924-12-12 · 50 (12.12.1924) · p. Seite 797

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
3 (1924)
Issue
50 (12.12.1924)
Date
1924-12-12
Page
Seite 797 (sequence 9)
Language
German
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HWNM Ifafeg, dfe/gn mrb? Dnljsärlünd cmig. 0rc*^, inächüg trnb glücklich! kämpften 12 Millionen Dmtlche geg:n die ganze Well! baden 4 Millionen DeuksHs geblutet! er-rUes 2 Millionen Dc-rllsch" den Helden»od! Sifmm?ße2t®ie<Bel& l?jgfeg ck'e/sK wurden die <Dderteur[iugbiüi:ter über der beutkchen Fron! adgeworsen, die deutsche SoldakLNZurFal-nenfluchtundzumHoch^ verrat verleiteten! wurden französische Hetzer (der Jude Basch) ln Deutschland geschützt, datz sie uns ungestraft beschimpfen konnte»!! verrichtet der Popphelm mit SLahlruten, Gummiknüppeln und Stinkbomben ferne Räubertatcn! wurde Deutschland arm, elend, wehrlos, zum Sklayen des Auslandes! DeüWs/ Dis €ntfdfetömg iß (eidjtl Ist Euch noch nicht genug Schwarz-Rot-Gelb vor Augen geworden? Wollt Ihr die heurigen Zustände weiter ertragen? &d?®ße$*2Ut*$tefO iß ntäi ®ifiv?avß*Ttsf^oldf Kss Gs/ö iß teafei gegangen I Jügt die fchwarZ-wl-gelben Dolksft'mde hinterher! ÄchMMI Wählt SchNsrz°WeW-'Kst! ' :-^T^rjzr^cT^:zi^7^-* Abbckdung 2 oder L T * ^f dmmm mm ZWWe! M MWeiÄ« SMsrZ-WeW-Rs; Anker Siefen Farben wurde Deutschland einig groß, mächtig und glücklich! kämpften \2 Millionen Menschen gegen die ganze Welt! haben 4 Millionen Deutsche geblutet! erlitten 2 Millionen Deutsche den Heldentod! brach aber leider auch die Macht uttb Herrlichkeit des Reichs Ln Wehrlosigkeit zusammen! wurden von öchandbuben treue DiertSk des Volkes wie Rathenan unö Erzberger hinterrücks ermordet! treiben die hoher und Verleumder fetzt ihr Handwerk! wird ,richt mit Gewalt, sondern nach Recht undGesetz regiert, jedermann nach seinem wert geschätzt, nicht nach adliger Herkunft oder gar nach Religion und Raffe gefragt! der Rückkehr vonhunger undLlend! kann die Lkniaurrg mit den öfter», reichlichen Brüdern gelingen! Ul ■ ■ Schwarz-wsiß-rot sind dis SarLrn der Oergangsnlisii! Sch'-varz-rot-gold sind die Sarben unserer Altkrrnstl «h!>Schw«z-AÄ-GM Abbildung 7 mit Rücksicht au? ihre jüdischen Mitglieder, sondern ans program, naatrschen Notwendigkeiten heraus erklären, die Fahne der Volksparter 'sei frei von jedem cmit-fermtifdjen Schmutzfleck, was geschehen t fr oder geschehen soll, u m euie derartige niedert r ä ch tLge (£ n t <j l c i j un g für alle Zukunft u n ni ö ß l i d)?u machen, wLesie das Flugblatt „Heraus mit Euchö i rn Bilde dar stellt, (Abbildung 3.) In erfreu liebem Gegensatz zur Volkspartei hat das Zentrum allerorts es verschmäht, der „judenfeindlichen Volksstrmmuug" Nochuung zu tragen. Vor uns liegt ein F l u g b! a 11 d c rZentr u m s- Partei in Königsberg, das kurz und'knapp, aber auch eindeutig besagt: «, „Deutsche Staatsbürger! 5) i n w e g m i t dem völkischen Radikales in u s, Er predigt den Hatz, der das Volk zerstört. Das Zentrmn aber will das Volk einen. Es erstrebt d i e Bolksgemerns ch a f t! stellt dem Hatz — Liebe mnd DsrldsamkeiL g§gerrÄb-srk Darum wählt den größten Gegner der Völkischen, wühlt Zentrum!" Um die Frauen für sich Zu gewinnen, wurde von den Deutschnationalen nüt' S e n t i in e n fc a l i t ä i gearbeitet, deren Unechtheit besorwerZ stark aus einem Aussatz des bekannten antisemitischen Professors Werner (Gießen) m der Abendausgabe der „Deutschen Zeit u n g" vom 3. Dezember hervorleuchtet. ,,M u 11 e r denk an mich!" schreibt H-err Werner ein dutzendm-al, um den Kindern Lügnerisch ins Gedächtnis.zurückznrufen, datz die Parteien des JudentimiS den allein mög-lichen - Frieden, den Son-derfri-eden mit- Rußland 1916, um deswillen bekämpften, weil sie den Zaren stürzen mellten und dann auf den Zusammenbruch der Monarchie in Deutschland hofften; datz die Parteien des Judentums den deutschen S i e g g a r n i ch t w o l l t e n, weil ihnen nicht- Volk und Vaterland, sondern die jüdisch durchtränkte Republik über alles gehe. Und dann heißt es wörtlich: „Deutsche ftifimnytyv OavL das Schicksal DerrLschLands'Lrr euren HSnden. Sorgt für Wahlen, nach denen das Organ des CenLralvereL rrs deutscher Staats» bürger jüdischer Rasse nicht wieder schreiben kann, datz die Inden damit zufrieden sein können. Sorgt für zufrredene deutfchc Koltsgensssen. Wählt Schwarz-Weitz-Rotr"^ Wie anders ist ein Flugblatt (Abbildung' 5) von gegen-aNtisemitischer Seite, das im Endkampf in Hunderttausenden voü Exemplaren verbreitet wurde, das z w e i F x a u e n vor einem O b st - u n d G e -- m ü s e g e sich ü f t zeigt. grau M u dicke und Frau'Schmu dicke unterhalten sich über die „Judenfrage" und Frau Schmudicke über- Zengt Frau Mudicke: , „Et jibt dir „sonne", jibt dir „solche"^ . . Et jibt dir Feine, jibt dir Strolche Bei Christen — weeßte — wie bei Juden,^ Bet Japsen und bei Botokuden." Einer, der die Instinkte" der Massen mit unglaublicher Fertigkeit aufznpeitschen verstand, ist, gewiß zu seinem größten eigenen Leidwesen/auf der Strecke geblieben- K n ü p p e l - K u n z'e. Den billigen Eselstritt schenken wir.uns. Kunze hat nut seiner Hetze gegen die „jüdische .Kapitolherrschast" in Berlin und Schlesien einigen Boden gewinnen können. Kunze selbst loar eine p o l i r i s ch e I n s l a t i o n sbl ü t e-., der sein' Neichstagsmandat' nur dem Papiergeldschwindel verdankte, dem er sich sewer, der wohlsituierte Zeitungsverleger und Buchdruckererbesitzer, mit bewundernswertem^ Sinn für Goldwerte entziehen konnte. Nicht znloht unserer A.usklärung rn den Massen der VevölkeruNg ist es zu verdanken, daß wir das Doppelspiel des Theoretikers : und, -Praktikers -Kunze, entlarven und den Helden von Cardelegen und den „Vertrauensmann der Enterbten des Glücks^ schon zu einer Zeit in rmbcholsener Nacktheit zeigen konnten, als von feinem .S tranderl eb nts noch nicht die Neda war. Für unsere Leser wird von Interesse sein, zu erfahren, datz Freund Knüppel-Kunze., keineswegs die Segel gestrichen hat und eifrig weiterkämpsen tvill.

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